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    Jean-Paul-Portal
    Faszikel IIb-15-1788-1789
    Seiten: 368 | Einträge: 3497
     

    Transkription und digitale Edition von Jean Pauls Exzerptheften Vorgelegt von: Sabine Straub, Monika Vince und Michael Will, unter Mitarbeit von Christian Ammon, Kai Büch und Barbara Krieger. Universität Würzburg. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition (Leitung: Helmut Pfotenhauer) Förderung: Fritz Thyssen Stiftung (11/1998-12/2000) und Deutsche Forschungsgemeinschaft (01/2001-12/2005) Projektleitung: Michael Will Gesamtleitung: Helmut Pfotenhauer Transkriptionsgrundlage: Nachlass Jean Paul. Staatsbibliothek zu Berlin. Preußischer Kulturbesitz. Fasz. IIb, Band 15 (Seiten 1-99) Bearbeitungsschritte: 23/10/2001 miwi Beginn der Transkription 10/02/2002 miwi Abschluss der Transkription 25/02/2003 ST Autopsie Berlin Sommer 2003 ST Erstkorrektur HTML-Ausdruck 23/04/2004ST Erstkorrektur eingegeben 17/05/2004MIWI Durchgesehen und für die Vorabveröffentlichung aufbereitet 11/10/2004MIWI Korrektur griechische Zeichen, neue Absatz-IDs 01/11/2005MIWI Revision und Vorbereitung Online-Update

    [Manuskriptseite 1]

    Autopsie Berlin 2003/2004: Auf dem Titelblatt und dessen Rückseite findet sich zunächst die Fortsetzung des am Bandende begonnenen Inhaltsverzeichnisses. In der Transkription werden diese beiden Teile am Ende des Bandes zusammenhängend wiedergegeben. Die ersten Seiten bis inkl. Seite 10 haben sich vom Buchblock gelöst. Die Blätter sind jeweils am rechten Rand mit alphabetischen Register-Reitern versehen, die bis zur Seite 17 zusätzlich die Paginierung tragen, beginnend mit A (nur unvollständig erhalten), dann Alphabet von B-Z, es fehlen: J, V, X, Y. - Von S. 268-271: Neben der Seitenzahl, Mitte oben: 'I.' , wohl für "Iura" bzw. "Iurisprudenz" (vgl. Bd.2a/16). Einträge mit schwarzer Tinte geschrieben; Exzerpte nicht einzeln durchnummeriert, mit Ausnahme der Exzerpte auf S. 1, die die Ziffern 1 - 11 tragen. Randzeichen - wahrscheinlich Lektürevermerke - teils mit Bleistift, teils mit Tinte eingetragen: senkrechte Anstreichungen, aber auch verschiedene andere Zeichen [wie: x, m, f o.ä]. Einzelne Ergänzungen bzw. Korrekturen mit Bleistift eingetragen.

    [IIb-15-1788-1789-0001]
    1 Eine Frau Verdut bekam im Alter Gesundheit, Zähne, ein scharf. Gesicht, monatliche Reinigung, die Runzel schwanden. Menzel: ein Engländ. u. ein Deutsch. bekam. nach stark. Kopfschmerzen neue Zähne. Stimme und Veriüngung. Dictionnaire des Merveilles de lanature, par Sigaud de la Fond. T. I.

     

    [IIb-15-1788-1789-0002]
    2 Olaus Borrichius ein Gastwirth bekam beim Anblik des Weinessigs Zähneknirsch. u. kalt. Schweis, trank ihn ohne Schaden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0003]
    3 Ebenda: ein Bauer schrie stets, wenn er eine Thür öfnen hört. oder ein Hund Pferd vorbeigeh. sah - ein Weib schrie beim Flieg. einer Feder in der Luft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0004]
    4 Van Swieten: eine Frau fiel vor Antipathie in Ohnmacht wenn sie ihr. Man sah |

     

    [IIb-15-1788-1789-0005]
    5 Schölz: einer konte Eier und Äpfel ess. u. halten, ab. nicht a. damit umgeh. sehen ohne Ohnmacht |

     

    [IIb-15-1788-1789-0006]
    6 De Merveau: stat der Wärme beim Aufbraus. (d. i. bei der heft. Verinigung zweier Dinge) vereinte sich die Salpetersäuere mit dem mineralischen Laugensalze mit Kälte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0007]
    7 Die Frau eines Wolspinners Harrak gebar 1735 ein Kind mit gross. Kopf, 1 weit. Auge üb. das ein mänliches Glied herabhieng. Eller in den Schrift. der königlichen Akademie der Wiss. 1755

     

    [IIb-15-1788-1789-0008]
    8 Ein Iüngl. bekam alle Monate einen niederwerfend. Schwindel, worauf er 5 Unzen blutige Thrän. vergos u. genas allemal. Goulards merkw. Fälle aus der Naturgeschichte p. 1781 Zusaz des Übersezers |

     

    [IIb-15-1788-1789-0009]
    9 Gomeli sah in Hindostan einen, aus dess. Nabel ein Kind herausgewachsen war, das Stuhlgang hatte, beide fühlt. einen Schmerz zugleich |

     

    [IIb-15-1788-1789-0010]
    10 Olaus Borrichius: eine Frau hat 3 Brüste, 2 auf der link. 1671 war eine mit 4 Brüst. in Rom - Bartholin: eine hatte die 3te auf dem Rükken |

     

    [IIb-15-1788-1789-0011]
    11 Bei Engstler im Kanton Bern fliesset ein Brunnen nur von Mai an u. zu Nachts stärker als am Tage |

     

    [Manuskriptseite 2]

    [IIb-15-1788-1789-0012]
    Die Quelle Cullerborn bei Paderborn fliesset 12 Stund. u. versieget 12 Stunden. Bei Buxton in der Grafschaft Derby fliesset eine blos alle Viertelstunden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0013]
    Bergleute löschen erhizt durch ihre Ausdünstung im Vorbeigeh. ein Licht aus |

     

    [IIb-15-1788-1789-0014]
    In der Hundsgrotte in Italien steig. die gift. Dünste nur zu einer gewiss. Höhe; ein Thier also das weg. Kleinheit nicht den Kopf üb. die Giftatmosph. hinaus halt. kan (nicht den Körp.) stirbt |

     

    [IIb-15-1788-1789-0015]
    Ein schwindsücht. Engländ. stieg geg. die Schwindsucht in einen heiss. Bakofen: wer vom Brodt as, bekam sie. Goulards Samlung merkwürd. Fälle aus der Naturgeschichte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0016]
    Ein Rasender wurde durch einen Schlag des Blizes vernünftig u. fet. Übersezer |

     

    [IIb-15-1788-1789-0017]
    Heinrich II in Engl. befahl alle zu seiner Zeit Christen gewordne Iud. solt. wied. Iud. werd. wegen seines Interess. Schüdtes iüd. Merkwürd. | Bastholm.

     

    [IIb-15-1788-1789-0018]
    Pabst Benedikt. Beichtvater, Vincentius Ferrerius bekehrte 8000 Mohr., 200000 Iud., 100000 Christ., kanonis. deshalb |

     

    [IIb-15-1788-1789-0019]
    Als Ferdinand in Span. sie vertrieb: that. sie ihre Kostbarkeit. meist in die Ohren der Maulesel |

     

    [IIb-15-1788-1789-0020]
    Als dies. Vetrieb. nach Genua zur Theuerung kamen: so gieng man ihnen entgeg. in der einen Hand ein Kreuz in der a. Brod. u. gab dies. nur mit ienem. Ferrara Gesch. von Spanien. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0021]
    Die Venezian. that. 1571 weg. einer Seeschlacht gegen die Türken das Gelübde die Iud. zu vertreib. Erlaub. nur noch 6 Iahre dazubleib., iezt bitt. sie alle 6 I. um die neue Erlaub. Schüdts iüdische Merkwürdigkeiten |

     

    [IIb-15-1788-1789-0022]
    Pabst Innozenz XI. gebot daß stets ein Kardinal bei einem Iud. Gevatt. stehen, dieser in weiss. Atlas gekleidet und 14 Tage in einem Wag. durch die Stadt geführt werd. solte. |

     

    [Manuskriptseite 3]

    [IIb-15-1788-1789-0023]
    Ein Christenknabe gos in Turin 1671 einem durchs Wasser gehend. Iudenknab. eine Handvol Wass. nebst der Taufformel auf den Kopf. Man behaupt., er gehöre der Kirche, Universität Bedenken. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0024]
    Ein Iude in Amsterdam schrieb: wenn Christus dahin käme, so könt. sie ihn ohne Strafe kreuzig., weg. ihr. Freiheit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0025]
    In Dänemark 1725 die Verordnung, daß keine Christin vor dem 60 Iahr bei einem Iud. Magd werd. dürfe. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0026]
    Bei Rosenath ein Echo, das ein Stük einer Trompete das 1mal um 2 Töne tiefer, 2te 1, 3 wied. 1 tief. wiederholt. | Sigaud. Pat. Kircher: auf dem Schlos Simonette ein 40 mal wiederhol. Echo. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0027]
    Aus 10 Töpf. Milch wird minder Butt. und Käse als aus eben so viel Milch in 1 Gefäs. Briefe üb. das Schweiz. Hirtenland. Deutscher Merk. 1781 3 Viert.

     

    [IIb-15-1788-1789-0028]
    In Acclamazionen des Senats bei Bestätigung der spätern Kais. wurden Lob= und Gebetsform. oft wiederholt - Auguste Klaudi die Götter erhalt. dich (60 mal wiederholt) du bist ein guter Brud., Vat., Freund, Fürst (80 mal) *...* Trebell. Pollio in Vita Claud. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0029]
    Eine Nonne Beatrix puzte das Marienbild. sehr, lief 7 Iahr in die Welt und sündigte: zurükkehrend fand sie durch die Maria ihre Abwesenheit ersezt u. verborgen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0030]
    Ein Klerikus verführte blos die, welche Maria hiess., nicht; dafür Bekehrung und Seeligkeit von der Maria |

     

    [IIb-15-1788-1789-0031]
    Im Sanenland komm. die Hirt. von den Berg. herab die Kirchen zusammen u. oft lässet sich die ganze Gemeinde zur Ader |

     

    [IIb-15-1788-1789-0032]
    Graaf: das vom Eierstok abgelöste Ei ist schon die kleine Frucht u. die Ausdünstung des mänlichen Samens die aura seminalis heisset befruchtet es. Sigaud

     

    [Manuskriptseite 4]

    [IIb-15-1788-1789-0033]
    Büffon: auch in der Bratenbrühe sind iene molecules organiques |

     

    [IIb-15-1788-1789-0034]
    Eine Frau bei einem Apothek. erinnerte sich eines gelähmt. Arms. ihr. schlief ein - halbe Lähmung, auch bei ihr - befürcht., nun würde der ganze Körper gelähmt; auch. Iournal de Medecine 1780 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0035]
    Als Nebel die Entstehung der Wechselfieb. lehrte: bekam ein Schül. alle Zufälle nach der Reihe als sie erzählt wurden. Ebenda in den Schrift. der Naturforsch. Geselschaft Vol. V. obs. 117

     

    [IIb-15-1788-1789-0036]
    Olaus Magnus: das Eis wird in den mittern. Länd. zu Schanzen und Mauern geg. Feinde gebraucht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0037]
    Der Pfarrer Cazajus zu Canons bei S. Ibars zieht nach ein wenig Reib. blos aus 1 Schneidezahn in der obern Kinlade elekt. Funk. das ein Licht anzündet. Iournal encyclopedique.|

     

    [IIb-15-1788-1789-0038]
    Olivier Iakobäus: einer in London legte glühende Kohlen auf die Zunge und briet üb. ihnen Austern |

     

    [IIb-15-1788-1789-0039]
    Philosophical Transactions: ein gewiss. Richarson that eben dies; kauete Kohlen, verschlang geschmolz. Glas, Pech Schwefel mit Flamm. u. Zischen, hielt ein glühend. Eisen in der Hand |

     

    [IIb-15-1788-1789-0040]
    In Eiern waren eine Steknadel - eine lebend. Schlange - Linsen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0041]
    Van der Wiel: Isaak Henndrisse Stiphont glaubte er sei der Messias, und um den wahr. zu übertreff., fastete er vom 6 Dez. bis 15 Thaumonath, Tobakrauch |

     

    [IIb-15-1788-1789-0042]
    Oliyone schläft iährlich im Mai 18 Tage in Einem fort, sie isset täglich nur ein paar Früchte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0043]
    Der zitternde über 600 Pfund schwere Felsen bei Eastres in Roquette wird von einer Mansstärke in Bewegung gebracht |

     

    [IIb-15-1788-1789-0044]
    Ruysch, Licetus und a. bemerkt. aus aufgeschnitt. Magen herausfahr. Flammen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0045]
    Die Georgier hab. 2 Alphabethe eines für das gemeine Leben, eines für den Gottesdienst. Büttners Vergleichungstaf. D. Merkur

     

    [Manuskriptseite 5]

    [IIb-15-1788-1789-0046]
    Im Bündtner Land hat man tiefe oder keine Glokken, damit der Schal keine Schneelavine balle. Vermischt. Beiträge zur physik. Erdbesch. 1 B. 4 St. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0047]
    Wood: die Himmelstürmenden Gigant. sind die abends in Asien Riesen scheinenden griech. Gebürge; wie Hanno in seiner Reisebeschr. aus Aff. haarige Menschen, die ind. Mission. aus geschwänzt. Aff. geschwänzte Menschen macht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0048]
    Die meist. Raubthiere hab. blinde Iung., damit sie beisamm. bleib. u. der Mutt. nicht nachlauf. - die weidenden sehende zum Mitgehen, weil sie nicht hin und herlauf. können. Die weidend. Vögel sehend, folgend, dah. viele in 1 Brut, die a. denen die Elt. die Nahrung zutrag. blind zum Beisammenbleib. u. in kleiner Zahl. | 4. Viert.

     

    [IIb-15-1788-1789-0049]
    Gretri hat allemal bei seinem Komponiren ein heftiges Fieber. D. Merkur. 1 B. 2 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-0050]
    In Schwed. sind Städte, die sonst am Meer lag. weit von i.; die Ostsee nimt iährlich um 1/2 Zol ab. Gothaisch. Kalend. 1770.

     

    [IIb-15-1788-1789-0051]
    Einige morgenländ. Autoren: das Schach wurde erfunden, um einer Königin in Indostan den unglüklichen Krieg zwisch. ihren beid. Söhn. vorzubilden - andere: es solte einem feigen König zum Kriegsunterricht dienen - andere: um den Schmerz einer Königin üb. den todten Sohn zu zerstreuen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0052]
    In den mitl. Zeit. hatte der der 3 mal hint. einand. im Schach gewan, das Recht zu bekomm. was er nur verlangte, so ein Pfalzgraf Ehrenfried die Tocht. des Kais. Otto III. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0053]
    Philidor spielte in Paris zugleich auf 2 Schachspielen ohne sie zu sehen, und gewan beide ab; erkant. nach einigen Züg. einen falschen. Ein Sarazene Bucecha spielte in Florenz im 13 Iahrh. geg. 3 u. sah nur das 3te, gewan |

     

    [Manuskriptseite 6]

    [IIb-15-1788-1789-0054]
    Im 11 Iahrh. legte Pet. Damianus ein Bischof von Florenz die Busse für das Schachsp. auf, 3 mal den Psalt. für zu beten, um die Zunge, u. 12Armen die Füsse zu wasch., um die Händezu reinigen. Versch. Konzilien und Ludwig IX von Frankreich verbot.das Schach. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0055]
    Newton: die Höhe der Dunstkugel 60 deut. Meilen; Halley: 12 3/4; de la Hire: 14 5/8 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0056]
    Kepler: die dünsten Wolk. sind entfernt von der Erde 3/8 deutsche Meilen; diksten 1/16 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0057]
    Unt. Karl VII von Frankr. wurden den Geistlichen die Hüte (stat der damal. Müz.) schwer verboten |

     

    [IIb-15-1788-1789-0058]
    Der ältere Marcet diktirte zugleich 10 Personen in 6, 7 versch. Sprachen über ernste Sachen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0059]
    Grundels Schwiegervat. verlor von einem Fal aus dem Wag. das Gedächtnis, wuste nicht mehr wohin er wolte - frühstükte, fuhr weit. bekams wieder. Ephemerid. derNaturforscher. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0060]
    Caspar Arayes ein Spanier: sein König habe die gröste Gewalt u. veriage durch den Anblik Teufel aus Besessenen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0061]
    An den 4 hoh. Fest., Allerheilig., Ostern p. kniet. die Kröpfigen von versch. Nazion. in Reihen, wenn der französische König aus der Messe kam: hielt der erste Leibarzt ied. den Kopf und iener strich kreuzweis das Gesicht des Kröpfigen. Dü Laurens: in wenigen Tag. wurd. von 1000 üb. 500 heil |

     

    [IIb-15-1788-1789-0062]
    Das Berühr. krank. Theile mit der Hand eines Todt. od. Sterb. hielt man von ieh. gut. Boyle: einer von einer Drüsenkrankh. befreiet. Van Helmont: der Schweis Sterbend. vertreibt Warzen und güldne Ader. Plinius: Kröpfe durch todte Hand. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0063]
    Einige Neger glaub., die Europäer tödt. die schwarz. Sklaven, um aus ihrem Blut rothen Wein und aus den Knoch. Schiespulv. zu machen. Voyage à l'isle de France, à l'isle de Bourbon p parun officier du roi 1773.

     

    [Manuskriptseite 7]

    [IIb-15-1788-1789-0064]
    Die Hunde der Neger hass. beheulen u. unterscheiden leicht die Weissen u. ihre Hunde; diese iene u. zerreiss. sie |

     

    [IIb-15-1788-1789-0065]
    Die flücht. Neger in Einöden tödt. ihre Kind., um nicht durch ihr Schreien entdekt zu werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0066]
    Den Iuden die keine 1000 Reichstaler Vermög. hatt., war 1772 Westpreuss. zu räumen befohlen. Deut. Merk. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0067]
    Plutarch: Kato hatte bei seinen Feldzüg. stets Psyllos bei sich, damit sie ihn von Schlang. vergiftet wieder aussögen. Acerra philologica.

     

    [IIb-15-1788-1789-0068]
    Ägypt. u. Phryg. stritt. üb. das gröss. Alter ihr. Sprachen. Psammetichus lies 2 Kind. in der Wüste aufwachs.; riefen boccos, was auf phrygisch Brod heist. Dah. sei die phr. die älteste | Herod. l. 2.

     

    [IIb-15-1788-1789-0069]
    Bartholin: viele halt. die Hand eines an der Schwindsucht Sterbend. so lange bis er tod ist, u. die Geschwulst kleiner ie mehr iener verfaulte. Sigaud

     

    [IIb-15-1788-1789-0070]
    Georg Schenk erzählt 13 Beispiele von Kind. die an dem Unterleib der a. angewachs. war. u. in deren Kopf in dieser Magen zustekk. schien. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0071]
    Du Hamel: eine Frau bekam nach einer Geburt blonde Haare stat braune |

     

    [IIb-15-1788-1789-0072]
    Tison: aus einem Gehan. wuchs. in etlichen Stund. überal Haare hervor |

     

    [IIb-15-1788-1789-0073]
    Nach Konstantin dem Gross. wurd. gerade die unbekleidet. Statuen am erst. zertrümmert od. überarbeitet. D. Merk. 4 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0074]
    Da man wenig und schlechte Werkzeuge hat: so sind in Asien sizende Profession. wandelnde; der Goldarbeiter, der Hufschmidt mit Ambos u. Blasbalg zieht von Haus zu Haus. recherches sur les Egyptienset les Chinois par de Pauw.

     

    [Manuskriptseite 8]

    [IIb-15-1788-1789-0075]
    Die griech. Kais. von Konstantinopel sezt. einen Tribut auf das Athmen der Luft pro haustu aeris. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0076]
    Tazitus: bei den Sueven war eine gewiss. Art Haarzöpfe das Zeich. der Freiheit, kein Sklave durfte. )

     

    [IIb-15-1788-1789-0077]
    In Mexiko ein Thier, das, als die einzige Waffe, seinen Koth 18 Fus weit dem Verfolger entgegenwirft. Sigaud.

     

    [IIb-15-1788-1789-0078]
    Bartholin u. Gabriel Clauder: 2 Beispiele, eine Frau gebar ein Mädg. das in 8 Tagen wied. ein Mädg. gebar, das so lange als ein Finger war u. getauft wurde. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0079]
    Im Iahr 1753 zu Cahors ein Knabe gebor., der in 3 Iahr. Körp. u. Manbarkeit eines Mannes hatte u. diese sinlich äusserte. War noch kindisch. - Bei St. Claude in der Franche Comte ein K. der im 6 Monat gieng, 4 Iahr manbar, 7 bärtig, 10 ausgewachs. war. | Solche frühzeit. wurd. nie grösser als a. Menschen.

     

    [IIb-15-1788-1789-0080]
    Das Kind Heinicke starb, da es Geograph. Geschichte u. Geneal. gekont, im Alter von 4 Iahr. einige Monate vor seiner Entwöhnung. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0081]
    Zu Distorp in Schwed. in den Eisengrub. ein ganz in Eisen verwandelt. Mensch |

     

    [IIb-15-1788-1789-0082]
    In Nürnberg fand man 1680 einen ganz mit ausgewachs. Haar. überdekt. Leichnam, der verstäubte.

     

    [IIb-15-1788-1789-0083]
    Düverger war ungestaltet, buklich, gieng fast mit den Knöcheln, krum, der 1 Fus zu kurz, 24 St. nach dem Tode gerade, läng. gutgestaltet. So sein Vater auch. Iournal de Physique 1777.

     

    [IIb-15-1788-1789-0084]
    Schöneman wurde weg. seinem Unvermög. zu deutsch. Vers. vom Lehrer verlacht. Im Fieb. machte er laut. solche. Behielt ds. Improvis. bei. Sein Gesicht dabei geschwoll., schlug den Takt mit dem Fusse. Konte sich solch. Verse nie erinnern; thats vor dem König in

     

    [Manuskriptseite 9]

    Preussen. Brauchte Zeit und Mühe wenn er mit Überlegung wie a. Verse mach. wolte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0085]
    Dodard: ein Tonkünstl. hatte das heftigste Fieb. so lange man ihm in seiner Krankh. keine Musik machte. Die Wärterin sang mit Wirkung ein Gassenlied. Akad. der Wissensch. zu Paris 1707 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0086]
    Guyon: eine Frau heilte sich vom Podagra durch nichts als eine Flöte u. Trompete. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0087]
    Die vegetirende Biene aus den Antillen ist nach Hill u. a. die todte Puppe gewiss. Heuschrekk. an der der Same des Keulenschwams - wie nur an todt. Pferdehufen ein gewiss. a. Schwam - herauswächst |

     

    [IIb-15-1788-1789-0088]
    Hardouin hielt alle Schriften des christlichen Alterthums u. der Kirchenväter für Geburten einer atheist. Verschwörung geg. die Bibel. Baumgartens Vorrede zum 1 B. d. Alg. Welthistorie.

     

    [IIb-15-1788-1789-0089]
    De la Mothe le Vayer liebte, troz seiner Bezweiflung der Geschichte, Reisebeschreibungen unendlich. Kurz vor dem Tode bat er nach einer Ohnmacht den zurükgekommenen Bernier um Nachricht. vom Mogul |

     

    [IIb-15-1788-1789-0090]
    Herzog von Marlborough kante die englische Geschichte nur aus Shakespears Werk. u. glaubte alle Anachronismen. D. Merkur. 7. B. S 253.

     

    [IIb-15-1788-1789-0091]
    Die Städte wo die Krokodille am meist. verehrt wurden lag. weit vom Nil ab u. die Krokod. konnten nur bei gut unterhalt. Kanälen zu ihnen kommen - Dah. diese vergött., um die Trägheit des ägypt. aufzumuntern. De Pauw. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0092]
    Die ägyptischen Richt. legt. einen entsezlichen Eid ab, dem Könige nicht zu gehorch. wenn er ihnen et.einen ungerecht. Spruch zu thun beföhle |

     

    [IIb-15-1788-1789-0093]
    Die Hauptversamlung der Priesterkolleg. war *...*rinth || Sie hatt. alle *...*

     

    [Manuskriptseite 10]

    [IIb-15-1788-1789-0094]
    Die ägypt. Priest. spert. sich des Nachdenk. weg. in Keller Hölen u. unterird. Gemächer ein; verbarg. sehr ihre Bücher ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0095]
    Da die Ägypt. als Troglodit. in Äthiop. Hölen lebten: so war - wie bei den Griech. eine Bauernhütte, bei den Sines. ein Zelt - bei ihn. eine Felsenhöle das Muster ihrer Gebäude; dah. ihre viel. unterird. Gänge und Zimmer u. oft die Gestalt eines künstlichen Felsen bei ihr. Häusern. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0096]
    Iablonski: Hermes (Merk., Trismegist, Thot) ist ein Hirngespinst; in dess. Namen gab. Kolleg. die Werke üb. die Landesreligion heraus. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0097]
    Das Volk hielt alle iurist. histor. astrolog. Bücher für heilig || wie jetzt für Andachtbüch. oder jed. Aut seines

     

    [IIb-15-1788-1789-0098]
    Die Kais. von Konstantinop. verbot. allen Unterthan. purpurne Zeuge zu trag. u. mach., dah. sie in ihr. Pallast sich Arbeit. Färb. Dintenmach. hielt. denn niemand durfte auch rothe Dinte machen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0099]
    Iustinian: was zum königlichen Staat gehört mus an meinem Hof blos von den Hofarbeit. gemacht werd. - wer kaiserliche Zierrath. um sie mir auch zu schenk. mach. lass., hingerichtet. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0100]
    Die Straf., der Sold der Soldat., Geschenke an die Heerführ., Brautgeschenke, Abgabe von gepacht. Ländereien (bei dies. oft auch ein Kleid) geschah in Feldfrücht. u. Vieh. Tacitus |

     

    [IIb-15-1788-1789-0101]
    Die Kallmuken hab. weisse Kamele die nichts thun sond. blos die Wäg. mit den Altär. und Gött., die allen Züg. der Horden folg., ziehen. Pallas |

     

    [IIb-15-1788-1789-0102]
    In Sina fängt man iährlich 40,000 Räub. ein. Pauw Deuts. Merk. 5 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0103]
    Eine iede Hauptstadt eines despot. Reichs ist sehr be=*...*

     

    [Manuskriptseite 11]

    [IIb-15-1788-1789-0104]
    In Sina mach. gewiss. Mönche den Trank der Unsterblichkeit; iunge Kais. starb. an ihm. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0105]
    Ihre Häus. nur das Erdstokwerk. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0106]
    Glaube an 9 da: dah. 9 Kreise des Reichs, Grade der Verwandsch., 9 Reverenz. die man dem Kais. macht, 9 Art. den Feind anzufall., 9 Art. zu fliehen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0107]
    Mit dem Tode ein. Kais. da verlier. alle seine Geseze ihre Kraft. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0108]
    Wenn eine Dynastie oder kais. Familie vom Thron ist: meld. um ihn sich Schuster, Köche, Räuber. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0109]
    Kardan sah mit 1000 Menschen in Mailand einen Engel in den Wolk. - kam her von dem Wiederstral eines auf einem Thurm steh. stein. Engels. Sigaud.

     

    [IIb-15-1788-1789-0110]
    Die gross. in der Luft zerplazend. Feuerkugeln, die oft 1 1/2 Meil. lang Tag mach., zerspring. 2 mal, das zweitemal zerspring. erst die vom 1 Zerspring. entstand. kleinen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0111]
    Die Ägypt. opferten dem Nil iährlich einen Knab. und ein Mädgen für die Überschwemmung - die Christ. ein Kreuz - Kalif Omar verordnet., in ihn, schwöll' er nicht, seinen Brief an den Flus zu werfen: wenn er nicht steig. wolte: so würde man schon Got bitt. daß er steig. müss. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0112]
    In 1 Schlacht fielen 6 Bischöffe, 601 Priester. Pontoppidans Reformazionshist. der dänisch. Kirche. 1 Sect.

     

    [IIb-15-1788-1789-0113]
    Man verkaufte Ablas auf 4000 Iahre hinaus | p. 27

     

    [IIb-15-1788-1789-0114]
    Der Engländ. Mann: das historische Lehramt Christi währte nicht wie man sagt4, sond. 1 Iahr. Unschuld. Nachricht. 1736. p. 109.

     

    [IIb-15-1788-1789-0115]
    Einer sah im Zorn od. a. Leidenschaft. alles mit dem recht. Auge 3 bis 5 mal, durch einen Magnet heil. Weber in der Akad. der Wissensch. zu Götting. Sigaud.

     

    [IIb-15-1788-1789-0116]
    Die Einwoh. von Tentyris spring. den Krokod. im Wass.

     

    [Manuskriptseite 12]

    auf den Rükken, stekk. einen Stok in den beissend. Rachen, lenken es damit ans Land. Plin. l. 8. c. 28. | A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0117]
    In Ägypt. Hospitäl. für die Kazen iezt.| Baumsgart. Note.

     

    [IIb-15-1788-1789-0118]
    Die Pharaons Raze wälzt sich im Schlam, kriecht in den ofn. Rachen des schlafend. Krokodils, frisset seine Leber, friss. sich wied. eine Öfnung durch. Diod. Sic. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0119]
    Das Saksak od. die Alt. Trechilus hakt dem Krokodil die Unreinigkeit aus dem Munde. Herod. L. II. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0120]
    Correal: der span. Richt. den man weg. eines ungereimt. Urtheils tadelte, entschuld. sich: er habe den Kodex des Pabsts Iustinian verloren. D. Merk. 8 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0121]
    Frisch: das Kenzeich. der nahen Einspinnung einer Raupe ist ihr schneller Lauf. Seine Beschreibung der Insekten. 6 Th. S. 21 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0122]
    Dagelet sah bei Antongill in den Inseln von Madagaskar Bänke von Fischlaich die 1/4 Meile lang waren. Dah. das Meerleucht. oft, das an den Küst. stärk. als auf dem hoh. Meer schien. Sigaud.

     

    [IIb-15-1788-1789-0123]
    Malpighi: alle Würm. hab. 11 Ringe od. Glieder. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0124]
    Die Landwürm. leucht. blos am Hint., die Meerwürm. ganz, welche in der Ruhe gar nicht, nur beweglich leuchten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0125]
    Lelyveld: Oel, Schifstheer, Galle, Fischtrahn u. ied. Fet stilt das wogende Meer. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0126]
    Bartholin, Desponde, Monconys: Die Meermenschen hab. Schwimhaut zwischen den Fingern, vom Nabel an Delphinschwanz |

     

    [IIb-15-1788-1789-0127]
    Im Meklenburg. ein Bauer der 1775 40 Iahr alt war und nie getrunken |

     

    [IIb-15-1788-1789-0128]
    Der Europäerinn. Milch bekömt in Batavia einen salzigen Geschmak daß sie die Kind. nicht mögen. Homberg in der königlichen Akademie der Wissenschaften. 1707

     

    [Manuskriptseite 13]

    [IIb-15-1788-1789-0129]
    Voiret zu Blois hatte in seinen Aug. 2 Uhrzifferblätter mit römisch. Zahl., Begierde der Mutt. nach einer Uhr - im hotel de dieu zu Paris auf der Hornhaut eines Mannes: sit nomen domini benedictum - zu Mans ein Kind mit einer Harlekinsfigur an der Wade |

     

    [IIb-15-1788-1789-0130]
    Daniel Sennert: eine Frau sah der Spaltung eines Schweinskopfs zu; gebar ein Kind mit gespalt. Kin bis zur Nase |

     

    [IIb-15-1788-1789-0131]
    Histäus seinem Dien. Haar ab, mit dem Eisen darauf gekrazt Ermahnung an die Miletenser zum Abfal von Darius - da es überwachs. war, schikt' er ihn zu Aristagoras. Herod. | Acerraphilol.

     

    [IIb-15-1788-1789-0132]
    Gyges, da er den Ring der geg. den Körp. gekehrt unsicht. machte, dem nakt. Leichnam in einem erz. Pferd abgezog., schlief bei der Lyd. Königin, tödtete den König, wurde es. Plato Repub. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0133]
    Zwei Brüd. Phileni liess. sich beim Streit von Karthago und Zyrene um die Gränz. in der gröss. begrab. lebendig damit K. sie hätte. Valer. Max. L. 5. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0134]
    Lex Iulia verbot, bei geschlossenen Thür. zu ess., damit die Zensor. sähen. Lex Aemilia erlaubte nur 5 Gerichte. | 1 Cent. 55.

     

    [IIb-15-1788-1789-0135]
    Die Pyramid. sind nebst den Obelisk. Bild. der Gotheit besond. der Sonne, wie alle morgenländischen Völk. die Gött. durch Pfeil. u. hohe Steine vorstellen. A. W. Baumgarten.

     

    [IIb-15-1788-1789-0136]
    Die Pyramid. dient. dem Priest. zum Observatorium. Proclus in Tim.

     

    [IIb-15-1788-1789-0137]
    Die bratenwend. Hunde wiss. die Bratentage von a. zu unterscheid. und woll. an den lezt. nicht: im Iesuitenkolleg. zu Flache biß der Hund den Koch, an dem die Reihe des Wend. nicht war u. doch solte. Brachte den rechten getrieben. Sigaud.

     

    [Manuskriptseite 14]

    [IIb-15-1788-1789-0138]
    Hartsoeker: ein Hund fras alle Sontage bis abend 4 Uhr nichts, weil nämlich dan einer ihm abgezogne Mandeln gab um mehr zu fressen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0139]
    Eine Frau bei Ronneburg brachte 1662 2 mal in 2 Iahr. ein Ei stat der Frucht heraus, im 3ten giengen im 3ten Monat Knoch., Kopf u. a. Glied. einer Frucht durch den Mund heraus Iournal de medicine von de la Roque | Bartholin auch ein Beispiel |

     

    [IIb-15-1788-1789-0140]
    Auf den Antill. braucht man die Laternenkäf. zu Licht. beim Gehen u. Arbeiten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0141]
    In Orleans u. a. Ort. bekam das Fleisch in der Bank leuchtende Flekken | So ein frisch. geschlacht. Schöps in Sommerset |

     

    [IIb-15-1788-1789-0142]
    Dr. Reisel: sein Harn gieng leuchtend von ihm. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0143]
    Nollet: der Kornregen ist die Entblössung der kleinen Knötgen des Schellkrautes, die an seinen Wurz. Korn scheinen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0144]
    Verschied. (Pasumol, Pardie) sahen auf einem hoh. Orte u. nied. Sonnenstand einen ganz. Regenbogen od. Zirkel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0145]
    In Messina trägt man iährlich 2 Riesenfigur. (wie in Paris eine von Schweiz. iährlich die man verbrent) feierlich herum, Mathea und Ranzone Man und Weib die es sonst beherscht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0146]
    Pat. Hieronymus des Monceaux: bei Thessalonich ein Riesengerip, in dess. Hirnschale 6 Maas Getraide giengen u. 210 Paris. Pfund schwer; 2 Kapitains kont. ihre Arme mit Kleid. in die Markhöle der Armknoch. stekken. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0147]
    Ein Geistlicher in Oxford schlief nach den öffentlichen Nachricht. die ganze Woche ohne Ablas, wachte am Sontag auf predigte, schlief am Montag ein. | So schlief ein Mädg. bei Evaux die ganze Woche, am Sontag erwachte sie, |

     

    [Manuskriptseite 15]

    [IIb-15-1788-1789-0148]
    Einer auf einer Pyramide kan keinen Stein werf. der üb. ihre * Stufen hinaus fiele. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0149]
    Die Pyramid. werf. keinen Schatten. Solin. Polyhist. c. 45 (3 Vierteliahr ia, ab. im Wint. nicht) |

     

    [IIb-15-1788-1789-0150]
    Eine Inschrift an der 1. Pyramide: daß Rüb. Zwieb. u. Knoblauch für die Arbeitsleute 413,333 Pfund gekostet, Herod. | Plinius: 366,000 Menschen dazu. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0151]
    Das Labyrinth war der Tempel wo alle ägypt. Götter verehrt - und begrab. wurden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0152]
    War der Versamlungsort all. obrigkeitlichen Person., Festtage zu feiern, zu opfern, und die wichtigst. Rechtssach. zu entscheiden. Strabo. l. 17. ist das Begräb. der 12 Könige die es gemeischaftlich erbauet. Herod. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0153]
    Die Zimmer geb. da wenn man sie öfnet einen Donnerschal. Strabo l. 17. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0154]
    Herodot nahm dahin üb. 2000 Klafter Bindfaden u. bestreuete den Weg mit Häkerling, doch nur in 250 Zimmer. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0155]
    Als Chilo nach Korinth kam fand er all. spielen; die Kinder spielt. Bal, Alte Karten, Weib. in den Gärten, Priest. Armbrust. Acerraph.

     

    [IIb-15-1788-1789-0156]
    Ied. Kaiser pflanzte selbst einen Lorbeerbaum, der bei seinem Tode verdort. Plinius. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0157]
    Die Weib. suchten die Liebe eines Iüngl. durch Verbrennung eines Lorbeerstrauchs zu erzaubern. Theocriti Phamaceutria |

     

    [IIb-15-1788-1789-0158]
    Circe verwandelte durch Berührung mit dem Stekken auf dem Kopf den einen Gesellen des Ulysses in ein Schwein, den a. Hund, 3. Vogel - der 4 verkündete es ihm, bekam vom Merkur ein Kraut mit einer weiss. Blume u. schwarz. Wurzel - konte den Ulys dah. nicht verwand., zwang sie, mit einer Flöte alle Thiere herzublas. u. alle u. seine Gesell. wied. zu Menschen zu machen |

     

    [Manuskriptseite 16]

    [IIb-15-1788-1789-0159]
    Ein Bauer aus Tinsburg bei Bath, Chilton, schlief 2, 3 Monathe in Einem: allein das hingesezte Essen und Trink. nahm er bald wachend bald schlafend, kein Mittel wekte ihn. William Oliver üb. den Gebrauch der Bäd. zu Bath. | Sigaud

     

    [IIb-15-1788-1789-0160]
    Eine aus der Stadt St. Guillin schlief wie die Sonne aufstieg immer fester ein, immer schwächer ie näher der Untergang, zu Nachts wach. Iournal de Medicine 1755 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0161]
    Georg Frank: in Strasburg, Erhard schwizte nur auf der recht. Seite stets | Iakob Schmidt: eine Frau nur auf der linken, | bei Schwangersch. auf beid. Seiten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0162]
    Olivier Pauli konte in den Händen schwizen wenn er wolte. Th. Barthol. in den Kopenhag. Samlungen auf 1676 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0163]
    Auss. blau. roth., schwarz. Schweis, sagt Salmuth: einer schwizte das Bier aus; Heinrich de Heer: ein Edelman Blut mit roth. Würmern |

     

    [IIb-15-1788-1789-0164]
    Das Sinkraut (Mimosa sensitiva L.) zieht sich im Wint. (auch im Treibhaus) minder als im Somm. berührt zusamm. bei Berührung od. Nachtwerden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0165]
    Hevel sah zu Danzig 7 Nebensonnen zugleich. Plinius: selt., ab. doch einigemale zu Rom dauerte eine Nebensonne Einen Tag |

     

    [IIb-15-1788-1789-0166]
    Eine Starsüchtige kam nicht eher aus ihr. fest. Schlaf als die Uhr, die Abends 11 geschlag., Vormittags 10 schlug, wenn man sie auch beschleunigt hatte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0167]
    Ein Starsüchtiger hatte alle Empfindungen u. Sinne wenn er gieng: aber stehend waren alle äuss. und innere Empfindungen weg und Aug. und Hände blieb. in der alt. Lage, bis man ihn in Gang brachte. Schwedische Abhand. B. 38 S. 220 Dr. Faxe) konte, bei Zuschau., nicht ess. u. trinken, muste all. mit Heftigkeit thun, Freude od. Schrekk. bracht. ihn am erst. in Bewegung |

     

    [Manuskriptseite 17]

    [IIb-15-1788-1789-0168]
    Ruysch bildete einen künstlichen Felsen aus 42 Blasensteinen einer Frau. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0169]
    Die Arab. hatt. sonst auf die Trümmer des Tempels zu Tentyra eine gross. Stadt gebauet, so gros war er. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0170]
    Dieser Tempel des Serapis hatte 365 Fenst., deren iedes mit einem Grade der Sonnenbahn so übereinkam, daß die Sonne täglich einen der dasiz. Schuzgött., nach gegrüsset. Lucas Voyage T. 2. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0171]
    Die Ägypt. gründet. ihre Abkunft aus der ägypt. Erde auf die Mäuse, die im Nilschlam entständ., indem ihre hint. Hälfte noch unbelebt u. erdig sei. Diod. Sic. L. I. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0172]
    Ägypt. Könige wurd. nicht von Sklav. sond. Priestersöhn. bedient, um immer mit Mustern umgeb. zu sein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0173]
    Sie must. zu bei vonden Gesez. bestimt. Stund. spazier. baden beischlafen, nur Kalb=und Gänsefleisch essen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0174]
    Bei ihr. Tode fand 72 Tage lang Trauer, schloss. die Tempel, Häupt. mit Erde bestreuet u. leinene Gürtel, täglich 2 bis 300 hielt. eine Prozess. besingend seinen Ruhm, ass. kein Fleisch und Waiz. u. Wein und Lekkerhaft., kein Bad. u. Salb., keine eheliche Pflicht u. schlief. auss. ihr. Bett. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0175]
    Die ägypt. Priest. durft. nichts von einem Thiere anhab., Schuhe von Schilfpapyrus. Baumgarten. Note

     

    [IIb-15-1788-1789-0176]
    In den ält. Zeit. sprach der älteste ä. Priester Recht u. zum Könige wurde nur ein Priest. gewählt - nachher die Wahl aus Krieg. od. Priest., im erst. Falle muste er in die priesterliche Gelehrsamkeit eingeweiht werden | Anmerkung des Holländ. Übers. |

     

    [Manuskriptseite 18]

    [IIb-15-1788-1789-0177]
    Der Vorsizer kehrte stets die Partei, die gewonnen, das der Wahrheit zu |

     

    [IIb-15-1788-1789-0178]
    Der Priest. nur 1 Frau heirath., a. soviel sie wolten. Diodorus Sic. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0179]
    Die Königin mehr Gewalt u. Ehre als der König ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0180]
    Wer was stahl, must' es beim Oberhaupt niederlegen; wenns gestohlen war, wendete sich an ds. u. bekams stets geg. den 4ten Theil wieder. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0181]
    Das Weltauge, seit kurz. bekant, ist undurchsichtig, im Wass. erst an den Rändern glänzend - dan die Farbe des Amethists - dan schwarz - weis - endlich wie ein Nebel - endlich ganz durchsichtig. Auss. dem Wass. geht es durch dies. umgekehrt. Änderung wied. zum Undurchs. zurük. Bomare aus Ägypt. u. Arabien. Sigaud.

     

    [IIb-15-1788-1789-0182]
    Scheffer: in Regenspurg kant' er eine Stumme die singen konte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0183]
    Heinr. Axford besah sich zum erstenmale in London träumte in einen Braubottich gähr. Biers gefallen zu sein, schrie vor Schrekken u. bekam die Sprache. Übersezer

     

    [IIb-15-1788-1789-0184]
    Zwei Schweiz. Zwillingsbrüd., der eine wurde 8 Stunden früh. gebor. und starb früher - an 1 Tage verheirathet - war der eine krank, auch der a. - Übersezer: in la nature considerée 1780 No. 3: Grafen von Ligneville u. Rutrimont, Zwillinge, eine Bildung des Körp. und der Seele - der eine empfand die Wunde des a. am nämlich. Ort - einerlei Träume oft u. einerlei Schiksal. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0185]
    Pat. Kircher, Pontan, Alex ab. Alex.: ein Sizilianer Nikolas lebte ungern auf dem Lande u. muste

     

    [Manuskriptseite 19]

    nach einem Tage untertauch. weg. Brustschmerz., war Bote von einem Haf. zum a., in einem ledern. Beutel die Briefe vor Nässe, auch in die ofne See schwam er, ersof in einem Strudel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0186]
    Wildam lies Bien. an seinem Arm einen Muf bild., am Gesicht eine Larve - must. auf seinen Befehl auf dem Tisch hin und her gehen - macht. es mit ied. Bien., Wesp. Flieg. so u. in 5 Minut. zahm. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0187]
    Seigne:eine Kröte in einer 80, 100 iährig. Eiche, sie muste also viele Iahre da ohne Speise u. Luft dauern. Akad. der Wiss. zu Paris 1731. Hebert: einen ähnlichen Fal u. schliest, die Kröte kam als Ei hinein u. wuchs mit dem Baum. Herisson stelte in Gyps Versuche an u. 2 Kröt. erhielt. sich 3 Iahre so |

     

    [IIb-15-1788-1789-0188]
    Grignon: die Kröt. leg. ihre Haut oft 6 mal ab in einem Wint. u. fress. sie. Sigaud: davon leb. sie etwan im Marmor. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0189]
    Misson: ein lebend. Krebs in einem Marmorstük bei in Tivoli - Personel: Frösche in einem Felsen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0190]
    Le Cat: da man so eine Kröte mit dem Fels. ein 1000 iähr. Leb. geben müste: so nimt man lieb. an, das Ei lag da so lange, bis es durch iährliche Wärme ausgebrütet wurde. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0191]
    Brenkendorf sah den Krank. den Tod u. a. den Selbstmord an. Meisner |

     

    [IIb-15-1788-1789-0192]
    Ein Blödsinnig. kont. üb. glühend. Eisen gehen, stieg ohne Leit. auf die höchst. Däch. mit den Nägeln, legte sich queer üb. den Gipfel des Daches, schaukelte sich, wie die Marquisin de Dreux sahe. |

     

    [Manuskriptseite 20]

    [IIb-15-1788-1789-0193]
    Der Anna Perrault troknet. Elbog. und Arme ein, die Hände fiel. ab, die sie 1703 vor der königlichen Akademie der Wiss. zu Paris aus der Tasche durch die Stumpfen zog. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0194]
    Die Berge mach. 1/10 von Europa | Tozen.

     

    [IIb-15-1788-1789-0195]
    Europas Besizungen in a. Weltheil. mach. mehr als 2mal soviel als Europa selbst aus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0196]
    Nach 18 Iahr. u. 11. Tag. stellet sich eine gleiche Sonennfinsternis ein, zum B. man addirt 18 zu 1764 u. 11 zu 1. April, kömt heraus 1782 12 April. Kinderfreund.

     

    [IIb-15-1788-1789-0197]
    Im Konklave ist ein Mönch zum Beichthören, Apothek. mit 2 Gesell., Barbier mit 2 Gesell., Zimmerman, Mauerer; das Konklave vermauert, alle Fenst. u. Luftlöch. vermacht, Licht bei Tag angezündet, nur 2 Ausgänge off. zum Heraus u. Hineinkommen. Wagenseil.

     

    [IIb-15-1788-1789-0198]
    Vom einen Christabend bis zum anderen des Iubeliahrs sind die Pfort. des S. Peters, S. Pauls, S. Iohannis Lateranensis S. Mariae Majoris Kirch. nicht vermauert. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0199]
    Viele fälschlich: der König in Span. wird am grünen Donnerstag exkommunizirt u. gleich wieder absolvirt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0200]
    Die Formel des Bans am Donnerstage dauert üb. 1 Stunde |

     

    [IIb-15-1788-1789-0201]
    Die ägypt. Städte wurd. oft nach den Namen der da verehrt. Gött. u. Thiere genant, Diospolis, Heliopolis, Cynopolis A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0202]
    Krieg zwisch. den Einwohn. von Herakleopolis die den Ichnevmon (Fress. der Krokod. Eier) anbetet, u. denen von Arsinon, die das Krokodil. Plut. de Isid. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0203]
    Iupit. od. Ammon wurde mit einem Widderskopf gebildet, weil er da ihn Herkul. durchaus sehen wolte, in der Haut u. Kopf eines geschund. Widd. sich ihm dargestellet. Herod. |

     

    [Manuskriptseite 21]

    [IIb-15-1788-1789-0204]

    Die Kaldäer führt. ihren Got, Feuer, zum Streit mit all. Gött. herum, die er überwand und verbrente, bis der Priester des Kanopus einen ird. Wassertopf vol Löcher mit Wachs verstopfte, mit Wass. fülte, bemalte, den Kopf eines alt. Gözen darauf sezte. Wachs schmolz und Feuer ausgelöscht. Kanopus dah. abgebildet ohne Arme u. kleinst. Füsse. Suidas in Canopum |

     

    [IIb-15-1788-1789-0205]
    Der Apis muste von einer Kuh sein die nicht mehr kalben konte sond. vom Donner trächtig wurde. Er muste zu seiner Wahl 29 Kenzeich. an sich haben. Älian Hist. anim. l. 11. c. 9. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0206]
    Dem selbst schwarz. Apis wurd. a. Ochs. geopfert die iedes schwarze Haar unrein dazu gemacht hätte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0207]
    Zwei Ochs. verehrt, der Apis zu Memphis - der Muevis zu Heliopolis der ganz schwarz und minder geehrt war |

     

    [IIb-15-1788-1789-0208]
    In Paris ist bei ied. Gefängnis eine Dame von Stande Vorsteherin, die für Wartung u. Pflege der Kranken sorgt. Howart üb. die Gefängniss. Aus dem Englischen S. 206. Deutsch. Merk. 1782 1tes Vierteliahr

     

    [IIb-15-1788-1789-0209]
    Es war bei den Röm. ein Sacrilegium, vom Bliz getrofne Oert. zu betret., zu überbauen od. sonst et. darauf zu thun. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0210]
    Verstümlung des Namens Muhamed: Machometus, Maometus, Baphomet, Mohämmed, Mahmed, Machmed | Die Franzos. Mahom, die Engl. Mahound, Span. Maumad |

     

    [IIb-15-1788-1789-0211]
    Die Tempelhern gab. einem Neuaufgenomm. Sc leinene Schnüre zur Erinnerung desGelübdes der Keuschheit, die er zu Nachts auf dem Hemdoder blossen Leib trag. muste. | 2tes Vierteliah. 70 71.

     

    [Manuskriptseite 22]

    [IIb-15-1788-1789-0212]
    Pabst Gregor IX lügend: die Manichäer oder Kathari im 11 Iahrh. hab. eine grosse Kröte, die einer vorn a. Hint. küst. Der Neuling mus einen mager. bleich. Man der kalt ist küssen wod. er sogleich den katholischen Glauben vergisset. Auch einer Kaze mus er den Hint. küssen. p. 74

     

    [IIb-15-1788-1789-0213]
    Einer von den Königen Karasans sah den lange verstorb. Sultan Mahmud im Traum, sein ganz. Körp. Asche, seine Aug. allein hel im Sarge herumblikkend. | Herd.

     

    [IIb-15-1788-1789-0214]
    Muhammed: wenn ein Leichnam ins Grab, so wird er von einem Engel aufgenomm. u. 2. a. üb. sein Leb. befragt. Besteht er, so kühlt täglich ein Wind aus dem Paradies seine Asche: übel, so zerschlag. sie ihm die Glied. mit einem eisern. Stabe u. seine Sünd. nagen in Gestalt der Würm. seine Asche. Die Seele schwebte ent. üb. dem Grabe und schweifte herum od. kostete, gut, als grüner Vogel die Früchte des Paradies., bös, in eine Grube geworf. Nur wenige sogleich ins Paradies. Nach der Auferstehung gieng. sie üb. die Brükke al Sirat ins Paradies, die fein wie ein Haar, scharf wie Schwerd Schneide, bös. fall. in den Höllenabgrund. Wer hinüb. wil, mus sich vorh. versöhnen, wiedererstatten. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0215]
    Zelten soll. sez. den Himmel od.das Parad. in die Wolken. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0216]
    Bei den Arab. ein Zeich. einer vornehmen Herkunft, viele und gute Verse aus dem Stegreif zu machen. Schroekh

     

    [IIb-15-1788-1789-0217]
    In Provence fand 1760 man in einem Fels. 6 versteinerte Menschen; Littre 1700 eine versteinerte Milz in einer lebendigen Frau; Reissel eine versteinerte Schlange in einem Hirschmagen Sigaud

     

    [IIb-15-1788-1789-0218]
    Adanson: auf dem Berg Karmel versteinerte Melonen. Paul Lukas: in Ägypt. verst. Schwämme, Apfel Birnen Getraide |

     

    [Manuskriptseite 23]

    [IIb-15-1788-1789-0219]
    In Katana wo der Ätna durch einen Lavadamm einen Hafen bildete den er ab. wied. zuschüttete, ist der Schleier der h. Agatha das geglaub. Gegenmittel geg. ihn und Erdbeben. Wenn man Stükg. Wolle, Leinwand, an ihn geheftet: so sichern sie doch ein Haus, Weinberg p. geg. den Vulk. und Erdbeben. | Übersezer.

     

    [IIb-15-1788-1789-0220]
    Bei ied. Ausbruch macht einen neu. Berg um sich. || der oft 8 Meil. Umfang u. 100 Fus Höhe hat ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0221]
    Der kalte Flus auf dem Aetna (il Fiume freddo) entspringt als ein Strom aus der Erde, ist kält. als Eis u. gefriert nie ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0222]
    Im Karnaval zu Vened. trägt man einen schwarz. Mantel, einen Domino der nur Kopf u. Achsel bedekt, eine weisse Maske auf dem Hut od. Gesicht, bei Visitt. Geschäft. im Schauspiel. Le voyageur Francois. To. 25. Iournal de lecture. N. 1. 1783

     

    [IIb-15-1788-1789-0223]
    Das Volk hat da an 1 Tage Erlaub. Waff. zu trag. unt. dem Karn., eine Stunde darnach ins Gefängnis ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0224]
    Die Armen verlang. Almos. unt. der Maske ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0225]
    Die Venezian. zählt. unt. die gröst. Freiheit., 1/2 Iahr (von Oktob. an) verlarvt zu sein ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0226]
    Die Prozession des Rosenkranz. dan ist daß die schönst. Knab. die Engel u. Heilig., Mädg. die Heiliginnen (z. B. Agatha p) vorstellen. Iunge Teufel such. sie durch groteske u. oft zweideut. Stellungen zu zerstreuen. Bildet ab wie die Heil. dem Teufel widerstanden. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0227]
    Beim zweit. Karnav. sind Erzähl. auf dem Markt die wunderb. u. tragische Geschicht. erzähl., ruf. Zuhörer zusamm., bei den rührendsten Stellen lass. sie den Hut fallen, in den man ohne Verlang. Geld wirft, nehm. ihn wieder. ||

     

    [Manuskriptseite 24]

    [IIb-15-1788-1789-0228]
    Die Gesandt. leb. da in der gröst. Einsamkeit, nur unt. sich umgehend, nicht Nob. od. Senat., wer mit ihnen zu thun hat, eben so. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0229]
    Nach einem Hurenhaus weiset einen da ied., selbst Mönche s'y presentent ohne Schwierigkeit. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0230]
    Die ägypt. Weib. durft. den Apis nur als Kalb und einmal seh. wo sie ihm ihre Scham zeigt., weil die Seele des Osiris stets aus dem todten Apis in den lebend. fahre. Diodorus Sicul. l. 1. || A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0231]
    In Theb. hielt man den Widd. für heilig, die Einwoh. von Mendes betet. Zieg. u. Bökke an u. ehrt. die Geishirten. Herod.

     

    [IIb-15-1788-1789-0232]
    In Spart. ein Tanz wo zuerst die Alten kam. singend: wir sind war. was ihr seid - die Männer: wirsind was wir sein sollen - Knaben: wir wollen werd. was ihr seid.Acerra philolog.

     

    [IIb-15-1788-1789-0233]
    Wapp. der Stadt Rostok ein Greif. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0234]
    Auf der Insel Seripho alle Frösche stum: Plin. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0235]
    Der Palmbaum beugt sich von keiner Last nied. sondern stets höher u. wird üb. sich krum. Arist. Probl. und Plutarch. Sympos. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0236]
    Der Kastanienbaum von 50 Fus im Umfange zu Tetwort in der Grafschaft Glaucester war 1758 schon 1000 Iahr alt. Sigaud

     

    [IIb-15-1788-1789-0237]
    Perrault zeigte der Akad. eine Birne aus der die Hälfte einer a. kam, die eine dritte trieb mit Zweig. und Blättern. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0238]
    Die Herbstblüt. sind ohne Früchte, falls die Blätter schon weg sind: allein beim Weinstok wo sie läng. bleib., trag. auch d. Blüten. Dah. Bäume, deren Laub die Raup. fress., blühen ohne tragen |

     

    [Manuskriptseite 25]

    [IIb-15-1788-1789-0239]
    Gabriel Klander: ein Weinschösling verdorte u. schlang sich mit der Wurzel an seinen dürr. Birkenstab, der Blätt. und Weinschöslinge trieb |

     

    [IIb-15-1788-1789-0240]
    Eine Rübe im Gart. des Kurfürst. von Köln glich ganz einer auf ihr. Füss. sizend. Frau mit übereinander geschlag. Händen. Iournal des Savans 1677 Febr. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0241]
    1761 zu Bourdeaux wuchs einem Kind aus der Nase eine Erbse die schon 3 Zol lange Wurzel getrieben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0242]
    Pat. Kircher: in eines Eleph. Unterleib schlug Zukkerrohr das er gefress. Wurz. u. Blätter. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0243]
    Ein Kind von 8 Iahr. vergas sein Latein bei gross. Hize, kühle Tage gabens wieder. Dodard in der Akademie der Wissenschaften. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0244]
    Mazars de Cazeles: eine Dame hatte zu Bedarieux alzeit in den ersten 4 Monat. einer Schwangerschaft die Wasserscheu. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0245]
    Dr. Schmidt: ied. habe den Samen zur Hundswuth bei sich. Er u. Salmuth: der Gift des Hunds blieb oft bei einem Menschen 7, 8, 20 Iahre unentwikkelt |

     

    [IIb-15-1788-1789-0246]
    Sprüzenleute gehen mit weiss. Feuerkitteln u. Feuerhüten in Hamburg bei Sturmwind od. Dürre durch die Gass. mit lermend. Stökken. Büsching.

     

    [IIb-15-1788-1789-0247]
    Auf Kais. Kost. bewach. Sold. (Krongarde genant) die Insignien in Nürnberg. Maskow ius publ. imper. ed. 6ta. p. 153. bei den Insig. sind auch die heil. Reliquien z. B. ein Theil der drei Kett. womit Paul. Petr. Iohann. gebund. word., Zahn vom Evangelisten Ioh., Dorne aus der Dornenkrone p. Maskow p.

     

    [IIb-15-1788-1789-0248]
    Kais. sizt am Krönungstage allein, die Kaiserin an einem der 3 Fus niedriger als seiner u. 3 höh. als ied. Kurfürst. seiner. Gold. Bulle. Tit. 28.

     

    [Manuskriptseite 26]

    [IIb-15-1788-1789-0249]
    Die geistlichen Kurfürst. bet. vor u. nach Tisch. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0250]
    Zu Papremis beim Feste des Mars must. die die den Wag. seines Bildes zogen, sich mit den Priestern am Eingang schlag., die es nicht hineinliess., zum Andenk. daß einmal Mars eben so sich ins mütt. Haus geprügelt. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0251]
    Besond. Feld. zum Unterhalt der h. Thiere ausgesezt; wer eines fütt., einen Ehrenpost. u. erblich u. er mit Kniebeug. u. Merkmal. an der Kleidung verehrt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0252]
    Ägypt.: der Otter sei ein anbetenswerth. Bild der Gotheit weil sie nicht altern und ohne Füsse sich bewege - Käfer, weil es keine Weibg. gebe - Krokodil weil es wie die Gött. keine Zunge. Plut. de Iside et Os. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0253]
    Hund sei es, weil er der Isis zur Spur auf die Leiche Osiris half u. geg. Thiere beistand. Diod. l. I.

     

    [IIb-15-1788-1789-0254]
    Der Falk angebet., weil er einmal den Priest. v. Theb. ein mit scharlach. Fäd. umwund. Buch gebracht das die gottesdienstlichen Gebräuche lehrte; dah. die h. Schreib. eine scharlach. Schnur u. Falkenfed. auf dem Kopf hatten. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0255]
    Der Hund Wolf weil Osiris alseiner aus den unterird. Gegend. entstand. - a. weilWölfe einfallende Äthiop. abtrieben - a. weg. seinerÄhnlichkeit mit dem Hunde ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0256]
    Krokodil weil es einen König vor seinen Hund. rettete. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0257]
    Kaze als Sinbild des Mondes, weg. ihr. bunt. Flekk., Fruchtbarkeit u. Geschäftigkeit zu Nachts || Plut.

     

    [IIb-15-1788-1789-0258]
    Ziege weil ihre Geilheit ein Sinbild des menschlichen Fortpflanzungstriebs, u. zum Danke geg. die Gött. für die Bevölkerung des Landes. Diodorus.

     

    [IIb-15-1788-1789-0259]
    Die h. Thiere Apis, die Ziege, Löwe und das Krokodil gab. Orakel |

     

    [Manuskriptseite 27]

    [IIb-15-1788-1789-0260]
    Das Orakel des Apis darin daß man sein Ohr an das götliche Bild hielt dan beide verstopfte, aus dem Tempel gieng, die erst. drauss. gehörte Red. war die Antwort. Pausan. B. 7. k. 22 | Baumgart.

     

    [IIb-15-1788-1789-0261]
    Die Zwiebeln wurd. verabscheuet weil sie unter all. Pflanz. allein im abnehmend. Mond zunehmen. Diod. Siculus |

     

    [IIb-15-1788-1789-0262]
    Ein von August gefang. ägypt. Priest. hatte in seinem Leben nur 1mal gelogen; dah. zu höh. Würd. u. eine Säule. Acerra phil.

     

    [IIb-15-1788-1789-0263]
    Zu Klaudius Zeit starb Pampilius der nie wahr geredet, befahl ihn nicht zu begrab., Haus abzureiss. Weib u. Kind. zu veriagen. Spartian. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0264]
    Simon Pallas: kein Theil des Menschenkörp. ist von Erzeugung der Würmer frei, sogar Blutgefäss. Knochenmark nicht. Sigaud. Daniel Horst: im Herzen eines Kinds zu Koblenz ein geflügelter Wurm. Severin: darin einen einer Schlange ähnlichen. Sigaud.

     

    [IIb-15-1788-1789-0265]
    Perrault: ein Mädg. brach 2 Iahre täglich zu einer fest. Stunde 30, 100 Würmer, weg |

     

    [IIb-15-1788-1789-0266]
    Die lezt. Bakkenzähne od. Weisheitsz. spät, bei manch. im 50 Iahr, beim Anatomik. Verrein im 64. Iahr. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0267]
    Im franz. Merkur 1722: ein Fleischer aus Rom kaufte in Neapel eine Heerde Schöpse mit vergold. Zähnen; Kardinal Ottoboni lies die Zähne von einem Kopf befeil. und bekam 2 Livres reines Gold. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0268]
    Doläus: Tocht. eines Franzos. mit 2 Zung. gebor. und doch stum. Mortimer in den phil. transact. N. 486: Wharton auch mit 2, redend, weil die eine sich zu einer Warze verlor |

     

    [Manuskriptseite 28]

    [IIb-15-1788-1789-0269]
    Olaf Dalin: ein vom Schlagflus Stummer konte nur Psalmen singen wenn sie iemand zugleich mit anfieng, auch Gebete sagte er her wenn man mit ihm anfieng |

     

    [IIb-15-1788-1789-0270]
    Corveau schrieb 1697 von Tours aus: auf seines 3 monatlichen Neffen Zunge entsteh. Buchstab. bald weis bald roth, Sontag am 3ten des Windmonats ein latein. C, Montag COO, Dienst. OOC, Mitwoch OC, Donnerstag nichts dazu, Freitag zum vorig. ein A, Sonab. u. Sont. M. Iournal des Savans |

     

    [IIb-15-1788-1789-0271]
    Der Zwerg Bebe des Königs von Pol. wurde in einer mit Hanf belegt. Schüss. in die Kirche getrag. zur Taufe - seine erst. Schuhe 18 Linien lang - nie klüg. als ein gut abgericht. Hund - glaubte in einem hoh. Grase sich ins Holz verirt und schrie - eifersücht. auf die Prinzess. Talmond, Hund zum Fenster hinaus: warum lieb. sie ihn mehr als mich. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0272]
    August lies seinem 17 Pfund schwer. Zwerg eine Statue erricht. der. Augäpfel Edelsteine waren. Domizian erricht. aus Zwerg. eine Truppe Fechter |

     

    [IIb-15-1788-1789-0273]
    Der Zweiwuchs od. englische Krankh. selt. bei Kind. üb. 2 Iahren alt. Boerhave: entstand mitt. im 16 Iahrh. zuerst in England |

     

    [IIb-15-1788-1789-0274]
    In Guiana maus. sich die Vögel fast das ganze Iahr: ab. im Sept. die canards sauvages u. a. so sehr, daß sie fast nakt, nicht mehr fliegen könnten u. von den Einwohnern in den Hölen gefang. werd. Memoires pour servir à l'histoire de Cayenueet de la Guiane par Monsieur Bajou.

     

    [IIb-15-1788-1789-0275]
    In den ägypt. Temp. in der Mauer eine Öfnung damit die Sonne täglich ein wenig das Gesicht besond. den Mund des Gözenbilds bescheine. A. W. Baumgarten

     

    [Manuskriptseite 29]

    [IIb-15-1788-1789-0276]
    Die Gestalt der Thiere bei götlichen Bild. kömt viell. von dem Trag. ganz. Thierfelle, die sich nachh. in Thiere verwandeln. Daher auch vergött. Held. mit Thierfellen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0277]
    Ein ägypt. Kind kostete weg des Ess. der Papyrusstengel und schlecht. Gemüses und Naktheit, bis zur Manbarkeit 13 englische Schillinge. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0278]
    Es lernte keine Musik weil sie weibisch mache, u. keine Ring. weils ungesund. Diod. Sic. l. 1. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0279]
    Nach einig. bracht. sie nicht blos einen Sarg mit einem hölz. Todt. sond. eine wahre Leiche in der Geselschaft. Lucian de luctu. Silius de bell. Pun. l. 3. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0280]
    Assen nicht mit den Fremd. weil sie unrein. 1 Mos. 43, 24. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0281]
    Nicht die Söhne sond. Töcht. must. für ihre Eltern sorgen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0282]
    Den Teig knetet. sie mit den Füss., Mörtel mit den Händen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0283]
    Bauet. ihre Gräb. weg. der Dauer des Körp. fest u. kostbar u. nent. sie ewige Wohnungen: Häuser schlecht, nant. sie Herbergen. Diod. Sic. L. I. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0284]
    Warf. die herausgeschnitt. Gedärme als verunreinigend den Menschen, in den Nil. Plut. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0285]
    Der Sarg aufrecht u. in Gestalt eines Menschen, oben in einen Menschenkopf geschnitt. mit einem aufgemalt. Weibsgesicht, unt. geht er in einen breit. Säulenstuhl aus zum Steh. und ist mit hieroglyph. Bildern bemalt. Das Todtengesicht ist mit gekleistert. Leinwand bedekt und das Angesicht des Todt. in Gold vorgestelt. Füsse auch so eine Bedekkung die mit hierog. Bild. bemalt. An 1000 Ell. Binden die troz all. Bedekkung des Gesichts doch Aug. Nase p. sichtbar lassen. Auf der Brust ein Weibergesicht mit ausgestrekt. Armen gemalt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0286]
    Man fand im Hirnschädel einer Mumie 2 Pfund Arzneien. |

     

    [Manuskriptseite 30]

    [IIb-15-1788-1789-0287]
    Ionas wurde bei Ioppe verschlukt u. am Pont. Euxin. ausgespien. Ioseph. | Daher lief der Walfisch Kleinasien, Konstantinopel vorbei, durchs ägäische Meer u. an die enge Strasse bei Konstantinopel. In 3 Tag. 250 Meil., in 1 Stunde 4 Meilen. Acerra ph.

     

    [IIb-15-1788-1789-0288]
    Im Monde Spinnen so gros als die cykladisch. Inseln die zwischen dem Mond u. Morgenstern ein Gewebe spannen worauf ein Kriegsheer gemustert und gekrieget. - Ein tief. Brun. über dem ein Spiegel, steht in dem man alle Begebenheit. der Erde sehen und hören kan - Blos Kleid. von Glas. Lucian. histor. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0289]
    Da die Sizilian. ihr. König Agathokles nicht weg. seiner Töpferabkunft schäzten: lies er aus güld. Nachttöpfen einen Iupit. giessen. Da man ihn anbetete: warum mich nicht bei meiner schlecht. Abkunft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0290]
    Die Einwohn. der Insel Taprobana lass. beim Schiff. immer Vögel flieg. denen sie folg. weil sie immer dem nächst. Lande zufliegen. Plin. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0291]
    Ein Säuf. stekte ein Rohr in Hals u. sof so lang bis ein Saz Eier in einem ägypt. Ofen ausgebrütet war. Plinius |

     

    [IIb-15-1788-1789-0292]
    Die röm. Braut muste gezwung. u. getragen in des Bräutig. Haus kommen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0293]
    Lynceus konte durch einen eichenen Stam od. Bret sehen u. durch die Erdkugel. Plut. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0294]
    Das Aderlass. lernt. die Aegypt. vom Hippopotamos Plin. l. 8. c. 25. 26 | A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0295]
    Die Ägyp. trug am linken kleinsten Fing. einen Ring weg. einer Ader vom Herz. u. ihre Priester taucht. ihn in die wolriech. Salb. beim Opfern. Gell. N. A. l. 10 c. 10. Macrob. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0296]
    Die Einwoh. der Hundsinseln schrieb. sonst von oben herab und unt. wieder herauf. Acerra.

     

    [Manuskriptseite 31]

    [IIb-15-1788-1789-0297]
    Apollonius 2 Fäss., bei Dürre lies er aus dem einen Reg. heraus, bei Reg. aus dem a. schönes Wetter. Befahl unt. dem Essen den dreifüss. Bechern Aufwart., selbst einschenken, grüste die Bäume, die beugend griechisch dankten. Philostrates |

     

    [IIb-15-1788-1789-0298]
    In Zypern hatte ein Edelman Aristip einen ganz dummen Sohn, der mit einer hölz. Keule herumgieng. Sah unt. dem Baum eine Schöne. Wurd' ein gross. Philosoph. Bokkaz |

     

    [IIb-15-1788-1789-0299]
    Ieder Vat. konte seine Tocht. weg. Hurerei tödten; iede war bis zur Ehe seine Sklavin |

     

    [Manuskriptseite 32]

    [IIb-15-1788-1789-0300]
    Die deutsch. Könige reiset. sonst stets herum, hatt. an ied. Ort einen Pallast u. Hoftstat, hielt. überal Gericht p. 167 Seiferts Magazin für das deutsche Staats= Lehnrecht. 1 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-0301]
    Nach Westindien werd. iährlich 104,100 Sklaven geführt. Geg. sie steht alzeit auf den führend. Schiffen eine Kanone gerichtet. Kirchenbote.

     

    [IIb-15-1788-1789-0302]
    Wenn Muhammed im best. Diktiren des ihm vom Engel Gabriels vorgelesen. Korans war (der ihm oft zu schnel vorlas): so gab ihmder Satan Stellen ein; allein Got gab ihm kurz daraufwidersprechende ein. Boysens Koran in Michael. orient. Biblioth.

     

    [IIb-15-1788-1789-0303]
    Salomon reisete alzeit mit viel. Teufeln zum Zaub.: man stopfte ihn nach dem Tode aus u. gab ihm einen Stab in die Hand u. einen unt. den Hint.; ein Wurm zernagte den Stok und der umfallende Salom. bewies, daß der Teufel ihm umsonst gedient. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0304]
    Der Koran: man solle bei dem Prophet. nicht zu lange sizen bleiben |

     

    [IIb-15-1788-1789-0305]
    Gewisse tapfere im Lande herumziehende einbrechende Norwegerinnen, Schildmädgen prüften das Geschik ihrer Liebhab. durch ein Duel mit ihnen. Auszug aus der Alg. Weltg. Neue Geschichte 13 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0306]
    Bei Hungersnoth, schlecht. Fischfang od. Seezug opfert. sie den König zur Götterversöhnung, der bei gross. Zusammenkünften weil ied. Priest. war, nie sicher stand |

     

    [IIb-15-1788-1789-0307]
    Nur Weib. durft. einen Menschen opfern |

     

    [IIb-15-1788-1789-0308]
    Die meist. gab. herlichen Leichenschmaus u. bracht. sich dann um, weil nur ein gewaltsamer Tod selig machte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0309]
    Nach der Beerdigung hielt man ein Pferderennen nach dem auf verschied. Weit. vertheilten Hausgeräth des Todten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0310]
    Glaubten: ein Zaub. könne sich in ied. 9ten Nacht in ein Weib verwandeln und dan gebären u. Todten und Gözenbildern prophet. Gaben geben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0311]
    Ihr König legte seinen Wahlkapitulazionseid auf dem Rükk. eines der Freya geweiht. Schweines ab. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0312]
    Ied. muste von einem geschlacht. Vieh dem König ein Glied geben |

     

    [IIb-15-1788-1789-0313]
    Bei der Krönung Menschenopfer zu glüklicher Regierung. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0314]
    Ied. bewies, daß er ein vom König im Feldzug gezeugter Bastart sei u. die Krone verdiene, durch die Feuerprobe (Halt. eines glüh. Eisens) |

     

    [IIb-15-1788-1789-0315]
    Telekles machte die eine Hälfte des Apollo Pythius in Samos, sein Brud. die a. zu Ephesus u. doch passete all. zusamm. ob gleich die Hände ausgestrekt u. die Beine von einand. haltend. So a. ägypt. Künstl., ied. machte da das Ganze in 21 u 1/4 Theile getheilet, sein Stük zu Hause. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0316]
    Die Babylonier grub. ihre astronom. Beobachtungen auf Baksteine. Plin. l. 7. c. 56 Demokrit schrieb seine Sittensprüche von einem babylon. Pfeiler ab. Clem. Alex. strom. 1.

     

    [IIb-15-1788-1789-0317]
    Der Eichenhain Mamre wo Abrah. einen Altar, wurde nachher zu einem Markt und Versamlungsort vieler Nazionen. Allgemeine Geschichte 3 B.

     

    [Manuskriptseite 33]

    [IIb-15-1788-1789-0318]
    Die Gauler bildet. durch eine lange Kette den Iupiter ab |

     

    [IIb-15-1788-1789-0319]
    Bei den alt. Arab. hatte ied. Haus u. Stam soviel Götter als Tage im Iahr |

     

    [IIb-15-1788-1789-0320]
    Wer bei ihnen zuerst nach der Krönung eines Königs geboren wurde: wurde sein Thronfolger |

     

    [IIb-15-1788-1789-0321]
    Der König der Sabäer durfte bei Strafe der Steinigung nicht aus seinem Pallast |

     

    [IIb-15-1788-1789-0322]
    Zündet. auf den Bergspizen Feuer an, die Reisenden zu ihr. Zellen zu führen, ie gröss. das Feuer desto der Gastfreundlichkeit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0323]
    Die alt. indisch. Könige durften nicht am Tage schlafen.

     

    [IIb-15-1788-1789-0324]
    Wer in Ind. einem Künstl. Aug oder Hand verlezt: eine Todtsünde | bei den Deutschen den Harfenspieler

     

    [IIb-15-1788-1789-0325]
    Die Hände muste man bei den pers. Königen verbergen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0326]
    Iede Provinz trug ihnen eine von ihr. Früchten auf |

     

    [IIb-15-1788-1789-0327]
    Kein Opferer durfte nur für sich bet. und opfern, sond. muste für König und alle |

     

    [IIb-15-1788-1789-0328]
    Ein Gesez verbot den babyl. König. Umgang mit gemeinen Leuten. A. G. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0329]
    Die Häus. der Missethät. wurd. in Misthaufen verkehrt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0330]
    Michelotti schäzt die Kraft die den Harn treibt auf 504 Pfund; nach Haller oft 800, 1300 Pfund. Haller 7 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0331]
    Urin geht bei Kind. beständiger u. lebhafter fort als bei Greisen. Opium macht geg. Reize taub u. Verhaltung desselb. bei einem Hund die Harnblase vol |

     

    [IIb-15-1788-1789-0332]
    Traurige Gemüthsbewegungen mach. wie Kälte den Harn wässerig geruch= schärfelos | und nehm. die gelbe Farbe |

     

    [IIb-15-1788-1789-0333]
    Urina potus ist der sogleich nach dem Trink. abgehende; chyli urina ist der nach einer Stunde, der von des Rhabarb. Färberröthe roth. Rüben roth wird - blau vom Indigo - grün vom schweizerischen

     

    [Manuskriptseite 34]

    Krautthee od. Faltrank - sauer von getrunk. Milch - riecht wie Violen nach eingenomm. Terpentin od. Nelken od. Petersilye od. Pastinaken od. Wacholderbeeren | urina sanguinis d. i. der viele Stund. nach Ess. u. Trink. gelassene, zum B. am Morgen nach dem Schlaf |

     

    [IIb-15-1788-1789-0334]
    Marsham, da man Thiere in den Temp. zur Vorstellung der gross. Männ. und Gött. wählte: so macht. diese Hierogly. die lebend. Thiere selbst zu Gegenständ. der Anbetung. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0335]
    Vossius räth die ganze Geschichte den Kind. durch Bilder beizubringen. Morhof L. II Polyh. lit. c.x

     

    [IIb-15-1788-1789-0336]
    Der Falke war bei den Ägypt. ein hieroglyph. Bild des Osiris, eine Schlage mit einem Falkenkopf das der höchsten Gotheit (Euseb. praep evang. l. 3. c. 10.) Wasserpferd des Typhon, Hund Merkurs, Kaze der Diana, Käfer eines muth. Kriegers, neugebor. Kind der aufgehenden Sonne. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0337]
    Sie stelten nie die Gestalt eines Menschen, sond. nur seine Sitt. Eigenschaften Stand Ehrenstellen vor. Plut. Erotic.

     

    [IIb-15-1788-1789-0338]
    Taliarot ergänzte auch aus den Armen a. für Geld gemiethet. Leute Nasen. Ein Reich. hatte eine solche, da der Man starb: so moderte des R. Nase langs. ab. Acerra.

     

    [IIb-15-1788-1789-0339]
    Kleopatra sezte dem Antonius einen gift. Blumenkranz auf und warf ihn in die Weinschale. zum Tödten. Plinius |

     

    [IIb-15-1788-1789-0340]
    Hyppokonius dachte, er sei Pabst, rathschlagte wöchentlich mit den auf einer Tafel abgemalten Kardinälen. Muret. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0341]
    Zu Susa trug ied. Ochs 100 Schöpfeimer Wasser zu den königlichen Gärt., ab. durch alle Schläge nicht einen mehr |

     

    [Manuskriptseite 35]

    [IIb-15-1788-1789-0342]
    Ptolomäus hatte beim Würfelspiel. einen Knab. mit einem Regist. von Angeklagt. bei sich; war der Wurf gut, sprach er einen los, übel, verdamte. Älian |

     

    [IIb-15-1788-1789-0343]
    Die Alten: leicht. bald sinkender Urin ein gut. Zeich. der Besserung, nicht einer, der keinen Bodensaz giebt. Haller.

     

    [IIb-15-1788-1789-0344]
    Boerhave u. andere: eingenomm. Harnsalz reizt zu Harn und Schweis. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0345]
    Der Urinphosphor kocht unt. dem Mikroskop beständig u. kan dah. nur unt. Wasser erhalt. werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0346]
    Stein bei den Mäus. besond. gewöhnlich nach Ruysch - gar nicht bei den Iapanern nach Kämpfer, u. Indiern nach Paxman | Die Seidenraupe wird oft von einer weinsteinartig. Rinde ganz überdekt. Valisneri |

     

    [IIb-15-1788-1789-0347]
    Bei Greis. wächst die Erde geg. die übrige körp. Grundstoffe u. legen sich im ganz. Körp. knochen= od. gar steinartige Rinden an, zum Beispiel in der harten u. dünnen Gehirnhaut, Aug. Herz. Fet, sogar in der Nachgeburt p. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0348]
    Man fand die Materie zu Steinen in Gestalt eines fein. Sands im Schweis, Thränen, Speich., Milch, Samen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0349]
    Kirchers Oedip: Hermesbildete die ägyp. Buchstab. nach der Gestalt eines h.Thiers, z. B. Z ist nach dem Bilde der Schlange. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0350]
    Die alt. Ägypt. fieng. ihr neues Iahr mit dem Anfang des Hundssterns an. Censorin. de die natali | Holländische Note

     

    [IIb-15-1788-1789-0351]
    Die Römer bemeistert. sich, um den Ausgang des Kriegs zu wiss., eines feindl. Gefangenen. Dies., wie sein Volk gekleidet, strit mit einem Römer; wer nun siegte, dessen Volk siegte. Cornel. Tacitus de mor. Germ. | Acerra

     

    [IIb-15-1788-1789-0352]
    Periander, um sein Grab zu verbergen, bestelte 2 Iünglinge, die den ersten Begeg. tödt. solt., er wars;

     

    [Manuskriptseite 36]

    dan 4 a. die die 2 tödt. und begrub., dan 8 die die 4. Diog.Laert.

     

    [IIb-15-1788-1789-0353]
    Tiberius lies den Schuster der seinen Raben getödtet, exuliren u. tödten, den Rab. von 2 Moren trag., Gefolg von Bornehmen, zum Scheiterhaufen. Plin. l. 10 c. 13.

     

    [IIb-15-1788-1789-0354]
    Kaiser Friederich III schrieb an den 10iähr. Sohn der D. juris war, von einem Iohannes Kanter in Gröning. in Friesland. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0355]
    Die Römer nahm. ihre Knab. mit in den Senat, um sie mit der Szene p. bekant zu machen. Morhof.

     

    [IIb-15-1788-1789-0356]
    Osiris war Esau und Iakob Typhon. Fourmont Reflexions critiq. sur les hist. des anciens peuples l. II. | A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0357]
    Hermes od. Trismegist schrieb nach Seleukus 20000 Bücher, nach Manetho 36525. Iambl. de myst. Aeg. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0358]
    Die Ägypt. schrieb. den Kind. Voraussagung der Zukunft zu und zog. aus ihren Reden bei den Spielen in den Temp. Vorbedeutungen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0359]
    Isis fand die 26 Stükke des Osiris, nur seine Scham nicht, die 4 Fische gefress., dah. sie einen Gottesdienst und Anbetung der abgebild. pudenda einführte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0360]
    Sesostris lies in ied. Stadt einen Tempel bauen mit der Aufschrift: Kein Eingeborner arbeitete hieran. d. ist kein Ägypter. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0361]
    An den meist. Häusern in Florenz sind noch die Bogen der nun vermauert. Kaufläden u. Waarenmagazine. Im 15 Iahrh. kont. viele Häus. da eine Summe von 100000 Skudi in 10nerlei Münze bezahlen. Die Wollenweberei die Hauptquelle. D. Merkur 1775 1tes Viertel.

     

    [IIb-15-1788-1789-0362]
    Funfzehn bis 18 Millionen Pfund Thee komm. iährlich nach Europa, u. kost. 25 Millionen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0363]
    Zu Marseille eine Kapelle der h. Iungfrau Maria in die ohne Blindwerd. keine Weibsperson darf. Auch in Rom solche Kirchen. Fabricius in Bibl. ant. c. IX.

     

    [IIb-15-1788-1789-0364]
    Kais. Maximus sagte zum Christ. Nikander: thure tantum deos honorate. Theodos befahl alle Häuser einzuziehen, wo nur Weihrauch geraucht zu haben bewies. werden konte. Auch

     

    [Manuskriptseite 37]

    glaubten die Christ. ganz geopfert zu hab. wenn sie nur einige Körner auf den Altar geworfen. Midletons Übereinstimmung des Papstthums mit dem Heidenthum.

     

    [IIb-15-1788-1789-0365]
    Neben dem heid. Priest. ein Knabe mit einer Schachtel Rauchwerk, neben dem kathol. auch einer mit geistlichem Geräth u. auch dem Rauchfas. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0366]
    Es geht niemand aus od. in eine Kirche ohne vom Priest. od. sich mit Weihwass. an der Thüre besprizt zu werden, das aus Wass. u. Salz besteht. So bei den Heiden. Äschin orat. cont. Aesiph. 58: eine Art Ban, dem Missethät. den Gebrauch des W. zu verbieten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0367]
    Am Feste des h. Antonius werd. Pferde, Esel p. an der Kirchthür im Ienner besprengt und geweiht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0368]
    Das Gesicht der reich. Maria zu Loretto ist wie das der alt. Gözen kohlschwarz vom Lampen= und Weihrauch. Arnob. adv. Gent. l. VI. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0369]
    Der Tempel der Vesta ist der uns. lieb. Frau zur Sonne; der der Fortuna virilis ist der der ägypt. Maria; der des Romulus und Remus ist der der Gebrüd. Cosmas und Damianus, der des Antonin pii ist des h. Laurentius. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0370]
    Die erst. Christ. kehrt. die Grabsteine mit den alt. Epitaphien um und braucht. sie zu eignen; dah. kömt oft der Name ien. Heiden unt. die Heiligen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0371]
    Die Ägypt. unterschied. die Köpfe ihr. Könige durch Vorstellungen von Thier. od. Gewächs. od. brennend. Weihrauch. Diod. l. I. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0372]
    Der König Mycerinus lies seine Tocht. in einer übergüld. hölz. Kuh beisezen, sie kam iährlich in die Sonne 1 mal, weil sies so befohlen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0373]
    Der Venezianer Baptista Nani: der span. Philip IV rede in 8 Tagen oft kein Wort. Wagenseil.

     

    [Manuskriptseite 38]

    [IIb-15-1788-1789-0374]
    Ein preuss. Steuerrath bekömt iährlich geg. 2000 Verordnungen, 3000 Sachen von Unterinstanz., mus 80 Excitatoria erlass., 1600 Relazion. erstatt., 200 Resoluzion. u. Dekrete formiren, 100 Rechnungen revidir., 12 Städte bereis. u. monatlich 2 Kommission. abhalten. A. Litterat. Zeitung Iun. 1788. S. 503

     

    [IIb-15-1788-1789-0375]
    Ein Iung. schwizt weg. seiner losen Haut mehr, ein Alter mehr Harn, gekochte Speis. mehren ienes u. rohe diesen Haller. Dünne Weine diesen, starke ienes |

     

    [IIb-15-1788-1789-0376]
    König in Preuss. hatte 15 alte u. zerriss. Hemden u. bekam zum Begräb. 1 von seinem Kämmerer geliehen. Büsching

     

    [IIb-15-1788-1789-0377]
    In England ehrte man als Märtyrer u. Bischof den Amphibolus, der der Mitmärtyr. u. Schüler des h. Albans gewes. sein solte. ab. nach nach Beweis des Usserius nur dess. rauher zottigt. Rok war. Midleton.

     

    [IIb-15-1788-1789-0378]
    Tempel u. Statuen errichtete man in gewiss. Weit. auf der Heerstrass. für die Reisenden, die dan ihre Andacht da verrichteten. Apuleius Florid. I. So noch Heilige. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0379]
    Auf ied. noch so iähen schreklich. Felsen Spize ist eine Bethkapelle od. ein Altar, oder doch ein Kruzifix |

     

    [IIb-15-1788-1789-0380]
    Auf den Alpengebirg. in Savoyen bei Modana ist auf einem Fels. eine Kapelle u. Marienbild, das todgeborne lebendig macht (das sieht man, wenn sie ihr Wass. lass. p.) damit sie können getauft werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0381]
    Kommodus befahl, daß der Priest. die Bellona die sich zum Schein verwundet., im Ernste schnitt. u. peischten. Lampridius in Comm. c. 9. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0382]
    Numa empfieng vor dem röm. Volk das himl. Schild ancile, von den Wolken fallend. Ovid. Fast. III. 371. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0383]
    Die alte Hütte des Romulus wurde durch Nach=

     

    [Manuskriptseite 39]

    besserung imm. in ihrer alt. Gestalt erhalt. u. zulezt wie das Haus der Maria in einen Tempel verwandelt. - Dion. Halic. l. 1 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0384]
    In Rom zeigt man die Wiege Christi |

     

    [IIb-15-1788-1789-0385]
    In der Kathedralkirche zu Ravenna sind musivisch das Bildnis derer Erzbischöffe, die in Versamlung der Klerisei und des Volks vom h. Geist gewählt wurd., indem er als eine Taube auf sie niederflog. | Aringh. Roma Subterran. l. VI. c. 48. §. 9. 10.

     

    [IIb-15-1788-1789-0386]
    Iackson u. D. Balfour bemerkt: der Neu= und Volmond habe eine sehr Fiebererregende Kraft. A. L. Zeitung Iun. 595

     

    [IIb-15-1788-1789-0387]
    Willen u. Fowler brauch. das Arsenik als das schnelste Unterdrükkungsmitt. des Wechselfiebers |

     

    [IIb-15-1788-1789-0388]
    Denn* Denman: es würde ein ausgerenkt. Oberarm nachfruchtlos. Versuch. leicht eingerichtet, da man durchein Brechmittel den Krank. erschlaft hatte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0389]
    Krebs: bei zunehmend. Mond lass. sich keine Würmer abtreiben - sein Einflus bei wassersüchtigen Männern mehr als w. Weibern. p. 607

     

    [IIb-15-1788-1789-0390]
    Die Generalstaat., u. der Magistrat von Delft, Harlem u. Amsterdam war. die Pathen des K. Wilhelms von England. Midletons Gedank. üb. die Relig., Kirche und Glüksel. der Engländer. 3 K.

     

    [IIb-15-1788-1789-0391]
    Heinrichs IV Gesandt. fielen stat seiner vor dem Pabst Klemens VIII auf die Knie, der 50 Psalm wurde gesungen und beim Ende ied. Verses gab er ihnen einen Streich mit der Ruthe | 6 K.

     

    [IIb-15-1788-1789-0392]
    Leo X wurde mit der Armee von den Franz. bei Ravenna geschlag. und gefangen. Die siegenden baten ihn um Ablas und Absoluzion des Siegs und sie wolt. nie mehr geg. den h. Vat. kriegen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0393]
    Guicciardini: in den Wirthshäus. spielte man sonst in Deutsch. um die Volmacht, die Seel. aus dem Fegfeuer zu retten. | K. 7.

     

    [Manuskriptseite 40]

    [IIb-15-1788-1789-0394]
    Der König von England sezte den Preis von 100 Dukat. auf den best. Beweis der Gotheit Christi; alle 27 Wetschrift. schlecht. A. L. Z. Iun. p. 615.

     

    [IIb-15-1788-1789-0395]
    Wenn ein Ochs nicht fress. wil: stekt man ein Talglicht in den Hals, das ganz wied. in 1/2 Stunde aus dem Hint. kömt. So geg. das kalte Feuer einer Kuh ein betheerter Hering. Clafs Hausvat. als eig. Vieharzt | p. 654.

     

    [IIb-15-1788-1789-0396]
    Gmelin fühlte bei ied. Operaz. mit Effekt Abnahme seiner Kräfte, ohne Effekt keine. Bei dikker Bekleidung wirkt die Berührung doch. Auch Person. von einerlei Geschlecht wirk. durch Manipulaz. auf einander. Das Bestreich. wirkt Schlaf, Kopfbetäubung, angeneh. Gefühl von gestärkt. Mag., Wonne, bei einer Paror uterin, Minderung der Krämpfe (od. auch von gewiss. Magnetiseurs Mehrung). Aus einer Person ist in die a. auf elekt. Art ein Ausgang des Nervenäthers oder Lebensgeistes möglich, dess. unnatürliches Maas Nervenkrankh. ist. Gmelin üb. den thier. Magnetismus. 1788

     

    [IIb-15-1788-1789-0397]
    Seidne Handschuhe hinderten, Isolirung durch Pech mehrte die Wirkung u. zwar mit mind. Kraftverlust des Magnetiseurs. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0398]
    Wenn eine Magnetisirt. eine unmagnet. berührt: fühl. beide Kälte, iene noch Verkürzung u. mehr. Besinlichkeit des Schlafzustandes ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0399]
    Der berührte Mensch ist mit belebend. Kraft geladen, wird mit Kälte, nicht wie bei der Elektriz. mit Wärme, entlad. durch Berührung. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0400]
    Spitzner: iede Biene nimt nur von 1 Art Blumen Honig ohne Berührung all. anderen. | p. 705

     

    [IIb-15-1788-1789-0401]
    Ebenda: Die Käulgen an den Füssen sind nicht zum Wachs, sond. zum Futterbrei der Iungen ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0402]
    Ebenda: Die schwach. Körbe müss. alzeit, die best. in Misiahren getödt. werden. D. Tödt. iener nüzt mehr

     

    [Manuskriptseite 41]

    als ihre Ausfütterung, weil sie mehr Kälte u. mithin mehr Hunger im Winter hab. als die starken ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0403]
    Ebenda: Honigthau beste Bienennahrung, der schon in Säft. der Bäume liegt ab. durch schwüle Tage und Blatläuse erst entwikkelt wird | p. 507

     

    [IIb-15-1788-1789-0404]
    Die Hammelburger kont. erst durch ein hochfürstliches Fuld. Reskript bei Verweigerung der Sakramente u. des ehrlichen Begräbn. zum Gehorsam gege den Arzt bei einem Faulfieber, das nach Zwierlein die zu hoh. Stadtmauern öfters veranlasten, gebracht werden. p 530.

     

    [IIb-15-1788-1789-0405]
    Der Fähndrich rit alzeit im ungarisch. Heer ohne Spornen eo monimento ne de fuga cogitaret. p. 732.

     

    [IIb-15-1788-1789-0406]
    In einer Lesegeselschaft les. nur noch die Iud.; einer behälts ein Paar Tage: üb. die Zeit für 12 Pfennige 12 Pfennige] Währungsangaben unsicher - miwi mit seiner Familie, verleihts an ein a. Haus für 7 Pfennige, dies. lieset Tag und Nacht ums einem 3 für 4 Pfennige zu geben. | p. 208.

     

    [IIb-15-1788-1789-0407]
    Alle durch Freiburg nach Böheim gehende Fuhrleute müss. da ihre Waren feilbieten. Büsching.

     

    [IIb-15-1788-1789-0408]
    Dem St. Amable, Patron der Stadt Riom in Auvergne, trug die Sonne auf seiner Reise nach Rom den Mantel u. die Handschuh üb. dem Kopf geg. Hize und Regen. Midleton.

     

    [IIb-15-1788-1789-0409]
    Gregor Mag. erzürnt geg. den Erzbischof zu Vienne (?) weil er in seinem Bisthum die lat. Grammatik lehren lies: "es sei schändlich, daß sich ein Christ nach den grammat. Regeln richte und mit den Heid. et. gemein habe." Maimbourg Histoire du Pontificat de St. Gregoire |

     

    [IIb-15-1788-1789-0410]
    Die Abelianer nahm. bei der Heirath 2 Kind. auf, 1 Knab. u. 1 Mädg.; diese beid. erbt. sie, u. heirathet. einand. unt. der Bedingung es wied. so zu mach. Augustus de haeres. c. 87 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0411]
    Gewisse Anachoret. berührt. pudenda nur mit dem Handschuh, Xenokrat. gar niemals |

     

    [Manuskriptseite 42]

    [IIb-15-1788-1789-0412]
    Die Adamit. legt. blos in der Kirche alle Kleid. ab, sonst nicht, wer was schändliches begieng wurde aus dem Paradies gestoss. wie sie die Kirche nanten. | verwarf. den Ehestand, Clem. Alex. giebt ihn. Unzucht schuld. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0413]
    Viele reiche vornehm. Anabapt. gieng. 1535 zu Amsterdam nakt; einige wartet. auf Bäumen bis Ohnmacht auf Brod vom Himmel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0414]
    Moreri: von Apostel bis Luthers Zeiten: waren 124 Hauptspaltungen in der Kirche |

     

    [IIb-15-1788-1789-0415]
    St. Aldhelm engl. Mönch im 8 Iahrh. legte sich geg. Unkeuschheit in kalt. Wasser; stat daß der h. Franziskus aus Schwachheit gar keinem Weibe nahen durfte, lag er bei einem Mädg. eine Nacht mit Herbetung des ganz. Psalters. Wilh. Malmesbur. in Vita St. Aldhelmi

     

    [IIb-15-1788-1789-0416]
    Eine Gräfin von Guastalla stiftete 1537 den Orden des Siegs üb. das Fleisch, ein Mädg. u. Knab. schlief. zur Einweihung beisammen. Dazwisch. ein Kruzifix. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0417]
    Das erste Zeichen daß Augustin keuscher wurde, war ihm daß er nun bei 1 H- blieb etliche Iahre; schikte sie nach Afrika zurük; da ab. seiner Braut noch 2 Iahre zur Manbarkeit fehlt., sehr half er sich so lange mit einer neuenHure. Aug. Confessiones.

     

    [IIb-15-1788-1789-0418]
    Wenn in Amsterd. beim Sieg oder Friedensschlus ein Freudenfeuer: so schikt der Magistrat ied. Geistlichen eine Quantität Wein u. geg. Abend ein Gerüst von Fässern mit brenn. Materien, zum Beweis des helfenden Beitrags ihrer Gebete |

     

    [IIb-15-1788-1789-0419]
    Da bei der Niederkunft der Königinnen vorneh. Person. sein sein müssen: so kam die Konstantia, Königin von Sizilien, zur Verhütung des Argwohns öffentlich auf dem Plaz zu Palermo nieder |

     

    [Manuskriptseite 43]

    [IIb-15-1788-1789-0420]
    Die Priest. der siegend. Parthei nehm. die Tempel und alles. Die h. Paulskirche war ein Tempel der Diana sonst, und die Hauptmoskee zu Konstant. ein der h. Sophie gewidmeter |

     

    [IIb-15-1788-1789-0421]
    Die morgenländ. Geschichtschreib. nenn. die Könige in Ägypt. die vor Adams Schaff. waren, zum B. den Gian Ben Gian, den Erfinder der Spizsäule. Allgemeine Welthistorie.

     

    [IIb-15-1788-1789-0422]
    Sie alle: Zauberei u. Umgang mit Geistern veranlaste die Sündfluth. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0423]
    Saurid König von Ägypt. lies zum Aufenthalt bei der Sündfluth 3 Spizsäul. machen. Hob in einer die gröst. Schäze in Gefäss. auf, üb. den Fusbod. Goldmünzen streuend, um von der Nachgrabung abzulokken |

     

    [IIb-15-1788-1789-0424]
    Firaoun K. von Äg. wolte den Kast. des Noah weil er Busse predigte verbrenn. lass.; war bei der Sündfluth besoffen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0425]
    Die Ehe per procuratorem, die Dekke mit der Braut beschlagen hies halb geharnischt od. nur einen Harnisch od. Stiefel und Sporen am Fus sich zur angezognen Braut legen - heutzutage blos die Trauung mit dem benedict. sacerdotal. - nach dem kanon. Recht gehts nicht, allein wenn concubitus, so ist die Ehe gültig, nur daß s dieTrauung noch einmal wiederholt, bei denProtest. keine Wiederholung - Zueinem Prok. ent. eine Pers. von gleich.Stand, od. doch von hoh. Adel, od. eine höherezum B. Maximilian lies sich im Nam. seines Enkels Ferdinands der Anne von Hungarn antrauen.Gewöhnlich sinds Brüd., Vett. des Bräutigams. Wielands Staatsrecht.

     

    [IIb-15-1788-1789-0426]
    In Siam ist der auswärtige Handel eine Regale der Krone, die inländ. der Privatperson. Dess. Kameral.

     

    [IIb-15-1788-1789-0427]
    Da Recht Städte anzulegen ein Maiestätsrecht ist: so könte ein einz. Reichsfürst keine ohne kaiserliche Erlaub. anleg., sind ab. in longa consuetudine. Dess. Staatsrecht.

     

    [Manuskriptseite 44]

    [IIb-15-1788-1789-0428]
    In mitl. Zeit. gab es pedagium Fusgängerzol |

     

    [IIb-15-1788-1789-0429]
    Sonst nährt. Deutsch. Graf. u. Ritt. sich vom Geleiten der Fuhrleute, od. von ihr. Beraubung. Nachher liess. es die Fürst. durch Soldaten thun. Wer selbst Bewafnung und Geleit bei sich hatte, u. noch im Kursächs. wer nur Pistol., der zahlt kein Geleitgeld, das nach dem Landfried. nicht bei der Befehdung aufhörte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0430]
    Nach dem deutsch. Recht kan der Kaiser den ganz. alten Reichshofrath bei seiner Krönung dissolviren |

     

    [IIb-15-1788-1789-0431]
    Nach Franz I. kam in Frank. auf, den Anverwandt. in Ämt. ius succedendi (la survivence) zu geben |

     

    [IIb-15-1788-1789-0432]
    Die Klausel bei französ. Privileg. ist: pour en jouir tant qu'il nous plaira. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0433]
    Einige Kirchenväter: das Paradies blos allegorisch - andere im 3ten Himmel, im Mondenkreis, im Monde - in der Luft - unt. der Erde - unt. dem Nordpol - in all. 4 Welttheil. - an der Donau - Ganges - Zeylon - bei Damask. u. Tripoli - bei den Mondbergen - Schweden. A. Welthistorie. Muhammed: im 7 Himmel - Perser und Manichäer:Sonne. A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0434]
    Iosephus, Aben Esra und andere: die Schlange verlor ihre Sprache und Beine durch die Menschenverführung ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0435]
    Araber vor Muhammed: die Teufel sind in laut. Schlang. verkehrt worden |

     

    [IIb-15-1788-1789-0436]
    Muhammedaner: da die Wache den Teuf. nicht ins Paradies lies: so bat er alle Thiere ihn hineinzutragen, blos die Schlange nahm ihn zwisch. die Zähne und trug hinein | Holländ. Note.

     

    [IIb-15-1788-1789-0437]
    Die Verf. der A. W. u. a. Engländer: die Engelbedient. Adam und Eva, in gewiss. glänzend. Gestalt.,

     

    [Manuskriptseite 45]

    als Cherubimdas i. geflügelte Ochsen, als Seraphim das i.geflügelte glänz. Schlang., worein sich auchder Satan verstelte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0438]
    Adolphi: der Anfang des Podagra zeigt sich an dem Abnehm. des Urins weil dan weniger Erde abgesondert wird: ab. durch Reit. gehoben. Haller

     

    [IIb-15-1788-1789-0439]
    Von Harnverhaltung Blindheit, Wahnwiz, Schläfrigkeit; er geht dan durch die Nase, Ohren, Mund | man stirbt nach den Alt. alzeit am 7.Tag an Harnverhaltung, allein oft bis zum dreissigsten. | Eine Ischurie dauerte 7 Iahre. Iournal de med. 1759. m. Iuin.

     

    [IIb-15-1788-1789-0440]
    Als die Medizeer sich zu Oberhern mach. wolten: willigte Machiavell u. kam lieber auf die Folter; sein Leb. u. seine a. Schrift. beweis. es daß seine Schrift Il principe eine Satire ist. Wielands Staatsrecht.

     

    [IIb-15-1788-1789-0441]
    Die Höfe von Berlin und Petersburg reklamirt. 1772 Unterthan. die sich vor alt. Zeit. in Pohl. niedergelass. hatten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0442]
    Goropius Bekanus: der Baum des Erkentniss. war ein indisch. Feigenbaum - a. ein gewöhnlicher Feig. - einige Muhamm.: eine Weizenähre, Weinstok - Apfelbaum. A. Welthistorie.

     

    [IIb-15-1788-1789-0443]
    Charleroix: der Amerik. ahmt im Kriegstanz, den ganz. Krieg, Angrif, Zurükzug nach.

     

    [IIb-15-1788-1789-0444]
    Der König in Preuss. so schwach, daß er einen Oktavband nicht halt. konte, er muste in kleinere gebund. werden. Zimmerman.

     

    [IIb-15-1788-1789-0445]
    Der General von Scheele legirte seinen Regimentschirurg. 50 Prügel wenn bei seiner Anatomie sich nicht die Krankh. fände wie sie gesagt. |

     

    [Manuskriptseite 46]

    [IIb-15-1788-1789-0446]
    Die Sizilianer drükk. alles durch blosse Pantomime aus; die Frau hat eine für den Liebhab., a. Man u. a. für Freunde: sol von Dionysius d. ältern komm. der ihnen durch Verbot des Redens sazu Anlas. Graf von Borch Briefe üb. Siz. und Malta. T. II. Lett. 20.

     

    [IIb-15-1788-1789-0447]
    Die Bewunderung redet alzeit in tiefern Tönen ie moral. sie ist, der Zorn hohen. Engels Mimik. 2 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-0448]
    Engel: in der Musik sind die mitlern Töne zwischen den hoh. u. tiefen die schönsten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0449]
    Diderot: die Grösse des Theat. u. Menge der Zuschauer nöthigte in Griech. zur Versifikaz. der Dramen weg. Lärmens, weil man bei Deklamazion u. Verse leichter hört. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0450]
    In Wien bedung man 1785 sich im Heirathskontrakt aus, daß die Frau alle Monate beichten u. kommunizir. solte. Skizze von Wien. 3 Heft.

     

    [IIb-15-1788-1789-0451]
    Das flamm. Schwerdt sei die damals heissere Zona torrida gewesen - a. ein um das Paradies gehend. Wal von brennend. Materien - Rabbinen: ein Engel wars Schwerdt. Algemeine Welth.

     

    [IIb-15-1788-1789-0452]
    Ohne den Sündenfal würde der Mensch sich ohne Gefühl der Lust fortgepflanzt haben. August. de civit. dei l. 14. c. 21 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0453]
    Engel: der Schauspiel. kan nur auf der vaterländ., nicht fremd. Bühne mit Vortheil erscheinen.

     

    [IIb-15-1788-1789-0454]
    Nach dem alt. deutsch. Recht mus der nächste Anverwandte Vormund werd., behält alles während der Kuratel Gezogne: Allein iezt legen nur blos die Vormünder der deutsch. Reichsfürsten keine Rechnung ab. Wiel. Staatsrecht.

     

    [Manuskriptseite 47]

    [IIb-15-1788-1789-0455]
    P. Bartoloccius: einige Rabbinen: Adam vermischte eh die Eva war mit all. Thieren. A. Welth. Holländ. Note.

     

    [IIb-15-1788-1789-0456]
    Kezer: Kain u. Abel war. eine Frucht des Teufels. Epiph. Boeres. c. 40 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0457]
    Die Maler geb. dem tödtend. Kain eine Eselskinbakke in die Hand; andere mit einer Heugabel - Chrysostomus Degen - Irenäus Sichel. | Bayle Abel

     

    [IIb-15-1788-1789-0458]
    Rabbinen: die Protoplasti trauert. um Abel 100 Iahre |

     

    [IIb-15-1788-1789-0459]
    Kains Zeich. war nach den alt. Hebräern ein Buchstab. aus dem Nam. Abel, R. Iarchi aus dem Nam. Iehovah - andere das Wort Sabbath - aus das Wort Busse - Gesicht mit Aussaz - blutigeverdrehte Aug. - ausserord. Muth. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0460]
    Ioseph. u. Kirchenväter: darauf erfand er Maas und Gewicht, bürgerliche Geselschaft, Städte, Eigenthumsrecht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0461]
    Monro: die Biegungen der Samenführend. Gänge der Hod. sind 5,760, Zahl. der Gänge 62,500, Länge ied. Ganges 1 Zol, Länge aller 5,208 Fus. Haller

     

    [IIb-15-1788-1789-0462]
    Diodati: Christus sprach griechisch. Litt. Zeitung May 1788 p. 319.

     

    [IIb-15-1788-1789-0463]
    Das Freistädtgen Schönek giebt dem Landeshern nur wenn er persönlich kömt iährlich nicht mehr als 1 neu. hölz. Becher mit 5 Pfund Hell. drin: als er dem durchreis. König 1708 gab, war. 6063 Hell., an 10 Reichstaler darin. Büsching.

     

    [IIb-15-1788-1789-0464]
    Die Cherokees in NordAmerika graben einen Sieg stets in die Rinde eines nah. Baums beim Feinde ein. Neue Manigfalt. 2 Iahrg. 2 Viert.

     

    [IIb-15-1788-1789-0465]
    Ullou: der Genus eines gewiss. Wurms in Amerika macht Milch auch bei Alt. od. sonstigen. |

     

    [Manuskriptseite 48]

    [IIb-15-1788-1789-0466]
    Man fischt die Perl. im Herbst und Frühling weil dan die Krankheit am meist. bei ihnen wüthet. | Tauch. macht dabei wenn ein Raubfisch der ihm doch oft einen Arm, Leb. nimt, erscheint, das Wasser trübe | Die Tauch. schlag. unt. dem Wass. einand. wenn einer den a. bestehl. wil |

     

    [IIb-15-1788-1789-0467]
    Der Burggraf zu Queerfurt, Gerhard, muste 1202 weil er den Domdechant zu Magdeburg der Aug. beraubte, mit 500 Ritt. ied. 1 Hund an die Thür des Dohms tragen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0468]
    Die Gräfin Merianin gieng nach Amerika, um die dasigen Insekt. zu sehen u. abzuzeichnen, gab sie heraus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0469]
    Schwammerdam: bei einig. Insekt. macht blos der Geruch des Mäng. die Weibg. fruchtbar. | p 309.

     

    [IIb-15-1788-1789-0470]
    Lyonet: die Zugheuschrekk. hab. einen kurz. Schwanz mithin könn. sie ihre Eier nicht tief in die Erde legen, dah. viele von Vögeln und Wett. aufgerieben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0471]
    Die Nordam. Wild. lass. beim Abzug aus Feindes Land mit Blut gefärbte Keul. zurük worauf ihre mit Bilderschrift beschrieb. u. er sie zurükzubringen aufgefod. wird. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0472]
    Lyonet: eine gewisse Fliege hat 20,000 lebendige Würm. oder Iunge auf einmal im Leib, in der 3 Generaz. sind 2000000 Million. da |

     

    [IIb-15-1788-1789-0473]
    Göze: bei der mikrosk. Beobachtung der Wasserinsekten mus den Tropfen flach, weil sie auf u. nieder zusehr sonst fahren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0474]
    Ebenda: Die Flügel des ausgekroch. Schmetterlings werd. sobald er seinen Saft in ihre Adern gehen lässet, entfaltet u. fest. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0475]
    Lyonet: die Meernessel geht in 1/4 Stunde 6 Linien |

     

    [IIb-15-1788-1789-0476]
    Ebenda: die Insekt. hab. keine eigentlichen Knochen. |

     

    [Manuskriptseite 49]

    [IIb-15-1788-1789-0477]
    Schwammerdam: das Rothe der Fliegen ist kein Blut sond. eine Feuchtigkeit der Traubenhaut - od. des gesognen Raubs |

     

    [IIb-15-1788-1789-0478]
    Lyonet: die Aug. der Insekt. hab. keine Augenlied., keine Iris u. Augapfel |

     

    [IIb-15-1788-1789-0479]
    Ebenda: kein ungeflügelt. Insekt hat 4, kein geflüg. 2 Füsse.

     

    [IIb-15-1788-1789-0480]
    Göze: Hauptkarakt. der Ins. ist Häutung und Verwandlung, die sie von den Würm. scheidet |

     

    [IIb-15-1788-1789-0481]
    Melezieux: Thierg. die 27 Million. mal kleiner als eine Käsemilbe waren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0482]
    Aufhäng. eines Kessels ist Kriegserklärung der Huran., Axt bei gering. Fällen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0483]
    Schon Linnee hat 273 Tagevögel, 47 Sphinxe od. Dämmerungsvögel, 460 Phalänen od. Nachtvögel |

     

    [IIb-15-1788-1789-0484]
    Die Galenist. verwarf. aus Furcht des Giftes, alle Arzneien aus Metallen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0485]
    Bergrath Henkel in seiner Flora saturnizans: die Gewächse hab. alle Metalle in sich. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0486]
    Die Gärtner bekommen beim Beschneid. des Toxikodendron eines indisch. Baums geschwolne Köpfe; der Rauch beim Verbrennen tödt.; kan nicht gefället werd. bevor ein 8tägiges Feuer um ihn, seinen flücht. Saft verdikt hat; das frische Holz in warm. Händ. macht Ausschlag des Körp., das Drechs. dess. einmal blind. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0487]
    Wenn die Kind. mit des Oleanders r roth. Blum. u. glänz. Blätt.spielen: taumelnd und gelähmt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0488]
    Der Hippomane in Amerika tödt. die unt. seinem Schatt. schlaf., kein Kraut um ihn, dem unt. ihm stehend. Vieh fält das Haar aus |

     

    [Manuskriptseite 50]

    [IIb-15-1788-1789-0489]
    Wilde in dem Paraguay hab. den Wurfspies an einem Strik und zieh. ihn wied. zurük. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0490]
    Hagen: Zeich. giftig. Pflanz. ist schwarz. traurige Anseh., wid. Geruch u. Geschmak, Wachsen im Wass., Gräb. zu. Sümpfe, in Brüch. u. Schatten finst. Wäld. - Die Pflanz. wo an den Blumen ganz abgesond. und künstlich geformte Honiggefässe sind z. B. Eisenhütlein, Passions= Schneeblume - weg. Wass. u. Schatt. sind die Frühlingskräut. scharf und halb giftig. | 454.

     

    [IIb-15-1788-1789-0491]
    Bode: im Monde sieht die Erde 4 mal so gros im Durchmess. als der Mond uns - in der Sonne wie der Merkur - in der Venus wie die Venus - im Iupit. nimmer auss. durch Ferngläser. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0492]
    Ebenda: Der Milchstrasse Sterne sind nicht näher als die a., sond. lieg. nur in Reihen in den Himmelstiefen und scheinen uns gehäufter weil wir sie von der Seite die a. sehen. Die Sonnenmit dem Planetensyst. sind nicht ineiner kugelart. Ordnung sond. in einemKreis mit einer Breite od. abgeplatt. Figur, dieSterne auss. der Milchstrasse gehör. auch zu ihr; uns.Sonnensystem ist weit vom Mittelpunkt des gesamt.Milchstrass.systems, etwan dem Theil der M. näher wo der Fuchs Gansund Adler ist; wir lieg. mit uns. S. seitwärts ausder Fläche des gröst. Kreises der M., dah. mach. nurdie senkrechte geseh. Sterne uns. M. aus |

     

    [IIb-15-1788-1789-0493]
    Das ganze Milchstrassensyst. dreht sich um eine Zentralsonne, etwan den Sirius ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0494]
    Ie weit. ein Planet von der Sonne, desto bess. u.

     

    [Manuskriptseite 51]

    geistiger seine Bewohner, noch mehr ie weiter von der Zentralsonne. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0495]
    Valisneri theilt die Insekt. nach dem Aufenthalt ein, Wass. Pflanz. Thiere und Steine |

     

    [IIb-15-1788-1789-0496]
    Müller, Murray: die Regenwürm. hab. unsicht. Füsse und man hört sie auf Papier gehen | 503.

     

    [IIb-15-1788-1789-0497]
    Lyonet: Die Insekt. verwandeln sich ent. in Käf. od. Fliegen od. Schmetterlinge. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0498]
    Ebenda: eine gewisse Erlenraupe sieht ganz wie eine Violinsaite |

     

    [IIb-15-1788-1789-0499]
    Die Insekt. trennt. von a. Thier. daß sie nie 2 Füsse haben. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0500]
    Gewisse Muscheln hab. 1 Fus zum Bewegen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0501]
    Alle Schmett. hab. 4 Flügel ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0502]
    Unt. den Insekt. keine Misgeburt. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0503]
    Blutig. Wass. kömt auss. von den Schmett., von der Menge roth. Wasserflöhe - von rothen Mergelarten - von einem klein. Schimmel, auch Blasentang (Fucus vehiculosus) |

     

    [IIb-15-1788-1789-0504]
    Einige Amseln ruf. abends b. Anblik ied. Wilds zum Best. der Iäg.; mach. ein Geschrei, a. Vögel von sich zu iagen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0505]
    Die Amsel lernt zwar (man mus ihr vorpfeif. wenn sie schon vermauset) nichts neues mehr sobald der Frühling da ist, vergists ab. nicht unt. a. Vögeln wie et. der Staar |

     

    [IIb-15-1788-1789-0506]
    Der Flus Boraven in Preuss. fliesset 1/2 Meile unt. der Erde, wied. heraus |

     

    [IIb-15-1788-1789-0507]
    Ied. Krieg. hat bei den Huronen seinen Kriegsgesang für sich, den kein a. singen darf |

     

    [Manuskriptseite 52]

    [IIb-15-1788-1789-0508]
    Wenn unt. den Huron. der erste Traum auf feindlichem Boden, von a. nicht kan ausgelegt werden: so darf der Krieg. wieder umkehren |

     

    [IIb-15-1788-1789-0509]
    Komt in Florida eine Parthei aus dem Krieg ohne feindliche Haarschöpfe mit: so mus der Kazike sein liebst. Kind mit einem Pfeil schiessen, um das Andenk. der feinlichen Beleid. u. die Rache einzuprägen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0510]
    Eine abgeschoss. Kanonenkugel würde in 20 Stunden durch die Erde kommen. Tiedte.

     

    [IIb-15-1788-1789-0511]
    Das Wass. auf dem Saturn ist immer Eis, die Metalle und viele Steinart. auf dem Merk. stets flüssig. Schmidt von der Weltk. 31.

     

    [IIb-15-1788-1789-0512]
    Peter der Grosse verordnete daß wer die öffentlichen Bibliotheken u. die Kunstkamm. zu sehen begehrte, Wein und Erfrischungen bekäme. A. L. Z. May 1788. p. 368.

     

    [IIb-15-1788-1789-0513]
    Der Kalif Al Mamun bot einem griech. Kaiser 100 Zent. Gold u. einen beständ. Fried., wenn er ihm den Philosoph. Leo zum Unterricht der Musik und Mathematik auf einige Zeit liesse. Schroekh.

     

    [IIb-15-1788-1789-0514]
    Die Arab. verbrant. die griech. Handschrift., damit nur ihre arabische Übersezung davon gelesen würde. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0515]
    Muhammedaner: Enoch war der erste Schneid., erfand Feder, Rechn., Astron., ergrif zuerst für die Religion Waffen. A. Welth. p. 166

     

    [IIb-15-1788-1789-0516]
    Ein Rabb.: Adam machte den 92 Ps. u. sang ihn am erst. Sabbath. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0517]
    An Menge der Nerven steht die mänliche Ruthe blos dem Auge nach. Haller.

     

    [IIb-15-1788-1789-0518]
    Leeuwenhök unterschied sogar die Hoden des Flohes mit dem Mikroskop. |

     

    [Manuskriptseite 53]

    [IIb-15-1788-1789-0519]
    Luther: wenn er auf dem Todtenbet noch ohne Frau wäre: so wolte er sich eine antrauen lass. u. 2 silb. Becher zur Morgengabe geben. Allerneu. Mannigf. 4 I. 1 Qu.

     

    [IIb-15-1788-1789-0520]
    Die Weltverbrennung ist wenn die Fixst. ihre Bewegung von Abend gegen Morgen volendet, d. i. nach Ptolemäus in 36000 Iahr., Tycho de Brahe 25000, Cassini 2.5200. | p. 131.

     

    [IIb-15-1788-1789-0521]
    Bis zum Iahr 1501 muste in Magdeburg ied. Bräutigam schwören, die 1 Nacht nicht beigewohnt zu hab. od. eine Busse geben. | 143

     

    [IIb-15-1788-1789-0522]
    Als 1782 geg. eine Dürre die muhamm. Gebete und Fast. in Konstant. nicht halfen: befahl der Divan dem Pater Provinzial der Franszik. auch zu bet. mit den seinigen. Eine Prozess. mit Geiseln; half. | 142

     

    [IIb-15-1788-1789-0523]
    Salz ist nach den meist. am best. für die Rindviehseuche: auch Glaubersalz | 216 p

     

    [IIb-15-1788-1789-0524]
    Die Ausdünstung des Pferdemistes befreiet ganze Ställe von der Viehseuche. | 218

     

    [IIb-15-1788-1789-0525]
    Das meiste Vieh starb an der Seuche zu Nachts, vielleicht weg. Verschliess. des Stals | 228.

     

    [IIb-15-1788-1789-0526]
    Wenn die Kinderpokk. anfiengen, auch die Viehseuche | 243

     

    [IIb-15-1788-1789-0527]
    Fabricius: die Neger sind nur Bastarte von Aff. und Menschen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0528]
    Der Negersklave darf auf den westind. Ins. nur den 7 Wochentag für seinen Unterhalt sorgen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0529]
    Forster: in den Erdstrich. mit den best. Naturgütern ist stets der mild. Himmel u. gesunde Luft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0530]
    Kook: welch. Südländ. 10 Brodbäume gepflanzt, der hat so viel gethan als bei uns der sich erhalt. und seinen Kind. Erbschaft gelassen. |

     

    [Manuskriptseite 54]

    [IIb-15-1788-1789-0531]
    Die Finnen der Schweine sind keine dem Essen schädliche Drüsenkrankh. sond. kleine Blasenwürmer. Göze |

     

    [IIb-15-1788-1789-0532]
    Sparman: den Hippopotamus fängt man in Ägypt. durch Hinstreuung Erbs. od. Bohnen, der. er bis zum Aufplaz. frist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0533]
    Bei Havelberg bringt der Stich einer gewiss. schwarzen Mükke dem Vieh tödliche Verstopfung | 327.

     

    [IIb-15-1788-1789-0534]
    Die Kornraupen wenn sie einmal so viel Körner mit ihr. Gespinst zusammengeklebt daß eine dikke Rinde entstände, schad. nicht mehr wenn man die Kornhäus. nicht wendet. 3 Iahrg. 1 Quart.

     

    [IIb-15-1788-1789-0535]
    Der Zitterfisch thut mit der obern u. unt. Fläche entgegengesezte Wirkung, Hunter fand förmliche Batterien an den Seiten desselben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0536]
    Dü Fay: Die Dünste stiegen aus der Erde in die Höhe; Muschenbroek: von der Höhe auf die Erde; Le Roy, von allen Seit. wenn die Luft üb. dem Sättigungsgrad erkalt. ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0537]
    Die Paradiesvögel sezen sich bei stark. Wind weg. der Länge ihrer Schwungfed. nicht auf Bäume: auch können sie nimmer von der Erde auf, wenn sie der Wind dahingeworfen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0538]
    Die Paradiesvögel hab. einen vorauszieh. König; sezt er sich auf die Erde: so sie auch u. könn. nimmer auf |

     

    [IIb-15-1788-1789-0539]
    Die gross. Par. flieg. weg. ihrer los. Fed. nicht mit sond. gegen den Wind. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0540]
    Der Kabeljau geht in der Begattungszeit vor Hize in alle Neze, ab. an keine Lokspeise; nach ihr an alle Angeln vor Hunger wo glänz. Dinge Glasperl. u. Muschelstükke der Köder sind |

     

    [IIb-15-1788-1789-0541]
    Die Holländ. bring. ihn durch durchlöcherte Fische {Schiffe}

     

    [Manuskriptseite 55]

    damit er sein Element behält in die Seestädte lebendig u. die Engländ. nehm. durch einen Nadelstich der Schweinblase die Luft daß sie unt. im Schif bleib. mus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0542]
    Das Pferd des Pommerisch. Herzogs Boguslaf X, lies gepuzt u. gesatt. nur ihn aufsteigen; war der Stalmeist. darauf, so wars faul u. tod; Herzog, Sprung auf Sprung; zerris Zügel u. Halfter wenns im Stal nicht den oberst. Raum hatte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0543]
    Zur Aufnahme der Bienenzucht ist verordnet, daß ieder der auf der Heide wohnt Honigzins. giebt, hätt' er auch keine Bienen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0544]
    Magliabeichi las auch die elendest. Büch. weil er et. dav. hofte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0545]
    Nach einig. wurde Shakespear wie sein Vat. ein Fleischer u. sagte bei der Tödung ied. Kalbs eine feierliche Rede her. (vielleicht Iohnson.) A. Mannig. 4 Q. 1 V.

     

    [IIb-15-1788-1789-0546]
    Da man noch zur Komödie rit: hielt er die Pferde mit solch.Genauigkeit daß man nur ihn wolte; miethete sich Iungen. Pope |

     

    [IIb-15-1788-1789-0547]
    Der Magistrat schikte dem Garrik das Bürgerrecht in einer Kapsel vom Maulbeerbaum des Shak. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0548]
    In dephlogistisirter Luft wird vom Zund. Stahl mit prächt. Licht in 1/2 Minute geschmolzen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0549]
    H. von Etienne hat in Paris stat des Dachs einen Gart. mit Laubgäng., Obstbäumen, Teich, 2 Belveders |

     

    [IIb-15-1788-1789-0550]
    Unt. Karl VI in Frank. gebot der Erzbischof von Paris all. Geistlichen, mit der Messe innzuhalten wenn ein Geistlicher mit einem Hut in der Kirche erschiene |

     

    [IIb-15-1788-1789-0551]
    Das Marschiren mit gleich. Schritt. führte unt. den Sold. Fried. Wilhelm von Preuss. ein u. Ludwig XIV die Monturen |

     

    [Manuskriptseite 56]

    [IIb-15-1788-1789-0552]
    Viele: die Samenthierg. wär. zur Wollust bei der Begattung da; Brinius: sie macht. in den Weib. ein Iukken. Haller.

     

    [IIb-15-1788-1789-0553]
    Die Thiere begatt. sich im Wint. nicht weg. der mag. Speisen; die Wölfe hab. ungewisse Zeit. der überflüssigen Nahrung und und dah. der Begattung. Büffon T. VII. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0554]
    Das Fleisch des enthalts. {keuschen} Thiers, z. B. des mänlichen Hirschens faulet so gleich. | L. XXVII.

     

    [IIb-15-1788-1789-0555]
    Der Marquis von Reuty starb an Enthaltung von Beischlaf. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0556]
    Die Athlet. vertrieb. durch Beischlaf die Schläfrigkeit. Plin. l. XXVIII. n. 16 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0557]
    Vor, ab. nicht nach der Manbarkeit Verschnitt. hab. kein Geweih, keinen Bart u. Schamhaare |

     

    [IIb-15-1788-1789-0558]
    Männer ohne Bart u. Schamhaare sind unfruchtbar |

     

    [IIb-15-1788-1789-0559]
    Die Augen am Uferaas u. a. mänlichen Thier. sind grösser als an Weibgen. Blos die Mängen der Frösche haben Luftblasen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0560]
    Schlechte Nahrung verzögert die Erzeugung der Geweihe |

     

    [IIb-15-1788-1789-0561]
    Von Amputazion des Schenkels Geilheit weil sich das Blut in den den Schenkeladern nächsten Gefässe anhäuft. Boerhav. prax. II. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0562]
    Des Ehebruchs verklagt ein Man im 75 I., u. nach Bartholin (Cent. V hist. 28) einerim 115 I., Parre heirathete im 120 u. zeugt genosden Ehestand bis ins 140 Iahre. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0563]
    Der Man hat gröss. glattere Knoch. als das Weib, Haut, Muskeln härter, Martinet: er ist im Verhält. der läng. Stat. gefrässiger, das Weib ist von biegsamen Theil. u. erträgt grössere Ausdehnung (sogar der Blase) Dah. mehr Zorn und Krämpfe, mehr Fet und wenig. Haare u. Zähne. |

     

    [Manuskriptseite 57]

    [IIb-15-1788-1789-0564]
    Galen, Avicenna, Theophilus p: die Weib. hab. innen das was die Männer auswendig hab. in Betref der pudenda; all. falsch. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0565]
    In Schonen rufet man bei einem Kindermord die Mädg. zusamm. u. melket ihn. die Brüste. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0566]
    S. Cyrillus hält die Riesenhaftigkeit der Nephilim für eine götliche Strafe der Wollust der Eltern - Heidegger: kömt von der Wollust. beim Beischlaf mit Engeln - a. Seths Nachkomm. war. so, die des Kains klein. A. Welthist.

     

    [IIb-15-1788-1789-0567]
    Von Schrekk. und Gram vertroknet. die Brüste schnel; der Zorn und der Schrekk. vergiftet die Milch so daß man sie von einem Weib oder Hunde mus vorher wegsaug. lassen. Haller.

     

    [IIb-15-1788-1789-0568]
    Die Milch ist nicht ganz volkomner Chylus, noch Lympha und Fet dabei. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0569]
    Durch viel. Trink. wird die Milch der Amme im hizigen Fieb. dem Kinde trinkbar; der Hunger macht die Milch bitt. und alkalisch. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0570]
    Die Ammen mit Venusseuche, Raserei, Pest, Friesel säugten ohne Schaden des Kindes |

     

    [IIb-15-1788-1789-0571]
    Die Kind. werd. stark u. alt, lang gesäugt; Ludw. XIV. wurde 16 Monate gesäugt und dah. alt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0572]
    Manche Völk. leb. blos von Milch, die Iapaner gar keine |

     

    [IIb-15-1788-1789-0573]
    Fragmente des Berosus: das Tier Oannes Gestalteines Fisches, Fisch= u. Menschenkopf= u. F.u. Menschenfüsse u. Fischschwanz, kam am Tage aus dem roth. Meer, asnicht, lehrte dan Wissensch. Tempelbau Geseze, Zusammenwohnen inStädten, schrieb Büch. von bürgerlicheru. häuslich. Geselschaft, gieng zu Nachts alzeit insMeer. Alexander Polyh. apud. Syncellum | A. Welthistorie.

     

    [IIb-15-1788-1789-0574]
    Nachher kam. noch mehr. solche Thiere halb Fisch und halb Mensch, lehrten deutlicher, Namens Evedokus, Eneugamus, Eneubulus, Odakon ||

     

    [Manuskriptseite 58]

    [IIb-15-1788-1789-0575]
    Sanktorius: die Wallung. der (sonnen) monatlichen Volblütigkeit sind auch bei Männ. beständig, zum B. Kraftlosigkeit, verlorn. Appetit, würd' ab. durch Harn od. Perspirationen gehoben. Haller.

     

    [IIb-15-1788-1789-0576]
    Dodart: in 5 Tagen wird aus Speis. 1 Pfund Blut |

     

    [IIb-15-1788-1789-0577]
    Die Magnetisirt. hatt. alle einand. u. den Magnetiseur lieb, Gmelin. 2tes Stük.

     

    [IIb-15-1788-1789-0578]
    Die von einem Fremd. berührte Magnetisirte fühlt da Kälte eines todt. Körp., Reissen, lähmende Trägheit. | Die Annäherung von Fremd. ist tief schlafend. Magnetisirt. widrig, bang, bis zu Konvulsionen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0579]
    Die Römer stelt. die Tyrones mit in die erst. Reih. der Schlachtordnung. Alex ab A. l. 4. c. 7.

     

    [IIb-15-1788-1789-0580]
    Wenn der Feind mit Wuth u. Geschrei anfiel, lies Cyrus seine Soldat. ruhig ihn empfangen: war ien. ruhig, so dies. mit Geschrei. |||

     

    [IIb-15-1788-1789-0581]
    Kircher: das Wass. zur Sündfluth kam von der zu Wass. verdikt. Luft; a. von Verdünnung des Wassers. A. Welth.

     

    [IIb-15-1788-1789-0582]
    Walther Raleigh hist. of theWorld l. 1. c. 7: die Ellen war. vor der Sündfluth weg. der gröss. Menschen länger; damit die Arche grösser wird. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0583]
    Morgenländ. Autoren: Noah legte Adams Leichnam mitten in den Kast. zwisch. Männ. u. Weib. damit kein Beischlaf |

     

    [IIb-15-1788-1789-0584]
    R. Eliezer: die Engel bracht. die Thiere in den Kasten: a. freiwillig. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0585]
    Die philosoph. Transact.und Petty: in 360, 370 höchst. 400 Iahr. werd. stetsdie Menschen noch einmal so viel |

     

    [IIb-15-1788-1789-0586]
    Arzt Beverovicius: das Ess. des ungekocht. Fleisch. eine Mitursache des lang. antediluv. Alters |

     

    [IIb-15-1788-1789-0587]
    Mayersbach: 16 Loth weisse Kornwürmer geben ausgeprest 7 1/2 Loth Oel zum Brennen. Alg. Litt. Zeit. May 88. S. 446

     

    [Manuskriptseite 59]

    [IIb-15-1788-1789-0588]
    Das Gift der Pest stekt an Hund. u. Menschen durch den Mund und Magen nicht an; wie auch andere Gifte - man kan ein von einem Skorpion getödt. Huhn essen. Haller.

     

    [IIb-15-1788-1789-0589]
    Das dünne Gedärm ist reizbarer als das dikke, der obere Theil ied. Darms als der unt., u. die peristaltische Bewegung ist abwärts stärker, daher der Koth hinaus |

     

    [IIb-15-1788-1789-0590]
    Beiahrte u. Weib. geh. selt. zu Stuhle; manche gieng. oft 2, 3 Monate nicht | ia 2, 3, 6, 7 Iahre; davon Tolheit |

     

    [IIb-15-1788-1789-0591]
    D. Lettson: das Herunterhäng. des Kopf. trägt bei Kind. viel zu Wasserköpf. bei. Memoirs of the medical Society of London. Vol. I.

     

    [IIb-15-1788-1789-0592]
    Ebenda: durch Einsezung Zähne aus fremd. Mund oft venerische mit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0593]
    Winter: Gegen das Dumwerden sticht man besser den Schafen in die Blase mit einer Schusterpfrieme als man den Kopf aufschneidet, wo mehr krepiren. A. L. Zeitung May 1788 S. 437

     

    [IIb-15-1788-1789-0594]
    Bleskenius: nur die Isländ. fischen glüklich die der Teufel zu Nachts dazu aufwekt. Camerar. Cent. 3. c. 17.

     

    [IIb-15-1788-1789-0595]
    Ebenda: die Fischer wiss. ob eine Schlacht, aus den aus der Hekla gehend. und mit Seelen zurükkehr. Teufeln | 11

     

    [IIb-15-1788-1789-0596]
    Wenn bei den Ägypt. u. Äthiop. der Henk. eine Nachteule (bubo) brachte dem Missethäter: so ein Zeichen daß er sich selbst tödt. müsse. - Wenn sie bei schönem Wett. sangen: bedeut. es schlechtes u. umgekehrt. | c. 18

     

    [IIb-15-1788-1789-0597]
    Burnet: vor der Sündfluth gabs keine Berge und Meere, Wass. in der Erde. Welthistorie.

     

    [IIb-15-1788-1789-0598]
    Blos Ham wohnte in der Arche nach viel. Gelehrten seiner Frau bei und diese gebar noch darin. |

     

    [Manuskriptseite 60]

    [IIb-15-1788-1789-0599]
    Berosus: Hams Last. bestand in der Unvermögendmachung seines Vaters; Rabbinen: in der Verschneidung. Marsham: er ist der Iupit., a. Saturn |

     

    [IIb-15-1788-1789-0600]
    Aben Ezra, Kimchi: Nimrod opferte sein Wildpret Got; Abulfarag: er nährte damit die Bauleute des babyl. Thurms |

     

    [IIb-15-1788-1789-0601]
    Rabbinen: Nimrod zog den von Got gemacht. Rok Adams an, alle Thiere u. Vögel fiel. vor ihm nied. im Zutrau. einer gross. Stärke u. macht. ihn zum König. Esau erschlug ihn aus Begierde darnach. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0602]
    In Frankr. 1/34 Geistliche; Span. 1/30, Ital. 1/40. D. Merk. 1775 Iul.

     

    [IIb-15-1788-1789-0603]
    Die Protettori in Ital. unterhalt. schöne Mädg., zu Malerei Musik Tanz angewies., die Mütt. folg. ihnen in andächt. Terziarienkleid. als Bediente. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0604]
    Als dem Marchese Riccardi ein Ring gestohlen: schafte ihm ihn der Barigello (Oberhaupt der Spionen u. Sbirren) mit der Nachricht: unt. 3 bei ihm gewes. Kavaliers war der 1 ein ehrlicher Man, 2te Dieb, 3 Spion |

     

    [IIb-15-1788-1789-0605]
    In Toskana darf ied. Geistliche zu seiner Konsumzion 3 Pfund Fleisch täglich accisfrei durch die Thore tragen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0606]
    In Europa sind 2 Million. Soldaten. Büsching | Tozen.

     

    [IIb-15-1788-1789-0607]
    Hartleibigkeit ist bei Phlegmat., Melanchol., Halbnärr., Pers. die nicht auf sich und den Reiz acht geben, Trink., heft. Leidenschaften. Haller.

     

    [IIb-15-1788-1789-0608]
    Sobald ein Theil des Körp. sich auss. der Strasse der umlaufenden Säfte befindet: so leget an ihn die Nat. ihre steinart. Säfte nied., z. B. Fötus, Kröpfe, Gelenke, Zähne - nämlich bei Ruhe |

     

    [Manuskriptseite 61]

    [IIb-15-1788-1789-0609]
    Ferner auch an einem fremd. trokn. Körp. in einer Hölung des menschlichen z. B. Nadeln, Bohnen, Haare |

     

    [IIb-15-1788-1789-0610]
    Borbonius ein Nachahm. des Virgils, er selbst u. nach Makrob. dieser hab. dem Zizero sehr bei ihr. Versen genüzt. Morh. P. L. lib. 3 c. 9.

     

    [IIb-15-1788-1789-0611]
    Wer unt. den Kaisern et. geg. das Quartanfieb. am Hals trug: wurde hingerichtet. Amm. Marcell. l. 19. Ein Iüngling erstoch. der im Bade gewiss. Fingerbewegungen machte u. 7 Buchstab. sagte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0612]
    Nach den Longobard. Gesez. muste der campio sich untersuch. lass. u. schwören, ob er keine Zauberkräut. geg. seinen Feind od. einen a. Zaub. habe. Camer. Cent. 3. c. 30.

     

    [IIb-15-1788-1789-0613]
    Rabbinen: Sem gieng 7 I. bei Methusalah in die Schule, legte selbst eine auf dem Berg Thabar an. Welthist.

     

    [IIb-15-1788-1789-0614]
    Viele macht. Ham zu Iupit., Iaphet zu Nept., Sem zu Pluto u. Calmet ihn zu Thyphon. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0615]
    Dunkan Forbe: Der Gedanke einer Aussöhnung durch Blut und Opfer, der bei all. Heid. herscht, ist so unvernünftig daß nur die Offenbarung den Glaub. dess. erzeugte.

     

    [IIb-15-1788-1789-0616]
    Herodian: das Bild der Venus zu Paphos war anfangs ein Stein wie ein Merkstein. So in Theben, des Bacchus seines, u. in Bäozien des Herkules. Die Tempel so klein (Ovid. Fast. librum 1) daß die Gött. nicht aufrecht stehen konten. Forkels Geschichte der Musik. 1. B. 1788. S. 70.

     

    [IIb-15-1788-1789-0617]
    Nach einigen: Aff. Erfinder der Vokalmusik. | 71.

     

    [IIb-15-1788-1789-0618]
    Die Ägypt. liess. keine neue Melodie u. Stükke zu, die alt. waren von der Isis selbst komponirt. Plato de legib. | 75.

     

    [IIb-15-1788-1789-0619]
    Roussier: b od. h Saturn u.h Sonabend, c Iupit. und E Sont.,d Mars A Montag, e Sonne d Dienstag,F. Venus u. g Mitwoch,jMerkur C Donnerst., a Mond f Freitagbei den Ägyptern. | p. 79.

     

    [Manuskriptseite 62]

    [IIb-15-1788-1789-0620]
    Bei den Ägypt. war die Musik nur auf gottesdienstliche Sachen Feste eingeschränkt; auch nicht bei Gastmal.; hatten keine Schauspiele u. öffentlichen Spiele |

     

    [IIb-15-1788-1789-0621]
    Apollodor l. 2: der zurükgehende Nil lässet auch Schildkröten da, deren vertrok. Sehnen und Knorp. üb. der Schale klingen. Merkur sties mit dem Fus an eine u. so Musik erfunden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0622]
    Bruce: in Abyssinien ist die Kesselpauke das Zeichen der höchst. Gewalt: der König lässet vor sich her 45 alzeit schlagen. Burney Geschichte d. Mus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0623]
    Ebenda: das Blasen einer Trompete die blos den Ton E hat, bringt in Wuth geg. die Feinde da, keiner konte im Fried. bei ihr. Klange sizen bleiben ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0624]
    Die Alt. fragt. iede Leiche dreimal ob sie was wid. ihre Beerdigung vorbring. könne. Sterne

     

    [IIb-15-1788-1789-0625]
    Sterne: eine Dame las Plutarchs Biograph. mit Vergnüg. als Romane - da man sie belehrte, si wären wahr, las sie sie nicht mehr.

     

    [IIb-15-1788-1789-0626]
    Solon nahm die väterliche Gewalt üb. Bastarte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0627]
    Ausgeschnitt. Blasensteine wachs. schnel wieder, in 3 Monat. wie eine Nus gros. Haller.

     

    [IIb-15-1788-1789-0628]
    Alle weiblichen Thiere mehr Blut als mänliche |

     

    [IIb-15-1788-1789-0629]
    Priapismus von spanisch. Fliegen - Ruhr - Wund. des penis - Stein - Strangurie - Ochs. vom Stich der Erdspinne - |

     

    [IIb-15-1788-1789-0630]
    Tolle haben grosse Liebesstärke, von zerschlag. Kopf Unvermögen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0631]
    Sines. haben 80000 Sprachzeichen. Forkel.

     

    [IIb-15-1788-1789-0632]
    Baily: im nördlichen Asien war ein kultivirt. Volk das nun verloren ist |

     

    [Manuskriptseite 63]

    [IIb-15-1788-1789-0633]
    Die Musik wurde bei den Israelit. wie überh. Orientalern von den Weib. meist getrieb., Chöre Iungfrauen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0634]

    Brown: die Richter derselben war. Bard. d. h. Musiker und Dichter. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0635]

    Nach einig. sind ihre Prophet. blosse Dicht. u. Musiker gewesen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0636]
    Die hebr. Prophet. sezt. sich durch Musik in die zum Weissag. nöth. Begeisterung. Die Improvisatori begleit. sich noch beim Dicht. mit einem Instrument - und die italien. Dicht. singen stets wenn sie Verse schreiben. Burney Geschichte der Musik. B. 1. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0637]
    Herder: ein Mädg. behielt vom hiz. Fieb. Verirrungen die nichts heilte als durch Vorsingen und Spiel. der Lieblingslieder ihrer Iugend |

     

    [IIb-15-1788-1789-0638]
    Karl IX konte in den durch die Gewissensbiss. der Par. Bluthochzeit unterbroch. Schlaf nur durch Symphonien gebracht werden. Thuan. hist. l. 57.

     

    [IIb-15-1788-1789-0639]
    In Salomonstempel 200000 Säng., 40000 Harf. 40000 Sistern 200000 Trompet., zusammen also ein Kor von 480000 Personen. Ioseph. Antiqu. iud. l. 8. c. 3. sect. 7.

     

    [IIb-15-1788-1789-0640]
    Kapellen anfangs dem Gotetsdienst geweiht, u. ein König hörte die Musik nur bei diesem: nachh. diese in ihre eig. Häus. ohne Gottesdienst verlegt, dah. noch Kapelmeister.

     

    [IIb-15-1788-1789-0641]
    Kirchenväter: das Hohelied wurde musik. an Salomos Hof aufgeführt |

     

    [IIb-15-1788-1789-0642]
    Bei den Babylon. hab. die Weib. im Anfang des Gastmals modeste Kleidung - immer mehrere ab - zulezt nakt. Curt. l. 5. c. 1 de reb. Alex.

     

    [IIb-15-1788-1789-0643]
    Kabbalisten: alles in der Natur steht mit den musikal. Tönen in Beziehung. Von den 15 Tönen der davidischen Tinnor od. Harfe ist der 1 gleich der Existenz, 2te Leben, 3te Gefühl |

     

    [Manuskriptseite 64]

    [IIb-15-1788-1789-0644]
    Tournefort Voyage du Levant P. III.: die Musikant. bei der Karavan. verstärk. ihre Musik immer mehr ie näher sie dem Ort ihr. Bestimmung kommen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0645]
    Ein verrükt. Kerl hielt zuhörend das 1 Ohr zu, gehend das 2.; u. merkte so den Auftrag. Fiel er, od. brachte sonst die Hände vom Ohr: so hatt' er alles vergessen. Sterne.

     

    [IIb-15-1788-1789-0646]
    Weg. zu häufiger Menschenopfer zerbrach Got durch ein Erdbeb. alle Gözenbild. u. Tempel nach der Sündfluth. Eutych. Alg. Welth.

     

    [IIb-15-1788-1789-0647]
    Taldmudisten: die Magrepha, Orgel der Hebräer, ein Kast. mit 10 Löchern, in ied. eine Pfeife mit 10 Löchern - ied. Loch eine besond. Melodie u. zusamm. klangen zugleich 100 Melodien. - so daß man es, wurd' es in Ierusal. Temp. gespielt, 10 Meil. weit, u. sich in Ierus. niemand reden hören konte. Forkel.

     

    [IIb-15-1788-1789-0648]
    Vogel u. a.: die Überschrift. der Psalmen kam. erst in spät. Zeit. hinzu. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0649]
    Wie man in dem Mittelalter geistliche und weltliche Gedichte nach wenigen bekant. Melodien sang; wie in all. Länd. wo Musik nur Volksgesang ist, bei den Morgenländ. Neuseeländ., Kurländ. u. Livländ. Leibeign., die meisten neuen Gesänge nach einig. Nazionalmelod. gesung. werden: so sind iene Übersch. der Psalm. wie die üb. uns. Lied., die Anzeige der Melodie. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0650]
    Die Perser und Arab. benennen ein Gedicht mit einzeln. Worten gemeiniglich aus der erst. Zeile. So werden die Kapit. des Korans überschrieben. So viell. manche Psalmen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0651]
    Selah ist nach Michaelis 3 Buchstab. von 3 unbekant. Wört. (wie in der röm. Kirche euouae aus den Worten sEcUlOrUm AmEn) - a. Notabene für Sänger - unbedeut. rythmisch. Fülwort - musik. Pause - Auf

     

    [Manuskriptseite 65]

    munterung zu einem höhern Grade von Andacht - Verstärkung Erhöhung der Stimme - Verwechslung der Melodien - Abwechslung zwischen Gesang und Musik - Bekräftigung des vorher Gesungnen - Dakapo - viele: unbedeutend - Herder: Veränderung der Tonart, auch: daß noch ein a. Psalm beizufügen sei - Forkel: Taktveränderung - Arnd: Abtheilungszeich. daß man den Psalm nicht ganz gesungen - neu. Franzos: das smorzando |

     

    [IIb-15-1788-1789-0652]
    Die meist. Instrumente der Hebräer sind noch im Orient und beim Landvolk in Deutsch., Frankr., Engl., Span., Ital., zum B. Pfeif. Triangeln, Dudelsäke, Schalmeien: im Mittelalt. unt. den gesitt. Europäern. Völk., die einerlei Instrumente hab., haben einerlei Kultur wenigstens musikalisch. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0653]
    Die hebräsich. Akzente war. Noten: nur daß einer nicht Einen Ton, sond. eine ganze musik. Phrase bedeutete - welches eine Hieroglyphschrift war und also schlecht |

     

    [IIb-15-1788-1789-0654]
    Die 5 Bücher Mos. wurd. im Tempel in einem finstern Tone gesungen, die prophet. Büch. in einem rauh. pathetischen Accent, Sprichwört.. einschmeichelnd, hohe Lied fröhlich: Säng. durfte bei Exkommunikazion nicht abweichen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0655]
    Im 50 Iahr Numer. IV. 3. VIII 25 muste ied. Levit. wied. aus den Dienst. des Tempels, weil die Singstimme dan schlecht wird |

     

    [IIb-15-1788-1789-0656]
    Forkel: Die Schauspiele (deren Verbot zur schlecht. hebr. Musik Anlas gab) war. Ursach. daß Griech. und Römer minder an alt. Gebräuch. hiengen, mehr Kultur hatten, besond. in den schön. Künst., zum B. Musik, deren Volkommenheit sogar bei uns eine Frucht des Theaters ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0657]
    Plantin: da Christus u. die Apost. an iüd. Gebräuche gewöhnt: so kam. durch sie unt. a. gottesdienstlichen Gebräuchen auch der iüd. Gesang, Antiphonen, Kollekten, Responsorien hinein in die christlichen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0658]
    Le Cong anno 1723: 1213 Autor. hätt. üb. die Psalmen geschrieben; Forkel: 1500 |

     

    [Manuskriptseite 66]

    [IIb-15-1788-1789-0659]
    Bei der Verheirathung des Kadmus und der Harononia war. zuerst alle Götter - Zeres schenkte Früchte, Minerva Schild und Flöte, Apollo spielte die Zither die Musen die Flöte p. Diodorus Sic. l. V. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0660]
    Die Phöniz. nant. bei ihr. Ankunft in Ägypt. ied. König Iaopater od. Iupiter, dah. Varro mehr als 300 Iup. zählten. Mem. de l'acad. desinscript. V. II. p. 449 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0661]
    Massieu: Iupit. ist der Vater der Grazien V. III. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0662]
    Die Minerva machte die Flöten ex ohse cervino; eine Strafe drohte sie dem der ihr eine nähme, da sie so verunstaltete. Hygin. Fab. 165 | Marsyas nahm sie |

     

    [IIb-15-1788-1789-0663]
    Merkur kehrte alle Morg. den Speisesaal der Gött. aus und sezte die Stühle im Rathszimm. zurecht, Got der Fechter |

     

    [IIb-15-1788-1789-0664]
    Gemein. Heiden: die gut. Seel. ins Elys., bös. Tartarus - mitlern irr. als Schatt. die bei einer Berührung verschwind., nähr. von den Opfern u. von üb. dem Grab ausgeschütt. Öle. Luzian von der Trauer.

     

    [IIb-15-1788-1789-0665]
    Wenn die Partheien od. Sachwalt. Gewogenheit des Richt. od. Unwille oder seine Barmherzigkeit erregen wollen: so gebeut der Herold Stilschweigen. | Anacharsis

     

    [IIb-15-1788-1789-0666]
    Die griech. Iugend. lernte üb. Gräb. p. springen, mit Blei in Händen ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0667]
    Ein athen. Gesez gebot den Iünglingen bei den Hahnen= und Wachtelkämpf. zu sein, um Muster der Tapferkeit zu sehen ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0668]
    Der Wahrsag. Alexand. schrieb auf die fragend. Zettel, da er auf ihn. geschlaf., dunkle Orakelantworten, für die theuer bezahlte Ausleger dawaren, deren ieder wieder dem A. ein attisch. Talent zinste. | Alexand. Gab auch fremd. Völ. Antwort, ab. erst langeweg. der Mühe die Zettel aufzumachen u.übersezen zu lassen. | Alexand.

     

    [Manuskriptseite 67]

    [IIb-15-1788-1789-0669]
    Die Orakel wurden oft auch gesungen, in den ält. Zeit. mit einer Flöte begleitet, vorher mit einem Kessel geklingelt. Plutarch waren die Orakel nimmer p | Forkel

     

    [IIb-15-1788-1789-0670]
    Plutarch: in den ältest. Zeit. durfte man keine neue Melodie mach., immer auf dem nämlichen Instrument mit dem nämlichen Takt. de musica |

     

    [IIb-15-1788-1789-0671]
    Nero sang bei entstehend. Erdbeb. u. erschüttert. Theater sein Lied hinaus. Sueton. Ner. c. 20.

     

    [IIb-15-1788-1789-0672]
    Hyporchema ist ein h. Tanz um einen Altar wie Davids um die Bundeslade; so et. ist, weg. der Einschleichung iüd. u. heid. Zeremon. in uns., das Gehen um den Altar beim Kommuniziren |

     

    [IIb-15-1788-1789-0673]
    Die Schwäne sezt. sich einmal ins Chor eines Tempels des Apollo bei den Hyperboräern unt. die Priest. u. Mus. u. sang. einen Lobgesang, den diese gerade beginnen wolt., gut im Ton und Takte und flog. fort. Älian. de animal. liber XI. c. 1

     

    [IIb-15-1788-1789-0674]
    Bacchus sprach alle die den schön. Künst. u. Wissenschaft. oblag. von Abgab. frei; that auch die Nachwelt. Diod. Sic. l. 4 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0675]
    Ein herkulan. Gemälde stelt die Thalia vor mit einer Maske in der link. Hand, Krumstab in der rechten - Melpomene Haupt mit Lorbeer u. Schleier bedekt: so wahrscheinlich alle Alte beide. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0676]
    Plato u. Pythagoras: iede Muse ist eine Seele der Planeten. - Pythagoras: nent die Töne die die Planet. u. a. Himmelskörp. drehen nach den 9 Mus. Plato: Urania Seele des Firmaments, Polyhymnia Saturns, Terpsichore Iup., Klio Mars, Melpom. Sonne, Thalia Mond, Kalliope Erde |

     

    [IIb-15-1788-1789-0677]
    Epiphan: Tharah überlebte den Haran zur Strafe daß er Bild. aus Thon gemacht: vorh. kein Vat. seine Kinder natürlich sterb. sah. de haeres. l. I | Welthistorie

     

    [Manuskriptseite 68]

    [IIb-15-1788-1789-0678]
    Taut erfand für den Kronus das Wahrzeich. königlicher Gewalt: 2 ofne Aug. u. 2 schlafende, theils vorn theils hint., 2 geschwung. u. 2 ruhende Flügel. Sanchoniath. apud Eusebium |

     

    [IIb-15-1788-1789-0679]
    Die türkisch. Weib. bestell. ihre Liebhab. in den Kaufläd. der Iuden; verkleidet gehen sie 1/2 Iahr mit einem Man um ohne daß er sie kent. Neueste Mannigfalt. 2 Iahrg. 2 Qu.

     

    [IIb-15-1788-1789-0680]
    Zu Guancabalica in Peru ist eine Quelle mit heiss. Wasser das dan zu Stein wird, die Steinmez. behau. keine Steine, füll. nur Modelle an; so die Bildhau., die die Statue nur poliren. Iournal d'Observations du P. Feuillée. T. I. p. 433 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0681]
    Bergedan.: die Erde ist als eine Wasserkugel anzusehen mit 2 gross. u. viel. kleinen Inseln. Phys. Erdbesch. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0682]
    Die Alt. stelt. unt. Apollo u. den 9 Mus. die 10 Theile der menschlichen Stimme od. Sprachwerkzeuge vor, 4tes die 4 vorstehend. Zähne, 5 6 Lipp., 7 Zunge, 8 Gaum., 9tes Kehle, 10 Lunge. Fulgent. Mythol. de 9 Musis. | Forkel.

     

    [IIb-15-1788-1789-0683]
    Thamyris sang mit den Mus. um die Wette; gewänn' er, mit ieder 1 Nacht - er verlor Sieg u. Augen u. Zithergeschiklichkeit. Apollod. l. 1 c. 3 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0684]
    Pan hielt stat der Syrinx das in sie verwandelte Schilfrohr, das vom Beweg. des Wind. angenehm klang: machte daraus eine Pfeife desselben Namens. Ovid. Metam. l. I. Fab. II. v. 689 p |

     

    [IIb-15-1788-1789-0685]
    Orpheus entwöhnte durch seine Musik und Verse die Menschen von Mord u. rohem Fleisch. Horat. d art. poet. v. 391 | Um die Thraz. von Menschenfresserei zu entwöhnen, verbot er ihn. alles Fleisch u. sich, nicht einmal ein Ei, weil das der Grundstof aller Dinge sei. |

     

    [Manuskriptseite 69]

    [IIb-15-1788-1789-0686]
    Durch den Klang seiner Leier brachte er das Schif Argo in Bewegung u. ins Wasser; u. die Symplegadischen Felsen zur Ruhe, die sonst stets zusammenstiess. u. die Schiffe zerbrachen. Weissagung: sie würd .unbeweglich werd.. ständ. sie einmal stil; u. damals auf immer |

     

    [IIb-15-1788-1789-0687]
    Die thraz. Weib. zerriss. den Orpheus weil ihm alle Männer nachströmten - zu Plutarchs Zeit. noch wurd. die Weib. von ihr. Männ. dafür gezüchtigt. Plut. de sera numin.vindict. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0688]
    Als eine Schlange in seinen todt. Kopf beiss. wolte: so verkehrte sie Apollo in einen Stein; die todt. Weib. in Bäume - sein Grabmal zu einem Tempel worein keine Frau durfte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0689]
    Das Orakel sagte den Libethriern, ihre Stadt gieng' unter sobald die Sonne die Gebeine des Orpheus bescheine - ein Hirt legte sich in sein Grabmal, fieng an die herlichen Gesänge, Grabmal von Zuschau. zerbroch. und Sonne p. Stadt p. Pausan. boeotic. c. 30 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0690]
    Linus wurde von Apollo getödt. weil er auf die von ihm erhaltne Leier mit 3 Zwirnsfäd. 3 Darmsait. zog. Eustath. in Iliad. l. 18.

     

    [IIb-15-1788-1789-0691]
    Vossius de arte poet. natur. c.13. §. 3: Linus, Musäus, Orpheus war. keine Person., sond. der 1 das personif. Trauerlied, 2te ars, 3te Wissenschaft |

     

    [IIb-15-1788-1789-0692]
    Homers geograph. Eintheilungen Griech. hielt man so genau daß nach seinen Gedicht. Gränzstreitigkeiten der Städte entschied. wurden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0693]
    Die Zynäthier, die weg. Mangel der Musik so wild war., so verhast daß die Einwohn. von Mantinea Opf. um die Stadt u. ihr Gebiet zur Reinigung und Versöhnung führt., weil iene Abgesandte dahingeschikt. Polyb. l. 4. c. 21 |

     

    [Manuskriptseite 70]

    [IIb-15-1788-1789-0694]
    Suidas: neunzehn Städt. stritt. um Homers Geburtsort |

     

    [IIb-15-1788-1789-0695]
    Alexand. der Grosse: Homers Pracht so gros, daß man seine Verse nicht wie a. mit der Zither sond. Trompete begleit. solte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0696]
    Plutarch de musica: Thaletas heilte geruf. die Pest zu Lazedämonmit Musik |

     

    [IIb-15-1788-1789-0697]
    Bei den olymp. Spiel. sass. die Richt. mit den für den Sieg bestimt. Konen nakt da |

     

    [IIb-15-1788-1789-0698]
    Die Gallier hab. ungeheure Statuen aus Reisholz (vimiribus) geflocht., in deren Glied. lebend. Menschen sind, entwed. Missethät. od. in Ermangl. Unschuldiger - die Menschen u. Statue verbrant. Caesar. de bello gall. l. VI. c 16.

     

    [IIb-15-1788-1789-0699]
    Die Gallier glaub. von Pluto entstand. zu sein c.18. Männ. hab. üb. Weib. u. Kind. Recht des Lebens u. Todes; stirbt ein vorneh., so werden im Falle des Verdachts die W. gefoltert. c 19.

     

    [IIb-15-1788-1789-0700]
    Lykurg in der Rede geg. den Leokrates: ein Gesez beschied den Spart. bei ied. krieg. Unternehmung vor das Zelt des Generals, um Tyrtäus Kriegslieder sing. zu hören. | Forkel

     

    [IIb-15-1788-1789-0701]
    Alkman war der stärkste Dichter und Esser seiner Zeit Athen. deipnos. l. 13. c. 8 | Alxinger

     

    [IIb-15-1788-1789-0702]
    Suidas: Drako wurde bei Absingung seiner Geseze auf dem Theater mit Beifals Müzen, Rökken p. erworfen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0703]
    Plinius: auf Stesichorus Mund als Kind sang eine Nachtigal od. Lerche zur Vorbedeutung seiner Dichtkunst |

     

    [IIb-15-1788-1789-0704]
    Athenäus, Boethius p: Timotheus wurde aus dem spartisch. Staat verweis. weil er neue Saiten und Töne erfund. u. die Musik weibisch mache |

     

    [Manuskriptseite 71]

    [IIb-15-1788-1789-0705]
    Wer bei den Griech. einer Gotheit opferte: hatte einen dazu spielend. Flötenspiel. mit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0706]
    Ein Ritt. schwor die 3 Tugenden, Tapferkeit, Freigiebigkeit und Bescheidenheit auszuüben. D. Merk. 77. 2 Viert.

     

    [IIb-15-1788-1789-0707]
    Den Tag vor dem gross. Ritterturnier machten Iünglinge vor dem 21 Iahr. (wo sie erst zum Ritt. aufgenomm. wurd.) mit leichteren u. kürzern Waff. öffentlich ähnliche Übungen, hies die kleine Probe - wer sehr gut, durfte am a. Tage zur Meisterprobe unt. die Ritt. selbst. | 35.

     

    [IIb-15-1788-1789-0708]
    Vor die Aufnahme unter die Ritt. Fast. Gebet Abendmal Bäder weisse Kleider - erschien vor dem Altar mit einem Priest. u. Taufzeug. und hörte die Predigt von Erklärung der erst. Glaubenslehr. an - gab sein Schwerdt zum Weihen dem Priest. - ein Ritt. od. Dame od. mehr. legt. ihm die Waff. an - ein Ritt. gab ihm den Ritterschlag mit 3 Schläg. mit dem Schwerdt. p. Beeidete, Kirche u. Priest. zu schirmen | Alles aus de la Sainte Palaye 18/16

     

    [IIb-15-1788-1789-0709]
    Dam. sezt. ihr Recht, vom Ritt. verteidigt zu werd., als ein zu verwirkend. Unterpfand ein, das ihm gethane Eheversprech. zu halten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0710]
    Die Ritt. wurd. iung von Damen gebildet; ein Ritter überlegte vor dem Bilde seiner Dame was er zu thun habe |

     

    [IIb-15-1788-1789-0711]
    Ritter Gottfried machte an ied. Schlos geg. dess. Frau er in der Keuschheit et. zu erinnern hatte, ein Zeich. mit Kreide das niemand auszulöschen wagte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0712]
    Der Abbé von Bois Robert warf seinen Neffen um ihn dem Kard. Richelieu zu präsent., in ein Bassin des Gart. des palais-royal; bekam eine Pfründe |

     

    [IIb-15-1788-1789-0713]
    Die königliche ökonom. Geselschaft in Madrit die Preisfrage: welch. sind die best. Mittel, dem Akkerbau aufzuhelfen, ohne der Viehzucht zu schaden | 144

     

    [Manuskriptseite 72]

    [IIb-15-1788-1789-0714]
    In Span. 1776 Gesez: iede Heirath unt. 25 Iahr. ohne Wille der Eltern habe Enterbung - u. iede der Personen aus dem königlichen Haus u. Grandes de Espanna ohne königliche Einwilligung in ied. Alter die Strafe daß sie u. ihre Kind. nicht den Titel des vornehmern Ehegatt. u. geringere Erbschaft bekommen. | 145

     

    [IIb-15-1788-1789-0715]
    Die Abtei zu Korvey unterhielt zum Andenk. ihr. Namens (Corbia) einige Raben immer |

     

    [IIb-15-1788-1789-0716]
    Die deutsch. Staatslehr. sucht. vor u. unt. Fried. I. die Quelle des deutsch. Staatsrechts im röm. u. wandten das von den ducib. und comitibus auf die deutsch. an in Bononien: er um die deutsch. Gross. zu schwäch., gab der Universität u. der erst. Würde in der Iurisprud. einen erhab. Rang, von ihm komm. die Vorzüge des rect. magnif., exemtio studiosorum a iudice loci u. immediatum forum rectoris sub principe. Wieland deutsch. Staatsrecht.

     

    [IIb-15-1788-1789-0717]
    Der Religionsfriede, der westfäl. Friedensschlus und der lezt. Reichsabschied von 1654 ist vom Pabst in den cat. libr. prohibitorum weg. der Duldung der Protestant. gesezt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0718]
    Zäsarianer die im deutsch. Staasrecht die Stände als blosse Unterthan. betracht., die Churfürstenerianer, die Kurfürst. als Häupt. verschiedener Völkerstämme, Fürstenerianer wo die Fürst. alle Rechte der Kurfürst. u. des Kais. haben |

     

    [IIb-15-1788-1789-0719]
    Dodart macht von einem Ton der durch unmerkliche Grade zum nächst. Ton steigt, 9632 Unterabtheilungen. Forkel

     

    [IIb-15-1788-1789-0720]
    Diokles kam auf das Verhältnis der Töne nicht wie Pythag. durch Ambos, sond. durch das Anschlag. der Töpfe von einem Töpfer. Suidas |

     

    [IIb-15-1788-1789-0721]
    Die Oktave entsteht vom Vereinigen der Stimme eines Kind. mit der eines Mannes, od. beim Verhallen eines Tons. Aristot. Problem. |

     

    [Manuskriptseite 73]

    [IIb-15-1788-1789-0722]
    Der heilige Vinzenz Ferrier bekehrte durch seine Predigt. 35,000 Iud., 8000 Muhammed. 10,000 böse Christ., Summa 143,000 Seelen. Merk. 77. 3 V. S. 92.

     

    [IIb-15-1788-1789-0723]
    Winkelman: unerweislich daß ie Gemälde von den Griech. öffentlich angebet. worden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0724]
    Lang vor einem Turnier wurd. die Wapp. der Preislust. an den Wänd. der Kirch. u. Klöst. aufgehängt u. weg. ihr. Wandels genaue Nachfrage - denn ein bös. wurde mit Prügeln, sogar von Damen, empfangen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0725]
    Oft führt. die Dam. Ritt. an Kett. als ihre Sklaven zum Turnier, die gröste Ehre - iede zierte die Waff. eines R. mit et., Schleier, Muf p. - im Gefecht verdorb., dah. muste die Dame ein neues Zeich. ihn von a. zu unterscheid. geben, wod. oft eine ganz entkleid. wurde |

     

    [IIb-15-1788-1789-0726]
    Turniergeseze: nicht zu stech. sond. zu hauen - das Pferd des Gegeners nicht zu verlezen - den Lanzenstos nur nach Gesicht u. Brust - keinen Stos mehr wenn der Geg. den Helm abgenommen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0727]
    Da das Erdbeb. in Lissabon die Gefängniss. der Verbrech. öfnete: Raub, Mord. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0728]
    Pombal sezte die 22000 Kopist. in den Finanzdepartements auf 32 herab |

     

    [IIb-15-1788-1789-0729]
    Bartolini: der Vesuv vermindert bei ied. Entzündung seine Spize, deren verzehrt. Theil nach P. Della Torre 209669750 Kubikschuh ausmacht. Ungefähr 63931632 Kub. Sch. wirft iede Entzündung Lava aus; 26 Entzündungen waren in 1697 Iahren, in 259 I. od. 4 Entzünd. ist er aufgezehrt. Allein sezt man die unterste Grundfläche des Zylind. bis auf die Ebene des Meers, so hat er weg. des körp. Inhaltsvacuum 4219394046 K. S. zu noch 43 Entzünd. Materie. D. Merk. 1778. 3. V.

     

    [Manuskriptseite 74]

    [IIb-15-1788-1789-0730]
    Ebenda: Daher begreiflich wie die Sonne mit so viel 1000 brennend. Vulkan. umrung.; nimt das Feuer so überhand daß ihr innerst. zerschmolz. ist, so hör. die Flekk. auf, die aufsteig. Rauchwolk. sind - dan mus sie erkalt. u. das Licht verlier. - spät da die Erde 5000 Iahre zur Erkaltung wenn sie glühte brauchte ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0731]
    Bembo, Quadrio p: die italien. Sprache sei so alt als die Latein.; iene war unt. dem Pöbel, ds. unt. den Gelehrt. üblich. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0732]
    Marquis Massei: sie entstand sei blos - ohne Einmischung fremd. Wört. -eine Iahrhunderte lang fortgesezte Abweichung der Italien.,von der grammat. Richtigk. der latein.Sprache |

     

    [IIb-15-1788-1789-0733]
    Lavater: Stirn eines Narr. ist deren Grundlinie 2/3 kürzer ist als ihre Höhe; ie läng. die Horizontallinie u. ie gleichförm. ihre Diagonallinie, desto klüger; ie plözlicher u. merklicher sich die Radii eines Quadranten dess. recht. Winkel man auf den recht. Winkel der Stirn applizirt, z. B. die zu 10 Grad von einand. absteh., in ungleich. Verhältniss. verkürz., desto dümmer u. umgekehrt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0734]
    Von Gleichen: wenn mehrere Samenthierg. in 1 Ei kommen: so Mis= u. Doppelgeburt; in mehrere Eier: so Zwilling Dreilinge |

     

    [IIb-15-1788-1789-0735]
    Ius annatarum, daß die Päbste die Einkünfte des erst. Iahrs des neubesezt. Stifts von neu. Prälat., Pfründner als ein honorarium pro ordinatione et investitura fodern. Die Kais. nahmen sonst einen Theil der Annaten. Wiel. Deut. Staatsr.

     

    [IIb-15-1788-1789-0736]
    Im Mittelalter gieng. ganze Lied. in Quart. u. Quinten mit einand. fort u. ergözten. Forkel.

     

    [Manuskriptseite 75]

    [IIb-15-1788-1789-0737]
    Die Griech. schrieb. alle ihre Tonzeich. horizontal als wärs 1 Ton. | Nach einig. ihre Accente; ab. blos die Buchstab., 990 Notenzeich. für die Singstimme, 495 für die Instrumente, | indem blos die Buchstab. bald in der Lage, Grösse p. ändert. Die Dauer der Not. bestimten die lang. od. kurz. Sylben des Textes, mithin war aller Gesang syllabisch u. unt. Instrumentalmelodien auch Text. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0738]
    Bei der Belehnung des Reichsstands mus der Kur= od. Fürstliche Gesandte keinen Deg. tragen, kniend das Lehn empfang. u. den Degenknopf des Kaisers küssen. Wiel. Deu.Staatsrecht.

     

    [IIb-15-1788-1789-0739]
    Ein Engel zieht den Muhamm. aus dem Grabe mit einem Haken heraus; ist die erste Antwort auf die erste Frage gut: so eine 2te; nicht: so schlägt ihn ein a. Engel mit einer Keule von Stahl wied. hinunt. ins Grab: ien. zieht ihn wied. herauf. Siegfried.

     

    [IIb-15-1788-1789-0740]
    Das Seethier die Meernessel brent berührt wie eine Brennessel. Neuest. Mannigf. 2 I. 2 Q.

     

    [IIb-15-1788-1789-0741]
    Die Seekazen die auch zu ihn. gehören seh. gleich einem Stük Wäsche od. Lapp.; schlagen sich umwikkelnd um Fische, oft Menschen, und verzehren sie.

     

    [IIb-15-1788-1789-0742]
    Linné: ein Paar grobe Gienmuscheln od. der Pferdehuf wog. 502 Pfund.

     

    [IIb-15-1788-1789-0743]
    Das Felsenstük das zum Postement der von Falkonet gegoss. Bildsäule Pet. des G. war 3 Millionen Pfund schwer, rolte auf 32 messing. Kugeln, oben auf ihm 2 Trommelschläg., 40 Steinmez. arbeit. an u. auf ihm. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0744]
    Die 300 Ell. lange Meerschlange liegt in 25 Krümmungen auf dem Wass., sieht aus wie wenn eine Menge Oxhöfte auf der See schwämmen, fährt berührt hinunter, stöst einen Strom wie Mühlenbach vor ich her, fält oft aufgericht. üb. ein Schif u. drükt es hinunter,

     

    [Manuskriptseite 76]

    od. legt. sich in einem Kreis darum, Bibergeil vertreibt sie auch, man dreht das Fahrzeug so daß sie geg. die Sonne sehen mus was sie nicht kan; ihr Unflath Entzündung. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0745]
    Das ganze griech. Theat. schrie wenn 1 Sylbe zu lang od. kurz gesung. wurde. Cic. in Bruto. c. 51 | Forkel.

     

    [IIb-15-1788-1789-0746]
    In Engl. werd. für arme Kind. die an Werkeltag. arbeit. müss. Sontagsschul. gehalten. Iul. 88. Berl. Monatsh.

     

    [IIb-15-1788-1789-0747]
    Wenn bei den Röm. eine Frau nur 1 mal heirathet: bekam sie den Kranz der Keuschheit. Valer. Max. l. 2. c. 1.

     

    [IIb-15-1788-1789-0748]
    Ied. Grieche der Tischgeselschaft sang einen Myrthenzweig in der Hand, gab ihn (wie nachh. mit dem Pokal) weiter mit dem Gesang. Forkel

     

    [IIb-15-1788-1789-0749]
    Die Mask. der Schausp. war. von Metal zur Verstärkung der Stimme; die Form der Mask. wurd. den ält. Schauspiel. gewöhnlich vorangesezt. - Die Echeien od. Vasen (Vitr. B. 5. K. 5) sind Vertiefungen zwisch. den Bänken der Zuschau. aus Erz od. Thon u. in harm. Verhältnisse, Quinte, Quarte p. gestimt.

     

    [IIb-15-1788-1789-0750]
    Die Chöre der Alt. drükt., da die Akteurs es nicht kont., die durch die vorhergeh. Handlung erregte Empfind. aus u. bestand. aus alt. Männ. und Weib. Soldat. Schäfern, Satyren, Gotheit., die Chöre gieng. singend von einer Seite des Theat. zur a., spielt. die Rolle einer Pers., alles bezog sich aufs Stük |

     

    [IIb-15-1788-1789-0751]
    Pythagoras erregte od. unterdrükte durch Musik Nachdenk., Zorn, Eifersucht, Mitleid, Furcht, Begierde Weichlichkeit. Iamblichus de vit. Pythag. c. 15. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0752]
    Der Pythagorä. Clinias nahm gegen den Zorn eine Leier: "ich besänftige mich" Ael. var. hist. XIV. 23. Athenäi c. XIV. |

     

    [Manuskriptseite 77]

    [IIb-15-1788-1789-0753]
    Die Neugriech. theil. ihre Töne in Körp. u. Geister, iene werden mit voll. Kehle gesung., diese sanft u. nur gehaucht |

     

    [IIb-15-1788-1789-0754]
    Als die Tibigmist. nimmer im Tempel Iupit. nach dem alt. Recht ess. solten: gieng. sie alle nach Tibur u. bei den Opfern war keine Musik. Berauscht, auf den Markt getrag., auch das alte Recht. Liv. l. 9. c. 30. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0755]
    Zäsar lies 22000 Tische auf der Gasse dekken, 12000 Musikant. dabei. Nach seiner Ermordung warf. alle ihre Instrumente ins Feuer. Sueton |

     

    [IIb-15-1788-1789-0756]
    Tiber verwies weg. eines Mords im Schauspielhaus alle Musikant. und Schauspieler aus Rom.

     

    [IIb-15-1788-1789-0757]
    Kaligula lies sich, um weg. seiner Stimme für den Apollo angesehen zu werd., den Bart an einem Fest vergolden zur Ähnlichkeit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0758]
    Nero nahm als gedung. Sänger an den Einkünft. der Sänger Theil - stelte den wüthenden Herkules vor und mit Kett. belegt -; ein Soldat wolt' ihn mit dem Degen vertheid., bekam 250000 Reichstaler - lies auf seiner musik. Reise mit 5000 Menschen durch Griechenl. alle Siegszeich. and. Künstler, Statuen p. vernichten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0759]
    Zog wie ein olymp. Sieg. durch eine Maueröfnung zu Neapel ein zu Rom ein, wo er auf Kopf eineolymp. in der Hand eine pythische Siegeskrone hatte,1800 Personen mit soviel Kron., unt.deren ieder eine Inschrift üb. wen mitwelch. Lied er sie ersiegt. - schikte an den Senatordentliche Berichte von seinenSiegen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0760]
    Machte das neue Amt eines Stimpflegers (Phonascus) der auf seine Stimme wach. muste; Nero redete nur in dess. Gegenwart u. er muste ihn, redete er zu laut, erinnern od. gar mit dem Schnupftuch den Mund stopfen. |

     

    [Manuskriptseite 78]

    [IIb-15-1788-1789-0761]
    Eh Rom erobert wurde: trieb man daraus, in Furcht einer alg. Hungersnoth, alle Fremde u. Lehrer der Wissenschaft. aus Rom, behielt ab. alle, sogar anscheinende Komödiant., 3000 Tänz. u. Tänzerinnen. Amm. Marcell. l. 14. c. 5.

     

    [IIb-15-1788-1789-0762]
    Musik trieb. bei den Römern blos Sklaven, denen sie bei den Griech. verbot. war; ie geschikter ein röm. Sk. desto strenger gehalten |

     

    [IIb-15-1788-1789-0763]
    Hieronymus: der babylon. Thurm war 4 Meil. hoch - Ado: 5000 Meil., Morgenländ. Autoren: 12 Meilen. Alg. Welth.

     

    [IIb-15-1788-1789-0764]
    Die Tempel all. alt. Völk. sind rund u. mit einer Öfnung oben; blos die Gothen bauet. ihre nach der Arche Noah |

     

    [IIb-15-1788-1789-0765]
    Aristoteles: beim Niess. grüsse man darum weil man den Kopf als den vornehmst. Theil religiös verehrt habe u. mithin seine Hauptwirkung. Allerneuste Mannigfaltigkeiten 3 I. 3 Qu.

     

    [IIb-15-1788-1789-0766]
    Wenn der König von Monomotapa nieset: so durch die ganze Stadt bekant gemacht. Durch abgeles. Gebetsformeln, u. schallend. Zurufen der Einwohner. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0767]
    In Roveredo machte ein Bliz 1783, daß ein Priest. der nur mit der Brille sah, ohne sie sehen u. besser gehen konte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0768]
    Die Arab. nenn. ihre Musik die Wissenschaft der Zirkel u. schreib. ihre Melodien in Zirkeln, worin soviele Linien deren iede eine a. Farbe hat od.7 F., übereinand. gezog. sind als die Melodie Intervall. hat: Forkel a ist grün, brosenfarben, c blau, d violet, e braun,f schwarz, g helblau | Forkel.

     

    [IIb-15-1788-1789-0769]
    Ied. Kaiser der in den Kirchenstaat kam muste schwör. vorh., nichts geg. den h. Stuhl vorzunehmen; ia einige must. da sie sich dort krön. liess. schwören z. B. Karl IV, nur 1 od. 2 Tage dazubleiben. Wiel. Deut. Staatsrecht.

     

    [IIb-15-1788-1789-0770]
    Die Kais. u. das Reich hab. das Recht, Kriegssteuern

     

    [Manuskriptseite 79]

    üb. die italien. Fürst. auszuschreiben. Ioseph II muste in der Wahlkapitulaz. versprech., sie zu Beihülfen im Kriege anzuhalten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0771]
    Die italien. Fürst. dürft. eigentlich nicht adeln, da das ius nobilitandi nur Pfalz, Österreich, Schwarzburg und der Kais. hat |

     

    [IIb-15-1788-1789-0772]
    Im Pallast von Eis war. von Eis Statuen u. angezündete Naphta speiende Delphinen - Rahmen u. Fensterscheiben - das Licht zu Nachts drang herlich durch das ganze Gebäude - Toilette, Spiegel, Bet - Pantoff., Schlafmüz. - Kamin worin mit Naphta befeucht. Holz brante - Tischuhr - Trinkgeschir, Speis. - blos Kartenblätt. u. Spielmark. nicht von Eis - Elephant. u. Persian. darauf - Wandpfeil. p. auf grüne Marmorart angestrichen. | A. Mannigf.

     

    [IIb-15-1788-1789-0773]
    Der Wein des Parad. berauscht nicht. Alkor. Sure 37 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0774]
    Röder: Nürnberg hat den Namen u. Erbauung von Tiberius Nero. | Hentze Versuch üb. die ält. Geschichte des fränk. Kreises. 1788. 1 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-0775]
    In Böhm., Sachs. Frank. wurde der Tod in Gestalt eines Strohmans zum Ort hinausgeschaft von singend. Kind. an Lätare. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0776]
    Wenn in Anspach am lezt. Februar das Sommereinläuten (wie am lezt. Okt. das Wintereinläuten) ist: so lärm. die Knab. singend: Somm. rein, Winter 'naus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0777]
    Tromler: die alt. Heidenbekehr. bauten gern an Pläz. wo heidnische Gotheiten verehrt wurd. Tempel, um leichter davon abzubringen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0778]
    Die Amerikaner zu den Spaniern: seid ihr böse Gotheiten, hier 5 Sklav. zum Essen - gute, Opf. von Weihrauch u. bunten Fed. - Menschen, Fleisch u. Früchte. Campe.

     

    [IIb-15-1788-1789-0779]
    Die Mexik. opf. alzeit vor einem Kriege 6 iunge Kinder. |

     

    [Manuskriptseite 80]

    [IIb-15-1788-1789-0780]
    Die Inkas liess. Iünglinge unt. den krieg. Prüfungen in Schmerz. auch alle Kriegsgeräthe, Lanze, Schuhe p. verfertigen. Die Prüfungen des Kronprinz. noch strenger, er muste barfus und in Lump. geh., um die Gerings. als seine Brüd. anzusehen.

     

    [IIb-15-1788-1789-0781]
    Da die Peruan. den Pferd. Gold zum Fress. brachten: liess. sie die Span. dabei u. nahmens für sich. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0782]
    Gerken, Mahler: im Brandenburg. u. Meklenb. hab. die Dörf. die gut. Brod hab., slawische Namen, weil die Slaw. den Akkerbau trieb. und hinzog. - wo nasser schwerer, deutsche, weil die Deutschen mehr Viehzucht. Hentze.

     

    [IIb-15-1788-1789-0783]
    Karl der Grosse nante ein Schwerdt von sich spatha gaudiosa, jocosa. Murr Iourn. zur Kunstgesch. 15 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-0784]
    Tromler: noch im 14 Iahrh. wurde die slawische Sprache von den Marggraf. v. Meissen u. Fürst. von Anhalt verboten, und ihr Gebrauch vor den Gericht. in Leipzig und Zwikkau eingestelt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0785]
    In der gold. Bulle Kais. Karl IV: ied. Kurfürst solt. nothwendig die slawische Sprache verstehen, weil er bei den gross. Reichshöf. als Schöffe mit dem Kaiser zu Gericht sas. Olenschlag. Erläuterung der goldenen Bulle |

     

    [IIb-15-1788-1789-0786]
    Die Slawenbekehrer nahm. dem slaw. Gözen den Namen u. gab. ihm einen christlichen z. B. Swantewik ist S. Vith, Bielbog S. Martin - behielt. die sl. Festtage, nur daß sie dan von Heiligen gefeiert wurden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0787]
    Hatt. 4 Gött. für die entsteh. Menschen 1) Porenut der Schuzgot des Fötus 2. Zlota Baba, Göttin der Hebammen 3. Ziza die der Amme 4. Siwa die der Ernährung |

     

    [IIb-15-1788-1789-0788]
    In England wettet. 2 Grosse, der eine wolte eher eine Meile auf Händ. und Füss. zurükleg. als ein Pferd zu rükwärts. Iournal de lecture. B. I. 1783.

     

    [Manuskriptseite 81]

    [IIb-15-1788-1789-0789]
    Wenn beim span. Stiergefecht der Ochs den Kämpf. umbring. wil: zieht ihn ein Stük Leinwand, ein Schnupftuch ein Geschrei zur Seite eines neu. Feindes |

     

    [IIb-15-1788-1789-0790]
    Es ist eine Ehre den wildest. Ochs. auf seinen Wies. genährt zu haben; man hat die Liste in Händ., wornach man nach einem Zeich. das der Ochs trägt weis woher er ist |

     

    [IIb-15-1788-1789-0791]
    Ied. auf dem Plaze sterbende Taureador ist exkommunizirt; ein Priest. mit der lezt. Ölung u. dem Abendmal ist in einer nahen chapelle. | In Madrid reit. ein Henk. auf einem Esel den Plaz herum, ein Edikt: wer auf den Kampfplaz herabstiege, 200 Hiebe u. 3 mal mit dem Esel Gesicht gegen den Schwanz herumreitend. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0792]
    Man kan ohne eine unauslöschliche Schande den Ochs. nur an seinem Kopfe verwund. u. berühren |

     

    [IIb-15-1788-1789-0793]
    Menschenfigur. vol Wind an den Füss. ein Gewicht, fall. immer auf die Füsse zurük, zur Erbitterung der Ochsen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0794]
    Metastasio hatte bestimte Stund. zum Brief= u. a. zum Verseschreiben. Retzer |

     

    [IIb-15-1788-1789-0795]
    Der Engel Gabriel hatte Soixante u. Dix bourses vol Musik u. Safran, 500000 Paar Flügel, von einem zum a. war ein Weg von 500 Iahren. Histoire de la vie de Mahomet par M. Turpin. T. II.

     

    [IIb-15-1788-1789-0796]
    Die Engel hatt. im 1 Himmel die Gestalt der Wesen deren Vorbitter (intercesseurs) sie waren, z. B. der Mensch, der Tyger, Löwen ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0797]
    Im Mund des Racheengels im 5 Himmel könn. sich 7 Erd. und 7 Himmel drehen. || Der Engel Asraphel hat soixante u. eine Million Köpfe an ied.eine M. Mäul., an ied. M. Zung., iede eine M.Sprachen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0798]
    Als Got die Hände auf Muhammed legte: wurd' ihm eiskalt ||

     

    [Manuskriptseite 82]

    [IIb-15-1788-1789-0799]
    Goeze: der Fisch Gadus hat 3 1/2 tausend Bandwürm. ohne Krankheit. Neueste Mannigf. 3 Q. des 2 I.

     

    [IIb-15-1788-1789-0800]
    Die Schrift des Salomo der ein vortreflicher Arzt war, entzog der König Ezechias der Welt damit man sich nicht mehr auf Kräut. als auf Got verliesse. Suidas Ezech. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0801]
    Talmud: ein gelind. Fieb. istdem Körp. so nüzlich wie der Dorn dem Palmbaum,ein 30tägig. ist ihm ein Theriak |

     

    [IIb-15-1788-1789-0802]
    Pädagog. Unterhand: ein Kind verstand unt. Heid. deren Abgött. man ihm beschrieb, Wälder |

     

    [IIb-15-1788-1789-0803]
    Bäume mit schweren Frücht., der Kakaobaum, der Papay, hab. sie am Stam od. doch dikk. Theil der Äste |

     

    [IIb-15-1788-1789-0804]
    Goeze: in den Gedärm. der Schnepfe, welche auf geröst. Semmelscheib. gegess. werden, war. 400 Bandwürmer ied. 7 Zol lang 1/2 Linie breit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0805]
    Talmud: die Milch geg.Engbrüstigkeit mus von derZiege selbst weggesog. werden. v. Swinten heilte schwere Krankh. durch eig. Saug.der Milch, weil nach Kapivacci dieder Luft ausgesezte Milch all. Geist u. Heilkräfte u. durch Koch.die Verdaulichkeit verliert |

     

    [IIb-15-1788-1789-0806]
    Talmud: beiAuszehrungen von Hungersnothmus man erst Wass. mit Kleien, danmit Mehl u. almählich ordentliche Speis.nehmen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0807]
    Die Fenster des Schloss. des Prinz. von Patagonia sind aus Gläs. von all. Farb. zusammenges. wod. man die Erde in ied. Farbe seh. kan - Dekk. u. Thüren von kl. Spiegelstükk. daß wenn 3 Pers., 300 darin zu geh. scheinen. - Die Familienbildsäul. sind mit Marmor bekleid., Schuh von schwarz. Marmor, Strümpfe

     

    [Manuskriptseite 83]

    von roth., Manschett. von Alabaster, Hemd. von weiss. Marm. Brydone. Neueste Mann. 2 Q. 2 I.

     

    [IIb-15-1788-1789-0808]
    Alzeit hat der Aufseh. ein Beil bei sich, dem Negersklav. der nur mit einer Fingerspize in die Walzen der Zukkermühle kömt od. mit den Kleid., sogleich den Arm wegzuhauen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0809]
    Einer gab Pillen mit in acido vitrioli aufgelöst. Silber; die Pazient. nachher wie Mohr. schwarz. | p. 414.

     

    [IIb-15-1788-1789-0810]
    Radzivil: am Orte (in Syr.) des Todes Abels werd. Kranke, nakt hingelegt, heil wo auch unt. der Erde Seufzer zu hör. sind. Alg. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0811]
    Im Tempel zu Hierapolis that. die Syrer keinem Gözenbild Kleid. an als blos dem Apollo. Darin die Bilder all. unsichtb. Gotheit., ab. nicht der Sonne und des Mond. (sond. nur ein Thron) weil sie selbst zu sehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0812]
    Am Tempel ein Teich mit Fisch. die man beim Nam. rief u. deren einer gold. Flosfed. hatte. Apollo gab da nicht durch Priest. sond. durch seine Statue Orakel, dah. nach der Algemeinen Welth. vielleichtdie Kleidung zum Betrug |

     

    [IIb-15-1788-1789-0813]
    Opfert. täglich 2 mal da, dem Iup. leise, der Iuno mit Musik und Lärm. Auf einen Priap. 200 Klafter hoch stieg einer, zog mit einem Seil die Opf. für sich hinauf, deren Geber ihr. Nam. ihm hinaufsag. liess.; er betete dan u. schlug an eine Glokke |

     

    [IIb-15-1788-1789-0814]
    Trieb. bekränzte Opferthiere aus dem Hofe des Tempels, von dess. einer gähen Seite sie herab stürzt.; so auch Kind. in Säkken |

     

    [IIb-15-1788-1789-0815]
    Schlief er ob. auf dem Priap: so wekt' ihn ein Skorpion sogleich. - Täglich schwamm. viele in dem Teich nach dem Altar, die Andacht zu verrichten |

     

    [IIb-15-1788-1789-0816]
    Hielt. Taub. u. Fische für heilig, von ienen hatt. sie viele in u. um den Häusern, wer einen anrührte, war unrein |

     

    [Manuskriptseite 84]

    [IIb-15-1788-1789-0817]
    Wer nach dies. Stadt walfarthete: durfte auf dem Wege nur auf kalt. Bod. schlaf. u. kalt. Wasser trinken, Haupt und Augenbraun. bescheeren, und wurde dort an Handgelenk. und Hals gebrandmarkt |

     

    [IIb-15-1788-1789-0818]
    Wer einen Todten gesehen, durfte 1 Tag, u. das Geschlecht eines Verstorb. 30 Tage nicht in den Tempel gehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0819]
    Die Sterndeut. wurd. aus Rom vertrieb. nicht als ob man ihre Kunst für eitel hielt od. den Aberglaub. einschränk. wolt., sond. aus Furcht vor ihnen u. weil ihre Aussprüche kühne Hofnungen u. Verschwörung machten. Meiners Beitrag zur Geschichte der Denkart der erst. Iahrhund. nach Christi Geburt. 1782 S. 38.

     

    [IIb-15-1788-1789-0820]
    Im 2ten Iahrh. wurd. von Griech. u. Römern fremde Götter den eignen vorgezogen. Beim Ausbruch des Markomannisch. Kriegs rief Antonin die Priest. aller Völk. nach Rom zur Besänftigung der erzürnt. Gött. durch ihre versöhnend. Gebräuche. Capitolin. in Ant. vita. c. 13.

     

    [IIb-15-1788-1789-0821]
    Bei den Sueven bauet. ein Theil wechselsweise die Nahrung Feld. iährlichu. einer kriegte - niemand durfte üb. 1 Iahr an 1 Ortbleiben. Caes. de B. G. C. 4. c. 1. )

     

    [IIb-15-1788-1789-0822]
    Ein Kurfürst kan bei der Kaiserwahl auch sich selbst die Stimme geben; schwören vor dem Altar zu Frankf. am Main, den tüchtigst. zu wähl., verschliess. dan in der Wahlkapelle. Büsching.

     

    [IIb-15-1788-1789-0823]
    Ius primariarum precum vermöge dess. der Kais. in all. Stiftern u. Klöstern des Reichs in der Zeit seiner Regierung 1 mal eine Pfründe (beneficium) an eine Person vergeben kan, die wenn sie mit Vorzeigung der kaiserlichen Bitte innerhalb Monatszeit sucht die Stelle, sie vom Vergeber bekomm. mus. |

     

    [Manuskriptseite 85]

    [IIb-15-1788-1789-0824]
    Ein Panis-brief vom Kais. vermöge dess. ein Stift. od. Klost. im Reiche der Person die ihn bekommen, lebenslang Nahrung Kleidung Wohnung p geb. mus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0825]
    Der Kais. giebt seit 1711 den geistlichen Kurfürst. den Titel: Hochwürdigste u. Neveu; den weltlichen: durchlauchtigste u. Oheime |

     

    [IIb-15-1788-1789-0826]
    Die Räthe des Kurfürst. von Mainz bezahl. kein Postgeld auf den Reichsposten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0827]
    Der Churfürst zu Pfalz hat die Schuzgerechtigkeit üb. alle Kesler eines gross. Distrikts - zu Sachs. die üb. alle Trompet. im H. R. Reich |

     

    [IIb-15-1788-1789-0828]
    Leonhard da Vinci: hohe ferne Gegenstände müss. in der Höhe heller u. minder duftig gehalt. werd. als weg. der Dünste des Horizonts, geg. die Erde: Sulzer

     

    [IIb-15-1788-1789-0829]
    Chamber: die Sines. bring. in ihre Gärt. 3erlei Szenen, lachende, fürchterliche u. romantische - bring. verschied. Echo an, selt. Thiere, elende Hütt. auf Berg. zerstreuet. Sulzer. Ströme unter dem Wasser - heulenden Wind

     

    [IIb-15-1788-1789-0830]
    Der Kurfürst zu Pfalz hat das Wildfangsrecht d. i. kan alle unehlich geborne u. a. fremde Person. die keinen sie verfolg. Herren hab. inner Iahr und Tag, zu Leibeigenen mach. so daß sie zu den Kurpflicht., zum Bahrzinse und Sterbegefällen verpflichtet sind. Büsching.

     

    [IIb-15-1788-1789-0831]
    Bei Athenäus foderte einer zu einem Koche einen Baumeist. Arzt Astrolog u. Feldher. Relationes curiosae 1 B. Hamburg im Reumannisch. Verlag 1707. p. 2 od. C.

     

    [IIb-15-1788-1789-0832]
    Zu * Bibliothekaren des Vatikans wählt manBesizer gross. Bibliothek., weil sieihre ihm gewöhnlich vermachen | 19.

     

    [IIb-15-1788-1789-0833]

    Im Eide worin Franz I. dem Sultan Freundschaft schwor, ist: ich wil (im Falle des Meineids) läugnen, daß Christ lebet u. seine Mutt. eine Iungf. gewesen. Ich wil üb. der Taufe ein Spanferkel tödt. u. mich auf dem Altar mit

     

    Unzucht beflekken. | 21

     

    [Manuskriptseite 86]

    [IIb-15-1788-1789-0834]
    Die hetrusk. Esel fall. vom Genus der Zikuta in einen Schlaf daß der Herr sie schindet, worüb. sie schreien. Garmanni de miraculis mortuorum libri 3. 1719. p. 16. G.

     

    [IIb-15-1788-1789-0835]
    Ziegler: ein gewiss. Ludovicus de Civille wurde 3 mal begrab. u. stand 3 mal von den Todt. auf. | 18.

     

    [IIb-15-1788-1789-0836]
    Schäffer in seiner Beschreibung Lapplands: die Lapp. fall. wenn sie der Teufel nzur Prophezeiung angeruf. auf 24 Stund. tod hin; u. sterb., berührt sogar von Flieg., od. gerufen. | p. 20.

     

    [IIb-15-1788-1789-0837]
    Dem Kais. Leopold Ignazius wurd. die Canon. und leg. so vorgetrag. daß von ied. Buchstab. seines Namens 15 Leg. et Can. anfangen. Wagenseil.

     

    [IIb-15-1788-1789-0838]
    Die Schlüssel zum Eskurial wäg. 7000 Pfund. | C. 41

     

    [IIb-15-1788-1789-0839]
    Die 24 Buchstab. soll. versezt können werden 620448,40173239439,360000 mal |

     

    [IIb-15-1788-1789-0840]
    Kalov: wenn die Bibel untergeganen.: so könt' er sie aus dem Kopf wied. herstellen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0841]
    Anleg. od. Kassiren wenn die erst. Farb. eines Gemäldes aufgetrag. werden, üb. die die Ausarbeitung wied. a. dekt, man macht Lichter u. Schatt. stark neben einander. Lairesse : man sol die angelegt. Stellen durch eine dünne Hornscheibe ansehen, um die gute Vereinigung des Lichts u. Schattens sicherer verauszuwissen. Sulzer.

     

    [IIb-15-1788-1789-0842]
    Den Gruppen im stärkst. Schatt. kan man durch helle Farben des Anzugs aufhelfen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0843]
    Manche bild. alle Figur. in Wachs od. aufeiner Tafel in Zusammenordnung u. malensie erst darnach |

     

    [Manuskriptseite 87]

    [IIb-15-1788-1789-0844]
    Parazelsus: in der Schweiz hab' er Schlang. durch die Wört. (sogar blos geschrieb.) Osy, Osya, Osy verkriech. gemacht weil der Ton ihnen unleidlich. C. 83

     

    [IIb-15-1788-1789-0845]
    Streit welche Überschrift am Kreuz die erste war, die lateinische (wie Baronius) die griech. od. hebräische. Vossius harm. evang. l. 2. c. 7 §20: das ist doch wichtiger als was man mit der Maus die von einer Hostie fras mache, einer: verbrennen, a. sie bis ans Ende füttern, a. essen. C. 93.

     

    [IIb-15-1788-1789-0846]
    Bei einem Triumph kam der Feldher zulezt. Plutarch. Sympos. C. 2. qu. 3. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0847]
    Die Hebräer nanten die syrische Göttin Astarte Got, weil sie in ihr. Sprache keinen Nam. für Göttin. Bochart Geogr. sacra. | A. W. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0848]
    Gregorius Tholosanus, Dickinson, Cambden: Raymundus Lullus gab dem Eduard VI. von Engl. 6 Million. Gold zum Kriege geg. den Unglaub., die er durch Alchym. hatte u. woraus die Rosenobles wurden. C. 101.

     

    [IIb-15-1788-1789-0849]
    Im gefrornen lixivio der Nessel sieht man nach de Lagnes tausend Nesseln. So mit Violen p. Hagendorn: im gefrornen Wein Figur des Weinstoks. So auch im gefror. Wass. der Reben sieht man Trauben p. G. L. 3. tit. 4. §. 17. 18.

     

    [IIb-15-1788-1789-0850]
    Kircher, Elsholz, Digby u. andere: die Pflanzenasche in Iungfererde gesäet keimt in die nämliche Pflanze auf. | §. 19.

     

    [IIb-15-1788-1789-0851]
    Kircher: aus der abgeworf. Schlangenhaut Verfaulung werd. neue; er: (Iourn. deSavans T. 2. p. 1) aus der Fliegenasche werd. mit Regenwass. besprengt wieder Fliegen. § 21.

     

    [IIb-15-1788-1789-0852]
    Der Vogel Phönix lebt 50 Iahr nach Herodot, 540 nach Mela, Solinus - 600 Philostrat - 600 Plinius - 1000 Marzial -

     

    [Manuskriptseite 88]

    1460 Tazitus, Cheremon 7006. | §. 24.

     

    [IIb-15-1788-1789-0853]
    Wer betend zum Monument des begrab. Peters betend in der Peterskirche hinabsteigt: bekömt für iede Stufe 7 IahreAblas; wer des Pilatus Treppe auf den Knien hinauf, 3 I. | C. 125

     

    [IIb-15-1788-1789-0854]
    Wer knieend die lange Gasse von der Kirche des h. Antonius in Rom rutscht bis zur Kirche der h. Pudentiana: bekömt eine gute sanfte Braut, od. wenn er eine böse Frau hat eine gute ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0855]
    Kardanus hatte Herzensangst da sein Sohn gefoltert, noch mehr da er geköpft wurde, ob er gleich nichts wuste | p. 174

     

    [IIb-15-1788-1789-0856]
    Die Rabbinen theilen eine Stunde in 1080 Helakim ein. | p. 196

     

    [IIb-15-1788-1789-0857]
    Montag Mitwoch u. Freitag darf ein Russe seiner Frau nicht beiwohnen | p. 215.

     

    [IIb-15-1788-1789-0858]
    Die Tyrier fesselt. den Apollo (mit güld. Kett. Diod. Sic. l. I. 7) an den Altar des Herkul. damit er bei der Belagerung des Alexand. bliebe. Plut. in vit. Alex.) A. W.

     

    [IIb-15-1788-1789-0859]
    Der span. Schifshauptman hängt den h. Franz. Xavier auf, um gutes Wett. zu mach.; hilft er nicht, ab. u. uns. Frau von Bethlehem auf - uns. Frau vom Berge Karmel - dan uns. Fr. vom Rosenkranz - Uns. Fr. von der Einsamk. - Uns. Fr. vom Elend und so fort. Freziers voyage to the south-sea |

     

    [IIb-15-1788-1789-0860]
    Gewisse Könige stritt. in Krieg. von wess. ein gewiss. Kraut benant werd. solte; Polemonia od. kriegerisch zulezt. Plin. l. 25. c. 6.

     

    [IIb-15-1788-1789-0861]
    Die Arab. zündet. der Sonne täglich auf den Dächern Weihrauch an. C. p. 270.

     

    [IIb-15-1788-1789-0862]
    Bei den Mohr. hatt. blos die Priest. der Sonne das Recht (u. das nur so lang sie schien) Zimt zu samlen

     

    [Manuskriptseite 89]

    Die Sonne zündete, nach der Vertheilung die zurükgelass. Bisgen an. Solin. Theoph. Plinius

     

    [IIb-15-1788-1789-0863]
    Proklus: Die Griech. behiengen am 7 Tag eines ied. Monats eine Säule mit Blumen, Spize grosse kupferne Kugel von der immer kleinere K. herabgiengen, das Mittel mit 365 Kränz. geziert, den Fus mit einem Weiberrok; deut. das Sonnensystem. | p. 271

     

    [IIb-15-1788-1789-0864]
    Ktesias: die Ostindier zieh. 15 Tage an einem Ort zur Begehung des Fests der Sonne, die sie um 35 T. kühles Wett. dazu ersuchen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0865]
    Die Alt. bild. die Sonne iung unbärtig ab, Iapan. mit einem lang. Bart; Plinius: die Troglod. betet. gewisse gehörnte Schildkröt. wenn sie ans Land schwamm. an als Heilige. | 272.

     

    [IIb-15-1788-1789-0866]
    Der Gesezgeb. in Kreta verbante die Beredsamk. als eine Volksverführerin aus dem Staat. | Sext. Emp. adv. Mathem. L. II.

     

    [IIb-15-1788-1789-0867]
    Sulzer: der Bilderdienst rett. in der christlichen Kirche die Bildhauerkunst ein wenig vom Untergange.

     

    [IIb-15-1788-1789-0868]
    Die von Lorenzo Ghiberti aus Erz gegoss. Kirch Thür.der Kirche des h. Iohann. des Täuf. in Florenzerklärte Angelo für würdig, am Eingange des Paradieseszu stehen. Sulzer.

     

    [IIb-15-1788-1789-0869]
    Die Phönizier opfert. dem Herkul. Wachteln, durch deren Geruch er wied. zum Leb. gekomm. einmal. Erasm. in Adag. | G. 1235.

     

    [IIb-15-1788-1789-0870]
    Fabrizius: die breit. platt. Nägel u. abgesond. Daumen hat der Mensch, um die Äste der Bäume bess. zu fassen. 4 B. der ökonom. Naturgeschichte.

     

    [IIb-15-1788-1789-0871]
    Bäume dauern im Alt. bei weggefault. Mark, u. Sander nahm es einem Kirschbaum ohne Schaden. | 3 B.

     

    [Manuskriptseite 90]

    [IIb-15-1788-1789-0872]
    Die Lapp. brauch. gekochte Fichtenrinde zum Salzen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0873]
    Wilde Bäume hab. Stacheln u. Dornen, die sie durch die Kult. - d. i. Versezung u. Pfropfung - einbüssen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0874]
    Da sich zu Iakob I. so viele drängten, ihn zu sehen: verbot ers durch einen öffentlichen Befehl. Shakesp. Anmerkung.

     

    [IIb-15-1788-1789-0875]
    Der Dianentempel auf dem Berg Aventinus hieng vol Ochsenhörnern. C. 284

     

    [IIb-15-1788-1789-0876]
    Reden eines Ochs. ein gutes Zeich. in Sizilien als Marzellus Nola entsezte; als vor ihm Hannibal floh; in Kampanien da die Röm. Sardin. erobert. - gewöhnlich ein böses, dah. Rathsversamlung weg. der Deutung unt. freiem Himmel. | p. 285.

     

    [IIb-15-1788-1789-0877]
    Ruffinus l. 2 hist.eccl.: das Bild Apis wurde dem Ioseph aufgericht. weil er in der Theuerung Korn hergab - Livius: die Röm. richtet. dem Kornverwalt. L. Minutius einen vergold. Ochs. auf weil er dem Volk das Getraide um niedrigern Preis gab |

     

    [IIb-15-1788-1789-0878]
    Dirk Rembrandt bezahlte seinem Lehrmeist. Kartes. die Algeber, da er ein Schust., mit Schuhen. | p. 293.

     

    [IIb-15-1788-1789-0879]
    Esto Cardinalis sagt der Pabst; beim erst. Konsistorio schliest er dem Kardinal den Mund zu u. er darf nicht red.; beim 2ten vordem Sixtus V hatte er kein votumalso; bei dem 2tenschliesset er ihn auf und giebt ihm einen güld. Ring.p. 301

     

    [IIb-15-1788-1789-0880]
    Stengel de Monstr. c. 17. §. 10. Kind wird so viel gegeb. u. Riesen genomm. bis sie in der Statur Christi auferstehen. G. L. 3. tit. 4 §. 54.

     

    [IIb-15-1788-1789-0881]
    Connor. Med. mystic. art. 13: der Mensch steht mit so viel Materie auf als er bei der Geburt od. gar bei der Zeugung hatte. |

     

    [Manuskriptseite 91]

    [IIb-15-1788-1789-0882]
    Ebenda: blos die zur Bewegung u. den Sinn. nöthige Theile hat der Auferstand., ab. kein Gedärm, Leber, Mag., Blase, Milz, pudend., thymus, parotides, amygdalae od. irgend eine Glandul, Absonderungswerkzeuge, keine Athemwerkz. weil wir keinen holen. Gramanz: womit loben wir Got od. blasphem. die Bösen. | p. 1240.

     

    [IIb-15-1788-1789-0883]
    Die ursprüngliche Sprache ist das Deutsche od. niederländ. nach Gorop. Bekan. - griech. nach von der Hardt - sinesische Webb. A. Welth. 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0884]
    Im Sächs. deut. die Worte Iahr und Tag, 1 Iahr 6 Woch. und 3 Tage an. Iurist. Beob. und Rechtsfälle 1 B. Elsässer: 1 I. u. 1 Monat auss. Sachsen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0885]
    Die Sonnenblume dunstet täglich soviel wie der Mensch aus. Sander.

     

    [IIb-15-1788-1789-0886]
    Ie wenig. od. klein. Blätt. ein Gewächs hat, desto minder dünstets aus u. desto wenig. mus es begoss. werden |

     

    [IIb-15-1788-1789-0887]
    Origenes und seine Schüler: wir stehen ohne Haare u. Nägel auf. Stengel, Garman: mit. | Ö.

     

    [IIb-15-1788-1789-0888]
    Parazelsus: Adam hatte vor dem Fal keine Nägel u. keine gesond. Zähne sond. 2 Beine. Azoth. | §. 60

     

    [IIb-15-1788-1789-0889]
    Connor: der Mensch so gereinigt, wird so gros wie ein Spaz od. Fliege sein | §. 61.

     

    [IIb-15-1788-1789-0890]
    Die Tochter des tatar. Königs Kassan wurde, da sie ihrer Häslichkeit weg. solte verbrant werd., durch die Taufe schön. Beyerling. | L. I. t. 4 §. 2.

     

    [IIb-15-1788-1789-0891]
    Adrian Spigelius l. 1. de corpore human. Fabr. 7: nicht blos der Hals, der ganze Körp. schwilt vom erst. Beischlaf. | §. 4 u. bleibts.

     

    [Manuskriptseite 92]

    [IIb-15-1788-1789-0892]
    Aristot. l. 2. de Gen.animal. c. 7 u. 4 probl. 2: das Gehirn ist die Werkstat des Samens u. die Aug. leid. dah. u. weil sie beim Beischlaf am meist. mit arbeit., viel von diesem. | §. 5.

     

    [IIb-15-1788-1789-0893]
    Sinibald l. 9. Geneantr. Tr. 2 c. 16: in Deutsch. Böhmen Flandern braucht man so viel weniger Brillen als in Italien weil man hier unkeuscher ist. | §. 6.

     

    [IIb-15-1788-1789-0894]
    Als der Kais. Murad. 2. bei Warna 1444 mit den Christ. focht: lies er die Urkunde des Fried. an einem Spiesse, die die Christ. schändlich gebroch., im Heer herumtrag., um den sinkend. Muth zu heb., gewan. Schroekh.

     

    [IIb-15-1788-1789-0895]
    Der Vatikan hat 121200 12,500 Zimmer u. 22 grosse Höfe;weil ied. Pabst fast daran gebaut. C. 302

     

    [IIb-15-1788-1789-0896]
    Troil: den brieftrag. Taub. in Aleppo, in der. Briefe man das Datum mit Stunde u. Minute schreibt, nezt man vorh. Füsse und Schwanz, damit kein Bedürfnis der Kühlung sie zum tödtlichen Sizen am Wass. nöthige. | 323

     

    [IIb-15-1788-1789-0897]
    In Hagenau bestrich. 1653 Patres Kirchen, Kruzifixe p. mit Menschenkoth u. predigt. geg. die Lutheran., um die Kathol. geg. diese anzuhezen. | p. 362

     

    [IIb-15-1788-1789-0898]
    In Berg. wurde der Ladeniunge eh er frei wurde, alle Iahr 1 mal in 5 I. in eine Kammer wo Fische geräuchert, oft todt geräuchert. C | p. 372

     

    [IIb-15-1788-1789-0899]
    In Hamburg bekömt der älteste Gerichtsverwalt. bei der Abdank Niederlegungseines Amts einen übergold. Gedenkpfennigvom Henker. C. p. 387

     

    [IIb-15-1788-1789-0900]
    Le Clerk u. andere: die babylon. Sprachverwirrung war blosse Unreinigkeit - Iuden: hätt. wol 1 Sprache gehabt, ab. einand. auf eine kurze Zeit nimmer verstanden - Kasaubon: blos neue Wortfügungen und einige neue Worte. A. Welth. 1. B. Einige: es entstand. so viel Sprachen damals als es Menschen gab. |

     

    [Manuskriptseite 93]

    [IIb-15-1788-1789-0901]
    Geruch

     

    [IIb-15-1788-1789-0902]
    Hadrian durchreiste das röm. Reich zu Fus u. in bloss. Kopf. Sen=Spartian. Wagenseil

     

    [IIb-15-1788-1789-0903]
    Chirone itinerante: ein italien. Edelman reiste blos um seinem Gaumenlust S. Emile T. I. p34*-48. Hunde die grossen Städte zu zeigen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0904]
    Der lapländ. Zauberer bringt wenn er wied. aus der Verzükkung kömt, ein Mess. Löffel Ring zum Zeich. mit daß er in einem a. Lande gewesen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0905]
    Kardinal Barbarini lies, so sehr war er von Geschäften u. Fremden überhäuft, die Kutsche anspannen, um darin sein Brevier zu beten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0906]
    Antius Sermon. 13. c. 120: die Elephantiasis giebt das Aussehen eines Satyrs; Avicenna: Leothia Leontias. auch weil siedas eines Löw. giebt. | G. L. I. tit. 4.

     

    [IIb-15-1788-1789-0907]
    Kolleg. Medik. von Wien: roth u. lebend sieht ein Leichnam, wenn er gewaltthät. Todes - in Affekt., Liebe, Has gestorben. - | §. 23.

     

    [IIb-15-1788-1789-0908]
    Wenn in ein Gemälde von einem sein Blut mitkam: so sieht es blas, wenn er krank wird, u. gar ohne Farbe wenn er tod. | §. 26

     

    [IIb-15-1788-1789-0909]
    Dunker: ein Hypochondrist glaubte, sein Kopf fiele bei dem geringst. unsanft. Trit herab, unterstüzte das Kin mit der Hand. Moriz Magaz. der Seel. p. 2 B. 3 St. S. 10.

     

    [IIb-15-1788-1789-0910]
    Ein Handlungsbedient. in dem Krankh. paroxys. konte keine schwarze Farbe, Spiegel, Gemälde, Uhrketten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0911]
    Ein Bauer, Samuel Klose zu Neudorf bei Brieg, konte nach einem Schlagflus nichts mehr sprechen als Gebete, Morgenlieder. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0912]
    Gökingk: ein Man ahndet sogleich wo ein Leichnam begrab. liegt. |

     

    [Manuskriptseite 94]

    [IIb-15-1788-1789-0913]
    Ein preuss. Soldat hatte einen Hang unnüze Dinge zu stehlen, hatte die gröste Angst bis ers that; stand zu Nachts in der gröst. Angst auf u. muste et. zerbrech. Töpfe p. und dan ruhig. | 1 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-0914]
    Ein Kaufmansdiener sprach u. sah im Schlafe mit dem anderen; im Wach. wuste er von dies. nichts u. in dies. von ien.; das im Schlafe angefang. Gespräch konte man nur wenn er wied. eingeschlaf. fortsezen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0915]
    Semler: eine lobende Rezension seiner Büch. las er aus Bescheidenheit nie hinaus |

     

    [IIb-15-1788-1789-0916]
    Einer sah in Geselschaft. nicht gern ied. an wie er grosse mied, weil ihm das Gesicht eines der sterben würde, wie im Grabe gelegen, gelb vorkam | 2 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-0917]
    Feder: ein fieberhafter wolte alles 6 mal thun, schrieb 6 Briefe Anrede "mein lieb. Sechser Sechser" p. wolte 6 Fensterscheib. eingeschlag. hab., er werde nur 6 Krämpfe bekomm., traf zu. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0918]
    Ein durch das Raspelhaus zu Amsterdam gebess. englisch. Schuster trank bei Tische auf die Gesundheit seines würd. Zuchtmeisters im Raspelhause. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0919]
    In den ält. Zeit. beschwor. die christlichen Fürsten ihre Verträge - im 12 I. genoss. sie das Abendmal darauf - iezt gar nichts. Wieland

     

    [IIb-15-1788-1789-0920]
    Sterbende sahen ihren Verwandt., Vater, Mutt. Groselt. ähnlich, im Leb. ihnen unähnlich Borell, Bartholin, Fasch | G. L. I. t. 4. § 37.

     

    [IIb-15-1788-1789-0921]
    Sobald Kranke diese Ähnlichkeit bekomm., sterb. sie sicher. Paschaquus, Borel | §. 38

     

    [IIb-15-1788-1789-0922]
    Kein Theil als die Nase (u. nachher die Aug.) verändert durch seine Änderung so sehr das Gesicht. Faber: Gemälde die ied. anzuschauen scheinen, daher, weil die Nase nach der einen Seite, die Aug. nach der a. gerichtet sind. | §. 99

     

    [Manuskriptseite 95]

    [IIb-15-1788-1789-0923]
    Die Annäherung Fremder ist isloiert magnetisirten u. tief schlafenden widrig bis zu Konvulsionen. Gmelin 2 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-0924]
    Bei Somnambülen sind die 5 Sinnen in einem feinern erhöht. Zustand. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0925]
    Im Winter leidet Kopf u. Hals, Frühling Brust, Somm. u. Herbst der Unterleib. Kämpf.

     

    [IIb-15-1788-1789-0926]
    Karolus Musitanus, Arzt, wolte die Klystiere als ein sodomit. Gebrech. gestraft wissen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0927]
    An den Bildsäul. der Athlet. u. Held., z. B. Herkules, sind die pudenda unproporz. klein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0928]
    Kircher: die Ägypt. sezten üb. das Haupt eines ied. Gözen einen Zirkel. C. S. 542

     

    [IIb-15-1788-1789-0929]
    Die prätorianisch. Kohorten wünschten einen Heliogabalus, Nero, Kommodus wieder. Meiners Beitrag zur Geschichte der Denkart der ersten Iahrhund. nach Christi Geburt 1782.

     

    [IIb-15-1788-1789-0930]
    Der kaiserliche Purpur zulezt eine solche Vorbedeutung eines nahen gewaltsam. Todes, daß man ihn sich nur mit Gewalt u. Thränen anthun lies. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0931]
    Porphyr und a. Platoniker de abstin. II. 34: das höchste Wesen dürfe man nur ohne Worte u. durch Bestreben, ihm ähnlich zu werd. ehren; seine Erstgebornen, die überweltlichen Götter durch Gebete u. Lied. - nur die mit Körp. verbund. Gött. durch Weihrauch und Früchte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0932]
    Die Platoniker de myster. Agypt. V. 21: wenn man einem Gotte etwas opfert: so mus man auch all. ihn begleitenden Engeln u. Dämonen et. darbiet., sonst ists Opfer unvolständig. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0933]
    Selden de diis syris: die persisch. Priest.trug. zum Andenken daß der Schatt. amSonnenzeig. Ahas 75. Grade zurükgieng u. 1 Tag 3 halbe lang wurde,bei ihr. Gottesdienst eine 3 fache Müze. C. 2 B. S. 51

     

    [Manuskriptseite 96]

    [IIb-15-1788-1789-0934]
    Schamberger in seiner Reisebeschreibung von Japan: die Vornehm. bezahl. da theuer krum gewachs. halbverfaulte Bäume; u. zieren ihre Säle damit, sehen sie stundenlang an. | p. 66.

     

    [IIb-15-1788-1789-0935]
    Vitruv l. 4. Archit. c. 1. §. 4: das Gebäude mus eine Nachahmung des menschlichen Körp. sein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0936]
    Sulzer: die best. Zierrath. müss. an den Wänd. des Zimmers, nicht an der Dekke weg. des beschwerlichen Aufgukk., wenigst. nur an den Ekken der Dekke.

     

    [IIb-15-1788-1789-0937]
    Karl V machte in der Abgeschiedenheit im Klost. so kleine eiser. Mühl. daß sie ein Mönch im Ermel tragen konte und die doch täglich für 8 Pers. sat mahlten. C. 2 B. S. 96

     

    [IIb-15-1788-1789-0938]
    Pilumus wurde weg. der Erfindung, Getreide zu mahlen und zu bakk., von den Bäkkern als Got verehrt. Polydor. Vergil. de inv. rerum l. 3. c. 2 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0939]
    Bei den Röm. war. Bäkk. u. Müller in 1 Handwerk vereint. Cuiac. obs. l. 16. c. 5. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0940]
    Der isol. Magnetisirte schlief, von einem Fremd. berührt, minder tief u. wuste sich von da an, alles Vorgegangnen zu erinnern. Gmelin

     

    [IIb-15-1788-1789-0941]
    Ab. nicht völlig wurde durch Berührung wie sonst bei der Elektriz. die Pers. entlad. - stand der Fremde mit auf dem Isolazionsstand: so wirkte er nichts mit Berührung |

     

    [IIb-15-1788-1789-0942]
    Auf eine Person, auf die Gm., nicht isolirt, nicht wirkte konte ers doch dan wenn er sie etlichemal isolirt mit Erfolg berührt hatte |

     

    [IIb-15-1788-1789-0943]
    Rabbinen: der Mundschenk des Pharao wurde ins Gefängnis weil er dem König eine Mükke im Wein, und der Bäkker, ein Steing. im Brodt gereicht. C. p. 111

     

    [Manuskriptseite 97]

    [IIb-15-1788-1789-0944]
    Marzellus um sich nicht im frisch. Brodt zu übernehmen, lies sich seines von Rom ins Lager bring. wod. es alt wurde. Dion. Xiphilin. c. 18 u. Suid. Marcell. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0945]
    Orpheus: das Grundwes. all. Dinge ist ein Drache mit einem Ochsen= u. Löwenkopfe, zwisch. beid. das Gesicht eines Gottes, auf den Schult. güldne Flügel. Damascius ???? ????? Ms. | A. Welth. 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0946]
    Die Phönizier legt. ihren Zophasemin d. i. Himmelskörpern die Gestalt eines Eies bei u. betet. bei den Orgien des Bacch. das Ei als Weltbild an - so die Perser und Indier. Varro apud Prob. Gram. in Eclog. bei Virgil: die Schale stelt den Himmel, Weisse die Luft, Gelbe die Erde vor. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0947]
    Zehn bis 12 Britt. hatt., besonders Brüd. und Eltern mit ihr. Kind., ihre Weib. unt. sich gemein; doch gehört. die Kind. dem, der bei einer Iungfrau der erste war. Goldsmiths Gesch. von Engl. 1 B. S. 7.

     

    [IIb-15-1788-1789-0948]
    Unt. die Kenzeich. des Antichrists gehört nach Luther u. a. nach Dan. 11, 37 auch Has geg. Ehe u. Zeugung. Gerhard. Locor. theolog. Tom. VII. de conjugio. § 52.

     

    [IIb-15-1788-1789-0949]
    Carpocratiani: ohne Hurerei erlangt niemand die mystagogische Volkommenheit. §. 51.

     

    [IIb-15-1788-1789-0950]
    Hieracitae: im A. T. war die Ehe erlaubt, ab. nach Christi Ankunft nimmer. Epiph. l. 2 t. 2. haer. | §. 51

     

    [IIb-15-1788-1789-0951]
    Als das Concil. Trident. zu Rom gefeiert wurde 1552, zahlt. 24000 Hur. da dem Pabst Zol. | §. 52.

     

    [IIb-15-1788-1789-0952]
    Statutum Lubecensum. l. 1. tit. 2. art. 4: eine geg. den Will. der Verwandt. heirathende Iungf. oder Witwe bekomt von der Erbschaft blos die Altagskleider. | §. 96.

     

    [Manuskriptseite 98]

    [IIb-15-1788-1789-0953]
    Eine geschrieb. Iniurie in 1 I., od.ein Pasquil ab. veriährt in Sachs. in 31 Iahr. 6 Woch.3 Tag., nach dem bürg. Recht in 20 I. Homm. Prompt. libell. famos.

     

    [IIb-15-1788-1789-0954]
    Der Verf. eines Pasquils bekomt die Strafe des Verbrech. das er vorrükt, also auch Tod. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0955]
    Schleusinga straft Ehebruch mit 8tägig. Gefängnisstrafe. Homm. obs. 330.

     

    [IIb-15-1788-1789-0956]
    Heraklides: ein Mensch fiel vom Mond herab. Diog. Laert. | G.

     

    [IIb-15-1788-1789-0957]
    Die Geier riech. 3 Tage vorher wo Kadaver entstehen werd., Plin. l. 10 c. 6; begleit. die Armeen, weil sie Aas voraus sehen. Älian. hist. Anim. l. 2. c. 46 |

     

    [IIb-15-1788-1789-0958]
    Die Manichäer, z. B. Faustin verboten den Christen zu Hippon, Brod zu bakken. August. l. 3. c. 839. | C.

     

    [IIb-15-1788-1789-0959]
    Homer nent den Ozean den Vater all. Gött. u. Dinge. Plutarch de placit. philosoph. l. 1. c. 3 | Algemeine Welth.

     

    [IIb-15-1788-1789-0960]
    Anaxiander: Der feurige die Erde umfangende Kreis zerbrach in kleinere runde Körper, nämlich Sonne Mond und Sterne. Euseb. praep. Evang. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0961]
    Pabst Iohannes versprach dem Ablas von viel. Tag., der nach dem Tischgebet 1mal tränke; wolte zum Bet. ermuntern. Wagenseil.

     

    [IIb-15-1788-1789-0962]
    1583 macht. die Königsberg. Fleischer eine Bratwurst von 596 Ell., 434 Pfund, worin 33 Schinken; von 91 Knechten auf hölz. Gabeln den Bäkk. zugetrag., die in 2 aneinand. gesezt. Baköfen die in der Mitte ein Loch hatt., gross. Strizel od. Weken buken; beid. wurde von beid. am 3 Königstag gegessen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0963]
    Als der Banquier Chisi vom Pabst Leo X ein Kind getauft bekam: wurd. die silbern. Schüssel und übergüld. Pokale in den Tyber geworfen |

     

    [Manuskriptseite 99]

    [IIb-15-1788-1789-0964]
    Stengel: Fürst lies die neumod. Kleider eines Höflings an dem Galg. henken zur Abschrekkung. C. 2. B. S. 181.

     

    [IIb-15-1788-1789-0965]
    Casaubonus de satyrica poes.: die satirische Poesie u. Komöd. u. Tragöd. komm. von den ält. Lustbarkeit. her, die man nach der Ernte anstelte. Auch Sulzer; u. es ist noch unt. dem Landvolk so etwas. Sulzer.

     

    [IIb-15-1788-1789-0966]
    Skalig. Poet. L. I. c. 21: im 16 Iahrh. war die franz. Schaubühne ganz blos, wer nicht mehr unt. den redend. Personen stand, wurde für abwesend gehalten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0967]
    Die Iud. blasen 4 Woch. vor dem neu. Iahr täglich in der Synagog., damit der Teufel nicht wisse wenn es kömt, weil er ihnen sonst bei Got, der an ds. Tag ihre Sünd. wägt, schadet. C. 2 B. p. 191.

     

    [IIb-15-1788-1789-0968]
    Man malt mit zu Staub geschnittener Seide. Iournal der Moden. 88 Sept.

     

    [IIb-15-1788-1789-0969]
    Die Pflanz. hab. wie die Thiere eine Kraft Wärme zu erregen. Naturforsch. 23 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-0970]
    Hippokrat. de princ. aut carn. sect. 1.: Feuer ist unsterblich, alwissend, all. hörend u. das Zukünftige wissend. Alg. Welth. 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-0971]
    Stoiker: die höchste Gotheit verbrennet die Welt, sogar die gering. Gött. von Zeit zu Zeit od. schmelzt sie in sich: u. bringt sie aus sich dan wied. hervor. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0972]
    Verf. des angeblichen Iamblich. de myster. aegyptorum:eine vernunftlose Gattung Dämonen diezum Gut. u. zum Bösen, von Beschwörernu. Heiligen sich brauchen lässet. Meiners.

     

    [IIb-15-1788-1789-0973]
    Eustathius der Zuhör. des Platonik. Ädesius, wurde in Griech. so verlangt, daß man die Gött. bat, sein Herz dahin zu lenken u. die Orakel darum fragte. Als diese seine Ankunft falsch versprochen: sagt er, es ziele nicht auf ihn. Eunapius in vita Aedes. |

     

    [Manuskriptseite 100]

    [IIb-15-1788-1789-0974]
    Der h. Martin theilte sein noch einziges Kleid mit dem Schwerd um einen nakt. Armen zu wärmen. Sulpit. in Mart. vita |

     

    [IIb-15-1788-1789-0975]
    Seine übernatürliche Heilkraft zog auch in seine Kleid., Briefe, Streu worauf er geruht || trieb den Teufel aus einer Kuh ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0976]
    Kolumbus warf da er zu scheitern sorgte, die Nachricht. seiner Entdekkung, in einer Tonne verwahrt, in die See: am Hintertheile des Schiffes auch eine. Kampe.

     

    [IIb-15-1788-1789-0977]
    Er gieng immer in den Kett. die man ihm undankb. angelegt u. lies sie mit ins Grab legen |

     

    [IIb-15-1788-1789-0978]
    Die Amerik. hielt. Fed. Dinte und Papier für Werkzeuge der Zauberei |

     

    [IIb-15-1788-1789-0979]
    Das Menschenfressende amerik. Krokodil schläft stets auf der Küste; hat einen stark. Bisamgeruch |

     

    [IIb-15-1788-1789-0980]
    Kolumbus hatte einmal auf seinem Schif so wenig zu ess. daß man um den vol Ungezief. seiend. Schifszwiebak zu geniess. zu können ohne Ekel, insFinstere gieng. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0981]
    Gewisse Amerik. wohnt. mit ihren Hütten auf hoh. Baumäst., auf einer Leit., die sie nach sich zogen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0982]
    Sie fang. gewisse Sardellen im Bethlems Flus die beim Verfolg. alzeit aufs Trokne spring., so daß sie Kanoes mit Palmblätt. bedekken; in die die Fische, sie für Land haltend, spring. wenn iene plätschern. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0983]
    Die Stund. der Promenade sind in Rom von 22 bis 24 im Wint. u. Frühling in der nämlichen Gasse, die Gross. in Wag., a. gehend, sehr langsam. Iournal de lecture No II. 1782. 146.

     

    [IIb-15-1788-1789-0984]
    Da pisset man überal, sogar an die Thür. der Vorzimmer; die Dam. vertragen den Geruch, ab. nicht den von natürlichen Blumen; nicht den der Pomade, dah. sie ihre Haare mit Licht schmieren |

     

    [Manuskriptseite 101]

    [IIb-15-1788-1789-0985]
    In Rom giebt man in ganz. Iahr. keinen répas, nur bei einer ausserordentlichen Gelegenheit; man redet lang davon vor= u. nachher |

     

    [IIb-15-1788-1789-0986]
    Die Iud. dürf. in 3 Woch. der Belagerung Ierusalems kein Fleisch u. keinen Wein geniessen. C. 2 B. 286

     

    [IIb-15-1788-1789-0987]
    Die Szyth. gerb. die feindlichen Menschenhäute zu Handquel. u. Serviett. u. hieng. sie an Pferdezaum, ie mehr desto tapferer; od. nähen mehr. zu einem Oberrok zusammen - a. blos die Haut der recht. Hand u. überzieh. damit die Dekkel ihr. Köcher - a. zieh. die Haut auf Holz u. trag. sie auf den Pferd. mit. Boem. l. 2 c. 9. demoribus gent. p. 312.

     

    [IIb-15-1788-1789-0988]
    Im Traktat Sandrin im 11 Kapitel: in Sodom muste dem der einem a. eine Wunde schlug, Geld gezahlt werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0989]
    Die Türkinnen legen sogar ihren Schleier an, wenn Hähne unt. den von ihnen zu fütternd. Hühnern sind. Iourn. de lecture. N. II. p. 187.

     

    [IIb-15-1788-1789-0990]
    Die erste Konkubine die dem Groshern einen Sohn giebt, trägt einen Blumenkranz, geniest der Rechte einer Frau und befiehlt im Harem.

     

    [IIb-15-1788-1789-0991]
    Gumilla: les habitans de l'Orenoque salben alles sogar säugende Kinder, ihre Gäste; es nicht sein ist soviel wie unbekleidet sein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0992]
    Als der Generalvikarius des Bischofs Palafoy von den Iesuit. die von dem Bischof nöthige schriftliche Erlaubnis zu sehen verlangte: sagten sie, sie hätten ein Privilegium, sie niemand zu zeigen - als er das Privileg., so "sie hätt. ein neues, ienes nicht zu zeigen" und so fort. D. Merkur. März 1778.

     

    [IIb-15-1788-1789-0993]
    Die Ägypt. nahmen anfangs 1 Monat zu einem Iahr, dan 2, dan 4, die Karen u. Alkarnanen 6.

     

    [Manuskriptseite 102]

    [IIb-15-1788-1789-0994]
    Die Römer bemerkt. erst etliche Iahrh. nach Roms Erbauung den Mittag wie auch Iud. u. Griech. Martini Abh. von den Sonnenuhr. der Alt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0995]
    Die alt. Völk. hatt. nur natürliche Stund. d. i. theilt. den Tag Somm. u. Wint. in 12 Stund., so die Nacht, sie mochte noch so lang sein; dah. muste die Sonnenuhr so sein, daß sie stets die 12 läng. oder kürzern Stunden andeutete. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-0996]
    Unweit Güntersberg treff. die braunschweig., anhalt. u. stolberg. Länd. so zusamm., daß ied. Landsher in seinem Gebiet bleib. u. doch alle 3 an einem Tisch siz. können. Büsching.)

     

    [IIb-15-1788-1789-0997]
    Als der Schifskapitain die Akten worin die Iesuit. den Palafoy verdamt., ins Meer bei einem Sturm warf: war der Sturm weg. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0998]
    Bei Hörung des Nam. Iesu und Maria wandelte ihm eine zärtliche Ohnmacht an | Fiel einmal von der Vorstellung dess. was Christus für ihn gethan, wie tod zur Erde. |

     

    [IIb-15-1788-1789-0999]
    Von weiss. Knoch. abstamm. heist bei den Kalmükk. fürstliche Herkunft, von schwarzen gemeine. Pallas|

     

    [IIb-15-1788-1789-1000]
    Ximenes zog, da der Pabst Alexand. VI. ihm eine einem Erzbischof zuständ. Kleidung befahl, üb. den Ordenshabit seidne u. so kurz zugeschnittene an, daß iener hervorgukte. | 2 Vierteliahr

     

    [IIb-15-1788-1789-1001]
    Auf der Entladung der Nerven beruht der Zustand des Wachens - auf der Ladung oder Nicht=Ladung der des Schlafes, iene mit, diese ohne Träume. Gmelin

     

    [IIb-15-1788-1789-1002]
    In den Iahr. der Menstruazion u. Zeugung fehlet den Weib. der Nervenäther, der auf die Geburtstheile verwendet wird; spät. im Alter, hat ihn der Körper |

     

    [Manuskriptseite 103]

    [IIb-15-1788-1789-1003]
    Bei Nervenkrank. in positiv animalisirt=elektrisch. Zustand wäre vielleicht eine negative Berührung der Leichname die entlüden nüzlich, wie die Alt. sie zu Heilungen brauchten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1004]
    Parazelsus l. 2 dePodagra: iede Krankh. ist ein Mensch mit einem unsichtbar. Körper u. ist ein corpus microcosmi u. ein cor microcosmus selbst. G p. 78

     

    [IIb-15-1788-1789-1005]
    In Schlesien betet. 1708 die Kind. auf den Gass., hatt. öffentliche Betstund. Leser u. Vorsänger, fast u. frieren deswegen. | C

     

    [IIb-15-1788-1789-1006]
    Die Iud. halt. einen dem in 3 Nächt.nichts träumt, für einen Bösewicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1007]
    Frezier u. ält. Reisebeschreibungen:die Patagonen war. noch 1 mal so hoch als einEuropäer 11 Fus; Byron: 3 bis 4 Fus kleiner, d. i. 7; Wallis: 6, 6 1/2 Fus. D. Merk. 1 Viert. 1777.

     

    [IIb-15-1788-1789-1008]
    Die Tafelrunde von Zaub. Merlin gemacht, war alzeit fürsoviele Ritt. als an ihr sizen durften gros genug; der der daran durfte, sahseinen Nam. in gold. Buchst. auf dem Stuhl stehen,der N. verschwand bei Tode od. Laster -ein Ritter sezte sich einmal auf einen Stuhl ohneseinen Namen u. versank. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1009]
    In Kappadozien u. Thrazien hatte man dieKornböden unt. der Erde in Hölen, Seiri genant. Varro de re rust. l. 1. c. 57 C.

     

    [IIb-15-1788-1789-1010]
    In Spanien das Gesez, daßman vor dem König nur in schwarzer Farbe erscheine.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1011]
    Bei einer hell. hart. Luft, dieein Vorbote des Regens ist, siehtman ferne Dinge viel näher als bei einemvol aufsteigend. Dünste od. unsichtbar. Nebel. Sulzer.

     

    [IIb-15-1788-1789-1012]
    Rabbinen: die Eva so schön, daß der Fürstder Engel sich in sie verliebte u. desweg. fiel; Adam sah wie Got seinen Körp. bildete. Bayle | Alg. Welth.

     

    [Manuskriptseite 104]

    [IIb-15-1788-1789-1013]
    Kepler, Merkator, des Vignobles: am längst. Tag wurde die Erdegeschaffen | Baumgarten.

     

    [IIb-15-1788-1789-1014]
    Sulpitius Severus: Loths Frau wurde in 1 Hauf. Steine verwandelt - Septuaginta: Säule - einige: Steinsalz das dauerhafter - Rabbinen: müsse bis an iüngst. Tag dauern. | 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1015]
    Die berühmt. Schwerdt. der Ritt. hatt. Namen,das des Orlando hies die Durindana, des Artus Eskalibor. Merkur 39/4

     

    [IIb-15-1788-1789-1016]
    Blakwell: die Gewalt, die die Sitt.eines Volks üb. die Poesie hab., ist ausder erstaunlichen Ähnlichkeitder ältest. Schriftstell. sichtbar, es gleich. sichdie Fragen des Orpheus, die Hymnen, Hesiods und Homers Schriften, dieselbenBeiwört. Anspielungen Tonfal u. Wortbau.Dess. Unters. üb. Homer |

     

    [IIb-15-1788-1789-1017]
    Mauvillon: unbedeut. Oerter haben das Rechteben so viele u. oft mehr Repräsent. zu wählen als grosse - ineinig. wählen alle Einwohner, a. nur diedie Bürgerrecht, a. die liegende Gründe haben - in a.blos der Rath - a. alle die ihre Lebensmittel selbstkochen, dah. die Kandid. Leute zusamm. die ihr. Topf aufder Strasse zu Feuer sez., ihr Wahlrechtzu erhärt. - alle Städte u. Flekk. send. 2 Repräs., London 4,einige Flekk. 1.

     

    [IIb-15-1788-1789-1018]
    Die Iuden: der Bis der Würm., derbei Fromm. nicht ist, thut dem Leichnam wieein Nadelstich, er hört noch, fühlt wie viele Würmer ihnfressen, dah. man mit ihmnicht mehr red. sol als unumfänglich. | G. dissert. proel. sect. I. §. 140

     

    [IIb-15-1788-1789-1019]
    Die Erde wurde den Todt. schwer in einemun sepulcro incantato. Quintilian. declam. 10 | §. 142.

     

    [IIb-15-1788-1789-1020]
    Affaytatus apud Cardan. (Comment. in Hippocr. de aliment. t. 6. lect. 54.)der Mensch lebe nach dem Tode, weg. demHaar= u. Nägelwuchs der von der Leber kömt;und Kardan selbst. Kapanella: eine dunkle Empfindung, dah.

     

    [Manuskriptseite 105]

    die Anti= und Sympathie der Kadav.u. der Blutungen. Ratray: auch Imaginaz. hab. sie | §. 145.

     

    [IIb-15-1788-1789-1021]
    Hunter: die Hize macht die Haareschneller, gröber, stärk. wachs. ab. nicht so dicht. Gött. Anz. 1 St. 88

     

    [IIb-15-1788-1789-1022]
    Ebenda: die Birmaher (Einwohnervon Ava) zeich. sich die Lend. meist mitGalle, von 5 Kind. sterb. 2. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1023]
    In Pegu wird die Parthei losgesproch., die dasUntertauchen in einer Tonne vol Wass. länger aushält als dieandere ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1024]
    Abbé Vincenzio Chiminello: es giebt einetägliche dopp. Ebbe und Fluth der Atmosphäre,von der Erwärmung der Sonne| 3 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-1025]
    Vor dem 20, nachdem 60 Iahre fastet man nicht,Akkerleute, Schwangere, Säugende, Kranke, Handwerk. auch nicht. ZuMitternacht beim erst. Schlag der Glokke, nichtbeim lezt. hört man auf zu essen.Thomas Sanchez l. 2 de matrimon.:inter duo aut plura horologia dissonantia puteris illi parere cuimaluerio, modo non illi quod nosti communiter nimistarde gradi. Nam 2 horol. inter se dissonantia communiter tamen recteambulantia sunt quasi 2 doctores ferrei authorologiarii seu instar 2 opinionum probabilium. Wagenseil.

     

    [IIb-15-1788-1789-1026]
    Doch darf man wenn man mitt. imSchlag. einen Biss. im Mund hat, darum nicht ihnausspeien, cum licet illum quis trajiciat, non idcirco dici queat sumsissetum aliquid ab extrinseco. Hingeg. einen halb ausgetrunk.Becher Wein darf man nicht austrinken.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1027]
    Fasten wird nicht gebroch. wennman an Nägel, Haar Schreibfed. hart. Holz Tabaksblätt. nagt od.ins Wass. fält u. es einschlukt - oder wennman das an Zähnen hängende einschlukt. Iesuit Gobat: wenn einemeine Fliege in den Mund fliegt: so ist ihrVerschling. keine Sünde, würde sie auch zumElephanten.

     

    [IIb-15-1788-1789-1028]
    Boerhave u. mehrere: die Galleist Seife.

     

    [Manuskriptseite 106]

    [IIb-15-1788-1789-1029]
    Plutarch: der einzige Delphin thutvon Natur was die gröst. Philos. begehren, ohneEigennuz lieb. nämlich dieMenschen denen er hilft p. de solert. anim. | G.

     

    [IIb-15-1788-1789-1030]
    Eine Wolfstrommel macht eine miteinem Schafsfel verstimmen {od. zerspring.}; Iene Haut verzehrt diese. Albert. Mag. l. 22. hist. anim. Löwenhaut nimt den Wolfs= und a. Häut. die Haare. | §. 154 | diss. prael.

     

    [IIb-15-1788-1789-1031]
    Das Blut der Adl. u. Drach. - derNachteul. u. Krähen - die einand. bekrieg., lässet sich nichtvermisch., das eine fliesset da= a. dorthin. Plut. de od. et invid. | §. 155.

     

    [IIb-15-1788-1789-1032]
    Ein Landesher mus seine Unterthan. indie a. Religion als er hat lass., wenn sie sie am 1Ienn. 1624 (das annus decretorius) hatten.Hatten od. wähl. einige eine a.: somus er denen vor demWestphälisch. Fried. 5 Iahre, denen ab. die nachherdie Rel. ändert. 3 I. zur Berichtigungihr. Sach. zum Abzug lass., sogar ein Leibeig. darffortziehen. Büsching.

     

    [IIb-15-1788-1789-1033]
    Einige Reichsstände dürf. nur in Silber münzen, a. nur Scheidemünz., a.nur gewisse Sort. von grob. od. von Scheidemünz. od.nur soviel als sie u. die ihr. brauchen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1034]
    Der Kurfürst zu Köln, die Erzbischöffezu Salzburg und Prag schreib. sich legatinati des röm. Stuhls |

     

    [IIb-15-1788-1789-1035]
    Bei der Krone Boheim hab. die Grafenvon Wratis das Erzküchenmeisteramt, dievon Waldstein das Erbvorschneideramt, dievon Uhlefeld sind oberste Erbsilberkämmerer, die Herr. Mladota von Solopisk das Erbthürhüteramt |

     

    [IIb-15-1788-1789-1036]
    Turnbull: das venerische Gift stekt Hunde,Kaninch. Kazen nicht an, schadet nicht im Magen. G. Anzeig. St. 9.

     

    [IIb-15-1788-1789-1037]
    Marx: D. Bloch sah einen Bandwurm von 1000in 3 Iahr. abgeh. wov. Göze das lezte Stük von 60 Ell.besizt. Gefeiltes Zin bestes Mittel dagegen. ||

     

    [Manuskriptseite 107]

    [IIb-15-1788-1789-1038]
    Zwei auf 2 Feinde Gräb. gewachs. Rosen blieb., zusammenverbund.nicht beisammen - 2 Liebenden, war. nichtzu zertrennen. | G. §. 157.

     

    [IIb-15-1788-1789-1039]
    Kampanella: mit einer Trommelvon Wolfshaut kan man Pferde in dieFlucht bring., Drachenh. Elephant., Leier von Fuchsait. Hühner| §. 158.

     

    [IIb-15-1788-1789-1040]
    Die Vögel berühren die Kadaver der Zauberernicht. Libav. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1041]
    Galen: das Blut u. Fleisch derMenschen u. Schweine sind völlig einand. gleich. | §. 165. So der Geruch von beid. gekocht wirdeinerlei. Der Mensch ist innen wie einSchwein. | §. 165.

     

    [IIb-15-1788-1789-1042]
    Morgenländ. Gewohnheit (auch David. 2 Sam. 8,2): die Kriegsgefang.mit einer Schnur zu mess. u. dan dengetrofn. Theil zu tödten. Alg. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1043]
    Der ammonit. König Nahas lies den Israelit. Kriegsgefang.das rechte Auge ausstech., um sie, da das linkemit dem Schild verdekt wurde, zum Kriegezu verderben. Ioseph. iüd. Alterth. B. 6. k. 5. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1044]
    Die muhammed. Geistlichkeit darf nach dem Gesezkeine seid. Kleid. tragen. Schroekh.

     

    [IIb-15-1788-1789-1045]
    Furor interveniens sponsalia non infirmet l. Furor. 8ff. de spons. nämlichgelindere Raserei. | Gerk. §. 167

     

    [IIb-15-1788-1789-1046]
    Verlust des Auges, der Nas. od. einesanderen Glieds trent das Eheverlöbnis.Innocentius III. c. quemadm. X. de jurej | §. 167.

     

    [IIb-15-1788-1789-1047]
    Die Braut mus 3 Iahrewart. auf den ausbleibend. Bräutigam l. 2.C. de repudiis. Verzögert er gegenwärtig die Hochzeit 2Iahre: auch aufgehoben.l. 2 C. desponsalibus | §. 167

     

    [IIb-15-1788-1789-1048]
    Wenn Sklav. mit Freien verehlicht: keine Ehe,blos contubernium, weil die S. für Tod undnichts gehalten. l. Proculus67. de jur. dot. l. Sineget. 7. de agnosc. | §. 174

     

    [Manuskriptseite 108]

    [IIb-15-1788-1789-1049]
    Da Theobald Umbrorum dux geg. die Griech.die Gefang. entmann. lies: ein Weib: "warum kriegst dumit uns Weib. u. nimst uns uns. Freude?Du hast die Aug., Nas. Hände; an diese gehe: ab. uns.Glied. lasse uns." Camer. Cent I. p. 465

     

    [IIb-15-1788-1789-1050]
    *...* Dasmänliche Glied nehmen, so gut getödtet als ob sie Mörder. Const. 142 tit 42 L. 3 §. qui hominem | c. LXXXIX

     

    [IIb-15-1788-1789-1051]
    Aristot: alle Thiere werd. durch Verschneid.sanfter, der Mensch wilder. Dion u. Amm. Marzellus: in derHierapolistan. Höle sterb. von der gift. Luft blosverschnittene Thiere nicht. || Verschnitt. werd.nicht kahl u. podagristisch ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1052]
    Stephan: ein französ. Richt. sagtevon Alten: pendez, pendez il en a bien faict d'autrez(nämlich Diebstähle) - von Iung.: pendez, il enfera bien d'autrez. | c. 100.

     

    [IIb-15-1788-1789-1053]
    Die Ägypt. bildet. Gotunt. einem Auge ab. | Cent. II. c. 5.

     

    [IIb-15-1788-1789-1054]
    Die Nacht hies ??????? weil sie dasNachdenk. nicht stört. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1055]
    Seneka ep. 50: ein alt. Weib wurde blind; wuste es nicht;wolte aus dem Haus zieh. weil es finster sei. | c. 8.

     

    [IIb-15-1788-1789-1056]
    Ioseph antiq. c. 2 l. 2: Got gab der verführ. Schlange Zunge statder vorig. Sprache Gift; und nahm dieFüsse |

     

    [IIb-15-1788-1789-1057]
    Alexand. führte auf seinem Siegeleine Schlange die ein Kind heraus speiet, meinetseine Abkunft von Iupit. Ammon. | c. 9.

     

    [IIb-15-1788-1789-1058]
    In Tarent durfte einer bei Todesstrafenicht 2 mal Haupt der Republik u. des Heeres sein.Iakobi Hemsterhuis.

     

    [IIb-15-1788-1789-1059]
    Die Gouverneurs der röm. Provinz. u. ihreofficiales u. ihre Söhne durftenkein da gebor. od. wohnend. Weib nehmen. l. si quis 38de ritibus nupt. | Gerh. §. 174

     

    [IIb-15-1788-1789-1060]
    Wenn ein Vormund das Mündelvor dem 26 Jahre zur Frau nahm od.seinem Sohn gab: iam infamia notabatur. l. non estmatrim. 66. de R. N. ||

     

    [Manuskriptseite 109]

    [IIb-15-1788-1789-1061]
    Charondas sezte auf 2teVerheirathung die Infamie. Stobäi Serm. 42. Die Thurier lokt.Iünglinge zu 1 Heirath durch Ehrenstellen p,bestraft. 2te mitAusschliessung von Aemtern. Valer. Maxim. 2 l. c: die Einmal nur heirath. Weib.bekam. coronam pudicitiae | §. 189. Die Kezer Kataphryges, Kathari verdamt. die 2te Heirath, die Syriani od.Surani im 12 Iahrh. die 4te u. auchdie Moskowiter | §. 189

     

    [IIb-15-1788-1789-1062]
    Durch eine Konstituzion des constantiniPorphyrogenetae wird die 3 ** Heirath mit quinquennal. Exkommunikaz. bestraft. Das neuzäsarian. Konzil. legt der 2 Pönitenz auf. Bellarmin: 2te ist ein gröss. Zeich. der Unenthalts. als Ehebruch u. Hurerei. | §. 192.

     

    [IIb-15-1788-1789-1063]
    Hahnemann: feingestoss. u. alt. Fliegenstein ist vielschneller tödlich als frischer, weil er sich leichter auflöse, u,schnell. dah. wirke. Dikkes Seifenwass. beste Gegengift desArseniks, Milchrahm geg. Fliegenstein u. Operment - auch Brei, Schokolade,Butt. Eidotter. | Gött. Anz. 22. Stük.

     

    [IIb-15-1788-1789-1064]
    Ebenda: geg. Arsenikstaub, der überh. durchnasses Pochen aller arsenikhaltigen Erzte zu verhüt., fette Speisen, dikkeKleid. u. behutsame Stellung. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1065]
    Highmor: im Ausathm. sterb. alle. Sonst einStreit darüb. G. §. 169.

     

    [IIb-15-1788-1789-1066]
    Kardan de var. rer. l. 8. c 44: wennman ein Gefäs einige Stund. einem Todt.unt. die Arme thut u. dan einen Säufer daraus trink.lässet: so bekömt er einen lebenslänglichen Ekel vordem Getränk. | §. 175.

     

    [IIb-15-1788-1789-1067]
    Ein Professor der Anatomie trug Stiefel vonMenschenhaut. §. 180.

     

    [IIb-15-1788-1789-1068]
    Der iez. Landgraf von Hessenkass. Ludwig IX stiftete in Giess. eine eig.ökonomische Fakultät die auch Doktores macht, nur keine Rektor.weg. ihrer viel. Reisen. Wieland.

     

    [Manuskriptseite 110]

    [IIb-15-1788-1789-1069]
    In der Türkei dürfeniezt blos Büch. gedrukt werd., die nichts religiösesenthalten. Göttinger Anz. 28 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-1070]
    Münzen da, wo auf einer Seite eine türk.,der a. eine christliche Figur (z. B. Heiliger) ist, vielleicht um den Handelzwisch. Völkern verschied. Glaub. zu erleichtern.||

     

    [IIb-15-1788-1789-1071]
    In Paris wolte einerein Gebäude in Form eines Rhinozeros aufführen. Sulz. Formen

     

    [IIb-15-1788-1789-1072]
    Das Concil. cabilonense 796 verbotdie Ehe bis im 6 Grad Verwandten, Wormaciense 867: alleEhe solange eine Verwandschaft erinnerlich od.erkentlich; die Papisten bis in 7 Grad. Gerh. §. 332.

     

    [IIb-15-1788-1789-1073]
    Eberhardus a Pinu:durch Trink. menschlicher Knoch. werd. alle Geschwüreheil., die an Arm. durch Armknoch., an Füss. durch Fusknoch. Mizald cent. 8 n. 62: geg.Bauchschmerzen. Rosin. Lentil. d. 3. M. C. A. 7.et 8. obs. 78: ein angefang.Todtenknoch. vertreibt alle Läuse. | G. §. 181

     

    [IIb-15-1788-1789-1074]
    Besond. die Hirnschale, weil das Hirn darinzergang., nach Helmont geg. die Epilepsie; Velsch geg. nachlass. Fieber: Demokrit (Plin. l. 28. c. 1) manch. hilft die H. des Freund., m. des Missethätersmehr. | § 182. 183.

     

    [IIb-15-1788-1789-1075]
    Leber eines mit Menschenfleischgesätt. Geiers heilsam. Das auf dem Scheiterhauf.eines Menschen gebrat. Ziegenfleisch geg. Epilepsie.Geg. sie auch das ** eines Thiers, das mit dem Eisen getödt., womit ein Mensch getödt. worden. Plin. 28. c.4. | §. 188

     

    [IIb-15-1788-1789-1076]
    Mayr der Astronom: 3 Hauptfarb. nur, gelb blauroth - iede hat 12 merkliche Grade des Hell. u. Dunk. - mischt dieso, daß 91 Farbendreiekke herauskomm., ied wovon iede solche dreiekk. Tafel in 91 Vierekke, iedes mit einer mit besond. Farb., eingetheilt ist. Sulz. Farben

     

    [IIb-15-1788-1789-1077]
    Nach Frankfurth am Main dürf. währendder Kaiserwahl niemand wes Stand. er sei kommen; u.

     

    [Manuskriptseite 111]

    ied. Fremde mus vorher hinausgeschaft werden. Aur. bulla.c. 1. §. 25. 26.

     

    [IIb-15-1788-1789-1078]
    Die Söhne od. Nachfolg. (des Königs vonBöheim, Pfalzgrafen zu Rhein p) undKurfürsten soll. im 7 Iahre ital. u. wend. lernen. c. 30. §. 2

     

    [IIb-15-1788-1789-1079]
    Die Weib. sind im Sommernach Beischlaf begieriger, Männ. im Wint. Bac. Sylv. sylvar. cent. 7. § 695.

     

    [IIb-15-1788-1789-1080]
    Sagt einer zu zweien: ich habe 1 von eucheine Mina gestohl. weis ab. nicht welchem: somus er iedem eine geben. Bafa Mezia 3. Kap. M. 3.

     

    [IIb-15-1788-1789-1081]
    Wenn iemand dem a. Früchte aufzuheb. gab: darfdieser sie nicht verkauf., verdürb. sieauch, weil iedem 1 Kaf seiner eig. Früchte woran erselbst gearbeit., lieber ist als 9Kaf von fremden. || m. 6.

     

    [IIb-15-1788-1789-1082]
    An einem Sekel darf, ohne daß manes für einen Betrug halt. kan wenn er zu leicht ist,fehlen nach R. Meier der 24 Theil, nach R. Ihudah der 12te, nach R. Shimeon der 6te (wiebei a. Ding. u. darnach ist die Halachah)| c. 4. m. 5.

     

    [IIb-15-1788-1789-1083]
    Eine Klagsache die man vor Gericht anbring. kan,mus wenigstens 2 Meoth betreff. und üb. weniger kankein Eid gethan werden. || m. 7.

     

    [IIb-15-1788-1789-1084]
    Man sol nicht frag. wie theuer eine Sache sei,wenn man sie nicht kauf. wil.Man sol zu dem der Böses gethan nichtsag.: gedenke an deine vorige Werke; zueinem der ein Sohneines Proselyt. ist: gedenke an die Werke deinerVäter. | 1 m. 10

     

    [IIb-15-1788-1789-1085]
    Nach gross. Triumph. befand man sichgewöhnlich etliche Tage nicht wol, weg.der schadend. neid. Augen.Bac. syl. sylv. Cent X. | 944

     

    [IIb-15-1788-1789-1086]
    Ein Stük Holz an und von derWurz. ist viel wasserreicher u. also nach derAustroknung leichter als eines aus derMitte. Sander.

     

    [IIb-15-1788-1789-1087]
    Ein Glossator des kanon. Rechts: wenn Adam heute lebte: so könt' er keine heirath.weil alle von ihm abstamm. u. verwandt sind. Gerhard §. 335

     

    [Manuskriptseite 112]

    [IIb-15-1788-1789-1088]
    Kanonist: durch blosse Hurerei entsteht eine Verwandtschaftdie ein impedim. canon. ist. §. 378.

     

    [IIb-15-1788-1789-1089]
    Kanon. Anabapt. Photinian: die Ehe einesGläub. mit einem Ungläub. ist nichtig. §. 395.

     

    [IIb-15-1788-1789-1090]
    Bei den Röm. wurde die Brautbevor in das Haus, 3 Tage vor der Hochzeit indie Gärt. des Mannes geführt. l. Seja 66ff de donationibus int. vir. et uxor. |Die Braut sprang üb. die Schwelle des Mann., ohneBerührung, bekam Honig und Mohn; Weihrauch ihrangezündet. | §. 456.

     

    [IIb-15-1788-1789-1091]
    Bei den Griech. zündet der Knab.die Axe des Hochzeitwagens an worauf die Braut kam;zum Zeich. sie bleibe da stets. Pollux l. 3onomast. c. 3. Sie isset mit demBräut. Disteln und tribulos zumZeichen daß sie alle Leid. trag. wollen.| §. 458: Bei den Galatern trank.beide zum Zeich. der Gemeinschaft aus 1 Gefäs.Plut. de clar. mulier. | §. 458

     

    [IIb-15-1788-1789-1092]
    Bei den Rhodiern wurde die Brautdurch Heroldsruf ins Haus u. Ehebet des Mannesgerufen. Plut. in probl. c. 140. | §. 458.

     

    [IIb-15-1788-1789-1093]
    Hippokrates: in der Krankh. istet. götliches. G. Sect. II. §. 15.

     

    [IIb-15-1788-1789-1094]
    SCtum Macedonianum verbeut einemSohn, der in Vaters Gewalt noch ist, et. zu leihen. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-1095]
    Wenn jemand arbeit., es sei nur mitden Händ. od. nur mit den Füss., wärsauch nur mit den Schultern, so darf ervon dess. woran er arbeitet. || Bafa Mezia. 7 K. M. 3.

     

    [IIb-15-1788-1789-1096]
    Wenn iemand an Feigen arbeitet: darf er nichtvon Traub. essen; so umgekehrt. | 1. m. 4. So darf auch ein Esel im Gehen vondem was er trägt fress. bis er abgelad. wird. || m. 4.

     

    [IIb-15-1788-1789-1097]
    Der Mist des Miethmans gehört demHaushern. c. 9. m. 7.

     

    [IIb-15-1788-1789-1098]
    Der Mistelsame kömt nur auf Baumästen, nicht in der Erde fort;seine Wurzel treibt aufwärts, wenn er unt. am Ast hängt. Sander.

     

    [Manuskriptseite 113]

    [IIb-15-1788-1789-1099]
    Der Blumenstaub hält sich in verschloss.Gefäss., geg. die Nat. des thier. Samens, einige Iahre. Sander.

     

    [IIb-15-1788-1789-1100]
    Die erste Kirche verbot, in od. kurz vor denh. 3 Festen Heirath. anzustellen, weg. der Stöhrung. Gerh. §. 468.

     

    [IIb-15-1788-1789-1101]
    Augustin in conc. 1. Psalm. 32: es ist bess. am ganz. Sontagfodere als tanzen - Laodic. et Verdens. concil.verbietens an Hochzeit.; Friedrich III Kaiser: erwolle lieb. das Fieb. hab. als tanzen. - Iul. Zäs. Skalig.: er habe keine gröss. Narheitauf der Erde geseh. als Tanzen. | §. 471.

     

    [IIb-15-1788-1789-1102]
    Leo I. u. das Conc.Caesaraugustan. capult. u. agathense sezen die Zeitwo man Mönch od. Nonne werd. darf u.das Gelübde der Keuschheit thun,ins 40 Iahr - Pius I. Conc. carthag. 3. can. 4. 25Iahr. - Gregorius: 18 - Concil. T Trullanumet Triburiense: 12. Die Kathol. bei Knab.das 14, Mädg. 12. | §. 517

     

    [IIb-15-1788-1789-1103]
    Concil. Romanum unt. dem Sylvester verbeut einer Iungfraudas Gelübde der Enthaltsamkeit, vor dem 72 Iahr, weilerst die Gefahr der Keuschheit wegfalle.| §. 519 Gregor l. 3. ep. 11: keine vordem 60 I. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1104]
    Eine Viehseuche weg. einer der Diane heil. Ziege, weil sieAgammnon erschos. ein Dictum Cretensi. | G.

     

    [IIb-15-1788-1789-1105]
    C. Salmas. ep. 2. de cruce: Festomortualium lässet einer von deniungen Kardin. in Rom in S. Petri Begräbnis irgendein Todtengerippe bringen. Fragt: " vonwess. Heilig. Knoch. er wil?" mit dess. Nam. tauftund belegt er den Knoch. u. er gilt dan eben so viel. |G. sect. 2. §. 30.

     

    [IIb-15-1788-1789-1106]
    SCtum Vellcianum erklärt die Bürgschafteiner Frau für ungült. und diese haftetnicht. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-1107]
    Clem. Alex. l. 4 strom. dieBasilidiani: man müsse durch Hurerei die unrein. Begierd.auslöschen. Gerh.

     

    [Manuskriptseite 114]

    [IIb-15-1788-1789-1108]
    In Sachs. fand man 1 Mönchs=und 1 Nonnenklost., im erst. war. Nonnen in Mönchshabit, in dies.Mönche in Nonnenhabit, die Hälfte. Wolf. cent. 16. p. 236.

     

    [IIb-15-1788-1789-1109]
    Die Kanonisten: wer eine Nonneheirathet, der begeht Blutschande - weil er seine Mutt. d. i.die Braut Gottes, der sein Vat. ist, heirathet -, Ehebruch - weiler mit der Braut Christi beischläft -, Sacrilegium,weil er sich mit einer H. Pers.verflicht. | §. 546. Concil. Chalcedonense can. 16:eine Nonne u. ein Mönch einand. heirathend sindexkommunizirt. | §. 546 551.

     

    [IIb-15-1788-1789-1110]
    Charondas erlaubte den Weib. aus ied. Ursache sichvon den Männ. zu scheiden.Diod. Sicul. l. 12. bibliothec. -bei den Thuriern war Ehescheidungerlaubt, nur durfte keinervon beid. eine iüngere heirath., der Wollust wegen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1111]
    Q. Antistius schied sich vonseiner Frau weil sie mit einer Huregesprochen. Valer. l. 6 c. 3 -c. Supizius weil sie mitunverschleiert. Kopf hinausgegangen. Plut. in probl. - P. Sempronius weil sie den Schausp. zusah;Mezänal versties u. nahm sie 3 mal "er habe 1000 geheirath. u. nur 1 Frau" |

     

    [IIb-15-1788-1789-1112]
    Anniceris von Zyrene fuhr um die Akademiemit einem Wag. etliche mal, ohneauszuweichen, in 1 Gleise u. 1 Spur. Luzians Lob des Demosthenes.

     

    [IIb-15-1788-1789-1113]
    Demosth. stelte sich als wolt' er bet., indem erdie Hand zum Mund brachte und damit sichvergiftete. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1114]
    Alex. sezte den Hephästion unt. die Gött., ihm Opfer, Festtage,Tempel; die Schmeichl. erdicht. nächtlicheErscheinungen,Gesundmachungen,Wahrsagungen dessen. Den Agathokles gab man an, er habebeim h. Grabe geweint; beinahe getödtet, wennnicht Perdikkas geschwor., H. sei ihm erschien., er sol den Ag. schonen weil er nur aus Liebe geweint. Luzian von der Verläumdung.

     

    [Manuskriptseite 115]

    [IIb-15-1788-1789-1115]
    Der Man kan sich von der Frau scheid.wenn sie wid. sein Wiss. od. Will. beifremd. Gastmal. - Schauspiel. - eine Nacht ausser Haus ist. c. 15. Nov. 22. | Gerhard. Od. wenn sie beiMannes Lebzeit. mit einem and. M. ihre Eheverabredete |

     

    [IIb-15-1788-1789-1116]
    Da der Hurerei weg., Ehescheidung erlaubt ist,Abgött. ab. auch H. ist, mithin auch Geiz u. iede unrechte Begierde es ist: soist Ehesch. also weg. ied. Last. erlaubt. c. Idolat. 18quaest. 1. | § 604.

     

    [IIb-15-1788-1789-1117]
    Der Pythag. Xystus: zu grosse Liebe geg. das eigne Weib ist Ehebruch. Ambros. de philosoph. wie August zitiert l. 2. cont. Pelag.:der sei bei seiner Frau ein Ehebrech.,der sie ohne Mässigung und Keuschheitbeschläft. | §. 612

     

    [IIb-15-1788-1789-1118]
    Die die aus den Bordellen welche heirath.,hab. dafür Vergebung der Sünden. c.inter opera X de spons. et matrim. | §. 615.

     

    [IIb-15-1788-1789-1119]
    Romulus versagte den Weib. dieErlaub. die Männer des Ehebruchs anzuklagen: ab. dieseiene. Plutarch in Romulus | nach der Lex Iulia | 618 Gell. l.10. N. A. c. 23: Romulus: der Man darf die imEhebruch ergriff. Frau tödt., diese ien. nicht miteinem Fing. berühren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1120]
    Nach Konstantin muste die vom Manböslich verlass. Frau 4 Iahre, nach Iustinian (§. Nov. Auth. de nupt.) 10 Iahre mitder 2 ten Heirath warten. | § 624 Luth. l. de caus. matrimonii. 1 Iahr od.1/2. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1121]
    Als Atreus u. Thygestes um den archiv. Thronstritten: sagt. die Archiver, wer den a.in der Astrologie überholte, bekäm ihn; Atreus. Luzian de Astrol.

     

    [IIb-15-1788-1789-1122]
    Äneas bekam von der VenusSchönheit, Autolykus von Merkur die Kunstzu stehlen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1123]
    Strabo: Dinokrates, der den Berg Athos dem Alex. ähnlich hauen wolte, bauete Alexandrien in Gestalt einesReiseroks. Dü Saoul |

     

    [Manuskriptseite 116]

    [IIb-15-1788-1789-1124]
    Schrekliche Verwünschung u. vompyth. Orakel Unglüksdrohung denen die in dempelasgischen Tempel wohn. würden. Thucyd. 2 B. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1125]
    Iuden: Esaus Kleid., die Iakob zum Wolgeruch anzog, hatte Adam im Paradies bei seinenpriest. Verrichtungen getrag., sie hatt.des Parad. Geruch; erbt. herab. A. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1126]
    Scholastiker: auch die kleinst.Handlungen, steh. sizen essen trinkenbei solch. im Zölibat sind Got angenehmer als die gröst. der 1und 2ten Tafel beiVerehlichten. | Gerhard §. 493.

     

    [IIb-15-1788-1789-1127]
    Epiphanius: bei den Pharisäernschrieb. einige sich 4, a. 8, a. 10 Iahre Enthaltsamkeitvon Weib. vor | § 501.

     

    [IIb-15-1788-1789-1128]
    Scholastiker: nicht ein Gegenstandeines Gelübdes könn. sein 1) peccata 2)necessaria 3. casualia der. Ausgang zufällig 4.stulta (als wenn einer einenStrohhalm aufheb. wolte) 5. indiscreta z. B. zu grosseKörperMazerazion | §. 524

     

    [IIb-15-1788-1789-1129]
    Menard de regula Francisci Weib. in Mönchshabit spielt.mit Mönch. Bal, der Gewinner hatte die Wahl des Beischlafs. | §. 539.

     

    [IIb-15-1788-1789-1130]
    Regel: a quibus personis abstinere debet maritus obconsanguinitatem, ab iisdem etiam uxur debet obstinere proprieteraffinitatem (die durch die Ehe entstand u. so umgekehrt) | §. 403.

     

    [IIb-15-1788-1789-1131]
    Der Korbmacher Mohk im Waldekschen predigt oft in 24 Stund. 3=und mehrmal, sogar wenn er allein, sobaldein unbesieglicher Trieb dazu ihn zwingt -allezeit wenn er 1/2 Kängen (für 3 Pf.)Brantewein getrunken. Merkts eineMinute vorher an Herzbeklemmungund er sucht sich dan zu entfernen. Moriz Erfahrungsseelenkunde. 3 B. 1 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-1132]
    In Frankr. hielt einer auf dem Gerüsteeines Haus. eine Rede, ien. fiel mit ihmnieder; da einige Tage sinlos gelegen: fuhr er in der Rede wiederfort. | St. 3.

     

    [IIb-15-1788-1789-1133]
    Dem Musäus in Weimar waren nach einerKrankh. sogar die Buchstaben fremd.||

     

    [Manuskriptseite 117]

    [IIb-15-1788-1789-1134]
    Der Zehendmeist. Bekker in Quedlinburg bildet sich ein, daß ergeschlachtet u. aus ihm Würste gemacht werd. sollen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1135]
    Reiske sezte in seiner lezt.Schwachheit Worte aus all. Sprachenzusamm., u. doch drükte nicht eines davon das aus waser sagen wolte. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1136]
    Pokels: grosse Gegenstände neb. kleinenschein. uns näher zu sein als diese, einGebürge näher als das Dorf vor ihm, die Wolkeniedriger als die Thurmspize || Ein hoher Körp. macht stehendeinen grössern Eindruk auf uns als liegend,ein schiefliegend. einen gröss. als einlieg horizontaler. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1137]
    Bei einig. Waldbewohn. in Amerik. hält einegeg. abend ausbrechende Wuth 8, 14 Tage an, die dan die Zauberinn. denen sie sie zuschreib.,ermorden. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1138]
    Reusch in Iena wolte einen Beweis derSeelenunsterblichkeit aufsez., gelang nicht, verschobs bis morg. -zu Nachts macht er ihn schlafend am Pulte, am Morg. findet er ihn.||

     

    [IIb-15-1788-1789-1139]
    Moriz: man übertrug die Gestalteines sichtbar. Gegenstand. in seine Sprachwerkzeugeu. benante sie mit dem Ton, dendiese in dies. Lage erzeugten ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1140]
    Ebenda: die Sprachwerkzeuge werd.mit dem Laut bezeichnet den sie besond. hervorbring.,Nase, Mund, Gaumen p || Fast in all. Sprach. ist dasOhr mit R bezeichnet, dem Buchstab. der das stärksteGeräusch anzeigt. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1141]
    Wenn man nur einen Nagel,Feuerstahl p. auf od. neben den Kopf des Aals legt:so wird er ruhig - weg: so wied. schlagend. Gonze.

     

    [IIb-15-1788-1789-1142]
    Im Buche des erreurs et de la verité wird unt. Got der Iesuitengeneral gemeint, unt. Mensch Iesuit., unt. Thiere Nichtiesuiten. So ist vielleicht die Swedenborg. Geisterwelt die Hülle der Iesuitischen Geselschaft.

     

    [Manuskriptseite 118]

    [IIb-15-1788-1789-1143]
    Hiob Ludolph: in Habessinien schreit man"die Fliegen kommen" man macht einenKreis von feuer, in demder Mensch und Vieh sicher ist, weil sienicht darüb. gehen; das a. Vieh wird bis auf dieKnoch. abgefressen. Michaelis

     

    [IIb-15-1788-1789-1144]
    Süsmilch: in 29, 31 Iahr. verdoppelt sich einVolk |

     

    [IIb-15-1788-1789-1145]
    Ioiada war General üb. die Leibgarde,Hoherpriest. u. oberster Scharfrichter. 1 König. c. 2. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1146]
    Seefahrer haltens für gefährlich mit Seewass.zu löschen weil das Salz das Feuermehrt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1147]
    Hebräer und Ägypter: wer vom Sündopf. isset,auf den fället die übertrag. Schuld - dah. dieseden Kopf Ausländ. verkauften, damit auf sie der Fluchfiel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1148]
    Die Probe des Aussazes beiden afrik. Sklav. ist wenn der mit einer glühend. Nadelgestochene Flek unempfindlich ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1149]
    In Paris sizen weg. Ammenlohn üb. 100 Bürg. im Gefängnis. Bekkers Deut. Zeitung.

     

    [IIb-15-1788-1789-1150]
    Der König in Frankr. nahm die Staatseinkünftebis 1792 voraus weg. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1151]
    Die exeget. u. philanthropische Geselschaft zu Stokholm hatim Auszug aus Schwedenborg auch die Säze: alle Worte derBibel sind bildliche Ausdrükke, die eineOffenbarung ihm erklärte; ied. Berg, ied. Flus bedeutet inder Bibel et.; keinen solch. innern Sin hab. im N.T., die Evangel. u. Apokalyps. ausgenomm., die übrig. - im Himmelsind Rosenhaine, Häus. mit Fenst., Kornäkk., Teller p. - GottesGestalt ist menschlich, alle Geist. hab. diese - derSiz des neu. Ierusalems ist in Afrika.

     

    [IIb-15-1788-1789-1152]
    Iornandes: bei denGothen hiess. Hanses die Vornehmen. Stoph: dah. kömt Hans nicht vonIohannes. Stoph.

     

    [Manuskriptseite 119]

    [IIb-15-1788-1789-1153]
    Die Sines. hab. stat des antiken Grotesken(daß Menschen und Thiere aus Pflanz.vorwachs., od. mit Blumen verflocht. sind) dasdaß Gebäude und Landschaft. in der Luftschweb., od. aus Bäumen herauswachsen. Sulzer.

     

    [IIb-15-1788-1789-1154]
    De Piles räth weislich. Grund (wie Tizian, Rubens): Lairesse zu Landschaft. einperlenfarbiger, zu histor. Stükk. die Handlung inZimm., vorstelt., einen aus Umbra, zu Nachtstükk. auskölnischer Erde - alte ital. Meist. malt. oft auf gold. - das Helle sticht geg.den dunk. Grund ab, und umgekehrt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1155]
    Legitima patronorumtutela: da nach 12 Tafeln die nächst. Agnaten Vormünd.sein sollen; u. der der einenSklav. freilies, als dess. Vat. u. nächst. Agnat anzusehen ist: soist er ein unmündiger Vormund. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-1156]
    Querela inofficiosi: ein ohne Ursache enterbt.Kind kan das Testament für ungültig mach., da esseinen Vat. für blödsinnig ausgiebt u.zum Beweis sich auf das unbill. T. beruft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1157]
    Der ankommende Bär richtet sich geschoss. auf u. läuft aufden Hinterfüss. zum Iäger, den er mitden vord. zerfleischt: dah. schiessetman ihn nur von hint., wenn ervorbeigegangen, worauf er, auch gefehlt, flieht. Dessausche Zeitung 3 Viert. 1783.

     

    [IIb-15-1788-1789-1158]
    Bei der Wolfsiagd musman nie auf den erst. Wolf des Trupp. feuern, weilsalzeit eine Wölfin ist, um die, erschoss., die a.sich samlen u. dem Iäg. zusezen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1159]
    Die Pest wurde durch eine Probe Baumwolleeingetrag., in einer Brieftasche nach Marseille, im Degenquast.eines Officiers nach Ungarn, in der Türkei durch Kazenvon einem Ort zum a. - Nurmit was zum Ess. und Trink. dient,verbreitet sie sich nicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1160]
    Sogar die Schweine aus Bosnien müss. unt. derAufsicht der Kontumazbedient. üb. die Saxe schwimmen

     

    [Manuskriptseite 120]

    u. die Quarantäne halten, dabei sie täglich geschwemtwerden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1161]
    Die Kontumazbedienten, besond. die die die War. auspakk.leb. kurz und sterb. an der Pest. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1162]
    Bei den Türk. wird. derPestkranke aufs Land gebracht; 22 Tage müss.sie dableib., stet. Feuer halt. zur Luftreinigung u.darauf doch noch zurükgekehrt zum Zeich.einen roth. Turban, od. als Christ eine rothe Kappe trag., damitman ausweiche. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1163]
    Samoisowiz bei der russ. ArmeeWundarzt, inokulirte 1000, die Pest. Beste Mittel geg. sie ist Reiben des Körp.mit Eis |

     

    [IIb-15-1788-1789-1164]
    Auch die todte Sybylle weissagt, indem vonihr. Körper ein Kraut wächst, durch dess. Genus die Eingeweid. desfressend. Thiers prophezeiend werden. Cl. Alex. Strom. l. 1. | Ge Sect. II. §. 41

     

    [IIb-15-1788-1789-1165]
    Die Heid. die vom DonnerErschlagenen würd. Götter. Ursini Analect. V. I. l. 2. c. 28 | §. 47

     

    [IIb-15-1788-1789-1166]
    Xenophon: ohne Erlaub. desKönigs durfte keine Pers. sich einer gold. Kette,eines nisäischen Pferd., eines Purpurmantelsbedienen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1167]
    Die Teufel kenn. viele uns unbekante Heilkräftevon Pflanz., Steinen p. u. die Einflüsse der Sterneu. können damit Heilungen volend., die Wund. u.Götlichkeit be zu sein scheinen. Euseb. de praep. Evang. l. 4. c. 1. | G. Sect. II. Auch Kircher behaupt. das.

     

    [IIb-15-1788-1789-1168]
    Eine Verod. im Herzogth. Braunschweig von 1709 erklärtiedes feierliche Eheversprech. für nichtig. Langens geistliches Recht. Hauptst. 14.

     

    [IIb-15-1788-1789-1169]
    Ipso iure wurde ein Sklave frei, wenner den ge

     

    [Manuskriptseite 121]

    waltsam. Tod seines Hern der Obrigkeitanzeigte, Krankheits weg. von seinem Hern ausgestoss.wurde, einen Falschmünzer, Iungfernräub., Deserteur entdekte,wenn ein iüdisch. ein Christ wurde. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-1170]
    Der Freigelass. nahm den Nam. des Patrons an;er war ihm operaeofficiales (d. i. zur Ehre gereichende, wieBegleitung) nicht Fabriles (nüzliche)schuldig; der Patron erbte ihn wenn er kinderlos|

     

    [IIb-15-1788-1789-1171]
    In Semlin ist weg. der Pest der Marktplaz mit Pallisad.eingefast: auf der einen Seite steh. die BelgraderKaufleute, a. die Semliner, zwisch. beid. Schildwach. undKontumazbediente; zahlt ein Belg. Geld: so wirft ers inein mit Essig gefült. Bekken, woraus derKontumazb. es dem S. einhändigt. Dessau. K Zeitung. 3 V. 1783.

     

    [IIb-15-1788-1789-1172]
    Das Erdbeb. zu Kalabrien heilteeine schon 14 Iahre gliederlahme Frau. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1173]
    Hamilton: die Thiere witt. einErdbeb., Maulthiere, Kühe und Hähne schreien unddie Gänse am meisten. Die See war nach demzu Kalab. vol Fische u. die sonstin der Tiefe, iezt in der Höhe |

     

    [IIb-15-1788-1789-1174]
    Blot in Paris erfand ein mechan. Bet, wod. derKranke seinem Körp. alle Stellungen geb. und sichbeweg. kan wie er wil. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1175]
    Die Regierung in Pensylvanien: daß alleNegerkind. im 28 Iahr frei sein solten |

     

    [IIb-15-1788-1789-1176]
    Die Müze des h. Xavers macht Weib. fruchtbar und zwarmit Knaben, z. B. die Gemahlin Iohans V in Span. brauchte sie, diedes Peters II. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1177]
    Aus Weiberhaar. wurd. von den Byzantinern(Xiphilin. in Sever.) u. von denAquilegenses nach Kapitolin Bogensehnengemacht. | G. L. 1. T. 1.

     

    [Manuskriptseite 122]

    [IIb-15-1788-1789-1178]
    Eine Braut braucht nicht um ihr. Bräutigam zutrauern. L. 9. § 1. ff de his qui net.infam. | Lang. geistliches Recht

     

    [IIb-15-1788-1789-1179]
    Nach dem päpstlichen Recht kan ein Ehegattenoch bei Lebzeit. des a. sich mit einemdritt. versprechen. cap. fin. X. de eo qui doxit in |

     

    [IIb-15-1788-1789-1180]
    Nach den Iurist. ist Kastratenehe erlaubt.Stryck V. M. de ritu nuptiae. §. 4 "seid fruchtbar u. mehrteuch" kan weggelass. werd. obs gleich bei Kopulaz. alt. Leutehergeles. wird. Leyss. sp. 297. med. 6 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1181]
    Wegen der gross. Sonnenfinst. 1654 den2ten Aug. dachte man in Nürnberg, der iüngste Tagkäme, man verkaufte nichts auf demMarkt, kein Vieh auf der Weide, kommunizirten 2285Personen. Helmuth.

     

    [IIb-15-1788-1789-1182]
    In Arab. befruchtet man selbstmit der mänlichen Palme dieweibliche - dah. hauet der Feind sogleich diemänliche um, worauf keine Datteln od. doch ohne Kernwerd. - dah. hebt man überal einige verschloss.mänliche Blumenbüschel auf. Sander.

     

    [IIb-15-1788-1789-1183]
    Davon daß des Dagons Glied. auf derThürschwelle lag., kams auf daß die Philist. nie mehrauf die Schwelle trat., sond. in den Temp.sprangen. Nach den Iud.(Buxtorf hist. arc. c. 19) betet. die Ph. darum nimm.den Dag. sond. dieSchwelle an. A. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1184]
    Ein gewiss. Käfer (Staphylinus) treibt bei derGefahr alzeit Blasen aus dem Hinterleib. Blumenbach.

     

    [IIb-15-1788-1789-1185]
    Das Geschlecht der Heuschrekk.treibt bringt seinen Laut theils mit den Springfüss., theils mit den Flügeln hervor |

     

    [IIb-15-1788-1789-1186]
    Am surinam. Laternenträg. ist die leuchtende Blase gröss.als der übrige Körper. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1187]
    Der Schaum= od. Gäschtwurm giebt den den Weiden abgenomm. Saft inGestalt eines Schaums von sich, er ist darinvergrab., heist Kukuksspeichel. |

     

    [Manuskriptseite 123]

    [IIb-15-1788-1789-1188]
    Am Wasserskorpion nüzt der lange Stachel am H.nicht zum Stech., sond. zum Athmen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1189]
    Die Eiernester des Kermes werd. mit Essigbesprengt u. Karmoisinroth daraus gemacht - so auch beider deutsch. Kochinille - so mit der in Mex. u.Spanien. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1190]
    Die Nachtvögel verpupp. sich innerhalb eines seidenart.Gespinstes, wozu sie den Stof in 2 darmähnlichen Schläuch. längstden Rükken hinab führen u. ihn durch eine Röhre hint.ihr. Mund, zu Faden spinnen, die auch zum Herablass.dienen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1191]
    Die schwarze Winterraupe lebt gemeinschaftlichim Winter in zusamm. gesponnenemLaube an Ästen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1192]
    Die Weidenraupe lebt 3 Iahre eh sie sich verpupt u. ist desweg. soschädlich, hält 3 Woch. lebend. unt. dem Wass. aus,die Puppe bohrt sich bei der Zeit desAuskriech. aus der Mitte des Stams bis an die Mündungder Rinde. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1193]
    Die Ameis. trag. in warm. Länd. wo keinWinterschlaf, allerdings für den Wint. ein |

     

    [IIb-15-1788-1789-1194]
    Man band sich weg. des Gottesdienstes nicht anden Sontag sond. alle Tage wilkührlich, bis Konstant. magn. (cod. Iust. de feriis Lege III) den Sontagkeinen Werkeltag mehr sein liesse. Bahrdts Kirchengeschichte. 1 Iahrh.

     

    [IIb-15-1788-1789-1195]
    Der Gnostiker Valentin: im a. Leb. hat derMensch von seinen 3 Bestandtheil. nurnoch den Geist. | 2 I.

     

    [IIb-15-1788-1789-1196]
    Die Tazianisten braucht. aus Enthaltsamkeit beimAbendmal blos Wasser, dah. der Name Aquarii ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1197]
    In Gemeinde zu Ierusalem wurde dasÜbriggebliebne vom Abendmal wie nachh. an meh. Ort. verbrantwie das Osterlam ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1198]
    Lex Aelia Sentia schränkte die Manumissionen, daeiner seine Sklaven weg. ihr. Last. damit belohnteod. verschuldet sie loslies, um nach dem Konkurs

     

    [Manuskriptseite 124]

    bei ihnen Zuflucht zu find., so ein, daß1) eine solche Manumission nicht galt 2)daß einer vor dem 20 Iahrnicht and. als vor einem dazu bestelt. Kollegiomanumitt. konte, dem er eine rechte Ursache derFreilassung angeb. muste. Iustinian sezte zu ds. Manumissiondie unt. den lebendig. die Erlaubnis im Testament nachdem 17 I. loszulassen. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-1199]
    Lex Fusia Caninia erlaubte im Testament los zu manumitt. von 10 Sklav. 5, von 10 bis 30 das 1/3, von 30 bis 100 das 1/4, von 100 bis 500 das 1/5, von mehr als 500 nie mehr als 100. Iustinian hobs auf. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1200]
    Als die Sklav. zu Tyrus alle ihre Herr.ermordet hatt., einer seinen nicht, den Strato: so wolt. sie den krön. der zuerst dieSonne sähe. Stratos Sklave sah, nach Abend nach der höchst.Turmspize, Strato König. Iust. l. 18. c. 3. Alg. Welth.

     

    [IIb-15-1788-1789-1201]
    Die Tyrier schwächt. u. zerbrach. durch schnel umgedrehteRäd. mit viel. Speichen abgeschoss. Pfeile undWurfspiesse des Alexander.

     

    [IIb-15-1788-1789-1202]
    Sie riss. mit an einen Strik geworfn. 3zakkigen Haken seinen Soldat. die Schild. aus denHänd., verstrikt. ihre Hände mit geworfn.Fischnezen, warfen glühend. Sand indie Bruststükke und Harnische. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1203]
    Berillus im 3 Iahrh.: Christus hatte keineeigne Seele, die Gotheit war ihm stat ihrer. Socrat. H. E. 5. III. c. 7. Bahrs |

     

    [IIb-15-1788-1789-1204]
    Die elibertinische Synode im 4 Iahrh. verbotim 50 Kanon: daß ein Christ mit einem Iud. esse.Seml. Sel. capita. p. 136. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1205]
    Das 4teKarthagische Konzil: c 13: die Brautleute soll. ausAchtung für diepriesterliche Einsegnung sich inder erst. Nacht des Beischlafs enthalten. - c. 16: ein Bischof lese

     

    [Manuskriptseite 125]

    der Heid. Büch. nicht, u. der Kez. ihre nur wenn essein mus. - c. 24. Wer während dem Predig. aus demAuditorio geht, ist exkommunizirt. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1206]
    Alt: die Haare sind die Exkrementeder 3ten Verdauung.Leewenhoek: sindnicht rund, sond. alle Gestalten. Borell (obs. Micros. 20): sie hab.unt. dem Mikroskop verschied. Farben wie die Federn. G. L. I. §. 16.

     

    [IIb-15-1788-1789-1207]
    Cardan. l. 3 de Util. ex adv.: vielen Unbärtig. wuchsnach dem Tode ein lang. Bart. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1208]
    Arnob. advers. gent. l. 5: Iupit.wurde ab accesti gebet., den Atis zu beleben: er: daßdie Haare immer wuchs. u. der kleine Finger lebendigu. immer in Bewegung war. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1209]
    Wenn man dem Deutsch. gewisse Rechte ineinem fremd. Staat versagt: so versagenwir sie den Unterth. dess. auch. 3. B. Ius albinagii übt Frankr. fastgeg. keine Reichsstände aus, ab. doch geg. Brandenburgund Braunschweig: daher diese es auch geg. Franz.üben. Höpfner

     

    [IIb-15-1788-1789-1210]
    Hadrian u. Anton. Pius verbot. einem Hern,seinen Sklaven zu tödt. - auss. wenn erihm nach dem Leb. stand, od. mit seinerFrau hurte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1211]
    In England beweiset vor Gericht eine Kopieeiner Akte, ab. keine Kopie einer Kopie,so bewiesen u. authentisch sie auch sei. Locke. l. 4. c. 16.

     

    [IIb-15-1788-1789-1212]
    Von den magischen Siegeln od. Medaillen (mitbesond. Zahl., Karakteren und Bildern): sigillum solisgiebt, bei sich getragen, Befreiung von b Teufeln, Glük u. Ehre - des Mondes Liebe bei Weib., auf Reis. geg. Mörd., Glük im Handel - martis, geg. Feinde und Wunden. Sind sie unt. einer widrig. Konstellazion gemacht, so wirk. sie gerade das Gegentheil. Vergilius machte für den König Artus welche, womit er alle Hurer auf Einen Plaz zitiren konte. Die Ägypt. zwang. damit flücht. Missethät. an 1 Ort zu bleiben. C. 1 B. No. 13.

     

    [Manuskriptseite 126]

    [IIb-15-1788-1789-1213]
    Nach dem röm. Recht sind, Emanzipazion ausgenomm.,die Kind. stets in väterlicher Gewalt, u. des Sohns(nicht der Tochter) Kinder, Enkel u. Urenkel. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-1214]
    Der röm. Vat. kan die Kind. vordem 3 Iahr tödt. wenn 5 Nachbarn sie für verstümmeltod. monströs gehalten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1215]
    Ius noxae dandi: wenn meine Kind.einen durch Diebstahl p. beschädigten: kont' ich sie ihm statZahlung so lang als Sklav. geben bis sie soviel alsder Schade erworben |

     

    [IIb-15-1788-1789-1216]
    Da die Kind. kein Eigenthumhatten: so gehörte war wenn man ihn. et. versprochen so viel als hätte man's dem Vater versprochen. §. 4. I. de inutil. stip. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1217]
    Vat. u. Sohn wurd. für 1 Person angeseh. - ausser daßdie väterliche Gewalt so lange suspendirt wurde alsder S. ein Amt bekleidete - dah. weg. ds.Einheit war. die Kind. schon beiLebzeit. des Vat. als Herren des väterlichenVermögens angesehen, dah. zwisch. beiden keine Schuld,kein Prozes, keineZeugschaft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1218]
    Haar und Bart der Alten u. Krank. wachsen stärker als deriung. und gesunden. G. L. 1. t. 1. § 27

     

    [IIb-15-1788-1789-1219]
    Bonaventura, Durandus, Conimbricenses, Germanen:iedes Haar hat seine vegetirende Seele | § 32

     

    [IIb-15-1788-1789-1220]
    Das Kügelgen bringt einige federlose Stellen aufdie Welt, wenn man nur so viel alsmit einem Ohrlöffel aus dem Ei genommen. Sander.

     

    [IIb-15-1788-1789-1221]
    In Polen fahren Geselschaft. in einenErdbeerenwald, tanz. spiel. ess. und bring. Abend Fäss.Beeren mit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1222]
    Wer neuerlich seit 40, 50 Iahr. im ruhigen Besizeiner Religion od. geistlichen Befugnis steht: fürden streitet die Präsumzion, daß er im Normaliahr 1624 daringewesen, weil der Gegenpart sonst durch den Friedensexekuzionsrezes.

     

    [Manuskriptseite 127]

    restituirt word. wäre: derGegentheil hat also die Last desBeweises. Lange. 2 Haupt. §. 15.

     

    [IIb-15-1788-1789-1223]
    Die sybillinisch. Büch. durften beiLebensstrafe (Iust. in Apolog. II) nicht geles.werd., damit niemand auf sie sich stüzend Neuerung begänne. Casaub. exerc. ad. app. Annal. exc. 1. XI. blos was auf Befehl und Erlaub. des Senatsvon ihnen bekant gemacht werd. durfte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1224]
    Sonst war. die Thore der Städte die Pläze desGerichts und öffentlicher Zusammenkunft, Klag.angehört, Kaufverträge bestätigt, auch Märkte für Lebensmittel - viell. ienesweil man die aus= u. eingehen müssendenAkkersleute leichter rufen konte vor Gericht da. A. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1225]
    Abrahams Knecht schwur indem erseine Hand an ienes pudenda legte. Kimchi noch im Orient so beiseinem Volk. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1226]
    Gmelin: eine Frau fiel in einensüss. Schlumm., wenn eine arme Frau fürBezahlung ihre Haare so von einand. legte, als wennman der Kind. Läuse sucht. 1 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-1227]
    Seine eigne Frau vertreibt sich das Schlukken,indem sie unverwandt in die linke Hand schaut. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1228]
    Im Scheintod (Asphyxie) ist Elektrisirung das ersteund beste Beseelungsmittel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1229]
    Der Priest. darf bei ewig. Gefängnisstrafenichts von einer gebeicht. Konspiraziongeg. den Fürsten offenbaren, ab. ermus den Inquisor. es anzeigen,wenn eine Konfitentin einen Priest. der Hurereimit ihr anklagte. Voltaire. Confession.

     

    [IIb-15-1788-1789-1230]
    Bei den Entwiklungs= u.Ausbildungsepochen sind gewisse Krankh. (wie besondersManbarwerd.) weil der Nervenäth. zum Schad. der übrig. Glied.dahin strömt. Die lezte Entwiklung ist beiden Männern im 40, Weib. 36 Iahr, wo der Kopf grösserwird. Eben so die Epochen des Umkehrens und *...*gens der verschied. Organe im Alter. Gmelin.

     

    [Manuskriptseite 128]

    [IIb-15-1788-1789-1231]
    Ie stärker die Person., in einen desto tiefernSchlaf fallen sie vom Leiten des Äthers von oben nach dem Magen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1232]
    In der erst. Kirche zündete manzu Iohanni Feuer auf den Angern an und spazierteauf den Feld. mit Fakkeln herum - Durandus: an a. Ort. verbrentman zusammengetragene Todtengerippe, unreine Dinge. Kasaubon: zu seiner Zeit tanzteman auf der Gasse ums Feuer u. die Mütt. trug. dieKind. dadurch Ist vom Nothfeuer verschied.das man anzündet zurVertreibung der Viehseuche. C. 1 B. S. 308.

     

    [IIb-15-1788-1789-1233]
    Kirch. Oedip. T. II. class. XI. c 7:Die Ägypt. hatt. in den Tempelnein Rad, um das ein Löwenkopf, Schröter,Hundskopf pp. abgebildet war. Auss. dem Radwar eine Hand mit einem ausstrekkend.Finger; auf welch. Got nun dasHändgen gi nach Umdrehung des Rads wies, die glaubten sie zur Erlangung der begehrten Sache anruf. zu müss., z. B. Schröter war der Osiris. | p. 414

     

    [IIb-15-1788-1789-1234]
    So hatt. nach eben Kirch. die Hebräer ein Glüksradmit 4 Scheiben, auf deren ied. das Alphabeth war; siewurden umgedreht u. 4Buchstaben machten das Wort, auf das einHändgen wies (auf dessen Finger Iehovah stand) u. das die Antwortauf ihre Frage war |

     

    [IIb-15-1788-1789-1235]
    Der Franzos Tholo P. Greg. Tholosanus apud Ursin. analect. p. 114: auf der S einen Seite stelle ein Hahngehirn eine Lilie auf der a. eine Kröte vor, dah. er der Franzos. Wappen. | p. 431

     

    [IIb-15-1788-1789-1236]
    Man wählte schöne Priest. weil in der. Händ. dan die Opferden Gött. lieber seien. Athen. deipnosoph. l. 15. | G.

     

    [IIb-15-1788-1789-1237]
    Tiber gab den Aerzt. zurWegschaffung lichenis im Gesichtquinquaginta millia coronatorum. | L. 1. T. 2.

     

    [IIb-15-1788-1789-1238]
    Fortunat. Fidelis: eine Narbe aufder Nase am häslichsten

     

    [Manuskriptseite 129]

    dan Wang., danKingegend, d. Lipp., dan Aug., Stirne und Ohren zulezt. | II §. 2

     

    [IIb-15-1788-1789-1239]
    Die Nase macht die grösteVerschiedenheit, Schönheit undHäslichkeit der Gesichter nach Galen, Bartholin, Zacchias - besond. weil nach Andr. Laurenz. blos der Menschmit einer erhabn. Nase gebildet. | §. 3.

     

    [IIb-15-1788-1789-1240]
    Tagliacozz. chirurg. cirtor. c. 5: einigePythagoräer: die Nase drükte in Bildungder Nase die Monade u. Dyas aus | III

     

    [IIb-15-1788-1789-1241]
    Lizetus: Dante: das Wort Homo ist auf ied.Menschen Gesicht ausgedrükt, |III

     

    [IIb-15-1788-1789-1242]
    Longobardische Geseze: wer einmal stahl, verlor das Auge, 2mal die Nase. || §. 4

     

    [IIb-15-1788-1789-1243]
    Von Tyrannen wurde dieNase gewöhnlich Brüdern abgeschnitt., um sie zumThron untüchtig zu machen. || §. 4

     

    [IIb-15-1788-1789-1244]
    Plinius: l. 6. c. 30: im Orient ein Volk ohne Nasen. || § 5

     

    [IIb-15-1788-1789-1245]
    Herrera: im amerik. Königreich Quitamalaverehrten die Amerik. an einem See dasGözenbild Anazotl: in den aufsteigend. Dünst. sie zuweil. dasBild vom Göz. u. sich u. sagt., der Got erschienemit einer Prozession Gött. in denWolken. C. I B. Die Dominikaner schaft. das Bild u. das Übrige weg. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1246]
    So Kircher: die Hirt. Mauretaniens sahen sich,bekleidet mit Häut. u. tanzend, in solch. Dünst.abgebildet u. sagt. nachher, die Faun. u. Satyrs erschien. undtanzt. zu gewisser Zeit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1247]
    Der lezte Inka hat einen gold. Sarg, im Gart.güldne Bäume, in Zimm. alle Thiere und Gewächse, Fische, Ries.,alles Es und Trinkgeschir. | 2 B. S. 50

     

    [IIb-15-1788-1789-1248]
    Garzonus in seinerPiazza: er habe so viele 100 Aut. durchblätt.und nichts zum Lobe der Müllergefunden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1249]
    Bei den Römern war Bekker undMüller eins, in den Mühlen ihre Baköfen. |

     

    [Manuskriptseite 130]

    [IIb-15-1788-1789-1250]
    Tiber lies Garküch. und Wirtshäus. verbiet.,Gebaknes öffentlich zu verkauf., derSchwelgerei wegen. Sueton. c. 34. Tib. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1251]
    Kircher mund. subterran. 8 l: in den span. Thälern entdekte manunt. Philip III. neue Th. Batuecas woeine Geselschaft Menschen in allem vonden a. verschied., wohnten.

     

    [IIb-15-1788-1789-1252]
    Im I. 1312 solche Theuerung daß man Diebevom Galg. as | p. 127

     

    [IIb-15-1788-1789-1253]
    Das sogenante güld. Wass. durfte beiLebensstrafe in Pers. nur der König undder älteste Prinz trinken. Coel. Rhod. l. 18 c. 18 lect. ant.

     

    [IIb-15-1788-1789-1254]
    Bei den Cois trank. dieMädg. und Knab. Wass. bis sie in den Ehestandkamen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1255]
    Clemens Roman. l. 2. recog. et l. 6 constitut. und Athanas. Niernus: der Zauber. Simon machte aus Luft einenMenschen - Bildsäul., gehend - aus Stein. Brod - vebrante im Feuernicht, zeigte sich wie Iang 2 gesichtig. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1256]
    Das Ende der Minderiährigkeiteines böhmischen Königs ist im 14 Iahr od. noch eher. Mosers Staatsr. tom. 18. p. 385.

     

    [IIb-15-1788-1789-1257]
    Mit dem Niederösterreichischen Erbkämmereramt des Grafen Breuner ist das Erbspielgrafenamt verknüpft,bei dem sich nach Leopolds Verordnung alle Spielleute,Komödiant., Bärn=, Affentanzmacher Taschenspieler und Schalksnarr.u. narrinnen anmeld. sollen, u. alle Obrigkeiten soll. sich nurder der Brüderschaft S. Nikolai einverleibten Spielleute bedienen. Pütters historisch-politisches Handbuch der deutsch. Staat. 1. Th. S. 189.

     

    [IIb-15-1788-1789-1258]
    Bei algem. Brand der Welt geh. auch die Gött.mit unt. u. blos Zevs bleibt. Epikt. Red. 3 B. 13 Rede

     

    [IIb-15-1788-1789-1259]
    Tagliacozzi chirurg. curtorum: zur Naseneinimpfung ist Frühling und Sommer am best., und mänliches Alter - heit. Tag, am Morg., Wechsel der Messer wegen der Abstumpfung - die neue Nase ist kalt, anfangs grösser als die wahre weil sie zusammen

     

    [Manuskriptseite 131]

    welk. mus, hat engere Löcher. Eben so ergänzte er Ohren u. Lippen. Helmont, Kircher u. a.: daß einer, der sich seines Dieners Nase aufimpf. lassen, sie unter Schmerz. während der lezt. Krankh. fühlte, bei dess. Tod sie abfaulte. | G. L. I. T. II.

     

    [IIb-15-1788-1789-1260]
    Im Hessendarmstädt. müss. nach einerVerordnung von 1723 die Verlobt. - auss.wirkliche Räthe oder ähnliche - sichvon Priest. einsegnen lass. od. wie man sagt,weinkäuflich kopuliren: sonst gilt das Eheverlöbnisnicht.| Höpfner

     

    [IIb-15-1788-1789-1261]
    Ist der Vater blödsinnig: so willigt statseiner sein Kurator, die nächst. Anverwandt. u. dieObrigkeit in die Kindesehe. Ist er abwesend: somus 3 Iahre auf ihn mit der Ehe gewartetwerden.

     

    [IIb-15-1788-1789-1262]
    Die Gewissensehe (d. i. ohne priesterlicheEinsegnung) ist nur dem hoh. Adel erlaubt u. dieKind. sind nicht legitim. p. 99.

     

    [IIb-15-1788-1789-1263]
    Ein Edelman in Brüssel gieng 25 Iahre aus Furcht derErkältung nicht aus dem Haus u. vertriebdie Zeit durch Samlung eines Kabinetsvon Gemälden. Zimmerm. von Einsamk. 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1264]
    Zimmerman: vielleicht leben Professor. nur darum so gesundund lange weil sie niemand die Kour mach.müssen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1265]
    Sonst braucht. die Höfe bei denwichtigst. Staatsunterhandlungen Bettelmönche. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1266]
    Im 6 ten Säkul. bestrafte man mitdem Kloster die gröst. Hern, im 7 schenkte man Kind.in der Wiege durch eine schriftlicheVersicherung ihnen, damit sie die Sünd. der Familietrügen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1267]
    Um die Langweile loszuwerd., stiftete Pachomius das erste regulare Klosteranno 325 zu Tabenna |

     

    [IIb-15-1788-1789-1268]
    Die Mönche des Pachom. durft. bei Red. nicht red.u. ein

     

    [Manuskriptseite 132]

    ander ansehen, dah. war ihnen die Kapuze üb.die Aug. gezogen, wie beim Arbeit. undBeten |

     

    [IIb-15-1788-1789-1269]
    Als einmal einer von seinenMönchen aus Stolz 2 Rohrdekken stat 1 flocht: must' er zur Strafetäglich 2 flechten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1270]
    Ammonius hielt in der Hochzeitnachtseiner Braut eine Rede geg. den Ehestandu. beide floh. in eine Wüste. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1271]
    Die Glied. der Anachoreten waren durch eiserneHalskrag. Armbänd. Handschuhe u. Rüstung. geschloss., man betetesie an. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1272]
    Evagrius in seiner Kirchengeschichte: einigeAnachoret. in Palästina wohnt. in Grüften unt. der Erde, dienicht gröss. waren als sie |

     

    [IIb-15-1788-1789-1273]
    Ebenda: manche waschen sich unt. nakt. Weib.in öffentlichen Bädern, betasten u. umarm. sie ohne wollüst.Regung. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1274]
    Baradatus ein Syrer lebte in freier Luft, dieHände imm. gen Himmel gestrekt, in ein Thierfel gewikkelt, durchdas er ein Loch zum Athmengeschnitten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1275]
    Iakob ein gleichzeitig. Anachoret wand umseinen Hals und Leib eiserne Kett., 4 a. hieng.vom Hals herab, 2 vorn und 2 hinten,seine Arme damit bewund., als blos Linsen, war vieleTage so mit Schnee bedekt daßman ihn kaum beten sah. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1276]
    S. Simon Salus stelte sich aus Demuth tol u. bekehrte dad.viele |

     

    [IIb-15-1788-1789-1277]
    Hieronymus: ein ägypt. Mönch klagte üb.unzücht. Gedank.; sein Abt rieth einem ernsthaft. Man, ihnzu beschimpf. und zu verklagen u.falsche Zeug. geg. ihn: dad. verlor die unzücht.Gedanken. |

     

    [Manuskriptseite 133]

    [IIb-15-1788-1789-1278]
    Simeon auf der Säule betete baldmit ausgestrekt Arm. wie ein Kreuz, baldbiegend sich mitder Stirn zu den Füss., u.machte das 1244 mal hinter einander. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1279]
    Wer den Santons in Pegu (Mönch.) beichtet, wird nichtbestraft, auch für die gröst. Missethaten.

     

    [IIb-15-1788-1789-1280]
    Sonnerat: die indischen Büssendendürf. keinen Hausrath als einen Lingam (Phallus)hab., den sie in Einem anbeten - einige grab. sich in die Erdeund athm. durch ein Loch - a. nur bis anden Hals - thun das Gelübde, stets zustehen und häng. ihren Kopf, um nicht niederzukönn.,in ein Gitter - a. stehen mit einem Fusauf der gross. Zähe, den a. in die Höhe haltend,beide Arme empor, betrachtend die Sonne zwischen 4Gefäss. vol Feuer - die Weib. küss. ihrepudenda u. bet. sie an, u. bei der geringst.Fleischesregung würde man sie steinigen - ied. bringtihnen Ess. u. da sie ihre Hände nicht brauch., legts ihn. inden Mund u. wäscht sie |

     

    [IIb-15-1788-1789-1281]
    Die muhammed. Religios. in Ägypt. Hur. in einem Hemde mitied. Weibe auf öffentlicher Strasse, ohne Klage derEhemänner "man mus es dem Heil. vergeb. denn er istunsinnig."; Brod und Fleisch p. nehm. sie u. derVerkäuf. ist üb. die Ehre froh |

     

    [IIb-15-1788-1789-1282]
    Die mahumed. Fakire in Ind. 800,000, die heidnisch.1200,000 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1283]
    Bergman: im Rauschgelb von Pozzoli und im Operment aus Georgien ist 1Theil Schwefel geg. 9. Th. Arsenik. Dess. Abhandlung vom Arsenik.

     

    [IIb-15-1788-1789-1284]
    Gegen die Weinprobe thut der Betrug Kreide inden Wein; die dan niedergeschlag. Kalcherde mindertdie Schwärze der Salzleber |

     

    [IIb-15-1788-1789-1285]
    Holz mit einem Firnis, worunt. weiss. Arsenikgemischt ist, wird nicht von Würmernzerfressen. |

     

    [Manuskriptseite 134]

    [IIb-15-1788-1789-1286]
    Fulda: Ähnlichkeit. der deutsch.und persisch. Sprache: Plural 2 erleiEndigungen - Nam. keinGenus - Komparativ ist unserer - Genitiv hates voran - bild. dasAbstrakt. vom Konkret. mit dem End=I. - Beiwört. 1Form mit den Hauptwört. p

     

    [IIb-15-1788-1789-1287]
    Ein Erzbischof von Köln lies den Räthen, die üb.eine Witwe unrecht gerichtet, die Aug. ausstech. u. einem 1, damiter die a. nach Haus führen könne; lies Menschenköpfevon Thon mit ausgestochenen Aug. zumAndenk. aufrichten. C. 2 B. p. 140

     

    [IIb-15-1788-1789-1288]
    Kais. Maximinus sof täglich 24 Maas undschwizte 2 bis 3 Nösel Schweis den er in einer Schale samlete.Iul. Capitolin. de Maximinius.

     

    [IIb-15-1788-1789-1289]
    Herzog in Baiern Heinrich sah einen an die Wandschreiben post sex: dachte nach Tag. stürb' er, nach 6 Woch., 6Monat., 6 Iahre, wo er noch nicht starb sond. zumKais. gewählt wurde, welches es bedeutete. | p. 176

     

    [IIb-15-1788-1789-1290]
    Ein Armer vermachte demeinen reich. Freund die Ernährung seinerMutt., dem a. die Ausstattung seiner Tochter. Nach 5Tag. vermachte der d erst. sterb. ds. die ganze Erbschaft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1291]
    Den Abend vor dem Hochzeittage mus sich dieIüdin so weit in kalt. Wass. 3 mal eintauch. daß es 1/4 Ell. üb.sie zusammenschlägt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1292]
    Der Bräutigam hat Asche u. eine schwarze Kappedie auch die Braut hat, zum Andenk. deszerstört. Ierusalems auf dem Kopf. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1293]
    Theodorich von Niem: die Töcht.des Tamerlans macht. geg. die Provinz. wächserneBilder (wie geg. Menschen) u. beföderten dad.seine Siege. Eberhard von der Magie

     

    [Manuskriptseite 135]

    [IIb-15-1788-1789-1294]
    Die betend. Kind. in Schlesien ahmt. derschwed. Soldat. öffentliche Betstund.nach - sie liess. auf sichSoldat. ohne Furcht blind schiessen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1295]
    Iuden: die Teraphim waren derabgehauene einbalsam. Kopf eines erstgebornen Sohnes,unt. dess. Zunge ein gold. Blech mit demdarauf gestochenen Namen d eines Gözen; gab, in einer Blende, Antwort. Alg. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1296]
    Heliogabal lies überal seinen Wegmit Blum. besäen, traktirte seine Höflingemit Rebhünereiern, mit Eingeweid. vonfremd. Fisch. und Vögeln, seine Hundemit Gänselebern, seine Pferde mitWeintraub. u. die Löwen die ihm bei derTafel aufwart. mit Fasanen und Papagaien.

     

    [IIb-15-1788-1789-1297]
    Unweit dem Zotenberg in Schlesien sind 2 Steine zum Andenk.eines Mönchs, der mit einem Federmess.einen Wolf abwehrte und tödtete.

     

    [IIb-15-1788-1789-1298]
    Der Fuchs stelt sich als auf dem Rükk.liegend, als ein todt. Aas u. fängt dan den herfliegend.Raubvogel.

     

    [IIb-15-1788-1789-1299]
    In Zürich ist nach dem Gesez iede üb. dieStaatsverfassung ds. Republik, auch nur mit auswärt.Privatperson. geführte Korrspondenz Hochverrath. Zimmerman. 2 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-1300]
    In Sina giebts Lehrer für Kind., um den Thee serviren zulehren. Modejournal.

     

    [IIb-15-1788-1789-1301]
    Den Lappen lies man zur christlichen Bekehrung alle Zaubertrommelnverbrennen. C. B. 2.

     

    [IIb-15-1788-1789-1302]
    Adrianus Romanus in seiner mathesi Polemica: ihm zeigtezu Würzburg Friedrich von Thüngen Domher einsilbernes Trinkgeschir wie eine Iungfrau gebildet, das mit Wein angefültauf dem Tisch zu ied. gieng, ausgetrunken weiter gieng u.volgeschenkt. | 146.

     

    [Manuskriptseite 136]

    [IIb-15-1788-1789-1303]
    Ein Künstl. in Nürnberg machte ein Kästg. wo durchUmdrehung 1 Rades alle Handwerk. ihre Künste machten, der Barbierhielt dem Kopf den Spiegel vor, Mezger schlug mit derAxt auf den Ochs., Müll. schütt. Getraide auf p. | 148

     

    [IIb-15-1788-1789-1304]
    Zyton ein böhm. Zauber., verwandelte nach Dubravius, die Händeder Höflinge in Ochsen=Pferdeklau., damit sie nicht in die Schüss. langt.,verwandelte Heubünd. in 30 Schweine, die er verkaufte u. die imWass. zu Heu wurden. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1305]
    Der Geishirt Staphylus entdekte an 1 des Königs Oenei Zieg. grössere Fröhlichkeit, kamvon den Weintrauben, Wein entdekt dad. Probus in l. 1.

     

    [IIb-15-1788-1789-1306]
    Weil Bacchus zuerst den Wein durch Wass. zu mässigenerfand: so wurde er, da vorh. die Leute von ihm krumwurden, gerade abgebildet undverehrt, Tiraquell. de nobilit. c. 31. n. 181;mit einer Ruthe, weil er dieMenschen, die besoff. sich mit Prügel erschlug.,zu Ruthen beredete. Euseb. l. 2. praep. Evang. c. 2 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1307]
    Am Bacchus Fest führt. die Weib. Phallos auf Wägelgendurch die Strassen u. in die Stadt u.eine keusche Frau bekränze sie öffentlich. Augustinus de civitate dei l. 7. c. 12. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1308]
    Am Fest der Esther schlägt ieder Iud. in der Synagogemit einem Hammer (wenn der Haman in derGeschichte genant wird) nieder u. mein. ihn zu treff.,beim Andenk. der 10 Söhne Hamans schlag. sie damit einand. bis zu Löchernin die Köpfe. | p. 204

     

    [IIb-15-1788-1789-1309]
    Die Banianer im Königr. Deli trag. die Kerz.in Laternen, damit nicht die Mükk. sich daran sengen,sterbend bitt. den a. ihre Läuse zu sich zu nehmen. Boter. cosmogr. l. 3. part. 2.

     

    [IIb-15-1788-1789-1310]
    Talmud: das weiche Läpg. am hart. Ohr ist, damitein Fromm. dieses mit ien. verstopfe geg.Verläumdungen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1311]
    Am Ende des Sabbaths giess. sie vom getrunk. Wein

     

    [Manuskriptseite 137]

    auf die Erde, damit die RotteKore, Dathan und Abiramauch was kriege. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1312]
    Galenus: Gastwirthe verkauft. Menschen= fürSchweinefleisch bis einmal ein Finger gefund. wurd. in der Brühe und die Gäste alles wegspien. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1313]
    Von Ostern bis Pfingst. (7 Woch.) dürf. die Iud. sichnicht rasiren lass. od. heirath., an 1 Tag ausgenomm., Lag bumer,weil in der Zeit viele Rabb. starben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1314]
    Die Therapeuten ess. nur nach Sonnenuntergang. Zimmerman

     

    [IIb-15-1788-1789-1315]
    Alexand. schien den Paphtlagoniern weg. seinesGeifers den er mit der gekäuet. Wurzelvom Senfkraut erzeugte, et. götliches u.fürchterliches zu sein. Luzians Alexand.

     

    [IIb-15-1788-1789-1316]
    Er gab das Gesez, daß niemand üb. 18 Iahr. ihnbeim Grusse, besond. auf dem Mund, küste. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1317]
    Iuden: Iakobs Ring. mit dem Engel warein Traum u. sein Hinken von Nachtkälte od. üblerLage - Rabbinen: der Engel war einböser, und zwar Kanaans Schuzengel der ienes Eintrit hindern wolte- a. Esaus Schuzengel- von der Hardt: einBote von Esau. A. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1318]
    In der byzantinischen sindauf einer 120 Schuh lang. Drachenhaut Homers Gedichte mit güldnenBuchstaben. C. 3 B. nach Lipsius ists ein Darm.

     

    [IIb-15-1788-1789-1319]
    Burnet in der Beschreibung von Italien: in Norcia an den appenninischen Gebirgen darf keiner ein Amt bekomm. der les. und schreib. kan, die Obrigkeit besteht aus 4 Leuten. Li quatri illiterati. | 21.

     

    [IIb-15-1788-1789-1320]
    Lipsius de biblioth. c. 3: Naukrates beschuldigt den Homer, daß er im Tempel des Vulkanszu Memphis die Ilias u. Odyss. fand u. für seine Arbeit ausgegeben.

     

    [Manuskriptseite 138]

    [IIb-15-1788-1789-1321]
    Hontan: in Kanada lies der Bischof geg.die häufig. Turteltaub. zu ihr.Vertreibung Weihwass. sprüzen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1322]
    Bartholin. act. med. vol. V. obs. LX. aus BorrichiiObservationes: eine Aktevom halben Schlage gerührtedachte, sie sei tod, man muste ihr dieTodtenkleider anthun, dachte, sie gehe mit Todt. um,um das Äquinokz. und Solstiz. kamdieser Einfal alzeit wieder. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1323]
    Lex Alatius in Fascicul. epistolarum: inSpanien Roccus Martinus aus Orca fiel sich einen Dorn=oder Schlehenbusch in die Brust; wuchs u. alle Frühlinge u. muste mit der Gartenscheer beschnitt. werden. Pabst Urban VIII einen Zweig davon. Plutarch: einem Man wuchs ex pene ein Gerstenhalm heraus, Aristot: einem Hirsch. Epheu zwischen den Hörnern. | 186

     

    [IIb-15-1788-1789-1324]
    Ana Ulmerin in Eslingen 1551 stelte sich als hätte sieeinen unermeslichen Bauch u. richtete sich innenein Thier auf, Würmer (aus Schafsdärm.) gieng. vonihr, er blähte sich auf; ein gemachter u. sie wurde wieeine Zauberin in einem Badzuber insGefäng. getragen. Wierius | 195 p.

     

    [IIb-15-1788-1789-1325]
    Die alt. Astronom. nahm. zwisch. den Fixstern.und Planet. einen coelum trepidationis weg.der Unregelmässigkeiten der leztern.Gassendi: dan den Fixsternhimmel, dan das prim. mobile das sich u. den ganz. Himmel in 24 Stund. umwälzt, dan den Feuerhimmel wo die Seelen. Gassendi: stat des zitternd. Himmels sind 2 krystallene, 11 bewegliche Himm. u. dan der unbewegliche od. das Empyreum das wie ein Quadrat sieht. Peurbach: um ied. Planete. sind 3 drehende Himmel. | 202

     

    [IIb-15-1788-1789-1326]
    Zäsar Longinus im orient. Indien: in Goa ehlich. der Man

     

    [Manuskriptseite 139]

    im 9ten Iahr u. Frau 8 7ten red. ab. nicht mit einander bis die Frau geboren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1327]
    Hartsöker im tentam. dioptrices: dieMondflekk. sind tiefe ausgemauerte mit hoh. Mauern u. Gewölb.bedekte Hölen geg. Hize am Tage undNachtkälte, dah. auch breite verdekte Landstrass. dasind. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1328]
    Hontan: keinerAmerikanerin darf man am Tage von Liebe red. nurzu Nachts u. sie verweis. einen darauf. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1329]
    Eb. träumt einem Anverwandten 2 Nächte hintereinand. von dem Todten: so mus er ihmdurch Selbstmord Geselschaft leisten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1330]
    Ebenda: weil ein Sklave durchdes Hern Tod frei wird: so geht er täglich um dess.Sarg und raucht zur Dankbarkeitein paar Pfeifen aus ihm. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1331]
    Ebenda: wenn derKriegsgefang. Weib. od. Kind. getödt. wird er aufs entsezlichste gemartert; nur Männer: so bloserschossen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1332]
    Luzian wid. einen Ungelehrten:ein Reich. in Asien hatte stat der erfrorn. Füssehölzerne, für die er immer neue und schöne Schuhe kaufte.

     

    [IIb-15-1788-1789-1333]
    Ebenda: Dionys kaufte sich des Äschylus Schreibtafel u.glaubte dan bessere Tragöd. hineinzuschreib. als die, weg. deren Tadel er den Philoxenus in die Steinbrüche verdamte.

     

    [IIb-15-1788-1789-1334]
    Eine sympath. Nase faulet beim Tode des alt. vorig.Inhabers nach Kampanella weg. dem algem. Zusammenhang all.Dinge - Dygbäus, durch die Atomen geschiehts - Steeb: wenn der beseelende Geist ausdem ganz. Inhaber geht, so geht auch der Partikelien. G. aus der Nase - der iüngere Helimont: weg. der noch fortdauernd.Verbindung, so fühlte ein Geistlicher inHoll. alle Schnitte in sein abgenommenes Bein. G. L. I. T. II.

     

    [Manuskriptseite 140]

    [IIb-15-1788-1789-1335]
    Die griech. Philosoph. übten Iüngling. in tugendhafterStandhaftigkeit, daß sie sie banden, geiselten, schönen die Haut mit spiz.Eis. zerrizten, bis zum Tödten oft. Luzians Nigrin.

     

    [IIb-15-1788-1789-1336]
    Manche liess. in Rom Sklaven vorausgeh., die sie vor iederErhabenheit od. Hölung warnt., damit sie nichtstolperten. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1337]
    Die Kuret. bestrich. ihre Pfeile mit Opium.||

     

    [IIb-15-1788-1789-1338]
    Gerade die äusserst. fein.Endigungen der Nerven hab. meisteEmpfindlichkeit, wie beim Stoss. desElbogennerven. Isenflam.

     

    [IIb-15-1788-1789-1339]
    Die Einwohner des Walfisches zählt. ihre Stund. nachden Öfnungen seinesSchlundes alle St. 1 mal. Luzians wahre Historie 1. B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1340]
    Eine Insel bestand aus einem gross. Käse, wodie Weintraub. Milch gaben. 2 B. - Leute mit Füss. von Kork auf dem Meer gehend - auf der Insel der Seelig. sind die Kleid. aus purpur. Spinweb. auf den Halm. wächst schon fertig. Brod, die Wind. wart. bei Tisch auf, gläserne Bäume von denen man sich einen sich selbst füllend. Weinbecher abbricht. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1341]
    Rabbi Salomon: Iakob wolte alle Söhne segnen, ab. ineinem Anstos Raserei hab. er die 3 erst. 3 verflucht.A. W. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1342]
    Rosenwass. ist wie and. Extrakte der Blumen beider Blüte derselben, beider Rosenblüte ohne Geruch. Gassend. in l. 10. Diog. Laert. de phys. epic. | G. Germann: es scheint nur so, weil man es weg.des Geruchs der übrig. Blumen minder fühlt. L. I. T. II. §. 35.

     

    [IIb-15-1788-1789-1343]
    Der Tyger brült im Sturm am meisten. Hammer zu Shakespear.

     

    [IIb-15-1788-1789-1344]
    Botellus: täglich wird einPfund Blut gemacht, Helmont:

     

    [Manuskriptseite 141]

    zehn Unzen. | G. L. I. Tit. II. §. 40.

     

    [IIb-15-1788-1789-1345]
    Auf der Marathon. Ebene hört man noch immerPferde= u. Schlachtgeschrei. Pausan. l. 1 in Attic. c. 32 ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1346]
    Einer bekam die Krankh. des Kopfkrampfes alzeit wieder,wenn er sie iemand beschreib. wolte od. sie lebh. dachte. Abels merkw. Erscheinungen aus dem menschlichen Leben. S. 2. 1 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-1347]
    Bonnet: einem, der Frankfurt. Hauptpillenwolte, gab er versilberte Semmelkrumen; hatte ein Erbrech., 5.Sedes. Arzt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1348]
    Pechlin: einer dachte, die 15 Gran weiss.Vitriol seien zum Schwiz., u. schwizte wirklich statzu brechen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1349]
    Eine Frau lag todscheinend in Starsucht, hörte die Anstalt.zum Begräbnis (wie in Unzer eine) u. konte doch nicht reden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1350]
    Eine bis ins 20 Iahr verständ. Frau wurde unt. denHernhutern blödsinnig u. sagte immer und blos "Lämlein" |

     

    [IIb-15-1788-1789-1351]
    Starsucht u. Wahnwiz so verbund., daß ein alt. Man 1724 deneinen Tag die Starsucht, den 2tenWahnwiz, 3ten 4 tägig. Fieb., 4ten Starsucht hatte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1352]
    Einer Frau war stets während der Schwangerschaftder Schnupftabak äusserst zuwider |

     

    [IIb-15-1788-1789-1353]
    Das Wezen eines Messers hat schondas Zahnfleisch bluten machen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1354]
    Alle Kind. eines schielend. Schulmeist. schielt., die Fraueines Hypochondrist. bekam die Mine eines H. ohnedie Krankheit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1355]
    Die Iud. sagen in Briefen und Gesprächen stat"der Her segne euch" lieber "der Name segne euch" Nur derHohepriest. sprach Iehovah aus u. 1 mal am Versöhnungstag, u. dochsangen noch die

     

    [Manuskriptseite 142]

    Priest. und Levit. lauter, damitman ihn nicht höre. Wer die ganz rechte Aussprachedes Shem Hamphorash oderTetragrammaton hatte: könte Himmel u. Erde erschütt., Wunder thun. Noah lenkte damit die Arche. DerHohepriest. Simon 289 vor C. G. hatte die Aussprache zulezt. Wegen der Menge Gotlos.sezte man dafür einen a. Namen von 12Buchstaben. Talmud verflucht schreklich einenAussprecher desselben. Philo u. a. Iud.des A. T. verordne Tod darauf. A. W. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1356]
    Da man nur ganze Antiken wolte: so gaben Meister (wodurchder Betrug schwererzu entdekk. ward) sich mit Ergänzungenab. So kömt eine antike Hand an einen schlechtenRumpf. Was man für Gladiatoren hält, sin dblos berühmte Kriegerund Athleten: allein wo maneinen stark. Körp. fand, dem gab man ein kurzesSchwerd in die Hand. Heyne.

     

    [IIb-15-1788-1789-1357]
    Die Kretins im Walliserland sind taubund stum geborne mit Kröpfen bis auf dieBrust, ohne Bewustsein und Thätigkeit liegen sie gernin der Sonne, man verehrt sie in derFamilie als Heilige u. sezt sie immer obenan. D. Merkur August 1779 S. 120

     

    [IIb-15-1788-1789-1358]
    Die Dekke der Grotte beim Kloster S. Felicita ist sovon Pocetti gemalt, daß weg. Rizen u. Spalten aus denen Eidexenp. hervorkriechen, sie augenbliklich herabfallen wil. | S. 149.

     

    [IIb-15-1788-1789-1359]
    Volta hat an der Bodendekkeseiner Stube eine mit brenbarer Luftvolle Pistole, die durch einen Gewitterableiter, beieinem ankommend. Gewitt. losknalt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1360]
    Volta: ein Konduktorvon 1 Schuh lang u. dik nimt nicht soviel elektrische Materie an als wenn der mehr nach der Länge ausgedehnt ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1361]
    Die Alten sorgt. nicht für dieErziehung der Weiber, da sie weniger zumStaat gehört. als zum Hausgeräthe des Mannes. | Dez. S. 214.

     

    [Manuskriptseite 143]

    [IIb-15-1788-1789-1362]
    Kämpfer: alle Iapaner, die mit Fremdenzu thun haben, sind durch Eid u. Blutverschreibung verbund.,nichts von den Sitt. Religion,Staatsverfassung Iapans mitzutheilen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1363]
    Die Sanduhrmacher war. sonst ein gespert.Handwerk wovon die Glieder nicht reisendurft u. Nürnberg verlass. durften. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1364]
    De Heer: wenn die Ephemeren schonihre Ephemerengestalt haben u. fliegen: so haben sie noch eineHaut abzulegen, von der sie das Anklammern andie Bäume u. Mauern befreiet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1365]
    Der Bliz zersplittert auf Schiffen nichtdas mit Ofenrus und Oel angestricheneHolz, sond. die unbestrichen. Theile der Masten.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1366]
    Nach den röm. Gesezen darf der Ehebrecher,der Entführer seinen Gegenstand nichtheirathen. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-1367]
    Bei gewiss. Völk. z. B. Mongolen bekam. verdiente Feldhernzum Lohn Städte u. Länder. Schroekh.

     

    [IIb-15-1788-1789-1368]
    Die Familie der Quintier brauchte nie Gold. Alex. ab Alex. L. V. c. 4.

     

    [IIb-15-1788-1789-1369]
    Manche Aszeten legten sich auf eine Tafel so breit wieein dodrans, damit sie im Schlaf hinunterfielen u.zum Gebet erwachten. Epiphan. Casaubon. Exercit. I. ad Annales Baronic. IX.

     

    [IIb-15-1788-1789-1370]
    Rabbinen: sich am Sabbath vor dem Feind vertheidigen oderArznei eingeben war verboten, auss. bei gewiss. Lebensgefahr. |exerc. I. IX.

     

    [IIb-15-1788-1789-1371]
    Die Anhänger des Dositheus blieb. in der Kleidung,Stellung, Orte worin sie der Sabbath überraschte bis an den Abend. Origen. ???? ?????l. 4. c. 11. | Die Essener rükten am Sabbathkein Gefäs von der Stelle, verrichtet.keine Nothdurft. Ioseph. B. Iud. l. 11. Kasaubon führet verschied. Iuden an, die sich am Sabbath, dasie in ein Sekret gefall., sich nicht herausziehenliess., einer starb darin. ||

     

    [Manuskriptseite 144]

    [IIb-15-1788-1789-1372]
    Nach dem mosaischen Gesez, athenisch. u. dem des Charondas muste die Frau, der die ganzeväterliche Erbschaft zufiel, einen anverwandt.ehlichen. Ex. I. XIII.

     

    [IIb-15-1788-1789-1373]
    Da der Hohepriest. wenn eriährlich öfter als an 1 Tage od. als 1 mal an diesem indas Allerheiligste gieng, getödtet wurde: so ists einMährgen des Psevdo=Evodius, daß die Maria bis ins 11 Iahr darin erzogen worden. |XX.

     

    [IIb-15-1788-1789-1374]
    Griech. Meder Pers. Zelt. Indier Iud. lagen alle zu Tische,erst bei Verfeinerung Bett. u. Stühle dazuerfunden. | Ex. XVI. *. 22.

     

    [IIb-15-1788-1789-1375]
    Baronius: Christus wurde in der Stunde derSchöpfung Adams empfang., 8 Kalend. april. - a. Christus wurde am 10 Kal. April.gekreuzigt u. Adam geschaffen. | Ex. I. 27.

     

    [IIb-15-1788-1789-1376]
    Drei Meinungen: 1. vor oder unt.dem Grus des Engels wurde Christus empfangen - 2bei dem Worte "wirst empfangen" (???????) z. B. Nicephor Kallistus - 3. in der Stunde desGrusses ohne Zeitbestimmung, Theophylakt. || 27.

     

    [IIb-15-1788-1789-1377]
    Aristot. polit. l. 6: Hirten sind am best.zum Krieg weil ihr Körp. zum Leb. unt. freien Himelgewöhnt ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1378]
    Die Hirt. die Christum in der Krippe sahen heiss. Misael, Acheel, Cyriakus, Stephanus - die 3 Magier: Ator, Sator, Peratoras, andere: Melchior, Caspar und Baltasar. | Ex. II. 10.

     

    [IIb-15-1788-1789-1379]
    Rabbinen: Salomo brauchte beim Tempelbau den Wurm Schamirzur Zerschneidung der Steine. Ein gross.Ochs trägt auf 1 Horn die Erde, die er abwechselnd aufs 2te wirft, daher Erdbeb. | Ex. VII. 1.

     

    [IIb-15-1788-1789-1380]
    Die vestalischen Iungf.wurd. auf bloss. Verdacht begrab., eine weil sie sagte: glüklichsind Verehlichte: ich wil sterb., wenn nicht Heirath.angenehm ist. | Ex. VIII. 1.

     

    [Manuskriptseite 145]

    [IIb-15-1788-1789-1381]
    Im 2ten Tempel fehlt. 5 Dinge: h.Feuer, Bundeslade, rationale iudicii sed Urim et Thumim,Salbungsöhl u. der h. Geist - andere:Bund., Gnadenstuhl, Cherubim, ignis jugis, götlicheGegenwart. | XI. 10.

     

    [IIb-15-1788-1789-1382]
    Viele: Christus habe durch seine Taufeallen Wass., wenigstens dem Iordan die Kraft der Wiedergeburtgegeben. Chrysost: homil. de baptis. XI: weg. der Taufe Christi bleibt alles Wass., das inder Nacht geschöpft wird wo die Kircheseine Taufe feiert, 2, 3 Iahre frisch. | XIII. 10.

     

    [IIb-15-1788-1789-1383]
    Athenäus l. 10: die Essenaufseher, Oenopten,war. bei den Athenern 3, eine geringereObrigkeit, gab. acht daß die Gäste aequalitatembeobachtet. | I. 19.

     

    [IIb-15-1788-1789-1384]
    Die Bischöffe wurd. in der erst. Zeit oftApostel genant. | XIV. 4.

     

    [IIb-15-1788-1789-1385]
    Der Name Pabst war sonst allen Bischöff. gemein, wieapostol. Siz und das Füsseküss. welches leztereauch Äbten u. a. berühmt. Männern. | 4.

     

    [IIb-15-1788-1789-1386]
    Baronius u. andere: blos derPabst hat das Recht, das Evangel. predigen zulassen. | II.

     

    [IIb-15-1788-1789-1387]
    Rabbinen: sie feiern niemals 2 Sabbate hintereinander wegender Todten (weil sie am Sabbatkeine begrab. dürft. u. sie sich nicht 2 Tage halt.)u. propter olera (die sich auch nicht halten.) | XVI. 20.

     

    [IIb-15-1788-1789-1388]
    Die Griech. u. Röm. ass. zu Mittag wenig u.invitirt. Gäste nur zum Abendessen. | 30.

     

    [IIb-15-1788-1789-1389]
    Die röm. Kirche brach die Hostie in 3 Theile;die gothischen Kirchen in Spanien brechens in 9. Th., umdie Geschichte Christi zu merken,Menschwerdung Geburt BeschneidungErscheinung Leid. Tod Auferstehung, Glorie Herschaft;iedes Theil benant. siemit einem Namen davon: | 38. wie in dermosarabisch. Liturgie steht.

     

    [Manuskriptseite 146]

    [IIb-15-1788-1789-1390]
    Der Iesuit Bekanus: der Pabst kan Fürst. wie Hundebehandeln, verstoss. u. schlachten Kanonist. nec deus es, nechomo, quasi neuter et inter utrumque. | XVI. 140

     

    [IIb-15-1788-1789-1391]
    Maimonides: die Iud. häng. ankeinen eingewurzelt. Baum weil er sonst mitdem Gehängt. müste begrab. werden, so wirdder steinigende Stein, der stechende Dolchmit dem Getödt. begraben. | XVI. 97.

     

    [IIb-15-1788-1789-1392]
    Zizero u. Sophokles: in den Mysterien bekommeman die Hofnung einerbessern Zukunft. Platoniker: darin werde man Got gleich. Ineinig. Mysterien wurde man getauft August. de baptism. contra Don. l. VI. c. 25. - Iustin: der Teufel habe in einig.zur Nachahmung des Abendmals Brod= u. Wassergenusveranstaltet. Eine Beicht, dah. Antalcidas gefragt wurde u.ein Sparter: welcher grösten Sünde er sich bewust sei. - Nero wagte dah. nachseiner Mutt. Tod nicht sich in dieeleusinischen. XVI. 43. bis einer Epopte wurde, 5Iahr.

     

    [IIb-15-1788-1789-1393]
    Porphyr de abstinent. l. IV: in den Mithr. Mysterien deutet mandie Ähnlichkeit mit Thier. so an,daß man die Männer Löw., Weib. Hyänennent, die Diener Raben, die Väter Adler u. Habichte. |||

     

    [IIb-15-1788-1789-1394]
    Libanius: die Iniziirt. wurd. zur Befleissigungder griech. Sprache ermahnt. |||

     

    [IIb-15-1788-1789-1395]
    Schlaf auf der Erde, Antiphonien. Liv. l. 31: 2 Iünglinge,die unwissend in den Temp. der Zeres kam., wurd. weg.Profanirung der Myst. getödtet. Synesius:ignoratio mysterorum est illorum veneratio.

     

    [IIb-15-1788-1789-1396]
    Dah. hiess. u. gaben aus der Kirchenlehr. dieSakramente, besond. das Abendmal fürMysterien mehr Achtung zu erregen 3 Grade,Reinigung, Iniziazion, Epopsie; eben so Stilschweig. unt.dem Abendmal.

     

    [Manuskriptseite 147]

    [IIb-15-1788-1789-1397]
    Das englische Gesez.erkent das Zeugnis einer Frau weder fürnoch gegen ihren Man für gültig. Tom Jones.

     

    [IIb-15-1788-1789-1398]
    Die ägypt. Schweinhirt. durften in keinenTempel. A. Welthistorie 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1399]
    Die Christ. in Abyssinien brauch. stat Wein Rosinen in Wassergelegen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1400]
    Warum ein Mensch in eines a.Gegenwart keinen Wiz p. hat, kömt dah. weil des lezt. Schuzgeiststärker als des erstern ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1401]
    Die Christ. sprach. vom Abendmal in Gegenwartder Katechumenen dunkel u. inUmschreibungen, Zyrillus - vor Heid. sprach. sie garnicht davon; noch durfte iemanddie Wirkung des Abendmals offenbaren: wied.Ähnlichkeit. mit Mysterien. Casaub. XVI. 43.

     

    [IIb-15-1788-1789-1402]
    Die Ordinazion der Bischoffe und Presbyt. hieltman weg. der Händeauflegungund Anrufung des h. Geistes für einSakrament. |||

     

    [IIb-15-1788-1789-1403]
    Das Ende der Welt sezte Laktanz aufs Iahr 436 - Stiefel 1532 - Regiomontan 1588 - Richter aus Schmalkad. 1677 - Melanchth. 1680 - Osiander 1689 - Napier 1700. Der flücht. Pater.

     

    [IIb-15-1788-1789-1404]
    Die Sarmat. schlugen mit den Schwertern indie Luft bei den Gräbern, schreiend:flieht ihr Geister od. Gespenst. in die Hölle. G. l. 1. t. 3. §. 9.

     

    [IIb-15-1788-1789-1405]
    Die Seelen der Gut. im Mond schreien beieiner Mondfinsternis, weil sie im Schatten derSphärenharmonie nimmer hören: so dieHeiden. | §. 10.

     

    [IIb-15-1788-1789-1406]
    Die Säfte der Stopelia variegata et hirsuta habendie Beschaffenheit u. den Geruch faules Fleisches.

     

    [IIb-15-1788-1789-1407]
    Moses verbot so viele esbare Thiere, um die Israelit. dad.von den Gastmal. Fest.Verschwägerungen und Umgangmit a. Völkern zu entfernen. Sie hasten ab. darumdas Schweinefleisch am meisten, weil

     

    [Manuskriptseite 148]

    diebenachbart. Völker es am meist. assen. A. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1408]
    Kabbalist. das gold. Kalb wog 125 Zentner.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1409]
    Iuden: die Abgött. wurden vomTranke desselb. geschwollen u. lahm, die Unschuld.nicht.

     

    [IIb-15-1788-1789-1410]
    Ebenda: bei ied. Strafgericht derWelt legt Got 1/24 der Sünde des gold. Kalbs in die Wagschale.Einer: 1 Unze vom Kalbe kömt auf ied. Gericht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1411]
    Page: viele kultivirte Person. ergriff. dieLebensart der Wild., ab. diese hätt. nie eine solch.Neigung zu uns. Sitten. Page's Reis. um die Welt. 1786.

     

    [IIb-15-1788-1789-1412]
    Die Indier in Neuspanien lass. ihre Pferde Kühe Schafe inder Wildnis herumirren; alle 2 Monate fang. sie sie u. quälen siesehr u. mit Hung., in 3 Tag. lass. sie sie los. Dad. bleib. siezahm. | 88.

     

    [IIb-15-1788-1789-1413]
    Die Reinigkeit der Sitt.verminderte sich stufenweise vom Bewohner der Wäld.,bis zum Bewohner der Dörf. u. Städte; unt. dem Wild.,Indier, Sp Kreolen, Spanier war mit den lezt. am wenigst. umzugehen. | 94

     

    [IIb-15-1788-1789-1414]
    Die Osterkerze, ein Distelgewächs hat nur 1Stengel von oft 15 Schuh und keineBlätter. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1415]
    In Südamerika werd. die Kühe auf dem Pferdgeiagt; der Iäger hebt sie, wenn sie auf dieVorderfüsse im Galop fall. mit dem Schwanz indie Höhe, u. sie stürz. auf die Nase,er zieht ihn zwisch. den Hinterbein.nach vornen zu u. in dies. Lage bleib. sie. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1416]
    Auf der Insel Samar legt der Vogel Tabonseine Eier in ein zugeschartes Loch Sand, derdas Iunge ausbrütet, das wenn es den Sand nacheiner horizontal. Richtung od. in derTiefe

     

    [Manuskriptseite 149]

    durchwült, nicht heraus kömt undstirbt. | 158.

     

    [IIb-15-1788-1789-1417]
    Die Indier auf der Insel Samar hauch. vorh.den Theil an den sie küssen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1418]
    Sie mach. mit dem nämlichen Kampilaneine Geige, spalt. einen Baum, hölen eine Piroge aus,Zeichnungen, Schnizwerk, u. wafnen sich damit. | 175.

     

    [IIb-15-1788-1789-1419]
    Unt. ihnen ist auch das asiatische Massarirengewöhnlich, d. i. sie zieh. u. dehnen die Gelenke biszum Krach. u. durchknät. das Fleisch an verschied.Theil., wod. leichterer Blutumlauf. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1420]
    Wo man nakt geht, ist schon die dunkelbraune Farbe der Hauteine Kleidung. | 200.

     

    [IIb-15-1788-1789-1421]
    In Ragusa dauert derDienst eines Offizianten nur 1 Woche, der Gouverneurdes Schlosses wird alle Tage verändert, geg. Bestechung ausländ.Minister. Dorville.

     

    [IIb-15-1788-1789-1422]
    Albufaragius: Aristoteles las an 1 Buch oft 1 Iahr, ging allein langsam,mit a. schnel.

     

    [IIb-15-1788-1789-1423]
    Nach einer neu. Schrift ist die Freimauerei Iesuitismus: Mond Sinbild der erstern. Nur die Buchstab.,nicht die Worte sind bemerkenswerth - Zum Freimaureru. Priesterweihe mus man 25 Iahr alt sein - Es sind 4 Freim. Grade1) Lehrling 2) Geselle 3) Meister 4) Schottische Meisterund 4 bei den Iesuiten. A. Litteraturzeitung

     

    [IIb-15-1788-1789-1424]
    Die Gelübde der Iesuit. werd. unt. Pfeilen vorgebildet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1425]
    Unt. der Feierlichk. der Aufnahmezu Freimäuern ist Entblössung von all.Kleid. bis auf den Gürtel u. von all. Metalbei den Iesuiten wie bei all. Mönchsorden. Man entblöstKnie u. Busen weg. der Prüfung desGeschlechts. |

     

    [Manuskriptseite 150]

    [IIb-15-1788-1789-1426]
    Sonst stand an der Pallastthür des sines. Kais.eine Trommel, die ieder der Audienz bei ihm hab.wolte nur zu rühren brauchte. Page.

     

    [IIb-15-1788-1789-1427]
    Die Wohnung einer Sineserin, diezu verheirath. ist, wird durch am Fenster stehende Vasenangedeutet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1428]
    Einige Yoguis reisen in Indien kriechend auf dem Bauchdurchs ganze Reich, a. beweg. sich nicht vonder Stelle wo man sie hingesezt, führ' auchein Wagen darüb.; wenn nicht iemand siewegreist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1429]
    Die Hindus das Gesez: Hurerei mit Verlust des1 Augs u. Knechtschaft bestraft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1430]
    Ein arab. Stam auf dem Marsch: sobald dieKameele aufbrech., fliegt das Federvieh auf ihrenRücken, a. tragen Thiere dienicht geh. können - Weib. spinn. od. mahlen aufden Kamel. - die Lanzen der Männer rag.hervor, die in Ordnung den Zug schreien u. ihnschüzen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1431]
    Im Land Kesruan mus der Her des Haus. der Wächter desGastes sein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1432]
    In Amerika trägt der Wilde nur sein Gewehr, die Fraudas Gepäk; so auch in Asien. Er unterhält sich nichtmit seiner Frau u. sie nimt keinenAntheil an seinen Geselschaften. In Amerika u. beiden Bissagern und Maratten bestellet sie dieKornfelder - Ein Araber reit. auf seinem Esel, dieFrau geht mit Bündel Sach. auf dem Kopf - Der Amerik. sizt in derPiroge u. die Weib. rudern - |

     

    [IIb-15-1788-1789-1433]
    Die arab. Vat. u. Mutt. leg. beim erst. Kindihr. Namen ab u. nennen sich z. B. "Vater Iakobs, Mutt. I." - Die Beduinenstämme tragen den Namen der Kind. ihresgemeinschaftlichen Vaters |

     

    [Manuskriptseite 151]

    [IIb-15-1788-1789-1434]
    Die iungen Arab. geb. ernsthafte überlegte und kurze u.wenige Antwort., wegen der lang. Pausen, wozu sie veranlast ihreGewohnheit zu rauch., mit der Handüber den Bart zu streich. u. die Händemit einer Art Rosenkranz zubeschäftigen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1435]
    Die Asiatinnen sind weit fröhlicher u. ofner in ihrenGeselschaft. als die Europäerinnen. Die Gräber (wo sie zuersttraurig sind) Bäder und Gärten sind die öffentlichenPläze ihrer Zusammenkunft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1436]
    Es wäre unanständ. für einen Man, eine Asiatinauf der Gasse zu grüssen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1437]
    Die geistlichen Drusen essen nur bei Frommenu. nehmen auch nur von dies. Geschenke, um ankeinem unrechtmässig erworb. Vermög. Theil zu nehmen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1438]
    Auf Madagaskar bringt man den Pazient. zurHeilung unt. eine Hütte die geg. Morg. off. ist u.woraus Fäden verworr. u. weitergeworf. auslaufen. Auchdie Hauspfost. müss. desweg. mit Farb. aufs neuebestrich. werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1439]
    Die Erdstriche, die den gröst. Wechs. von Hize u. Kälteduld., sind am windigsten; ab. die a. - d. i. der kälteste u.der wärmste - am wenigsten; im kältest. wirkt die Naturgleichförmig schwach, im wärmst. gleichförm. stark. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1440]
    Das Meerwass. wird immer mehr entsalzen ie läng. u. gröss.die Kälte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1441]
    Die Engländ. in Amerika harpunieren den Walfisch auf ofnem Meer - anden Harpunen nur Taue von 50 Klafter, an deren Endeein grosser Luftbal ist, den der Walfisch in dieTiefe zieht, bis er von dess. Gewicht u. der Wunde erschöpft denBal wieder auf die Oberfläche lässet, an dem ihn dan derHarpunirer in die Höhe zieht. |

     

    [Manuskriptseite 152]

    [IIb-15-1788-1789-1442]
    Dü Halde Sohn eines Iuweliers errichtetemit Got eine Handlungsgeselschaft, sezteeinen Geselschaftsvertrag auf, berechnet. ied. auf Gotfallenden Antheil aufs genaueste und gabden 1/2 rein. Gewin den Armen. Leipz. Magazin für Rechtsgelehrte 1 B. 2 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-1443]
    Kassini entdekte durch ein 3000 malvergrössernd. Telskop von Herschel nicht blos dieDoppelsterne, auch 3, 4 fache Fixsterne. L. Zeitung N. 27. 1785.

     

    [IIb-15-1788-1789-1444]
    Im Vergleich von 1705 ausgemacht daß inder Unterpfalz die Protest. nichtbrauch., Gras zu streu. bei kathol. Prozession.,mit dem Gewehr aufzuwart., das AveMaria oder kathol. Feiertage anzuläuten, beider Morgen= Mittags= Abendglokke den Hut abzuziehen; vor demVenerabile Gewehr zu präsent. oder niederzuknien, ankath. Feiertag, die Arbeit einzustell., Fasttäge od.katholische Hebamm. zu brauch. - in denOberamtstädten, wo nur 1 Kirche ist, gehört das Chorden Kathol., das Schif den Protestanten.Ritters historisch=politisches Handbuch von besond. deutsch. Staaten. 1 Th. S. 444.

     

    [IIb-15-1788-1789-1445]
    In Iülich u. Berg dürfen die Protestant. an kathol.Feiertägen zu Barmen, Sohlingen u. Elberfeld öffentlich arbeit. -an den übrig. Ort. in den Häus. beiverschloss. Buden, Fenstern, Laden | 481.

     

    [IIb-15-1788-1789-1446]
    Der churpfälzische Ritterorden von S. Hubert hat den Walspruch in den 3alt. Wort. mit goth. Buchstab. "in Trau vast" (in derTreue beständig: unt. der Ordenspflicht besonders die, den Armen Guteszu thun; auch sol er auf die Iagd Absichthaben. | 492

     

    [IIb-15-1788-1789-1447]
    Vermöge eines Privilegs von K. Rupert von 1405 sind alle Kesler in Elsas,Frank. Schwaben u.

     

    [Manuskriptseite 153]

    a. benachbart. Gegend. churpfälzischeDienstmannen, niemand darf Kessel u. Pfannen verkauf. u. flikk. ohneVerwilligung des privil. Keslerhandwerks; doch steht ied. auchnoch unt. der Obrigkeit seines Orts. | 512.

     

    [IIb-15-1788-1789-1448]
    Der Anführer einerRäuberbande, Schwan, stahl alzeit inder Nacht vor demSontag, weil man da am längst. und ruhigsten schläft- er bestahl seinen Schwager um das, was der ihmzu leihen verweigert; darauf gaber ihm eine Obligazion üb. das Genommene. - Abels Samlung merkwürd. Erscheinungen aus dem menschlichen Leben. 2 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-1449]
    Die Spizbub. stell. sich oft beiHinrichtungen unt. den Galgen u. trink.sich bei Schmausereien einen leicht. Tod zu um sichan den Gedanken daran zu gewöhnen. | S. 50.

     

    [IIb-15-1788-1789-1450]
    In Valencia ist eine aus Diamant. zusammengesezte Statuedes h. Michaels. Essais sur l'Espagne. 1780

     

    [IIb-15-1788-1789-1451]
    In Span. ists ied. Gastwirth verbot., dem Reisend. Lebensmittelzu verkaufen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1452]
    Da die Franzisk. in Madrid zurKirchenerbauung die Einnahme von 8Stiergefechten bekommen: so macht. sie bekant, ieder bekomme fürdie Einfindung dazu einige Iahre Indulgenzien. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1453]
    In Venta de Miranda in Sierra ist zum Vortheil desInfanten eine Taxe auf Papagaien Affen Hundeund Mädgen, nicht verheirathete. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1454]
    Viele Menschen schlafen so tief daß sie alzeitmit der Idee wied. erwach. mit der sieeinschliefen. - Eine Frau die während der Starsucht spielte, erinnerte sichnach dem Erwach. ihrer Spielschuld. nicht, ab. kamdie Starsucht zurük: so foderte sie die Spielschuld. ein. Abel

     

    [IIb-15-1788-1789-1455]
    Wenner als Lehrling in einem Buchlad. redet 6Minuten nach dem Einschlafen, redet die andere Nachtda fort wo er in der einen aufhörte - dünkt sichein reich. Kaufman

     

    [Manuskriptseite 154]

    -

    spricht vonseinen Lehriahr. als längst vergangen - als er einmal sie alsgegenwärt. dachte, besan er sich "ihm hätte geträumet, er sei nochLehrling" 14 Tag nach derHeirath hat er 1 Sohn, in 6 Tag. erzog., 7 auf die Universität, erselbst wird ein Greis - vergist wachend alles -bessern Verstand im Paroxysmus - führt also eindoppelt. Leben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1456]
    Auf hoh. Bergen sieht man das Fixsternenlichtohne Zittern, den Mond u. die Sonne kleiner,diese fast ihrer Stralen beraubt u. nur mit blendend. Weis u. ihreScheibe rein abgeschnitt., ienen näher. Schweizer. Museum. 2 Iahrgang. 1 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-1457]
    Eine Abentheuerin bei einem Hüttenmeister, Sahler ohnweit Ringen giebt sich für dienicht gestorben sein sollende Gemahlin des Kais. Iosephs aus. Litteratur und Völkerkunde 8ter Band.

     

    [IIb-15-1788-1789-1458]
    Der Verfasser des: de l'universalité de la langue francoise, discours qui aremporté le prix de l'academie de Berlin 1784: die Erfindungredender Maschinen von Mical ist ein Mittel, diefranzösische Aussprache zu verewigen. L. Zeitg. 1785.

     

    [IIb-15-1788-1789-1459]
    Der Ritter durfte keine Stutte reiten - die alte Reitereistrit nur 1 Man hoch. Bibliothek der Romane 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1460]
    Wenn ein Ritterauf eine Fahrt ausgieng: so befestigtendie Damen Ketten an seinen Waff. u. die ernicht eher abnehmen konte bis dieZeit verstrichen od. ein Ritt. ihn davon befreiete.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1461]
    Bertrand that von einem Engländ.herausgefodert, ds. Gelübde bis zur Zeit des Kampfsnicht mehr als 3 Weinsuppen im Namen der h.Dreieinigkeit zu essen - Du Gueselin schwurkein Fleisch zu essen u. nicht eher sichauszukleid. bis er Montcontour erobert. |

     

    [Manuskriptseite 155]

    [IIb-15-1788-1789-1462]
    Das Pfauenfleisch war nach den alt. Romanenschreib. dieSpeise der Tapfern u. Verliebten - man schwor üb.einem gebratenen Pfau. | Pabst Paul III. schikte dem König Pipineinen Pfauenmantel |

     

    [IIb-15-1788-1789-1463]
    Bei Cherbourg 1379 hielt. die englischen u.französ. Schwadronen innen u. einer von ihnen foderteden von den Gegnern heraus, der der verliebteste wäre|

     

    [IIb-15-1788-1789-1464]
    Die Galois und Galoisier in Languedoc 1320 waren 1Ord. wo die Damen und Ritt. im Winter unt. dünnenDekken schliefen, ihr Gemach mit grünem Laub bestreuet., u. ohneEinheiz. - im Sommer das Gegentheil, Pelz,Einheizen p. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1465]
    Der Priest. gos heisses Wass. üb.den degradirt. Ritter, die Ehre wegzuwaschen; er kam aufeine Bahre mit einem Leichentuch,Todtenmess., in eine Kirche u. alle beieinem Todt. übliche Gebräuche |

     

    [IIb-15-1788-1789-1466]
    Montre-boussole ist ein blosses goldnes leeres Uhrgehäus (oft mit einemZifferblat) mit einer Uhrkette, worin ein Flakon,Etui p. ist.

     

    [IIb-15-1788-1789-1467]
    Kornelius Ketel machte, ohne Pinsel, Gemäldemit Händ. und Füssen. Modejournal.

     

    [IIb-15-1788-1789-1468]
    D. Pordage in England in seinergötlichen Metaphysik: die Engel haben Licht= dieTeufel finstere Leiber, nur daß Magen in der Brust ohne Gedärm liegt.Die Teufel könn. ihrem Körp. iede Riesen= Zwerg= u. Thiergestaltgeben und fahren in Kutschen die von a. Teufelngezogen. Eberhards Abhandlung von der Magie

     

    [IIb-15-1788-1789-1469]
    Er habe bei verschlossenen Augen alle Teufelzu seinem Fenster herein und durchdie Wand der Stube wied. hinausfahren sehen, einigezu Fus a. in Kutschen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1470]
    Er: der Mensch hat 3 erlei Sinne, die desprincipii der

     

    [Manuskriptseite 156]

    irdischen= der Licht= u. der finstern Welt.Mit den ersten sieht u. hört er die Körper, 2tendie Engel, 3ten dieTeufel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1471]
    Parazelsus de meteoris:die Nebensonnen werd. durch Geister inder Luft gemacht, sind von Messing; die Sternschnupp.sind Exkremente der Sterne nach Verdauung derastralischen Speise. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1472]
    In einem Nonnenkloster in den Niederlandengaben bei einer Inquisizion wegen Hexerei allekleine Mädgen sich als Hexen aus, iedes hatte seinbei ihm schlafendes Teufelgen, das mitihm spielte u. in die Hexenversamlung es mit brachte- getödtet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1473]
    Ein melanchol. Bauer gab sich bei dem Gerichtals einen Mordbrenner Mörd. u. Sodomisten an u.beschrieb alle Umstände; da ein Haus wirklichabgebrent worden: so war die Entdekkung des wahrenThäters sein Glük. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1474]
    Epileptische; noch mehr Kataleptischewurd. als Hex. verbrant, weil sie alle Empfindung imParoxysmus verlieren, u. an dess. Ende lach. singen, erzählendaß sie im Himmel, Hölle, fern. Ort. gewes.; glaubte also eine anHexen, so erzählte sie aufdem Bloksberg gewesen zu sein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1475]
    Wenn man dem Pferdmit dem Haber, den es ungefressen in derKrippe lies, etlichemale über den Rükken fährt: so kriegts einschönes Aussehen. Wieglebs natürliche Magie. S. 262.

     

    [IIb-15-1788-1789-1476]
    In London war zu Fieldings Zeit. eine Geselschaft "diekleine Welt" deren iedes Mitglied alle 24 Stund. wenigst. 1 närr.Fraze erzähl. muste, die dan die Geselschaft ausbreitete.

     

    [IIb-15-1788-1789-1477]
    Heilige Schriften dürf. nicht getheilt werd.,wenn auch beide einig würden (so bald sie nämlich

     

    [Manuskriptseite 157]

    in 1 Band beisammen sind. Mischna. III. Bafa bathra. K. 1 M. 6.

     

    [IIb-15-1788-1789-1478]
    Mist, Salz, Kalk mus man 3 Handbreit vondes Nachbars Wand entfernen; so auch mit Säen,Pflügen u. Pissen. K. 2. M. 1.

     

    [IIb-15-1788-1789-1479]
    Einer kan in einem gemeinschaftlichen Haus esdem a. verwehr., Kind. Handthierung , Rechnen p. zulehren weg. des Lärmens, ab. nicht das Gesezzu lehren, weil man dieVerherlichung desselb. überal gestatt. mus. M. 3

     

    [IIb-15-1788-1789-1480]
    Mosis begabte bei dem Murr. nachFleisch die 70 Ältest. mit der Gabe zuweissagen u. auch Eldad u. Medat, welche beide nach den Rabbin. auf 40Iahre, (die 70 nur auf einige Tage) prophezeien konten. Al. W. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1481]
    Düval bekam die erste Anweisungzum Rechnen von einem Umschlag derbibliotheque bleue. Sein Leben.

     

    [IIb-15-1788-1789-1482]
    Er fieng Vögel und wilde Kazen um sich Bücherund Landkart. zu kaufen - ein Baumseine Sternwarte - starb beinah am Schierlingsallat durch den ersich auf Hieronymus Rath entmannen wolte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1483]
    Er nante iede, die er liebte, Bibi - er gab den Eremitenvon S. Anna eine Baumschule mitder Bedingung daß sie iedem Pflanzer,ders verlangte, 3 Stund. in der Runde eingehänd. iunge Bäumedaraus sezten |

     

    [IIb-15-1788-1789-1484]
    Zu Gernsheim im Mainzischen wird gestraft um 4 Kreuz. für iede im Wint.fehlende Fensterscheibe - 10 wer unanklopfend in die Rathsstube geht - 8 werdarin den a. duzt - 20 wer Lükken in seiner Hekke gestattet. Bekmans Samlung von Landesgesez. 3. B. 1784.

     

    [IIb-15-1788-1789-1485]
    Im Kloster von Maria Einsiedel sind die Fässer ied. nacheinem Heiligen oder Heiligin benant. Afsprung. Reise durch die Eidgenossenschaft.

     

    [Manuskriptseite 158]

    [IIb-15-1788-1789-1486]
    Die Awaken in Guiana red. im genere faeminino, umet. verächtlich zu machen. Fabri's geograph. Magaz. 13 Heft

     

    [IIb-15-1788-1789-1487]
    Die Weib. machten sonst auch die Paniereund Reichsfahnen; unt. ihrer Aufsicht wurde Bauwesen,Waffenrüstung p von Leibeignen besorgt. Unt. denSklawen gab es alle Art. Handwerker. Fischers Geschichte des deut. Handels 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1488]
    Bei hell. Wett. ersezten die Deutsch.den Kompas durch Vögel, die sie fliegen liess. u.denen sie nachschiften. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1489]
    Unt. fränk. König. trug ieder erstwenn er et. kaufen wolte sein Gold und Silber in dieMünze u. lies so viel prägen als er brauchte, daher wurde mitder Marktfreiheit zugleich das Münzrecht ertheilt,weil Iahrmarkt nicht ohne Geld. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1490]
    Man hielt die Iahrmärkte immer am Gedächtnisfest einesHeilig. od. Apostels; weil da die meist. Kaufleute der Messe weg.in die Stadt kamen. Desweg. hielt mandie Märkte im Schif der Kirche od. aufdem Gottesakker |

     

    [IIb-15-1788-1789-1491]
    1124 kostete ein Wagen vol frischer Heeringe Einen Pfennig.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1492]
    Einen Baum mus man von der Stadt25 Ellen entfernen, um der Zierde Will. damit freier Raum sei -einen Iohannesbrotbaum 50 weg. der gross. Äste u. sobei all. wild. Bäumen. III. Bafa bathra III. 2 K. M. 7

     

    [IIb-15-1788-1789-1493]
    Aas, Gerberei u. Gräb. müss. 50 Ell. von derStadt sein, die Gerb. nur geg. Morgen weilder Morgenwind den Geruch nicht so weittreibt. || M. 8

     

    [Manuskriptseite 159]

    [IIb-15-1788-1789-1494]
    Einen an einen öffentlichen Ort überhängend.Baum mus man beschneid. daß ein Kameelu. s. Reit., nach R. Ihudah nur ein mit Flachs beladnesdarunt. wegkan. || M. 14

     

    [IIb-15-1788-1789-1495]
    Bei Häus., Sklav., Brunn., Taubenhäus., Äkkernmit einem Brunnen u. bei all. wasman stets nuz. kan, wird dasEigensein präsumirt, wenn einer sie 3 Iahrebesessen. | 3 K. M. 1.

     

    [IIb-15-1788-1789-1496]
    Man trug Handschuhe am Hut als Liebeszeich. seiner Geliebten, od. als Andenk. eines Freundesod. als Zeich. daß man herausgefodert worden. Steevens zu Shakespear.

     

    [IIb-15-1788-1789-1497]
    Leute die unt. dem Vorwand tol od. besess. zu sein bettelt., trug.ein Horn u. blies. es durch die Gassen. Iohnson.

     

    [IIb-15-1788-1789-1498]
    Petrus Aponensis ein ital. Arzt des 13Iahrhunderts: alle Gebete zu Got werd. erhörtwenn man sie thut wenn derMond im Drachenschwanz mit dem Iupiter in Vereinigungist. | Warburton.

     

    [IIb-15-1788-1789-1499]
    Man sezte eine Hexe auf einen Stuhl, band ihrdie Beine kreuzweis übereinand., daß das ganzeGewicht des Körp. auf dem H. ruhte; dad. wurde derBlutumlauf gehemt u. das Sizen peinlich. | Grey.

     

    [IIb-15-1788-1789-1500]
    Der Hirt Aueray erhielt den lezt. Zweig des Dschingiskanisch. Stams bei einemBlutbade; verlangte stat der angebot. Schäzedaß alle tatarische Regenten seinen Namen führen,geschah. Tott. 3 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1501]
    Demurs in Paris erfand ein Werkzeug,Ophthalmostat, beim Staarstechen das Augezu befestig. ohne es zu irritiren. L. Zeitung. Apr. 1785.

     

    [Manuskriptseite 160]

    [IIb-15-1788-1789-1502]
    Batteux: da deklamirende Kind. mit ihr. link.Hand nichts zu thun wissen: so gebeman ihr ein aufgeroltes Papier, einBuch, die sie halb verdekkende Lehne eines Stuhls.

     

    [IIb-15-1788-1789-1503]
    Die Milchgefässe kan man am best. in iungenSubiekten, die Wassersucht od. Wechselfieb. gehabt, injiziren. Werner et Feller descriptio anatomico-physiologica vasorum lacteorum. Fasc. I.

     

    [IIb-15-1788-1789-1504]
    In Westfriesland war ein Haus mit 12 Zimmern,im innersten sas der Rentmeister des Königs, im äussersten hiengein holer Schild, in den ied.Friese das Geld warf. Hörte der Rentmeist. den Lautdeutlich: so war der Bezahlende frei; unvernehmlichod. nicht: so must' er noch einmalbezahlen. Suhm Geschichte von Dännemark 2 B. | L. Zeitung. 1785

     

    [IIb-15-1788-1789-1505]
    Unt. den die Einführung des Christenthums in Nordenbegünstigenden Ursachen sind dieHeilig. u. Bild., die mit dem Heidenth. eins war.,od. Eindruk macht. - die heid. Vielgötterei dah. sie Christum als Gotherannahmen - die Hülfe die die Heid. vonder Taufe u. der Anrufung des Namens Christi hoften - die Lehre vom Ehestandebei den Schönen. | 3 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1506]
    Die alt. Dänen schikt. alle 5 Iahre streitbare Manschaftenaus, damit sie auss. dem Vaterland Nahrung u.Wohnung fänd., indem ieder Vater seine erwachs. Söhnebis auf den ders Gut erbte, austrieb. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1507]
    In Nord. alg. Sitte, besond. der Armen, die Kind.auszusezen, mit einem Stük Fleisch im Mund, ineine Gruft gelegt, mit Stein. bedekt, vorneine Öfnung ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1508]
    Die öffentlichen Bordelle stand. sonst unt.der Gerichtsbarkeit des Bischofs vonWinchester, eine

     

    [Manuskriptseite 161]

    besond. Art venerisch. Krankh. hiesWinchester=Gans. Steevens zu Shakespear

     

    [IIb-15-1788-1789-1509]
    Sonst nahm man den Bedient. des Adels undder Vornehmen beim Antrit des Dienstes den Eid derTreue ab, wie iezt bei den königlichen.| Percy

     

    [IIb-15-1788-1789-1510]
    Pöbel: das Rothkehlgen bedekke an einemLeichnam wenigstens das Gesicht mitMoos. | Grey

     

    [IIb-15-1788-1789-1511]
    Man trug eine Handkrauseod. Aermel seines Mädg. als Liebespfand amHelm. | Steevens.

     

    [IIb-15-1788-1789-1512]
    In Frankr. zur Fastnacht porter od. courir le Mommon d. i. das Volk hältgroteskom. Aufzüge, die Masken gehen zu Nachtsvon Haus zu Haus u. ohne zureden od. sich erkenn. zu geben u. sezen auf Würfelod. a. Hazardspiel u. gehen nach Verlust od. Gewinst wieder fort. Pandora. 1789.

     

    [IIb-15-1788-1789-1513]
    In Flandern besonders in Seyssel wurde dasKarnaval u. die Fast. noch vor wenig. Iahr. personifizirt; dasKarn. wurde in der Nacht vor dem Aschermitwochbegraben. An diesem erschien auf dem Fischmarkt die Fasten,eine ausgestopfte menschliche Figur, deralle Fischer und Fischweib. den Hof machten. Ieweiter gegen Ostern, desto kränklicher die Figur u.desto mehr verliess. sie die Hofleute. In derKarwoche mit Schlafmüze u.=rok u. Doktor u. Apothek. neb. ihr, am Oster h. Abend vomPöbel mit Feuerwerk angefült u. verbrant. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1514]
    In Leipzig zogen die Pursche in Masken miteinem Pflug durch die Strass., an den sie ledigeMädg. zur Verspottung daß sie nichtgeheirath., spanten zur Fastnacht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1515]
    Beim Schönbartspiel gieng. erstlich Vermumtemit Pritschen, die Plaz machten - daneiner mit einem Sak Nüsse die erauswarf; einer mit einem Korb Eier womit man die Weiber bewarf; dandie Schönbartsleute selbst mit ihr.Schuzhaltern, Hauptleut - dan die Hölle dievon Menschen oder Pferd. aufeiner Schleife gezog. word., eine Maschine wars, dieein künstliches Feuerwerk in sich faste u. am Endeangezündet wurde u. auf der eine Windmühle od.ein feuerspeiend. Drache, od. ein Teufel der böseWeib. fras war od. ein Bakofen worin Narr. gebakk. wurd. od.ein V

     

    [Manuskriptseite 162]

    ogelheerd worauf Narr.gefang. wurden. | Flögels Geschichte des Groteskkomischen. |Dies. Schönbarts=Geselschaft in Nürnberg 1748 hatteihren vom Rathe gesezt. Hauptman, führte ihre Annalen"Schönbartsbücher" mit viel. Gemälden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1516]
    Der grüne Fiskal der Karnevalgeselschaft"la mere folle" - Mitglied. Kleider von roth grünund gelb - zur Aufnahme examinirte der Fiskal dasSubiekt in Versen u. es must in Versen antworten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1517]
    Maneh's der türk.Manspersonen: Etwas blaues bedeutet: ich bin in dich entzükt; ie helblauer destomehr - Blei: ich bin trunk. von Liebe zudir - Zwirn: ich bin Ihr Sklave - ein Haar: wo habich gesündigt - Papier: entferne meinen Nebenbuhl.von dir - Mehl: du peinigst mein Herz - Tabak: meinHerz ist aufricht. und treu - Bisam: ich kan nichtlügen - Nagel: ich bin dein Sklave. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1518]
    Maneh's od. Salams der Damen: Feder: fürchtenichts, dir sol geholf. werd. - Haar: entführe mich - Zwirn:die Sklavin des Bettes - Bohne: ichschlief die Nacht nicht Kreide: du hast mich um die Vernunftgebracht - Holzkohle: möcht ich sterb. u. du lang leben |

     

    [IIb-15-1788-1789-1519]
    Im Kloster stikte die Nonne dem Priest.das Mesgewand od. der Maria od. demIesulein ein

     

    [Manuskriptseite 163]

    Festkleid - demRetter seiner Dame einen Waffenmantel |

     

    [IIb-15-1788-1789-1520]
    Linwood in London stikt ganze Gemäld., die manvon der Originalmalerei nicht unterschied. Thut diebeste Wirkung, gerade dem Licht gegenüber hängend |

     

    [IIb-15-1788-1789-1521]
    Auf Rittersizen legte man in KellernBrunnen an mit Wein gefült.

     

    [IIb-15-1788-1789-1522]
    Vor einig. Iahr. garnirte man die Kleid.mit Moos. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1523]
    Leopard und Löwe komm. in der 2ten Nacht wied., wenn ihnen inder erst. Nacht der Raub gelang. l. Zeitung. N. 244. 1788

     

    [IIb-15-1788-1789-1524]
    Die Neger frag. den Todt. wie er starb; glaub.gewöhnlich durch Zauberei; wender Todte anzeigt, wird mit seinerFamilie als Sklav verkauft. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1525]
    Die auf der Insel Cururea hielten die weisse Farbe derWeissen für gemalt, die blauen Adern für tatarirt, Ärmel Hüteund Schuhe für den Körper. | Wilson.

     

    [IIb-15-1788-1789-1526]
    Der König derInseln auf dem still. Meer unterscheidet sichvon den Unterth., durch ein Beilvon Eisen stat daß die a. nur scharfeSteine haben. || - das selt. Eisen gehörtden Königen eigenthümlich da |

     

    [IIb-15-1788-1789-1527]
    Auf Makao ist ein rund. Fischknoch. das Würdezeich. derVornehm., den sie mit dem Blutvertheidig. müssen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1528]
    Peyrilhe u. andere: in heft. Krankh. äussertder Mohnsaft in stark. Dos. keine einschläferndesond. schmerzstillende Kraft. A. L. Z. Iul. 1786

     

    [IIb-15-1788-1789-1529]
    Die röm. Geschichtschreib. erdicht. oft, um den Siegzu vergröss., die Röm. föchten mitdem ganz. Volk, mit dess. Theil sie doch nurgestritten - dah. die Äquer, Samniter so spät unteriocht. Beaufort. 1 B.

     

    [Manuskriptseite 164]

    [IIb-15-1788-1789-1530]
    Rabbinen: die Midianitisch. Weib.verführt. die Israelit. geg. Unzucht zum Baalpeor, indem sie blos von ihnen begehrten, vor dess. Bildeinen Wind od. die Nothdurft zuverricht. - welches eben seine Verehrung. A. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1531]
    Ebenda: wo die Israelit.ein Lager aufschlugen, da entsprang vorder Stiftshütte eine Quelle; dievortretende Säule ebnete die Berge u. erhobdie Hügel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1532]
    R. Eliakim: Got sezte eineLufterscheinung an die Stelle der Sonne,die stilzusteh. schien - Künchi: od. er erhielt den Mondüb. dem Gesichtskreis - Spinoza: kam von den durch Hagel gebrochnenStral. der Sonne | Peirerius: es war ein Nordlichtoder Dämmerung |

     

    [IIb-15-1788-1789-1533]
    Ein Bischof befahl seinem Grosvikar, damit sein Pfarr.nicht einem Iansenist. das Abendmalgäbe, alle Hostien im Tabernakel aufzufress. - der wolte keinBrechmittel u nehm. u. starb. D'Alembert

     

    [IIb-15-1788-1789-1534]
    Der Erzbischof von Paris bracht' es dahin,daß das Wort Priest. in den neu.Schauspiel. nimmer ausgesproch. wurde |

     

    [IIb-15-1788-1789-1535]
    Reichard sah zu Payerne den Sattel der KöniginBertha mit einem Loch im Knopf,worein sie zum Spinnen einen Spinrokkenbeim Spazierenreiten stekte. Pandora 89.

     

    [IIb-15-1788-1789-1536]
    Man bedekte die Bett. sonst mehr als ieztmit den reichsten Stoff. u. Tapeten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1537]
    Das Bet des sterbend. Pfarhern fiel in Frankr.den Archidiakonussen heim u. die Betten desErzbischofs u. der Chorhern von Paris gehören noch dem hotelde dieu da. |

     

    [Manuskriptseite 165]

    [IIb-15-1788-1789-1538]
    Sonst wenn man ein Gastmal gab,muste man, besonders den Damen ein Bad anbieten |

     

    [IIb-15-1788-1789-1539]
    Verliebte badeten u. assen im Bade zusammen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1540]
    Eh man sich zu Tisch sezte, wuschman die Hände; das Zeich.zum Ess. durch Läut. od. Blasen, wie man noch iezt andeutsch. Höfen zur Tafel bläset u. läutet u. in Klöst. u. gross.Gasthöfen: vor dem Dessert noch ein Waschen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1541]
    Die Stifter der Orden hatten einen Ausrufer ander Thür der den Vorbeireisenden einlud u. die Speis. nante |

     

    [IIb-15-1788-1789-1542]
    Anna von Boulen trauerte gelb fürdie Katharina von Arragonien |

     

    [IIb-15-1788-1789-1543]
    Elisabeth hinterlies 3000 Kleid. von allerleiTracht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1544]
    Unt. ihr. trug. die Stuzer Reifrökke u. grosse Degen, siebestelte zum Zerbrech. der Deg. u. Abkürz. der Rökke,die ihren übertrafen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1545]
    Iakob I. von Engl. u.seine Hofleute trug. zur link. einFavoritlökgen das länger war als das übrige Paar, Pryce schrieb einen Quartbanddagegen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1546]
    Die blond. Haare in Frankr. im 14 Iahrh. besond. schön; alle Dicht.macht. die Heldinnen p. blond. Die Perükk. der Stuzerblond - Deshamp empfiehlt denEltern unt. den Vorschriften zurErziehung, den Kind. blonde zuverschaffen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1547]
    Die Gräfin von Westmoreland kambeim geheimen Rath ein: der verstorb. König Heinrich V. habe ein Buchvon ihr geliehen, sie bat, daß unt. dem gross. Siegelein Befehl zur Wiedergabe des Buchs gegeb. würde,geschah |

     

    [IIb-15-1788-1789-1548]
    Einige der Iünger des h. Franz: sein Mantel müsse bis an die Kniekehle,a. so beschnitt. sein daß er kaum an den Hint. gehe.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1549]
    Vor einig. Iahr. garnirte man die Kleid.mit Moos. |

     

    [Manuskriptseite 166]

    [IIb-15-1788-1789-1550]
    Iudenzöpfe weil ein Inkubus in Iudengestalt an den Haaren saugt u. siedurch seinen Speichel verklebt - Wichtelzöpfe weilman glaubte, von ungetauften Kind. würd. sie gemacht,die man sonst Wichteln nante. G. L. I. t. 3. § 28

     

    [IIb-15-1788-1789-1551]
    Die Hyäne frist nur mänliche Leichname ausdem Grabe. Hierozoic. l. 3. c. 11. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1552]
    Die Kind. venerisch. Eltern hab. einewidernatürliche Bildung undurchbort. Afteroder Harnröhre, bekomm. die ersten Zähne spät, Kolik,Durchfal. Observ. sur les malad. veneriennes par Antoine-Nunés-Ribeiro-Sanchès. L. Zeit. N. 180. 1786

     

    [IIb-15-1788-1789-1553]
    Er kurirte meist durch Schwiz. die Franzosen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1554]
    Die mit angeerbt. F. sterb. an Brustwassersucht ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1555]
    In Summatra hängen die Kompagniebedient. in die FlüsseKamisole von Flanel in denen dasGold nebst dem Schlam häng. bleibt. Beschreibungund Geschichte von Batavia und Iava,von Ebert übersezt.

     

    [IIb-15-1788-1789-1556]
    Die Burgundionen wust. geg. diePokken die aufkam. kein Mittel als Sontags= undOsterfeier. Müllers Geschichte der Schweiz. Eidgenossenschaft.

     

    [IIb-15-1788-1789-1557]
    Der König in Preuss. kante einen Herzogvon Meklenburg der Knöpfezählen zu seinem Rathgeberbrauchte.

     

    [IIb-15-1788-1789-1558]
    Hemsterhui: vor dem Mond war überal ewig. Frühling, Erdeohne schiefe Richtung der Axe, überal Äquinokzium, nur Westwind,Bäume immer Früchte kein Fleischessen, keine Wolk. -Mond kam als ein Komet, Erdaxeschief, Sündfluth, Wolk., er veranlaste die Idee eines bös.Urwesens, Mond verlor sein Haar. Alexis.

     

    [Manuskriptseite 167]

    [IIb-15-1788-1789-1559]
    Der Bischof von Kanada stelte öffentlicheGebete gegen die viel. Turteltaub. an u. verbante sie. Le-Beau

     

    [IIb-15-1788-1789-1560]
    Die meist. Wild. nennen die Europäer Geister|

     

    [IIb-15-1788-1789-1561]
    Die Huronen behalt. u. rechnen Begebenheit. nachPorzellanschnüren - alle Wilde nach geknüpften Knoten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1562]
    Schädlich. den Baumsamen in Milch, Mistpfüzen p.einzuweichen: er schiest weg. der fett. Kost zuschnel auf u. wird zu weich u. saftig u. verwelkt beirauher Witterung. Krüniz. 4 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1563]
    Der Baumsame darf nicht so tief wieGartenfrüchte gesäet werden, weil er in den etlichen Monat. die erzum Herausdringen brauchte, verfaulte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1564]
    Auf Mässig. Einhang verträgt dicker stehendes Holz besser als die Ebene. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1565]
    Damit die Bienen imm. Blumen haben: verspätetman einige - durch späteres Säen, versezen, begiess., beschneid.,Versezen in Nordseite u. Schatten - od. beschleunigt durch warme Lage p; nahebei den Stökk. pflanzt man imBienengart. sehr frühe und sehr späte Bienengewächse |

     

    [IIb-15-1788-1789-1566]
    Der Vater Schwarz trug eine Sanduhr von 8Minuten am Schenkel, der Sohn eine schlagende am Hals. Reichard

     

    [IIb-15-1788-1789-1567]
    Der König von Frankr. bestelteeinen unentgeldlich. Arzt für Zufälle von Wuth inden Vorstädt. u. der Nachbarschaft. L. Zeitung. August. 1786.

     

    [IIb-15-1788-1789-1568]
    Herodot: der lyd. König Atys theilte das Volk in 2 Klass., wovon dieeine mit Würfel und Bal spielte, die a. a* as, u. so umgekehrt. Wieland

     

    [IIb-15-1788-1789-1569]
    Der Erfinder des Schachspiels foderte Getraidekörner nachden 64 Feld. ied. verdoppelt; machte 16384 Städte, in deren ieder1024 Kornhäus., in ied. 174762 Maas Waizen u. in ied. Maas 32768 Körner |

     

    [IIb-15-1788-1789-1570]
    Don Iuan di Austria (Philip IV Sohn)brauchte stat SchachfigurenMenschen. |

     

    [Manuskriptseite 168]

    [IIb-15-1788-1789-1571]
    Schuster Schneid. u. a. sizende Profession. werd. amleichtesten bekehrt. L. Zeitung.

     

    [IIb-15-1788-1789-1572]
    Ein. gross. Stein fiel vom Himmel in den FlusArgos, zog 75 Tage wie eine leuchtende Wolke herumund Splitt. fielen vorh. herab. Plut. Lysander

     

    [IIb-15-1788-1789-1573]
    Weil die Deutsch. wenig Oel u. Fische haben, soist ihnen an Fasttag. auch erlaubt, Milch, Eier, Butt. Spek, in Spanien weg.Mangel an Fischen erlaubt die Köpfe Füsse und Eingeweide derErdthiere. Wagenseil.

     

    [IIb-15-1788-1789-1574]
    Wenn der Weihnachtstag in einenFasttag fält: so darf man doch weg. der herlichenGeburt Fleisch essen. c. 3 de observ. jejun.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1575]
    Die Kanonisten: ein latein. Reskripteines Regenten wird durch grammat. Fehler nichtverdächtig, ab. das eines Pabstes weil es durch vieleHände geht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1576]
    Vopiskus: Prokulus wurde im Soldatenspiel 10 malImperator, einer hielts für ein gutes Omen, die Lugdunenser rief.ihn zum Kaiser aus.

     

    [IIb-15-1788-1789-1577]
    Die iungen Patrizier hab. in Berneeine Übung, die manden äussern Staat nent; ist eineNachahmung im Klein. von derRegierung der Republik im Grossen. Ein Senat,avoyers, officiers, huissiers, Prozesse, Urtheile,Solennität, ein kleines Gouvernement, Renten. Istdie Pflanzschule der Geschäftsmänner. Gouvernement de Pologne de Rousseau. ch. IV.

     

    [IIb-15-1788-1789-1578]
    Planaza in Paris erfand eine Dreschmaschinewomit 2 Männer das thun wozu sonst 64 nöthig waren. L. Zeitung. 1786. S. 392

     

    [IIb-15-1788-1789-1579]
    Büffon, Reid: alle Schielende hatten Ein Auge besser alsdas andere. Darwin heilte sie, indem er das gute Augezuband; das schlechte wurde stärker

     

    [Manuskriptseite 169]

    u. fähig sichnach der Seite zu drehen, das guteschwächer. Philos. transact. 1779. N. IV

     

    [IIb-15-1788-1789-1580]
    D. Goldsmith hatte vor den Raup. undWürmern weg. ihr. widerlichen langsam. kriech.Bewegung einen Abscheu. Dess. Geschicht. der Raupen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1581]
    Die Raup. haben 18 Lungen, als hole knorplichte Röhrenerscheinend. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1582]
    Obgleich an der abgeworf. Haut alle Haare der Raupe sind:so hat diese doch ihre, die unter der alt. Haut gewachsen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1583]
    Puget legte die Hornhaut einerFliege so, daß er vermittelst eines Mikroskops dadurch sah, allesverkleinert u. vervielfacht, ein Soldat war einPygmeenheer |

     

    [IIb-15-1788-1789-1584]
    Die Spürkraft des Schmetterlings so gros daß er in geraderLinie 1 Stunde weit auf sein Weibg. zufliegt |

     

    [IIb-15-1788-1789-1585]
    Obgleich der Schmetterl. sich von Honig nährt:so legt er doch seine Eier auf den unschmakhaft.Kohl, Nesseln p. weil dieses seine Iungen nährt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1586]
    Sie befestig. die Eier mit Leim andie Pflanze. Zuweilen winden sie sie wie ein Armband darum. Bedekken sie mit eig. ausgerissenen Haaren|

     

    [IIb-15-1788-1789-1587]
    Von den Abyssiniern trägt niemand das Haupt bedekt als derKönig. Bruce's Reisen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1588]
    Halt. das Fleisch ganz getödteten Thiere für unschmakhaft; daher der geschikteste Fleischerder ist, der das meiste Fleisch, das ins Blut getaucht sogleich aufKuch. gegess. wird, aus einem Schaf, Ochs schneiden kan ohn' eszu tödten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1589]
    Ihr König hat bei ied. Feldzug einenGeschichtschreiber mit, der die Ereignisse dess.aufschreibt |

     

    [Manuskriptseite 170]

    [IIb-15-1788-1789-1590]
    Vor der Kirchenverbesserung war. in Englandwenig Freischulen. Knab. im Kloster das Latein, dieFrauenz. lernt. in Klöstern Handarbeit., Zukkerbekk.Wundarzneikunst Universal Musaeum. Vol. 67.

     

    [IIb-15-1788-1789-1591]
    Vor Heinrich VIII. war in 1 Iahr kaum 1 Prozes weg.übler Nachrede |

     

    [IIb-15-1788-1789-1592]
    Zu Weihnachten brachte man zumerst. Gericht einen Bärenkopf mit einerZitrone im Maul; in der Königin Kollegio zu Oxford noch, wo derder die Schüssel aufsezt, singt nach einer alt. Melodieeinen alt. latein. Vers caput apri defero. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1593]
    Das erste am Ostertage auf die Tafel gesezte Gericht warein rother Hering, den der Koch so ineinen Kornsallat gestellet, daß er einReiter zu Pferd schien. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1594]
    Zu Ostern as man Schinken, um beider Auferstehung den Abscheu am Iudenthumzu bezeigen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1595]
    In den Häus. der Pfarr. in Frankr., bes.Languedoc bleibt das Tischtuch den ganz. Tag aufdem Tisch, damit alles kan aufgetischt werd. wennein Reisender Mönche p kömt |

     

    [IIb-15-1788-1789-1596]
    In der Belagerung von Bouchain 1711 wurden ausSpielkarten Belagerungsmünzen gemacht, von Leiden1573 aus Papier. L. Zeitung. 1786. p. 406.

     

    [IIb-15-1788-1789-1597]
    Carpzov: die Umgelds od. Tranksteuer=Befreiung istein wesentliches Privileg. allerGeistlichen und Schuldiener. Lange geistliches Recht.

     

    [IIb-15-1788-1789-1598]
    Die Geistlichen sollen keinePhysik worunt. besonders die Medizin verstand. wird u. nichtdie bürgerlichen Rechte studier. u. üben.cap. 3. und 10 X. ne cler. vel. monachi secul. negot.cap. 19. de homicid. col. u.

     

    [Manuskriptseite 171]

    Iustinian: es sei eine Schande füreinen Geistlichen wenn er sich dengeistlichen Prozes zu verstehen rühme. L.23. C. de testam. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1599]
    Bei den Hochstiftern sind meist gewisse Tage, Margareth Iakob. Matthias, Walpurgi; wenn der Kanonikus dem erst. Schlagder gross. Glokke an dies. Tag erlebt hat: so wird er angesehen als hätt' erdas ganze Iahr gelebt und die Präbendeverdient; ia in manch., wo 2 Karenziahre für den neu. Kanonik., 2 Iahre Präbenden |

     

    [IIb-15-1788-1789-1600]
    In Iena werd. die Bakkalaurei Schafkäse genant, u.die Lizenziaten zu Tübingen Nüchterne, weil die lezt. keinen Schmaus geben|

     

    [IIb-15-1788-1789-1601]
    Hofrath Gonne wurde zu Halle 1743 in doctorem iuristriplicis (deutsch. röm. und kanon. Rechts) |

     

    [IIb-15-1788-1789-1602]
    Kais. Friederich III. verbot doctor. iur. in Gerichten siz.zu lass. od. als Räthe od. mehr als 3 auf Universität. Lesen u.Lehren |

     

    [IIb-15-1788-1789-1603]
    Auch die kaiserlichen Pfalzgraf. könn., auss.einer Akademie, in 4 Fakult. Doktor. schaff. die bullatiheissen., müss. ab. vorh. von 3 Dokt. examin. undbestätigt sein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1604]
    Am Ort vermischt. Relig. darf der Kath. od. Protestantnicht mehr Glokken aufhäng. als 1624 waren, damit derReligionszustand nicht geändert wird |

     

    [IIb-15-1788-1789-1605]
    An einig. deutschen Höfen wird dasfürstliche Kind gleich nach der Geburt getauft. Mosers Hofrecht P. I. L. V. c. 1. §. 11. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1606]
    Es berechtigt zur Tortur wenneine Hexe darauf sagt, sie habe eine a.mit auf dem Bloksberg gesehen. Carpzov. de iudiciis. part. III. qu. 120 N. 20 | Brunneman von den betrüglichen Kenzeich. der Zauberei. 1727.

     

    [Manuskriptseite 172]

    [IIb-15-1788-1789-1607]
    Die Hexen sagten, sie würd. mit Sand wied. vonSatan umgetauft u. nanten die Gevatterinnen. | §. 5.

     

    [IIb-15-1788-1789-1608]
    Dioskorides: die Wurzel des Nachtschattens inWein getrunken, macht Träume von angenehmen Sachen. Garcias ab Orta: der Saft aus der orient.Bangoue erregt Träume wo man angenehme Reisen thut; ist nach Olearius Hanf. | §. 7.

     

    [IIb-15-1788-1789-1609]
    Einer bekam durch einen Hundsbis einen solch.Geruch, daß er seine Freunde von weitem roch. P. Bocell. cent. 3 obs. 68.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1610]
    Die Bildhauer u. Maler bracht. inden Kirch. satirische Bild. an. In der gross. Kirchezu Strasburg trag. ein Schwein u. Bokeinen schlafend. Fuchs, einen Bär woraus mit Kreuz,Wolf mit brennend. Wachskerz., ein beidem Altar Mes lesend. Esel. Wagenseil de Noribergae rebus notabilibus.

     

    [IIb-15-1788-1789-1611]
    Adam Kraft in Nürnberg konte Steine erweich. zurAnnahme aller Formen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1612]
    In N. sind der Reinlichkeit weg.keine Sau= Kühställe; nur das Waisenhaus hält sovielKühe als Milch für Waisen= od. ausgesezte Kind. nöthig ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1613]
    Vor den Zimmern ist eine Tafel, u. Strohdekk.zum Abwischen, auf iener: Wer treten wil die Stiegenherein, dem sollen die Schue fein sauber sein Oder vorherostriffen ab Damit man nit darüb. zu klagen hab. EinVerständiger weis das vorhin, Wie er sich halten sol darin |

     

    [IIb-15-1788-1789-1614]
    In der Küche sind sil zinnene und kupfer. Gefässe zur Pracht, aus hölz. und irdenen isset man; in reichern Häusern blosse Küch. zur Pracht, Prachtkuchen, ohne Gebrauch. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1615]
    Iedes Haus hat einen Brunnen; kömt her von1349 weg. der iüd. Brunnenvergiftung. |

     

    [Manuskriptseite 173]

    [IIb-15-1788-1789-1616]
    Die Kanonisten: die Bischöffe müss. in einer Stadt sein,ne viculis et possessionibus vel obscuriset solitariis municipiis tribuatur sacerdotale fastigium. c.4. Dist. 80. | Baldus: nur das eine civitas dieeinen Bischof hat |

     

    [IIb-15-1788-1789-1617]
    General des questions traictées és conferences du Bureau d'adresse tom. 1: einer meldete sichbei diesen Akademizis: er wolle einen Man od. Fraulehren in 8 Stund. Logik, in 2 doctr. sphaerica undGeographie, 12 Moral, 10 Metaphys., 40 Physik Dess. Unterweisung eines Prinzen

     

    [IIb-15-1788-1789-1618]
    Talmud: da zum Machen einer Zange auch eine Zange nöthig ist: so schuf Got mit dem Menschen auch eine Zange |

     

    [IIb-15-1788-1789-1619]
    Die Christina aus Schweden erhielt vom Pabst Alexand. VII. die Erlaubnis, alle verbotene Bücherzu lesen, blos nicht die Bibel u. den Adonis |

     

    [IIb-15-1788-1789-1620]
    Grazian im El criticon: in eine Inselkam. 2 Unmündige durch Schifbruch, erfand. sich eineSprache |

     

    [IIb-15-1788-1789-1621]
    Kirchengüter könn. verkauft werd. wenn Gefangnemit dem Kaufschilling erlöst od. Armevom Hungertod errett. werd. können. L. 14. § 21. C. de SS. Eccl. | Lange

     

    [IIb-15-1788-1789-1622]
    Die Kirche hat die Rechte derMinderiährigen, z. B. bei Veriährungeines Guts hat sie wie diese noch 4Iahre Zeit sich in vorig. Stand sezen zu lassen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1623]
    Zu allen, 50 Dukaten (Solidos) übersteigendeSchenkungen wirddie gerichtliche Insinuazion erfodert. L. 36. C. de donationibus

     

    [IIb-15-1788-1789-1624]
    Kaiser Konstantin L. 3. C. de feriis erlaubte denBauern Feldarbeit am Sontag |

     

    [IIb-15-1788-1789-1625]
    Die erst. Kirch. wurd. in die Städte gebauet |

     

    [IIb-15-1788-1789-1626]
    Wer 2 lei Wohnpläze hat u. sich bald da bald dort aufhält: ist in beid.Kirch. eingepfart u. mus beider Lasten tragen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1627]
    Helmstädter erklärtens für keine Iniurie, daein Pfarrer Schneid. Müll. und Weber als Diebe

     

    [Manuskriptseite 174]

    in der Predigt schalt. Leys. sp.548. Mid. 7. | Lange und Engau halt. für eine I. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1628]
    Petersen u. Tarnovius: dieQuartaleinsamlungen wo die Pfarr. aufden Dörfern herumreis., sind, damit sie doch des Iahrs 4 mal dieBeichtkind. besuchen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1629]
    Im neunt. Iahrh. bauet. die Edelleute Kirch. an ihre Schlösser; der Geistliche - dah.das Patronatsrecht - darüb. stand in ihrem Brod wieein a. Hausgenos, wartete bei der Tafelauf, führte Hunde, sattelte | S. 534.

     

    [IIb-15-1788-1789-1630]
    Der Kirchenpatron mus beigänzlicher Verarmung von der Kircheernährt werden. | S. 551.

     

    [IIb-15-1788-1789-1631]
    Eine vom Feind zerstörte Kirche verliertnicht ihre Privilegien und Freiheiten. Gail. II obs. 61. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1632]
    Eine Christo vermachte Erbschaftgebühret der Kirche. L. 26 C. de SS. Eccles.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1633]
    Zu Dispensazion bei Verwandschaft. räth nach Brukner u. a. 1) wenn 2 von Iugendauf einand. so geliebt, daß Hurerei auss. der Ehe zubesorgen. 2ter Band

     

    [IIb-15-1788-1789-1634]
    Oder Verwandtschaftsfeindschaft. dadurch aufgehoben werd. können. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1635]
    Oder wenn einMan weg. Gebrechen nur seine Anverwandte zur Fraukrieg. kan, die schon an ihn u. seine Ertragunggewöhnt ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1636]
    Oder wenn ein Scharfricht., Büttel=Schweinschneider p wil, der eine bessere Frau nicht leicht kriegt. | Oder dasnämliche mit einem Witwer |

     

    [IIb-15-1788-1789-1637]
    Wenn der Vater den Konsens zurEhe giebt: so schadet die Misbillig. der Mutt. nichtLeys. Sp. 18 -einen einmal gegebnen Konsens können sie nichtwiderrufen. Richt. P. II. Cons. 4. P. VII. Cons. 42. |

     

    [Manuskriptseite 175]

    [IIb-15-1788-1789-1638]
    Wenn die Eltern 3 Iahre abwesend waren: sokönnen die Kinder ohne ihr. Konsens sichversprechen. L. 10 ff de ritu nupt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1639]
    Das Eheversprech. ist nulwenn der Bräutigam die Braut geschlag. od. gelästert Sanchez de matrim. L. I. disp. 58 No. 1 od. einer des a. Blutsverwandtegelästert, Mey. - besond. wenn er sich desBeischlafs od. der Betastung rühmt. Leyss. sp. 295. med. 9 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1640]
    Oder wenn eines verspricht, nach dem Sterbefal des a.eine dritte Pers. zu heirathen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1641]
    Od. wenn einer den gröst. Theil des Vermögensverlor - od. der Bräutig. vom Amt entsezt wird - wenneiner im Brautstand die Religion geändert.Leyss. sp. 295. -bei Verderbung der Sitt., Trink. z. B. - wenn einer langabwesend ist - wenn einer im Verlöbnis trunk. war u.Tags darauf es wiederrief; billigte ers einmal nüchtern: so ist Verbindlichk.nicht aus dem trunk. sond. nüchtern. Verlöbnis Leysser sp 290. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1642]
    Trit die Br. od. der Bräutig. weg. einer a. im Sinneseiend. Heirath zurük: so kan ihm, ihr zur StrafeEheenthaltung auf 1, 2, 3 Iahre befohl.werden. Ein ähnl. Hallisches Respons. bei Stryk. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1643]
    Kurfürst Friedrich V von der Pfalzlies sich in der Hofkirche zu London 3 malproklamiren |

     

    [IIb-15-1788-1789-1644]
    Im 16 Kap. einer alt. Kirchenagende der GrafschaftMansfeld: werd. nicht eher proklamirt bis sie den Katechism Luth. u. die Auslegung können - imMeklenburg. war Strafe für das Nichtkönnen 18 Schillinge |

     

    [IIb-15-1788-1789-1645]
    Am Hochzeittage könn. beide u. ihre Eltern nicht vorGericht geladen werden. L. 2 ff de in jus voc. u. auch iezt |

     

    [Manuskriptseite 176]

    [IIb-15-1788-1789-1646]
    Die Frau mus den arm. Man ernähren auch beidem gröst. Verbrech., beiLandesverweisung u. Gefängnis; auch mus sie, wär'auch in Ehepakt. der freiwillige Wegzug dess. verbot., dochseinem gezwungnen folgen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1647]
    Ein Bündnis, einer Frau beizuwohnen ab. unt. derBedingung, sie zu iederzeit verstoss. zukönnen, heist eine Thalachische Ehe (matrim. ad thalac);bei uns nicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1648]
    Iohan ohne Land schenkte England u. Irland dem Pabst Innozenz III., um von derExkommunikaz. und Interdiktion zukommen. Questions encycl. Donations.

     

    [IIb-15-1788-1789-1649]
    Krusius de indiciis crim. und Bodinus daemon: Niederschlag. der Aug. u.Verkehrung des Augapfels ist Zeichen einer Hexe. Brunneman.

     

    [IIb-15-1788-1789-1650]
    In Paris ist ein Hospital für 300 Blinde, diequinze-vingts heissen. Werke des Fried. II.

     

    [IIb-15-1788-1789-1651]
    Ieder Wilde hat einen besond. Gesang, den keina. auch in seiner Abwesenheit nachsingen darf. Le Beau.

     

    [IIb-15-1788-1789-1652]
    Glaub. wer nicht tanze, tauge zunichts - und die abgeschied. Seelenthäten nichts anders. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1653]
    Legen die Thierköpfe beim Essen den Vornehmst.und Fremden vor. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1654]
    Wenn sie in den Krieg gehen: tauschen sie ihreKleid. mit denen der Verwandten |

     

    [IIb-15-1788-1789-1655]
    Alle Bestrafung ist daß die Mütt.den Kind. Wasser ins Gesicht sprüzen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1656]
    Oft spielt die Hälfte des Dorfs geg. die a., od. ein Dorfgeg. die andere.

     

    [IIb-15-1788-1789-1657]
    Wenn Freunde von einand. scheiden: wechselnsie die Kleider von einand., oft zwanzig a. Kleid.wenn sie viele Freunde haben |

     

    [Manuskriptseite 177]

    [IIb-15-1788-1789-1658]
    Glaub. alle Pflanz. haben Seelen und die zurArznei müss. dah. von Keusch. gepflükt werden |

     

    [IIb-15-1788-1789-1659]
    Vor einem bösen Anschlage betrink. sie sich; weil derVerbrech. im Trunk ungestraft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1660]
    Wenn sie schlafen: gehe die Seele ausdem Körp., mache weite Reisen, wie es ihnen träumt Manche passenwachend auf ihren verreist. Geist |

     

    [IIb-15-1788-1789-1661]
    Wenn ihnen träumt mit einer Sache nur würd.sie glüklich sein: so müss. sie sie haben - ists einlebend. Thier, so glauben sie zu sterben wenn esstirbt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1662]
    Erdicht. einen Traum von einerSache, um sie zu bekomm. - wenn ihnen et. Schlimmesgeträumt z. B.Gefangennehmung, mus es zumSchein geschehen (Freunde müss. ihn überfallen) damit es nicht imErnst geschehe |

     

    [IIb-15-1788-1789-1663]
    Wenn bei ihnen 1. voneinem Volk umgebracht worden: so entstehtein Krieg zwisch. den Völkern. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1664]
    Wenn man mitt. im Gefecht den Feind. dieTobakspfeife zeigt: so leg. sie dieWaff. weg.

     

    [IIb-15-1788-1789-1665]
    Der Mörder eines Menschen wirdseinen Verwandt. als Sklave, z. B. der Mutt. stat des verstorb.Sohns gegeben, die ihn so gut wie diesen behandelt |

     

    [IIb-15-1788-1789-1666]
    Bänder von gewiss. Meermuscheln sind ihre Kalend. u.Iahrbüch. ihrer Staatsgeschäfte, waren sonst Geld |

     

    [IIb-15-1788-1789-1667]
    Sie gaben sonst dem Leichnam neue Kleid. wenn diealten faulten |

     

    [IIb-15-1788-1789-1668]
    Sie geh. im Wint. bei Kleidervorrath nakt, um diese fürden Aufpuz verstorbener Verwandt. aufzuheben |

     

    [IIb-15-1788-1789-1669]
    Man darf keinen Verstorb.bei seinem Namen nennen, die Lebendig. die ihnführen, müss. ihn ablegen |

     

    [Manuskriptseite 178]

    [IIb-15-1788-1789-1670]
    Die Rosen von Iericho sind zurGebärung dienlich - blüh. nur am Christabend, nach a. an den Festtagen der I. Maria. A. Welth. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1671]
    Ein Terpentinbaum bei Bethlehem bog sich, die Maria zu beschatten. Le Bruyn Voy. au Levant |

     

    [IIb-15-1788-1789-1672]
    Iud. achtet. Ehe ohne Kind. dem Tod gleich, dah. die Iephta, nach einig. stat des Todes ewige Iungfrauschaftwählte. Lange.

     

    [IIb-15-1788-1789-1673]
    Die Helmstädt. erklärt. eine 10 iähr. Ehe fürnichtig weil die Frau ihr. fortdauernd. Widerspruchgegen die Ehe erwies. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1674]
    Eine Frau ist nicht verbund. den Man zuprügeln der ohne das nicht beischlafen kan,und kan auf Annullirung der Ehe dringen.Bruckner decis. matrim. c. 24 | ab. wol mus sie sich puzen wenn ers dazuverlangte |

     

    [IIb-15-1788-1789-1675]
    Ehescheidung weg. Ehebruch wird nicht,wenn der Man ihn der Frau vergeben - ihr ehlichbeigewohnt - wenn sie ihn miteinand. ohne sich zukennen begangen - wenn sie einen a. fürihren Man hielt |

     

    [IIb-15-1788-1789-1676]
    Wenn der inkulpirte Theil die Verweigerungder ehlichen Pflicht läugnet: so kan ihm der Eiddarüb. deferirt werden. Bahmer. Consult. P. 1. resp. 180 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1677]
    Apostaten können nach Iustinian (u. noch kein a. Gesez hob es auf)nichts verschenk., nicht testamentiren,nicht kontrahiren, Vermög. wird konfiszirt; noch 5 Iahr nachdem Tod könn. sie des Abfals wegen angeklagt werden.C. de Apostat. Wer den a. zum Abfal vorführt, geköpft ||

     

    [Manuskriptseite 179]

    [IIb-15-1788-1789-1678]
    In den preuss. Staat. müss. die angehend.Geistlichen schwören, daß sie ihre Dienste nichterkauft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1679]
    Kanonikate könn. auch unt. Protestant. verkauft werden |

     

    [IIb-15-1788-1789-1680]
    In bürgerlichen u. peinlichen Angelegenh. kannicht nach dem gesproch. werd. was einGeistlicher von dem ihm im Beichtstuhl Gesagtenplaudert. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1681]
    Nach dem kan. Recht können geg. einenGeistlichen keine weltlichen Zeug.abgehört werden weil von den Laieneine Feindschaft geg. iene präsumirt wird c. 14. X de testib. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1682]
    Weil Ehebruch so schwer zu erweis.: so sindbei einer Zivilklage zu dess. Beweis alsZeug. zu lass. Hausgenossen, Weiber,und Anverwandte u. a. nur de credulit. schwören Könnende Lynker resp. 30 qu. 3 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1683]
    In all. alt. Schlöss. fand manKerker für die Unterthanen wie in Klöstern. Universal Musaeum. Vol. 67.

     

    [IIb-15-1788-1789-1684]
    Der Pabst gab um die Zeit Heinrich III in Engl. einerGeselschaft Baumeister das Patent, Europa zudurchreis. u. Kirch. zu bauen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1685]
    Öffentliche Herberg. selt.; Reisende wurd. 3 Tage inKlöstern aufgenommen. Der Adel kam nichtin Kaffee= und Weinhäus. zusammen sond. auf Feld. u. Wäld.mit dem Iägerapparat |

     

    [IIb-15-1788-1789-1686]
    Ieder der vornehm sein wolte, hatte seinen Sperber u.die Priest. einen Lerchenfalken; dieiungen Frauenzimm. richtet. Sperber z t ab |

     

    [IIb-15-1788-1789-1687]
    Vor dem Kirchweihfest sas alles die Nacht auf,betete u. fastete |

     

    [IIb-15-1788-1789-1688]
    In Schotland macht das Weib einen Knix geg.den Neu

     

    [Manuskriptseite 180]

    mond (in Engl.) sez. sie sich am erst. Abendqueer einer Zaunstange u. sagen: "einschöner Mond! Got erhalt ihn." |

     

    [IIb-15-1788-1789-1689]
    Wolte man eine Kirche bauen: so machte u.betete man die Nacht vor derGrundlegung u. fastete den Punkt des Gesichtkreis. wodie Sonne am Morg. aufgieng, daher dieAbweichungen von derMittagslinie und daß so wenig Kirchenrecht stehen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1690]
    Leute von 30, 40 Iahr. stand. vor ihr. Eltern unbedekt wieStumme; manbare Mädg. stand. während dem Besuche an ihre Mutt., am Kredenztisch und erbaten vomDiener ein Küssen zum Niederknien; wurd. gepeitscht.Wie die Hofmeist. und Dechant. zu Oxfordu. Kambridge auch die Ruthe bei ihr.Zöglingen brauchten; Potter schlug seinen, der mitdem Degen von ihm Abschied nahm, um nach London insKollegium der Rechtsgelehrt. zu gehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1691]
    Eduard IV Gesez in Engl.: niemand ausser denSöhnen des Königs durfte einen Schwan halten, dafernnicht iährlich 5 Mark hatte. Späterwurde Wegnehm. seiner Eier mitIahreinkerkerung bestraft. Erzählungen aus der wirklichen Welt. 1 B. 1 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-1692]
    Bei den Medern trug. die Männ.Hals und Armbänd. mit köstlichenSteinen, malt. ihre Aug. und Augenbraunen, Gesichtsschminken,Kleid. fliegend mit hangend. Ärmeln, Alexand. von Weib. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1693]
    Iezige griech. Weib. übergolden am Hochzeittag ihr Gesichtzur Verschönerung ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1694]
    Die Poppäa erfand einen auf Gesicht erhärtendenTeig, ders sanfter u. schöner machte. Iede trug

     

    [Manuskriptseite 181]

    ihn immerzu Haus, hies das häusliche Gesicht; derEheman sah kein a., u. der Liebhab. nurdas natürliche ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1695]
    Unt. dem Tiber verbot der Senat den Männern Seide ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1696]
    Da der König von Spanien den Landleut.eine iährliche Entschädigung fürdas niedergeiagte Getraide giebt: so säen sie et. Wenig. aus, umiene zu bekomm. u. ernten nicht einmaldas Wenige ein. Swinburne Reise durch Spanien. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1697]
    Swift konte zulezt nicht mehr lesen nochdie Buchstab. seines Namens nennen; ohne Sprache,konte sich nicht aus und anziehen, manmust' ihn ins Bet legen, hatte gern silbern. Spielzeug und stekt'es in den Mund. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1698]
    Das mechan. Genie Brindley lag oft 2, 3 Tag im Bet, um eineErfindung zu volenden | 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1699]
    D. Wollaston: eine Familie von 6von * Person. zu Wattisham verlor inwenigen Tag. die Füsse, die schwarz u. dür wurd. u.nur am Knoch. zu durchschneiden waren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1700]
    Noel: er habe 50 Kranke im Hospital gehabt, dievom Genus des Mutterkorns den trokn. schwarz. bleifärbig. Krebs,der bei den Zehen anfieng u. bis zumSchenkel gieng u. nur mänliche Person. befiel, bekommen. - L'Histoire de L'Acad. royale des Sciences l'année 1710.

     

    [IIb-15-1788-1789-1701]
    Die Witwe Malin in Paris bekam stat der Nägel an Händ.und Füss. Klauen. Götting. Anz. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1702]
    Der Seekrebs wird wenn er ohne Schale in derMausse da ist ist, u. ohne Wehr, von Seehund. Stokfischen u.Rochen zu Hundert. verzehrt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1703]
    Saturniani: die Engel schufen denMenschen Tert. de praescr. Simoniani: auch die Welt. Iren.l. 1. c. 20.

     

    [IIb-15-1788-1789-1704]
    Okkam 1 quodlib.quaest. 4: 2 Engel könn. an 1 Ort sein.

     

    [IIb-15-1788-1789-1705]
    Der Kanzler von Frankr. kan niemit dem König essen. Volt. Quest. encyclop. Contradictions

     

    [Manuskriptseite 182]

    [IIb-15-1788-1789-1706]
    Ein spanisch. Gesez verbeut ied. Fremden Theilnahme am Handel nachAmerika; meist Fremd. durch spanische Faktoren ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1707]
    Dans les Capitulaires de nos Rois de le seconde raceund Karl IX. verboten den Komödianten beigefängnisstrafe p. Mönchs= Nonnenkleid. auf dem Theat.zu haben. Dubois reflexions sur la Poesie etc. T III.

     

    [IIb-15-1788-1789-1708]
    Dion: Heliogabal tanzte wenn er Audienz gab,mit seinen Soldat. sprach u. opfernd |

     

    [IIb-15-1788-1789-1709]
    Die europ. Kaufleute beurtheil. den Reichthumeines Amerikaners nach den Zierrath. an Ohren Händenp., auch der Menge Roth im Gesicht; nach derKünstelei am Hemdkragen. Alexand. Gesch. des weiblichen Geschlechts.

     

    [IIb-15-1788-1789-1710]
    Dem Iman zu Moska gehört alles Pferdefleisch daselbsteigenthümlich. Irwin.

     

    [IIb-15-1788-1789-1711]
    Gesez in England: kathol. Kinder könn. wenn sie Protestant.werd., ihre Eltern ihrer liegend. Güter beraub. u. arm machen. Erzählungen aus der wirklichen Welt 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1712]
    Die Spanien verwüstenden Heuschrekk. legen ihre Eier alzeit an wüsteunbesuchte Striche u. fallen fressend über angebaute her. Dillons Reis. durch Spanien |

     

    [IIb-15-1788-1789-1713]
    Da heizt man mit Rosmarin Lawendel den Ofen||

     

    [IIb-15-1788-1789-1714]
    Iene Heuschrekken fressen alle saftige, gewürzhafte, giftige Pflanz.,die zum Troknen liegend. Kleidungsstükke, die der Heiligen inKirch. u. den Firnis ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1715]
    Tamerlan: ein Fürst sei aufkeinem Throne sicher den nicht Blut umfliesse. Richardson von den Sitten der Morgenländer.

     

    [Manuskriptseite 183]

    [IIb-15-1788-1789-1716]
    Da die Morgenländ. alles was Närrische sagen für inspirirt halten: sostelten sich oft Kluge so, um frei zu reden, dad. dieHofnarren. Die schon im 8 Iahrhundert. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1717]
    Die Lichtanzünd. von Morgunz Uhr 56/2 ist ein Repetierwerk, thutsso oft man ein Schnürg. zieht. Breitkopfs Magazin der Kunst. St. 4. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1718]
    Die Iuliane Papjoy lag von ihr. Man getrent, stetsin hol. Bäumen bei Warminster auf einemBund Stroh. Öff. englische Blätt. von 1777. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1719]
    Ouwens Rektor zu Haag edirte noctes Haganae: geg. eine Nervenkrankheit. Sydenhami Laudanum, dad. eine Lebhaftigkeit, daß er die besten Erklärungen üb. die Alten macht; erwacht, besint er sich auf nichts. Gött. Anzeig. 1781. S. 554 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1720]
    Nach der erneuerten Chur=Maynzischen Reichs=Hof=Kanzlei=Tax=Ordnungvon 1659, 6 Ian. ist für Poetae laureati creatioTax 50 Gulden KanzleiIura 20 Gulden, - Um sich auf= von= zu= zu schreiben Tax 30Gulden, Vicekanzlern 6 Gulden, Sekret. 3Gulden, Kanzleijura 6 Gulden - Aetatis veniafür einen Fürsten 2000 Gulden, Vizek. 60 Gulden, Sek.30, Iur. 100 Gulden - für einen Freihern nur 200Gulden - Universitatis erectio 2000 Gulden,Gymnasii 1000. Schmauss. corp. jur. pub. germ. Sieh. S. 256/13

     

    [IIb-15-1788-1789-1721]
    Ein Fürstenbrief Tax 12000 Gulden, Subskripzion=regal füreinen Vicekanzler 1200 Gulden, dem Sek. 600,Kanzleijura 1200 - für dasPrädikat Wolgebor. 200 Tax, dem Vicekanzl. 24 Gulden,Sekretär 12, Kanzl. 50. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1722]
    Bodinus: ein Zauberer könne nichtaus der Kirche wenn vor der Thür einKnabe mit Stiefeln mit Schweinsschmalz geschmiert stände. Brunneman.

     

    [IIb-15-1788-1789-1723]
    Bodin bei Krusius: in Nord. die meist. Hexenund Hexenprozesse |

     

    [Manuskriptseite 184]

    [IIb-15-1788-1789-1724]
    Bodin l. 4. c. 4 Daemonorum: eine Hexe weintauf der Folter nicht, höchstens 3 Thrän. ausdem recht. Auge |

     

    [IIb-15-1788-1789-1725]
    Seereis. gut geg. Lungensucht; Smyth: Schaukel auch geg. sie u. die Hektik. Gothaischer Kalender 1789.

     

    [IIb-15-1788-1789-1726]
    Der Eigenthüm. des Pferds das beim Wetrenn. inHolland der beste Harttraber ist, bekömt eine silberne Peitsche|

     

    [IIb-15-1788-1789-1727]
    In Friesland mus das Pferd am Ort wo es rentnicht schon einmal den Preis gewonnen haben |

     

    [IIb-15-1788-1789-1728]
    Das Wetrennende Pferd mus auch im Rükwegsiegen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1729]
    Mus das Pf. den Weg von neu. beginnen, blästman ihm Brantewein in die Nase |

     

    [IIb-15-1788-1789-1730]
    Fürst Potemkin hat ein Orchester von 60metallenen Flöten, deren iede nur 1 Ton giebt, u. 60 Musiker |

     

    [IIb-15-1788-1789-1731]
    Abt Gattoni erfand eine meteorol. Harmonikawie eine Harfe mit den7 Haupttön., eisern.Saiten, kömt auf den Thurm, bemerkt durch stundenlang. Spielendie Wetterveränderungen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1732]
    Priestley fand in einem Saal von10 Person. u. mit ausdünstend. Gericht., daß wenndie Luft noch 2 malsoviel phlogistische Materie enthalten hätte,keine Luft hätte brenn. können. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1733]
    Lavoisier: im Schauspielhaus 3Schicht. Luft, die oberste die schädlichste, mittelstedie beste, unterste fixe |

     

    [IIb-15-1788-1789-1734]
    Das Faulthier ruft i nach derAbstufung der Tonleiter la sol fa mir re,zum Scherz Erfinder der Musik |

     

    [IIb-15-1788-1789-1735]
    Die Schifkuttel, eine Seemuschel, strekt 2Muskeln als Maste aus u. spant ein Häutgen zwisch. beide alsSeegel, 2 a. Muskel als Rud., Schwanz Steuer,

     

    [Manuskriptseite 185]

    steigt er so kehrter das Oberste dem Mensch. zumUntersten u. auf der Oberfläche nimt erdie alte Lage |

     

    [IIb-15-1788-1789-1736]
    Die Stekmuschel beherbergt, um nicht vomBlakfisch gefress. zu werd., einen klein. schalenlos.Krebs in der Musch., heist der Muschelwächter, der,ienen sehend, sogleich umkehrt u. sie zum Schliess. warnt - hat eret. erbeutet, so thut er einen Schrei, um eingelass.zu werden.

     

    [IIb-15-1788-1789-1737]
    Die Schnake legt das Ei, dess. Iung. gleichbei der Geburt Wasserbraucht, so aufs Wasser daß es halb im halb auss. ihm ist umvon der Sonne ausgebrütet zu werd., ihrAfter ist so beweglich wie der Elephantenrüssel; seztdie Eier wie ein Schif auf einand. zumSchwimmen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1738]
    Droz macht Kanarienvögel im Bauer auf und niederspringendund singend |

     

    [IIb-15-1788-1789-1739]
    Geschenk des Handschuhes sonst Zeich. des übertragenenEigenthums |

     

    [IIb-15-1788-1789-1740]
    Die königlichen Richter in Frankr. durftenbei ihr. Sizungen keineHandschuhe haben |

     

    [IIb-15-1788-1789-1741]
    Sprichwort: zu einem gut. Handschuh müss. 3.Königreiche arbeiten, Spanien mus das Leder bereiten,Frankr. zuschneid., Engl. ihn nähen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1742]
    In Rom macht man Handschuhvon Hünerhaut, in eine Nusschale gehend |

     

    [IIb-15-1788-1789-1743]
    Marschal d'Albert fiel in Ohnmacht vor einemSpanferkelgericht, La Motte le Vayer konte keinenViolinenstrich leid., Kathrine von Medizis keine Blumen|

     

    [IIb-15-1788-1789-1744]
    Der Graf Fink von Finkenstein in Preuss. hatte einenvon Friedrich II. in der Iugendmit gross. Buchstaben geschrieb. Spruch ausden Psalmen aufbewahrt. Büschings Karakterzüge von Friedrich II.

     

    [Manuskriptseite 186]

    [IIb-15-1788-1789-1745]
    Honorius III Gregor IX Innozenz. III. verboten durch Bullen,das bürgerliche Recht zulehren. Dicorce Questions encycl.

     

    [IIb-15-1788-1789-1746]
    Die h. Passidea hieng sich zur Mortifikazion imRauchfang auf, lies unt. Dampf von nass. Strohmachen. Zimmerman von der Einsamkeit 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1747]
    Makarius von Alexandrien suchte 5 Tage blos an Got zudenken, hielts 2 Tage und 2 Nächte aus, in der 3machte ihm der Teufel weis, er sei in eine Flammeverwandelt und entzünde alles |

     

    [IIb-15-1788-1789-1748]
    Eine melanchol. Dame wurde wied. froh u. lachend, da sie ihr. Manbeim Kammermädg. antraf, am 4 Tag tol. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1749]
    Ein nervenkrank. Genueser glaubte Got zu beleidigenwenn er ausspukte |

     

    [IIb-15-1788-1789-1750]
    Nikolai: der grössern Andacht weg. sehendie kathol. Mädgen verliebter aus |

     

    [IIb-15-1788-1789-1751]
    Die ägypt. Mönche hatt. 6 Keuschheitsgrade, der 5te war,daß man die Zeugung desMenschen sich ohne Bewegung der Werkzeuge denkenkönne |

     

    [IIb-15-1788-1789-1752]
    Cassianus: ein Mönch bekam beimAbendmal stets eine Polluzion |

     

    [IIb-15-1788-1789-1753]
    Ammonius wurde so von der Wollustgeplagt, daß er mit feurig. Eisen seineGlied. zerfleischte und vol Geschwüre machte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1754]
    Algem. Sitte im 3ten Iahrh. daßBischöffe und Kirchenältest. beiaszetischen Iungfern schliefen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1755]
    Bokkaz: nach der Pest 1348 verbreitet. sichMönche und Nonnen in die Welt u.hurten; Hamilton: so verschafte das Erdbeben inKalabrien den Nonn. und Schulknaben Freiheit |

     

    [Manuskriptseite 187]

    [IIb-15-1788-1789-1756]
    Unt. Heinrich III befühlte der Bischof von Linkoln, Grossetete bei Klostervisitazion. den Nonnenden Busen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1757]
    In der Kirche von Nitrien 3 Palmbäume, an 1.eine Peitsche für Anachoret. od. Liebeseinsame, 2eine für Diebe, 3 eine für die sich unandächtigbetrag. Fremde. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1758]
    Streit zu Iustinians Zeit. ob Christi Leib verweslich od. nicht.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1759]
    Da Alex. VI. seine Tocht. Lukrezia mit Alfonso von Este verehlichte: so dient. 50 nakte Hurenbei Tisch; Beinkleid. Hüte p. zum Preise, wer am öfterst.mit ihnen gehurt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1760]
    Iude Lobel in Nürnb. nach 40 Radstössen noch getauft. Wagenseil von den Merkwürdigkeiten Nürnbergs.

     

    [IIb-15-1788-1789-1761]
    Cardinalis Capistranus kam nachNürnberg, auf seine Predigt, ob er gleich nur durcheinen Dolmetscher redete, wurd. Puz, Würfel Kart. curruspompales et esseda auf einem Haufen verbrant|

     

    [IIb-15-1788-1789-1762]
    Vor den gross. Festen werden die Schulkinder ausgetrieben derSchulmeister sizt auf der Bank, schlägt u. treibt weg die durch seine ausgespreizt. Beine kriechende Kinder weg | -

     

    [IIb-15-1788-1789-1763]
    In Padua u. a. Ort. Italiens lärm. vor den Ferien wenndie Professor. les. woll., die Studentenmit hölzern. Hämmern u. Füssen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1764]
    Kreuzfahrt der Kind. in Nürnberg:ein Kind stelt öffentlich den Bräutigamvor, ein a. die Hochzeitgäste

     

    [Manuskriptseite 188]

    [IIb-15-1788-1789-1765]
    Gewisse Raupen stell. sich tod, die Blatläusekriechen auf ihren Rükken sie zu fress.,iene kehr. sich um und fress. diese. Plüche Schauplaz der Natur.)

     

    [IIb-15-1788-1789-1766]
    Aussäzige versamlet. sich in der Passionswoche oft 800,ein Arzt muste die Einschleichungeines Reinen hindern, wurden in einembesond. Hause ernährt, am grün. Donnerstag Redean sie und Abendmal, wurden von Vornehm.beim Ess. bedient Becher eingeschenkt, bekam. zuleztein Kleid und Weste u. Bitte iährlicher Rükkehr |

     

    [IIb-15-1788-1789-1767]
    Am Sabbath darf der Iude nicht seinen Schlüsselmit in die Synagoge tragen, keinweinendes Kind ulnis umarm. u. einschläfern,nicht die Hand zu Thür oderFenster hinausstekken um dem Armen et. Esbares zu geben,kein Geld berühren, Feuer wol löschen ab. nicht ausihm Gefässe, Handelsbüch. p retten - deswegen ist noch keinSabbath recht gefeiert word., denn würd' es einmal einer: so kämeder Messias. | So auch nicht an ihm Gesez=und Gebetbüch. herumtragen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1768]
    Bei den Röm. (dah. Decanus, Decurio) u. Iud. bild. 10Man eine Geselschaft, die dah. eine Synagoge erricht. kan |

     

    [IIb-15-1788-1789-1769]
    Godart: eine grosse Fliege dieihr Ei in eine Raupe legt, stöst die Gartenspinnebetäubt zu Boden, zerbricht ihr alle Beine u. führt sie indie Luft fort. Plüche.

     

    [IIb-15-1788-1789-1770]
    Die Rosen zu Iericho, die zurEntbind. dien., blühen nur am Christabend, nach a. nur an Mariatagen. A. Welth. 2 B.

     

    [Manuskriptseite 189]

    [IIb-15-1788-1789-1771]
    Im Dorf Booteshallah bei Bethlehem kan nach Maundr. kein Türke 2 Iahre leben - Thevenot: nicht 8 Tage - Radzivil: nicht 3 Tage |

     

    [IIb-15-1788-1789-1772]
    Auf dem Töpfersakker wird ein nakter Leichnamin 24 Stund. nach Radziwil, in 48 nach Sandys verzehrt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1773]
    Die Türk. erlaub. keinem Christ. das Tempelthor zu Ierusalem anzusehen;wenn er den Plaz des Tempels beträte: so müste iede Bitte erhört werden, u.also auch eine geg. die Türken. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1774]
    Türken: Muhammed verwandelt sich am iüngst. Tag in einSchaf u. sich die Türken in Flöhe u. schüttelt sich: die nicht von ihm herabfallen, werd. nicht verdamt. Thevenot voy. au Levant |

     

    [IIb-15-1788-1789-1775]
    Die Diana hatte in Szythien einen Wald worausman keinen Hirschen schiess. durfte. Pitiscus. Schötgen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1776]
    Der Diktator wurde abends wenn's schon stil war, gewähltvom Konsul.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1777]
    Bei den Athenern erstattete derDieb 10 fach. Demosth. adv. Timocrat. Beiden Röm. must' er, hatte ers Gestohlene noch, 4 facherstatten furtum mainfest. - nicht mehr, nur doppeltf. non M. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1778]
    Die röm. Soldat. must. schwör. nichtzu stehlen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1779]
    Bei einer Haussuchung, perlancem et licium geschah sie, der Büttel warmit licio Gurt von flächsen. Fäden angethan,der Her hielt lancem Bekken vors Gesicht, damitman nicht denke, er suche mehr Weib. alsseine gestohl. Sachen. Pitiscus |

     

    [IIb-15-1788-1789-1780]
    Die Ägypt. hatt. in ied.Monat 2 unglükliche Tage worin mannichts thun durfte |

     

    [IIb-15-1788-1789-1781]
    Die Szythen legt. ein schwarz. Steing. nacheinem unglüklichen Tag in Köcher, weiss.glüklichen, nach dem Tode konte mansein Glük zählen |

     

    [Manuskriptseite 190]

    [IIb-15-1788-1789-1782]
    Diaes auspicalis, wenn iemand einobrigk. Amt bekam, so nahm er et. - nicht aus Ernst - vor zu gut. Vorbedeutungen. Lips. ad Tac. Ann. 4. n. 96. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1783]
    Dies fasti war. die Tage woran der Prätor Rechtsprechen durfte d. i. die 3 Worte do, dico addico - fastipriores wo nur Vormittag Gericht gehalt. durfte -posteriores - nur Nachmittag - manchmal nur zu Mittag. Pitiscus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1784]
    Bei einem Fest des Iupit. zuAthen legte man Kuch. u. Korn auf einen Tisch,welcher Ochs zuerst davon fras, der geopfert. Meursius graec. fer. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1785]
    Diptycha episcorum worin dieLebensbeschreibung der best. Bischöffe u. Heiligenkam, wurden an Festtagen vorgelesen. Kezer daraus gestrichen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1786]
    Die Römer macht. zu Traians Zeit. Drach. von Leinwanddie der Wind aufblies, als Fahnen, der Fähndr.draconarius. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1787]
    Iul. Zäsar ein Gesez: keineEhescheidung gültig ohne Gegenwart von 7 mündig. röm.Bürgern |

     

    [IIb-15-1788-1789-1788]
    Blos der Flamen Dialis durfte sich aus keinerUrsache scheiden lass., welche es auch wäre. Dempster. ad. Rosin. 5. 38. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1789]
    Iuden: 700 Iahre nach der Erlaubnis derEhescheidung war keine |

     

    [IIb-15-1788-1789-1790]
    Iud. schied. sich von Weib. wenn siedie nakt. Aerme sehen lies, od. auf der Gassenähte, span. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1791]
    In den mitlern Zeit. konteder Man nichts ohne dieEinwilligung der Frau vornehmen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1792]
    Bei den Athen. wurdeder Name der Helden in das peplum Minervaegewirkt. |

     

    [Manuskriptseite 191]

    [IIb-15-1788-1789-1793]
    Sonst an die Kirch. und Klösterein Haus gebauet zum Almosenaustheilen. DuFresne |

     

    [IIb-15-1788-1789-1794]
    Ein Elephant tanzte zu Rom alzeit auf 2 Seilen. Bulenger. de theatr. I. 41 | Plin. h. N. L. 8. c. 2 et alii passim.

     

    [IIb-15-1788-1789-1795]
    Zu Law's Zeit. wars in Frankr. verbot., mehr als500 Franken in Gold oder Silber im Hause zu haben. Quest. encycl. Economie.

     

    [IIb-15-1788-1789-1796]
    Bei den asiat. Völk., inSina p. sind Ohrfeigen, z. B.ein Duzend, eine gerichtliche Strafe.||

     

    [IIb-15-1788-1789-1797]
    Während den eleusinisch. Mysterien durfte bei Lebensstrafeniemand arretirt od. eine Supplik übergeben werden. Schötgen. Meursius

     

    [IIb-15-1788-1789-1798]
    Und keine Frau durfte bei 6000 Drachen:auf einem Wagen nach Eleusis fahren ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1799]
    Die Perser glaub. 619 gute Engel, 12 Teufel.L'esprit Essai sur les moeurs et l'esprit etc.

     

    [IIb-15-1788-1789-1800]
    Iulian: die Sprache der Deutsch.gleicht Rabengekrächze Misopog. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1801]
    Fohi: er habe seine Geseze aufm Rükkeneiner geflügelten Schlange geschriebengesehen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1802]
    Ein sines. Sohn kan nicht geg. seinen Vaterklagen als mit Einwilligung aller Verwandt., Freundeund Magistratspersonen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1803]
    Ein Lehen verliert man (aber nichtder Lehnsfolger) (durchBrudermord, Verrätherei des Mitvasallens, Landfriedensbruch, Verbrech.der beleidigt. Maiestät p)wenn man dem dem Lehenherndie Lehendienste versagt, Geheimnisse zu dess. Schad. offenbart,durch Iniurien geg. ihn, durch Hurerei mit dess. WeibTocht. und unverheiratheten Schwester, durchkriminell. Anklage u. Zeugnis, wenn er eine ihmdrohende Gefahr nicht gemeldet, od. darinnicht geholfen. Boehmer.

     

    [Manuskriptseite 192]

    [IIb-15-1788-1789-1804]
    Revelatio credentiae wenn der Vasaleinen mit dem Lehnshern gemachtenAnschlag aussagt, ist eine Felonie || Not. des Professors.

     

    [IIb-15-1788-1789-1805]
    Wenn sonst ein Lehenher mitseinen Vasallen ins Feld zog: lies er 1 od. 2 zum Schuzseiner Frau, Töcht., Schwest.zu Hause. Dah. die Möglichkeit derFelonie. Nach dem Tod des Lehnh. ist H- mit dess.Tochter keine Felonie. Huren mit seinenverwittibt. Töchtern, keine mit seinen Schwestern und Enkelinnen (sie müst. denn in des Lehnhern Haus sein) keine Felonie ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1806]
    Carre: der Mogul vergiftet zurStrafe mit einem vergiftet. Brief (dieFakirs könn. den künstlichsten Gift mach.) den der Empfäng. küss.mus. S.

     

    [IIb-15-1788-1789-1807]
    Den Strik woran Lord Ferrer gehang., wurde (nachdem er einenSpringfad. berührt: fiel das Gerüstezusamm. und er blieb am Strik) vom Henkerfür 1 Schilling gezeigt. Archenholz.

     

    [IIb-15-1788-1789-1808]
    Tissot: Schlagflus, Lähmung, fallende Sucht,Hypochond. und Mutterbeschwerung erb. auf Kind. Lancisi: eine Erweiterung der recht. Herzkammer u. des rechtenHerzohrs bis in die 4teGenerazion. Ohnmacht. Zukkungen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1809]
    Ovington: in Surate sind bittere Mandeln Geld. S

     

    [IIb-15-1788-1789-1810]
    Die Hunde lauern da auf Kaze Razen u. Mäusse. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1811]
    Die Fakir bestimmen wieviel sie Almos. verlang., u. nehmenweniger nicht an. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1812]
    Tissot: Nervenkrankh. entstand. vonzu strenger sklavischer Behandlung der Kind.,von Schnürbrüsten.

     

    [IIb-15-1788-1789-1813]
    Man bot dem Ritter d'Eon bis auf 3000 Pf. Sterling an für eine rechtskräftigeEntdekkung

     

    [Manuskriptseite 193]

    seines Geschlechts, auf dasdie Wett. eine Million Pfund betrugen. Archenholz. von England

     

    [IIb-15-1788-1789-1814]
    Die Bitschrift für Dodd war von 23000 Personen unterschrieben warPergamentmasse von 29 englischen Ellenein Lastträg. schwizte darunter. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1815]
    Unt. dem Galg. darf der Delinquent alles sag.,Hochverrath u. Aufruhr: so Lord Lovat. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1816]
    Kein ordentlicher Henker, sond.ein gedung. Mensch - der Adel wird (ausserbei Mordthat.) enthauptet, u. von einemMezger, dem die Familie ein Beil miteinem silbernen Heft verehrt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1817]
    Wer die peine forte et dure aussteht:bekömt am einen Tag nur Brod, am a. nur Wasser u. so wechselnd.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1818]
    Weib. heirath. weg. Schuld. u. der Man wird aus demHoch Brautbet geholt. Eine machte Schuld., um ihres bös. Mannes durch das Gefängnis los zu werden |

     

    [IIb-15-1788-1789-1819]
    Männermord bei der Frau Art Hochverrath,petty treason |

     

    [IIb-15-1788-1789-1820]
    Wenn ein Ehepaar vereint einVerbrech. begeht: ist die Frau ungestraft weil ihreEinwilligung durch den Gehorsam gegenden Man für erzwung. gehalt. wird. Daher auch für allekleine Vergehungen der Frau der Manverklagt wird |

     

    [IIb-15-1788-1789-1821]
    Wenn ein Fluchangeber seineAussage beschwört: so mus der a. fürieden Fluch 1 Schilling geben |

     

    [IIb-15-1788-1789-1822]
    Auch ein Gesez gegen die Unbarmherz. geg. das Vieh, 5, 10Schillinge nach Befinden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1823]
    Der Groskanzler ist der Generalvormund aller Waisen; ermacht durch seine Person ein ganzes Tribunal aus,zur Milderung der Gesezstrenge, hatkeine Vakanzen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1824]
    Die Vornehm. und Reich. fürchten sich nochmehr vor den Gesezen alsdie Armen |

     

    [Manuskriptseite 194]

    [IIb-15-1788-1789-1825]
    In Arakan führt. die KönigeKrief um einige grosse Edelsteine. Ovington. S.

     

    [IIb-15-1788-1789-1826]
    Wenn da der Wagen mit dem GözenQuiay=Pora feierlich ausfährt: stechen sich manche an ienes Stacheln, um dies.mit Blut zu besprüzen.||

     

    [IIb-15-1788-1789-1827]
    Für eine Schuld von 40 Schillingen kander Gläubiger den Schuldner in Verhaft nehmen lassen: ienerbeschwört sie blos durch einen Bibelkus u. bekömt denArrestbrief. Archenholz. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1828]
    Nach der habeas corpus akte kan ein Schuldner inwelches Gefängnis er wil sich bringen lassen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1829]
    Die King's Bench (wie die Fleet) hat Wohnhäuser, Gart.,B Plaz zum Kegeln, Wein= Bierhäuser - die Handwerksleute sezen da ihr Gewerbe fort für Auswärtige und Mitgefangene, Schilder aushängend, nehm. ihre Familie hinein, mehr Freie als Gefangene - blos der Eingang verwahrt, innen kein Kerkermeister, keine Gitter - Bälle, Konzerte - ia Freimäuererlogen da gehalten |

     

    [IIb-15-1788-1789-1830]
    Arrest besorgende Personen begeben sich dahin, um mit ihr.Gläubigern zu unterhandeln, weil man da sicher istund kein Bailif hineindarf |

     

    [IIb-15-1788-1789-1831]
    Man miethet ein Zimmer von einemMitgefangenen, der zu einem andernzieht; Anschlagzettel der zu vermiethenden Zimmer -öffentliche Aukzionen darin - die der Schuld. weg. daseienden H. theil. mit ied.das Bet |

     

    [IIb-15-1788-1789-1832]
    Eine Stunde weit, die rules genant, darf derGefangne spazieren, sogar wohnen, wenn ereinen Bürg. seiner Nichtentweichung hat, der alles für ihn zahlt -er kan unt. gering. Schuldnern Spaziergeselschafter wählen, derenkleine Schulden er dan zu seinen fügt |

     

    [Manuskriptseite 195]

    [IIb-15-1788-1789-1833]
    Der Marschal der Kings Bench mus für entwichene Gefang.bezahlen. Entwichnen bot er einmal 50 procent an für ihre Schuld.zu zahl., kam. wieder. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1834]
    Diese Gefangenrepublik hat einen Ausschus u.ein Vorsizer schlichtet Händel, machtPolizeiverordnungen und Dekrete; auch inSchuldsachen dekretirt erst: bezahlt der Schuldner nicht: so werd.ihm Mobilien genomm. od. sein Zimmerzins p. KleineKriminalverbrecher werd. mit einem Papier aufder Brust, worauf das Verbrech. steht, inden Höfen herumgeführt u. ein Ausrufer warntieden vor ihnen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1835]
    Die Nachtwächter da, die am Tage neueVerordnungen Anzeigen verlorner Sach. pkundthun u. Urtheile volstrekken. Auch dieNichtgefangenen stehen unt. dem Schuz derGemeinheit.

     

    [IIb-15-1788-1789-1836]
    Wenn der Schuldner seineDürftigkeit beeidigt: so mus der Gläubig. ihm alle Woch. Sonabendsfür die nächste Woche geben: unterlässet ers einmal, so ist ienerfrei |

     

    [IIb-15-1788-1789-1837]
    Da an Gnadenakten alle im Gefängnisse an einemgewiss. Tage seiende insolvente Schuldner (die vorh.öffentlich ihre Dürftigkeit erklären müssen) Theil nehmen: sokomm. oft Fremde aus all. Ländern herbei, um ihre Schuld. zu tilgen, soder Sänger Tenducci mit 10000 Pf. Schuld. u. gieng wiedermit einig. 1000 Schuld. fort. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1838]
    Kein Schuldner kan am Sontage arretirt werden; kan sogar zuseinen Kreditor. gehen. Blos Bürgen könn. sogar inder Kirche arretiren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1839]
    Eine Gegend im Westmünster ist eine Freistat für Schuldner,man nent sie, worin der St. James Park eingeschloss. ist, the verge of thecourt; die Kosten der Arretirung sind 80 PfundSt. und doch wird dem Schuld. 24 Stund. vor derBewilligung des Arrestbriefs Nachrichtgegeben von einem altenKollegio |

     

    [Manuskriptseite 196]

    [IIb-15-1788-1789-1840]
    Baron beduetete in ältesten Zeit. einen Man, nachhereinen Hern. Büsching.

     

    [IIb-15-1788-1789-1841]
    Pour dispense à l'effet de juger criminellement, ou d'exercer lamedicine quatre-vingt-dix livres (in Frankreich an den Pabst)Droit canonique. Quest. encyclop.

     

    [IIb-15-1788-1789-1842]
    Verbotene Bücher zu lesen, 25 Livr. - verbotene Fleischess.zu speisen 65 L. - Dispensaz. vom bloss.Gelübde der Keuschheit od. Religion quinze L. -von der Profeseines Religios. od. Nonne, 100 L., nach 10 Iahr. Prof.200 L. - Dispens. vom 4 Grad bis zum 2ten, dies. desto theuerer; reiche zahl. mehr alsarme. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1843]
    Die Kantarella womit Pabst Alexand. VI. und Borgia so oft vergiftete, war la baveeine Sau, die man an denFüssen, den Kopf unt. hängend bis zur Wuth u.dem Tode peitschte. | Empoisonnemens

     

    [IIb-15-1788-1789-1844]
    In der Bibel, wo soviel Mördereien, keine Vergiftung. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1845]
    Hadrian lies aus Has amOrt der Auferstehung dem Iupit. eineStatue, Schädelstätte der Venus, Bethlehem des Adonis sezen.Hieron. ep. 13 ad Paulinum. A. W. 2. B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1846]
    In dem Kloster der h. Katharina in der Ebene bei Sinaiwird, auss. dem Erzbischof niemand durch die Thür eingelassen,sond. durch eine Winde 30 Fus hochin ein Fenster aufgezogen. Shaw |

     

    [IIb-15-1788-1789-1847]
    Bei stark. Ostwind in Syrien p. scheint alles grösser||

     

    [IIb-15-1788-1789-1848]
    Die Mahumed. bind. bei Sturm ein Stük aus

     

    [Manuskriptseite 197]

    dem Koran an den Mast und werf.ein geopfert. Schaaf in die See ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1849]
    Die Römer hatt. an ihren Häusern irdene Götterköpfe substillicidio. Liv. 34 l. c. 4. nacheiner Erklärung des Festus.

     

    [IIb-15-1788-1789-1850]
    Der Kaiser mus schwören, das Reich nichterblich auf seine Nachkommen zu bringen.Büsching.

     

    [IIb-15-1788-1789-1851]
    Das Unterhaus hat das Vorrecht, die Mitglied.des Oberhauses anzuklagen die man fürStaatsverbrecher hält und das ganze Oberparl. schüztsie nicht geg. den Verhaft. Archenholz.

     

    [IIb-15-1788-1789-1852]
    Der König giebt Ehr. und Würden, OberparlamentGeseze und ists höchste Tribunal, Unterp.das Geld. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1853]
    Eine deutsche Stadt fasset mehr baare Reichthümer in sichals ganz Grosbrittannien.

     

    [IIb-15-1788-1789-1854]
    Ein die Erde umgürtender Zirkel harterThaler bezahlte doch die Nazionalschuld nicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1855]
    Wenn der Bailif einen Unrecht. arretirt: somus er ihm für iede Stunde der genommenen Freiheit 1Guinee zahlen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1856]
    Mit Gewalt darf er keinen Schuldner aus seinemHaus holen; nicht einmal eine zumachte Stubenthüre öfnen: dah. er sich bald als Weib,Bedient. p. kleidet, um zu ihm zu komm.und ihm den Arrestbrief zuzeigen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1857]
    Die Miethkutsch. dürf. unt. keinem Vorwand abschlag. wohinman wil in der Stadt zufahren; dürfen das Nummernblech auf ihr.Thüren bei 10 Schill. nichteine Stunde abnehmen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1858]
    Die Friedensricht., die Aldermänner in der City von London,der Lordmayor in seinem Pallast sizentäglich üb. kleine Klag. u.Vergehungen gratis u. öffentlichGericht. |

     

    [Manuskriptseite 198]

    [IIb-15-1788-1789-1859]
    Die vom Boden des todt. Meers aufsteigende Halbkugelnvon Iudenpech plazen rauchend undknallen, sobald sie die Oberfläche berühren. Shaw.

     

    [IIb-15-1788-1789-1860]
    Wieland: im 14. 15. Iahrh. suchte ied. König vielleichtdarum den gröst. Astrolog. an seinem Hof zu haben, umbeim abergläub. Volk mehr Ansehen zu haben.

     

    [IIb-15-1788-1789-1861]
    Nach der nord. Mythol. entsteh. die gut.Dicht. wenn sie von demdichterischen Trank der zum Dichter macht trinken u. den der in einen Adler verkehrte Odin durch den Schnabel von sich lies; was er davon durch den H. gab, macht schlechte Dichter.

     

    [IIb-15-1788-1789-1862]
    Verkleidete Diebsfänger fahren in die berüchtigstenGegenden der Stadt, u. fangen die sie anfallenden Räuber. Archenholz.

     

    [IIb-15-1788-1789-1863]
    Der Strassenräub. hälts für Schande, einTaschen= od. ein einbrechend. Dieb zu sein; keineKlasse mischt sich in die andere. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1864]
    Der Hehler kam sonst 14 Iahr nach Amerika, der Dieb 7.; dasnämliche Verhältnis mit derGefängnisstrafe. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1865]
    Garrik wurde 1772 von denFriedensrichtern der Grafschaft Middlesex gebeten, die Betlers Oper (weg. der Diebeaufmunterung) nicht mehr zu spielen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1866]
    Die Diebe miethen Zimmer, b um das Haus u. die Möbeln den a. Preis zu geben |

     

    [IIb-15-1788-1789-1867]
    Ohne die Maitress., 50000 Huren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1868]
    Bei Gericht gilt das eid. Zeugnisdes verdamt. Diebs, Strassenräub. der niedr. Hure | in Kriminalfäll.schwören oft Kind. von 10 Iahren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1869]
    H. die mit einand. umgehen, schlagen ieden Preis aus,wenn ein Liebhaber ihrer Freundin vonihnen Gunstbezeugung wil |

     

    [Manuskriptseite 199]

    [IIb-15-1788-1789-1870]
    Manche H. gaben ihre Gunst nicht für Gold, sond. nur fürdie Wahlstimme für gewisse Patrioten |

     

    [IIb-15-1788-1789-1871]
    Viele Eheweib. von entfernt. Quartieren der Stadt kommennach der Westmünsterseite, wo sie unbekant H. sind - Sogar Kind.von 9, 8 Iahren - Nach Mitternacht verlier. sichdiese H. u. alte Bettelweib. von 60 Iahr. gehen fürdie Trunknen hervor |

     

    [IIb-15-1788-1789-1872]
    Eine kleine Gasse, King's Place, zuSt. Iames wird blos von H. für Hofleute bewohnt|

     

    [IIb-15-1788-1789-1873]
    Fox war solange erder Venus u. den Bacchanalien opferte, rechtschaff.und patriotisch: allein nachh. entsagte erallen 3 zugleich |

     

    [IIb-15-1788-1789-1874]
    In Loyd's Kaffeehaus unterhalt. 600 Assekurant.eine Korrespond. nach all. europ. Häfen; dieNachricht. werd. in ein gross. Buch eingeschrieb., in dem iederblättern od. eine erhalt. Neuigkeit einschreib. darf. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1875]
    Bei den englischenAssekuranzgeselschaft. kan man assekuriren was manwil, sein und seinerFreunde Leben, Häus. und Kirchen in fremd. Ländern|

     

    [IIb-15-1788-1789-1876]
    Krieg mindert Missethät. 1759 u. 1760, da die Engländ.mit Frankr. kriegt. waren 29 Missethät., 1770und 1771 im Fried. war. 151. Home. II B. 6Ver

     

    [IIb-15-1788-1789-1877]
    Die Reisenden müss. in ied. Land sich nach dess. Diätbequemen; dah. sterb. in Ostindien so viele europäisch Lebende. Archenholz.

     

    [IIb-15-1788-1789-1878]
    Die Perükkenmach. baten den König, sich dieHaare abzuschneid. u. eine Perükke zu tragen, weg.der Nachahmung |

     

    [IIb-15-1788-1789-1879]
    In den gross. Tavernen, Bagnios undSubskripzionsspielhäusern erkauft, weg. der Einnahme durchTrinkgeld., der erste Diener oft mit 500 Pfund, der2te mit 30. |

     

    [Manuskriptseite 200]

    [IIb-15-1788-1789-1880]
    Das Gesinde mus durchaus von all. Schüsseln der Herschaft haben | u. auch so viel davon nehm. dürf. als es wil

     

    [IIb-15-1788-1789-1881]
    Man hat Bureaux, wo man geg. einen Schilling mit Bedient. u. Mägd. versehen wird - welche für Kaufmansdiener - für die die für ferne Reisen Geselschaft suchen - vor 15 Iahr. für den Ehestand, wo man Stand, Alter Bildung u. Seele aufzeichnete nebst dem was man dagegen wünschte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1882]
    Bei Betreffung über Duell. und a. die Ruhe störend. That. mus man selbst vor dem Friedensrichter Bürgen für ein friedfertig. Betrag. auf 6, 10 Iahre stellen u. so lang im Gefängnis bleib. als man keine hat. Die Bürg. verlier. bei Nichthaltung Geld |

     

    [IIb-15-1788-1789-1883]
    Dem König von Bath mus in allem was Anordnung in Lustbarkeiten betrift gehorcht werden, 1600 Pfund Einnahme |

     

    [IIb-15-1788-1789-1884]
    Die iüngern Söhne der vornehmst. Pairs heiss. wie die niedrigst. Leute Master u. sind ohne Adel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1885]
    Mitglied. des Unterhauses 558, Oberhaus 200 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1886]
    Die Entertainments nach dem Schauspiele sind auch eines mit prächt. Verzierungen Maschinerien Prozessionen, die Nazionalbegebenheiten dramatisirt; so die Krönung des iez. Königs u. die Ritterinstallazion des Prinz. von Wallis (noch prächtiger als das Original), die Seerevue des Königs zu Portsmouth, die Belagerung von Gibraltar | So auch Gegenden mit all. ihr. Grotten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1887]
    Schakespears Iubileum: die Auftrit die sich während dessen zu trugen od. kont. - Trinker

     

    [Manuskriptseite 201]

    auf dem Markt die zu Sh. Ehre Lied. sang. u. aus einem Becher von Maulbeerbaum tranken - grosse Fahnen worauf der Titel der Stükke, die berühmtest. Personen eines Stüks gieng. nebst dem Geräthe (Lear wahnsinnig) hint. der Fahne - Strass. Kaffeehäus. Theegart. nach seinem Namen genant |

     

    [IIb-15-1788-1789-1888]
    Zu Sadlers Well ist ein alle Iahrmarktspiele, Seiltanz. Pantomim. Farcen verbindendes Schauspiel wo der Zuschauer noch eine 1/4 bouteille Portowein bekömt |

     

    [IIb-15-1788-1789-1889]
    Steevens lectures upon the heads: Büsten von Pappendekkel und Perücken, deren Bildung u. Kopfpuz die Stände u. Karaktere zeichnete. Zulezt noch eine Satire auf sich selbst.

     

    [IIb-15-1788-1789-1890]
    Bei den Sachs. wurde das Leben des Erzbischofs von Mörd. höher bezahlt als des Königs. Zölner. Übersezung der Briefe üb. die Geschichte

     

    [IIb-15-1788-1789-1891]
    Der Ehebrech. zahlte Geld und muste dem a. noch eine a. Frau kaufen ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1892]
    Kont' einer dem gestohlnen Vieh bis auf des a. Grund und Boden nachspüren: so muste dieser entwed. zeigen, daß die Fusstapfen weiter gieng. od. bezahlen ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1893]
    Wer unt. 2 Hölzern in Wolle gewikkelt, von denen eines mit einem Kreuz bezeichnet war, das leztere ertapte: war der unschuld. Theil ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1894]
    Riesenstatuen mit einem Schwerdt, Rolands, bedeuten die Landrüge od. das Land= oder Rügegericht ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1895]
    10 benachbarte Hausvät. unt. Alfred musten für ihre alseit. Aufführung stehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1896]
    Vor den Ausbrüchen des Hekla spalten sich krachend seine Eisberge; sein Krach. 9. Meilen, Finsternis durch Aschenregen 30 Meilen im Umkreis; aus den

     

    [Manuskriptseite 202]

    von Natur sich bildenden Lavahöhlen werden Schafställe für die Irländ. Lauenburg. Kalend. 1788.

     

    [IIb-15-1788-1789-1897]
    Ein Mensch ist 180 Pfund schwer, Knoch. 45 Pfund, Blut 70, a. Feuchtigkeit. 65. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1898]
    In Norwegen stirbt iährlich von 40 Menschen 1, in Stokholm von 17 Männ. 1, von 21 Weib. 1. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1899]
    Die Potos. Silberbergwerke noch reich, ab. mit so tief gesenkten Adern daß die Bergleute auf 300 Stufen niedersteig. müssen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1900]
    Da die Ambra in 100 Pfund Klumpen auf dem Meere schwimt: so spür. die Einwoh. der sambalischen Inseln nach dem Ungewitt. sie am Ufer durch Geruch aus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1901]
    Die alt. Deutsch, schminkt. weg. Ähnlichkeit mit dem Blut u. zum Schrekken des Feindes das Haar roth, Weib. durft. nicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1902]
    Bis ins 20 Iahre gieng meist beide Geschlecht. nakt |

     

    [IIb-15-1788-1789-1903]
    Hörner trugen die Adelich. zur Unterscheidung, zum Schrekk. der Feinde - Braut gab sie als Geschenk mit |

     

    [IIb-15-1788-1789-1904]
    Die Theater in Drury=Lane u. Koventgarden liehen einand. wechselseitig ihre gut. Schauspieler. Archenholz.

     

    [IIb-15-1788-1789-1905]
    Die Sängerin Ajugari bekam 1777 für ieden Abend wo sie im Pantheon 2 Arien sang, 100 Pfund Sterling. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1906]
    Manche Damen borgen geg. einige 100 Guineen für 100,000 Pfund St. Kleinodien vom Iuwelenhändler; um in der Maskerade zu paradieren. |

    [Manuskriptseite 203]

    [Manuskriptseite 202 bis]

    ] Zählfehler Jean Paul: S. 202 doppelt, statt 203

     

    [IIb-15-1788-1789-1907]
    Der Oberst Luttrel kam in einem Sarg, den er trug und worin er zu lieg. schien, in einer Maskerade; auf dem Dekkel die Erzählung daß Ergözlichk. den Iüngling getödtet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1908]
    Die Bereiter der Renpferde u. ihre Sättel werd. vorh. gewog. u. durch Blei in Taschen algemeine Gleichheit hergestelt. Die Reit. theil. die Luft mit dem rechten Arm, um zu athmen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1909]
    Auch die Esel halt. Wetrennen. Allen schneidet man die Ohr. hart am Kopf ab |

     

    [IIb-15-1788-1789-1910]
    Die Frauenzimm. befass. sich nie mit Wetten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1911]
    Die Humane Society ertheilt Prämien für alles, was das menschliche Elend verringert; der Whig Club ist üb. die unbefugte Ausdehnung der königlichen Gewalt wachsam; Society of the bill of rights sorgt für die Aufrechthaltung aller englischen Rechte. Iede Geselschaft sogar die könig. Sozietät der königlichen Wissensch. hat dasVergnügen der Tafel |

     

    [IIb-15-1788-1789-1912]
    Die debattirende Geselschaft, die debattirend. Materien alzeit in die Zeitung gesezt, 8 Person. wechs. als Präsident.; der Präsident hat einen Katheder, mit Lichtern Schreibmaterialien Aktenbüch. u. eine Sanduhr; in einem Buche stehen die Fragen auf ied. Abend. Der Präsident schrieb, nach den Reden, die Argumente dafür u. dawid. auf u. nach der Verlesung wurde durch Handaufheben gestimt. Die überwind. Parthei gieng triumphir. weg. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1913]
    Der Lord Montague wurde als Knabe Schorsteinfeger; als Schifsiunge nach Lissabon, als Knecht eines Mauleseltreibers durch Spanien |

     

    [IIb-15-1788-1789-1914]
    Einer sezte seinen Vetter, der kein Kaufman, zum Erb. von 60000 Pfund ein unt. der Bedingung daß er täglich von 2 - 3 Uhr auf der Börse wäre |

     

    [Manuskriptseite 204]

    [IIb-15-1788-1789-1915]
    Der Ritter S., sonst sanft u. gut, hatte das Vergnügen an Exekuzionen, reiste nach Paris Damiens zerreiss. zu sehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1916]
    Wird die Staatslotterie gezogen, so werd. üb. 500 Wetkomptoirs in London angelegt, wo auf Nummern und Preise gewettet wird

     

    [IIb-15-1788-1789-1917]
    1777 üb. 100 in Trauerkleid. mit Flören, begleit. einen Leichenwag. u. Sarg worin die magna charta das Sinbild der Freiheit lag, man zog vor St. James vorbei |

     

    [IIb-15-1788-1789-1918]
    Das Volk hält ied. der kein Engländ. ist, für einen Franzosen. - Le Sord der Franzos. | Le Sord der Franzos. |] Autor und Titel rätselhaft...

     

    [IIb-15-1788-1789-1919]
    Man bringt in Privatnarrenhäus. Närrische heimlich; oft Leutevon Verstand werd. hineingespert - in Zeitungen thutman oft wolhabend. Familien den Antrag, sichinkognito ihrer Narren zu entledigen|

     

    [IIb-15-1788-1789-1920]
    Bei den Tunkines. darf derNiedrige dem Vornehm. nicht die geringsteErfrischung anbieten. Baron V.

     

    [IIb-15-1788-1789-1921]
    Stat "Wie Befinden sie sich" fragt man stets woman gewesen u. was man gethan ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1922]
    Sie müss. unt. a. dem sines. Kais. zum Tribut silb.und gold. Bilder in Gestalt um Gnade bittenderVerbrecher geben ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1923]
    Oft 3 Iahre vergeh. eh sie vom Priest.herausbringen welches der beste Tag zurBeerdigung ist - die todt. Männ. kleid. sie indie 9, 7, Weib. 9 best. Kleider ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1924]
    Die Siamer müss. beim Vorbeizieh. des Königs heraus ausden Häusern, damit niemand höher sei als er. Tachard |

     

    [Manuskriptseite 205]

    [IIb-15-1788-1789-1925]
    Sie erweis. der Leiche ein desto kostbarer.Leichenbegängnis weil die Seele dan in einen Fürst.od. ansehnliches Thier komme ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1926]
    Unt. Friedr. Wilhelm in Preuss. on ciroit la corne deschevaux bei der Kavalerie etles crins etoient tressés avec des turbans. Eloge du roi de Prusse.

     

    [IIb-15-1788-1789-1927]
    Die Kavalerie durfte bei Fried. II. nicht schiess., ihre Stärkebestand in der Stärke ihr und Schnelle ihrer Bewegung |

     

    [IIb-15-1788-1789-1928]
    In Basel u. a. helvet. Städt. steigt man alzeitvon einem Zimmer ins a. durch Treppen. Hirschfeld Briefe üb. die Schweiz. 1 Heft.

     

    [IIb-15-1788-1789-1929]
    Da werden die akademischen Ämter - wie alle a. dah. oftSchuster Schneid. dazu komm. aber keine Professoren -durch das Loos besezt, kein Auswärtiger dazu. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1930]
    Ein Her kan keinem Bauer ohne Bewilligung desDorfs Ländereien abkauf. ab. dieser ienem |

     

    [IIb-15-1788-1789-1931]
    Am Sontag mus da ieder schwarz in die Kirche gehen.Das Frisiren wurde da wie bei denPietisten in Halle für eine Sünde gehalten unt.obrigkeitlichem Aufsehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1932]
    Keiner darf in der Stadt einen Bedient., ermag noch so viele hab., hint. auf der Kutsche haben, der Bediente geht nebenher bis auss. denThoren | So ist der Tanz in der Stadt verbot.,Vorstädt. und Land nicht | Ieder in der StadtTanzende kan es für 10 fl |

     

    [IIb-15-1788-1789-1933]
    Im 15 Iahrh. predigte man auf dem Theat.und spaste auf der Kanzel; man vermengtedas Komische und Tragische in Predigt.Schauspielen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1934]
    In versch. helvet. Städt. überreicht ein Rathsmitgliedfremd. Gesandten undPrinzen einheimisch. und fremd. Wein, in Dörf. nochKäse |

     

    [IIb-15-1788-1789-1935]
    Auch in Zivilfäll. wird in Engl. durch Geschwornegerichtet. Berlinische Monats. März 1786.

     

    [Manuskriptseite 206]

    [IIb-15-1788-1789-1936]
    Es wird da keiner pro prodigo erklärt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1937]
    Vogler aus Manheim machte ein historisch.Musikstük von der überschwemt. Oder u. dem ertrunk. Leopold - und einemusikalische Nachahmung von Rubens Gemälde vom iüngsten Gericht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1938]
    Die Nuzung der Waldbienen verhält sich zu derder Gartenbien. nach Wilhelmi, wie 10 zu 3. Krüniz.

     

    [IIb-15-1788-1789-1939]
    Wien 20 Vorstädte - Laimgrube, Hundsthurm, St. Ulrich heiss. einige. A.

     

    [IIb-15-1788-1789-1940]
    Im Wint. ist der Thermomet. 1 1/2, 2 Grade inder Stadt höher als in den Vorstädten.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1941]
    In London auf 1 Haus 9 Bewohner, Paris20, in Amsterdam 8, in Berlin 15, in Wien 47: beinah im umgekehrt. Verhält.mit den Häusern |

     

    [IIb-15-1788-1789-1942]
    In manch. brent man parterre den ganz. Tag Licht |

     

    [IIb-15-1788-1789-1943]
    Die Stadt hat 1310 Häuser, Vorstädte4068 |

     

    [IIb-15-1788-1789-1944]
    In der Stadt 22000 Pferde, manches für 4500Gulden |

     

    [IIb-15-1788-1789-1945]
    De Lukka: 30000, V. nur 24000 Hunde, täglich6000 Pfund Brod auf ein 1/4 Pfund |

     

    [IIb-15-1788-1789-1946]
    Lady Montagu: 2 Wien. Dam. unt. Leopold hielt. mit Wäg. von abendsbis früh 2 Uhr, um einand. nicht auszuweichen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1947]
    Alle zwisch. den Professionisten u. Baronensind Herren von |

     

    [IIb-15-1788-1789-1948]
    Um 10 Uhr sind durch ein Gesez alle Privathäusergeschloss., der Spätere mus dem Hausmeister dieÖfnung mit 1 Groschen zahlen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1949]
    Der Angeber eines Verfälschers der Bankozett. bekömt10000 Gulden u. als Mitschuld.keine Strafe. Dah. ein Paar a. dazuverlokten, angab, Prämie |

     

    [Manuskriptseite 207]

    [IIb-15-1788-1789-1950]
    Im Stahrembergischen Haus sind für 300 MenschenWohnpläze; das Tratnerische trägt soviel wie das Fürstenth.Hechingen in Schwaben

     

    [IIb-15-1788-1789-1951]
    Ein nicht Armer zahlt für den Aufenthalt imKrankenhaus den erst. Tag 1 Gulden, 2ten 1/2, den dritt. 10Kreuzer |

     

    [IIb-15-1788-1789-1952]
    Kein Todter darf ohne Besichtigung dergerichtlichen Kommission, die Todtenschaubegraben werden; ieder Arzt mus die Todesart seines Pazienten schriftlich hinterlass., diedie Todtenschau zu sich nimt; sie bestimt wasmit den Bett. und Kleid. des Todt.zu thun, untersucht die Todesart undMittel dagegen |

     

    [IIb-15-1788-1789-1953]
    Der seidne Pantoffel des Pabstes wurde auf einer silbernenTasse (die Dienerschaft empfing ihn am Hausthor mit Fakkeln)von Zimmer zu Zimmer getrag., geküst. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1954]
    Unt. der Theresie must. die Beamt. bei all.Landsstellen, die Offiziers die Osterbeichtzettel an ihre Chefs,(wie die Hausbewohner an ihre Haushern) unt. Kassazion einreichen:man kaufte sich von einem Soldat.,Dienstmädgen p. einen solch. Zettel |

     

    [IIb-15-1788-1789-1955]
    Sonst war. die Ärzte unt. Geldstrafe verbund., den Krank.mit dem Abendmal versehen zulassen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1956]
    Die Lakaien, Iäger, Kutscher p. nenn.einand. nach den Namen ihr. Hern (Kauniz, Esterhazy, Kollored.) anöffentlichen Orten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1957]
    In die kais. Bibliothek darf nie ein Licht,weg. Zündens. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1958]
    Der Portier (Thorsteher) des Nunzius hat Fastendispensazionenzu 1000 lieg., für 2 17nerstükeeine; gehört mit zur Besoldung desPortiers. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1959]
    Die siamesischen Ameis. bauen auf Baumgipfeln gegenÜberschwemmung. Fontenay. V.

     

    [Manuskriptseite 208]

    [IIb-15-1788-1789-1960]
    Tachard: den Namen des siam. Königs dürfen nurdie Mandarin. von erst. Rang ausprechen, halt. ihnfür et. Heiliges; niemand darf nach seinem Befind. fragen; allesin seinem Pallast vorgehende mus verschwieg. bleiben. Nach seinemTod kan ihn ied. nennen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1961]
    Er unterhält beständig für seine Gesundheit betendePriester. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-1962]
    Loubere: ie vornehm., desto gröss. der blaueFlek am Leibe, der König von Fussohlen bis andie Herzgrube |

     

    [IIb-15-1788-1789-1963]
    Der König und sein Gefolge in Iagd u. Krieg u.sogar die Hemder der Soldat. roth |

     

    [IIb-15-1788-1789-1964]
    Die Pracht eines Pallasts besteht in ungleichhohen Zimmern. Ie vornehm. einer, desto höher dasHaus od. Dach. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1965]
    Kais. Fried. III. gab den Sezern einenAdler, den Drukkern einen Greif mit dem Drukkerballenin einem Klauen, u. beide Wappen miteinem ofn. Helm. Siegmunds von Birken Spiegel der Ehren des Erzhaus. Österreich. 1668.

     

    [IIb-15-1788-1789-1966]
    I. Faust brachte einige auf Pergament gedrukteBibeln in Paris, eine für 50, 60 Kronen an unt. dem Vorwandgeschriebner. Da man's merkte: wolte mansein Geld wieder. Walch. decas fabularum.

     

    [IIb-15-1788-1789-1967]
    Die Sines. kürzen fremde Namen ab, fürIohannes Gio, für Europ. Sy.

     

    [IIb-15-1788-1789-1968]
    Die Siamer begrab. die Todt., nach 2, 3 Iahren grab. siesie zum Verbrenn. aus, wod. oft die Pest erneuertwurde. Loubere. V.

     

    [Manuskriptseite 209]

    [IIb-15-1788-1789-1969]
    Welche Parthei am längst. unt.den Waff. bleibt: hat gewonn.; die Pillenprobe:die gerechte ist die, die die verschlukt. Pill. behält -Tygerprobe: welche Parth. am läng. von Tygern denen sie vorgeworf.werd., unangetast. bleibt, die unschuldig; beide gefress., beideschuldig. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1970]
    Irenäus sagte am Ende seines Buchsde octava zu seinem Abschreiber: "ichbeschwöre dich, den Abschreib. dieses Buchs, bei Christo u. seinem Weltgericht, daßdu dein Exemplar geg. mein Original haltest, verbesserst u. auchdiese Warnung mit abschreibst. Hieronym. Catalog. script. eccl. c. 35.

     

    [IIb-15-1788-1789-1971]
    Die Alt. nant. das Gehirn das kalteEingeweide.

     

    [IIb-15-1788-1789-1972]
    Baker: ein gut. Dicht. u. Redner wurde ausGram üb. Nichtbeifal von Auszehrung undWahnsin befallen; dieser machte ihn wied. fet und gesund. Tissot.

     

    [IIb-15-1788-1789-1973]
    Tissot: Wahnsin wirkte wie ein nervenstärkend.Mittel oft, geg. Wassersucht, Auszehrung |

     

    [IIb-15-1788-1789-1974]
    Der Rogen des Barben ist in so weit giftig als man dad. dieNägel verliert. Alg. Magaz. der Kunst, Natur. 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-1975]
    Desaguliers: die unbearbeit. gross. Magnete d.i. die theils aus unmagnet. Materie bestehen, haben 7 bis 10 Pole. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1976]
    Troz des Luxus trug August die Kleider, gemacht vonseiner Frau, Schwest. Töchtern. Sueton. c. 73.

     

    [IIb-15-1788-1789-1977]
    Der Steuerpräsident Bonn in Montpellier lies Gespinste von Spinnenverarbeiten - Reaumür: die Fichtenraupe gebe häufiger Seide|

     

    [IIb-15-1788-1789-1978]
    Vopiskus: Aurelian legte den Ägyptern einen iährlichenTribut von einer gewiss. Zahl Gläser auf. |

     

    [Manuskriptseite 210]

    [IIb-15-1788-1789-1979]
    Lobethans Unterweis. in die Rechtsmaterien.

     

    [IIb-15-1788-1789-1980]
    Eine Frau kan den iurator aetat. als curatorsexus behalt., aber von derObrigkeit neu bestätigt: der leztere kan keineVergütung fodern.

     

    [IIb-15-1788-1789-1981]
    Die Minderiährig. hab. den Vorzug, daß ied. Geschäft od.verbindliche Handlung, die sie verlezt, aufgehob.wird und sie wied. in den vorig. Standgesezt werden. Sie müss. wahre Verlezungbeweisen. Binn. 4 Iahr. nach der Minderiähr. müss.sie auf ien. Vorrecht antragen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1982]
    Kan der Vat. das uneheliche Kind nichternähr., so die Mutt. - od. in Ermang. die Groselt. mütterlich.Seite - od. zulezt G. väterlicher Seite.

     

    [IIb-15-1788-1789-1983]
    Der Adoptirende mus nicht durchkörp. oder geist. Mängel zu denEhestandspflicht. untaugl. sein.

     

    [IIb-15-1788-1789-1984]
    Fontana lies bei dem Obelisk. Sixt. V die Strikke zurVerkürzung begiessen.

     

    [IIb-15-1788-1789-1985]
    Grau und braun ist Lieblingsfarbe der Hernhuter.

     

    [IIb-15-1788-1789-1986]
    Die Arab. verschliess. ihre Brunnen u. keinerdarf sie öfnen als in des Besizers Gegenwart. Gött. gel. Anz. 1766. S. 932

     

    [IIb-15-1788-1789-1987]
    In Frank. darf der Schlächt., Gerb. Seifensied. erst nachdem Sonnenuntergang seine Unreinigkeitenin die Flüsse tragen - auch darf man dakein Wasser schöpf. wo Waschbänke, Schwemm. unreine Ausflüssesind. Code de Police T. I. Frank.

     

    [IIb-15-1788-1789-1988]
    Die Holländ. Aerzte: Regenwass. von neugebaut.Häusern war schädlich (weg. des noch nicht mit Erdeüberzog. Blei auf dem Dach) |

     

    [IIb-15-1788-1789-1989]
    Nach Alexanders Versuch. zieht der Magen fast aus allen Speis.einen gesund. Saft.

     

    [Manuskriptseite 211]

    [IIb-15-1788-1789-1990]
    Seit Zelsus Zeit. sties man schon miteiner Staarnadel den Staar aus seiner Stelle inden Grund des Aug. unt. der gläsernenFeuchtigkeit; ab. der niedergedrükte Staar fährtwied. in die Höhe bei ErschütterungNies. Hust. Brech., Prss. beim Stuhlgang u. man wirdwied. blind - Daviel erfand daß man dengrau. Staar durch einen in die Hornhautgemacht. Einschnit aus dem Auge nimt.

     

    [IIb-15-1788-1789-1991]
    Holman: es giebt Milch= Fiber= Krystal= käsigter=streifigter Staar.

     

    [IIb-15-1788-1789-1992]
    In Lond. eine humane society, die dieBelebung Érstikt. und Ertrunkner bezwekt, in 10 Iahr.wurd. 1458 Pers. belebt - am Stiftungsfest 1786 sahman eine Prozess. von 70Menschen die durch sie gerett. worden. Archenholz.

     

    [IIb-15-1788-1789-1993]
    Die Kent Dispensary isteine Geselschaft die Arme mit Arzneienund Rezept. beschenkt, in 3 I. 3745 Menschengerettet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1994]
    Eine Sozietät, die Gefang. um geringe Schuld., losmacht, im Mai 1786war. 6000 Menschen los.

     

    [IIb-15-1788-1789-1995]
    Die Reden die der König im Parlament hält, werd. voneinem Minister gemacht u. von ien. auswendig gelernt.|

     

    [IIb-15-1788-1789-1996]
    Der König ist der Vormund aller Unsinnig.; derEigenthüm. alles der See abgewonn. Landes. |

     

    [IIb-15-1788-1789-1997]
    Den Unterbedient. der Schazkammer muste man für das Ansehen desDoomsday Book (alt. Lehnregister) 1/2 Krone, und fürdie Abschrift. ied. Zeile auch 1/2 geben |

     

    [IIb-15-1788-1789-1998]
    Der Kanal den der Herzog von Bridgewater veranstaltete, geht bald durch ausgehölte Felsenüb. der Erde, bald in Krümmungen unt.ihr, dan geht er vermittelst gross. Bog. üb. den Flus Irwel, sodaß ein Schif unt. auf dem Flus, u. obenüb. ihm eines ist. |

     

    [Manuskriptseite 212]

    [IIb-15-1788-1789-1999]
    Die Siamer dürf. so lang der König ihnen keineWaffen schenkt, keine tragen u. üben. V.

     

    [IIb-15-1788-1789-2000]
    Bei Geldleihen schreibt stets ein Dritter denSchuldschein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2001]
    Der König hat die Oberherschaft üb. alleGrundstükke; die die er verkauft hat, kan er sogar wied. nehmen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2002]
    La Loubere: einer stahlkönigliches Silber, zur Strafe geschmolz. Silber inden Hals - der ders herausnehmen solte, stahl wied. u. so auchder dritte, der ohne Strafe. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2003]
    Seine Unterthan. sehen den König nie aufebenem Boden, nur seine Hoffrauenzimmer |

     

    [IIb-15-1788-1789-2004]
    In England muste ied. Weinhändler der französ. Wein kaufte schwören, ihnallein zu trinken u. nicht zu verkaufen. Da Trenk nicht die Bib. küss. wolte: wurde ein Taglöhner hergerufen der für 1 Schilling küste. Trenk.

     

    [IIb-15-1788-1789-2005]
    Der Panduren Trenk nahm aqua toffana um seinen Todvoraussagen zu können und als einHeilig. eine Kapelle zu krieg., war einAtheist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2006]
    Trenk machte im Finstern Red. Gedichte Fabeln Satiren,wiederholte sie laut u. merkte dad. an 2 Bände, die er inder Freiheit niederschrieb. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2007]
    Er wurde alle 1/4 stund. durch Schildwach. angeruf. u. gewöhnte sichzulezt im Schlummer zu antworten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2008]
    Er gravirte mit einem Bretnagel Bechermit Zeichnungen Poesien u. Satiren(deren er welche mit Blut schrieb), eine für 12Dukat. verkauft. | Durch Sinbild. eine LebensGeschichte. |

     

    [Manuskriptseite 213]

    [IIb-15-1788-1789-2009]
    Man arbeitet im Kerker mit mehr Empfindung u.Lebhaftigkeit an Schriften als im Museo. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2010]
    Der Pöbel fiel in Aachen ihn, weil er ihn geg. Schüsse festhielt, mit Prügeln an. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2011]
    Sobald in London der Konstabel einenmit dem weiss. Stabe auf der Strase berührt, ist er gefangen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2012]
    Der Talmud schreibt beim Anblik eines Weis. von einer a. Nazion die Segensformel vor: Gelobt seiest du Her unser Got, daß du von deiner Weisheit dem Fleisch u. Blut mitgetheilt hast. Mendelssohn.

     

    [IIb-15-1788-1789-2013]
    Die Rabbinen rath., man solle ied.von der Annahme der iüdischen Religion abhalten weiler dan ohne Noth sich eine Last auflege, da er nurdie Pflicht. der Noachischen zubeachten habe |

     

    [IIb-15-1788-1789-2014]
    In Rödelheim u. Hedernheim halt. die Iud. amSabbath Dräthe üb. Wass. u. Strasse durch die Luft gespant. Schudt.

     

    [IIb-15-1788-1789-2015]
    Im Herz. des Pabst Urban VIII. fand maneinen Stein wie ein Igestaltet.

     

    [IIb-15-1788-1789-2016]
    Osymandas in Ägypt. lies inTheb. auf sein Grabmal einen gold. Zirkel sezenvon 365 Ell. Umfang, u. 1 Dikke. Diodor.

     

    [IIb-15-1788-1789-2017]
    Aus Sylla's Rok zog beim Schauspiel eine Fraueinige Fäden, damit sie seines Glüks theilhaftig würde. Vell. Paterc. l. 9. 11. c. 27.

     

    [IIb-15-1788-1789-2018]
    Alkoran: der Engel Gabriel holte Muhammed aus dem Bet, sah 7 Himmel Hölle Paradies - hatte 90,000 Konferenz. mit Got - zurük, war Bet noch warm u. das Wass. war noch nicht aus dem umgeworf. Krug. Zuschauer

     

    [Manuskriptseite 214]

    [IIb-15-1788-1789-2019]
    Crichton im 16 Iahrh. schlug in Navarra an,daß er in 10 Sprach. und all. Wissensch.und Fakult. disputiren wolte, geg. ihn 4 Theol. und50 Magister - in Padua machte er aus dem Stegreif einLobgedicht auf Stadt und Anwesende, schlos miteinem auf die Unwissenheit,erklärte sich die Irthümer des Aristot. und seiner Kommentat. inVersen oder Syllogis. zu entdekken - Musik, Tanz.,Fecht., spielte vor dem Mantuanisch. Hof 15 verschied. Roll. ineiner von ihm selbst gemacht.Komödie. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2020]
    Der Leichnam des h. Franziskus steht ohne gehalt. zu sein aufrecht,zu Assissi - wird aber niemand gezeigt, weil er dan in 1 Iahr stürbe.(Pragm. Mönchsgeschichte. 3. B.)

     

    [IIb-15-1788-1789-2021]
    Nach dem Edikt sur les mariages mictes im Elsasvom Mai 1774 werd. die Ehen der Kathol.mit Lutheran. wied. erlaubt, ab. die Kind. müss.kathol. werden, u. die Trauung durch kathol.Geistliche gescheh., verboten die Kinder auswärts erzieh.zu lassen. Schlözers Briefe. 1 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-2022]
    Cassini war einer der erst. der fand, daß daSonnen= und Mondfinst. selten, man dieVerfinsterungen der Iupiters Trabant., deren 100 geg.1 Mondf. sind, zur Findung der Meerslänge brauchenkönne; nachher Kepler: die Findung durchdie Distanz eines Sterns vom Mond

     

    [IIb-15-1788-1789-2023]
    Karl der Grosse korrigirte, zurBüssung der Sünd., Abschrift. derEvangelisten. Andr. du Chesne hist. Francor. T. II. p. 277.

     

    [IIb-15-1788-1789-2024]
    Bei Langensalze so viel röm. Münz. aus der

     

    [Manuskriptseite 215]

    Erde, daß die gemein. Weib. sie als Schmuktragen. Die alt. Deutschen: Odin u. abgeschied. Selen hätt.die Aufsicht üb. vergrabne Schäze, die sie von Drach.bewach. liessen. Francke in Act. academ. Electoral. Mogunt. ad. an. 1778.

     

    [IIb-15-1788-1789-2025]
    Gellius I, 9: Pythagoras nahm ied. Schüler an od. nicht, nachseiner Physiognomie, welch. er von denBraminen gelernt hab. sol, die's so machen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2026]
    Da die Ägypt. dem Aussaz,Blindh. Peste p. sehr unterworfen: so hatt. sie dah. - besondersdie Priester, die gar nicht unrein sein durften - diestrengst. diät. Vorschrift., ass. nur 2 mal iährlichSchweinefleisch (Priest. gar nicht),keine Bohnen. Dah. so viel Aussaz beiden erobernd. nicht darnach fragend.Griechen. De Paco

     

    [IIb-15-1788-1789-2027]
    Da die Seezwiebel das beste Mitt. geg.eine von den schwefelichtenDünst. entsteh. Krankh. war, wo der Bauch schwol undkeine Vernunft, (man hielt sie für Besessene): sowürde sie angebetet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2028]
    Die holländ. Bauern halt. das Striegeln u.Reib. der Kühe für ein Mittel, die Milchzu mehren. Marschals Reisen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2029]
    In Zardam ist eine grosse Mühle wo Kaffee gebrantund gemalen wird. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2030]
    De Paw: in heiss. Länd.kürzerer Schlaf (wie nach Börhave bei Thier. miteinem heiss. Geblüt u. schwachen Magen) dah. ihre erhiztePhantasie, Schwulst u.Unfähigkeit zur Aufmerksamk. zumMalen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2031]
    In Sina kan keine Frau opfern.

     

    [Manuskriptseite 216]

    [IIb-15-1788-1789-2032]
    Wallerius und Lambert: dieAusdünstungen richt. sich nur nach denVerhältnissen der Oberflächen, nicht nach der Tiefedes Wassers.

     

    [IIb-15-1788-1789-2033]
    In Stokholm ist 1713 ein Arbeitshaus wo ied. werkeine Arbeit findet, sie nach Belieb. bekömt u. woauch die Manufakturiers Arbeiter bekommen. Büschings Magazin für Historie und Geographie. 12 Th. 1.

     

    [IIb-15-1788-1789-2034]
    Kanzler: in Schwed. gewan durch Abschaffung der Feiertage iährlich 1,800,00 Reichstaler Arbeit. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2035]
    Iohan V in Port. gab Ministern undBeichtvätern Stokschläge: er fragte seinen Beichtvat.: ob erseinem Kardinal könte? Antwort: nicht als Kardinalaber als Unterthan. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2036]
    Einzelne Personen der Herrenhut. dürfen nichtlosen nur die Direkzionen der Gemeinen, u. nur beiden wichtigst. Fäll. z. B.Aufnahme eines neu. Mitglieds. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2037]
    Kein lediger Brud. darf sich da Lust zumHeirathen merk. lass., (wär' sonst ein Unbekehrt.)sond. die Direkzion der ganz. Unität sucht für ihneine Schwest. aus, oft in Amerika für dieSachsen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2038]
    Besond. Spaziergänge für Brüd. u. a. für Schwest.; allein dürf.die 2 Geschlecht. nicht sprech., sond.der Predig. und Arzt (dah. die Nothwend.ihr. Heirath) darf eine Schwest. nur in Gegenwartseiner Frau sprech. od. andrer Leute; die Bischöffemüss. bei ihr. Visitazion. ihre Frau. mitführen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2039]
    Müssiggang nicht gelitten; auchder Reiche mus da arbeiten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2040]
    Die Neger tragen Grigris d. i. Gebete in Leder

     

    [Manuskriptseite 217]

    gewikkelt, geg. Unglük u. zum Sieg bei sich. Demants Geschichte des französ. Afrika.

     

    [IIb-15-1788-1789-2041]
    Bekleidung passet nur f. Bild., nicht Statuen;dah. die Griechen nur Philosoph., Zybelen, 100 iähr. Matronenbekleideten. Herder.

     

    [IIb-15-1788-1789-2042]
    Friedrich I. in Preuss. verbot Sontags iemand ausden Thor. zu lassen. Üb. den Religionszustand in den preuss. Staaten.

     

    [IIb-15-1788-1789-2043]
    Gegen Edelman wurd. 166 Schriften gerichtet; ab. gegenden Kammerhern Voltaire im Brandenb. geschah.keine Kanzelausfälle |

     

    [IIb-15-1788-1789-2044]
    D. Chalmer üb. die Fieber:Ausdünstung durch die Lunge u. Porenfast einerlei mit Harn; die durch Einhauch. ineinem Glas gesammelte Ausdünstung nach Geruch,Geschmak einerlei mit H.; mit Weinsteinsalz giebtbeides einen alkalisch flüchtigen Geruch. Der Schweisan der Wäsche zulezt urinriechend u. salzig. - Diemeist. Fieber sind Krampf auf der Oberfläche, den Schwizenheilt.

     

    [IIb-15-1788-1789-2045]
    Adamson sah zu Martinik auf demMarkt Topf Topfstein verkaufen, den sie essen u. in Amerika schwer missen. Franks med. Poliz. 3. B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2046]
    Die Arkadier nährt. sich von Eicheln, Athen.Feig., Tirynthier Äpfeln, Indier Rohr, Karmanen Halmen, Mäozierund Sauromat. Hirse. Ael. var. hist. l. 3. c. 39. Römer undHelvezier Kornbrei, Deutsch. Haferbrei. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2047]
    Die Burät. u. alle siberische Nomad. die meistvon Fleisch leben, sind klein u. schwach. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2048]
    Frank: Die Fleischer u. ihre Hunde hab. ihreGrausamkeit u. Wildheit nicht blosvom Mezeln sond. auch vom häufigern Fleischgenus.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2049]
    Fleischessen macht übelriechend; selbst dieKind. ekelt die Milch an wenn die Ammezuviel gegessen. |

     

    [Manuskriptseite 218]

    [IIb-15-1788-1789-2050]
    Maimonides: die iüd. Priest.waren weg. des Genuss. von Opferthier.,die meist Hämmel, immer krank u. eines Priest.bedürftig. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2051]
    Die heut Griech. hab. weg. der viel. Fasten Aussaz oft; Paw: alle fischessende Völker hab. Hautkrankheiten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2052]
    Die Einwohn. des indisch. Königreichs Madure enthalt. sichlebenslang von Fleisch, Fisch u. Wein; u. wers nichtthut, wird für unehrlich gehalten. lett. edifiant. I. Recueuil.

     

    [IIb-15-1788-1789-2053]
    Sobald eine Seuche in Ägypt.: durfte keine Gans mehr gegess. werd. nurTauben. Hierolyph. l. 1. c. 56. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2054]
    Xerxes verbot den Karthagern unt. a. Dingendas Essen der Hunde mitKriegsdrohung. Iust. l. 19. c. 1. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2055]
    Aus Frankr. werd. eingemachte überzukkerte Maikäfer andeutsche Höfe zum Ess. verschikt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2056]
    Die Bauern um Kochersberg in Elsas werf., nach Frank, eine Kreuzspinne in ihre Lampe, trinkendas Oel halb abgesotten dan als Laxanz. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2057]
    Bei den Türk. ist verboten einThier zu essen, dasMenschen frist, od. durch ein andres erlegt ist;Wildpret dss. Blut Hunde gelekt, ist rein; davongefress., nicht - unrein ein ohneBlutverlust erlegtes Thier, einen Vogel mit stumpf.Waffen - ein angeschossener Vogel, der auf ein Hausp. fallend noch Kraft wegzuflattern und anderswo zu sterben hat,unrein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2058]
    Plinius l. 7. c. 1. l. 28. c. 10: die Ziegen sind nie ohne Fieber. Varro l. 11 de re rust. c. 3: Da sonst beim Verkauf eines ied.Thiers der Verkäufer einige Zeit für dess. Gesundh. stehen muste:so war es bei Ziegen nicht so, weil siestets krank. |

     

    [Manuskriptseite 219]

    [IIb-15-1788-1789-2059]
    Die Griech. hielt. einen schnell. Tod fürein Glük, schrieb. ihn dem Apol. Diana p zu, hielt.den Todt. für einen Liebling der Götteru. für ungestorben; hies ein Raub der Aurora, weil sieglaubten: die Manes u. Gött. irten um diese Zeitherum. Stosch Museum criticum. 16. )

     

    [IIb-15-1788-1789-2060]
    In einig. Alpengegend. bestreicht man dieMesser zum Tödt. der iung. Hüner mit Saftvom Eisenhütlein (aconitum napellus) Dictionnaire Encycl. T. II. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2061]
    Galenus lib. de Theriaca ad Pison. c. 10.: Thiere, zum Theilmit gift. Pflanz. genährt, kont. ohne Schad. gegess. Zachias: es müste denn das Thierselbst davon krank geworden sein |

     

    [IIb-15-1788-1789-2062]
    Viele Beispiele daß das Bluteines krank. Ochsens durch Berührungeine bösartige Beule gemacht, ab. das genoss. Fleischnicht geschadet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2063]
    Kais. Iulian verbot, Geburtstheile und Eutervon Mutterschweinen weh. Ausrottung der Zucht,aufzutischen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2064]
    Zimmerman: das Schwein ist unt. all. Thier. ammeist. Hautkrankheiten ausgesezt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2065]
    Gute Gewohnh. daß man im Sommerkeine Schweine schlacht. undverkauf. darf, weil sie von der Hize leid. u.siechen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2066]
    Kais. Leo verbot die Blutwürste. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2067]
    Nach der Braunschweig=Lüneburg. Verord. von1732 mus durch ein G, das aufs rechte Horn gebrentwird, u. ein G, das auf der recht. Lende ins Haargeschnitt. wird, angedeut. werd., daß das Stükzum Schlacht. gesund sei. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2068]
    Bei den Engländ. wars sonst einVerbrech. eine Gans zu essen. Iul. Caes. de bell. gall. l. V.

     

    [IIb-15-1788-1789-2069]
    In Paris sind (wie in Wien) Schweinbeschauer die vor demSchlachten besond. die Zunge untersuch. ob sie keineBeul od. Blasen; u. nach dem Schlachten.

     

    [Manuskriptseite 220]

    die innernTheile. Sind nur einige Finnen: so mus das Fleischeingesalz. an einem besond. Ort unt. einem gewiss.Unterscheidungszeich. verkauft werden. Code de Police en France T. I. c. IV. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2070]
    Nach einer a. französ. Verordnung darfkein Schwein das in Häusern von Seifensiedern,Barbier., Spitälern gemästet word., geschlachtet werden. Dictionn. de Police. Im Braunschweig. darfkeine mit Menschenkot gemästete Sauverkauft werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2071]
    Die Griechen: das Fleisch unzahmer Thieremache gähnen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2072]
    Hirschen in der Brunstzeit (obgleich dan Reiche ihre Geilendelikat finden) u. Hasen ungesund und solt. vonder Polizei verbot. werden. In Menorka verursach. diesonst gesund. Igel in der Brunst Harnstrenge undPriapismus |

     

    [IIb-15-1788-1789-2073]
    Die fürstlich Speiersch.Verordnung befiehlt, nur durch Hunde mitMaulsperren das Vieh zu treiben u. keinvon ihn. gebissenes zu verkaufen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2074]
    Ramazzini: ein gew. Frauenklost. in Italiendarf von Thier. nur Kalbfleisch essen. op. omn. p. m. 692.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2075]
    Frank: die Stille und Schwermuthdes Engländ. kömt von seinem viel. u. fett.Fleischessen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2076]
    Hales rieth, die Adern des ebenverblutenden Thiers mit Salzwass. auszusprizen, umsFleisch läng. zu erhalten: geschieht. Krüniz VI. B. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2077]
    Plinius: Alexand. verbot Ichthyophagen dasFischessen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2078]
    De Ulloa: auf der Havana erkentman giftige Fische an gelben Zähnen u. daßwenn man beim Sied. Silber in ihr Maulstekt, es kupferfarbig wird. |

     

    [Manuskriptseite 221]

    [IIb-15-1788-1789-2079]
    In Turin fahren Grosse nie in die Stadt, sond. geh. vorihren Karossen. Korke und Orrery Briefe aus Italien. Korke und Orrery Briefe aus Italien.] offensichtlich nur eine Person: Graf von Corke u. O.

     

    [IIb-15-1788-1789-2080]
    Krüniz: Blatläuse begatt. sich nur zuNachts.

     

    [IIb-15-1788-1789-2081]
    Die Wasserprophetin zu Biel zeigte dem Lavat. den Grossultan im Divan u. ied. Kardinal im Konklavein einer Bouteille.

     

    [IIb-15-1788-1789-2082]
    Browne: im Traum lach' er üb. Komödien, da er sonsternsthaft sei - er würde, könt' er, den Traum zur Stunde derAndacht wählen. Zuschauer

     

    [IIb-15-1788-1789-2083]
    Der schwarze Pallast worein die persisch.Könige begraben werden, hat 5000Lamp., 100 ebenhölz. Thore, vor iedem 100 schwarze Sklaven, nurder Stathalter darf hinein der der erste Leibarzt ist welcherdie Begrabung besorgt |

     

    [IIb-15-1788-1789-2084]
    In Athen hielt man einen, der für tod gehalt.war, für unheilig, niemand wolte mit ihm umgehen. Dah.die Wiedergeburt |

     

    [IIb-15-1788-1789-2085]
    Eine Dame konte das Wort Keuschheit weg. der Nebenideennicht leiden. Zimmerman.

     

    [IIb-15-1788-1789-2086]
    Der Orden der Benediktiner gab 24 Päbste, 200 Kardinäle, 7000 Erbischöffe,15000 Bischöffe, 4000 Heilige, 3000 Märtyrer |

     

    [IIb-15-1788-1789-2087]
    Im baier. Kloster Andechs sind die Knoch. von1/2 Million. Heiligen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2088]
    Da eine reis. Deutsche ihr Entzükk. üb. dieGegend von Albano sagen wolte ihrenGefährten: verlor sie einige Tage die Sprache. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2089]
    Von Gleichen: unsere Erde entstand auseinem Sediment vonWass. u. verwesten Wasserthieren.

     

    [IIb-15-1788-1789-2090]
    Sprengseysen: ie tiefer das unterirdischeFeuer ist, zu dems unterirdische Wass. kömt: einendesto höhern Berg wirfts - ists zu tief, nur Erdbeben.

     

    [IIb-15-1788-1789-2091]
    In England sind bei den Zinbergwerk. Maschinenda ein siedend. Kessel durch seineDünste ein Pumpenwerk treibt |

     

    [Manuskriptseite 222]

    [IIb-15-1788-1789-2092]
    Schmidts Einleitung in die russ. Geschichte: das russ. Landrecht: belangtein Kind seine Eltern gerichtlich, sosol es nicht gehört sond. geknutet u. ihnen ausgeliefertwerden.

     

    [IIb-15-1788-1789-2093]
    Michaelis in den gött. Kommentaren: diePläze wo Sodom und Gomorraversank. rauchen noch. Die Salzsäule ist einzum Andenk. aufgeschütt. Haufe Salz.

     

    [IIb-15-1788-1789-2094]
    Klopstok: übertrieb. Verehrungder Alt. und Ausländ. macht, machteneinen die Griech. zu Sklaven, 2 Iahr, Röm. 3.,Ausländ. 5 Iahr unzünftig. Bedeutung rätselhaft, auch Autopsie in Berlin gab keinen Aufschluß

     

    [IIb-15-1788-1789-2095]
    Spies von den Archiv. 1777:kein Krämer solte alte Makulatur verbrauch. ohne sieeiner dazu iedes Orts bestelten Personzu zeigen, die das Brauchbare aushöbe.

     

    [IIb-15-1788-1789-2096]
    Die Hindoos: 4 Zeitalter 1) das derReinheit, dess. Dauer 3,200,000 Jahre, das Leben desMenschen 100,000, ihre Grösse 21 Ellen - 2) im zweit. wurde 1/3verstoss., D. 2,400,000, Leb. 10,000 - 3)die Hälfte gefallen, D. 1,600,000, L. 1000 - 4) iezige, D.400,000. Gesezbuch der Gentoos od. Samlung der Geseze der Pundets.

     

    [IIb-15-1788-1789-2097]
    In die 6 und lezte Sphäre wo der Brihma u.seine Lieblinge wohnen, komm. nur Männ. die niegelogen und Weib. die sich verbrant.||

     

    [IIb-15-1788-1789-2098]
    Die lezte Kaste entsprang aus den Füss., Akkerleuteund Handwerk. ausm Bauch und Schenkel p |

     

    [IIb-15-1788-1789-2099]
    In einer Kuhsache ist falsch Zeugnis so viel u. wird sogestraft als hätte einer 10 Menschen getödtet -Pferdesache, 100 Menschen - Thiere mit Haar. amSchwanz, 5 Menschen - Menschen, 1000Menschen - Gold, alle Menschen - Land od. Erde, allelebendige Kreaturen |

     

    [Manuskriptseite 223]

    [IIb-15-1788-1789-2100]
    Wer eine Blume, Früchte, Gras eines Braminenstiehlt, verwirkt die Hand. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2101]
    Die geringste Art, ehezubrech. ist: wennman an einem einsam. Ort miteiner Frau redet, lacht odermit ihr. Kleid. spielt - 2te,wenn man ihr Sandelholzoder Ess. und Trink. Korallen schikt - 3te und lezte, wennman an einem einsamen Ort sie küst, mitihr. Haaren spielt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2102]
    Ein Man ist von der ehelich. Pflicht frei,wenn seine Frau nur Töchter gebiert. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2103]
    Iede Familie der Gentoos muste muste einengeistlichen Vater hab. der ihr Gewiss., Handl. imZeitlichen und Geistlichen lenkte. Holwell von Hindostan und Bengalen. )

     

    [IIb-15-1788-1789-2104]
    Wenn einer ausder lezt. Kaste eine Vorlesung der Beidsdes Shasters wagt: so sol man ihm bitt. heiss. Oel ins Maul giess.- od. einer V. zuhorcht, heiss. Oel in die Ohr. u.mit geschmolz. Wachs und Zin verstopft - auswendiglernt, getödtet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2105]
    Wenn ein solch. einemBraminen viel beschwerlich fält: wird er getödtet |

     

    [IIb-15-1788-1789-2106]
    Proyart: beim Tod eines Königsvon Kakongo werd. im ganzen Königreich einige Monatekeine Felder gebauet - beim Tod einesPrinz., nur in der Provinz wo er starb

     

    [IIb-15-1788-1789-2107]
    In Loango: 1 Hurerei verunglükke ein ganzes Land,wenn sie sie nicht öffentlich vordem König gesteht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2108]
    Die Weib. red. da kniend mit denMännern; die Frau wohnt in einem besond. Hauseund der Man |

     

    [IIb-15-1788-1789-2109]
    Bei den Negern wird der Dieb der geringst.Kleinigkeit der Sklave des Eigners. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2110]
    Die Negerkönige dürf. keine europäische Waren besizen od.berühren, ausgenomm. Metalle Waff. Arbeiten in Holzund Elfenbein; kein Europ. und Negermit Kleid. von europ. Zeug. darf in ihreWohnung |

     

    [IIb-15-1788-1789-2111]
    Bei den Krankh. des Königs mus ied.seinen Hahn tödten. |

     

    [Manuskriptseite 224]

    [IIb-15-1788-1789-2112]
    Einige komm. weis auf die Welt und bleibensmit schwachem Gesicht, rothem od. weiss. Haar,diese werd. als götliche Menschenbetrachtet, ihr Haar als Reliquien geg. Unglücksfälle |

     

    [IIb-15-1788-1789-2113]
    Paw: in Sina wird ied. Vornehme des Reichs mitdem Stok gestraft; keine Münze ist da weildas Volk sie verfälschte |

     

    [IIb-15-1788-1789-2114]
    Den Zisterziensern flikte die Maria Hos. u. Rökke.

     

    [IIb-15-1788-1789-2115]
    D. Graham gab für eine Guinee gedrukteLebensregeln geg. Unfruchtbarkeit und Unvermögen, empfahlReinlichkeit dazu, u. Öfnung der Läd. des Schlafzimmers, damitbesond. Mondlicht hineinkönne - u. Singen. Archenholz.

     

    [IIb-15-1788-1789-2116]
    Sein magnet. elekt. Bet war mit der Harmonika,Zölestina, Flöt. u. Orgel verbund. - Der Einlas 50Pfund St. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2117]
    Die Aktrice Abington fährt den ganz. Tag herum, um inModesachen zu rathen, man schikt beieiner Kleidung zu ihr wiezu einem Arzt, gross.Belohnung |

     

    [IIb-15-1788-1789-2118]
    Auf der Tafel eines Branteweinhaus. stand:hier könt ihr für 1 Pfenn. betrunk. werden, hinfallen besoff. für 2, u. Strohumsonst bekommen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2119]
    Die Räder von allen schwer.nach London gehend. Fuhrwerken müss. 6 Zol breite Ränder haben.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2120]
    In dem Westminst. steht neb. dem Grabe derenglischen Könige noch ihr in Wachs bossirtes lebensgross. Bild|

     

    [IIb-15-1788-1789-2121]
    Für einige Schillinge kopulirte sonst derPfarr. in London ieden; man gieng in dieGefängnisse, weil da immer Priester waren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2122]
    Der Markis d'Aymar machte eine Wunderessenz, dieveriüngte; eine alte Dame die sich zu stark damitbestrich, wurde zum Embrio. Tagebuch eines Weltmans durch Lamberg.

     

    [Manuskriptseite 225]

    [IIb-15-1788-1789-2123]
    Die Wasserleitungsröhren müss., ie fernervon der Quelle, desto tiefer angelegtwerden damit die Sonnesie nicht erwärme - Die Römer besezt. die Hauptteicheworaus sie Trinkwass. leitet., mit kühlend. Bäumen. Frank

     

    [IIb-15-1788-1789-2124]
    Weltliche Gebäude werd. in Kirchen u. umgekehrt verwandelt- ein kleines Pantheon, das dem Volk zurLustbarkeit. gedient, wurde eine methodistische Kirche. Archenholz.

     

    [IIb-15-1788-1789-2125]
    Die Leseprobe war mit dem Vers: misererimei deus etc. und hiesder Halbvers. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2126]
    Die Nordamerik.hören dem Missionar nur so lange zu b* als sie Brantewein kriegen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2127]
    Nach den Gesezen mus ied. Schif mit 100 Maneinen Schifsprediger haben, daher die Ostindienfahrernur 99 laden u. keinen S. Die ostind. Kompag. hat in ganz Bengalenkeine Kapelle erbauet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2128]
    Die Methodist. singen, wechselsweis. blos Männer einenVers, dan Weiber einen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2129]
    Am Sontag darf nicht die kleinste Waareverkauft werden; keine Zeitung; ied.Fuhrwerk zahlt den Zol der Landstrass. doppelt; Iohnson beschwor aufm Todtenbet den Mal. Reynolds, Sontags nimmer zu malen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2130]
    Unt. den Quäkern sind keine Handwerker,keine Landpächt. keine Zivilbeamte,keine Betler sond. Kaufleute, Manufakt. und Gelehrte|

     

    [IIb-15-1788-1789-2131]
    Der höll. Feuerklub. hatte einen Tempel mitAltar, wo iede Zusammenkunft mit einerAnrufung des Teufels angefangen wurde, den er anbetete |

     

    [IIb-15-1788-1789-2132]
    Nach einem Sieg wünscht einer dem a. Glük, derKönig empfängt Glükswünsche von derfernsten Provinz. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2133]
    Der Undertaker bestelt bei einerLeiche alles, die Kutsch. komm., wird geläutet, in Wolle gekleidet- ohne daß der Anverwandte was zu thunbraucht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2134]
    Die reich. Engländ. geb. ihr Geld ohne Zins. Banquier, ab.mit Volmacht stündlicher Disposizion.|

     

    [Manuskriptseite 226]

    [IIb-15-1788-1789-2135]
    Man zerschneidet die Banknote in 2Stükke (geg. den Raub auf der Post) u. sendet ied.Stük besond. ab: fügt sie mit Oblat. wied. zusammen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2136]
    Die berühmte Navigazionsakte: daß keineNazion, bei Strafe der Konfiskazion, in ihren Schiff.a. als eigne od. da verarbeitete Produkte nach England führendarf |

     

    [IIb-15-1788-1789-2137]
    Die Shoplifters gehen in die Kramläd. als Gentlemen,mit Rökken voller Taschen, auch Weib. mit solch.Rökken u. unt. dem Zeigen stehlen sie |

     

    [IIb-15-1788-1789-2138]
    In der Bastille sind Kerker wie umgestürzte Zukkerhüte woman wed. steh. noch siz. kan |

     

    [IIb-15-1788-1789-2139]
    Betrüg. stellen Aukzion. an, bietende sind a. Spizbuben;man kriegt nichtswürdige Waare |

     

    [IIb-15-1788-1789-2140]
    Die Trappers erpress. Geld durch die Drohung,einen wegen unnatürlicher Lust anzuklagen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2141]
    Ieder treibt nur einen besond. Diebszweig u.verachtet die a., dah. ihre seine gröss. Kunst

     

    [IIb-15-1788-1789-2142]
    Die Smugler hab. Schiffe von 30 Kanonen, um ihreKontrebande zu vertheid.; 30 S. ritt. am Tag ied. miteinem Sak unverzolt. Thee durch die volkreichst.Strassen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2143]
    Charles Price war. 100 unrecht. Pfundlieb. als 1000 ehrliche; verbarg dasBanknotennachmach. dad. daß er 1) einenkränklichen alt. Man mit Flanel an Füss., Pflasterauf dem link. Aug machte, e besond. Wohnung und Bediente für diese Gestalt 2) eine a. Wohnung für seine natürliche Gestalt u. Familie 3) eine dritte für seine Werkzeuge und Gehülfin. Er gieng als Gentleman zu den Polizebeamt. u. sagte ihnen Mittel, ien. zu fangen | triebs 6 Iahre |

     

    [Manuskriptseite 227]

    [IIb-15-1788-1789-2144]
    Die Spieler hab. Bullies; ein solcherBully ist ein Bramarbas der wennder Betrogne Betrug merkt, ihm droht, od. wenn er gewint,ein Zeuge des Betrugs wird. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2145]
    Heinrich VIII verbot Hopf. ins Bierzu thun, Heinrich VI verbot dieAnpflanzung desselb. mit schwer. Strafe. Gött. gel. Anz. 1778. 41 St. Frank

     

    [IIb-15-1788-1789-2146]
    Einige z. B. Antoinette Bourignon rühmt. sich, durch bloss. AnblikKeuschheit mitzutheilen, hiesvirginitas transitiva s. penetrativa. Bayle. Bourignon.

     

    [IIb-15-1788-1789-2147]
    In St. Domingo erhell.die Neger mit dem Käfer Cukuju, der durch 2 Punkte amHinterkopf leuchtet, die Stuben, der Reiche die Kinderstuben. Handlungszeitung. 1 St. 1787.

     

    [IIb-15-1788-1789-2148]
    Die zum Seidenspinnen bestimte Maschine vonDerby hat 97,746 Räder, u. 400 Menschen werd. angestelt;bei ied. Umlauf des gross. Rads, das in ied. Minute 3 mal umgeht,spint sie 70,728 englische Ellen Seide u. ein 11iähr.Kind thut die Arbeit von 35 Personen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2149]
    Im Eichsfeld sizen beim Wehen eines stark.Winds, 12 deputirte Bürg. auf u. sing. zu Pferde durchdie Strass. ein Buslied, den Wind wegzusingen. Musäus.

     

    [IIb-15-1788-1789-2150]
    Die arkad. Weine befödert. die Fruchtbarkeitdes Menschen - einige beiden Thasiern ein peinliches Wachen - inAchaia einer, der die Frucht abtrieb Aelian. var. hist. l. 13.c. 6 - Lange: in Persien, wo Wein verboten, kein Steinu. Podagra. Franke.

     

    [IIb-15-1788-1789-2151]
    Haller: Zyprian: unter 1400Menschen, denen er den Stein ausschnit, war. viele Wein=kein Biertrinker. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2152]
    Ein Geistlicher, Martinus Bavarus, erfand dieWeinverfälschung, war ausm Schwarzwald |

     

    [Manuskriptseite 228]

    [IIb-15-1788-1789-2153]
    Schlözer: in 10 Monat. tödt. der Brantewein inPetersburg 635 Bürger. Frank.

     

    [IIb-15-1788-1789-2154]
    Gmelin u. andere: bei einig.,die zuviel Brantewein trank., fuhr kurz vor ihr. Endeeine blaue Flamme zum Mund heraus u. dauerte nachdem Tode ein wenig fort. Krüniz. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2155]
    Nach einem braunschweigischen Edikt von 1691u. von Georg II bestätigt, ist Brantweinborgen verboten u.wird gerichtlich von einer solch. Schuldnur 1 Thal. passirt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2156]
    In Frankr. müss. alle Offiziere derGarnisonen bei der Schaubühne sichabonniren sich.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2157]
    Oft Rabbi Schneid., Rabbi Schuster, Rabbi Zimmerman, weilied. ein Handwerk trieb. Spies Münzbelustigungen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2158]
    Kloz: in den mitlern Zeit. sah man am liebst.auf Münz. Kreuze Schlüssel Bücher Bischofsstäbe Kirchen - Fried. der Weise von Sachs. hatteauf seinem Brustharnisch IHS MARIA, sein Bruder Iohan auf dem Ärmelseiner Bedient. denSpruch: verbum domini manet in aeternum {Spött. im Ärmel};auf des Grafen von Mansfeld Pferdezeug: ora pro nobis. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2159]
    Wilhelm Friederich erschien zuerst auf Münz.mit einem Zopf stat der Allongeperükeund mit Uniform; führte zuerst ienen beider Armee ein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2160]
    Unreinlichkeit befödert so sehr die Pest beiTürken und Griech., eben dah. die Hautkrankh. derIud. - Die Gesundheit der rein. Holländ.in ihren Sümpfen. Frank

     

    [IIb-15-1788-1789-2161]
    Ovington: Bombai ist ungesund weg. dem Gestankder Fische, mit denen man die Bäume düngt. |

     

    [Manuskriptseite 229]

    [IIb-15-1788-1789-2162]
    In mitl. Zeit. hatte nur der Kais. ein Szepterauf Münz.; Herzoge, Fürsten p. hatt. Fahnen, Schwert. in Händ.;die geistlichen Fürst. ein Kreuz, Buch,Stab.; der Erzbisch., Äbte Abtissinnen auf ihr. Münzeeine Lilie. Spies. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2163]
    Markgraf Albrecht zu Brandenburg lies seinegeistlichen Büch. in vergold. Silberplatt. binden, zuKönigsberg 20 solch., worunt. 14 Folio. | 4 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2164]
    Christian I von Dännemark liesabgeklipte (nur 4 ekte) Münzen schlagen, zur schnellererZahlung des Solds; Christian II. hies darum Klipping. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2165]
    Bei der Pest 1633 in Breslau kam. Särge aufden Markt, die ied. Gesunde kaufte, weil nicht schnelgenug einer zu hab. war. | 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2166]
    Karinus tischte auf einmal 1 Zent. Vögel, 1 Z. Fischeund 1000 Pfund verschied. Fleisch auf - Geta lies alle mögliche mitden nämlichen Buchstab. anfangende Speisenauftragen - der Komödiant Äsop bei einem AbendessenSchüsseln, deren iede 250000 Reichstaler werth war. Bulenger de conviviis c. 9. Frank.

     

    [IIb-15-1788-1789-2167]
    Athenäus: erfind. ein Koch eineneue Speise, so sol nur er 1 Iahr allein sie machen dürf. zumNuzen. l. 12. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2168]
    Da Agides singend nach Sparta kam: wurde ihm die Bitte, alleinzu essen abgeschlagen. 15 Person. ass. stetszusammen. Plut. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2169]
    Das Fannische Gesez erlaubte, beiden röm. Spielen täglich 100 Asses (1 zu 3 3/5Pfennig) zu verzehr., auf 10 a. Tage in ied. Monat 30, ied.gemeinen 2 Asses. Athenäus: diesesGesez erlaubte ied. Haushaltung iährlich 15 röm.Pfund gesalz. Fleisch zu verspeisen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2170]
    Kein a. Geflügel erlaubt. dieAufwandsgeseze zu ess. als eineungemästete Haushenne. Plin. l. 10. |

     

    [Manuskriptseite 230]

    [IIb-15-1788-1789-2171]
    Iakob I von Arragonien befahl 1234daß kein König und Unterthan mehr als 2Gattungen Fleisch ess. u. auf mehr als 1 Artzubereit. solte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2172]
    Im ganz. corp. juris der christliche Kais. ist kein Gesezgeg. die Trunkenheit; Ludwig, weil sie im warmen Italien ohnehinnicht sei. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2173]
    In der Rathsverordnungenvon Memmingen von 1520 wird dasZutrinken, auch mit einem Wink, miteinem Pfund Heller gestraft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2174]
    In einig. Theilen der Schweiz, zu Uhrschweiz, wurd. die Säufer 1 Iahr des Weins beraubtund erhielten die Erlaubnis zutrinken erst von allen kantonen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2175]
    Die deutsch. Geseze des Reichstags heissen dieMorgensprachen, weilwas zu Nachmittags vorgenommen wurde, weg. des Sauf. für unrichtig galt - nachmitt. stand. in der Mainzischen Kanzlei die Weinflasch. auf einem Nebentisch für die Kanzlisten.

     

    [IIb-15-1788-1789-2176]
    Wer in den Pallast des Königs von Siam wil:wird von der Wache beroch. ob er keinenArrak getrunken, damit keine Trunkenheithinein. S.

     

    [IIb-15-1788-1789-2177]
    Der Hofelephant wird besser od. schlecht. gepflegt, ie vornehmer od.geringer der ihm vom König gegebne Name ist. GrösteAchtung für ganz weisse (wie fürdie Schimmel) u. schwarze, denen maneinen schwarz. Anstrich giebt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2178]
    In Bagdad trinkt man erst Abends Wein, dah. am Tagkein Trunkner. 1001 Nacht.

     

    [IIb-15-1788-1789-2179]
    Da: der Teufel plage einen mitbös. Träum. wenn man die Schlafkamm. off. lässet.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2180]
    Die arm. Pers. tragen ihr Geldin des Turbans Falten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2181]
    1517 richtete Sigismund von Dietrichstein den Rit

     

    [Manuskriptseite 231]

    terordenund Geselschaft St. Christoffels zur Abstellung desZutrinkens und Fluchens auf, die meist.Steierschen und Kärntisch. Edelleutedarunter. Frank.

     

    [IIb-15-1788-1789-2182]
    Die Ritter des pfälzisch. Ordens vom gold. Ringe bekameneinen Ring zur Verbindlichkeit niemandBescheid zu thun und zuzutrinken;man verband sich auf 2 Iahr des Volsaufens zuenthalten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2183]
    Die Massiliensischen, Milesischen u. iüd. röm. Weib. (diese bei Todesstrafe) tranken blos Wasser. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2184]
    Parlament zu Dijon verbot 1718 allenVerehelichten, Dienstboten, Kind. in eine Schenke undWirthshaus zu gehen, und den Wirth., sie aufzunehmen- all. bei 50 Pfund Strafe; auch solte ied. Kontrakt,Versprech. ungültig sein, das sich auf die inSchenken verursachte Unkosten bezöge. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2185]
    Frank: Die Fischhändl. solt. eh' sie Fische aus stehend.Teichwass. verkauft., einobrigkeitliches Zeugnis hab., daß siesie in Fischkästen in fliessend., geg. ihr. Sumpfgeschmak undKrankheit, eine Zeitlang gehabt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2186]
    Perzival: Fische sind ungesund aus einerGegend, wohin Blei und Kupferbergwerke abfliessen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2187]
    Die Gelehrt. von Tunkin opfernVerhungerten gebettelten Reis, um einen subtilenund rein. Geist zu erhalten.Relation du Tunquin par le P. Tissanier. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2188]
    Das Mutterkorn ist einige schwärzliche, üb.die a. schnel hervorgewachs. Körner, die die Längeund Gestalt von Vogelklauenhaben, Thiere verabscheu. es, in nass. Iahr. und kalt. Gegend. u.frisch ungerottet. Feld. häufiger. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2189]
    Die zu Frankfurt 794 versendet. Bischöffesagten, der Teufel hab. in derTheuerung die Ähren ausgefress., weilder Zehnte nicht gegebenworden - war nur Rost |

     

    [Manuskriptseite 232]

    [IIb-15-1788-1789-2190]
    Die Iud. stell. nie Käse oder Milch mitFleisch zugleich auf, zu ied. a. Messer pp. ia Tischtücher |

     

    [IIb-15-1788-1789-2191]
    Eine Zweibrükkische Verordnung von 1767verbeut, ein Kalb auszuhauen das nicht wenigstens 32Pfund schwer ist - eine Badische von1756, keines vor 3 1/2 Wochen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2192]
    Bei den Athenern durfte kein Lamgegess. werd., das nicht einmal schon geschoren worden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2193]
    Zu Paris müss. die Bekker alles zum Marktgebrachte Brod den nämlichen Tag verkaufen u. nichtzurüktragen damit sie kein alt.verkaufen. Code de Police T. I. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2194]
    Eben so allen Gastgebern verboten, den Nachtisch od. Bakspeis.mit einem farbigt. Anstrich zuzieren. Und nur Säfte von zu essend.Pflanz. zu nehmen geboten. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2195]
    Die Röm. hatt. anfangs Heubündel zuihrem Feldzeich. stat des Adlers. Ovid. Fast. Voltaire .)

     

    [IIb-15-1788-1789-2196]
    Haller: die Schweiz. ess. dieSchwämme, deren Stiel fest und vol ist, - f. giftig diemit hol. Stielen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2197]
    Gmelin: verdächtig sind Schwämme mit schwarzblau, schwarz. grün.wie ein Pfauenschwanz spiegelnder Farbe- geschwind faulende oder faulicht riechend - wenn erim Koch. härter wird - wenn er klebrig und zähe ist.Köche: wenn er die mit ihmgekochten weissen Zwiebeln schwärzt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2198]
    In Sachs. mus ied. neue Ehepaar einen Obstbaumpflanzen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2199]
    Raynal: Europa brauchtiährlich 250,000 Pfund Muskatnüss., (da 400,000 Pfund Zimt, Pfeffer verkauf. die Holländer 5,000,000 Pfund. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2200]
    Gutes Wasser ist, das einen gut. Mörtel u.

     

    [Manuskriptseite 233]

    Bier macht; womit ein gut. Brod gebakk. wird; dashel, leicht, weich ist, wennHülsenfrüchte bald darin weich kochen; wenn es keinePflanzengewächse in sich nährt, keinen Bodensaz undGeruch hat |

     

    [IIb-15-1788-1789-2201]
    Im reinst. Wass. ist 1/7680 Fremdes. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2202]
    In Kärnthen hab. blos die Arm. u. nichtdie Reichern Kröpfe weil diese das dortigeBrunnenwass. nicht trinken |

     

    [IIb-15-1788-1789-2203]
    Das Quelwass. hoher Berge hat in der Pinte 3, 4 Grane Erde,niedrigerer 10, 12 Grane, Hügel Thäl. Ebene 60, 70 Grane biszur Untrinkbarkeit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2204]
    Ein einz. Bedient. des siam. Königs darf vor ihm nichtniederfallen weil er beständ. auf dess. Augen sehen mus, dadie Befehle u. die Spedizion derselben an a. Bedientepantomimisch geschehen. S.

     

    [IIb-15-1788-1789-2205]
    La Loubere: was in des Königs Namengeschieht ist unkräftig, woferns nicht am Ortgeschieht, wo er sich wirklich aufhält. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2206]
    Er hat fast den ganz. Handelseines Reichs und verkauft auch in Buden im Klein. -nöthigt daß man dieKinder vor der legal. Zeit ankleidet, ummehr Zeuge abzusezen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2207]
    Die Talapoinen steh. nicht eh. auf bis siedie Adern auf ihrer Hand sehen,damit sie nicht im Dunkeln ein Thier tödten. Sie halt., da sieselbst nicht dürf., Bediente die für sieGeld anrühren und einnehmen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2208]
    Tachard: ihr Got erlangte seine Tugend.dadurch daß er in unendlich viel Leibernworein er nach und nach fuhr sie übte - vonder Bestrebung zurLeidenschaft=Besiegung wurde sein Blut weis |

     

    [IIb-15-1788-1789-2209]
    Ied. kan durch Körperwechsel Got werd. und durch Tugend.,wenn er bei ieder sich versezt, dieGotheit zu verdienen u. dabei Wasser ausgiest u. dieSchuzgeist. zu Zeugen seiner That anruft - so wirdman auch Heiliger durch den Vorsaz. |

     

    [Manuskriptseite 234]

    [IIb-15-1788-1789-2210]
    Die Menschenseelen kommen ent. aus dem Himmel- denn sie halt. Ehrenstell. Reichthum für Belohnung des vorig.gut. Erdenlebens, dah. ihre Achtung für Grosse; diesehimlischen u. zum Götter= undHeiligenstand bestimte Seel. fahr. nur in Fürst. u. Grosse - od. ausThierleibern, woraus mittelm. Seelen od. aus der Hölle, dieschlechtesten, die in Arme Nied. und Unglüklichefahren zur Strafe fürs Vorige. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2211]
    Die Verle legt ihre untrinkbareKreidenerde von der Quelle, in 5, 6 Meilen Laufs beiRheims ab. So gewinn. mehr erdige Wass. durch den Lauf. Frank

     

    [IIb-15-1788-1789-2212]
    Das Seinewass. ist gesund, blos aus der Mitteund in Entfernung vom Ufer geschöpft. Mem. de la Soc. roy. de Medicine année 1778.

     

    [IIb-15-1788-1789-2213]
    Boerhave: Regenwass. ist die Lauge uns.Dunstkreises. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2214]
    Siamer: es sind noch 3 a. Welttheile, im 1. sind dieGesicht. rund, 2ten dreiekkig, 3. vierekkig -weil da laut. Vergnügen, so fehlt Gelegenheitzur Tugend, dah. die Einwohn. in unsernzu komm. bitt. und komm. auch. S

     

    [IIb-15-1788-1789-2215]
    Sommonokhodon war 550 mal unt. allerleiGestalt auf der Welt, stets als das vornehmsteunter den Thier. wozu er gehörte; alsMensch schenkte er seine Frau einemBetl. stat Almos.; schnit von seinem Leibein Stük nach dem a., um die Thierezu sättigen - all. um Got zu werdendurch Stoizismus |

     

    [Manuskriptseite 235]

    [IIb-15-1788-1789-2216]
    Das von den Schieferdächern wie ausden Schieferbergen kommende Wass. hat et. vitriolisches, demGlaubersalz ähnliches Mittelsalz. Lavoisier. Mem. de L'Acad. de Paris. 1770 Frank.

     

    [IIb-15-1788-1789-2217]
    Die trinkbarst. Wasser kriegt man ausden schlechtest. wenn man sie faulenlässet; und nach der Fäulnis kocht u. durch Sandtreibt - so auf dem Schiff. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2218]
    Zur Verbesserung des Wassers sind dieSeigebrunnen nicht gut deren Seiger von Kupfer ist;a. wo das W. durch Sand lauf. mus, mach. diesen vol Schlam - dieSeigebrunn. des H. Ami besser wo das W. durch einedopp. Reihe kleiner fester Schwämme gezwungen wird. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2219]
    Nach dem coutume de Paris mus zwisch.einem Brunn. u. heimlichem Gemach 4 Fus dikke Mauersein - coutume d'Orleans, Melun, Etampes, Châlon sur Marne, 9, 10 Fusvermauert. Raum - de Laon 17 Schuhe Code de Police T. I. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2220]
    Wenn Wein, Wass. Milch so lang aufgedekt gestand.daß ein gift. Thier davon trink. od. Gifthineinlass. konte: so wars zu trinkenverboten, es müste denn sehr viel sein. Mischnah VI Trumoth 8. c. m. 4. 5. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2221]
    Die Frau von Guyon diente, weil sie ekel war - zurSelbstüberwindung - den Kranken mitstinkenden Geschwüren am liebsten, berührte sie mitder Zunge und wurde völlig willenlos. Theobald. S. 22.

     

    [IIb-15-1788-1789-2222]
    EinBürger in Stokholm glaubte einGespenst zu sehen - derArzt Dippel lies seinen Bedienten alseines anziehen u. iagte ihn durch Beschwörung weg - heil. | 50

     

    [IIb-15-1788-1789-2223]
    Der Schuster Rok im Isenburgischen bekamZukkungen, dan predigte er - nachdenselben wust' er nichts davon. Der mystische Marsay gos ihm einen Eimer kaltes Wass. üb. imPredigen u. die Paroxys. unddas Pred. kam nimmer. |

     

    [Manuskriptseite 236]

    [IIb-15-1788-1789-2224]
    Franz Dietrich Pollin aus Westphal. sagte, manmüste an einem warm. Ofen den Bauch so lang kneip.und reib. bis das natürliche Leben todwürde und man das götliche im Bauch aufund niedersteig. fühlte, nichts arbeitenblos vom Glaub. leb. und hungern - hatteAnhänger. | 264

     

    [IIb-15-1788-1789-2225]
    Die meist. berühmt. Biere sind medizinisch: der Danziger Preussing gegenBlutspeien, das Daslische laxirt, Einbekische treibt Harn undGalle, Goslarische laxirt und wid. den Stein,Hamburg. bringt im Gesicht Finnen und Blattern hervor,Duchsteinische gegen Podagra, Spandauer befödertSchlaf, a. bittere B. geg. Scharbök. Krüniz Enz. | Frank.

     

    [IIb-15-1788-1789-2226]
    Wer in Span. 1 mal betrunk. gewes. kan niemals mehr Zeuge werden. Works of Temple Vol 2. part. 3 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2227]
    Wenn ein in einGefäs mit Wein gelegtes Ei schwarz wird: so war.der Wein zu sehr geschwefelt; od. auchwenn ein Silberstük darin seinen Glanzverliert u. schwärzlicht wird |

     

    [IIb-15-1788-1789-2228]
    Als die Obrigkeit den mit Bleiglätte vergifteten Wein unt.dem Galgen verschütt. lies: erdrükte sich der Pöbelfast darum. So in R. wo Wache die Eimer des auffangenden Volksnicht abhalten konte. Baldinger. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2229]
    Thiknesses: Champag. W. prüft man, indemman ein Gefäs mit einemlang. Hals vol in Wass. tunkt: das unreine, Honig Zukker p. zieht sich dan insWass. hinein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2230]
    Wenn der Grosvezier denGesandt. bei der Audienznicht mehr Kaffee geb. läst: so Zeich. des baldigenBruchs. Alg. Hist. all. Reis. XI B. |

     

    [Manuskriptseite 237]

    [IIb-15-1788-1789-2231]
    Das Nashorn ist weg. seiner Haut an keinem Ortzu schiess. als an den Ohren.Gervais. Hist. de Siam. S.

     

    [IIb-15-1788-1789-2232]
    Da das warme Wass. so von den griech. Aerzt.gebraucht wurde: so wurde es zulezt Delikatesse - dieerst. Christ. trank. es an ihr. Fest. undVersamlungen. Klaudius verbot, es zu verkaufen. Frank. So Iapan. und Sines.

     

    [IIb-15-1788-1789-2233]
    Nero fand, daß gekocht. Wass. kälter werde als ungekochtes.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2234]
    Die Perser trink. Kaffee, um bei mehr Vergnügen wenigerKind. zu zeugen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2235]
    Model kleine Schrift. 1 Abth. S. 1: seitdem häuslichen Gebrauch metallen. Gefässe nahm vielleichtdas Leben ab |

     

    [IIb-15-1788-1789-2236]
    Im Königr. Achen bindet man dem Schuldner die Hände auf denRükken, mus sich täglich damit vor Gericht sehen lass.; garnicht solvent, wird Sklave des Kreditors. S

     

    [IIb-15-1788-1789-2237]
    Der Verurtheilte zu Schlägenhandelt in Beisein des Gerichts mit demGerichtsdiener üb. das Geld, f. das ihm dieser die Schl. nur zumSchein gebe - so auch mit ihm, beim Wallach.Händeabhauen p. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2238]
    Bei dem best. Zin sind Kupf. BleiSpiesglaskönig Zink Messing gewöhnliche Zusäze; nacheinem Apothekerkolleg. zu Paris hat eshöchst. 1/576, u. im kleinst. Verhält. 1/1152Arsenik, nach Marggraf mehr: ienes:man müss. 48 Iahre auf Zin ess., um mit 6 Loth Zin 1Gran Arsenik zu essen. Frank

     

    [IIb-15-1788-1789-2239]
    Die schwäb. Bauern hängen ihren Christusbildern aufm Feld einHemde um - Molanus de pictur. c. 97:die mit Tuch um die Lend. erwekk. mehr Andacht als bekleidete. Gregorius Turonensis: einemGeistlichen befahl Christus im Schlaf, sein Bildzu bekleiden

     

    [Manuskriptseite 238]

    [IIb-15-1788-1789-2240]
    Pinto: in der Tatarei sind in 1 Meile 140Häuser vol Todteköpfe: ein gross. eiser. Menschenbildmit einer eisern. Kugel, ist der Hüteraller menschlichen Gebeine bis zurAuferstehung und weis wem sie gehören;wer ihm nichts opfert: dem giebt er schlechte od. zuwenige Knochen. S

     

    [IIb-15-1788-1789-2241]
    Die spanisch. Profess. bleib. vom Kathed. gehend noch einwenig darneben stehen, ob nichtein Zuhörer ihnen einen Einwurf machen werde. Gerundio

     

    [IIb-15-1788-1789-2242]
    In Rom scheinen Gebäude von Porphyr, Marmor, Alabast.zu sein: sind ab. nur mit einer dünnenRinde davon überzogen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2243]
    Novena eine Zeit von 9 Tagen, dieman in Span. der Verehrung einesHeiligen besond. widmet, um durch seine Fürbitte et.bei Got zu erlangen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2244]
    Frank: dem Chapeaubas gehen ist noch ein Theilder Kräfte des Vornehmenzuzuschreiben. Frank

     

    [IIb-15-1788-1789-2245]
    Römer in der Stadt, Zäsar vor dem Heer, Hannibal, Gustav, Ägypt., Iud., erst. Christ. giengen barhauptig. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2246]
    Die katholischen Priest. müss. unt.dem Mesopfer das Kronhäubgen (dieKalotte) ableg., nur der Pabst dispensirt davon. Auch Perüke(Kopfschuhe nent sie Marzial) zu tragen, müss. die Geistlichen erstbeim Bischof geg. ein Zeugnis des Arztesvon ihr. Unentbehrlichkeit herausbringen|

     

    [IIb-15-1788-1789-2247]
    Schmukkert: den stechend. Haarnadeln u. dem Pud.und Pomade sind die häufigern Spek= undBreigeschwülste zuzuschreiben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2248]
    Adolph von Schweden verbot 1766bei 100 Reichstalern sich von iemandzum Haarkräuseln oder Frisiren der

     

    [Manuskriptseite 239]

    Perükken brauchen zu lassen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2249]
    Eine franz. Verordnung von 1779untersagt den Soldat. das schädliche Wixenund Schwärzen der Schnurbärte |

     

    [IIb-15-1788-1789-2250]
    Die Alten kühlt. den Kopf unt. dem Helm miteinem feuchten Schwam. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2251]
    Zimmermann: in einer schweizer. Stadt dürf.die Weib. ohne einen eisernen Schnürleibnicht in die Kirche, dah. die schwangernsobald sie ihn nimmer trag. könn., nicht mehrhineindürfen. Eine Iungf. erhielt die entgegengesezteErlaub. durch ein mediz. Zeugnis derSchädlichkeit und f. 900 Reichstaler. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2252]
    Senat zu Venedig erlaubte 1648 nur Hur.Entblössung des Bus. u. schleierlos. Kopf - 500Dukat. Strafe bei einer a. Frau, u. ihr Eheman dersnicht wehrte, solt. Ehrenstellen verlieren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2253]
    Die Römer trug. ihr Gepäk auf aufgericht. Stangen; iezt aufTragsäkk. auf den Schultern. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2254]
    In Sardinien u. Rom verbrent man die Kleid.,Tapet. Bet Hausgeräth p. des Schwindsücht. u. Ausgezehrten So ana. Orten mit der Hundswuth. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2255]
    Landriani fand die Luft einesSchauplazes so verdorben wie die der Gräber |

     

    [IIb-15-1788-1789-2256]
    Nahe am oberst. Boden des Opernhaus. zu Versaille ist ausserhalb diesem eingemauertes Wasserbehältnis, um von oben herein einenStrom zu stürzen | Bemerkungen eines Reisenden. Th. 2. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2257]
    Kan ein Perser beweisen, daß er in einer muhammed. Hauptstadt Ispahan, Konstantinop. bekant gemacht,mit den stärkst. ringen zu woll. u.keiner kont' es: so darf er einensteinernen Löwen auf sein Grabsezen lassen. Niebuhr. |

     

    [Manuskriptseite 240]

    [IIb-15-1788-1789-2258]
    Die persisch. Gross. hab. besond. Zimmer zumRingen mit ihr. Freunden ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2259]
    Endemische Krankh., die einem besond. Lande eigen - derpolnische Zopf - Blödsichtigk. der Florentiner - Diese und Aussaz beiÄgypt. - England Auszehrung -Holland Schaarbok - Westphal. Gliederwehe - Steiermark Kärnthen u.a. gebürg. Gegend. Kröpfe. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2260]
    Das von Diomedes angelegte alte Salapia muste um 4000Schritte vom Meer entfernt werden zueinem gesünderen Plaz. Vitruv. l. 1. c. 4.

     

    [IIb-15-1788-1789-2261]
    Im 17 Iahrh. gab man zu ied. Esseneine a. Serviette Pandora

     

    [IIb-15-1788-1789-2262]
    Im 14 Iahrh. war der Schuh eines Prinz. 2 1/2Schuh lang, Barons 2, Edelm. 1 1/2 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2263]
    Die Perükenmach. wirkten ein Verbot der zudauerhaften Drathperüken aus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2264]
    Ein Geistlich. supplizirte 1684 beim Kardinal Grimaldi um eine Perükke, der. Nothwend. erdurch Aerzte attestirte; erlaubt mitSichtbarkeit der Ohren und Krone |

     

    [IIb-15-1788-1789-2265]
    Ritt. Frau Gast Fremd. Hund schlief. in 1 Bet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2266]
    Die Römer untersucht. die Leber des Thiers andem Ort wo eine Stadt zu bauen, um nachder Gesundheit des erst.die der lezt. zu errathen. Vitruv. | Zwei weisse Rinder beid.Geschlechts pflügten den Umkreis der Stadtmauern; an dem Ort wo der Pflugaufgehoben wurde, kam ein Thor. Cato in Fragment. Frank

     

    [IIb-15-1788-1789-2267]
    Plato de leg. l.*: dieStädte solte man wie

     

    [Manuskriptseite 241]

    die Arkadier, derSicherheit und Reinlichkeit weg. an hohen Ort.anlegen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2268]
    Lanzisius: chronische und lang Kranke werd.bess. durch Tausch der nied. Wohnung geg.die Hügeln Roms |

     

    [IIb-15-1788-1789-2269]
    Temple Vol. II. part. 3: Bergbewohner hab.grössere Statur und Stärke als andere. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2270]
    Die Bergwohn. auf den Alpen hab.die Kröpfe derer am Fus ders. und aufdem flach. Land nicht. Göttinger Anz. 1777. 4 St. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2271]
    Im Walliserland müss. die Kind. im Somm. auf hohe Gebirgegeschikt werd. damit sie nicht in den heiss.zwischen Marmorwänden liegend. Thäl. Gedächtnisund Verstand verlieren. Zimmerm. Erfahr. 4. B. 2 Th. S. 150. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2272]
    Die Siberier hab. ihre Somm.= undWinterdörfer. Gmelin. | Die Hebräer ihre Sommerwohnunggegen Morgen und Mitternacht, Winter=gen Mitt. und Abend |

     

    [IIb-15-1788-1789-2273]
    Das Ziehbrunnenwass. wird durch Schüttelnvon 3 Minuten so schädlich daß in dss. Luftkeine Kerze brent: Quelwass. in 20 Minut., weil ien. durch Steh.schädlich wurde |

     

    [IIb-15-1788-1789-2274]
    Lanzisius: zu Pisa erlebte manvor Austroknung der Sümpfe kaum 50 Iahre, iezt weit mehr |

     

    [IIb-15-1788-1789-2275]
    William Alexander: Sümpfe u. Morast eben sogut als a. Gegend., so der Dunst der Kloake u. derfaulenden Gewächse hindert wie ienegar die Fäulnis. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2276]
    In ied. athmosph. Luft ist fixe Luft, die durchBeimischung einer brenbarenoder Salpeterluft niedergeschlagen od. verzehrt wird:durch ds. S. prüft der Eudiometer die Güte der Luft.Eben so schlägt das was aus der Lunge sich mit derath. ver

     

    [Manuskriptseite 242]

    mischt die fixe nieder in ihr, u. sättigt sie somit brenbarer Materie daß sie das wasdie Lungen ausdünsten müss.nicht mehr aufnehmen kan - noch dazuein flüchtig faulendesAlkali. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2277]
    In Rom wurd' es nach den von Nero erbaueten breit. Gassen zuheis. Tac. | Quercetanus: Toulouse hatte so oft pestartige Krankh. bisman die eng. Gass. erweiterte.

     

    [IIb-15-1788-1789-2278]
    Lettisom: von 30 Faulfieb. werd. 48 in eng.Höfen und Gäsgen gesund. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2279]
    Hippokrates: die an Stadtmauern und Wällenanwohnenden hab. schwere Krankh. weg. Mangel des Winds. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2280]
    Bei den Röm. durfte man sichnicht nahe an den Stadtmauern die heilig war.mit et. abgeb. noch auf od. anihnen zu wohnen. Paulus l. V. sentent. in L. Fin. D.

     

    [IIb-15-1788-1789-2281]
    Auf Manilla weg. Erdbeb. nur hölz. Häuser, wenigst. das obere Stokwerk.In Sina darum nur einstökkige steinerne. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2282]
    Mariotte: die Laugensalze zerschmolz. destoeher, ie tiefer aufbewahrt, also in der Tiefe mehr Wass. u.die zu niedr. Häus. sind schädlich. Die ausgelaugteSalpetererde erzeugt nie im 4 Stok, ab. wol im 1 bald Salpeter wied., dah. diedie Schiespulv. trokk. zum Verkauf bewahr. woll. esauf den höchst. Bodenlegen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2283]
    Zu London wohn. unzähl. in den Kellern u. essieht um ein Stokwerk niedrig. aus als es ist; in Frank. zechtman da |

     

    [IIb-15-1788-1789-2284]
    Möser: der Landman der im Somm. viel schwiztmus es auch im Wint., dah. die warm. Stub., dienordischen Völk. hatt. heisse Badstubenund zuerst Hemden. Phant. 2. B. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2285]
    Varro: er befreiete die Insel Korzyr voneiner Pest, daß er die Fenster geg. Mittag zumauern lies,

     

    [Manuskriptseite 243]

    u. die gegen Mitternacht öfnen. De re rustica l. 1. c. 4.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2286]
    Frank: die Polizei solte befehl.,ein neues Gebäude erst in 1. Iahr zu bezieh. weg.der Austroknung |

     

    [IIb-15-1788-1789-2287]
    Zu Amsterdam wird zur Schonungdes Pflasters u. der Grundfeste der Häus. nur einegewiss. Zahl Kutsch. erlaubt, alles a. sogar die Miethkutsch.werden auf Schleifen fortgeführt. An diesen ist einFäsgen mit Wasser, das heraussprizt damit die Schleif. sich minder reiben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2288]
    Zum Dämpf. des Staubs fahr. in Paris Karrenmit einem Fas herum durch dess. untereSprizlöcher Wass. fält. So in Lond. ein Kast., woraus nachweggeschob. Bret Wass. u. desto mehr fliest ie langsamer das Pferdgeht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2289]
    In einig. französischen Provinz. wird das Aasin Grub. mit Dornen bedekt begrab. damits Hunde, Wölfenicht ausgrab., wo man sonst 50 Livr. Strafegiebt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2290]
    In einer Iudengasse in Frankf. wohnen 10,000Iuden. Ein Arzt: der Knoblauch hält sievor Anstekkung frei. Zeichnen sich durch schwarze Mäntel undKrägen aus. Bemerkungen eines Reis. durch Deutschl. p. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2291]
    Die Coutume de Nivernois verbeut in den Städt. derProvinz nicht Schweine Ziegen zuhalten. Die coutume d'Etampes sezt noch Gänse Ent. Taub. u. dasWollevieh. In Paris bei 300 Liv. keine Has.Hüner u. die obigen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2292]
    Frank: an manch. Orten wirddie Luft so mitHarnausdünstungen gefült daß Silberund Kupfer schwarz wird; Platner: so auch von den faul.Ausdünstungen der Sümpfe in Haag undAmsterdam |

     

    [IIb-15-1788-1789-2293]
    Dyonisius: ich bewundere die Grösseder Röm. besonders in 3 Dingen, inWasserleitungen, Strass. und Kloaken. Strabo Geogr. l. 5: Die Schleuss. die den Unrath abführt. so hochdaß ein Wagen hindurch fahr. konte, die Stadt standordentlich üb. Wasser. |

     

    [Manuskriptseite 244]

    [IIb-15-1788-1789-2294]
    Die Alt. legt. der Gesundh. weg. Tempel aufBerg., Hainen und Gärt. an; dah. welche ohne Dach. Umdie Venustempel war. Myrtenwäldgen, Iupit. Eichen,Pallas Ölbäume. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2295]
    Die Grönländ. wälzen, stilsizend, einen hölzern. Zilinderunt. ihr. Füss. herum gegen die Kälte. Capel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2296]
    Tavernier: gewisse Indier geh. auf die Weidehint. Pferden Ochs. p. weg. ihr. Gelübde, blos daszu ess. was sie in der. Auswurf halb Verdautes, (Erbsen)finden. S.

     

    [IIb-15-1788-1789-2297]
    Der König in Frankr. sezt zu all. Edikten denEingang als wesentliches Stük, worin er die Gründe des Ediktangiebt u. der dah. oft von Volt. Montesq. p. gemacht wurde, um dem Edikt Eingangzu verschaffen. Hyperborische Briefe. 2tes Bändgen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2298]
    Anquetil dü Perron in der Vorrede des Zend=Avesta: man solteeine Reiseakademie aus 80 reisend. Akademikernerrichten, 2 nach Chili, 2 nachMexiko p 2 nach Senegal, 4 nach der gross. Tatarei u. daresidiren, 4 in Marseille, die den auswärtigenAkademisten das Nöthige verschaften. Alle 4 Iahremüsten 2 iunge A. die in Afr. und 2 a. die in Am. u.4 die asiat. besuch., ihre Arbeitensamlen und das Nöth.bringen. Nach 12 Iahr. müsten sie alles drukken.

     

    [IIb-15-1788-1789-2299]
    Der Disziplinant in Span. hat eine weisseWeste von grob. Leinwand, wo auf dem Rükk. 2 ovaleLöcher ausgeschnitt. sind, auf die er mit einer mit Glasspizenbestekten Wachskugel an einer Schnur peitscht. Gerundio.

     

    [IIb-15-1788-1789-2300]
    Die Theatiner Mönche ziehen in Span. wie die Philippiner inItalien von einem Ort zum a. u.predigen

     

    [Manuskriptseite 245]

    Busse, heist auf die Mission gehen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2301]
    In span. Buchläd. sind alle Büch. gebund., u in gelb gefärbtem Pergament, Knöpfgen von bunt. Glasperlen und lederne Henkel, sie zuzuknöpfen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2302]
    Die Spanier einen Reim, wo nur 1 od. 2Vokalen, keine Kons. reimen, heist Assonanz,dios und sennor. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2303]
    Akosta: Der Magueienbaum in Amer. giebt einenSaft, der süs und kühl. wie Wass.; sauer geworden,wie Essig; halbgekocht, Most; ganz, Wein; dik eingekocht, Honig ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2304]
    In den latein. Schul. in Sp. theil. sich dieSchüler in die röm. und karthag., od. griech. undtroian. Bande; alle Sonabend. eine Schlacht üb. dieGrammatik; welche Bande am best. trafund die wenigsten Schnizer machte. Der beste Knabevon ihr bekömt eine Fahne; am Sonnabend bringt er siemit einem seidnen Banddem Lehrer wieder. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2305]
    Acht Tage vor dem Geraischen Brand kam. Spriz.von 5 Stund. weit nach Gera, weil es brennendgeschienen. Moriz Erf. S.kunde 4 B. S. 77

     

    [IIb-15-1788-1789-2306]
    Eine Frau sagte im Scherz künft. Dinge voraus, woran sieselbst zweifelte, traf. ein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2307]
    Moriz: blos der Deutsche drüktdie Handlungen der Thieremit einem a. Worte als diemenschlichen aus,"krepiren" p.: keine a. Sprache

     

    [IIb-15-1788-1789-2308]
    Eine Handwerksfrau in Frankf. am Main sieht die Bildervon sterben werdenden rükwärts,bei Blutsverwandten öftereErscheinungen, bei a. nur 1 malige | DasBild bleibt so lange als sie nicht redt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2309]
    Lauterbach in Wolfenbütt. legt Kieselsteine wieein Menschenskelet zusamm.; ist einerkrank: so rükt er nur den Stein, der z. B.die Lunge bedeutet, anders und verspricht ihmGesundheit. |

     

    [Manuskriptseite 246]

    [IIb-15-1788-1789-2310]
    Er schreibt nur die Advok. Akten ab, deren Inhalt er für gerecht erkent.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2311]
    Eine Frau im Kirchsprengel Harsewinkel verliert bei ied.Schwangersch. ein Glied eines Fingers, abfaulend,schon 7. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2312]
    Moriz: im Deutsch. wird die Mehrheitwie das weiblicheGeschlecht bezeichnet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2313]
    Segonsak in Paris hatte einen Hund, derwenn der Kutscher betrunk. war, vor der Karosseherbelte, um ieden zu warnen vorÜberfahren. Iournal de lecture. III. 1782

     

    [IIb-15-1788-1789-2314]
    Die Religiosen des Hospiziums auf dem Berg St.Bernard in der Schweiz hatt. einenHund, den sie mit einem panier vol Provisionnach Reisenden ausschikten die er aus dem Schneekrazte, den p. zu öfnen einludund nach dem Hospiz führte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2315]
    Albumasar rechnete durch Astrologie die Dauerder Religionen aus, christliche bis 1460, die muhammedanische bis 1166. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2316]
    Sonst bracht. die Verkäufer der Hüner dieLiebesbriefe zu den Damen, die alzeitunt. dem Flügel desselbsten H. war, daseiner nachh. nahm. Dah. poulets |

     

    [IIb-15-1788-1789-2317]
    Schokolate ist elekt., gab Funken u. zog Staub an |

     

    [IIb-15-1788-1789-2318]
    Philippe d'Achery: er u. a. that. eine leereverstopfte Bouteille 130 brasses tief ins Meer,kam voll wied. ab. das Wass. war, weg. derFiltrazion, 3/4 minder gesalzen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2319]
    Büffon: in der Ukraine hab. diePferde ein anführendes Pferd, das sie in einerOrdnung wie fast uns. Kavallerie stelt, Ungehorsammit Fusstos bestraft, in 4, 5 Iahr.treibt ein stärkeres es vom Posten. |

     

    [Manuskriptseite 247]

    [IIb-15-1788-1789-2320]
    Ieanne d'Arragon führte ihr. todt. Gemahl den Erzherzog Philip in einem bleiernen Sarg aufihr. Reis. durch Spanien mit sich. I. de lecture N. 1. 1782.

     

    [IIb-15-1788-1789-2321]
    Sie heizte vor Trauer im Wint. nicht ein, asund trank oft 3 Tagenichts, ihre Beschäftigung war sich mitden Kazen zu balgen, die ihr Gesichtentstelten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2322]
    Der Maler Vernet schrie, während des Iammers üb. den Sturm, da erwegen malerisch. Beobachtungen sicheingeschift: wie schön ist das. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2323]
    In der Abtei von Citeaux bei Dijonbeschlos das Kapitel weg. der Menge Heilig. aus ihr. Ordenkeine mehr daraus kanonisir. zu lass.,um nicht durch die Menge sie geringschäzigzu machen. I. de lecture. N. II. 1782

     

    [IIb-15-1788-1789-2324]
    Wenn in Schotland ein Edelman undein Bürgerlicher gehang. wurde: hatte ienereinen höhern Galgen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2325]
    Bladgen: sogar das Gras erwärmt, dah. schmelztder Schnee auf ihm eher, verdorte Zweige sind beeist u. Spröslingenicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2326]
    Ein Alchymist Honauer wurde 1597 zu Stutgart aneinen Galg. gehang. der aus den 36 Zent. Eisengemacht war, die er zum Goldmachen wolte - Graf Kaietan wurde 1706 zu Küstrin aneinem mit Lahngold beschlag. Galg. eben desweg.gehangen, der Mönch Marcus Brogatinus noch an einem Strikaus falsch. Gold. Spies.

     

    [IIb-15-1788-1789-2327]
    Schleier bei Fürstinnen Zeich.des Witwenstandes |

     

    [IIb-15-1788-1789-2328]
    Die Zeidlergeselschaft in Muskau in der Oberlausiz hat ihreZeidelrichter und Ältesten; der Zeidelrichtermus mit einem weissen Stabe aufeinem leeren Fas sizen. Krüniz. Zeidlergeselschaft in Hoyerswerda, inder Kurmark, uralte im Nürnbergischen. Krüniz

     

    [IIb-15-1788-1789-2329]
    Ein Bienenstok kan 10 Iahr leben, ab.die Bienen wegen der vielen Feinde nur1., wie Reaumür, der seine gefärbt, erfuhr. |

     

    [Manuskriptseite 248]

    [IIb-15-1788-1789-2330]
    Der Türke wurde vor Stuhlweissenburg vom Stürmen durch dieBienenstökke abgetrieb., die die Belagerten unt. ihm warfen - Bochart: in Appiano Mithridatico, cum Luculliani percuniculos Themiscyram aggrederentur, Themiscyrii ursos, feriasque aliaset apes in operaries emittebant.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2331]
    Halley: die magnet. Materie, die sich umdie Erde von einem magnet. Polzum a. bewegt, macht den Nordschein.

     

    [IIb-15-1788-1789-2332]
    Vor 1756 wurd. in Montpellier iährlich 10000 ZentnerGrünspan gemacht, mit 50,000 Reichstaler rein.Gewinst. Adelung.

     

    [IIb-15-1788-1789-2333]
    Das Verhält. des Werth. des Silberszu Gold in uns. Zeiten ist wie 1 zu 141/2 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2334]
    Die Geistlichen gab. die Pestvon 1092 f. eine Strafe f. diedamaligen lang. Haare aus |

     

    [IIb-15-1788-1789-2335]
    Als Franz I. weg. einer Kopfwunde sichalle Haare scheeren lies: trug der Hof u. ied. einenabgeschorn. Kopf u. lang. Bart |

     

    [IIb-15-1788-1789-2336]
    Wenn der sines. Kais. auf dieIagd geht od. sonst wohin: so begleitet ihn eine Armee inSchlachtordnung. Essai sur les moeurs et L'Esprit des nations etc. T. XVI.

     

    [IIb-15-1788-1789-2337]
    Da ists erlaubt auf eine lange Tafel im Pallast den Tadelgeg. die Regierung zu schreiben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2338]
    Der Mandarin mus voneiner gross. Handlung, von der er in derProvinz hört, den Kaiser benachrichtigen. Der sie belohnt. Ein BauerChicou wurde f. die Wiedergabe eines BeutelsMandarin. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2339]
    Der Mangel des gut. Geschmaks kömtbei den Oriental. dav. her daßdie Männ. ihren nicht durch Umgang mitden Weib. bildeten. |

     

    [Manuskriptseite 249]

    [IIb-15-1788-1789-2340]
    Muhammed gab die Wahl, seineReligion anzunehm. od. einen iährlichen Tributvon 13 Drachmen Silb. zu zahlen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2341]
    Wenn in einem Stam ein gut. Poetist: so send. die a. St. eineGesandschaft an ihn um dazu glükzuwünschen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2342]
    Muhammed verbeut alle Hasardspiele |

     

    [IIb-15-1788-1789-2343]
    Die Muhammedaner: die Magen hätt. 70 Sekt., dieIud. 71, die Christen 72, die Muh. als die volkommensten. 73. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2344]
    Man gab den Mönch., weg. der algem. Besorgungdes iüngsten Tags, seine Ländereien |

     

    [IIb-15-1788-1789-2345]
    Die Bischöffe und Aebte hatt. zu Karls V Zeit, viele Sklaven,der Abt Alkuin 20000 - sie musten 3 Tagedie Woche für ihn arbeiten,cinquante lieues mit ihren charettes gehen, ohneAbts Erlaub. wed. heirathen noch Wohnung ändern. |Sie zogen mit ihr. Sklaven in Krieg. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2346]
    Damals brachten die Kommunikantenihr Brod und Wein mit und liess. nurkonsekriren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2347]
    Die Mönche versagten, beiden Partheien zwisch. Kaisernund Päbsten, p. denen die Absoluzion dienicht von ihrer Parthei waren - z. B. denen,die Heinrich IV in Frankr. fürihren König erkanten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2348]
    Die Arab. lass. sich iährlichen Tribut oft in manb.Mädgen zahlen - so von den Karavanen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2349]
    Robertson: seit der Reformaz. sind die Sitt.der röm. Klerisei nicht nur sond. besonders der Päbste besser. 3 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2350]
    Die Metalle bestehen aus Phlogiston und einemKalch d. i. Art Erde. Thut man zu einemmetall. Kalk eine Materie die viel Feuer undPhlogiston hat z. B. Kohle, u. imSchmelztiegel üb. dem Feuer: so entsteht das Metalwieder. Trembley.

     

    [IIb-15-1788-1789-2351]
    Die Nester der Vögel deren Iung. nicht eher sie verlass.,sind

     

    [Manuskriptseite 250]

    bis sie flieg. können, sind auf hohe Orte gebauet - die die gleich nach dem Auskriech. der Mutt. folg., auf die Erde. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2352]
    In Grebenstein in Niederhessen wird unt. freiem Himmel aufder Brükke das Brükkengericht gehalten; alle angeklagte müss.sogleich eine Strafe erlegen; dan wird die Sache untersucht u.wenn sie unschuldig sind, wird ihnen die Strafeerlass. u. die des Anklägers verdoppelt. Büsching.

     

    [IIb-15-1788-1789-2353]
    Kais. Karl VI. verbot den österreich.Geistlichen sich mehr unbewegliche Güterzu erwerben. Kauft. eine Kircheoder Klost. ein Haus od. Landgut: so muswied. ein a. Grundstük von ebendem Werth an Weltliche veräussert werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2354]
    Askalabos, eine Eidexe in Amer. mit bunt.Flekk. geht langsam auf den Menschen zu, weil sieein Vergnügen ihn anzusehen findet. Krüniz.

     

    [IIb-15-1788-1789-2355]
    Der Aal ist dereinzige unt. den Fischen des süssen Wassers der ins Meer trit.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2356]
    P. Vaniere der nur das reinste leicht. Wass. f.gesund hält, giebt zum Kenzeichen an wenn viele Aaledarin sind. | Dah. ihm Fischer die Reusen an klarsten Orten, mitt. im Strome od. vordem Schuzbret eines Mühlengerinne legen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2357]
    Lichtenberg: während man demArmpolyp. mit Haarschlingen durchschneidet almählig,wachs. schon die getrenten Theile wied.zusammen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2358]
    Der Federbuschpolyp fängt selbst Würmg.mit einem weiss. Federbusch, dener beiErschütterung od. Tod einzieht. Blumenbach.

     

    [IIb-15-1788-1789-2359]
    In Helberhausen werd. vonden Bauern iährlich 1 Million hölz. Löffelgeschnizt

     

    [Manuskriptseite 251]

    [IIb-15-1788-1789-2360]
    Im Amt Kloppenburg u. Meppen strikt ied. Bauer Strümpfe hint.dem Mistwagen, oft 30 um eine Thranlampestrikkend.

     

    [IIb-15-1788-1789-2361]
    Mendez Pinto: in Ostindien beieinem Feste hieng. auf den Gass. zuKatamnas Wagen, worauf man sich zurSündenvergebung wägen lies: die Lekkerhaftenwägen sich geg. Honig, Butt. p. - Wollüstige geg. Baumwolle, TuchFedern p - Faule Holz, Thiere p. - Stolze Kühmist, Besem p - die Armen ihre Haare die denPriest. iährlich 90000 Dukat. einbringen. S.

     

    [IIb-15-1788-1789-2362]
    Ebenda: der König der Insel Iavabraucht blos Weib. zu Gesandten u. Agentenweil sie weg. gröss. Sanftm. u. Friedenliebe a. Fürsten mehrgefielen - ab. keine Iungfern, sond. Mütt.und selbststillende. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2363]
    Tavernier: in Golkonda steh. die Kinder der Grubenmeisteru. a. Einwohner auf dem Markt, mitDiamantgewicht undGeldbeutel u. kauf. richtig die aus den Grub. gebrachte.Diamanten, indem die ganze Runde sie besieht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2364]
    Ebenda:Der Stuhlgang des Königs von Butan wirdvon den Unterthan. als Pulver zumWürzen der Speis. gebraucht, in Schächtelgenverkauft. | halt. ihn f. einen Got. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2365]
    Ebenda: im Königr. Asem werd.alzeit die Arm= und Fusbänder derer dieeine Leiche begleiten, zu ihr ins Grab geworfen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2366]
    Der König von Golkonda hat dasganze Land in Pacht; ied. Stük wied. Unterpachter, ds. wied. U. biszum Pöbel: im Heumonat von neu. verpacht.iährlich. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2367]
    Da sind die Tempel dieNachtherbergen der Reisenden |

     

    [IIb-15-1788-1789-2368]
    Stirbt der Man: so darf die Frau od. die Braut nimmer ausihres Vaters Haus, keinen Schmuk, keine Lustbarkeit,die schwerste Arbeit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2369]
    Linschot: in Pegu tragen manch.ein Kl* klingend. Glökgen

     

    [Manuskriptseite 252]

    geg. Päderastie; manch. Mädgen wird die Scham vernäht, die der Bräutigam auftrent. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2370]
    In der Stadt Tavay in Pegu thut am neuen Iahrman 3 Monate Eswaren in die Häuserunberührt, damit der Teufel die Willigkeit ihn zufüttern sehe und das übrige Iahr nichtschade. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2371]
    Pabst Cölestin III sties beider Krönung K. Heinrich VI die Krone mitdem Fus vom Kopf, anzuzeigen, daß erMacht habe sie ihm zu nehmen. Blumauer. Baron. Ann.

     

    [IIb-15-1788-1789-2372]
    Kais. Heinrich VII. muste beiseiner Krönung in Rom als Subdiakon am Altar dienen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2373]
    Bicker: der magnet. Schlaf dauert5 Tage; beim Tag dan völlige Gegenwart des Geistes, Nachts dunkleVorstellungen; zwischendurch einigeStund. natürlicher Schlaf Magnet. Magazin. 3 Heft. S. 252.

     

    [IIb-15-1788-1789-2374]
    Ebenda: während dess. nur kalt. Wasser,keine natürliche Ausleerung |

     

    [IIb-15-1788-1789-2375]
    Ein Pariser dispensirte ein Augenwasser, dess. Rezeptverloren; seine Witwe verkaufte mitalter Wirkung Seine Wasser dafür. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2376]
    Leute mit schwach. Augen dürf. nicht langerothentzünd. od. triefende sehen, ohne selbst welchezu bekommen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2377]
    Man magnet. schon ein altes Pferdund eine Kuh. Berl. Monaths.

     

    [IIb-15-1788-1789-2378]
    Die Clairvoyanten geb. die innernKrankheiten der vorgestelten Person. an, indem siesie od. deren Kleid., od. sich selbst berühren. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2379]
    Mademois. Berlancourt spricht seit der Magn. lateinisch.||

     

    [Manuskriptseite 253]

    [IIb-15-1788-1789-2380]
    Dem Edelman konte Schuld. weg. nicht seinPferd und Waffen u. nach Kais. Ludwigs des Fromm. Verbot, nichtsein Falke genomm. werden. Robertson.

     

    [IIb-15-1788-1789-2381]
    Nikolai: ied. Iude, der nicht einSchuzprivileg hat od. im Diensteines Schuziuden ist, wird bei der erst.Anzeige an die Polizei aus iedem Ort getrieben, dernicht sein Geburtsort ist.

     

    [IIb-15-1788-1789-2382]
    Zu Kamillus Zeit wurden ied. röm. Bürger dieBaumaterialien gratis gereicht, der ein Haus in 1Iahr zu volenden versprach. Beschreibung des häuslichen p. Zustands der Römer. Erfurt 1788.

     

    [IIb-15-1788-1789-2383]
    Ein Amphitheat., das aus 2 doppelt. Theat. bestand, fasteoft 100,000 Menschen; die beid. Th. von Kurio konten mit all. Menschendarauf umgedreht werd. zu einemAmphitheater. Plin. 36. c. 15. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2384]
    Die röm. Grabmäl. gleich. oft Palläst., wiedas Mausoläum Augusti, oft Pyramiden wie die des Cestius, a. Thürmen wiedas der Zäzilia - a. unterirdisch und hiess.Kolumbaria, weil die Särge wie in Taubenhölen standen. Baut. siegern an die Wege, dah. oft Aufenthalt der Diebe. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2385]
    Lapis manalis, ein Stein den manherumtrug Regen zu erbitten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2386]
    Der cornus Romuli, ein in der 10. Regionstehender u. aus einem Wurfspies Romulusentstand. Ahornbaum zeigte durch sein Grünen undWachsen die Wolfahrt des Staats |

     

    [IIb-15-1788-1789-2387]
    Rom gab den Bürgern überwund. Städte, ob sie gleich nichtnach Rom geführt wurden, dasrömische Bürgerrecht. Liv. l. 26. c. 24 |

     

    [Manuskriptseite 254]

    [IIb-15-1788-1789-2388]
    Der Kaiser erhob sonst mitdem Territorio zugleich den Landeshern, z. B. Grafschaft zur Landgrafs.,zum Fürstenth. - iezt sind beideErhöhungen getrent, auss. beimKurfürsten u. König. Biener von der kais. Machtvolk. II Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-2389]
    Er konte sonst Städte zu freien St., freie zuReichsstädten mach. u. sie ihrer Gerichtsbarkeit entziehen - Ieztnur Reichsdörf. zu Reichsstädten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2390]
    Er kan den durch Urtheil und Recht Ehr= u. Rechtlos geword.Unterth. den ehrlichen Nam. und dieübrigen Rechte restituiren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2391]
    Sonst münzte blos der Kaiser, gab ab. bald a.das Recht dazu. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2392]
    Buat Origines T. I. livr. VII. ch. 35: Sonst war das Recht an Flüssen u.a. Ort. Zölle anzulegen, die vorbeifahr. von Pferd.,Waaren p. erlegten, ein Zubehör derGrundstükke u. Privatperson., nachher ein Hoheitsrecht desKaisers. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2393]
    Der Pfand inhaber mus alle vom Pfand z. B. einem Schaf gehoben.Nuzungen dem Eigenthümer erstatt. u. geben. Lobethan.

     

    [IIb-15-1788-1789-2394]
    Wir erwerb. uns eine fremde Sache durchAnwachs, wenn wir auf fremde Leinwand, hölzerne Tafelein Gemälde gesezt hab., so gehört die L.uns. - wenn einer ein Hausauf uns. Boden: so das Haus uns - od. darauf gesäet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2395]
    Durch Veriährung von 3 Iahr. wirdeine Sache unser bei beweglichen Ding. - 10 I.,unbeweglichen, ist ab. der Besiz. dess. abwesend: so20 Iahre. Man mus ab. im Besiz der Sachedurch keinen a. gestört worden sein |

     

    [IIb-15-1788-1789-2396]
    30 Iahre ab. gehör. dazu, wenn die Sache aufeine unrechtm. Weise, gestohlenvon einem 3ten,wenn der rechte Herr

     

    [Manuskriptseite 255]

    garnicht weis daß er eine solche Sache habe - 40 Iahrwenn sie einer Stadt, Landesherschaft, Kirche fromm.Stiftung gehört. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2397]
    Die unvordenkliche Veriährung ist daß man seitunvordenklichen Zeit. et. besess. - persönlicheKlagen weg. einer Schuldpost od. a.Obliegenheit veriähr. in 30 Iahren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2398]
    Durch ein Morgenlied das diepreuss. Armee sang gewan sie die Schlacht bei Leuthen. Müller: durch geistliche Lied.befeuerte Gustav Adolph seine kleine Armee. Zimmerman.

     

    [IIb-15-1788-1789-2399]
    Es sol niemand üb. 25 ---Gulden kleine Münzenin Zahlung anzunehmen gezwungen sein. Münz Ordnung von 1559. §. 11. | Schmauss. c. j. p.

     

    [IIb-15-1788-1789-2400]
    Der Iohanniter Orden, der zuerst ineinem Hospital zu Ierusalem, das dem Iohann. dem Täuf. geweiht war, errichtetwurde, theilt sich in 8 Zungen; die deutsche Z. theilt sich in 2Priorate, den deutsch. u. böhmischen. Dem deutsch. steht der Iohannitermeist. als Haupt vor, ist zuHeidersheim in Brisgau; der D. hat gewisse Balleien wied., derenieder ein Baillif vorsteht u. die Glied. der Balleien sinddie Kommenthuren und Ritter. So dieübrigen Zungen; der Vorgesezte des ganz. Ordens istder Grosmeister zu Maltha. Ein Theil des deutsch. Pr. istdie brandenburg. Balleiod. das Herr=Meisterthum, das evangel. Glieder hat. Lobethan.

     

    [IIb-15-1788-1789-2401]
    Dem deutsch. Orden, der in einem Krankenhaus zu Ierus. gestiftet word., steht derHoch u. Deutschmeist. vor, der zu Mergentheim residirt, in Balleien getheilt;denen Baillifs vorstehen, die Balleienhaben ihre Kommenthureien, denen ein Kommenthurvorsteht. |

     

    [Manuskriptseite 256]

    [IIb-15-1788-1789-2402]
    In Anhalt Köthen kan man 48 Person. auf eineHochzeit bitten; Dienstboten nur 14. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2403]
    Es darf da nichts auss. Haus von der Hochzeitgeschikt werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2404]
    Philipp III von Spanien vertrieb 1610aus seinen Staaten 900,000 Unterthan., obgleichkatholisch, wegen ihres musulmannschen Ursprungs. Iournal de lecture N. III. 1782

     

    [IIb-15-1788-1789-2405]
    Ulloa: Die durch die Spanier in Amerika erzog.Hunde hab. den grösten Has geg. dieAmer., deren H. gegen iene. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2406]
    Ein Alchymi*

     

    [IIb-15-1788-1789-2407]
    Vid. 183/15 Die Freiheitsich Edel von einem Ort zuschreib. 100 Gulden Tax, Vicekanzl. 18, Sekret. 9, Kanzleijura 21- wenn ein Gut erhöht wird z. B. eine Grafschaft zumFürstenthum: so wird noch einmal so viel dafür gezahlt als beieinem Menschen. Sieh 183

     

    [IIb-15-1788-1789-2408]
    Eine neue Nobilitazion mit 2 Helmen, od. zueiner alten, die nur 1 H. hatte, der Zusazvon noch 1, wird die Tax für die Nobilit.mit 1 H. (d. i. 130 Gulden) vermehrt mit100 Gulden, Vizekanzl. (36) mit 18 - Sekret. (18)mit 9 - Kanzleijura (40) mit 21. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2409]
    Werd. Brüder dem Standeserhöhungs= oderPrivileg. Diploma einverleibt: so zahl. diese nur 1/3 der Gebühr,u. nur 1 das obige; Vett. u. Kollateralen ab. ied. so viel als wär' er allein.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2410]
    Für die Renovazion einer Erhöhungod. eines Privilegiums zahltman die Hälfte des Taxes |

     

    [IIb-15-1788-1789-2411]
    Bürgerlicher Wappenbrief mit Löw. u.Kronen Gulden 40, Iura 12 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2412]
    Equites auratos creandi facultas 500, Vicekanz. 40, Sekr. 20,Kanz. 100. |

     

    [Manuskriptseite 257]

    [IIb-15-1788-1789-2413]
    Nobiles creandi facultas 300, V. 36, S. 18, K. 70.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2414]
    Patriziattax 1000, V. 48, S. 24, K. 76 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2415]
    Primogenitur für einen Fürst. 5000, V. 300, S.150, K. 300 | f. einen Graf. 1000, V. 150, S. 50, K. 100 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2416]
    Legitimatio ad honores Fürstenkind. 3000, V. 150, S. 50, K. 150Grafen 1500 - 150 50 100 Adeliche 150 - 24 12 45 Bürgerliche 60 -- 18 °~° tabellarische Anordnung siehe Abbildung

     

    [IIb-15-1788-1789-2417]
    Restitutio ad honores 60 Gulden, K. 18.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2418]
    A Panno absolutio Fürsten 2000, V. 150, Sek. 50, K 150 Freihern300 36 18 60 vornehme Reichsstadt 2000 150 50 150 kleine, aucheine Ritterschaft 1000 60 30 100. °~° tabellarische Anordnung siehe Abbildung

     

    [IIb-15-1788-1789-2419]
    Monetandi privilegium 2000, V. 150, S. 50, K. 150.

     

    [IIb-15-1788-1789-2420]
    Moratorium von ied. Iahr 20 Gulden

     

    [IIb-15-1788-1789-2421]
    Patent zur Kriegs Werbung 24 Gulden

     

    [IIb-15-1788-1789-2422]
    Bei den Röm. Grundsaz: wer die Anwartschaftauf die künftige Beerbung habe, müsse sich gefall.lass. Vormund zu werden.

     

    [IIb-15-1788-1789-2423]
    Der Erzbischof von Salzburg hatdie Vorrechte: er ist geborner und beständ. Legat despäbstlichen Stuhls u. Primas in Deutschl.; hatdie Kardinalskleidung; kan Kanonikate in dendem Pabst durch die Concordatavorbehaltenen Monaten vergeben; welche päbstliche Erlaubnis alzeitauf 5 Iahr ertheilt u. wied. erneuert wird; wechselt im Reichsfürstenrath aufder geistlichen Bank mit Österr. inder erst. Stelle und im directorio um; wirdgelegentlich zur kaiserlichen Tafelgezogen, wenn auch die Kaiserin dabeiist. Büsch. 6 B.

     

    [Manuskriptseite 258]

    [IIb-15-1788-1789-2424]
    Legitima patronorum tutela daß ichwenn ich einen unmündigen Sklav. freilasse,seine Vormundschaft übernehmen mus -parentum, Kind emanzipire, auch. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-2425]
    Der Pupil kan ohne des Vormunds Auktorität sich et.versprech. lass., Schenkung undBezahlung annehmen, er kan et. umsonst erwerben - ab.nichts ohne ihn verschenk., versprech., veräussern p. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2426]
    Die Kassianerbestimt. die Mündigkeit nach dem Körperund der Besichtigung derZeugungsglieder, die Prokulejaner nach den Iahren; Priskus nach beiden; Iustinian nach P. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2427]
    Eine von den 3 höchst. Magistratsperson.nämlich Diktat. Konsul Prätor schlug dem Senatein Gesez vor (rogabatur lex); hierauf 17 Tageöffentlich ausgehängt, damits ied. Bürger läse(promulgabatur) hierauf Volksversamlungcomitia gehalten, unddas Volk votirte so daß iede Zenturie ihrvotum gab, über das Gesez daslex centuriate hies - Tiberius nahm dem Volk die gesezgebende Gewaltund gab sie dem Senat. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2428]
    Die Advokat. werd. mit d. Soldat.verglichen. L. advocati 14 C de advocat diversor.judicior.

     

    [IIb-15-1788-1789-2429]
    Beneficium imperatoris quam plenissime interpretari debemus. L.Beneficium 3 ff de Constitut. princip. 3 B. wenn ersHaus geschenkt: schenkte er auch das Beiliegende.

     

    [IIb-15-1788-1789-2430]
    Der geborne Taube und Stumme kan keinTestament mach., kein Konzil, kein Fideikommis,nichts mortis caussa schenken. C. etff. eben da: niemand so taub daß er nichtdas was üb. seinem Kopf geredt wirdhörte.

     

    [IIb-15-1788-1789-2431]
    Eine Frau kan nicht dem Manne angethane Iniurie räch., ab.wol umgekehrt: defendi enim uxoris a viris, non viras abuxoribus aequum est. §. 2 I. de injur.

     

    [Manuskriptseite 259]

    [IIb-15-1788-1789-2432]
    Ein Sohn der den Vat. tödt., der das Vaterland stürzen wolte, verdientBelohnung. Minime 35 ff.de religios.

     

    [IIb-15-1788-1789-2433]
    Knechte und Mägde könn. wenn siezu wenig Lohn bekomm., et. ihr. Hern zum Ersazstehlen - auch die Schneid. kön. nicht wenig sond.viel ih vom Kleide stehlen, weil sie weniger Lohn voraus sehen. Iesuit Eradus Bilius, Professor casuum conscientiae in Academia Cadomensi Tr. de injur. et restitut. | Sonnemann. praelect. ad leges notabilior.p. 280

     

    [IIb-15-1788-1789-2434]
    Lis clericorum intra duos menses terminanda. Nov. 83.praet. § ult. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2435]
    Die Büch., die Hochzeitskost. (weil diezur Ehre des Vaters) u. das Geld fürdas Doktorwerden wird vom Vat.für geschenkt präsumirt, er müst es denn insAusgabebuch gebracht haben. | p. 319.

     

    [IIb-15-1788-1789-2436]
    Qui ICti copiam habere potuit, illi ob ignorantiam juris nonsubvenitur. L. regula 9. §. 3 ff de jur. et f. ignorant.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2437]
    Die Ehrenstell. werd. nur stufenweise erlangt imGeistlichen und Weltlichen C.sollicitudo D. 52. 59. 60. c. un X. de Clerico per saltum promito. - Wer Bischof, mus vorh. Ianitor, lector, exorcista,acolythus, subdiaconus, diaconus,prebyter und B. sein. C. I. dec. 77

     

    [IIb-15-1788-1789-2438]
    Bei gewiss. Ämt. z. B. SyndikatEinheimische lieber, weil sie das Herkomm. desOrts besser zu wiss. präsumirt werden c. 7.X de praesumt. Anastasius: die Söhne der Advokat.und Fiskale sol maneher als a. zum nämlichen Amt wählen,weil sie den Ruhm ihres Vaters behaupt. werden.l. 3. §. 5 C. de advoc.

     

    [IIb-15-1788-1789-2439]
    Im Sächs. maioren im 21 I., im Brande

     

    [Manuskriptseite 260]

    nburg.die Adelichen im 20. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-2440]
    In Rom entschuld. nach dem Papisch=poppäischen Gesez 3 Kindervon der Vormundschaft, in Ital. 4, inProvinz 5. - sie must. aber noch am Leb. sein, auss.wenn sie im Treffengestorben |

     

    [IIb-15-1788-1789-2441]
    So haben auch heutzutageEntschuldung alle die, dielandesherliche Einkünfte verwalten od. den. derLandsher ein Geschäft auftrug; alle Magistratspers.,öffentliche Lehrer, Aerzte, Rechtsgelehrte | - so auchwenn einer allein 3 Vormundschaften, od.zugleich mit seinen filiis familias 3 hat, -wenn man nicht lesenund schreiben kan - bei denRöm. 70, bei uns 60 Iahre - Taubstumme, Blinde -zweifelhaft ob der der ven. act. hat, Vormund werd. könne - iederbevorstehende Prozes mit dem Pupillen -Geistlichen - Ehe mit demPupil nicht inDeutschl. - tödliche Feindschaftmit dem Vat. des Pupill. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2442]
    Die nämliche Entschuldig. bei derKuratel.

     

    [IIb-15-1788-1789-2443]
    In Sachs. besteht die lebenslängliche Kuratelder Weiber darin, daß sie in schwier. Geschäft.mit Rath instruirt werd.;nicht Güterverwaltung, u. ökonomischeGeschäfte können ohne den Kurator verrichtet werden.

     

    [IIb-15-1788-1789-2444]
    Beim Reichskammergericht kan die Klage weg.schriftlicher Iniurien noch nach 30 Iahrenerhoben werden - beimthät. u. gross. Iniurien 20, in Kursachs. 31 I., 6 Woch. 3 Tage -in Kursachs. keine Retorsion.

     

    [IIb-15-1788-1789-2445]
    Römer: fiscum (bei unsdie fürstliche Kammer) semper censerilocupletem.

     

    [IIb-15-1788-1789-2446]
    August verbot Bürgschaft der Frau fürden Man, Senat unter Nero und Iustinian verbot alle ihreBürgschaften ausserbei ihrer ausdrüklichen Begebungdieser weiblichen Rechtswol

     

    [Manuskriptseite 261]

    that, weil die Weiber gefälliger p. seien. Möser Phantasien.

     

    [IIb-15-1788-1789-2447]
    Bei den Wisigothen konte eineFrau ohne den Beistand des Mannes nicht aderlassenpropter ludibrium. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2448]
    In England mus der König wenn niemand klagt,die Klage wegen eines verlornenUnterthans anstellen, damit kein Inquisizions=sondern nur ein Anklageprozes entstehe woder Beklagte wenn kein Beweisgegen ihn volführt wird, wie in einer Schuldensachefreigesprochen werden könne |

     

    [IIb-15-1788-1789-2449]
    Die evangelischen Bischöffe sizenauf der Queerbank. Pütter

     

    [IIb-15-1788-1789-2450]
    Mainz zuerst; aber im Stimmen geht Trier vor Köln, imSizen aber (ohne Votiren),Unterschreiben, Siegeln p.alterniren beide |

     

    [IIb-15-1788-1789-2451]
    Bei den Römern konteieder, sogar Weiber, die sonst nichtdurften, den Vormund anklagen. Höpfner

     

    [IIb-15-1788-1789-2452]
    Die Verfasser der Instituzion: dieIurisprudenz hat 3 Gegenstände, Personen, Sachen und Klagen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2453]
    Obgleich die Luft res nullius: sogehört doch die Luftsäule über einemGrundstük dessen Eigenthümer; undein anderer darf in sie hinein nichtseinen Erker p. ragen lassen. | ohneErlaub des Fürsten keine Windmühle

     

    [IIb-15-1788-1789-2454]
    Was bei den Römern resnullius war, Luft Iagd, Wasser iezt Regalien - Grotius Schrift mare liberum, Seldens mare clausum. Der Ozean gehört niemand, aber ein kleines Meer u. der ans Land gränzende Theil des Ozeans kan einem Volk gehören |

     

    [IIb-15-1788-1789-2455]
    Eine Iniurie, die man an einemöffentlichen Ort leidet, ist atrox, aneinem Privatort simplex - wo nichtanimus iniuriandi, keine Iniurie, z. B. Höchstbetrunkner |

     

    [IIb-15-1788-1789-2456]
    Die Frau kan nicht klagen,wenn der Man beschimpft wird, aberdieser, wenn iene |

     

    [IIb-15-1788-1789-2457]
    Die Iuristen unterscheidenpulsare wo's Schlagen nur beschimpft, verberareauch schmerzt |

     

    [Manuskriptseite 262]

    [IIb-15-1788-1789-2458]
    Ius rerum ist 1) jus in re od. dinglichesRecht, wenn mir ein Recht unmittelbar aufeine Sache zusteht 2. ius ad rem,persönlich, gegen eine Persondie mir nicht geben oderthun mus 3. ius possessionis, besiz ich eine Sache: sohab ich um des Besizes willen gewisse Befugnisse 4.ius occupandi, bei rebus nulliis|

     

    [IIb-15-1788-1789-2459]
    beatudines possesionis sind 1) der Besizer braucht seinen Titelnicht zu ediren und zubeweisen (die Rechtmässigkeit desBesizes nichtzu erweis.) 2) wird imBesiz geschüzt bis das Gegentheilerwiesen worden 3) er kan sich selbstmit Gewalt gegen den Störerdarin schüzen 4) Wiegen dieArgumente des Besizers und des Klägersgleich: so behält iener die Sache |

     

    [IIb-15-1788-1789-2460]
    Mit dem pacto displicentiaeverkaufen, ist, sich das Recht binneneiner gewiss. Zeit vomKauf abzugehenvorbehalten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2461]
    Sobald das wilde Thier dem Eigenthum entkömt:so ist es so bald er es nimmer im Gesicht hat res nullius, u.wenn er es hat: so istdessen Verfolgung entweder leicht oder schwer; imlezten Fal wieder r. null. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2462]
    Iustinian fodert zur Okkupaz.eines wilden Thiers nicht wiebei unsund dem Naturrecht Verwundung,sondern Erlegung oder Fangendesselben |

     

    [IIb-15-1788-1789-2463]
    Im Krieg wird bei uns einebewegliche feindliche Sache für okkupirtgehalten, wenn sie 24 Stunden inden okkup. Händen war |

     

    [IIb-15-1788-1789-2464]
    Wenn einer bei denRömern einen Schaz auf fremdem Bodenvon ungefähr fand: so gehört erhalb dem Finder halb dem Eigner desBodens - mit der Absicht, ihn zugraben: ganz dem Eigner |

     

    [IIb-15-1788-1789-2465]
    Was an die Seeküste geworfen wird: iezteine Regalie |

     

    [IIb-15-1788-1789-2466]
    Entsteht eine Insel im Flus: so gehört sie, dieses accessorium,nach Iustinian den Besizern der Güter am Ufer - ieztdem Landshern. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2467]
    Bei Alluvion gehört das angesezte dem Eigner des Landsworan - ists ein grosses Stük, so gehörtsdem alten

     

    [Manuskriptseite 263]

    Eigenthümernur wenn ers wieder zuseinem Land bringen kan. Iezt gehören anmanchen Orten Alluvionen dem Fiskus.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2468]
    Ein ausgetroknetes Wasserbette gehört dem Anlägern; ieztden Landshern. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2469]
    Eine bewegliche Sache acquirirt man durchVeriährung von 3 Iahren unbewegliche 10,20 I. - fehlt iustus titulus, 30Iahre - fehlt ununterbrochener Besiz, garnicht |

     

    [IIb-15-1788-1789-2470]
    Veriährung ist zur Strafe derNachlässigkeit, damit die Prozesse nichtewig werden; zur Sicherheit desEigenthums |

     

    [IIb-15-1788-1789-2471]
    Die V. unterbricht die Klage deswegen und sie mus danvon neu anfangen; ferner der unterbrochne Besiz,ein sie verbietendes Gesez: -Unbewegliche in 10, wennder wahre Eigner gegenwärtig ist, in 20wenn er abwesend - in 30 erst gestohlneSachen (wenn ich nichtselbst Dieb bin), die einesMinderiährigen, die deren Veräusserungein Gesez oder Testament verbot - in 40res fiscales et patrimoniales principis, unbewegliche derKirchen, die der Städte - 100 blos die der römischen Kircheoder des Pabstes - unvordenkliche od. praescriptioimmemorialis, wenn Alte sagen:"ich sei so lange darin als sie sich erinnern können."Gemeinigliche 54 I. zu Alt. gefodert,aber Puffendorf und Höpfner 50. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2472]
    Dem Hern des Prinzipale gehört dasaccessorium, dem Hern des Papier das darauf geschriebne,dem des Ohrengehängs der darin gefaste Stein.

     

    [IIb-15-1788-1789-2473]
    Spezifikazion ist wenn man durcheine neue Form eine neue Sache hervorbringt. Wenn ich nun z. B.aus gestohlnen Brettern einen Tisch mache: so war er nach den Sabinianern dem Hern der Materie, nichtdem Spezifikanten; nach den Prokulianern war sie ein modus adquirendi. Iustinian: mach' ich den Körper ausmeiner und fremder Materie zugleich: somein; mach ich ihn so aus einer fremden ganz,daß er die alte Form nimmer krieg. kan (z. B. aus Wolle Tuch): auch mein; wied. krieg.nicht mein.

     

    [Manuskriptseite 264]

    [IIb-15-1788-1789-2474]
    Ein modus adquirendi ist nach confusio(Vermischung flüssiger Materien) undcommixtio (trokner) |

     

    [IIb-15-1788-1789-2475]
    Der Boden istdas princip. und der Samedas accessor.: von mirgestohlene Körner sind, auf meinen Bodengesäet, mein. Wo der Baum die Wurzeln hat: dem gehörter; auf dem Bodenbeider Nachbarn: beide. Wirdeine Pflanze auf fremden Bodengesezt: so ist sie so lang noch mein als ie nochkeine Wurzel geschlagen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2476]
    Der Vetrag wirkt nur einpersönliches Recht; damits eindingliches werde, mus traditio dazukommen, die körp.Dinge voraussezt. Bei unkörperlichen istQuasitraditio. Bei Iagd z. B. die daßder andere die Gerechtigkeit einmalausübt. Symbolische Tradizion ist wenn ichdie Schlüssel des Hauses statdes Hauses übergebe; od. einen Spahndesselben ausschneide (Festucatio) - einenSchollen des Grundstüks stat des Grundstüks (Scotatio).Oft zeigt man einem die Sachevon weitem, heist wegenlang. Arm traditio longae manus; oft wird sie blos fingirt,traditio brevis manus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2477]
    Zu den unbeweglichenDingen rechnet das Gesez auch 1) wasmit einem unbeweglichen festverbunden ist, Bäume des Grundstüks,Tapeten des Hauses. 2) waszum beständ. Gebrauch eines unbew.bestimt ist, Fenster Thür p; Braugefässe ineinem Brauhaus, Hämmer Bälge p ineinem Eisenhammer |

     

    [IIb-15-1788-1789-2478]
    Wenn ein a. mitmeinem Geld etwas kauft: so gehört dasgekaufte nicht mir; ausser wennder Vormund oder Verwaltermit dem Geld des Pupillen,Minderiährigen und Kircheetwas kauft |

     

    [IIb-15-1788-1789-2479]
    Die Servituten besteh. darin, daßein Eigenthümer des dienstbaren Gutsetwas leiden undunterlassen mus, aber nichtthun. Doch giebts bei uns in Thun bestehendeServituten z. B. die Banrechte. S. bleibt z. B. aufdem Garten, wenn vondiesem gleich ein Stükverlorengeht.

     

    [IIb-15-1788-1789-2480]
    Wird durch Veriährung wie unbeweglicheDinge erworben.

     

    [Manuskriptseite 265]

    Da sienicht im Thun besteht: so brauch ich das Grundstüknicht im Stand zu erhalt. daß sie darauf geübtwerden kan |

     

    [IIb-15-1788-1789-2481]
    Untheilbar, man mus sie ganz,oder gar nicht geben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2482]
    Servitus oneres ferendi das Recht, mein Gebäudeauf ein fremdes Fundament (Säule, Wandeines a.) ruhen zu lassen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2483]
    Servitus projiciendi daßein Theil meines Gebäudes indie Luftsäule eines fremden Grundstükshinüberragt, protegendi ein Wetterdach üb.das a. G. machen zu dürfen.| Stillicidii recipiendi wenn der Nachbarmeine Dachtraufe auf sein G. tropfenlassen mus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2484]
    S. altius non tollendi dem a. Höherbauen seinesHauses zu wehren zu können.- S. altius tollendi sol nach der Glosse, nach Pagenstechers u. von Senkenbergs Meinungdas Recht sein, ein Stokwerk auf meinesNachbars Haus zu sezen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2485]
    S. luminum oder ne luminibusofficiatur daß mir der a. das Lichtmeiner Fenster nichtverbauen darf - prospectus oder ne prospectui officiatur daß er mir dieAussicht nicht verbauen darf.

     

    [IIb-15-1788-1789-2486]
    S. itineris üb. ein fremdes Grundstükgehen zu dürfen - viae fahren - actus (nach Höpfner) Vieh darüber zutreiben - aquae ductus Wasserin Kanälen durch ein anderes Grundstükzu führen - aquaehaustus aus a. QuelleBrunnen p zu schöpfen - calcis coquendaeKalch auf a. Boden trennen zudürfen - arenae fodiendi Sand aus des a.Grube zu nehmen - cretae eximendae weisse Erde ausseinem Boden zu graben.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2487]
    Erlischt durch consolidatio wennbeide Güter an 1 Hern kommen - wenn ichden Eigenthümer etwas thun lasse, dasmir die S. unmöglich macht - durch 10 iähr. Nichtgebrauch,wenn einer gegenwärtig, 20wenn er abwesend ist |

     

    [IIb-15-1788-1789-2488]
    Crimina excepta sind beleidigte Maiestät, Kezerei(l. 6 C. de haeret. maniss.) Zauberei (tottil. C. de malef. etmathematicis) Münzverfälsch. p (C. defalsis monetis) und Strassenmord;nicht nach den gewöhnlichenRechten sondern stärker als sonst bestraft. Mascard vol. 3. conclus. 1311.nach einigen, gar ohne alle Ordnung - wirdkein Defensor zugelassen (C.).

     

    [Manuskriptseite 266]

    [IIb-15-1788-1789-2489]
    Es steht in des Richters Willen,einen, der in der ersten Torturnichts bekante, die 2te anzuthun. Bartol. inl. 18 §. 1 ff de quaest. - und Balduinus in l. 2nu. 10 C. g. met. caus. L.

     

    [IIb-15-1788-1789-2490]
    Bartolinus l. c: derRichter kan die peinliche Fragenicht wiederholen wenn die Indizienschwach, aber wol wenn sie starkwaren und das gefält Farin quaest. 38 n. 79.

     

    [IIb-15-1788-1789-2491]
    Farin quaest. 38 num. 54: daman nur 1 Stunde foltern darf: so kanman sie theilen und auf denanderen Tag auch foltern |

     

    [IIb-15-1788-1789-2492]
    Die Verfasser des Malleum maleficarum (Iacob.Sprengerus und Henr. Institorcisus, die der Pabst als Inquisitoren nach Deutschland sandte) partem 3. quaest. 14: man kan noch am 2, 3 Tage wieder Tortur anthun, nicht um sie zu wiederholen (weil dazu neue Indicia sein müssen) sondern um sie zu kontinuiren, zu volenden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2493]
    loco cit. quaest. 15: wenn die Hexeauf der Folter nicht bekent: so machtesie der Teufel unempfindlich u. manmus sie also von neuem folt.und das Nichtgestehen, dasmaleficium taciturnitatis, ist ein Beweisder Hexerei. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2494]
    Bei heimlichen u. grösserenLastern, wo der Beweis schwer ist, gelten zurTortur verwerfliche Zeugen undschwache Indicia so viel als a. z. B.das blosse Gerücht Farin quaest. 17n. 11. - Menoch de praesumpt. l. 1 quaest. 89 n. 34.Binsfeld de confessionibus malef. Allediese: Muthmassungen geltendan soviel wie indicia. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2495]
    Delrius: gesehen zuwerden auf Zaubertänzen ist einZeichen der Zauberei, weilder Teufel keines UnschuldigenGestalt nachahmen dürfe: und Binsfeld.

     

    [IIb-15-1788-1789-2496]
    Von Reichsständen diedas privil. de non appell. haben kan mandoch appelliren, wenn querela denegatae velprotractae justitiae stat hat.

     

    [IIb-15-1788-1789-2497]
    Als Leibeigne und Königsleute, die Tod= undErbfälle geben

     

    [Manuskriptseite 267]

    müssen,werden auch an manchen Orten Hagestolze,Bastarte und Fremdlinge betrachtet; zurEinbringung der Gefälle davon gewisse Beamte,Hünerfäuthn. p. Sekkendorfs Fürstenst.

     

    [IIb-15-1788-1789-2498]
    An manchen Orten mus der Besizereines Gutes nach dem Tod desvorigen das theuerste Haupt= (oder Hauptgewand,Erbgefal, Besthaupt) d. i. das beste Pferd oder Kuhod. Geld dafür (in Frank. an manchen Orten 5Gulden) der Herschaft geben - auch oft, gerade als wärs verkauftworden, einen Erbhandlohn geben. Ein a. Erbhandlohnist, das die übrigen Erben nur 1 nichtgeben wenn der Herr (der hätte fodernkönnen daß ein Erbe die a.hätte auskaufen müssen) ihnen dieTheilung des Lehns erlaubt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2499]
    Wer nach dem römischen Gesez den Niesbraucheines Viehs hat: bekömt den Dünger undMilch, nicht die Wolle undIungen. Höpfner.

     

    [IIb-15-1788-1789-2500]
    Schenkung unter Ehegattenverboten, weil sie so einander ihrVermögen abschwazten, üble Begegnung undEhescheidung bei derNichtscheidung erführen - doch istSchenkung der Kleinigkeitenerlaubt |

     

    [IIb-15-1788-1789-2501]
    Man kan einem sein s ganzes ieziges und künftiges Vermögen schenken; der donatorius universalis mus dan dem donator vorher. Schuld bezahlen Strube rechtliche Bedenken p. I.n. 178. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2502]
    Wenn ich einem 600 Solidos(ein solid ist eigentlich 6,4 40.Kreuzer, aber am Reichskammergericht 4Gulden) aussergerichtlich schenke: sobekömt er nur die 100 ungültigen nicht,weil es gerichtlich sein sol was über 500. | DieDonatio inter vivos kan nichtwiderrufen, die mort. caus.nicht wol |

     

    [IIb-15-1788-1789-2503]
    Doch kan man eine donatiointer vivos widerrufenbei iniuriirender, nach dem Lebenstellender Undankbarkeit des a. -beides auch wenn nach derSchenkung mehr Kinder kommenArno ex. 40 th. 16 - Puffend. T. 3. obs. 157. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2504]
    Einem Pupill undMinderiährigen darf man nichtsbezahlen, selbst mit Wiss. des Vormundsnicht, ausser einenobrigkeitlichen Zahlungsbefehl - aberZinsen dem Vormund, wenn sie

     

    [Manuskriptseite 268]

    S. 268-271 mittige Kolumne: "J" für "Jurisprudenz". nicht von mehr als 2Iahren rükständigsind und über 100 solid nichtsind |

     

    [IIb-15-1788-1789-2505]
    Pactum de alienando pignore daß derGläubige das Pfand verkauft undden Rest nach Abzug derFoderung wiedergiebt -pact. commissorium ist daß das Pfandwenn nicht zur rechtenZeit gezahlt wird, verfalle ab. verboten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2506]
    Da man die Testamente in derVolksversamlung machte, das schweigend konsentirteund sie also für Geseze galten: so mustedie Erbeinsezung befehls= nicht bitweisegeschehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2507]
    Niemand kan pro parte testatus, pro parteintestatus sterben - wenn icheinen zum Erben der Hälfte einsezeund gebe nicht den deranderen H. an: bekömt ers ganz. Oder:wenn ich einen erst in 10 I. zumErben haben wil und gebefür die Zwischenzeit einen: auch er|

     

    [IIb-15-1788-1789-2508]
    Wer behauptet, der Testirer habe dieerforderlichen Solennitäten nichtbeobachtet: mus es beweisen. Denn fürieden Dokumentenstreit praesumptiosollenitatis |

     

    [IIb-15-1788-1789-2509]
    Die Iungen beim Testament müssen rogati sein, d. i.zu dem Ende berufen - hilft nichts,wenn man vor 100 Menschen erklärte, daßeiner erben solte, wennder Testirer sie nichtzum Zeugen ersucht |

     

    [IIb-15-1788-1789-2510]
    L. g. l. die Zeugenmüssen in conspectu testatoris sein - einBlinder taugt nach Baurich und Höpfner zum Testamentszeugen, nachKoch nicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2511]
    Wenn die Zeugen denTestirer nicht sehen (wegen Finsternis Betvorhang):ists Test. ungültig. Der Testator und Erbewerden für Eine Personangesehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2512]
    Wenn ein Hessen=DarmstädtischerUnterthan nach Frankfurt reiset, u. nach dasig. Gebrauch sein Testament vor 3Rathsverwandten macht: so ists doch im Darm

     

    [Manuskriptseite 269]

    städtischen gültig, wo dasrömische Recht gültig ist. Denn die Regel:ein iuristischen Geschäft ist gültigwenn es nach dem Gesez des Ortesvorgieng wo es war |

     

    [IIb-15-1788-1789-2513]
    Privilegirte Testamente sind 1) die ohne alleSolennitäten gemacht werden können, das militarischeund das worin eine pia causaeingesezt wird z. B.Ausstattung armer Mädgen:Kloster Schule 2) mit wenigern,zur Pestzeit, auf dem platten Land,und das worin die in einemvorhergestelt.ausgeschloss. Intestaterben 3) miteignen, das die Elternunter Kindern. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2514]
    Der Soldat mus aber im Felde,nicht im Winterquartier oder in derGarnison sein | Er kan alle, sonst unerbfähige zu Erben einsezen,Kezer, unprivilegirte Geselschaft p.;seine Eltern, Kinder ganz enterben; kan pro partetestatur, p. parte int. sterben; kan mehrere T.machen, die auf einmal gelten und wennsie streiten, werden dieUniversalerben als Miterbenangesehen; | braucht zum schriftlichenTest. keine, zum mündlichen 2Zeugen und unzuläss. wieWeiber |

     

    [IIb-15-1788-1789-2515]
    Ein militarisches T. kan machender Feldprediger Feldbäkker p.,Marketender Spion p, aber nur vor dernahen Gefahr und er mus darin umkommen.- Es gilt bei einem ehrvollen Abschiedder Sold. noch Ein Iahr |

     

    [IIb-15-1788-1789-2516]
    Wenn Elterndie Kinder einsezen: so brauchtsmündlich 2 Zeugen,schriftlich keine; mus nichtmit Ziffern, sondernBuchstaben geschrieben sein.

     

    [IIb-15-1788-1789-2517]
    Bei Pestzeiten wegen Mangelder Zeugen und Furcht nur 2Zeugen; die Praxis auch auf anderengrassierenden Krankh.; wenige: es gelte nur 1 Iahr; meisten: immer |

     

    [IIb-15-1788-1789-2518]
    Auf dem platten Land nur 5Zeugen, einer kan für alleanderen unterschreibenoder gar keiner - Walch, Höpfner: nicht blos Bauern, auch Adeliche,Reisende die auf dem Lande |

     

    [Manuskriptseite 270]

    [IIb-15-1788-1789-2519]
    Einer der den bürgerlichen Zustand hat (z. B. Bürgerrecht) der zumTestamentiren gehört, aber zweifelt ob er ihn habe,kan nicht testiren | §. 464.

     

    [IIb-15-1788-1789-2520]
    Keines kan machen ein Sklave - Bürger inder Gefangenschaft, wird erwieder frei, ungültig, stirbt er darin nachdem erdas T. vor der G. gemacht, gilts wegender Fikzion des Kornelischen Gesezes daßder Bürger sterbe da ergefangen werde - Fremd. - Verschwender. | Taubstumme- Blinde nicht schriftlich, und mus denStand Alter p des Erben genau beschreiben wegen desleichteren Irrens - | Manichäer (L. 4. §. 5. C. dehaeret.) - Pasquillant |

     

    [IIb-15-1788-1789-2521]
    Die mora des Schuldners wirkt daß erdie Gefahr der Sache tragen, Zins.zahlen mus, mehrt den Werthder Sache |

     

    [IIb-15-1788-1789-2522]
    Ist eine Handschrift 2 Iahre alt, ohnedaß man exceptionem non numeratae pecunia gemacht: soentsteht Verbindlichkeit daraus |

     

    [IIb-15-1788-1789-2523]
    Die Römer nahmen alzeit dembesiegten Volk ein Stük Lands zum agro publicopopuli romani, das angebaute geben sie in Pacht;das wüste zur emphyteusi, wovon dieiährliche kleine Abgabe (canon). Unddie Städte Kirchen machten es auch so.Dominus emphyteuseos, u. der das Grundstük von ihmbekommende heist Emphyteuta, ders verschenkenverpfänden verkaufen kan abermit Wissen des Hern. Der Erboder Eigenzins (canon) ist nicht Ersazder Früchte (denn ist oft eineKleinigkeit, einige Pfennige; Flachs, Hüfner) sondern recognitio dominiidirecti. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2524]
    Wer ein emphyteutisches Gut ohne das übrigeVermögen bekömt (verkäuflich p) der mus, um vom Hernangenomm. zu werden, 2 Prozent zahlen, d.laudemium oder Handlohn |

     

    [Manuskriptseite 271]

    [IIb-15-1788-1789-2525]
    Wenn ein socius einer Geselschaftstirbt: dan brauchen die a. sie nimmer fortzusezen;der Erbe der Verstorb. braucht nicht dareinzu treten

     

    [IIb-15-1788-1789-2526]
    Si Sermo est de re ex contractu dunda casum sentit is cui resdebetur oder debitor specieis liberatur casuali in teritu reiweil ad impossibilia nemo obligatur. z. B. Gäb es nur Ein Stük von einemMeister und es gienge zu Grund: so bin ichnimmer zum Geben verbindlich. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2527]
    Speciala fora (entgegenges. denprivilegiatum) sind forum contractus, delicti, deprehensionis(Gefangennahme), rei sitae (wenn man daliegende Güter hat, wo man deren wegen belangt wird),continentiae causarum (sind 2 Sachen konnex unddie Obrigkeit ist in der einen kompetentso ist sie's auch in deranderen), gestae administrationis (dieObrigkeit, die einenVerwalter fremder Güter z. B. Vormund bestelte, ist kompetent wird er deren wegenbelangt), prorogataeiurisdictionis (wenn ich dieIurisdikzion eines Richters freiwilliganerkenne, oder in der Rekonvenzion mus) |

     

    [IIb-15-1788-1789-2528]
    Actio de albo corrupto, da dieMagistratsperson ihre edicta auf einerweissen Tafel bekant macht: so muste der Beflekker, Zerschlagerderselben 500 aureos dem Anklägerzur Strafe zahlen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2529]
    Actio in factum contra eum qui in jus vocatum vi exemit; da man selbst denBeklagten vor Gericht schlepte: so konte ich den, der ihmvon mir half, auf die Interessen desSchuldners belangen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2530]
    Actio de legatio, venerabilibus locis relictio:wenn der Erbe das Legat der Kirche, demWaisenhaus p. nicht auszahlt, sondern den Legatar zuklagen nöthigt: mus ers doppelt zahlen. |

     

    [Manuskriptseite 272]

    [IIb-15-1788-1789-2531]
    Alle Findelkinder war. Sklaven dess. dersie erzog. | 253/15 so auch Weib. diemit fremd. Sk. hurten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2532]
    Die Sklav. hatt. beim Verkauf einTäfelgen am Hals, das Nachricht von ihnen gab. Gell. l. 4. c. 2. Sklav.für die der Verkäuf. keine Bürgschaft leistete,trugen Hüte. Gell. l. 7. c. 4 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2533]
    Die Sklavenhänd. rauft. alt. Sk. den Bart ausund zwang. sie sich iung und lustig zustellen. Claud. Entrop. I, 35. Propertius IV, 5, 51.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2534]
    Den Entlaufenden S. brente man den Buchstaben auf die Stirne, dah. litterati, inscripti. Stat dies. Stigma bezeichnete man nach Konstantin mit einem beschrieb. kupfern. Halsband. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2535]
    Durch öfter. Abschneiden werd. rothe Haare braun. Modejournal.

     

    [IIb-15-1788-1789-2536]
    In Paris sind 12000 mänliche Schneider. Mercier |

     

    [IIb-15-1788-1789-2537]
    H. und Fr. Dacier machten ein griech. Essen nach dem Athenäus undvergift. sich fast damit - So iezt Mad. le Brun dem Abt Barthelemy für seine griech. Alterthümer eines. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2538]
    Auf der Synode zu Dorkrecht warFriesland dafür, Du zu Got zu sagen - Holland, Ihr:Ihr sag. die Holländ. zu Feind. Kind. Hund. Kazen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2539]
    Die fFremd. besass. in Rom keine väterlicheGewalt, kont. kein Testament mach., ihre Güt. fielen anfangs an den der jureapplicationis sein Patron war Cic. de orat. I, 39, zulezt an denkaiserlichen Fiskus - konten nichtdie Toga anziehen Suet. Claud. 25. Beschreibung des häuslichen p. Zustandes.

     

    [Manuskriptseite 273]

    [IIb-15-1788-1789-2540]
    Der Fremde nahm, wurd' er Bürger, den Namen dess. an der ihm dazu verhalf und legte seinenab. Cic. ad Iam. 13, 36. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2541]
    Auss. den 3 feierlichen Manumissionen pervindictam (Ohrfeige vom Hern u. Ruthenschlag vomLiktor) p. censum (wenn der Knechtvom Hern die Erlaub. bekam, seinen Nam.und Vermög. bei denZensoren in das Schazungsregist. eintrag.zu lass.) - per testamentum, waren noch interamicos (wenn man vor 5 Freundenfrei erklärte) p. mensam (ess. lass.) p. epistolam (durcheinen freisprech. Brief an den Knecht). Ab.diese kont. wied. zu Knechten gemachtwerden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2542]
    Verheirathung 1) durch ein Opfer(confarreatio) von Dünkelkorn mit Salz 2)od. durch Scheinkauf (coemtio) indem der Manzum Schein einen Kaufschilling gab 3) usu,dad. daß er 1 Iahr mit ihr, ohne 3 Nächte von ihrentfernt zu sein, in der Ehe lebte: wolte sie nicht,durfte sie nur 3 Nächte nicht bei ihm sein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2543]
    Wer die höchst. Staatsbedienung. verwalt.hatte: bekam das Recht, sein Brustbild in Wachs Erzim Vorsaal seines Hauses aufzustellen und vorseiner u. der Seinigen Leiche hertragenzu lassen. Ie mehr man Bild. desto höherder Adel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2544]
    Zäsar sezt' es durch einenSenatsschlus dahin daß iährlich 100,000Menschen frei Korn bekamen - August, 200,000 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2545]
    Servius hieng den Rokken seiner Wolthäterin,der Königin Tanaquil im Temp. des Semo Sancus auf |

     

    [IIb-15-1788-1789-2546]
    Karl Alexand. von Würtemberg befahl ineinem Patent von 1733 daß alle Geist=Weltlichen= und Militar=Bedient.das Geld, Schmuk, Gemälde, Naturalien p. zu Papierbringen, womit sie seit 20 Iahr. ihre Ämter erkauften. Mosers patr. Archiv. I Band )

     

    [IIb-15-1788-1789-2547]
    Herzog Ernst zu Gotha lies diegötlichen Eigenschaft. auf Thaler bringen, die Hauptlehr. des Christenth. auf grobe Münzsorten. I)

     

    [Manuskriptseite 274]

    [IIb-15-1788-1789-2548]
    Nach lex Papia Poppaea war ein Freigelassener der 2Kinder hatte, von allen seinem Hern fürdie Freiheit versprochenen Dienst. frei. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2549]
    Eine freigeborne Mutt. von 3 Kind., undein freigelass. von 4 war ihres Vormunds entledigtnach dies. Gesez |

     

    [IIb-15-1788-1789-2550]
    So wurde freigelass. der Schwur, ledig zu bleiben nach ihr.Freilassung, erlassen. - Kinderlose Eheleute bekam. nurdie halbe vermachte Erbschaft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2551]
    Nach 2 Iahr. solte iede Witwe, 18 Monat. iede Abgeschiedne wied.heirathen nach dess. Lex. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2552]
    Durch die Würfel wurde ein Gastzum Thaliarchus, magister vini gewählt, der vorschrieb,wie viel auf wess. Gesundheit man trink.müsse p. und daß manLiebesgeschichten erzählte |

     

    [IIb-15-1788-1789-2553]
    Zu Kolumella Zeit. bezahlte man einPaar Taub. mit 277 Reichstaler 16Groschen - Lukul gab dem Zizero und Pompeijus die am Morg. zu ihm kam.,ein Gastmahl von 10,000 Reichstaler u.speiste allein so prächtig als mit Gästen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2554]
    Da sie glaubt., ein unbegrab. Todt. müsse 100 Iahre amstygisch. Sumpfe schwärmen eh er überegsezt werde: so nahm. sievom Schlachtfeld einen Finger des Todtenmit und hielten mit demein Leichenbegängnis. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2555]
    Sklav. durft. beim schlimst. Wett. nichtden Kopf bedekken | noch Schuhanziehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2556]
    Lukullus kont. auf einmal 5000 Kleid.herleihen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2557]
    Die Form ihrer Geräthe gab die Natur,nicht die Phantasie an; ihre Trinkgeschirre als Muscheln pgearbeitet, Füsse der Tische als Thierfüsse undBaumstämme, Helme als Löwen= p. köpfe, Armbänd. als Schlangen. Winkelman |

     

    [Manuskriptseite 275]

    [IIb-15-1788-1789-2558]
    Orata lies auf seinen hoh. Gebäud. nochFischteiche anlegen - Eigne Aufseher hielt. Listen üb. die Fische,riefen sie mit Namen und liess. sietrupweise vorbeimaschiren. Plin. l.10 c. 70. Man lies Schiffe ausländ. Fische ins Meerbei Italien {werfen}, um sie nahe zu haben. Plin. l. 9. c. 17 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2559]
    Lilien und Schafe färbte man bunt. Plin. l. 8 c. 48. l. 21 c. 5|

     

    [IIb-15-1788-1789-2560]
    Chöre Sklav., die einand. an Iugend, Gestalt Haaren p gleich waren,paradirten bei der Tafelund wechselt. bei ied. Tracht mit a. ab.Mart. 5, 81.

     

    [IIb-15-1788-1789-2561]
    Des Kaisers Vitellius Bruder traktirte ihn einmalmit 500 Fischen und 7000 Vögeln.Suet. Vitell. c. 13. - Schüsseln von 500Pfund Silber schwer, sezte man auf

     

    [IIb-15-1788-1789-2562]
    Ein Sohn des Antonius belohnte ein Bonmot des Arzts Philotas mit all. kostbar. Bechernund Schüsseln, diegerade auf der Tafel gebraucht waren. Plut. Anton. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2563]
    Nach Abunoth und Meierotto kamen iährlich gegen 50 Million.Thaler nach Rom, das zulezt üb. 1000 Million. Th.Geld im Umlauf hatte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2564]
    Milo war üb. 3 Million. Thal. schuldig, so Klodius - Balbus vermachte ied. röm. Bürger 12Reichstaler - Privatleute hatt. oft üb. 12 Mill.Reichstaler |

     

    [IIb-15-1788-1789-2565]
    Sie gab. ihr. Statuen die Politur mit Oelund und dem Schabeisen, od.mit der Haut vonHayfischen. Heyne. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2566]
    In den erst. Zeit. der Römer auch bleierneStatuen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2567]
    Dreierlei Statuen, 1) kolossal. 2) stat. augustalesvon 6, 8 Ellen f. Gött. und Held. 3) Simulacraiconica in Menschengrösse. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2568]
    Die Köpfe der tyrann. röm. Kaiser sind inAntikensamlungen die seltensten weil sieumgearb. nach ihr. Tod wurden |

     

    [IIb-15-1788-1789-2569]
    Die grosherzogliche Gemmensamlungvon 1300 Stük in Florenz; die Stoschische hat 20000 Abdrükke in Schwefel. |

     

    [Manuskriptseite 276]

    [IIb-15-1788-1789-2570]
    Durch musivisch. Arbeit gab. sie dem Fusbod. das Ansehen, als wär' ernicht ausgekehrt, läg. Knoch. da p. solche Gemäldeheiss. asaraton |

     

    [IIb-15-1788-1789-2571]
    Bei Opfern, damit keinunglükliches Wort gered. würde, u. beider Akzion des Schauspiel. wurde auf Flöten geblasen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2572]
    Der Komet von 1680 braucht 575 Iahrezu seinem Umlauf, der von 1770 nur 51/2. Platner.

     

    [IIb-15-1788-1789-2573]
    Poley in den Anmerkungen zu Lokke üb. den menschlichen Verstand: ein Geistlicher vergas 30 Iahre lang Virgils Hirtenlied. u. im hoh. Alter fiel. sie ihm wied. ein.

     

    [IIb-15-1788-1789-2574]
    Die Kamtschadalen: der Bär habe sie Medizinund Chirurgie und Tanzkunst gelehret. Voyage to the pacific Ocean. 3 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2575]
    Soldat und freier Man war bei denDeutsch. ein Name voneinerlei Bedeutung. Du Cange Gloss. miles. Robertson 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2576]
    Die Nordisch. Nazion. hatt. 3erlei Verbindung1) Marken=Verbindung eines Volks durchdie von der Natur durch Berge p.bestimte Gränz. - gottesdienstliche, weg. einerlei Gött.und Priest., welche ihre höchst. Oberhäupt. undRichter waren - die zur Erhaltung desFriedens daß ein Nachbar geg.den a. sich schüzte und gewisse Wehrgelder statder Leibesstrafe beim Friedensbruche geseztwaren - der höchste Grad dieser leztenVereinigung war die Vertheidigungdes Volks geg. einen auswärt. Feind, welchesHeermannie hies. Not. Remer |

     

    [IIb-15-1788-1789-2577]
    Die Kaliphen handelten inPalästina vor den Kreuzzügen mitden Pilgern mit Reliquien, die sie ds.gaben. |

     

    [Manuskriptseite 277]

    [IIb-15-1788-1789-2578]
    In mitl. Zeiten wurden nur Traktate zwischen Fürsten, Freiheitsbriefe,Privilegien f. die Unterthan. und überhauptdie wichtigst. Verhandlungenschriftlich abgefast; die Verträge im gemein. Lebenp. blos mündlich. Dad. wurde Betrügerei und Meineidvor Gericht befödert. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2579]
    Um die Mitte des 13 Iahrh. erricht. die Städtedes Königreichs Arragonien und die vonKastilien die heilige Bruderschaft, die ieden der mordete od. raubte, sogleichverhörte und verdamte, durch geworb.Truppen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2580]
    Unt. dem Kais. Lotharius wurd. alle Güter eines, der soviel Land eigenthümlich besas daß erpersönlich zu Felde mit gehen musteund ders nicht that, konfiszirt und erLands verwiesen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2581]
    Die Vortheile von den geles.Messen riss. die Barone an sich, indem sie sie als Lehen vonder Kirche besass. und stükweise als eina. Eigenthum unt. ihre Untervasallen austheilten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2582]
    Der Adel drang auch seinen Souverainserbliche Belehnungen vonÄmt. ab, dah. viele grosse Ämter der Krone erblich wurd. u.man zulezt bei gross. Ehrenstellenund Ämt. einen Revers ausstell. muste, daßman kein Erbrecht vorschüz. wolle. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2583]
    Einem Wein trinkenden Braminen wird einWeinglas aufgebrandmarkt. Sprengel. und er exilirt

     

    [IIb-15-1788-1789-2584]
    Auf den Mord einer Ameise sezten indischeGesezgeber 80 Krouwins (2400 gelt. 1 Gulden), einesFisches 800. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2585]
    Wer einen alt., hungrig., matt. Ochsen zur Arbeit zwingt:gestraft um 20000 K.; eine alt. hungr. Kuh das Ess.verweigert, 4000. | Autor nichtwie Ochs.

     

    [Manuskriptseite 278]

    [IIb-15-1788-1789-2586]
    Allodium ist aus ein u. lot od. Loos gemacht,weil die nord. Völk. ihre erobert. Länder durchs Loosaustheilt. - Feodum aus od ein Besiz od. Gut u.feo Lohn weil damit Dienste belohnt wurden. Wachter. Glossar. Robertson 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2587]
    In mitl. Zeit. war. 1) hoher Adel (Edelingi) zu dem gehörtendie Freien Hern, hochfreien (egregiae libertatis viri) u.die ihnen entgeg. stehenden Laudes, Vasi, Vasalli, Valvasoresmajores, Manne 2) derder Ritterwürde fähige Stand (milites);dazu gehört. die Mittelfreien, Frilingi und dieentgegenstehenden Valvasores minores, fern.die Ministeriales, Dienstmanne wie auch zuleztdie in Städten wohnende, zumSchild und Helm geborneBürger. 3) Die gemeinen Bauern, wozu niedern Freien,nebst der litis villanis oder casatis od. Hegeroder Meierdingsleuten, danLeibeigne im eng. Verstand servi, Gasindi, non casati. Note. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2588]
    Montfaukon: der gröss. Theil derHandschriften auf Pergament, die er gesehen enthielt.vorherige ab. ausradirte Traktate und dad. gieng manch. Werkder Alten verloren. Mem. de l'Academ. des Inscriptions T. IX. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2589]
    Als Ludwig XI die medizin. Werke des Rhasis borgte von der mediz.Fakult. in Par. sezte er viel Silbergeräthe zum Pfand u.einen Edelman als Bürgendaß er unt. schwerer Strafe dieHandschrift wiedergeben wolle. |

     

    [Manuskriptseite 279]

    [IIb-15-1788-1789-2590]
    Es gehört zu den Privilegien einig. Städtez. B. Braunschweig daßein Leibeigner der 1 Iahr da ohne Ansprache gewohnt, dad. freiist. Note. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2591]
    Die Zeremon. der Loslassung wurd. inder Kirche verrichtet, der Knecht wurde miteiner Fakkel in der Hand um den Altargeführt, hielt dess. Hörner, u. dan Losgesprochen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2592]
    Der Nervenwurm ist blos unt. der Haut, Mast=od. Maden= im Mastdarm Haar= im Blinddarm, Spul= im ganz. Darmkanal, Kürbiskernwurm im dünn. Gedärm. Blumenbach.

     

    [IIb-15-1788-1789-2593]
    Die Ernährung ist einefortgesezte Generazion - die Reprodukzion ist einewiederholte parzielle G. und alle 3 komm. vomnisus formativus oder Bildungstrieb. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2594]
    Der Regenwurm und manche Schnekken sindHermaphrod. ab doch kan sich keiner selbst befruchtensondern alzeit ihrer zwei. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2595]
    Damit auf Fels. und Mauerngrosse Pflanz. fortkomm.: so fliegen erst trokneSchorfmoose (lichenes) und a. plantae aereae an,die wenig Nahrung brauch. unddurch ihren Moder ienen welche geben.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2596]
    Ein Bramin mus den Diebstahl 64 mal ersezen, diezur Kaste derSoldat. 32,Kaufleute 16, Bauern 8 mal. Sprengel.

     

    [IIb-15-1788-1789-2597]
    Ein Bramin zahlt mindere Zinsen; bekömt von all.Gesundnem, dess. Eigenthümer unbekant, et.und, ist er selbst der Finder, alles.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2598]
    Ein Komet und ied. Planethat in der gröst. Ferne eben soviel Licht, Wärme undGenus der Sonne als in seinem Perihelio od. wenn erdurch sie selbst hindurch führe. Saks Geologie. S. 27

     

    [Manuskriptseite 280]

    [IIb-15-1788-1789-2599]
    Silberschlag: eine geschoss. Büchsenkugelsenkt sich in einer Distanz von 300 Fus nur umden 4ten Theileiner Linie oder den 546ten Theil eines Fusses.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2600]
    Die Erde ist in ihr. heliozentr. Laufe hurtig, der Iupit.langsam - der Mond ist in seinem geozentrischenlangsam, der ioviälische schnel, denn er braucht nur42 Stunden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2601]
    Silberschlag: in verschied. Sonnenflekk. isteine Bewegung um ihre Axe u. in der Sonne |

     

    [IIb-15-1788-1789-2602]
    Der h. Ludwig verbot 1245, eher als nach 40 Tagen nachder Beleidigung den a. zu befehden: dad.Abkühlung erlangt. Robertson 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2603]
    Da hohe Geistliche nicht selbsteinen Privatkrieg führ. durften: sowählten die Bisthümer und Klöster ihreadvocati od. Vizthume (es war. hohe und berühmtePersonen) die Händel derselben ausfochten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2604]
    Streitfragen üb. das Eigenthum der Klöster undKirchen - z. B. im I. 961, ob die Kirchevon St. Medardus zur Abtei Beaulieu gehörte - wurd.durch Duelle entschieden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2605]
    Dem Richter gehört. - auch beim Vergleich - alzeit der 5te Theil des Werths, worüb. gestritt. wurde.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2606]
    Ied. konte sich die Geseze wählen, die damals nochunaufgeschrieb. als Herkomm. existirten: blos dieGeistlichen stand. unt. dem aufgeschrieb. kanon.Recht, dah. viele das Kreuz nahmen, weil sie dan nurunter dem geistlichen Gericht standen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2607]
    Wenn der Richt. daher zweifelhaft war: must'er alte Männer zusammenrufen und von ihnen das

     

    [Manuskriptseite 281]

    Herkommen sich sagen lass., hies enqueste par Tourbe.Du Cange voce turba. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2608]
    Der Goldarbeit. Bernard in Paris erfand Hörröhre f. die Taub.,die im Ohr, ohne äussere Sichtbark. vonselbst halten. Lauenb. Kalend. 1783.

     

    [IIb-15-1788-1789-2609]
    Meiners: weibische und verzärt. Nation.und Kinder sind wenig reizbar für fremde Leid.und Freud., ab. sehr f. fremdeBewegungen undHandlungen, die sie geschikt nachahmen. Gött. hist. Magaz. II B. 1 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-2610]
    1262 war. 10,000 Student. in Bologna, wo doch blos Iurisprud. gelehrtwurde. Robertson.

     

    [IIb-15-1788-1789-2611]
    Der Untervasal muste nach den Establissements de St. Louis bei Verlust des Lehns dem Lehnshernim Krieg, selbst geg. den König folgen, dem er auchnicht den Huldigungseid that sond. ienem. Notevon Remer |

     

    [IIb-15-1788-1789-2612]
    Nach der franz. Rechtsgelehrs. hat kein Ediktp des Königs Kraft, bis es im Parlement verles. und registrirtund dafür angenommen ist. Da ab. nach einem a.Grundsaz derselben in Gegenwart des Königskein Parlement od. a. Magistrat die geringste Autorität hat(ces ad veniente principe cessat magistratus): so erschien alzeit ein König auf dem Thron im Parlem. und befahl das Edikt in seiner Gegenwart abzules., anzunehm. und zu registriren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2613]
    Die iährlicheVersamlungen der Frankenhiess. les champs de Mars et les champs de May unt.freiem Himmel wie bei all. wild. Völk., üb.das alg. Wohl - macht. das sal. Gesez -man gab iährlich dem Könignichts als da freiwillig ein Geschenk anGeld, Pferd, Waffen. - dah. wurden inall. europ. König

     

    [Manuskriptseite 282]

    reich. die Steuern Geschenke,benevolences, dons gratuits genant |

     

    [IIb-15-1788-1789-2614]
    Süsmilch: Todtgeborne verhalt. sich zuGebornen wie 4 zu 100.; in Dresden 5 1/2 Prozent, in Leipzig 6und darüber. Klockenbring: im Braunsch. Lüneb. 3 1/2. Dess. Aufsäze 1. B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2615]
    Klokkenbring: vor der Geburt sterben 140 Knab.gegen 100 Mädgen. Bis zur Zeit dervöll. Manbarkeit sterben 27 Knab. geg. 25 Mädgen,worauf wied. ds. mehr sterb. 6 u. mehr. Knab. auf ied. 100 Mädg. werd. geboren: ab. derÜberschus ist bis zum 14 Iahr meist weg. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2616]
    Ulpian: vom 0 bis ins 20 Iahr hatman noch zu leben, 30 Iahre, Süsmilch 42, Smart in London 31 - 20=25, 28 (U.), 36(S.) 26 (Sm.) - 25=30, 25, 32, 23 - 30=35, 22, 28, 21- 35=40, 20, 25, 19 - 40=45, 14, 22 (kein Smart mehr) - 45=55, 9, 17 - 55=60, 7, 13. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2617]
    Pabst Felix V nach abgelegt. päbst. Würde lebte imKloster Ripaille am Genfer See so wollüstig daß dieRedensart entstand faire Ripaille oder andare aRipaglis.

     

    [IIb-15-1788-1789-2618]
    Im santa Casa zu Loretto sind silberneLampen von oft 125 Pfund schwer eine -das Fenster wod. der Maria Engel Gabriel zur Verkündigung hereinkam - die Kleidung des hölz. Kindes feuerroth, der Maria himmelblau; ien. auf dem Arm mit gold. Ketten und Ringen und Iuwelen bedekt, deren Anzug man abwechselt -

     

    [Manuskriptseite 283]

    gold. Lampen von oft 37 1/2 Pfund schwer, mit gold. Kind. und Engeln umsezt - ihr Schaz in der Sakristei ist 9 Million. Reichstaler - iährlich 50000 Pilgrime dahin - alle Sonabend wird eine Rede üb. ein von der Maria gethan. Wunder gehalten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2619]
    Dem h. Nikolai in Tolentino im Kirchenstaat blutet derArm, wenn ein Unglük über Italien komm.sol. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2620]
    Die Einwohner von Spoleto könn. so gutTrüffeln such. wie Hunde und Schweine. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2621]
    Der Abt Capmartin de Chaupy bewies in 3 stark. Oktavbänd. daß im Thal von Licenza Horazens Landgut gelegen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2622]
    In Rom wird das Brod stets in einerlei Preiserhalten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2623]
    Bologna unt. dem Pabst prägt zum Andenk.seiner vorig. Freiheit auf dieScheidemünzen das Wortlibertas. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2624]
    Die 5 päpstlichen Gouverneurs in seinemGebiet heiss. Legaten, das Amteines L. dauert 3 Iahre |

     

    [IIb-15-1788-1789-2625]
    In der Kollegiatkriche des h. Petronius ist die Mittagslinie, die Cassini auf 180 Fus lang zog: das durch einLoch oben einfallende Sonnenlicht zeigt stets den eigentlichenMittagspunkt |

     

    [IIb-15-1788-1789-2626]
    Der Doge darf für seine Verwandt.nicht einmal ein Benefizium vom Pabstbegehren noch annehmen, auss. die Kardinalswürde -ohne Erlaubnis des gross. Raths darf er sich nichtmit einer Verwandtin eines gross. Hernverheirathen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2627]
    Er kan nicht abdanken, ab. abgesezt werden |

     

    [IIb-15-1788-1789-2628]
    Nach seinem Tode wird untersucht: ob er seineGewalt nicht gemisbraucht, standesmäss. gelebt. In ds. Falwerden seine Erben um Geld gestraft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2629]
    Man sagt: der Doge ist derKleidung nach ein König, der Gewalt einRathsher, in der Stadt ein Gefangner, ausser ihreine Privatperson

     

    [Manuskriptseite 284]

    [IIb-15-1788-1789-2630]
    Die Nobili ziehen aus einem Gefäsworin 30 silb. und 30 gold. Kugeln sind - wer einegoldne, der zieht wied. unter 21 silb. u. 9 gold. - die 9 Wahlhernwählen 40 a. Walhern - die 40 durch Loos auf 12 verringert -diese wähl. 25 a., die durch Looszu 9 werd., diese wähl. 45 a., die zu 11wi durch Loos werd., die 41 wähl., diese wähl. den Doge durch 25 Stimm. von 41. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2631]
    Da die Nobili ihre lang.Müzen weg. die Perükk., unt. dem Arm tragen: sobrauch. sie sie zu Brod= und Essäken desauf dem Markt eingekauften. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2632]
    Der gemeine Russ. trägt ein bleiernes, dervorneh. ein silb. oder gold. Kreuz aufder Brust, das er vonseinen Taufpath. bekam u. nie ablegt; wer ohne einenstirbt, nicht ehrlich begraben. Raf

     

    [IIb-15-1788-1789-2633]
    In Rusland kauft er Häus., Stub., Keller p. auf dem Markt:der Reiche läst sichs hinfüh. wo er wil - der Armemacht sichs selbst. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2634]
    Peter der Grosse war viele MonateTrommelschläger bei seiner Kompag. von 50 Man, lebteblos vom Tamboursold, gehorchte den Offizier.,wurde weg. seiner Aufführung Feldwebelund stieg noch mehr. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2635]
    Oft geht ein polnisch. Edelman hint.dem Pflug, dient als Knecht und Magd |

     

    [IIb-15-1788-1789-2636]
    In Debrezin in Ungarn kauftman das Wass., od. geniest daf. die wolfeilernMelonen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2637]
    In Reichenhal in Baiern bringt eineWasserleitung, da man da aus Holzmangeldas Salzwass. nicht alles aus sieden kan, 6 Stund.weit nach Traunstein - der Kanal geht üb. hohe Berge, wo neuePreswerke zum höher treiben angelegt

     

    [Manuskriptseite 285]

    sind, geht 12 Klaftern tief unt.der Stadt fort; man kan in 1/4 Stunde durchden ganz. Kanal bei angezündet. Lichternfahren - er hat 5 Öfnungen, als Thürme in die freieLuft geführt, durch deren etliche manvon den Wällen der Stadtmit denen in der Tiefe red. kan. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2638]
    Kämpf heilte an sich u. a. herumfahr. Funken vorden Aug. durch Viszeralklystiere; Haller durch den Dampf des Absuds desKaffeesazes. eb.

     

    [IIb-15-1788-1789-2639]
    Bei der Festung Skerneß richtetman die alt. Schiffe zuWohnungen für dieBootsleute zu, am Strande sieht maneine ganze Stadt von alt. Schiff.; ein gross. istdie Hauptkirche.

     

    [IIb-15-1788-1789-2640]
    Die Sorbonne war 1256 f. 16 arme Student. von Robert Sorbon gestiftet; 4 von ied. Nazion derhohen Schule zu der sie gehörte. Durch Richelieu zu einerWohnung f. 36 Dokt. gemacht, ausserdem noch 6öffentliche Lehrer und Lehrsääle in derTheologie.

     

    [IIb-15-1788-1789-2641]
    Fleischfress. Thiere hab. eine kleine Zunge, pflanz.=eine breite - beides, eine mittelmässige.

     

    [IIb-15-1788-1789-2642]
    Sander: um Strasburg komm. halbe Dörf. dem Reisend. entgeg.und lauf. mit, in nachgelalt.lateinischen Gebetsformeln um einen Fiardbettelnd.

     

    [IIb-15-1788-1789-2643]
    Knud II. der Grosse versprach inöffentlichen Edikten sein Leben zubessern.

     

    [IIb-15-1788-1789-2644]
    In Schweden sind Feldbauschulen, die zukünftigePfarrer besuch. müssen. Frieder. V hat eine solche Schule f.das dänische Landvolk errichtet. Sonnenfels 2ter Theil

     

    [Manuskriptseite 286]

    [IIb-15-1788-1789-2645]
    Das Gold kan nur in einen dikk. Rauchundfeuerbeständ. rothes Glas verwandelt werden. Muschenbroek. §. 4.

     

    [IIb-15-1788-1789-2646]
    Als der Herzog von Alba vonden Niederland. abgieng: hatte er 18000 Menschendurch den Henker tödt. lassen. Williams Geschichte 1 Th., Note Adelungs.

     

    [IIb-15-1788-1789-2647]
    In verschied. Provinz. Hollands bekommen dieGeistlichen f. ied. Kind 100 Gulden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2648]
    Im Ländgen Drenthe darf kein Geistlicher üb. 1 Nacht aneinem Ort bleiben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2649]
    In Wien sindVorlesungen üb. die Mechanikfür Arbeiter an Feiertagen; unentgeldlicheZeichenschul. für Handwerk., so daß ied.von seiner Arbeit eineZeichnung mach. kan.

     

    [IIb-15-1788-1789-2650]
    Gerechtsam. der Freihäv. Triest und Fiume:daß die eingeführten Warenmit keinem Arrest, selbstvom Fiskus zu belegen - daßein handelnd. Fremder wed. üb. einenVerbrech. noch um eines Vertrags willen, so in fremd. Staat.geschehen, angeklagt werd. kan, es müste denneinen österreichischen Unterthanbetreffen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2651]
    Karl der Grosse der mehr Länd. als Kind. hattehielt seine Prinzessinn. zum Spinnen undWollenarbeiten an.

     

    [IIb-15-1788-1789-2652]
    In Minorka glaubt man nur seelig zu werd.wenn man sich in dem Habit eines Religios.begraben läst; lächerlich eine Frauin der Kapuzinerkutte begr.zu sehen. Iournal de lecture. 1782. XII.

     

    [IIb-15-1788-1789-2653]
    Schmidt: es ist Glük daß man inden finst. Zeit. den Gottesdienst lateinisch hielt,sonst wär. die Werke der Alt. und ihre Spracheverloren gegangen.

     

    [Manuskriptseite 287]

    [IIb-15-1788-1789-2654]
    Auf der Insel Murano (Venedig gehörig) werd.gläserne Blumen gemacht - die Glasmach. geb. sich fürEdelleute aus, weil Heinrich III. von Frankr. sie u. ihreNachkomm. dazu gemacht. Im Pallast di Kornaro ist eine Gallerievon Gemälden fast 1 italien. Meile lang. Büsching. 4.

     

    [IIb-15-1788-1789-2655]
    In Florenz ist die Academiadella Crusca od. von der Kleie (AcademiaFurfuratorum) weil sie alles Italien., das nichtgut toskanisch ist als Kleie auswirft. | DieZierrathen ihres Versamlungssaals sind allevom Akkerbau hergenommen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2656]
    In Napoli ist der phrygische Stein oderPietra fungifera aus dem (weg. des darin verborg. Samens) inwenigen Tagen, sobald Wass. darauf gegoss. word., 2, 3 p. Pfiffer,einer von 20 Pfund, herauswachsen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2657]
    Im Fürstenth. Wallis sind circulatings Schools eingeführtdaß gewisse Schulmeist. von einem Ortzum a. ziehen und da Iunge und Alte imLes.,Christenthum p. unterrichten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2658]
    Ein Brief fürdie Pennypost darf nach einer Parlementsaktenicht mehr als 4 Unzen haben. Forsters Beiträge )

     

    [IIb-15-1788-1789-2659]
    In Stamford (in Linkoln Shire) erbt der iüngste Sohn alleswas der Vater untestirt lies. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2660]
    Iede Äbtessin des Stifts Lindau hat das Recht einmal denerst. Missethäter nach angetret. Regierungvon der Todesstrafe der Reichsstadt Lindau befreienzu können. Büsching 6 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2661]
    Das erzherzogliche österr. Haus hält sich sich für den Schuz u. Schirmhern des Stifts, das dah. der Lansvogtei iährlich 1/2 Fuder Wein, Schirmwein genant, stat des Schirmgelds liefert. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2662]
    Im Erzstift Salzburg sind wenig Soldat., ab. 25000 Bauerndie auf ein Haar schiessen, u. durch Kanon.auf Berg. und Thürm. Zeich. zum Aufbruchhaben. |

     

    [Manuskriptseite 288]

    [IIb-15-1788-1789-2663]
    Die Bergfestung von Salzburg wirdiährlich nur 1 mal zum Besehen geöfnet,die Besazung nie abgelöset, stets auf einige Iahremit Getraide, geräuch. Fleisch und Markknoch. (umSupp. zu kochen) versehen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2664]
    Die Marggraf. od. Grenzbefehlshab. die an denäussersten Gränz. Deutschl. angestelt waren (z. B. Brandenburgund Österreich) kont. sichleichter vergrössern geg. diefremd. Völk. und mit weniger Neid undAufsehen als in Deutschl. selbst, wo es mit Kost.eines Einheimisch. geschah. Dah. iene Herzogthüm.grösser. Schmidt Gesch. der Deutschen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2665]
    Die an den Dämm. und Schiff.nagende Würmer brachte eine franz. Flotte aus Amerika nach Europa,das die ienem wieder Mäusse und Ratt. gab. Pauw

     

    [IIb-15-1788-1789-2666]
    Alle europ. und asiat. Thiere verschrumpft. in Amerik. nurdas Schwein wurde da ausserordentlich gros.und

     

    [IIb-15-1788-1789-2667]
    Büffon: die Natur sei in Amer. noch in ihr.Iugend und habe die Wes. seit kurz. belebtund organisirt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2668]
    Die Kind. der Wild., besond.Nordamerik. hab. bei der Geburtein dünnes Haar überal, das sich im 8, 9 Iahr verliertund niemals wied. hervorkömt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2669]
    Das Blut der Amerikanerinnenist 1/3 wiegt nicht die 1/3 des Bluts der Europäerinnen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2670]
    Die Knoch. hab. am Kindskopfe 4 häutige sich zuleztverknöchernde Zwischenräume od. Fontanelle - die Stirn od. grosseFontanelle, die Hinterhaupts= die Seitenf. od.die F des Fontanellen des Kasserius - Geburt erleichtert durch Übereinanderbeugen der Schädelknochen; dah. die Schwangere nichts ess. mus, das die Verknöcherung zu schnel befödert. Mayers Beschreibungdes menschlichenKörpers. 2terB.

     

    [Manuskriptseite 289]

    [IIb-15-1788-1789-2671]
    Sind oft bei Erwachs. nicht verknöchert;eine Frau tod, weil sie mit derHaarnadel sich bis ins Hirn stach |

     

    [IIb-15-1788-1789-2672]
    Herder: das phönizische, syrischeoder hebräische Alphabet (alles eins) ist die Mutt.aller a. in Europa

     

    [IIb-15-1788-1789-2673]
    Die Undertakers nehm. sogar dieLeiche oft ins Haus, mieth. ein ganz. Gefolge fremd. Leute in Florund Mantel, die f. das Geld weinen,indes die Erb. ruhig zu Hause sind. Dodd's Leben. S. 130.

     

    [IIb-15-1788-1789-2674]
    In Guiana rechnet. die Könige undKaziken es unt. ihre erst. Staatsbeschäftigungen die Kentnis der Zeit, wenn ied. Mädg. ihres Distrikts zum erstenmale das Monatliche p.; viele Zeremonien dabei und zulezt das Mädgen den Ameisen ausgesezt. de Pauw

     

    [IIb-15-1788-1789-2675]
    Die Inkas von Peru must. nacheinem Reichsgesez ihre Schwest., od. in Ermanglungdie nächsten Anverwandten heirathen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2676]
    Die Rhizophagen leb. von Wurzeln undselbst wachsenden Früchten; die Sitt. nachden Frücht.; die Esser der Kokosnüsseund Palmfrüchte sind vergnügter und minder wild alsdie der Eicheln |

     

    [IIb-15-1788-1789-2677]
    Das Pulvermagazin ist in der Mittevon Paris. D. Iahr 2440.

     

    [IIb-15-1788-1789-2678]
    Barthius sagte im 9 Iahr den ganz.Terenz in Gegenwartseines Vaters ohne Fehler her; Abte Rauce gab im 12ten,mit Anmerkungen den Anakreon heraus

     

    [IIb-15-1788-1789-2679]
    Ein englischer Schifskapitain der in der lezt.Theuerung eine grosse Ladung Kartoffelnnach Neapel brachte, muste sie üb. das Bord werf., weil sieniemand umsonst mochte. Barette

     

    [IIb-15-1788-1789-2680]
    Die Hottentott. verabscheuen Schweinefleischund schuppenlos. Fische wie die Iuden.Blos die Weib. dürfenvon Haasen, von Kaninchen und SchafenMilch trinken. Beschreibung des Vorgebirgs der guten Hofnung. Leip. 1779

     

    [Manuskriptseite 290]

    [IIb-15-1788-1789-2681]
    Der Hottent. nimt vom getödt. Thieralzeit die Blase und trägt sieaufgeblas. als Trophäe im Haar Zeitlebens. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2682]
    Ein polnischer Edelman giebt dem König keineAbgab. von seinen Gütern; stirbt auf dess. Guteein Fremder, so gehört die Verlassenschaft ihm - ausseinem Haus kan kein Verbrech. mitGewalt geholt werd., dah. Freistat; ied. ist der Krone fähig. Büsching. 2. B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2683]
    Bei der Sizung des röm. Senatskont. ied. Senator, der üb. eine Sache seineMeinung sagte, zugleich von einer a.reden, und sagen was er savon denke undden Konsul bitt., sie abmach. zu lassen. Gronov. Obs. l. I. c. 22. Beaufort röm. Republ. 1 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-2684]
    Dies geschah oft, um zu verhinderndaß an dies. Tag kein Schlus gefassetwurde, weil man nach 4 Uhr Nachmitt.keinen neu. Vorschlag mehr thun, und nachSonnenuntergang keinen ver Schlus mehr fass. konte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2685]
    Wenn der englische König iemandden Titel eines Herzogs, Graf. Marquis p. geb. wil: lässet er ihnden Namen einer Landschaft, Stadt, Flekk. od. Schloss. (mus ab.keiner Privatpers. gehör.) auswähl. und benent ihndavon; gemeiniglich Namen berühmt., ab. ausgestorb.Geschlecht., weil nicht 2 Pairs zur gleich. Zeit1 Namen führ. können. Manchmalbehält die Pers. ihr. Nam. und lässet sich dav.benennen. Büsching 4 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2686]
    Die Ländereien, Hütt., Häus. werd. an Bauern auf 10, 20 p.Iahre verpachtet; dah. heiss. alle Bauern Pächter od. Farmers. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2687]
    Wenn ein Lord vom oderzum Parlement reiset, kan er in des KönigsForsten frei iagen.

     

    [Manuskriptseite 291]

    [IIb-15-1788-1789-2688]
    Hat ein Haus nicht 7 Fenst. bezahlt esnichts, ab. so viel od. mehr für ied. dan 2 Pences; 24 u. mehr, f.ied. 2 Schillinge; 40 bis 50, iährlich 4 bis 5Pfund Abgabe. Dah. nirgend gröss. od. wenigere Fenst. als in Engl.die Abgabe ist zu denZinsen. | Die Staatsschuld. weg. den 1740 angefang.Krieg weg. der österr. Erbfolge. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2689]
    Der Siz der 10 Lanzenträger (in der Zipser Gespanschaft)weil die Edelleute dies. Landschaft den ehemal.ungarischen Königen mit Lanz.folg. must. im Krieg, focht. nur unt. Anführung desKönigs und zunächst an ihm. Büsching. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2690]
    Der pol. Erzbischof von Gnesen ist geborn. Legat des röm.Hofs, u. geborn. Canonicus der Kirchezu Plotzk; bekam 1749 das Recht, sich roth wie dieKardinäle zu trag., auss. dem Hut nicht.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2691]
    Der Widerspruch eines Landbot. (d. i.Abgesandt. eines Edelmans), er mag nun die inÜberlegung gezogne Sache od. et. entferntes betreff., zernichtetden ganz. Reichstag u. alles, was vorhin schon ausgemachtgewesen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2692]
    Damit die nach Liefland segelnd. Schiffer vor demdomesnesischen Ref {Sandbank} gewarntwerden: so sind auf dem Vorgebirge Domesnes geg. dieSandbank zu, 2 hohe Feuerbaken, worauf iährlich 900 Faden Bren= u.100 Faden Kienholz verbrant werden: sehen die Schiff.1 Baken, Feuer, so sind sie auss. Gefahr; 2, in. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2693]
    Im Salzbergwerk zu Wieliczka sind Altäre u. Kapell. ins Salz gehauen, wobei einem Kruzifix oder Heilig. beständ.Lichter brennen. Zur Unterstüzung desGebirgs werd. starke Säulen gelassen |

     

    [Manuskriptseite 292]

    [IIb-15-1788-1789-2694]
    Prinz Xaver, Administrat. der sächs. Kurlande, stiftete 1768 denkursächs. Militärorden Sancti Henrici; Ritt. in 3 Klass. 1) Die Groskreuze, deren nur2 Person. sind, iährlich 800 Reichstaler Pension,trag. ein gross. Kreuz u. einen Sternso wie auch die 2) Kommandeurs, 4Pers., 600 Reichstaler, keinen Stern 3) Kleinkreuze,200 Reichstaler, 36 P., ein kleinesKreuz im 3ten Knopfloch des Roks: Büsch unpensionirte nimt der Grosmeist. mehrere auf. Büsching. 6. B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2695]
    Ein unbebaut. Feld nicht besäen ist beiden Hindus strafbar; dah. sonst Hindus als Pilgrimme unbewohnteInseln besucht., mit Kokosbäum. undBrunnen versahen und den künft. Bewohn.erleichterten. Sprengel

     

    [IIb-15-1788-1789-2696]
    Wer eine Zahl Bäume,Pappeln, Kokos p. pflanzt: erlangt eine höhere Stufe derSeeligkeit; wer sie abhauet, (auss. zum Pflug) wirdvon der Obrigkeit gestraft.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2697]
    Der Wirth mus dem Gaste, wenn er ihn gut beherberg. wil,eine Hure miethen, sie bezahlen u.das Geschenk das iener ihr am Morgen mach. solte,ienem s machen. Diese H. (Bajaderen) begeb. sich nach abgeblühten Reiz. in Gözentempeln und h_ noch, der Lohn gehört den Braminen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2698]
    Eine Tiegerkaze od. ein Panther liegt miteiner Kappe üb. den Aug., an einer Kettehint. dem Sattel, die Kappe ab und aufdie Rehe gelassen, auf die siemit dem Bauch an der Erde zuschleicht u. dan springt.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2699]
    Der türk. Sultan lässet sich vonden Gross. und fremden Ministernbeschenken bei Antritsaudienz. derGesandten, beiFestivitäten, bei der Geburtvon Prinzen, bei Spazierfahrt. p |

     

    [Manuskriptseite 293]

    [IIb-15-1788-1789-2700]
    Vom traurig. Baum in Goa fält dienächtliche Blüte beim Sonnenaufgang abund die Blätt. welken. Krüniz.

     

    [IIb-15-1788-1789-2701]
    Die Bohrmuschel bohrt sich in die Uferfelsen,Marmor, Korallenstämme und Austerschaalen. Blumenbach.

     

    [IIb-15-1788-1789-2702]
    Der Riesenmuschel (Gigas) Schaale wiegt 6 Zent., Fleisch 30Pfund. | Ein Mensch hat Plaz darin

     

    [IIb-15-1788-1789-2703]
    Einige Schnekken schliess. ihr Gehäuse miteinem besond. Dekkel zu; a. ziehen beiAnnäherung des Winters eine Kalkscheibe vordie Mündung ihres Hauses. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2704]
    Die Schaale des Schifboots (Pompilius) wurde sonstzu Trinkgeschirr. gravirt, ausgeschnizt; iezt zuLampen u. einz. Stükke stat Perlenmutt. zu eingelegt.Arbeiten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2705]
    Die Schaale des Seeigels bricht in schräge Würfel, wie derDoppelspaat; hat 2000 Stacheln, 1400 Füsse die er auss.dem Wasser sogleich einzieht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2706]
    Caput Medusae (Wurm) hat 82,000 Gelenke. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2707]
    Bei den Korallen wird das iungeThier mit seinem kalchigten Gehäuszugleich, aus dem alt. Th. wie ein Zweig vom Stamhervorgetrieben; dah.die gross. Korallenbäume, woraus man am roth. MeerHäus. baut. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2708]
    Die Moose treib. stat der Blüteein Köpfgen mit einemspizigen Hütgen, das nachdem dieser abgefallen, den Samenausschüttet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2709]
    Von Adam an bis iezt starben 173000 MillionenMenschen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2710]
    Arcuccio ist in Florenz das Gehäuse worein iede Mutter ihrKind beim Säugen legen mus, damitsie es nicht beim Einschlafenerdrükke, bei scharfer Strafe. Krüniz. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2711]
    Eine gewisse Art Arons= od. Zehr= od.Freswurz

     

    [Manuskriptseite 294]

    (Arum caulescens etc. L.) wird den Schwarz. in den Mund gethan,zur Strafe, weil sie Schmerz. und Speichelflus macht.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2712]
    Die Mönche gab. sonst Asbest f. Stükke vom h.Kreuz aus u. seine Unverbrenlichkeit f. ein daraus folg. Wunder. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2713]
    Mahudel brachte das Spinnen des Asbestszur Volkommenheit - Karl V. hatte Serviett. davon, dieman zur Reinigung nur ins Feuer warf -die Dochte braucht. die Heid. davon, weilman sie nicht zu puzen nöth.hat; ewige Lampe nach Solinus und a. - Papier davon, im Kabinet desdänisch. Königs ein Bogen, nicht weitvon Oxford macht man iezt welches. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2714]
    Kinder, die Muttermilch und a. dünneNahrung hab., zahnen spät; die irdigte festere, früh.Mayers Beschreibung des menschlichen Körp. 1 B. Überhaupt geb. irdigteNahrungsmitt. frühere Ausbildung der bleibenden Zähneund ihrer Zahnlükken. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2715]
    Diodor: die Phönizier bekam. inSpan. so viel Silber in ihre Schiffe, daß sie's nichtfasten, und sie an den bleiern. Anker geg. silb. vertauschten.

     

    [IIb-15-1788-1789-2716]
    Tourte bedeutete anfangs bei den Franzos.ein gemeines rund. Brod. Lauenb. Kalend. 1783

     

    [IIb-15-1788-1789-2717]
    In Weinländ. that man sonst den Wein in ausgemauerteZisternen woraus Knappen dieFlaschen am Sattelknopf, fülten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2718]
    Die Römer und Griech. hatt.bei den Essen Pantomimen, Tänze, Gefechte derGladiatoren und Ringer - die christlichen Fürst. Meistersängerund Troubadours mit ihr. Harfenund Liedern, auch Orgeln. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2719]
    Die Opern der Provinzen müss. der Oper inParis eine Abgabe geben. Pot pourri de Voltaire.

     

    [Manuskriptseite 295]

    [IIb-15-1788-1789-2720]
    Der Graf G. entdekte durch Geschmakund Geruch in welcher Feldmark die Feldhühnergeschoss. worden. Mayers Beschreibung des menschlichen Körp. 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2721]
    Bei den Weib. ist der Kopfund Schenkel kürzer, Hals, Brust länger, Gesicht, Hüften,Vorderarme, Hinterbakk. Lend. Waden und Unterleib breiter, Händeund Füsse schmäler - als bei denMännern. | Die gross. Muskeln und ihreUnebenheiten minder sichtbar |

     

    [IIb-15-1788-1789-2722]
    Bei Kindern ist das Gesicht breiter, Augentiefer, Nase eingedrükter und aufgeworfner (damits bess. saug.könne) als bei Erwachsenen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2723]
    Selt. sind unt. den nahgelegenen Theil. des ganzen Körp. a.Verhältnisse als die wie 1:2. 4 1.:3. 1:4 2:3. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2724]
    Nach einigen befödern die Haare aufdem Kindskopf dieGeburt |

     

    [IIb-15-1788-1789-2725]
    In lang. Krankh. wird das Mark wie das Fetvom Körp. verzehrt indems durchdie Gefässe dem Blut zugeführt wird. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2726]
    Wenn die Auerhenne vonden Eiern weggeht: bedekt sie sie mit Moos, Blättern.Krüniz. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2727]
    Der Auerhahn mit seinem scharf.Gehör, hörts doch während dem Falzgeschrei nicht,wenn man nach ihm fehlschiest; vonder Geilheit geh. ihm die Federn anFüssen aus |

     

    [IIb-15-1788-1789-2728]
    Ein Iäg. stelt sich auf einen Baum, auf einena. läst ein Knecht einen mit Strohgestopften rothgekleideten Man herab, bewegt ihn, woraufder Auerochs daraufrent, der Man aufgezogen, und der Ochsgeschossen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2729]
    In Litauen schiest ihn ein Iäger miteinem Pfeil, er läuft auf ihn; dan ein and., aufdiesen; ein 3ter,4ter bis er ermüdet sinkt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2730]
    Fast iede Dame in Polen trägt einen Gürtel vonseiner Haut, weil er vor Misgebähren sichern sol.|

     

    [Manuskriptseite 296]

    [IIb-15-1788-1789-2731]
    Die Nordamerik. bauen sich im Regen sogleichein Haus von Rinden. Loskiels Reisebeschreibung. Götting. Anzeig.

     

    [IIb-15-1788-1789-2732]
    Sie nehm. geg. die Sünde Brechmittel, od. lass. sichmit 12 verschied. Stökken prügeln, um die Sündezum Hals herauszuiagen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2733]
    Beim Anblik eines neuen Dinges tret. sie zusammen um üb. den neuenihm zu gebend. Namen zu berathschlagen||

     

    [IIb-15-1788-1789-2734]
    Skalpiren ihre Freunde, damits die Feindenicht thun. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2735]
    Das Wasser von den Blättern desKrauts von Paraguay (ein Baum) giebt Schlaflos. Schlafund Schlafsücht. Munterkeit. Pfennigs Erdbeschreibung. 2te Auflage.

     

    [IIb-15-1788-1789-2736]
    Der König von Achem auf Sumatra geht alleIahre einmal in die Kirche, um zu sehen obder Messias gekommen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2737]
    Der sines. Kaiser schikt iährlich 10000 Soldat. indie Tartarei; die Wurzel Günseng zusamlen, die den Magen stärkt und beiLebensstrafe von niemand gesamlet werd. darf. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2738]
    In einig. Ort. der Schweiz empfang. dieKommunikanten am Taufstein dasBrod vom Pfarrer, den Kelch von denDorfvorgesezten. Lienhard und Gertrud. 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2739]
    Die von Vegetabil. lebend. Thiere sindstärker, fleischigter als die fleischfressenden.

     

    [IIb-15-1788-1789-2740]
    Das Oberkonsist. zu Dresden verbotden 16 Dez. 1742 alles Philosophir. und Moralisir.auf der Kanzel. Acta histor. eccles. 36 Th. S. 31

     

    [IIb-15-1788-1789-2741]
    Das Kur=Braunschweig. Konsist, zuHannov. verbot 1745 GeistlichenFreimäuerer zu werden.(abgeschaft iezt.) Patriot. Archiv. 3 B.

     

    [Manuskriptseite 297]

    [IIb-15-1788-1789-2742]
    Im 16 Iahrh. trug man am recht. Fus Strümpfe u. Hos.von a. Farbe als am linken. Matthäus u. Veit Konrad Schwarz von Reichard. 1786.

     

    [IIb-15-1788-1789-2743]
    Im Schwabenspiegel werd. die Mitkurfürsten die Gesellen der anderen; in den Schulgesezen des berliner Stadtgymnas. der Rektor Meister, seine Kolleg. Gesellen genant. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2744]
    In Paris trägt man die Uhr in dieDose gemacht, um beim Tabakschnupf. darnach zu sehen - Matth. Schwarz eine die Minut.zeigende Sanduhr am Schenkel |

     

    [IIb-15-1788-1789-2745]
    Lies sich unt. all. Kleidungen auch nakt,von vorn, von hint. abmalen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2746]
    In Palermo bringt der Friseur (mit 2 Uhr., 2 Ringe,Degen) einen Gesell. mit, der den Puderhält, einen der die Pomade, einen derden Kam, die Haarnadeln. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2747]
    Die Röm. liebten an Männ. einekleine runde Stirn, Weib. grosse breite. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2748]
    Der Karmelit. Thomas Konnekte gab den Iung. Geschenke,die den Dam. mit hoh. Kopfpuz in dieKirche nachliefen schimpfend; die mit Stein. darnachwarfen, bekamen Ablas |

     

    [IIb-15-1788-1789-2749]
    Bei den alt. Deuts. durfte dieFrau nicht ohne Haube,ein Zeichen der Herschaft des Mannes, erschein.öffentlich; die Iungfrauen gieng. in bloss. Kopf u.mit herabhängendem Haar |

     

    [IIb-15-1788-1789-2750]
    Der Mangel des Patriot. in Deutsch. u. Italien entspringtaus der durch die Zerstükkelung in Provinz.erwachsende Ungleichheit der Geseze, Regierungsform. Archenholz von Italien.

     

    [IIb-15-1788-1789-2751]
    In Piemont stell. die Bauern Wagenwetrennen durch mit Weinberauschte Ochsen an. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2752]
    In Turin war. sonst Bataillenspiele, wo man Steinescheuderte, oft Todte, den Gefang. Haare ab - auf der Brükkezu Pisa ein iezt erst abgeschaft. Ba

     

    [Manuskriptseite 298]

    taillenspiel, wo man iährlichmit Keulen um eine üb. den Arno gehende Brükke inHelmen focht und geharnischt, Anführer vornehmsteKavaliers, mit Fahn. und Musik aus derStadt ziehend. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2753]
    Ein Nobili darf ohne Erlaub. der Staatsinquis.nicht aus dem Land, nicht einmal aufseine Gärt. u. Lusthäus.; dah. die Ignoranz desAuswärtigen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2754]
    Durch ein Gesez sind alle Gondeln in Vened. schwarz, auss.fremden Gesandten.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2755]
    Das Wass. in den Lagunen fälttäglich, in 200 Iahr. ist dan weg. des SchlamsVenedig nimm. bewohnbar - bis er ausgetroknet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2756]
    Geld auss. Lands verleih. darf man in Sardiniennicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2757]
    Piemont hat nie einen Dichter od. auch Improvisatoregezeugt, ab. die feinst. Spielerin Europa |

     

    [IIb-15-1788-1789-2758]
    Das grosse Opernhaus in Parma dieSonderbarkeit, daß darin iedes in dergröst. Entfernung seines Umfangs geredte Wort gutverstand. wird. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2759]
    Die niedr. Einwohner in Ferrara dürf. Degen tragen, dah. soviele Fechtmeist. - und schüler. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2760]
    Ieder nur im Geringst. vom Pöbel entfernte Genuenser trägtsich schwarz. | Der Bürgerliche darf nicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2761]
    In Italien wenig Diebstahl, weil vor derWiedererstattung keine Absoluzion geg. wird;viel Mord, weil er sogleich absolviert. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2762]
    Madame Exleben wurde öffentlich zum Dokt.der Arzneigelehrs. kreirt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2763]
    Ton der ital. vornehmen Dam.,keine Aufmerksamkeit auf das Schauspielzu zeig., affektir. Unempfindl. bei denbest. Arien red. da laut; Kartenspiel; Besuche aus einer Loge inder a. - blos auf die Balletteaufmerksam. |

     

    [Manuskriptseite 299]

    [IIb-15-1788-1789-2764]
    Man hat 5 Übersezungen von Tassos Ierusal. in 5 Dialekt., dem zu Venedig, Bergamo, Bologna, Mailand, Neapel. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2765]
    In der erzherz. Galleriezu Florenz sind 2 Zimmer blos mit denPorträts gefült, die die gröst. Malervon sich selbst gemacht | üb. 200 |

     

    [IIb-15-1788-1789-2766]
    Der Profess. Hunczovsky in Wien machteWachsabbildungen von all.mit Wund. und Schäd. behaftet. Gliedern, umseinen Elev. die Operaz. anschauend zumachen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2767]
    In Toskana werd. alle Kind. in einem besond. Gebäudegetauft, Taufgebäude, auf dess. metall. Thüren in FächernGeschichten aus der Bibel, Kirchenhistorie, Legende herlich vorgestelt sind. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2768]
    Campo santo, h. Gottesakker ist ein aus Erde neb.dem h. Grabe bestehend. Feld * in Pisa, von Kreuzfahr. mitgebracht, mit gross. Kost. wird man darein begraben |

     

    [IIb-15-1788-1789-2769]
    Eine Abtheilung dess. besteht aus einer Erdedie in 9 Tagen den Körper verzehrt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2770]
    In It. sagt man stat gehorsam. Diener Sklave |

     

    [IIb-15-1788-1789-2771]
    Der Graf Orlow lies, damit Hakert die Verbrennung der türk,Flotte bei Tschesme besser malte, im Hof zu Livornoein Schif anzünden - dazu viele Maler |

     

    [IIb-15-1788-1789-2772]
    In Livorno mus ied. Fremde im Schauspielh. doppeltbezahlen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2773]
    Die Brükke von Karignan geht (in Genua) voneinem Berg zum a., üb. Häus. von 6Stokwerk., weil die Familie Karignan erst bergauf zueiner Kirche muste |

     

    [IIb-15-1788-1789-2774]
    In Genua lässet man bei gut. Wett.die Portechaisen blos ledig hintersich tragen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2775]
    Das Tragen der Iuwelen ist in Genua 6 Wochen vor u. nachder Hochzeit den Dam. erlaubt. |

     

    [Manuskriptseite 300]

    [IIb-15-1788-1789-2776]
    Für 2 Zechinen, die gleich versoff. werd., verkauft ein Genueser sich auf 1 Iahr zum Galeeren=Sklaven, wird wie ein Verbrecher gehalten | Bringen dem Neugier., der ihnen nichts giebt, Läuse bei |

     

    [IIb-15-1788-1789-2777]
    Wenn in Genua ein Man sich öffentlich mit seiner Frau sehen lässet: so wird er vom Pöbel beschimpft, von all. Freunden verlassen u. der selbst, der mit ihm spräche, würde verspottet werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2778]
    Die neuern Römer bring. so oft möglich das senatu populusque romanus an |

     

    [IIb-15-1788-1789-2779]
    Viele röm. Weib. mieth. sich am Sontag einen Taglöhner für 2 Groschen, der in Livree hint. ihn. zur Kirche geht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2780]
    Da durchsuch. zur Nacht die Sbirren ied. gemein. Man die Taschen; find. sie ein Messer, so auf die Galeere |

     

    [IIb-15-1788-1789-2781]
    Auf den röm. Kirchschwell. wohnen Verbrech. Monate lang, durch ausgespante Tücher geg. Regen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2782]
    Im Pilgerhospital daselbst werd. alle kath. Pilger 3 Tage unterhalten, man wäscht ihnen die Füsse den erst. Abend in Beisein eines Wundarztes, der sie im Nothfal verbindet; im Iubeliahr oft 10,000 Pilg.; werd. oft von Pers. von Rang bedient |

     

    [IIb-15-1788-1789-2783]
    In das dazu gehör. Oratorium müss. die Iud. alle Sonabende ihre Kinder send.; der. verzerte Gesichter dabei. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2784]
    Das coll. de prop. fide hat eine Drukkerei mit Lettern, um in 28 Sprach. zu drukk., wozu auch Sanskritta gehört |

     

    [IIb-15-1788-1789-2785]
    Der 116 Fus hohe Sonnenobelisk daselbst, der sonst

     

    [Manuskriptseite 301]

    auf dem Marsfeld der Sonnenuhr zum Zeiger diente, deren Ziffern ellenlange Platten von Bronze waren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2786]
    D. Lister: der beständ. Ostwind zwisch. den Wendezirkeln kömt von der Ausdünstung der dort häuf. Meerlinse; der Unterschied der Landwinde hat zum Grunde die mancherlei Stellungen der Bäume und Wälder. Transact. Philos. n. 156. Büffon.

     

    [IIb-15-1788-1789-2787]
    Die Senatorwürde in Rom hat iezt nur 1 Man, der alzeit ein Fremder sein mus. Archenholz.

     

    [IIb-15-1788-1789-2788]
    Im Pallast dess. aufm Kapitol ist eine Glokke, die nur geläutet wird, um den Tod des Pabstes u. die Erlaub. des Maskirens im Karneval anzuzeigen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2789]
    Die Bäder des Dioklezian, woran 7 Iahre 40,000 Christensklav. arbeit. wovon 30,000 umkamen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2790]
    Das Mausoleum der Cäcilia wiederholte nach einig. einen Vers Virgils 6 mal deutlich, u. öfter undeutlich; so angelegt, damit das Geschrei der Leidtragend. sich vervielfache. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2791]
    Auf der altröm. Brükke Ponte male hielt Zizero Katilinas Verschworne auf, die ins Lager ihr. Anführ. wolten; Konstantin siegte darauf geg. den Tyrann. Maxentius; siegende Held., gefang. Könige, fremde Gesandte auf ihr nach Rom. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2792]
    Man vervielfältigt iezt ein musivisch. Gemälde durch Durchneidung desselben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2793]
    Konstantin schenkte nach der Taufe der Laterankirche ein dabei gebraucht. silb. Wassergefäs von 300 Pfund, eine porphyrne Säule, an der eine golne Lampe von 50 Pfund hieng, silb. Statue Christi von 170 Pfund, eine andre von 140, noch eine von 130 Pfund, Statue Iohann. 100 Pfund, 4 silb. Engel ied. 150, 12 Apost. ied. 90, 7 silb. Hirsche ied. 80; silb. Kette 40, Dach der Kirche mit 2025 Pfund Silber belegt. |

     

    [Manuskriptseite 302]

    [IIb-15-1788-1789-2794]
    Die heilige Treppe in Rom (sonst war sie im Pallast Pilati und Christus betrat sie) führt nebst 4 a. gemeinen f. den der zu Fus hinauf geht, zu einer Reliquiensamlung; man darf nur auf den Knien darauf; bei ied. Stufe ein Gebet; die Steine so abgenuzt, daß ein hölz. Futteral darüber, dess. Berührung eben so heilig ist. Archenholz

     

    [IIb-15-1788-1789-2795]
    Am Fest der heil. Agnes werd. die 2 Lämm. aus deren Wolle das Pallum gemacht wird, auf den hoh. Altar ihrer Kirche gelegt, mit Blumenkränz. und Bänd. geziert, auf einem damasten. Kiss. ruhend; nach der Kirchenbenedikzion werd. sie vom Pabst gesegnet u. von Klöst. erzogen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2796]
    Der Vatikan sol 12000 Zimmer enthalten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2797]
    Um verbot. Büch. aus der vatikan. Biblioth. zu lesen, mus man in einer Bitschrift sagen, man wolle sich geschikt machen, sie zu widerlegen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2798]
    Das klementinische Museum mus man mit Fakkeln besehen zur Erhöhung der Wirkung der Antiken |

     

    [IIb-15-1788-1789-2799]
    In der Villa des Kardinals Albani sind zerbrochene Antiken zur Darstellung der Ruinen eines Tempels genüzt; er unterschied im blind. Alter Antik. von neu. Kunstwerk. durch Gefühl. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2800]
    Wenn man eine Sache in Gegenwart des Eigenthüm. lobt: so mus sie sofort dem Lobred. zum Geschenk angeboten werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2801]
    Mengs: ein Maler müsse mit dem Pinsel in der Hand sterben; dah. malte er krank im Bet, mit gestüztem Arm |

     

    [IIb-15-1788-1789-2802]
    Fast keine wahrhaft gross. Ausländ. findet man in Deutschl. wohnhaft |

     

    [IIb-15-1788-1789-2803]
    Die Akademie der Arkadier in Rom (Sonettenfabrikanten) anfangs 14 Mitglied., dan viele 1000, s. Päbste,

     

    [Manuskriptseite 303]

    die alle Arkadische Namen annehmen musten; 58 italien. Städte ähnliche Akademien, die meist eingegangen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2804]
    Die Iesuit. in Rom schikt. täglich vornehm. Armen, Aerzten Rechtsgelehrt. p., der einen Klasse 2 Gerichte, der a. 4 nebst einem Desert; dort 400 Körbe, hier 80. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2805]
    Das aqua Tofuna wird zum Theil aus Opium und span. Flieg. (womit die Sines. den 6ten Sin stärken) gemacht, hel wie Wass. und ohne Geschmak, ohne Schmerz., Monate lang ohne Betlägerigkeit; wenn der Körp. kalt ist, sondern sich die Glied. ab. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2806]
    Da die H. dem Gesez nach 200 Schritte von einer Kirche und Kapelle in Rom wohnen müss. und das da nicht ist: so müss. sie herumwandern |

     

    [IIb-15-1788-1789-2807]
    Da der Pabst die vatikan. Bibliothek besuch. wolte: so befahl der Kardinal Albani, als Bibliothekar, dem Schweizer, niemand hineinzulass. - lies auch den Pabst nicht hinein. Bei einer Feierlichk. solt. die Kardinäle durch eine besond. Thür, um nicht gedrängt zu werd. eingeh.; einem K. der durch die, wod. das Volk und seine Bedient. gieng. wolte, verbots der Schweiz. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2808]
    Man sieht einen Pabst ungern zu Fus; wird bei Feierlichkeiten, sogar bei Gottesdiensten von einem Altar zum a. auf Menschenschultern getragen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2809]
    Die Römerinnen ertrag. keine wolriechend. Wass. u. keinen Wolgeruch, Ohnmacht |

     

    [IIb-15-1788-1789-2810]
    Die Röm. wein. vor Entzükk. bei gut. Operngesäng., bleiben oft noch eine Stunde im Schauspielhause, um klatschen zu könn., desweg. oft neue Lichter angestekt; der Komponist wird vom Volk samt seinem Siz aus dem Orchest. aufs Theater getragen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2811]
    Am Ende des Karnevals trägt ied. bis zur Fürstin

     

    [Manuskriptseite 304]

    Lichter in Rom, manche zu 100 auf Stökken, die Bedient. auf den Wag. Maschinen mit Lichtern, die Pferde, zur Begrabung des Karnevals. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2812]
    In Neapel wird auch das Blut des h. Stephanus, Iohannes, Pantaleons, die Milch der Maria flüssig. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2813]
    Neapel ohne Denk. u. Wissenschaft., blos Musik; nur da werd. Kastrat. gemacht, nur Kind. armer Leute, werd. Weltpriest. oft, bei der Messe pudend. in der Tasche. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2814]
    Da Lazaroni, 40,000, ohne Stand, Wohnung und Unterhalt, in Vereinigung; ein Lazarone ist fast nakt, schläft auf der Gasse, zu Taglöhnern, Boten p.; duldend; niemals Bandit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2815]
    Die Vapos sind stark, mit den Bandit. bekant, zulezt ihre Gesellen; dies ein Vapobegleitet einen bedroht. überal, schläft im Mantel vordess. Hausthür. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2816]
    In Italien thut der Man alle weiblichen Dienste (weg. Eifersucht mit) während die Frau müssig ist; wäscht, bettet ihr p. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2817]
    Der König von Neapel hat in Sizilien das Recht eines beständ. Legaten, kan da (ab. nicht in Neap.) alle Pers. exkommuniz. und lossprech., auch ein Kardinal unt. seiner Gerichtsbarkeit; selbst dortig. Repräsentant heist beatissimo Padre (Allerseligster Vat.)

     

    [IIb-15-1788-1789-2818]
    Das Opernhaus in Neap. wird oft ganz mit Spiegeln bedekt u. illuminirt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2819]
    Da wird geg. das Ende des Karnevals der Zug des türkisch. Sultans ausm Serail nach der Moschee vorgestelt; der ganze Hof mit; der König macht blos einen Bassa |

     

    [IIb-15-1788-1789-2820]
    Chesterfield sezte eine Strafe von 5000 Pfund zum Besten der Arm., wenn sein Sohn nach Italien gienge. |

     

    [Manuskriptseite 305]

    [IIb-15-1788-1789-2821]
    D. Creting zu Waldheim in Sachsen: die viel. Kartoff. mach. mehrere Tolle. Neue Reisebemerkungen üb. Deutsch. 3 B. 1787.

     

    [IIb-15-1788-1789-2822]
    Auf dem Dom zu Merseburg wird alzeit ein Rabe gehalt. und gefüttert, von einem Legateneines Bischofs, der seinen Kammerdien.wegen des Diebstahls den iener that hängen lies.Pendant zum obigen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2823]
    Ied. Noviziat mus einen Favor d. i. einen Straus von seid. u. golddrathenen Blumen ins Kloster bring., der nachher einem hölz. Bilde in die Hand gegeb. wird. Briefe aus dem Noviziat 1 B. Die ab. b meist die Benediktiner meinen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2824]
    Um in Klöstern ein Buch als gefährlich anzugeb., sagt man: ein blaues Büchlein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2825]
    Mortifikazionen: wenn es beliebt zu sizen, nicht zu sizen; wenn das Ess. gefället, es nicht anzurühren; sich üb. übelzugerichtete Speis. nicht zu beklag., sond. üb. die Gelegenheit der Mortifikaz. sich zu freuen; sich im Bet nicht von einer Seite zur a. zu kehren sond. sich selbst im Lieg. Unbequemlichkeit zu machen; Mükken und Fliegen nicht vom Gesicht zu iagen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2826]
    Alle h. Ord. trink. mit 2 Händen, die linke Hand unten am Gefäs, als wolle sie's der recht. wied. nehmen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2827]
    Vier Noviz. müss. im Refektorio das Tischgebet mit ausgespant. Armen beten, 4 unt. Lesung der Bibel auf dem Boden lieg., 4 unt. Ess. auf dem Boden sizen * alle Woch. 2 mal den Konventualen die Füsse küssen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2828]
    Gregorius der Grosse wird miteiner weiss. Taube aufder Schulter mit dem Schnabel im Ohr abgebildet. | 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2829]
    Hardouin läugnet die Existenz des Benedikts, Stift. des Ordens; seine Regelnseien im 7 Säk. von Mönchen zusammengetrag. worden.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2830]
    Von den alt. Bened. Mönchen sagte keiner: dasist mein Buch, meine Kutte; weg. der Renunziazion.|

     

    [Manuskriptseite 306]

    [IIb-15-1788-1789-2831]
    Zimmerman: eine Frau bekam heft. Hust.wenn man ihr widersprach; van Helmont: ein Man wurde voneiner Beschimpfung wof. er keineGenugthuung bekam, von einerEngbrüstigkeit befall. die ihn in 2 Iahr.tödtete. Tissot von den Nerv.

     

    [IIb-15-1788-1789-2832]
    Die Reich. in Batavia send. ihre Wäsche nach Houglidas 100 Meil. davon in Bengalen liegt, weil der Ganges weissermacht. Klokkenbring.

     

    [IIb-15-1788-1789-2833]
    Mittelberger: Räcolleurs (Raccolleurs?) erkundigen sichnach den Deutsch. in Amerika, reisen dan nach Deutschl. vonHolland, geb. sich für Leute die aus Pensylvanien komm., bring. Nachricht. vonVerwandt., laden sie in der. Nam. ein, versprech.Besoldungen, dan verkauft, wie Viehzu arbeiten, od. die holländ.Negozianten mach. mit denSchifskapitain. einen Akkord, kraft dess. sie dienach Pensylv. wollende Kolonisten inmenschenlose Theile von Amerika bringen;Nachricht. davon komm. nicht nach Deutschl. weil alle Briefe ausden Kolon. in Holl. geöfnet u. bei Klageninhaltverbrant werden |

     

    [IIb-15-1788-1789-2834]
    In Genf ist der vornehmsteMan der Bekante und Freund eines Schust. u. a.gemein. Leute, ab. nicht mit den Weibernbeid. ists so. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2835]
    In Amsterdam 200 Buchhändler |

     

    [IIb-15-1788-1789-2836]
    Üb. 5 Million. Iud. auf der Erde, also iezt mehr als sonstin ihr. blühendst. Zustande. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2837]
    Dohm: Handel hat bei ied. Nazioneinen nachtheiligern Einflus auf dieTugend als Akkerbau und Handwerk.

     

    [IIb-15-1788-1789-2838]
    Bedlam oder Bethlehem war sonst ein Klosterder h. Maria von Bethlehem geweiht. Peregrine

     

    [IIb-15-1788-1789-2839]
    Bei den Bewohnern der Küsten ander Hudsonsbai ist Biberfel Geld; in Island Kabeljaue. Berliner Monatssch. März 1789

     

    [Manuskriptseite 307]

    [IIb-15-1788-1789-2840]
    Die Münzgeseze erklär. die geringsteAbweichung der Münzmeister vom richt. Gehaltund Gewicht für einKapitalverbrechen. - Dadas zu streng wäre: so ist ihnen vomGesez einige Abweichung verstattet, die das Remediumheisset. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2841]
    In Stokholm ist eine Akademie pro sensu communi;giebt Preisaufgaben in Dichtkunst, Philosoph. p. S. 278.

     

    [IIb-15-1788-1789-2842]
    Schöpf: In NordAmerika einer, der den Grundris des neu. Ierusal.in den Apalachischen Gebirg. find. wolte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2843]
    Ein neu. Sternbild in der Bodenschen Himmelskarte, Friedrichsehre, das Deg. und Fed.mit Lorbern verbund. darstelt und unweit desMusenpferds steht. | Ianuar

     

    [IIb-15-1788-1789-2844]
    Trapp: die alt. Sprach. gehör. nur deneinigen eigentlichen Gelehrten,nicht den praktischen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2845]
    Mirabeau: kleine verbündete Staat., u.nicht grosse Monarchien, sind die einz.,wo das Menschengeschlecht zu seiner gröst.Volkommenheit gelangt. | Februar.

     

    [IIb-15-1788-1789-2846]
    Der Unterschied des Salzmonopols der Krone machte eineMenge Abtheilungen der Provinz.,petites Gabelles, grandes G., Provinces redimées, P. franches |

     

    [IIb-15-1788-1789-2847]
    Im I. 1549 war. 225,044 Klöster. Briefe aus dem Noviziat. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2848]
    Der Benedikts Ord. hat 63 Päbste, 7000 Erzbischöffe, 15000Bischöffe, 21 Kaiser, 26 Kaiserinn., 48 Könige, 54 Königinn., 251 Marggraf.Fürst. und Herzoge - 55000 kanonisirte Heilige - dasbloss. Kloster Kassin hat 5555 Heilige, das allein4 Bisthümer, 2 Fürstenth., 2 Herzogthüm., 20Grafschaft., 36 Städte, 250 Schlöss., 440 Flekk., 23 Meerhäf., 33 Inseln,iährlich Einkünfte 1 1/2 Mill. Gulden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2849]
    Benedikt verhies seinem Orden,keiner werde darin verdamt werden, u. im Fal derLasterhaft. ent. aus dem

     

    [Manuskriptseite 308]

    Orden gehen od. gestoss. werden; alle ihnverfolgende werden an ihr. Leb. verkürzt od. eines bös. Tod.sterb.; die ihn lieben, werd. ein seel. Ende haben.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2850]
    Da man in der erst. Kirche erst nach gesung.Vesper etwas as: so sing. die Bened. die Vesper schon um 10 Uhr Morgens |

     

    [IIb-15-1788-1789-2851]
    Ied. Prälat wäscht am grünen Donnerstag - dasist giest ein Glas Wass. üb. den Fus -seinen Konventualen den Fus |

     

    [IIb-15-1788-1789-2852]
    Der Anachoret Barnabas zog einen in den Fusgetret. Schiefer nicht aus; Fus faul - der h. Anselm stand, wenn ihm seingeistlicher Vater Eadmerus sich niederzuleg.befahl, nicht ohne seine Erlaub. auf, kehrte sichnicht auf die a. Seite - die alt. Vätergieng. vor der Erlaubnis nicht aufs Sekret |

     

    [IIb-15-1788-1789-2853]
    Der seraph. Franzisk. unterred. sich am liebst. mit Eselnund gab ihnen Brudernamen | MachteKind. aus Schnee, die er aus derUmarmung des Schneemädg. erzeugt hätte |

     

    [IIb-15-1788-1789-2854]
    Die Mutt. Passidea von Sienna schlief auf Kirschkernen,Besenreisern; that in ihre Schuhe Erbs. od. heiss. Schrot; kniete auf Dornen,Reibeisen, auf glühend. Nägeln, Stacheln. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2855]
    Der h. Makarius grub sich bis an den Hals ein, as nurdas um seinen Kopf wachsende Gras |

     

    [IIb-15-1788-1789-2856]
    Kein Mönch darf ohne Befehl des Abtes et. haben od. geben;mus ihm iährlich eineBeschreibung der Dinge, die er zuseinem Gebrauch hat, übergeben; alles Geld ihm übergeben,das dieser ab. nimmer herauszugeb. nicht verbund. ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2857]
    Den Eid, den Kais. Theodos. abzuleg. befahl daß manfür das Amt nichts bezahlet, musteman in Frankr. sonst thun, da schon längst die Aemt.öffentlich verkauft wurden; er nimmer. Berliner Monatss. Dez. 1778

     

    [IIb-15-1788-1789-2858]
    Beim Parlement zu Paris sind an 600 Advokaten

     

    [Manuskriptseite 309]

    denn der Hof mehrte die paris.Parlementsglied. bis auf 196, wegen der Verkäuflichkeit derStellen. Hotoman: in Parlementsstädt. besteht 1/3 Einwohner ausIuristen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2859]
    Die Unmittelbarkeit das i. blos Kais. undReich unterworf. zu sein, Zeich. der Reichsstadt; iedeund a. war sonst entwed. eine Königsstadt (villae regales et palatinae) od. hatte ihr. Erbauer zum Oberhern. Zu Karls des Gross. Zeit. wurden alle Städte durch die Könige und ihre Beamten regiert. Einige kauft. sich von ihr. Landesgerichtbarkeit los, a. durch kais. Privileg. Sartori Beiträge in Reichsstädt. Sachen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2860]
    Fabrizius theilt die Insekt. besonders nachden Freszangen ein. Lemgoer Bibl. 17 B. S. 329

     

    [IIb-15-1788-1789-2861]
    Huxham: die flüchtig. Salzeinnerlich in gross. Menge gegeb. vermehr. dieFäulnis, ob sie gleich nach Pringle von auss. dafür bewahren. | VielKüchensalz macht das Fleisch faulend, wenig konservirt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2862]
    Olavides sol nach seinerEinkerkerung wed. Gold noch Seide trag., nichtreiten, seine Nachkomm. bis zum 5ten Grad zu Ämtern untüchtig. Chronolog.

     

    [IIb-15-1788-1789-2863]
    Von Swieten verbrante üb. 20,000 alchym. Bücher ausder Wien. Hof= undUniversitätsbibliothek. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2864]
    Die Trinitarier welche dieTürkensklav. befreien, nehm. weg. geringern Kost. Alte u. Kranke; bestech.einen Iud., sie wegzustehlen; die Erlöst. sterb.meist in Europa Hung., weil sie nichts verdienen ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2865]
    Da die Iud. sonst weg. ihres Wuchers so verhast waren: sobraucht. sie besond. kaiserlichen Schuz. Diedeutschen Kais. masten sich ihrer als Eigenth. an u. K. Albrecht I. verlangte von Philip dem Schönen, ihm alle in Frankreich angesessene Iuden zu senden,weil sie in die Reichskamm. gehörten. Häberlins Reichsgesch. B. VIII. S. 582

     

    [IIb-15-1788-1789-2866]
    Kais. Leopold legte weg. seinerunleserlichen Hand zu allen Brief. an Regenten einevon Kanzleihand

     

    [Manuskriptseite 310]

    gefertigte Abschrift bei. D. Museum. S. 444. 1780. May.

     

    [IIb-15-1788-1789-2867]
    In der Kriegsschule in Kolmar bekömt ied. Eleve 3 runde u.3 vierekte Pfennige, iene heiss. Fleispfennige, weil se im Fal der Faulheit einer abgefodert wird; diese Sittenpfennige, im Fal der Sitt. - verliert einer 6, so kömt er an die klein. Tische ohne Nachtisch - Alle Quartale mus er soviel Tage als die bös. Not. die gut. überschiess. eine Schandkappe oder müze tragen; wer sie 3 Q. hinter einand. trägt, fortgeschikt. - 4 Kompagnien, die beste die Ehrenkompagnie, die weisse Hutfedern hat, die a. blaue, rothe, grüne und ied. von ihr darf 1mal für ein Verbrech. eine Vorbitte thun. - Fleis= und Sittenkreuz bekomm. die die die meist. gut. Not. zählen, heist Ritter ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2868]
    Die Priester in Mingrelien müss. ihre u. ihres Hern Aekker bestellen u.ihrem Edelman als Leibeigne dienen. Diezens Miszellen f. Denker. Sept. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2869]
    Astrologen: Iupit. ist Patron aller Religionen, seineKonjunkzion mit dem Saturn gab dieiüdische Religion, mit dem Mars dieKaldäische, mit der Sonne dieägyptische, mit der Venusdie Sarazenische, mit dem Merkurdie christliche; u. die Iupitersmit dem Mond sol die R. herstellen, diedie Antichristen erwarten.Wenn das Gestirn, der Zwilling, sichmit dem Saturn und Merkur untermWasserman vereine: so wird ein Prophet geboren. |||

     

    [IIb-15-1788-1789-2870]
    Berillus, Bischof zu Bostra in Arab.:der Sohn Gott. existirte vor der Geburtnicht, sond. in Got; er habe keine eigne Seelegehabt, sond. stat derselben die mitgetheilte Gotheit.Socrat. H. E. 5. III. c. 7. Barths Entwurf einer Kirchengeschichte.

     

    [IIb-15-1788-1789-2871]
    Nach dem 81 can. des concil.Laodicen. Carthag. 4. anni 398: müss. diePönitenten die Todten tragen

     

    [Manuskriptseite 311]

    u. begraben. Semler. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2872]
    Im 5 Säk. wurde aus dem quadragesimali das nur 40Stund. gedauert, 40 Tage; dazu kamen die Quartalfast., jejuniarogationum, jejunia sabbathi. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2873]
    Fulgentius: die schwangere Maria fühlte keine Schwere |

     

    [IIb-15-1788-1789-2874]
    Im 7ten Iahrhund. wolt. manche Priest.das Vaterunser nur am Sontag beten. | S. 223.

     

    [IIb-15-1788-1789-2875]
    Reitemaier: die zu Viehhirt. taugend.g Sklav. kostet. in Griech. 10 Reichstaler, Handwerksleute 60, 100, Aufseher üb. Sklav. und Direktor. des Bergbaues und Verwalter auf Landgüt. am theuersten.

     

    [IIb-15-1788-1789-2876]
    Eisenschmiede gesund, alt; höchstens Verstopfungund triefende Augen. Ramazzini de morb. artif.

     

    [IIb-15-1788-1789-2877]
    Schierling ein gut. Futt. für Bökke,Bilsenkraut für Schweine; Arsenik den Hund.unschädlich. IX. Thierry. Algemein. Magazin der Nat., Kunst und Wissensch. 5 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-2878]
    Cardan. l. 4. de sapientiae: allegrosse Männer und Familien wurd. von gewiss. Geisterngeführt.

     

    [IIb-15-1788-1789-2879]
    Beda von den 7 Wundern der Welt: auf dem Kapitol war. die Statuenall. eroberten Provinzen, od. vielm. die Bildnisse ihr.Götter Auf ied. Hals eine Glokke und aufder Brust der Name einer Provinz; wess. Glokke nundie Priest. kling. sahen, davon wars ein Zeich. desAufruhrs der Provinz. Monatliche Unterredungen vom Reich der Geister. 1 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-2880]
    Der Divan entscheid. alles im Namen des Sultans, der ab.nie in ihm erscheint sond. beiWichtigkeit in einemdunkeln Gemach ungesehen und alles sehend ist. Neues Staatenjournal 1 Iahrg. 6 Heft. 1789.

     

    [IIb-15-1788-1789-2881]
    Ohne das Gutachten des Grosmufti kan keinewicht. Staatsangelegenheit, kein Krieg,Friede beschloss. werden. Da man ihn weg.seiner Würde nicht strangulir. darf: so seztman ihn ab und giebt ihm ein neu. Amtund thuts dan. |

     

    [Manuskriptseite 312]

    [IIb-15-1788-1789-2882]
    Iede Religionsparthei darf da den Renegaten 3 mal vor derObrigkeit frag., ob er mit Will. ein Türk werde.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2883]
    Die Geseze des Korans verbiet. den Türk. einen ewig. Fried. mit Christ. zu schliess., dah. die Friedensverträge nur auf bestimte Iahre - die sie ab. heilig halten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2884]
    Der Sultan hat das Recht auf alle Erbschaften;bekömt den 10ten Theil davon |

     

    [IIb-15-1788-1789-2885]
    Sein Schaz in Gewölben, die man,angefült, zumauert - in Kriegszeit. öfnet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2886]
    Die richterlichen Stellen dauern nur 1 Iahr,dah. die Ungerechtigkeit - vom Prozesseüb. Mein und Dein gehört der 10 Theil desGegenstands dem Gericht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2887]
    Die Axanien sind Gerichte, wo ied. den a. ohne Befugnisworüb. er wil, belang. kan; man mus sichstellen und hat doch beim Beweisder Unschuld Kosten |

     

    [IIb-15-1788-1789-2888]
    Christ. könn. nicht gültig geg. Türk. zeugen.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2889]
    Das Haus od. die Gegend wo einErmordet. gefund., ist dafürverantwortlich, die Einwohner müss. dem Bluträch.das Blutgeld, so er fordert, geben bis der Thäter ausgemitteltist; wo nicht, so verlieren sie's |

     

    [IIb-15-1788-1789-2890]
    Coelius Rhodiginus: die Alt. schrieb.dem Erz eine besond. Reinheit u.Tauglichkeit zur Versöhnung derBeflekkung zu dah. bei Mondfinst. undTod. Apollodor. l. de diis; Makrobius: eherne Gefässe bei Gebräuch.zur Heiligung und Heilung derMenschen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2891]
    Die Priest. der Sabiner verschnitt. ihre Haaremit einem ehern. Messer - u.zur Vertreibungder Zauberei tauge Erz besonders. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2892]
    Gronov üb. Stephani Byzantini Fragmenta de do

     

    [Manuskriptseite 313]

    done:bei dem dodonäischen Orakel war. eherne Glokken.

     

    [IIb-15-1788-1789-2893]
    Ein Spanier hatte ein magisches Glökkgen, dess. LäutenGeist., Menschen, Thiere herzog u. vertrieb - dieGeist. in welcher Gestalt er wolte Paracels. Archidox. l. 6.

     

    [IIb-15-1788-1789-2894]
    Luthers Tischreden: in Preuss. ein Knabe,den ein ihm sichtbar. Geist begleit., mit ihm indie Schule gieng, Stiefel auszog, reiste mit nachItalien - durch einen Schlag zeigt' er ihmein Unglük an, z. B. da erals Domher starb.

     

    [IIb-15-1788-1789-2895]
    Im 9 Säk. fragte man, ob man im h. Abendmalden aus der Maria gebornen Körp. Christi empfange od. den nach derAuferstehung verherlichten. Barth. 310/15.

     

    [IIb-15-1788-1789-2896]
    Unt. Karl dem Grossenangestelte liess. um zu bekehr., diePriest. die gläubigenSklav. zu Tisch bei sich, die ungläubig. Herr. vorder Thür draussen sizen, ien. Wein ingold. Gefäss., dis. in schwarzen. Seml. select. cap. T. II. p. 258. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2897]
    Hinkmar: Maria habe clausa vulva geboren. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2898]
    5. Im 10 Iahrhundert: man soltedas Vateruns. nicht bei Tisch, blosbei dem h. Abendmalbrauchen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2899]
    Eb. allda dieSodalitia od. Konfraternitäten, deren Mitglied. sich beiSeeligkeits Verlust vereideten, iährlich40 Tage für die Seel. im Fegefeuer Messezu lesen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2900]
    Im 11 I. wurde die Hostie blos in den Weingetaucht, damit nicht et. vom Blut Christi am Bart od. Lipp. häng. bliebe, Anlaszur Kelchberaubung. Die Synodezu Niumagen 1018 verordnete, daß derLeib zur link. des Priest., Kelch zurrecht. stände. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2901]
    Die Griech. ass. allda sich amAbendmalbrod übersat, vergrubens od. warfens in Brunnen. - Geg. Feuersbrünstewarf man es ins Feuer. Synodus Bituricensis 1031.c. 2. Der Leib Christi sol nur voneinem Sontag auf den a. aufgehobenwerden |

     

    [Manuskriptseite 314]

    [IIb-15-1788-1789-2902]
    Synodus Helenensis 1047: mit denExkommunizirten sol niemand red., auss. von derGenugthuung |

     

    [IIb-15-1788-1789-2903]
    Concil. Claromontanum a. 1095. can.2. eine Reise nach Ierusalemvertrit die Stelle aller Busse. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2904]
    Mit Reliquien löschte man im 12 I. Feuer u. machtegutes Wetter |

     

    [IIb-15-1788-1789-2905]
    Otto verbot im 12 Säk. den Schlesiern Pommern, Prügel zu den Gräb. der Todt. zu legen - die Mädgen nicht zu tödten, die Todt. nicht in Wäld., Feld. zu begrab. p. Semler |

     

    [IIb-15-1788-1789-2906]
    Syn. Trevir. a. 1227: kein Iudenknabe dess. Vaterein Christ geword., sol unt. der Gewalt der Mutterstehen - kein Iude einem Christ. Arznei geben |

     

    [IIb-15-1788-1789-2907]
    Concil. Viennense in Austria (im 13 Iahrh.):die Iuden soll. nicht in die Stuben (stubas) der Christ. gehen - die Fenst. u.Thüren schliess. wenn vor dem iüd. Hausdas Sakrament vorbeigetrag. wird - soll. üb. denGlaub. nicht disputiren. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2908]
    Synod. Monasteriens. 1279: de aqua in calicem apponanturguttulae 2 vel 3. - wenn ein Krank.den Leib Christi vomiret: sollen dieStükgen von gesamlet u. einem a.Gläubigen gegeb., das übrige verbrantwerden. - Der Ort zurBeichte sei nicht dunkel - Semler

     

    [IIb-15-1788-1789-2909]
    Ebenda: der Priester sehenicht an den Beichtend., besond. die Frau -bei Todsünden sage man quis quid ubi cum quo quoties curquomodo quando, bei Venals. nur algemein. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2910]
    Synod. soloniensis im 13 Iahrhundert:der Mund einer sterbend. Schwangern werde offengehalt., ihr Leib geöfnet, das lebendige Kind getauft;das todte auss. des Gottesakk. begraben||

     

    [IIb-15-1788-1789-2911]
    Duns Skotus demonstrirte die unbeflekteEmpfängnis der Maria durch 200 Argumente, daß manein Fest darüb. anordnete. |

     

    [Manuskriptseite 315]

    [IIb-15-1788-1789-2912]
    Auf dem span. Konzil zu Elvira 305 ist nachcan. 34 festgesezt, keine Lichter auf denGräb. zu brenn., weil dad. die Geister der Tod. beunruhigt |

     

    [IIb-15-1788-1789-2913]
    Tertull. apol. 23. Lactant. inst. div. IV. 27: wenn Christ. mit dem Kreuz bezeichnetbei den Opfern stehen: so könn. diePriest. nicht aus den Eingeweid. weissagen u.die Dämonen, die orakeln, werdenvertrieben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2914]
    Iustin. Apol. 2., Theoph. I., Zyprian, Basilides: Got habe keinen Namen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2915]
    Das Wespennest besteht aus 11 Stokwerk. übereinand., die mitt.die geräumigsten; die gross. Zell. sindfür Eier woraus Mängen und Weibg. kriech.,die klein. für die der Geschlechtslosen; wohn. nahean Bienenstökken, an der Seite der Weingärt. wo dieTraub. am besten, an Küchen - verlass. selt. die Fleischbank,tragen Stükgen halb so gros wie sie ins Nest, den Weibg. dieVertheilung unt. die Iung. überlassend. Neu. Schauplaz der Nat., freier Auszug aus dem Plüschisch. Werk. 1 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2916]
    Dah. Fleischhakker Ochsenleber hinleg., weil ihn. Fleisch vonkürz.Fasern lieber ist. Dafür lass. sie kein Ungeziefer,das Eier aufs Fleisch legt, dort od. ungetödt. Weibg. komm. nieaus der Wohnung. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2917]
    In ied. Zelle ein angeleimtes Ei, dan einWürmgen das fet wird, die Mütter stekk. iedem einStükgen Fras ins Maul - den geschlechtslosen kleinere Stükke - spint sich einbleibt 14 Tage eine Puppe, dan stekt es ein Fühlhornu. dan das a. aus dem Gewebe, Fus, Kopfund ganzen Leib - nach Troknungder Flügel flieg. die kl. Wesp. sogleich nach Raub,Mängen zu den Weibgen u.die Weib. legen, äzen vom einen Stokwerkins a. laufend. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2918]
    Vor dem Wint.,bei der kleinst. Kälte tödt. Väter u. Mütt. alleKind., Eier, Pupp. und volkomm. iunge Wespen; Wint. ohneNahrung; von 9000 Wesp. erfrieren oftnur 1, 2 Mütter nicht. |

     

    [Manuskriptseite 316]

    [IIb-15-1788-1789-2919]
    Aus 1 Mutt., die im Frühling 2 Eier legt, die wied. leg.und helfen entsteh. geg. Oktob. 10,000. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2920]
    Das Bienenbrod ist rohes Wachs, dasdie Bien. ess. u. im 2ten Mag.in Wachs verwandeln; gehen sparsam damit um, weil sie nach derBlumenzeit keines mehr sammeln könnenund blos dav. leb. u. bauen müssen. Reaumür von den Bienen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2921]
    Die wild. Bien. od. Hummeln leg. ihr Nest in Feldmauslöch.an, aus dürr. Blätt. mit Wachs vermengt, gewölbt geg. herabschiessende Erde u. Regen, welch. sieauch unnöthig im Bienenstok thun. Sobald die Würmgenausgekroch. frist eine H. den Zellendekkel weg, es dringen aus ihmmit gewalts. Beweg. Tropf., diezu einem zäheneinpuppend. Häutgen werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2922]
    Die Porzellanen (Art Konchyl.) erhalt. ihr.Glanz durch einen Mantel, womit sie ihr ganz. Gehäuse so oft sieauskriech., überdekken, indem sie unt. Kieseln herumgeworf. werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2923]
    Die Flusschnekke kehrt ihr Haus aufm Rükken; unt. sich,wenn sie schwimm. wil u. breitet den breit. Fus geg.den Himmel aus; untersink., so zieht sie sich ins Haus hinein|

     

    [IIb-15-1788-1789-2924]
    Die Napfmuscheln, die sich sehr langsam verschieben, habeneinen fast ihren Leib bedekkenden Fus; seh. wieSchröpfköpfe, mit Wass. und Leim gefült, um sich an=u. loszumachen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2925]
    Stahl: da die Seele den Körp. nacheinem Model in ihrem Kopf bildet: so bekömt er z. B.eine misgeborne Nase - wenn sie gerade eineNase denkt u. die Mutt. eine grossesieht.

     

    [IIb-15-1788-1789-2926]
    Wolf: alle organ. Wes. entsteh. aus einerunorganis. Materie, die blos aus Kügelgen besteht.Darin bilden sich bei der Konzepz.gewisse erste Theile, Kopfsund Rükgrads Anlage, auch unorganisirt.

     

    [Manuskriptseite 317]

    [IIb-15-1788-1789-2927]
    Misgeburten macht häuf. Lachen, Tanzen, Beischlaf in derSchwangersch., wod. auch Wasserköpfe hohe Absäze (weg.der Bewegungen, um sich in Gleichgewichtzu halten) viel. Ess. undTrinken. Ulrich.

     

    [IIb-15-1788-1789-2928]
    Der Uhrmach. Hubli im Lüttichsch. übergab der Sozietätder Wissenschaften in Gött.eine von ihr gebilligt. Beschreibungeiner Maschine, bureau chirographique, womitman, ohne Licht, zu Nachts schreib. kan, ohne daß esiemand entziff. kan, aufs schnelste Musik, fremde Händeund Zeichnungen kopir., kanausstreichen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2929]
    In der Schweiz schneid. Iünglinge den gröst. Akkereiner Witwe, der. Töcht. sie lieb., ab, daß sie amMorg. die Arbei gethan findet. Lienh. und Gertrud. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2930]
    Güldenstädt: Schaafe und Ziegen u.Hund unteriochte, weg. der Brauchbark., derMensch zuerst; Kazen zulezt da er schon vielHausgeräth - auch daraus, weil bei ien. sovielVerschiedenheit der Bildung; denn dieVarietät. der Thiere stehen mitder Zeit, da sie häuslichsind, in Verhältnis. Müllers Magazin f. alg. Natur= und Thiergesch. 1 B. 1 St. 1788.

     

    [IIb-15-1788-1789-2931]
    Ebenda: die Gestalt des Hundsweicht ab. darum am meist. ab, weil er viele Iunge wirft, mitdem Menschen in alle Klimate kam, mannigfalt.Nahrung hat. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2932]
    Büffon: die Weibg. manch. Art. dien. 2Mängen zugleich, z. B. Schafdem Bok und dem Widder |

     

    [IIb-15-1788-1789-2933]
    Berthaut van Berchem: dieHäuslichkeit nähert die Art. einand. undzahme Thiere vermisch., die wild es nicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2934]
    5 Zimmerman: Hunde sind häuslich geword. Wölfe |

     

    [IIb-15-1788-1789-2935]
    Pallas: uns. Hunde stamm. ursprünglich vomSchakal ab, seine Vermischung ab. mitdem Wolf, dem Fuchs und der Hyäne bild.die Hunds Raçen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2936]
    Güldenstädt: obgleich der Wolf dem Hund in der

     

    [Manuskriptseite 318]

    Gestalt, Zahl der Theile, Betrag. gleicht: so ist dochder Wolf kein wild. Hund, da seinVaterland kalte Gegend; a. Form des Blinddarms; die Länge desHüftendarms des Wolfs verhält sich zu derseines ganzen Körp. wie 4:1,beim Schäferhund wie 4 1/2:1 - Länge des Blinddarmsbeim W. zu der des Hüftendarms wie 1:162/3, beim Schäferhund 1:29; Länge des Grim= u. Mastdarmszum Hüftendarm beim W. 1: 7 1/2, beim S.1:5 3/4. Auch scheuet der Wolf dieVermischung mit Hunden.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2937]
    Zimmerman spec. Zool. geograph. p. 87: in NordAmer. braucht mandie Wölfe wie Hunde zum Bewachen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2938]
    Güldenstädt: der Fuchs ist darumnicht der Stamvat. der Hunde od.ein wild. H., weil sein Haar sanfter als dasder H. ist, da doch die Häuslichkeit es erweicht -weg. seiner zuspizigen Schnauze, die dasMittel halten solte - a. Blinddarm - die Länge des Hüftendarmszu der des Körpers beim Fuchs wie 3 1/2:1,beim Hund 4 1/2:1 - Länge des Grim und Mastd.zu der des Hüftendarms beim F. wie 1:6,H. 1:5. - a. Schneidezähne, ob mangleich in Meklenburg eine Hündin miteinem Fuchs vermischt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2939]
    Eb. aber der Schakal ist der Stamvat. derHunde, weil er in höhern und gebürg. Gegend. inKleinas. wohnt (folglich weg. des erst. Lebens derMensch da, ihnen eher bekant wurde; all** also eher häuslich gemacht); in Grösse, Haar, Schnauze Mittel zwisch. dem Hund.; ähnlich in Schneidezähn. und Därm.; dem Hirtenhund am ähnlichsten, der nach Büffon sich der wild. ursprünglichen Gattung am meist. nähert - Betragen ähnlich. |

     

    [Manuskriptseite 319]

    [IIb-15-1788-1789-2940]
    Ebenda: Bilt zwar nicht wie derHund: ab. Gebel nur Wirkung der Häuslichkeit, weil esblos aus Zuneigung für den Hern, od.zur Warnung vor Gefahrgeschieht; dah. bell. kleine H. mehr als grosse,die weniger in Menschengeselschaft sind u. derSchäferh. bilt am wenigsten. Hunde heul. in derBrunftzeit wie Schakals |

     

    [IIb-15-1788-1789-2941]
    Berthout van Berchem: die fleischfr. Thiere,die die längst. Gedärme hab., minder gierig. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2942]
    Güldenstädt: den Ursprung des Hunds verräth sein Geschmakam Aas, da er sich so gern im stinkend. Gänsefus (chenopodium vulvaria L.) herumwälzt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2943]
    Eb. das Wedeln mit dem Schwanz,von der Häuslichkeit desHunds |

     

    [IIb-15-1788-1789-2944]
    Ebenda: bei denHausthier. variirt kein Glied so wie der Schwanz,z. B. Schaf und Hund. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2945]
    Roos: die kleinen mikroskopisch. Thierebestehen ganz aus einem markart. Stof der derNervenstof ist, daher dasGefühl für Licht.

     

    [IIb-15-1788-1789-2946]
    Boddaert: das Herz des Maulwurfs wieein verlängert. Kegel - Vögel dreiekkig - nach Daubenton hab. die Thiere, diegerade aufstehende Hörner hab., im Herzen 2 kleineKnoch., Reh Ochs. p - Karp. halb rund halb plat - Meeräsche 3ekkige Pyramide -kriech. Amphib. sehr lang - bei den Raup.so lang wie der Körp. - Seemaus nach Pallas kein Herz, nach Bohadsch die rothe Meerschnekkekein Herz und keine Lunge,auch nicht Purpurschnekke -Schnekke Birne - Räderthier Hufeisen - |

     

    [IIb-15-1788-1789-2947]
    Haller: Anatomes brutorum plus boni fecit inphysiologia humana quam anatomes hominis. | Ebenda: Undeben so viel Nuz. dieAnat. lebendig. Thiere |

     

    [IIb-15-1788-1789-2948]
    Meist alle von uns gegess. Thiere käuen wied.,deren

     

    [Manuskriptseite 320]

    auf der Erde nach Büff. die meist. Art. sind. - Falsche Kenzeich.des Widerkäu. gespalt. Klauen (denn das Kameel keineu. die Schweine welche) - vielfacher Magen, dennHasen 1fach. u. Delphin vielfach. - fehlendeSchneidezähne in der ob. Kinlade, dah. das Grasmit der rauhen Zunge abgeriss.: dennHas. und Kaninch. welche - Büffon kleiner Blinddarm, denn Has. gross.,und Hunde kleinen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2949]
    Das gewissere Kenzeich. ist Bau derBakkenzähne, schmalere Unterkinlade, Beweg. der Kinlade nachder Queere; kein Fet sond. Talg - meist.4 od. bess. 3 fach. Magen, weil der 2te eine Verlängerungdes 1ten ist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2950]
    Camper: ist der Blinde und übrig.Dikkendärme lang wie bei Schaf. undHirsch.: so ist der Koth dik; und umgekehrtbeim Rindvieh. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2951]
    Camper u. Perrault: Wiederkäuen darum, weildies. Thiere furchtsam und verfolgt sind; brauch.mehr Zeit zu ihr. Grasfressen. Dah. sie, um es inRuhe zu geniess., wiederkäuen. - Peyer: damit nicht so vielverzehrt werde, weil es besser verdaut und mehrNahrungssaft giebt; dah. trok. Futt. läng.wiederkäuet als grün.; dah. Pferdemist minder verarbeit. als Kuhmist. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2952]
    Ennius tria corda habere sese dicebat quod loqui graeceet osce et latine sciret. A. Gell. noctes attic. XVII. 17.

     

    [IIb-15-1788-1789-2953]
    Das 7 Konzil zu Konstantinop. wurde aufeinem Thurm gehalt. weg. Verbesserung derKirchenzucht. Seil. Tabellen.

     

    [IIb-15-1788-1789-2954]
    Die Mutt. hat mit dem Kindekeinen Zusammenhang durch 1) Nerven, denn derMutterkuch., Nabelschnur und dieFruchthäute haben keine, 2) nochBlutgefässe, denn die Blutgefäss. desuterus haben keine Anastomosismit den. des Mutterkuch., sond. der Fötus

     

    [Manuskriptseite 321]

    wird ernährt, indem das aus den Arter. desut. in die Zellen des Mutterk. abgesezt. Blut, demfeinern Theil nach durch gewisse den lymphat. Gefäss. ähnlichemit Klapp. versehene Gefäss. des Kuchens eingesogenund durch die Venen die Fortsäze dervenae ** umbilicali dem Kinde zugeführt unddurch die art. umbilic. ihre Äste und Zweigein eben solche mit Klapp. versehene Gefässezurükgebracht in den Zellen der Plazenta abgesezt undvon den ven. des ut.aufgenomm. und nach der Mutt. zurükgebracht wird. Klein. Reu

     

    [IIb-15-1788-1789-2955]
    Lorry: eine Frau fiel beimgeringst. Widerspruch in Ohnmacht. Tissot.

     

    [IIb-15-1788-1789-2956]
    Fabriz von Hilden: eine purgierte stets vom Zorn. | Ein Schulmeist.allemal, wenn ihn seine Schülerärgerten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2957]
    Pechlin: vom Zorn wird bei ied.et. gelb an seiner Haut |

     

    [IIb-15-1788-1789-2958]
    Nach dem Zorn oft Doppeltsehen, od. nur beim Tagesehen. Thes. medico-pract. coll. Haller. T. I. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2959]
    Hippokrates rieth einer Frau, diein einer Theuerung schlechte Hülsenfrüchte as u.Schmerzen und Schwäche in Bein. hatte, sich zuerzürnen. Epidem. II. Sect. 4. - Die Gemalindes Kais. Paläologus II. befreiet ihn voneiner lang. Krankh., indem sie ihn durch lang. Widersprech.erzürnte. Krato von Kraftheim gab einemgelähmten Fürsten den Rath sich zuerzürnen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2960]
    Seufz., Thränen, Schluks. sind Folgen des inder Lunge gehäuften Bluts durch dieTraurigkeit; der Augenbl. vor demThränenausbruch der schmerzhaft., weil die Lung. ammeist. da gespant sind u. bei denThränen erst sich entladen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2961]
    Bei Leuten die an Traurigk.starben, waren Herz undLungen mit Blut überladen; Albertini: sie erweit. die Blut=,nicht selten Schlagadern |

     

    [IIb-15-1788-1789-2962]
    Elliot: ein sonst lustig. Man gab stets nachTraurigkeit einen Urin von sich, dereinen Veilchengeruch hatte |

     

    [Manuskriptseite 322]

    [IIb-15-1788-1789-2963]
    Von Traurigkeit Stokkung derGalle, dah. Gallensteine, Gelbsucht, Hautkrankh., Ungenesungvon langwierigen Krankheiten. | Todvon Gewissensbissen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2964]
    Der Unrath traurig. Hirsche hat Knoten, welches einenKrampf im Gedärm anzeigt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2965]
    Nichols: eine Frau kam in Todeskampfüber ihren ertapten Ehebruch; da der Manihr verzieh, wieder besser; da er dieScheidung wied. drohte, tod |

     

    [IIb-15-1788-1789-2966]
    Einem blieb vor einem Schrek der Puls 20 Iahreschneller. Iournal de Medecine tom. 17. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2967]
    Einige Muscheln halt. die beid. Stükke derMuschel durch ein Schlos zusamm., schneid. leicht den Finger ab -andere durch einSchlieshäutgen. Schaupl. der Nat. von Plüche

     

    [IIb-15-1788-1789-2968]
    Lichtstubeten,daß in der Schweiz die Iünglingedie Mädgen in ihren Kamm. am Samst. undSontagtag besuch.; an einig. Ort, must' einer Monate aufder Leiter und vor dem Fenster bleib.,bis sie ihn eine Regennacht p aus Mitleid zumerstenmale hineinlies. Lienhard und Gertrud 4 B. Dah. Bauern keine scharfe Hunde und sie inien. Nächt. der Töcht. weg. an Ketten hielten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2969]
    Die Gross. u. uns. Iahrhunderts Menschennähern sich den Bewohnern heiss. Klimate; Gesicht,Stellungen, Kleidungen(die Ähnlichkeit mit denFigur. auf sines. Porzellan), Weichlichkeit, Aberglaube,Neigung zum Bilderdienst, Charlatane, Laster ien.Asiaten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2970]
    Aus dem karmentalischen Thor zogen auf einmal 306 Fabier,laut. Blutsfreunde, geg. die Vejenter.

     

    [IIb-15-1788-1789-2971]
    Q. Lekanius Bassus starb an einem Nadelstichim linken Daumen, Prät. Fabius an einem Ziegenhaar ineinem Löffel Milch. Gargantua

     

    [Manuskriptseite 323]

    [IIb-15-1788-1789-2972]
    Die Dekretalien verbiet. beiExkommunikaz. das Schlag. eines, dereine Tonsur hat, er sei frater clericus od.laicus. Dah. misbraucht. die Privileg. dieMönche. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2973]
    Die mediz. Kandidat. zog. zu Montpellier beiVertheidig. ihrer Inauguraldisput. den scharlachroth. Rok des Rabelais. Flög. Ges. der kom. Litt. 2 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2974]
    Kardinal dü Bellay lies ied. der den Rabelais nicht geles. mitseinen Bedient. essen |

     

    [IIb-15-1788-1789-2975]
    Manssklave kostet in Afrika 160 Reichstaler,Sklavin 128 Reichstaler; für einenfehlend. Zahn ein paar Thal. minder. Gött. Anz. 1789.

     

    [IIb-15-1788-1789-2976]
    Bei den Schnekkenschaal. richt. sichdie Mannigfaltigkeit ihrer Farben nach der derSchweislöcher am Halse, aus denen der versteinernde Saft kömt, derzu verschied. Zeit. verschied. Farb. hat. Wennder Hals seine Lage ändert: so komm. also Flekk. aneinem a. Ort hervor. Ist ein Höker am Hals: sodie Schale an eben dem Ort einen; mitied. a. Lage des Halses wird eine neue Spize, neue Furche, dah.bei den Purpurschnekk. alles vol Spizenzum Schuz geg. Feinde. Plüche

     

    [IIb-15-1788-1789-2977]
    Die Spiz= u. Stekmuschel strekt ihr.Rüssel üb. 1 1/2 Zol zur Schale heraus und klebt ihnim Sand fest u. verkürzt ihn, das Haus hint. sich herzuziehen. Wilsie stil liegen: so klebt sie die ausdem Rüssel gesponnenen Fäden miteinem Tropf. Harz aus ihm an. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2978]
    Die kegelförm. Meerröhren sind unregelmäss. gekrümt, weilsie mit dem einen Ende am Körp.festhäng. u. als zarte Röhr. alle Krümmungen annehmen- da der Bewohner nicht von der Stellekan, ab. wol bis zur Hälfte heraus: so dreht er sich überal hin.|

     

    [IIb-15-1788-1789-2979]
    Das rothe Orgelwerk ist eine Mengerother zylind. Röhren durch Queerbänd.verbunden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2980]
    Die Meerigel überal Füsse, können auf demRükk. wie auf dem Bauche gehen |

     

    [Manuskriptseite 324]

    [IIb-15-1788-1789-2981]
    Da das Krokod. hint. sich eben so gut seh. kan: so stehtsauflauernd, mit dem Kopf gegendas Wasser gekehrt |

     

    [IIb-15-1788-1789-2982]
    Die Platfische, Plateisen, Schollen sind plat, fastrautenförmig; wenig schwimm., meist auf dem Grund auffliegend, istdie obere Seite grau wie Schlam, um darin verborg.zu sein |

     

    [IIb-15-1788-1789-2983]
    Walentin Weigel: ineiner Stunde promovirt der h. Geist einen Bauerzum Doktor, lehrt den ganz. Katechis. ohne Irthum. Semlers Lebensbesch. 2. B.

     

    [IIb-15-1788-1789-2984]
    Ebenda: Iohannes gieng zuerst u. mit Gewalt inden Himmel; erst bei derErlösung kam. die übrigenMenschen hinein - "o möchte ich ein Kloz sein od. soviel wirk. als ein Kloz, nur eine 1/2 Stunde, ichwürde ein Prophet, ein Apostel." |

     

    [IIb-15-1788-1789-2985]
    Wer auf Vorrath denkt, Eigenth. und Rent. sich verschaft,ist kein Kind Gottes. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-2986]
    Gewisse Mystiker: die Luft ist der Geist Gott.u. heilig; alles in 100 Iahr. in Europa gemachte Papier beschriebenicht die Dienste der Luft;mit dem Wort werde (Böhmens fiat)könne der Mensch gröss. Wund. thun als Got,das Meer theilen und den Türk. darinertränk., Teufel behersch., den gröst. Walfisch herausund ess., Bäume zu Weihnachten Früchte,aus all. Metallen Goldmachen. | S. 92.

     

    [IIb-15-1788-1789-2987]
    Semler: alle mystischen alchym. Bücher hatt.,wenn sie warm geword., einen angenehmen Geruch, weildie Besiz. ihre Teilnahme daran offenbarenwolten | S. 107

     

    [IIb-15-1788-1789-2988]
    Die Katholiker merkt., daß einerein Priszillianist sei, wenn er blos aussah, weil erdie Kreaturen Gott. aus Verachtungnicht reichlich geniesse. |

     

    [Manuskriptseite 325]

    [IIb-15-1788-1789-2989]
    Den Nam. patres lässet Turretin u. Kalixtus nur bis ans 6 Iahrh.gelten, darauf dieAntichristen - Luth. fängt das Pabstthum von Gregorius dem Gross. an |

     

    [IIb-15-1788-1789-2990]
    Die Coccejaner sah. die Schlacht beiMühlberg, die vereinigt. Niederlande den 30iähr. Krieg im Hohenliede Salomonis |

     

    [IIb-15-1788-1789-2991]
    Haller: dem Schrekk. ist(wie dem menschlichen Durchfal) dieDintenergiess. des Dintenfisches, die Ausdünstung desStinkthiers p zuzuschreiben. Tissot.

     

    [IIb-15-1788-1789-2992]
    Die Furcht macht Hunde durchfällig. Wepfer: auch Wölfe. | Sie macht oft Wahnsin,|auch im Traum |

     

    [IIb-15-1788-1789-2993]
    Wein darum bei anstekk. Krankh.nüzlich, weil er durchdie Vermehrung der Ausleerungdie Einsaugung mindert |

     

    [IIb-15-1788-1789-2994]
    Iunker: die berührte Todtenhand nüzt geg.Hautkrankheiten durch den Schrekk., der einen Krampf erregt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2995]
    Karl V. erschrak üb. sein lebend.Leichenbegäng. so daß er einige Tage darauf starb|

     

    [IIb-15-1788-1789-2996]
    Haller: viele wurd. von derAussicht von den steil. Alpenhöh., mitZitt., a. mit Ohnmacht, a. mit Durchfalbefallen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2997]
    5 Alex. Petronius: ein Bedient. der üb.den gefrornen Po geritt. war, starb da e vor Furcht, da ers am a. Tage erfuhr. - Ein Pazient des Dr. Hollings starb vor Schrek, (nach Kirkpatrik) od. vor Freude (nach Tissot) da er hörte daß seine überstand. Krankh. die Blatt. gewesen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2998]
    Die Furcht macht (durch geminderte Thätigk.) dreitägigesFieber, der Schrek heilt sie (durch gemehrte). DerSchrek in Kurland ein gewöhnliches Mitteldagegen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-2999]
    Die Furcht gut in der Tolheit; Smellie, sie nimt zuweil. Geburtsschmerzen weg.|

     

    [IIb-15-1788-1789-3000]
    1720 wurde zu Berlin ein Iüngling inagone und ohne Be

     

    [Manuskriptseite 326]

    wustsein, durchein aufspring. Pulvermag. heil. Verdries

     

    [IIb-15-1788-1789-3001]
    Die Königin Elisabeth lies den Waidbauverbieten weil sie den Geruch nichtleiden konte; zu lange Degen zerbrechenund abkürzen.

     

    [IIb-15-1788-1789-3002]
    Nach Merkurialmitt. wird man oft wegender verursachten Erschlaffung, fet.

     

    [IIb-15-1788-1789-3003]
    Der Vielfus hat auf dem Rükken eine Röhre,die sein Schwimmenbefödert indem sie sich bald auf dies. bald ieneSeite neigt. Plüche.

     

    [IIb-15-1788-1789-3004]
    Bei Blumen die ihr Haupt indie Höhe tragen, ist derStaubfaden höher als die Fruchtröhre,damit der Staub sie erreicht - zur Erde hängen, Fruchtröhrelänger, damit er im Herabfall. in sie kömt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3005]
    Daß der Saft in die Holfasernaufsteige und in den Gefässen der Rindewieder zur Wurzel kehre; aus demPalmwein erweislich, der aus der angebohrtenWurzel des Palmbaums rint u. diesen Weingeschmaknicht hätte, wenn er nichtmit dem geist. Saft der aus den Blätternzurükläuft gemischt wäre |

     

    [IIb-15-1788-1789-3006]
    Bei einem Baum an einem Hügel hatdie Seite gegen den Berg, wodie Luft eingeschränkt ist, weniger Aeste, diegegen das Thal, wo sie alleFreiheit hat, mehrere und tiefer hängend|

     

    [IIb-15-1788-1789-3007]
    3erlei Art. Baumwolle, eine kriecht auf derErde, a. wie ein Strauch, 3teHöhe einer Eiche - alle eine schwarze Schote wieeine Nus worin weisse Wolle |

     

    [IIb-15-1788-1789-3008]
    Die sinesische Aloe hat 1) schwarzesHolz od. Adlerholz 2) gelbesoder Kalambukholz, als Spezerei, brent wie Wachsund gewürzhafter Geruch 3) das* innerste gut riech., Kalembak oder Tambakholz, womit man Kleider und Zimmer räuchert, zur Einfassung der Edelsteine, gegen Lähmung; Blätter zu Dachziegeln und Tellern, Dornen zu Ahlen,

     

    [Manuskriptseite 327]

    Garn von seinen Fasern; aus Knosp. u. Rizen ein süsser Saft; Äste schmekken wie eingemachte Zitronen, Wurzel zu Seilen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3009]
    Obst wird auf einem hohen Baume in freier Luftzarter und saftiger, weil vielleicht der Saft sich inmehrer. Ästen läutert. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3010]
    Die Kapern sind nicht die Früchtesondern Knospen eines in Schut gernwachsenden Baums |

     

    [IIb-15-1788-1789-3011]
    Die Blätter der Artischokkenverlieren ihre Bitterkeit undwerden weis wenn man sie in Strohgegen alle Luft einbindet |

     

    [IIb-15-1788-1789-3012]
    Schon die blosse Vermischung der Erdevon verschiedenen Ekken eines Feldsverbessert ihre Güte |

     

    [IIb-15-1788-1789-3013]
    Wenndas Getraide vorher in Kalchwass. , - Lauge - Weinhefen - Oliventräbern - zermalmt. Kalch - eingeweicht wird: so bekömts ausser der Fruchtbarkeit, die die Insekten vertreibt, Fruchtbarkeit über die Hälfte |

     

    [IIb-15-1788-1789-3014]
    In den westindisch. Inseln bewahrt und säetman das Getraide in den Aehren |

     

    [IIb-15-1788-1789-3015]
    Wenn man im ersten 1/2 Iahr esalle 14 Tage umgerührt und die Nachbarsch. dess.gegen die Insekten mitKnoblauch od. anderen starkriech. Ding. gerieben hat:so bleibt es in Gruben, oder Hauf., mit Kalch bestreut, 100Iahre ohne Würmer und Fäulnis |

     

    [IIb-15-1788-1789-3016]
    Wenn die Weinstökke zu altwerden: so reisset man sie aus (dasBepropfen ausgenommen), sezt aber erst nach 1 Iahrfrische hinein u. macht durch Einsäen vonWeizen p die Erde magerer, damitdie zu starke Nahrungdie Sezlinge nicht erstikke |

     

    [IIb-15-1788-1789-3017]
    Die grosse Iavansche Gartenspinne verstrikt inihrem Gewebe kleine Vögel; Hinterleibenglisches Zol gros. Lichtenbergs Mag. für die Naturg. 3 B. 2 St.

     

    [Manuskriptseite 328]

    [IIb-15-1788-1789-3018]
    Sydenham: die Bräune oderHalsentzündung meist beiRothhaarigen.

     

    [IIb-15-1788-1789-3019]
    Ebenda: bei epidem. Krankh.bringt oft die Heilart, die am Anfange des Iahrsheil. würde, am Ende desselb. um.

     

    [IIb-15-1788-1789-3020]
    Alle ep. Krank. sind entweder Frühlings= oderHerbstkrankheiten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3021]
    Das giftige oder Pestilenzfieberendigt sich mit einem heilenden Schweis,die Pest mit einem Geschwür |

     

    [IIb-15-1788-1789-3022]
    Pest geheilt durch Aderlassen am besten,das viel und zeitig war: sonstschädlich.|

     

    [IIb-15-1788-1789-3023]
    Tomar (in Estremadura) mus der Königin ieden Tag wodie Sonne nicht in Lissabon scheinet,ein Schaf geb., das sie als ein Opferwieder dem Kloster Belem schenkt.

     

    [IIb-15-1788-1789-3024]
    In Evora (in Port.) schlagen Notarien undSchreiber ihre Tische aufm Markt auf und verkaufenSupliken Hochzeitkarm p. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3025]
    In Koimbra ein gross. Bakof. worin iährlich 1grosses Brod gebakken wird, wovon ied. alsein Heiligthum ein Stük mit nimt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3026]
    Wil der port. König ausfahren: so geht morgendsein Trompet. durch alle zu passirende Gass. -Königin: Pfeifer und Trommelschläger - Infant:Hautboisten |

     

    [IIb-15-1788-1789-3027]
    Das beste Zimmer in allen madrit.Häusern gehört dem König, ausser abgekauft ihm |

     

    [IIb-15-1788-1789-3028]
    Der Kronprinz wird darum nach Asturien genant, weil sieallein nicht den Mohren unterwürfig |

     

    [IIb-15-1788-1789-3029]
    Im Dorf Renteri (in Biskaia) blos Mädgen, keineMänner und Weibergeduldet |

     

    [Manuskriptseite 329]

    [IIb-15-1788-1789-3030]
    In S. Sebastian d E in Biskaia die Einwohner das Privileg daß der König in bloss. Kopf mit ihnen reden müsse |

     

    [IIb-15-1788-1789-3031]
    Zu Villila (in Arragon) eine 10 Klafter weiteGlokke, die bei einem Todesfalhoher Person selbst läutet sich. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3032]
    Zu Salamanka in der Gasse S. Polloeine Gruft unt. einem Ekhause wo schöne Zimmer, Gärt.p., in den. die Teufel sonst Schule hielten und inallen Wissensch. unterwiesen, mit derBedingung daß der lezte von den 7bleiben und ihnen in Ewigk. dienen solte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3033]
    Wenn der span. König nur 1 malein Pferd geritten: darfs niemand mehrreiten|

     

    [IIb-15-1788-1789-3034]
    Im königlichen sp. Pallast darf ausser Königund Königin nichtsverheirathets schlafen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3035]
    Butter in Sp. in Schweinsdärm. dach der Elle weggemessen|

     

    [IIb-15-1788-1789-3036]
    Bourges in Frankreich zum Wapp.einen Esel auf einem Katheder |

     

    [IIb-15-1788-1789-3037]
    Beim Franziskanerklost. zuMontpellier ein See vol stummer Frösche weil Antonius von Padua ihnen dasQuaken verbot |

     

    [IIb-15-1788-1789-3038]
    In * Kornubien (in Westsex) werden blos Fremde, nicht Einwohner von Läus. geplagt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3039]
    In der Grafschaft Roudland ist derFlekken Oukam, dessen Her allen durchsein Land gehenden Pferdendie Hufeisen abbrechen kan | Falsch S. 16/16

     

    [IIb-15-1788-1789-3040]
    Wenn in England einer,v der eine Maulschelle bekam, vor Ende eines Iahrs stirbt: so der Schläger getödtet. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3041]
    Auf den orkadischen Inseln keineSchlangen und keine Tolle |

     

    [IIb-15-1788-1789-3042]
    Ihre Einwohn. bewahren auf,den Trinkbecher S. Magni, ihres Apostels, denein angehender Bischof austrinken mus.|

     

    [Manuskriptseite 330]

    [IIb-15-1788-1789-3043]
    Die alt. Schotten beschuld. dieWeiber sogleich des Ehebruchs, die eineAmme hielten |

     

    [IIb-15-1788-1789-3044]
    Aussäzige und Tolle bei ihnen kastrirt, damitsichs nicht fortpflanzte |

     

    [IIb-15-1788-1789-3045]
    Alle 6 Monate leert man da dieGefängnisse, am stillen Freitag begräbtman die am Galgen hängenden|

     

    [IIb-15-1788-1789-3046]
    Die alten Irländergaben den neugebornen Kinderndie erste Speise auf des Mannes Degenspizeund wünschten ihnen Schlachtstod |

     

    [IIb-15-1788-1789-3047]
    Gaben den Kindern Wölfe Hunde pzu Pathen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3048]
    Auf dem See bei S. Omer schwimmende Inselndie man lenken kan |

     

    [IIb-15-1788-1789-3049]
    Zu Leiden die Tauben einbalsamirtaufm Rathhaus, die 1574 bei derBelagerung die Post des Entsazes hineinbrachten |

     

    [IIb-15-1788-1789-3050]
    Die Hauptkirche in Dordrecht ist mit 3 Reichstaler, nachanderen mit 3 Pfennigen gebauet |

     

    [IIb-15-1788-1789-3051]
    Middelburg mus alzeit 2 Adlerhalten wenn es nicht seineGerechtigkeit verlier. wil |

     

    [IIb-15-1788-1789-3052]
    In Fleissingen in Seeland legt maneinen Strohwisch vor die Thür bei demTode einesMenschen; Leinwand mit einem Püpgen,Tod Geburt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3053]
    Niemegen mus iährlich einen Handschuh volPfeffer als Tribut nach Achen senden |

     

    [IIb-15-1788-1789-3054]
    Vom Vieh und Eswaren darfnichts auf dem Land verkauft werden bevor mans indie Stadt Groningen erst gebracht |

     

    [IIb-15-1788-1789-3055]
    In Ferrara mehr Häus. als Einwohner, Gassendie nur an 1 Seite bewohnt sind, deren Güter der Pabst konfiszirthat |

     

    [Manuskriptseite 331]

    [IIb-15-1788-1789-3056]
    Die Klöster in Neapel das Privileg, alle ansie stossenden Häuser bis auf die nächsten Gassenzu kaufen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3057]
    In Sizilien darf keine Frau undkeine Manspers. ohne Bart in einem Wirthshauslogiren |

     

    [IIb-15-1788-1789-3058]
    Zu Scharzfels in Braunschweig ein Thurm woraufdas Gespenst kein Dach leidet |

     

    [IIb-15-1788-1789-3059]
    Im Dorf Kolbek in Sachs. tanzten aufVerfluchung eines Predigers zu Heinrich II. Zeit 15Männer und 3 Weiber einIahr |

     

    [IIb-15-1788-1789-3060]
    In Freiberg in Sachs. ist eine Kanzel in Gestalteiner Lilie und Rose, voneinem Man getragen, aus laut. Steinwerkdurchbrochen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3061]
    Das Schlos Karlstein wurde 1422 mit 2000 Fässernstinkenden Aesern, SchlangenMenschenmist p, bombardirt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3062]
    In der Breslau. Domkirche findetman, vor demTode einesKanonikus, dess. Stuhl zu, od. eine Rose darin |

     

    [IIb-15-1788-1789-3063]
    Das Comtoir zu Bergen heistdas Kloster, und dieKaufleute Mönche - auch im Zölibat |

     

    [IIb-15-1788-1789-3064]
    Zu Stokholm das Teufelsbuch, dasder Teufel schrieb, 2 Ellen lang, 1 Elle breit,Blätter roth. Pergament mit Mönchsschrift |

     

    [IIb-15-1788-1789-3065]
    Kasimirus in Polen befahl 1458 daßkeiner einöffentliches Amt bekäme, der nicht Latein könte |

     

    [IIb-15-1788-1789-3066]
    Die Polen musten dem Pabst dafürdaß er ihnen den Prinz Kasimir 1034 aus dem Klosterlosgab, versprechen daß sie insgesamt ihre Köpfe wie Benediktiner beschoren - daßvon iedem Haus ein Pfennig nach Romzum ewigen Licht in die Peterskirche gesteuert würde - daßdie Edelleute an hohen Festenunter dem Gottesdienst einweisses leinenes Tuch um den Halshängen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3067]
    Der Zaar besucht alle Charfreitagedie Gefängnisse, bezahlt Schulden vonGefangenen |

     

    [Manuskriptseite 332]

    [IIb-15-1788-1789-3068]
    Vor Presburg der Königsberg auf den der neugekrönte Königreiten muste und mit demSchwerd des heiligen Stephans, der die Ungarn bekehrt, 3Kreuzstriche in der Luft zur Bedeutungdes Siegs thut |

     

    [IIb-15-1788-1789-3069]
    Wein des Bergs Erymanthus macht schwanger u. andere rasend|

     

    [IIb-15-1788-1789-3070]
    Die Maiwürmer nüzten beimelancholischen, epileptischen,venerischen Krankheiten, durch Schweis, Harn,Stuhlgang. Sellens Beiträge zur Arzneiwissensch. 1 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-3071]
    Stat des theueren Salpeters nahm er den Braunstein derTöpfer, der bei mässigem Glühen dephlogistisirte Luftins Krankenzimmer bringt. 2 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-3072]
    Die span. Flieg. und dieMaiwürmer heilen oft Hundsbis durch Harn.

     

    [IIb-15-1788-1789-3073]
    Die weisse Birke wird am häufigsten vom Blizgetroffen, die er unt. dem Gipfelmit Zerstreuung der Splitter zerschlägt.Pallo In die Fichte macht ervon oben bis unten eine tiefe Furche od.die Rinde abschält, ohne Beschädigung des Baums. Pallas Flora rossica. T. I. P. 1.

     

    [IIb-15-1788-1789-3074]
    Milizin, Verfasser der Grundsäze der bürgerlichen Baukunst: man könne den Wohnungen das Ansehen von Hölen, vierfüssigen Thieren, Schiffen p geben: den Dächern Zierrathen durch vermalte Ziegel, die er in halbe Monde, Schupp., Vögel p legen wil. 2 Th. S. 19. S. 137. Alg. d. Bibl. 70 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-3075]
    Die Götter der Brasilianer und Guianer sindausgehölte Kürbisse und müssen ihnen Gutesweissagen. Scheibler von Südamerika. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3076]
    Die Drusen haben den Namen vomarabischen Worte Wollust, worein sie ihr höchstes Gutsezen. Adler. | S. 247

     

    [IIb-15-1788-1789-3077]
    Der Kais. Ibrahim, Wollüstling, befahl den Damen seinesSerails ihm Widerstand zu thun. Kozebue

     

    [Manuskriptseite 333]

    [IIb-15-1788-1789-3078]
    Ein Officier der beiiedem Aderlas aus Furcht ohnmächtig wurde, wurdsnicht, wenn man dabei trommelte. Blegny zodiacus medico-gallicus. Tissot.

     

    [IIb-15-1788-1789-3079]
    Lachen heilt Übelkeit Kolik Verstopfung - Tissot lies bei der Furcht derenglischen Krankheit matte blasse Kinder 12 Tagekizeln, bekamen bessere Farbe und stärker. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3080]
    Eine Frau konte nicht zu Stuhl gehen ohnevorher recht gelacht zu haben. Miszellaneen der Akademie der Naturforscher. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3081]
    Gewisse Wiedertäufer kizelten, umkein Blut zu vergiessen,die Schuldigen zu Tode St. Foix essays sur Paris t. 5. p. 55. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3082]
    Die Hypathier errichteten dem Lacheneinen Tempel |

     

    [IIb-15-1788-1789-3083]
    Freund, Tissot: ein Hypochondrist, der einmaldie Franzos. gehabt, hält sich nie für geheilt u.dieser Gedanke mehrt die Hypochondrie biszum Delirio |

     

    [IIb-15-1788-1789-3084]
    Die gröste Neigung zurGeselligkeit od. zu Geselschaften,wodurch so viele Leidenschaften erregt werd., isteine Ursache der iezigen Nervenschwäche |Die Venusseuche ist eine - die Liebe zuden Wissenschaften - dasAbkommen der Leibesübenden Spiele wieBal -

     

    [IIb-15-1788-1789-3085]
    Tabaksblätter, Hanf mus man aufund um den Kornhaufen streuen -überhaupt Gegengift gegen alle Insekten. Göze Allerlei. 5 B. - Derkleine Bohrkäfer betäubt durch eineDose, worin Rappé war; nistet selbst in Arsenikalpillen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3086]
    Man gräbt Weinbouteillen bis an dieMündung in den Kornhaufen;die Kornwürmer kriechen hineinzum Volwerden |

     

    [IIb-15-1788-1789-3087]
    Hohe Weinstökke werden alle15 Iahre niederge

     

    [Manuskriptseite 334]

    beugt und in eine ebenso tiefe Grube als die Wurzel ist gelegt; neue Kräfte im frischenBoden. - Niedrige werden iährlichbeim Aufhakken mit Erde beschüttet undverdekt. Plüche

     

    [IIb-15-1788-1789-3088]
    Gröste Feinde des Weinstoks sind 1) der Mistkäfer, der imWinter die Wurzeln, im Maidie Knospen durchsticht -man säet herum Bohnen, die er gegenden Weinstok vertauscht, - weil er sich nachher in Mistkäferverwandelt, legt man unten am Weinbergeine Miststätte an und verbrent ihn. 2) der kleine Goldkäfer roltdie zarten Blätterzum Düten seiner Eier 3) die Schnekken,die man amMorgen weil sie in der Hize sichverbergen, bekriegen mus |

     

    [IIb-15-1788-1789-3089]
    Im Weinberg 3 Lesen; 1 die Traubenmit den wenigsten Beeren, weil siedie besten, 2te diegrossen u. minder zeitigen, 3tedie grünen und faulen | Dieseverschiedenen Trauben kan manmit Nuzen vermischen; aber nach demKeltern und im Keller nimmer ohne Schaden. | Pater Perignon zu Hautvilliers erfand diese Mischung |

     

    [IIb-15-1788-1789-3090]
    Die Röthe des Weins entsteht aus derVermischung des Safts der Bälgemit dem der Beere; ie stärker gekeltert, desto röther. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3091]
    Auf Iamaika ein Baum, Lagetto, aus dessenRinde Leinwand oder Zeuch gemacht - noch ein a. da(Tournefort nent ihn Sapindum folius costae alataeinnascentibus) dessen Früchte einseifenartiges Fleisch zum Waschen ienes Zeugs,und dessen Kerne Knöpfe zum Kleidhergeben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3092]
    Die Harze lassen sich im Weingeistauflösen, nicht im Wasser;das Gummi umgekehrt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3093]
    Die feinste Segovische Wolle besteht aus denHaaren um die Gegend des Herzens; die übrige schlechtund zu Zeugen gefärbt |

     

    [Manuskriptseite 335]

    [IIb-15-1788-1789-3094]
    An manchen nordischen Ländernfolgen die Bienen der Pfeife des Wärters, der sie auf Wiesen führtu. heim |

     

    [IIb-15-1788-1789-3095]
    Wahrscheinlich dünstet aus den Meeren zwischenden 2 Wendekreisen täglich 1/2 Zolweg; um die Pole kaumeinen Strich - im Durchschnit alle Meere 1/4 Zol. Mithin steigt in1 Iahr ungefähr von 90 Zoll Dikke eine Wolke auf. 20befeuchten die Erde, davon aberkommen nicht 10 ins Meer zurük, die 10 a.verlieren sich in Thiere und Pflanzenund unter der Erde: sokan man noch 20 Zol abziehen. Bleibennoch 60, die die Hize der heissenErdstriche mindern; denn schon in Italien stiegdas Regenwasser auf 40. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3096]
    Englische Bergleute: wo unter der ErdeWasser, da auch Luft, wo keines, daerlöschen die Grubenlichter - also bringen einerleiÖfnungen beide hinein. Auch den Geruchder Kleeblüte rochen sie tief.

     

    [IIb-15-1788-1789-3097]
    Das Salz sieht wie Würfel, 6Flächen 8 Ekken - Alaun Pyramiden -Salpeter u. Krystal 6 Flächen, vereint 6ekkigeFlächen - Vitriol Rauten - Arsenik platteund scheidende Theile |

     

    [IIb-15-1788-1789-3098]
    Der Diamant des Königs in Frankreich wiegt 106 Karat, Herzvon Florenz 139, Mogol 279, .

     

    [IIb-15-1788-1789-3099]
    Zu Malta verkaufte Hayzähne fürSchlangenzungen, die Paulus versteinerte - dieFingersteine, die man für Donnerkeilehielt, sind der Zahn eines Seefisches -Die Krötensteine Bakkenzähne des Meerwolfs |

     

    [IIb-15-1788-1789-3100]
    Im Paris. Parlement wird ein Gefangner derfür unschuldig erklärt worden, durchdie Ehrenpforte zurük die grosse Treppehinabgeführt. Kozebue )

     

    [Manuskriptseite 336]

    [IIb-15-1788-1789-3101]
    Der Goldzieher umlegt einen Silberstabvon 2 Schuh 8 Zol Länge, 2 Z.und 9 Strich Umfang mit Goldblätgen vomGewicht 1 Loth - zieht ihn durch 140 immer engere Löcher bis zurHaarfeine und zu einem Fadenvon 307200 Schuh od. 73 Stunden - und doch bedektsGold überal das Silber - wird zu 2Flächen geplättet, wo also iede 73 Strich. |Beim falschen Golddrath ist der d vom Drathzieher durch die Zuglöch. gezogne Stab von Kupfer, um den Silber= um diese Goldblätgen; beide dehnen sich mit einander ohne Vermischung |

     

    [IIb-15-1788-1789-3102]
    Das Innere der Kokosnus dient gegen den Durst, so lang sie nochunzeitig ist - und gegen den Hunger,zeitig |

     

    [IIb-15-1788-1789-3103]
    Der Augenstern ist nach Fontana Entdekkung im Schlaf eben sozusammengezogen als im helsten Licht. Ianins Betrachtungen über das Auge. 1788 von Selle übersezt.

     

    [IIb-15-1788-1789-3104]
    Der Muskel über dem Augapfelheist superbus, richtet das Auge gen Himmel -humilis, unter, zur Erde - adductor, imgrossen Winkel, nach der Seite der Nase -abductor, im kleinen Winkel, nach der Seite des Schlafs. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3105]
    Zu viel Fet in der Augenhöle, dasdie Aug. gegen die Härte der Wändevon iener schüzt, treibt das Auge aus ihnen heraus undmacht Blindheit. | S. 22

     

    [IIb-15-1788-1789-3106]
    Die wässerige Feuchtigkeit im gläsernen Körperkan ohne Blindheitsgefahr herauslauf., Montre=Jean, Zin und andere. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3107]
    Ianin heilt den schwarzen Staar durchElektrisiren. Beim ersten Elekt. siehtman; aber nachher wiederdunkel; durch öftere Wiederholung |

     

    [IIb-15-1788-1789-3108]
    Niemals wurden mehr Kirchen gebauet als im 11Säkulum weil im 10 der iüngste Tag nichtkam )

     

    [IIb-15-1788-1789-3109]
    Lentin: ein gewiss. Laubkäfer saugt am Kornwenn es in der Milch steht, den Saft aus;ist kaum herunter *

     

    [Manuskriptseite 337]

    zubringen; sat fält er wie betrunken selbst herunter und kriecht nicht mehr zurük - aus derselben Wunde fliest der Milchsaft, verhärtet; daher Mutterkorn. Göze: bei Nässe und Wärme entsteht Volblütigkeit, das iunge Bläsgen zerspringt und dan die obige Wunde. Göze Allerlei. 5 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-3110]
    An der Randader des Unterflügels der Hummelsizen Häkgen, die beimFliegen über die Randader desOberflügels greifen und dadurchdie 2 Flügel in 1 Fläche spannen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3111]
    Ludwig XV kaufte einem Lorrainischen Künstl. das Geheimnis,die Maulwurfsgrillen, die lang im Wasserleben können, dadurch zutödten, daß man ihre Gänge vol giesset;dan kommen sie; und überdas Wasser Oel, durch welches gehend sieerstikken |

     

    [IIb-15-1788-1789-3112]
    Die Blatläuse sprizen hinteneinen süssen Saft von sich, daß es istwie wenn es regnete - die Ameisenlekken ihnen ihn vom Hintern ab -bei Dürre werden dieBlätter davon überfirnist - in Schweden fand einerauf den Nadeln der Rothtanne einendavon entstandenen Zukker |

     

    [IIb-15-1788-1789-3113]
    Pat. Naret: in Pers. ein Wasser,das man in die grossenStädte Orients führt und das wenn esumgerührt wird durch den Geruch gewisseVögel herlokt durch Geruch, die man Zenarmers nent u.die die Zugheuschrekkenauffressen, indem sie in 1 Augenblik verdauenund stets fressen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3114]
    Auf dem Mükkenflügel sind 1000 Knötgen, dieschräge gesehen die Sonnenstralen wieein Regenbogen brechen; in iedem 1 Häärgen,das den Flügel födert | An der Innenseitekleine Spizgen, die beimSizen die Flügel zur Ruh zusammenheften|

     

    [IIb-15-1788-1789-3115]
    Auf den Gottesäkkern gewisse Schmeisfliegen(musca coemeteriorium Linn. no. 82) im Gras und anden Leimwänden,

     

    [Manuskriptseite 338]

    wo eine oft 20000lebendige Iunge im Leib hat; dah. werdendiese in ein todt. Pferd gelegte Maden in 24Stunden leicht damit fertig |

     

    [IIb-15-1788-1789-3116]
    Sobald e Eingeweidewürmer aus dem warmen menschlichen Körper in die Luft kommen: sterben sie; nagen nicht, saugen nur |

     

    [IIb-15-1788-1789-3117]
    Nikolai: die mänlichenKatholiken unterscheiden sich durcheine beständige Bewegung desMundes beim Beten, konvulsivischeAugenbewegungen - weibliche imsanften Augenaufschlag und =niederschlag; dah. sieverliebter aussehen. Beide haben aucheine besond. Falte am Mund und Zug am Halse.

     

    [IIb-15-1788-1789-3118]
    Beim kleinsten Vorfal muste z. B. der Student in Baiern einMemorial zum Kurfürstlichen Schuldirektorio geben;dem Rektorat wurd' es, um Bericht zu erstatten mitgetheilt; daraufdie gnädigste Resoluzion. So bestimte serenissimusschriftlich die Zahl der Ruthenstreiche. Allgemeine Deutsche Bibl. 70 B. 1 St. 253.

     

    [IIb-15-1788-1789-3119]
    Zu Hirschfeld in Schlesien legte einVolksgarten der dasige Rektor Schönan an, aus einem unwirthbarenBerge. Hirschfelds Gartenkalender |

     

    [IIb-15-1788-1789-3120]
    Der englische Fischhänd. Tull kastrirt die Fische damit sie fetwerden |

     

    [IIb-15-1788-1789-3121]
    Von Irwing: Adam wurde aus einer vormaligenZerstörung der Erde mit denKünsten und Kentnissen derVorwelt in diese gerettet |

     

    [IIb-15-1788-1789-3122]
    Euler zog sich 1735 durch eine in 3Tagen gelieferte Rechnung wozu andereeinige Monate wolten, zu ein hiziges Fiebermit Verlust des rechten Auges |

     

    [IIb-15-1788-1789-3123]
    Nur Braminen dürfen den Vedam lesenund bei Lebensstrafe keinemAusländer eine Abschrift davon geben | S. 386

     

    [IIb-15-1788-1789-3124]
    Der Iapaner wird für dasAnblikken des Dairi gestraft. Dies. isset täglich ausneuen Geschirren von Thon

     

    [Manuskriptseite 339]

    und nachherzerbrochen werden. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3125]
    Die Cimbrier (Bewohner SchwedensSachsens Brandenburgs und Meklenburg)opferten dem Thor Menschen, Odin Pferde, FreyaSchweine, dem Proye Ochsen und alle 9 Monate wurde inErmangelung eines Sklavenoder Gefangenen das Loosüber einen zu opferndenMenschen geworfen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3126]
    Der Szythe trank das Blut des ersten ertaptenGefang., die vom Kopf gestreifte Haut hieng er andes Pferds Zügel, das Blut trank er aus vergold.,oder mit Rindleder überzogenen Hirnschädel; Sonne, Mond,Erde ihm heilig |

     

    [IIb-15-1788-1789-3127]
    Die Nerven die Paarweise aus Löchern des Schädels kommen, sind 9 Paare; ausdem Rükkenmark 30 Paare, 8 cervicales(Geniknerven), 12 dorsales, 5 lumbares, 5sacrales - diese Zahl beimanchen veränderlich wie die der Wirbelknochen. Ulrich. 43/16

     

    [IIb-15-1788-1789-3128]
    Haller, Malpigii, Meier: das Gehirnmark besteht aus Fibernund Fäden - andere: ein Gewebevon holen Kanälen - Hartley: aus soliden Fibern - Fontana: diese sind nichtparallel, sond. convolutae et contortae - Della Torre: aus zusammenhäng. kleinenKügelgen, verhalten sich zuBlutkügelgen wie 1:8 -

     

    [IIb-15-1788-1789-3129]
    Wenn man 2 Eierdottereiner Henne in 1 Eierschaleeines indianischen Huhns that: so entstandein Huhn mit 4 Füssen 4 Flügeln p. Cardan l. 7 de variet. c. 31

     

    [IIb-15-1788-1789-3130]
    Es ist keine Sünde, sich volzusaufenwenn man dad. mit Brechenden Magen reinigen wil. Thomas 2 quaest. 150art. 2. - Lessius de inst. et iur. l. 4. c. 3

     

    [IIb-15-1788-1789-3131]
    Stunzer: die Pokkenentstehen an Händen undFüssen häufiger weil sie kühler gehaltenwerden. A. Deutsche Bib. 70 B. S. 463

     

    [IIb-15-1788-1789-3132]
    Die Gebäude haben einen Karakter,und ihr Werth besteht

     

    [Manuskriptseite 340]

    in der Wirkungaufs Herz; die Höhe und Niedrigkeiteines Gebäudes beziehtsich auf Moralität, niedrige Hütte ist bescheiden -Dach besonders bedeutend - Profile vonGebäuden oder Silhouetten giebt derVerf. - karakterisirt die Einwohner aus Thüren,Fenstern und Schorsteinen; die in einemHaus mit höhern Fenst. froher als in einemmit niedern - erklärt wegen einigerFehler in der Façade ein Haus fürdas eines Wagenverleihers. Untersuchungen über den Karakter der Gebäude. 1785. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3133]
    Die englischen Geseze erklärenAssekuradeurs mit Waisen einerlei weil sieUnrecht leiden undnicht thun können. | S. 577.

     

    [IIb-15-1788-1789-3134]
    von Gleichen: gegenKornwürmer Bedekkung des Haufensmit Hopfensäkken, kriechen darauf, dan lässetman sie die Hühner fressen. | 608.

     

    [IIb-15-1788-1789-3135]
    Die lateinischen Buchstabenerfand Mikostrata, eine Prophetin auf demcolle palatina wohnhaft. Plutarch quaestiones - Mutter des Evanders, deraus dem Griech. noch zuthat h i qx y z. Isidor l. * Etym. c. 4.

     

    [IIb-15-1788-1789-3136]
    Die Bleidächer in Venedig sinddas schrekliche Gefängnis inVenedig, unter dem Dach des Sankt Markus=Pallastes, wo man vor Sonnenhizevom Bleidach fast raset. Schiller

     

    [IIb-15-1788-1789-3137]
    In den Nervenknoten scheiden sichdie vereinten Nerven - da ist eine neueAbtheilung der Nerven, weil mehrere heraus= als hineingehen.

     

    [IIb-15-1788-1789-3138]
    Man schlos, der Theil des Gehirnmarks, dess. Verlezung Tododer Verstandeslos. bringe, sei Siz der Seele: aberman hat noch keinen. Die Wunden deskleinen Gehirns nicht stets tödlich; Heuerman: die Wunden des corp.callos. nicht stets tödlich - Gland.pineal. versteinert, verfault ohne Seelenschaden(Borry: blos die Stelle dermedulla oblongata beim2ten Halswirbelbein gleich tödlich. Arzt 150 St.)

     

    [IIb-15-1788-1789-3139]
    Die Zähne werden von gewissenGeräuschen stumpf weil

     

    [Manuskriptseite 341]

    die Anastomos.des fünften Paars mit dem 7ten die auf dies. wirkende Töne auchauf iene wirken machen. Tissot.

     

    [IIb-15-1788-1789-3140]
    Die Geselschaft derWissenschaften in Göttingen aufs Iahr 1791: warum inDeutschland öfter als in Italien undanderen Ländern Bäume öffentliche Monumente pp.beschädigt werden - 12 Dukaten. Iournal für Deutschl.

     

    [IIb-15-1788-1789-3141]
    Wenn der Dampf des Bilsensamensund der Iudenkirschen auf KohlenZahnschmerzen heilen: so ists durch Betäubung,nicht herausgetrieb. Zahnwürmer, dienichts als deren niedergefalneKeime sind. Goeze.

     

    [IIb-15-1788-1789-3142]
    In manchen muste man den Tolwurm denHunden bei 50 Reichstalernehmen, und ihn vorweisen, um den lezternzu behalten |

     

    [IIb-15-1788-1789-3143]
    Da doch die Hunde darauf nach 2 maligerNehmung oft noch toller werden. Denn er istein muskelhaftes Band, das blos sie haben,weil blos sie nur durch schnelles Hin undHerziehen der Zunge saufen. Heidekker: alle zum Hundsgeschlecht gehörige,Wölfe, Füchse p. haben ihn. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3144]
    An der Niederelbe heilt man Gebissenedaß man alle Wochen dieFroschadern unter der Zunge entzweidrüktund das Blut heraus drükt: auf die Wundeselbst nach Auswaschen mit Urin, kömtZwiebel in Honig gekocht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3145]
    In einem gewissen Klosterheilen die Patres den Bismit dem Schlüssel des h. Hubertus, der aber vorher glühendgemacht ist |

     

    [IIb-15-1788-1789-3146]
    In Chili, wo es so heis, ist kein Hund tolgeworden |

     

    [IIb-15-1788-1789-3147]
    Cetti Naturgeschichte von Sardinien: dablos die 1 Hundsbastartart aus dem Iagd=und Hirtenhund bestehend und der sardinische Hundgenant; troz der Wärme

     

    [Manuskriptseite 342]

    ist an einem Ort,wo 4000 Hunde gehalten werden in 8 Iahren nur 1 tolgeworden. - Alle iunge Hunde vom 1ten Wurf einer Hündinwerden weggeworfen, weil sie leichter tolwerd.; auch keine langwollige, eben darum. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3148]
    D. Matthiis, Chirurg bei den Armeendes Königs von Neapel, heilte einentollen Hund dadurch daß er ihnvon einer Viper am Mund stechen lies|

     

    [IIb-15-1788-1789-3149]
    Im Preuss. 1784 den 2tenAug. eine Verord. geg. die, dieein von einem tollen Hund gebissenes Vieh mitdem Scharfrichterschwerdt rizen, um es zuheilen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3150]
    Prof. Hausen: eine mittelmäss. Stadt verliert durchden blauen Montag in 1 Iahr 13,541 Reichstaler 16Groschen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3151]
    Die Kamtschadalen: der Got Tuifährt mit einem Zug schöner Hunde, deren SchüttelnErdbeben macht. Dessen Kinderzeitung 4 St. 1786. - a.: ihreGötter, um nicht zu darben, iagen,fischen, graben Wurzeln. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3152]
    Die Türken erwählen zum Kapitaineines Raubschiffes vorzüglicheinen glüklichen Man; dieses führt dieFlaggen von allen Nazionen bei sich.|

     

    [IIb-15-1788-1789-3153]
    Zu Weihnachten unddem neuen Iahr gratulir. aus = undinwärtige Kardinäle einander; Pabstverboten, dem Kardinal Rohan zu gratuliren |

     

    [IIb-15-1788-1789-3154]
    Man kan ohne Zunge, obgleich nicht so gutschmekken. Haller T. V. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3155]
    Bekker durchsan seine Teufelslehre 25 Iahre eh er sie drukken lies |

     

    [IIb-15-1788-1789-3156]
    Im Kloster D. (aus Prag geschrieben)waren in den Zellen deriungen Nonnen Wiegen für das Iesuskindlein, das Nachts in

     

    [Manuskriptseite 343]

    die Zelle kam und darin übernachtete: am Morgen beklagtesich oft manche, sie hab es 2 Stunden wiegenmüssen weils nicht schlief. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3157]
    Die Böhmen gaben nach dem Todihres Fürsten und Führers nach Böheim,dem Krokus am Grabe von diesem stat der Krone dess.Stüze Müze, und den Stab worauf Z. sich im Alter stüzte. Oberschlesische Monatsschrift 1 St. Iul.1788.

     

    [IIb-15-1788-1789-3158]
    Ein englischer Schriftsteller zählt 11,419,200getödtete von derchristlichen Intoleranz - über denBilderdienst z. B. 60,000getödtete. (wahrsch. Voltaire) |

     

    [IIb-15-1788-1789-3159]
    Die polnisch. Bauernmädg. lassen nicht eherBeischlaf zu bis sie vom Liebhaber einmal recht geprügeltworden; damit sie bei der Beichtund ihrem Gewissen dieEntschuldigung der Nothzucht haben.Daher Tänzer unter ihrem Pelzeeine Peitsche haben. S. 83.

     

    [IIb-15-1788-1789-3160]
    Die alten Zelten liessen einemFreund, den sie ehren wolten, ihre bestenVolkslieder, von den Barden vorsingen. |öffentlich. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3161]
    Pringle: von 23 Personen,die alte Zelte, worin Kranke, flikten, starben 17 anAnstekkung |

     

    [IIb-15-1788-1789-3162]
    Die Ägypterstelten Götterbilder als Wächter um die Mumien. Kirchers Sphinx mystagoga. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3163]
    Mumie auch darum in Pech, Wachs und einemkreideartigen Brei, um die hieroglyph. Thiere (Sonne, Mond, Schlange,Anubis) leichter anzudrükken. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3164]
    Die Eingeweide thun sie in ein Kästgen undreden die Sonne an: "o Sonne nim mich auf; from habich die Gotheiten verehrt; ich habenicht getödtet, gestohlen p: hab ichaber mich überfressen und volgetrunken:so ist blos dieser (der im Kästgen seiende) Magen schuld" werfen beide ins Meer. ||

     

    [Manuskriptseite 344]

    [IIb-15-1788-1789-3165]
    Den Königen von Polen wurde sonstbei der Krönung ein PaarHolzschuhe gewiesen, zum Andenken desBauerstandes des Königs Primislas. Musäus. 3 Th.

     

    [IIb-15-1788-1789-3166]
    Ein gewiss. Dorf in Böhmen giebt blos einen NösselHaselnüsse Tribut. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3167]
    Drei steinerne Kreuze (1 auf dem Kopf, 2ter mitten, 3ter Füssen) auf demGrabe Zeichen eines Helden |

     

    [IIb-15-1788-1789-3168]
    Diodor: die Ägypter:die Götter wandelten noch in Thiergestalt umher, umdie Menschenhandlungenzu beobachten. Kircher. Sphynx. Oberschl. Monat. 4 St.

     

    [IIb-15-1788-1789-3169]
    Appollonius Thyganäus erkante den König Amasis in der Gestalt eines Löwen,der gegen ieden gut war, in die Tempelmit gieng, nichts vom Fleischsondern Honig und Brod as, auch gekochtes u. Wein; Appollonius lies ihn nach Appot Leontopolis in einen Tempel schikken, ihm geopfert und Flöten vor ihm hergeblasen. || Philostrat. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3170]
    Die Kabbalisten: iede Seele wird 3 malgeschaffen; die Seele des 1. Menschen flog in Davids Körper u. wird den Messiasbeleben. Man meinte darunter,sie durchgehe den Körper von 3Menschen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3171]
    In Berlin sind unter 1000 Todten 8Selbstmörder, Wien 6, England kaum 2, Schweidniz 20. | 5 St. S. 433.

     

    [IIb-15-1788-1789-3172]
    Die Samenhändler nehmen dem Nadelholzsamendie Flügel, wod. er aufquilt u. glänzt: ab. er ist darumnicht leichter einzurechen und mit Erdezu bedekken u. da er darüber in Fäulnis kömt, sowächset er nie so hoch als geflügelter. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3173]
    Als die Russen unter Tottleben Berlin angriffen: spantendie Berlin. Iungen vor die Pulverkarren,holten

     

    [Manuskriptseite 345]

    Ammunizion aus dem Zeughaus,reichten den Vertheid. Patronen unterdem Feuern der Angreifer, fuhren mitKarren zu Destillateurs, Bäkkern um Brantewein, Brod pp. dad. thatdie halb aus Deserteuren halb Invalidenbestehende Zahl viel |

     

    [IIb-15-1788-1789-3174]
    Plözlich überzieht eine Haut das Aug desRindviehs und es stirbt; aber dieOchsenknechte tragen stets blauen Vitriol bei sich,der sie wegbaizet und heilt. Heist der iähe Haus oder Haug |

     

    [IIb-15-1788-1789-3175]
    Platner: da beim TiefsinUnbeweglichkeit in allen a. Theilen desGehirnmarkts ausser dem für dieiezige Idee, ist: so entsteht Schwäche des Kopfs, Unvermögen des ihn aufrecht und den Körper in Gleichgewicht zu halten; oft Unvermögen in Sprachwerkzeugen.

     

    [IIb-15-1788-1789-3176]
    Ebenda: Tiefsin schadet nichts,gesund vielmehr, wenn derNervensaft immerin mehrere Theile des Gehirns vertheilt wird u. wennman sich über mehrere Kentnisse ausbreitet. | Istaber der Gegenstand des Tiefsins immerderselbe, macht er keine grosse Ideenreihe aus: so wirddie Bewegung des Nerv.nach 1 Theil des Gehirns gewöhnt - diese 1 Idee kriegtimmer mehr Gewalt über die Seeleund zulezt Wahnsin; das Gehirn wird in a.Theilen troken und hart, Mangel des Gedächtniss.,sogar das körp. Gefühl stumpf, keinBewustsein; Heishunger, Epilepsie, Tod p.

     

    [IIb-15-1788-1789-3177]
    Ebenda: Dieses wird in Rüksicht des Gehirnsgeheilt, daß man den Nervensaft aufandere Theile desselben leitet durchZerstreuung, a. Gegenstände, Reisen, Musik,Entfernung aller mit derherschenden Idee verwandten Gegenstände,entgegengesezte paradoxe Ideen - damit er in a. Glieder komme,Purganzen Klystiere, Blasenpflaster,Hungerregung, Schläge, Heirathen. |

     

    [Manuskriptseite 346]

    [IIb-15-1788-1789-3178]
    Alte Theologen: am Himmel ist ein demhebräischen ähnliches Alphabet, Alphabetum coeleste -die Engel haben auch eines, ienemähnliches, angelicum - Iuden: Got erfand dieBuchstaben, und hatte das Gesezmit feurigen Buchstaben vor derErschaffung bei sich. Der Buchdrukkerkunst 2ter Theil 1740 - wo beide in Kupfergestochen.

     

    [IIb-15-1788-1789-3179]
    Apollonaristen: Christus hatte nur eine sinlicheSeele, die vernünftige war Got. Seil. Kirchengeschichte

     

    [IIb-15-1788-1789-3180]
    Manichäer hiessen sich Eukratiten,Hydroparastaten, Siliotarier, umdadurch sich zu verbergen und ihrenFeinden zu entgehen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3181]
    In Wien eine Brüderschaft zur Ehre Marinus und aller Heiligen; Vornehmedarunter; ied. Glied mus wieder einanderes anwerben; stat Geld sagt mangewisse Gebete her. Algemeine Deutsche Biblioth. 82. S. 83.

     

    [IIb-15-1788-1789-3182]
    An manchen Orten verehrt man denheiligen Augustin als Augenpatron,weil sich sein Name mit Aug anfängt. S. 84.

     

    [IIb-15-1788-1789-3183]
    Carminati: der künstliche Saft der aus 1 UnzeBrunnenwasser, 5 Gran Küchensalz, 2 QuentgenKalbfleisch digerirt, besteht, so gut wie der thier. Magensaft. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3184]
    Der hypochondrische Magister Bernd hatte eine ausserordentlicheBegierde, seine Freunde anzuspeien. Moriz |

     

    [IIb-15-1788-1789-3185]
    Cellar. Diomed. l. II. c. de discretione: die Römer hatten zur Inpunkzion anfangs nur den Punkt, oben am Buchstaben wars unserer, an dessen Mitte das Komma, unten das Kolon. Peuzer. Die Deutschen bedient. sich bei * edirten und selbst gemachten lateinischen Schriften nur des Kommas und Punkts, später erst des übrigen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3186]
    An manchen Orten mus ein Geseldes Schlösserhandwerks

     

    [Manuskriptseite 347]

    der das Formular des Wilkommensnicht fertig herbeten kan oder sonstetwas versieht, in den Schlüssel beissen, denman ihm so heftig zwischen den Zähnenumdreht daß alle losgebrochen werden - odereine unbillige Geldbusse. Gözens Allerlei. 5 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-3187]
    Die blaue Farbe fastallen Völkern ein Sinbild der Freude.Die Nordamerikaner haben rothenweissen schwarzen Thon; aber nur mitdem blauen bemalen sie sich beiLustbarkeiten. Karver |

     

    [IIb-15-1788-1789-3188]
    Das Salzkraut zu Chili bedekt sichtäglich mit rundenSalzkrusten, dieman abschüttelt. Vidaure von Chili |

     

    [IIb-15-1788-1789-3189]
    Die Pflanze Pangue, deren Mark angenehm undderen Wurzel zum Gerben u. zur Dinte taugt, beweisetwo sie steht, eine verborgne Quelle ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3190]
    Das Narrenkraut macht die Pferdeeine Zeitlang tol; die Tembladerilla zitternd - keineanderen Thiere. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3191]
    Der Polpo eine Art von Rochen, sieht wieder Ast eines Kastanienbaums - Kopf undSchwanz wie Spizen eines Zweigs - breitet er seine 6Füsse aus, wie Wurzeln, der Kopf wie die Spize desabgebrochenen Schwanzes. || macht die betastende Handeine Zeitlang star ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3192]
    Ein Bauer legt sich mit einer Kuhhaut bedektauf die Erde, den sie begehrenden Greifgeierhält er fest bis andere ihn erschlagen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3193]
    Der Flamingo, ein Wasservogel bauet sein Nest 2 1 1/2 Schuh über der Erde aus Koth, brütend steht er mit den Beinen ausser dem Nest. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3194]
    Der amerikanische Löwe besiegt meist diePferde; aber der Esel giebt, unter Spielenund Bewegung, dem Löweneinen betäubenden Schlag mitden Hinterfüssen vor den Kopf; springt er

     

    [Manuskriptseite 348]

    ihm auf den Rükken: so erdrükt er ihnsich umlegend oder streift ihndurch die tiefsten Zweige rennend ab ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3195]
    Im 15 Iahrhundert dichtete manlateinisch, Reden BriefeFürsten Prälaten und Gelehrte im Latein.Al Gegen das Ende des 16 Iahrh. ahmten die deutschen Dichter die Italiener nach, französische und deutsche Höfe italien. - da Italiener Meister vom ganzen Handel waren: so It. die Kunstwörter des Handels; ent in der Levante spricht man noch einen mit fremden Wörtern vermengten italienischen Iargon, der von damals herkömt, d.: fränkische Sprache. Algemeine deutsche Bibl. B.81. S. 13.

     

    [IIb-15-1788-1789-3196]
    Haller wurde 1732 der Schwulst, 1773 des Kriechensbezichtigt. S. 26.

     

    [IIb-15-1788-1789-3197]
    Eberhard: die Römerund Griechen haben in ihrenDialogen so viel Rauhes undWidersprechendes, weil sie das 2teGeschlecht davon fernhielten stattdie Franzosen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3198]
    Bei einem Bal in Stokholm wendendie Menuettentänzer einander den Rükken zu also aussehend wie 2Solotänzer, um dem Hof das Gesichtzuzuweisen. | S. 209.

     

    [IIb-15-1788-1789-3199]
    Adelung verglich Leipzig mit Athen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3200]
    Den tollen Hund fliehen diegesunden, schmeicheln ihm ängstlich, da es bei a.Krankheiten nicht ist - in der leztenKrankheitsperiode verlässet er seinen Wohnort. Hamiltons Bemerkungen über die Mittel wider den tollen Hundbis. Aus dem Englischen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3201]
    Blosser Geifer auf der unverwundeten Haut machte Wuthund Wasserscheu. Herausschneiden des Fleisches besteMittel. Eine Frau antwortete, bis die Raserei zu hoch kam wenigeStunden vor ihrem Tod, vernünftig ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3202]
    Ein Iüngling schleift einenrostigen Degen womit einen tollen

     

    [Manuskriptseite 349]

    Hund getödtet, schneidet sich in Finger,tol und tod. Eine Frau wird in die Schürze gebissen,wil sie zunähen, beisset einen Faden, todund tol ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3203]
    Schröpfen und Aussaugen gut -Indier saugen das Gift der Klapperschlange aus, denMund vol Oehl ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3204]
    Hamilton: nach dem 43 Tage istvom Bis nichts mehr zu erwarten ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3205]
    Bei den Hunden istdas Gift wirksamer, ihr Tod früher als beimMenschen ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3206]
    Van Swieten: man erstikte mitBeifal der Obrigkeit Wasserscheue mitBetten || Bei den Deutschenund Engländern gewöhnlich Frank )

     

    [IIb-15-1788-1789-3207]
    Das Hundsbellen derselben ist blosein wiederholtes Bestreben, denzähen Schleim und Speichel ausdem Mund loszuwerden ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3208]
    Chladni: Runde= undQuadratscheiben p. machen den Klang durch den Sandwomit man sie bestreuet, u. Glokken durcheingegossenes Wasser sichtbar - dieZeichnungen dav. könten derTapeten= und Kattunfabriken Musterkarten bereichern. S. 93 dessen Entdekkung über die Theorie des Klangs |

     

    [IIb-15-1788-1789-3209]
    In Magdeburg bekam das Vieh seit wenig. Iahren auf einmalden Knochenbruch, daß nämlich das Viehauf einmal hörbar die Knochen zerbrachund endlich starb |

     

    [IIb-15-1788-1789-3210]
    Das Pedal ist der wesentlichste Theil derOrgel, in England selten eines |

     

    [IIb-15-1788-1789-3211]
    In Holland bestimmen die Geseze 21/2 und 3 p. C.; daher ausser Landsverliehen, um 4, 5 zu kriegen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3212]
    Manche Körper widerstehen nur darum derInokulazion der venerischen Anstekkung,weil in ihnen schon eineandere Krankheit stekt, dieAnstekkung verbeut | Hunter über die venerischen Krankheiten

     

    [Manuskriptseite 350]

    [IIb-15-1788-1789-3213]
    Hunter: das venerische Übel heilt derKörper nie selbst, nimt immer zu, | er hat kein Vermögen sich zu helfen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3214]
    Den Feldmäusen ist grober Mist vor derHerbstsaat äusserst beföderlich - bei Mäuselöchernmus man Haselstauden,Weiden p. mit beiden Endenals einen Bogen in die Erde stekken;darauf sezen sich Raubvögel Tag undNacht lauernd; aber wenig fangen sie, im Flugelauernd. | S. 585.

     

    [IIb-15-1788-1789-3215]
    Bei Quedlingb. wurde vom 1 Maibis zum 10 Iuni 1787 I. 32214 Stük Hamstergefangen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3216]
    In Pohlen hält man keinen Edelmanfür überwiesen, den mannicht über die That betraf - kan nurvom Reichstag verurtheilt werden. Da alle Städte oftbis zum Dorf gesunken, die höchsteGerichtsbarkeit haben: so ist sie oftbei den roh. gemeinsten Handwerkern. Biszu Kasimir dem Gross.konte ieder seine Bauer ungestrafterschlagen; er sezte eine Geldbusse darauf. Coxe's Reisen durch Polen p. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3217]
    Die Gymnasialbibliothek zu Hof hatzur iährlichen Unterhaltung 2 1/2Gulden. | Hirsching | S. 649.

     

    [IIb-15-1788-1789-3218]
    In der italienischen Schweiz dieEssercii santi, indem 20 p. reiche Privatleute sich in einem Hausversamlen, 1 oder 2 Geistlichebestellen, ieder ein Zimmer bezieht,gemeinschaftlich an 1 Tisch speisen, 8, 10 Tage soverharren, vom Geistlichentäglich 4 Predigten oderAbhandlungen hören, dazwisch. auf ihremZimmer beten und betrachten. Alg. d. B. Band 82. Schinz Beiträge zur Kentnis der Schweiz 4 Heft.

     

    [IIb-15-1788-1789-3219]
    Man exorzisirt noch immer Bären Wölfe da p. Nicht längsterbaten einige Landschaften, vom Syndikat Verbote desHolzflössens, weil dieHandlungsgeselschaft vonHexen Wassergüss. zurBeföderung desselben erbitt. könten ||

     

    [Manuskriptseite 351]

    [IIb-15-1788-1789-3220]
    Weikard: Duelle ein gutes Mittel,Despotien in Monarchien zu verkehren - machengegenseitige Achtung, feinere Sitten,und s*h**tner - wo sienicht sind, müssen sie gestattet, wo siesind, erschwert werden wegen derAusartung |

     

    [IIb-15-1788-1789-3221]
    In Neapel solte ein schon lange gesessenerVerbrecher zum Tod *verurtheilt werden, war schon vor 12 Monathen tod. Bartels, dessen Briefe über Kalabrien und Sizilien |

     

    [IIb-15-1788-1789-3222]
    Alles wird lateinischverhandelt; die Advokaten bekommenvon den Bürgern wie Hausärzte Iahrgeld. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3223]
    Der zum Tod verdamte bekömt 3 Tage vorherein leidliches Gefängnis und Geselschaftder Weissen, d. i. Mönche meist von 1tem Adel, die ihn mitAlfanzereien zum Tod bereiten, alleDelikatessen. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3224]
    In Rom rechnet man auf ieden Tag 1Ermordeten ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3225]
    Bei Pestum sind die Wirthsleute gesund stark,weil sie nicht in diegefährliche freie Luft kommen - Akkerleutebleich siech. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3226]
    Hunde und Eselspüren Erdbeben am stärksten,Sp Kazen später, Schweine gar nicht, Menschen wenig ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3227]
    Bei dem in Kalabr. verschlang ein Erdschlundeinen Prior, ein anderer Erdstos speietihn wieder lebend. aus: so auch ein Papiermacher||

     

    [IIb-15-1788-1789-3228]
    Bei den Männern war im Tode Anstrengungder Muskeln zum Widerstand die lezteStellung - Weiber Verzweiflung,über den Kopf geschlagene Hände ||Häuser mit Einwohnern bis 300 Schritte geschleudert. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3229]
    Man kan ein Thier nicht ohne eszu tödten, über 1/61 des Gehirns nehmen- der Mensch kan ohne Schaden 2 Unzenverlieren. Arneman. Versuche über das Gehirn und =mark.

     

    [Manuskriptseite 352]

    [IIb-15-1788-1789-3230]
    Sprengel: wenn die Indierinnicht die Erlaubnis zum Verbrennenkriegt: zündet sie ihr Haus an, um |

     

    [IIb-15-1788-1789-3231]
    In der Vestung von Mysore schnitman, als ein besonderes Opfer des Gözen,Freunden {Reisenden} undfeindlichen Gefangenen dieNase ab ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3232]
    In Friedensschlüssen werdenvon morgenländischen Völkern inHauptstädten Handelsleuten fremderNazionen Gassen bewilligt, wo sie, unabhängigvon der Landsobrigkeit, Handelndürfen. | S. 543

     

    [IIb-15-1788-1789-3233]
    Herder, andere: diePyramiden machten nebst denMumienfeldern und denKatakomben bei dentraurenden Ägypternein Ganzes, um das Schattenreichvorzustellen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3234]
    Vogel: zur Onanie reizt Kind. scharfeMuttermilch, Wikkeln, Nichtausleerung des Kinderpechs, vieleFleisch= und unverdauliche Speisen, warmeStuben und Betten undKleider, urintreibende Arzneien,Übereinanderschlagender Schenkel |

     

    [IIb-15-1788-1789-3235]
    Ebenda Einige riethendagegen Beschneidung; aber Herz und andere: auchbeschnittene thuns |

     

    [IIb-15-1788-1789-3236]
    Wirtenberg. Husarienlieutenant Miller: der Soldat musseine Füsse in einem Winkel von ungefähr90 Grad stellen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3237]
    Vor 60 Iahren hielt man diePietisten für Iesuiten | S. 607.

     

    [IIb-15-1788-1789-3238]
    Der Teufel gab ein Mädgen fürden ersten Beischlaf 9Gulden; nachher nur Käse Butterund etwas Geld - einerandern nur 2, 3 Pfenn. und fras noch Würste und Bier.- Peter Schenk muste einemweiblichen Teufel iedesmal 1Gulden und 6Groschen zahlen. Berliner Monatssch. | Franks medizinische Polizei 4 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-3239]
    Biester: die Flusgöttererschienen meist badenden Mädgen;

     

    [Manuskriptseite 353]

    Vielleicht erschien mancher menschlicheEngel einer Iüdin, um den Messias mit ihr zu zeugen|

     

    [IIb-15-1788-1789-3240]
    Luther: in Deutschl. war adelichesGeschlecht; das vom Teufelgezeugt worden |

     

    [IIb-15-1788-1789-3241]
    Kämpfer: welcher Iapaner beider Hinrichtung einesMissethäters, oder beim Todeines Sterbenden ist - ist denganzen Tag unrein |

     

    [IIb-15-1788-1789-3242]
    Berryat: an einer Frau konteman, selbst in derheftigsten Bewegung, keinen Puls fühlen. Geschichte der königlichen Akademie der Wissenschaften zu Paris - daher viele Aerzte ihr oft das Leben absprachen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3243]
    Der Zitteral durch de angelegten Magnet seine schlagende Kraft. Berlinische Samlung 1B.

     

    [IIb-15-1788-1789-3244]
    Er macht den, der ihn oft berührt, aussäzig, u. wenn er ihnisset, wieder heil |

     

    [IIb-15-1788-1789-3245]
    Der Knochen eines Pferdkopfes inder Stube treibt alle Wanzen fort |

     

    [IIb-15-1788-1789-3246]
    Da das Rindvieh oft über dem Wehrengegen Insekten nicht weidenkan: so bestreicht mans mit Aloe hepathic,Koloquinten, Ochsengalle, Raute, Weihrauch in Oel undEssig gekocht, überal. | S. 398.

     

    [IIb-15-1788-1789-3247]
    Oretschi: ein Italiener hatteein Geschwür an der rechtenHand, die dadurch wie Storax Gummi roch -eine hypochondrische Frau bekam eine wieOrangeblüten riechende Hand. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3248]
    Kahle fras ein Dintenfas mitSandbüchse, Federn und Federmesser, einen Hammelmit Haut und Wolle,einenDudelsak, konte mit den Zähnen einengrossen Nagel aus M dem Rade ziehen u. einen Man halten |

     

    [IIb-15-1788-1789-3249]
    Alle Fresser sehr stark; der Fresser Lepräus Elaus hatte 3 Reihen Zähne, Herkuleskonte sich sat essen, in den Nordländern wodie stärksten Fresser, diestärksten Leute |

     

    [Manuskriptseite 354]

    [IIb-15-1788-1789-3250]
    Muschenbroek: eine Iungfrau konte nieelektrisch werden. Kastilhon in Bouillon wars stets, Funkenund Stralen fuhren aus ihm |

     

    [IIb-15-1788-1789-3251]
    Moccia liest schreibtschläft auf dem Wasser, in das ihnTäucher mühsam hinunterzerten |

     

    [IIb-15-1788-1789-3252]
    Holwel: in Bengalen gehenBraminen zu gewissenZeiten aus, um Blattern einzuimpfen, wozudie Vorbereitung schon gemacht ist -fragen die Eltern, wie viels Blatternwerden sollen: so viel werdens auch | beten inder Operazion zur Blattergöttin, nehmenBlattermaterie von 1 Iahr alten |

     

    [IIb-15-1788-1789-3253]
    Russen überstehen ohne Schadenund Kur die Blattern, weg. des Schwizbads |

     

    [IIb-15-1788-1789-3254]
    Wenig Salz macht wachsen, viel das Gegentheil;das Pökelwasser hindert dasGraswachsen in Gängen desGartens und Alleen. | Die Schafe damitbestrichen geben bessere Wolle, keine Läuse. Iournal oeconomique|

     

    [IIb-15-1788-1789-3255]
    Bäume die dieBlätter lang behalten, erfrieren leicht,daher oft in Engl. bei grossem Frostblos die entblätterten Maulbeerbäumenicht. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3256]
    Ein Stadvogt zu Neuburg muste im 60 Iahr dasAbc wieder von seiner Frau lernen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3257]
    Der Postillon Chaudeson schlief vor iedem Unglük ein, vor derHinrichtung, daher man sie immeraussezen muste |

     

    [IIb-15-1788-1789-3258]
    Die Kink= oder BlasehörnerSchnekken die ans Ohr gehalten,tönen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3259]
    1753 hieng man in Frankreich eineNus stat der Butter ins kochende Wass., eben so fet. Gaz. Salut. 1766. N. 51. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3260]
    Sonst sang man in der Kirche Gebete gegen das Wet

     

    [Manuskriptseite 355]

    ter machen ab. Eine Hexe machte einWetter, indem sie ihren Urin in einer Grube umrührteund schlug | Frank 4 B.

     

    [IIb-15-1788-1789-3261]
    Plin: in Afrika Familien, die durch Lobenalles zerstörten, Bäume austrokneten,Kinder tödteten. l. 7. c. 2. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3262]
    Gewisse Menschen könnenbesonders durch Anschauen Kindern, besondersschwachen und zu Flüssengeneigten - nicht aberstarken und festen. Plutarch Gastmahl |

     

    [IIb-15-1788-1789-3263]
    Die Römer hiengenden Kindern gegen das Bezaubern, Amuleteum wie ein Priapus aussehend, dem die Vestalinnenopferten. Delrio: in Spanien eben darum geschlossene Hände (derDaumen strekt sich zwischen dem Mittel=und Zeigefinger vor) v Go Silber oder Elfenbein angehangen, die der des Verschreiens verdächtige anrühren mus. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3264]
    Vor 1 1/2 Hundert Iahren eine Art Zauberer,die wenn sie am Karfreitage mit Pfeilenauf ein Kruzifix geschossen, die Machtbekamen wenn sie mitSprechen aller Worte in die Luftschossen, täglich 3 ihnen bekanteMenschen zu tödten sie mochten sein wosie wolten - die Schüzen genant. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3265]
    Konstantin (L. eorum. Cod l. 9 T. 18 de maleficis) und einigeKanonisten liessens zu (z. B. Skotus): iener erlaubte in einemeigenen Gesez den Gebrauch der Schwarzkünstler gegen Reif Hagelund Sturm. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3266]
    Die Besessenen wohnten sonst inder Kirche, unter der Sorge derExorzisten, die ihnen gegenSatansversuchung Arbeit,Kirchenauskehren gaben. Middleton's Works. Vol. I. p. 220 |

     

    [IIb-15-1788-1789-3267]
    In Finland fiengen 1776 in der Gegendvon Uleaborg, bei40 Personen zu predigenan, fuhren troz dem Spin

     

    [Manuskriptseite 356]

    haus fort, hörten auf, sobald sie als KrankeVomitive p einnehmen solten |

     

    [IIb-15-1788-1789-3268]
    Frank kante in Speier eine Beamtenfrau,die viele Wochenlang glaubte, in der Hölleund deren Qualen zu sein, as langnicht - kurirt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3269]
    Er fand unter seinen LandsleutenMüzgen oder Häubgen vonSeide mit einem Zettel:"gegenwärtiges Mutter=Gottes=Käplein seind in dereinsiedlischen Gnaden=kapel, wieder allerleiTeufelskünsten, Zaubereien und Krankh. wie auch fürGebährende und Sterbende geweiht undhaben das Gnadenbild angerührt."

     

    [IIb-15-1788-1789-3270]
    In Schwaben wird eine Menge Walburgisöl, das zu Eichstät beidem Grabe dieser Heiligen aus einem Stein fliest(wahrscheinlich Naphtha unddaher flüchtig, daher die Mönche: derTräger müsse im Stand der Gnaden sein, sonstverfliege es) gegen dieschwersten Krankh. in kleinen Fläschgenausgetheilt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3271]
    In Mailand zerstossen FrauenklösterKnochen und Schädelvon Heiligen in Mörsern, kneten zueinem Teig, wodurch die h. Masse mehrausgedehnt wird - gegen Krankheiten.|

     

    [IIb-15-1788-1789-3272]
    Fortunatus Fidelis: ein Bettelweib gab sichdas Ansehen des Krebses durchHäutgen von Fröschen aufgeleimt, unddurch einen Schwam unter der Achsel, ausdem sie Milch und Blut durch ein Rohr alseine Iauche drükte. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3273]
    Van Harn lies im Krankhaus vielen besessenenWeibspersonen so lang kaltes Wasser aufden Kopf giessen bis sie dieGesundheit gestanden |

     

    [IIb-15-1788-1789-3274]
    Als in einer französischenFestung kein Soldat auf einemgewissen

     

    [Manuskriptseite 357]

    Posten mehr Schildwachtwegen eines Geistes stehenwolte: lies der neue Kommandant beim Trommelschlagausrufen: "der erste der den einen Geist sähe, solte25 Stokstreiche kriegen." |

     

    [IIb-15-1788-1789-3275]
    In Frank. müssen die Aerzte denKranken warnen sogleich den 2ten Tag, zu beichten:der Pfarrer giebt ihnen dan einschriftliches Zeugnis darüber; thun sie'snicht: so dürfen sie am 3 nicht zu ihm|

     

    [IIb-15-1788-1789-3276]
    Die Kamtschadalen erlegen zumTribut blos eine Fuchshaut, und in denkurilischen Inseln eine Seeotterhaut,die wegen ihrem Werth der Tributvon mehrerern auf 1mal ist. Kings lezte Reise um die Welt. Litteratur und Völkerkunde Iun. 1786

     

    [IIb-15-1788-1789-3277]
    Die Weiber gehen durch einenmit dem Boden ebenen Eingang in dieIourts, der Man kan, ohne Schande nicht a. als aufeinem eingekerbten Pfahl durch ein Locheinsteigen. Der Grad der Ofenhize ist der Gradder Gastfreiheit. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3278]
    Glauben, die Engel tragenVielfrashäute ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3279]
    Sie schreiben dem Bär alleihre Arzneiwissenschaft und Chirurgie zuund Tanz: daher ihr Tanz d eine Nachahmung aller dem Bär eignen Stellungen und Geberden ist ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3280]
    Hippokrates: Die Griechen schriebenBesizungen ihren Göttern zu. Hezels biblisches Reallexikon.

     

    [IIb-15-1788-1789-3281]
    Lightfoot über Matth. 17, 15: dieIuden schrieben den Teufeln besondersdie Krankh. zu, die den Körp. gekrümtoder wahnsinnig machen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3282]
    2 Mos. 21, 10. 11: die Sklavin musbei der 2ten Ehedes Mannes eben so viel Beischlaf als vorherbehalten, sonst wird sie frei. |

     

    [Manuskriptseite 358]

    [IIb-15-1788-1789-3283]
    Leo X verbot Nachdruk bei Strafe derVerdamtnis und des Gelds. L. und Völkerkunde.

     

    [IIb-15-1788-1789-3284]
    Amerikaner sind nordöstliche Tatarn. Büffon: man findet keineanderen Thiere in beiden Weltmassenzugleich als nur die, die das nord. Klima erzeugt,keine Löwen Tyger, aber Bären Hirsche p|

     

    [IIb-15-1788-1789-3285]
    Die Irokesen schneiden derEhebrecherin Nase und Ohren ab, und danmus sie, ausgestossen, iedem wer wil, als H- dienen|

     

    [IIb-15-1788-1789-3286]
    Bei den Huronen ist dieOberhauptswürde erblich, und durchweibliche Linien - nicht dessen Sohn, sondern der Sohnseiner Schwester folgt ihm nach. BeimAussterben eines Zweigs, wählt dieedelste Matrone einen Wilden zumOberhaupt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3287]
    Die Wilden nennenieden Brief und iedesbeschriebene Papier die redende Rinde |

     

    [IIb-15-1788-1789-3288]
    Blos der Grosvezier darf stat des Zaumseine güldene Kette haben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3289]
    In London soffen in 30 Iahren sichzu Tode 954, hingerichtet 470, ermordet 217, ersoffen3189 - unter 62 starben * durch einen Unglüksfal. Süsmilch götliche Ordnung 2 Th. Frank.

     

    [IIb-15-1788-1789-3290]
    Den 28 März 1770 wurde zu Parisbei einem unglüklichen Freudenfeuerauf dem Plaz Ludwigs XV an 15 bis 1800 Menschenerdrükt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3291]
    Die Tornadores zu Pferd dürfen den Stier nurauspariren, nicht verlezen, sonst feig -zu Fus mit einem Stabe miteinem Haken wilder machen; der Matador tödt. ihn. Dessauische Zeitung.

     

    [IIb-15-1788-1789-3292]
    Eine österreichische Verordnungvom 29 Iuli 1747 verbot mehr als 60

     

    [Manuskriptseite 359]

    Zentner auf einen Frachtwagen zu lad.wegen Gefahr der Zerbrechung. Frank.

     

    [IIb-15-1788-1789-3293]
    Ioseph II. verbot in der Stadt andersals im Schrit zu reiten und zu fahren. Iournal encycloped. Ianvier 1772. In München befohlen, daßdie Herschaft im Wagen nur mittelmässig, er ohne sie, od.vierspännig im Schrit fahre. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3294]
    Sächsische Landrecht: der leere Wagen solausweichen dem geladnen, der minderbeladene demschweren, der Reiter dem Wagen, derGehende dem Reiter |

     

    [IIb-15-1788-1789-3295]
    In Dresden wird Schlittenfahren nur mitSchellengeläut, bei 1 Dukaten zu frommerStiftung, erlaubt. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3296]
    2 Samuel 13, 18 die königlichen Prinzessinnentrugen so lange buntschekkigen Rok bis sie vermähltwurden, denn das sind die Staatskleiderim Orient. Hezels biblisches Reallexikon.

     

    [IIb-15-1788-1789-3297]
    Bei Bündnissen zerhiebendie Römer Schweine, Molossier Stiere, Bäozier Hunde |

     

    [IIb-15-1788-1789-3298]
    Die Aegypter ehrtendie Venus unter Fischsgestalt, weil sieim Krieg gegen Typhon als Fisch half. Ov. Metamorph. L. 5. Fab. 5. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3299]
    Im Hal= oder Sabbathsiahr durfte man niemandan seine Schuld mahnen. Erst im 50 Iahr war manvon derselben frei. Ioseph Antiq. l. II. c. 12 |

     

    [IIb-15-1788-1789-3300]
    Die iüdischen Kolonisten aus Arazur Zeit des assyr. Königs Salmanasser ehrten götlicheinen Esel oder ihren Got als einen.Selden de diis Syr. Syntagm. II. c. IX. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3301]
    Maillet: Esel sehen im Orient roth aus, undsind desto schöner ie südlicher sie sind. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3302]
    Morgenländer berühren keinen Hund wegenseiner Unreinlichkeit,

     

    [Manuskriptseite 360]

    sindnicht in Häusern, ohne Hern, Futterselbst suchend, daher raubgieriger,monatlich geben manche was zu ihremFutter |

     

    [IIb-15-1788-1789-3303]
    Der Hebräische Knecht hat denNamen des Hern auf der Stirn, konteselbst wieder einen Knechthaben. Mich. mosaisches Recht Th. II. §. 127 |

     

    [IIb-15-1788-1789-3304]
    Maimonides: Iuden durftennicht vor oder nach der Sonne opfern|

     

    [IIb-15-1788-1789-3305]
    Schwarze Schlangen die giftigsten - dieParadiesschlange hatte lange Beine |

     

    [IIb-15-1788-1789-3306]
    Ioseph:waren vor dem Sündenfal nicht vergiftet;dess. antiq. iudaicae: alleThiere vor dem S. einerlei Sprache |

     

    [IIb-15-1788-1789-3307]
    Talmudisten verbieten besonders den Nam. Gottes zu übergolden |

     

    [IIb-15-1788-1789-3308]
    Dem vornehmen Iapaner trägt ein Diener Schuhin einer Schachtel nach. Caton Reiseb. von Iap. Frage. IX.|

     

    [IIb-15-1788-1789-3309]
    Pythagoras befahl baarfus zu opfern - auchdie vestalischen *Iungfrauen opf. so der Diana - Könige anFeiertagen bei den Griechen Iuvenal Satyrae VI v. 155 - Muhammedaner beim Beten. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3310]
    Die Alten hielten den Nordwindfür den Hauptwind, der überdie anderen herschte. Luzian: man schwor beiden Winden - starker einZeichen der ankommenden Götter. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3311]
    Bei den Aegyptern war der infam,der kein eingebrantes Malzeichen hatte - dieAlten bezeichneten sich mitdem Namen der Gotheit, der sie sichwidmeten. Philo - Opferthiere mit demZeichen der Gotheit bezeichnet, derenOpfer sie wurden Aneid. l. XII. v. 173 - Christen mit einemKranz - Soldaten undKriegsgefangene mit einemMalzeichen - die Athener brantenden Samiern ein Schif auf. Plut. - Herodot: die Szythen schnittenbeim Begräbnis ihrer Könige sichBuchstaben ein - |

     

    [IIb-15-1788-1789-3312]
    Bei den Alten wareneherne und eiserne Betten gegen Wanzenund auch aus Holz gebräuchlich. Thuzid. hist. l. 3. c. 106. |

     

    [Manuskriptseite 361]

    [IIb-15-1788-1789-3313]
    Der Elephant fürchtet sich vor Anmeis., rasendwenn eine in seinen Rüssel. Heydts Schauplaz von Ostindien und Afrika 1744.

     

    [IIb-15-1788-1789-3314]
    Der König von Kandea lässet denMissethäter bis an denKopf in die Erde graben, den ihmdan der Fus eines Elephanten abstösset. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3315]
    Bei den Zingalesen darf einer auseiner höheren Kaste wol mit einer aus ders niedern huren, aber nicht essen und trinken |

     

    [IIb-15-1788-1789-3316]
    Des Mohren grösteBeschimpfung ist Schlizen der Ohren und Anspeien | Nurder zingualesische König darf beschuht sein. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3317]
    Er überschmiert an Festtägen das Hausmit Kuhmist, der anfangs stinkt, aber trocken gutriecht |

     

    [IIb-15-1788-1789-3318]
    Pabst hält im Konsistorium eine Lobrede aufiedes gross. verstorbnekatholische Haupt. Hamburger Iournal 89. Mai.

     

    [IIb-15-1788-1789-3319]
    Bei der Feier überdes Königs Genesungliessen manche, Ochsenbraten von 300Pfund mit God Save the King=Flaggen bestekken, mitProzession und Musik in Speissaal getragen, dem Pöbelpreisgegeben. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3320]
    Tomahawk ein amerikanisches Instrument,einem kleinen Beil ähnlich, dasfeindliche Köpfe zerschmettert, zuTobaksrauch, und dessen Stiel zumeingeschnittenen Register der Siege. L. Völkerkunde 86. August

     

    [IIb-15-1788-1789-3321]
    Die Friedenspfeife ist ein 3 Fus langes Rohrmit der Haut einer buntenEnte überzogen, am Ende ist eine Pfeife an derein Fächer von weissen Adlersfedernhängt, der das Symbol der Freundschaft ist;mit dieser Pfeife istman überal sicher - Kriegspfeife, Rohrmit der Haut einesschwarzen Vogels, des Kriegssymboli, überzogen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3322]
    Auch sogar wenn die Sonne zuNachts unter uns den Meridian durchgeht fältdas Wetterglas |

     

    [IIb-15-1788-1789-3323]
    Marschal {*...*} von Vieilleville (im 16 Iahrhundert) lies blosden Henker einmal bei der Hinrichtungder übrigen Schuldigen beimLeben "weil man ihn nöthig brauchte under auch ausserdem sein Handwerkvolkommen verstand" | Dezember

     

    [Manuskriptseite 362]

    [IIb-15-1788-1789-3324]
    Um, nicht an, den Throndes siam. Königs sind Stufen, auf denen dieGrossen sich mit demGesicht nach der Erde zu niederwerfen so langder König da ist |

     

    [IIb-15-1788-1789-3325]
    Forbin: Die ausser seinem Pallastwohnenden kommen nie in dessen Inneres;die hier, nie heraus. Höchst selten ist er sichtbar. Zeigt sichseinen Ministern undGünstlingen an einem 6 Schuh hoch vonder Erde erhabenen Fenster u. sagts mitwenigen Worten und verschwindet |

     

    [IIb-15-1788-1789-3326]
    Auch in ihrem Winter bedekken sieihre Gewächse gegen Sonnenhize, die so arg wiein unserm Somm. - in 7Sommermonaten regnets immerfort, Luft entsezlichheis. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3327]
    Alle Grossen malen sich blau nach ihrem Rang, der Königvon Fussohlen bis zum Nabel |

     

    [IIb-15-1788-1789-3328]
    Die Mandarinen ziehen, beimBegegnen eines Vornehmen, ihr Hemd, daseine Art Weste ist, aus und wikkelns um den Leib,zum Beweis des Gehorchens |

     

    [IIb-15-1788-1789-3329]
    Ihr Kleid um die Lenden legen sie nie ab,selbst im Bade nicht, auf blossem Leib(daher die Kinder niemals darauf)Schläge kriegen ist in Asien Ehrlosigkeit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3330]
    Keiner fährt durch eine Brükkeworüber gerade iemand geht; so lang diefranzösischen Gesandten im unterenStokwerk, wolt giengen die siamischen Bedient. nimmer ins obere; so wolten Siamer nicht höher als ein Brief ihres Königs wohnen; fährt dieser auf dem Wasser: so einen erhabnen Siz, und alle Einwohner müssen am Ufer sich einfinden und niederwerfen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3331]
    Gröste Grobheit, eine Sache nichtmit 2 Händen anzufassen undzu geben |

     

    [IIb-15-1788-1789-3332]
    Ied. hat bei einem Besuch einensilbernen, kupfernen Spuknapf mit |

     

    [Manuskriptseite 363]

    [IIb-15-1788-1789-3333]
    Die Mönche von la Trappe täglich 11Stunden in der Kirche. Reden niemit einander. Wissen nichtdie Namen und Geburtsörterihrer Ordensbrüder, blos der Superior. An niemand schreiben. EineNachricht vom Tode ihrer nächst. Blutsverwandten kömtnur an den Superior, der in der Kirche sagt: derVater pp. von einem unter euch istgestorben, bittet Got für seine arme Seele! Keiner sieht sichbeim Essen um oder an.Arbeiten täglich an den Gräbern.Noviziat 2 Iahre, darnach kan man nimmer weg. EinFremder darf nur 3 Tage dableiben, am4ten fragt man ihn, ob er ins Noviziat wolle | Nur imFal eines Gewissensskrupel darf einermit dem Superior reden - Einer ist bestimtmit den Fremden zu reden|

     

    [IIb-15-1788-1789-3334]
    In Holland Todesstrafe auf Verlezung der Dämme. Frank

     

    [IIb-15-1788-1789-3335]
    In Paris werden die, die sich im Wasser ausserden angewiesenen Badepläzen baden, durch eigne Leute verfolgtund arretirt |

     

    [IIb-15-1788-1789-3336]
    In Italien werden die Spazen ambesten ausgerottet, weil man sie isset|

     

    [IIb-15-1788-1789-3337]
    Auf der Insel Ischia ohnweit Neapel ist dasDorf Ciglio wo alle Mädgen Maria getauftwerden müssen, doch noch einenNebennamen. Berliner Monatssch. 87. Iun. Maccard

     

    [IIb-15-1788-1789-3338]
    In Neapel haben gute Zimmer oftkein Licht als durch die ofne Thür, wiebei den Alten ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3339]
    Die elysäischen Felder im Neapolit. sind ieztein Busch in einer Vertiefung. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3340]
    Semler: das Hirschensche Lichtsalzwasser (aus Glaubersalzund Urinmagma bestehend) sei goldhaltig, denn es gebeauch Mineralien über der Erde; daherStink=Luftgold, das erst nach der Putrefakzion inmetallener Form erscheine und vorher nur als Same da.|

     

    [Manuskriptseite 364]

    [IIb-15-1788-1789-3341]
    Cook: in Otahiti mus man vielmehrdie Fortschritte des sich zu sehrverbreitenden Brodbaums hindern. Litteratur Völkerkunde 86 May.

     

    [IIb-15-1788-1789-3342]
    Des Pages: Thiere die aus einemElement ins a. sich heben können, sind kleiner alsdie auf 1 eingeschränkten, so daher Vögelkleiner als 4füssige; so Walfisch, der Meerrbodenund Luft geniest, kleiner als Kraken vielleicht.

     

    [IIb-15-1788-1789-3343]
    Le Brün garnirte den Saal zu Versaillesmit allegorischenBildern von den Tugendenund Thaten Ludwigs XIV.

     

    [IIb-15-1788-1789-3344]
    Vigneul de Martille: Ausdünstung unleidlicherMenschen besteht aus Spiessen, diemit unserer sich nicht ketten; geliebter, ausverbindenden Haken Melanges de litterature et historie von ihm

     

    [IIb-15-1788-1789-3345]
    Unzer: versüster Merkurius gegen Kräze

     

    [IIb-15-1788-1789-3346]
    In Lüneburg mas ein wachthabenderBürger mit einem Instrument die Nasender Einpassirenden, die zu gros,musten einen Zol erlegen: kam indie Karre. Deutsches Museum.

     

    [IIb-15-1788-1789-3347]
    In Schaumburg Lippe sind die Priester Armen=Vorsorgerund müssen die Aerzte rufen - Bauernbekommen da in Akker= Wiesen= Viehzucht Kleider, Geldund Medaillen. | S. 93. 1777. Iuli. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3348]
    Tissot: von 10 Kindern im 9 Iahrsol man das le moins savant studiren lassen.Gesundheit der Gelehrten.

     

    [IIb-15-1788-1789-3349]
    In Langenberg in Osnabrük stelt der Schulmeistersontäglich das was seine Schülerdie Woche schrieben, vor derKirche auf einer Tafel miteinem Drathgitter zur Schau aus: dieEltern sehens, Weteifer. Mös. Phantasien.

     

    [Manuskriptseite 365]

    [IIb-15-1788-1789-3350]
    Im Stift Osnabrük kan geborgter Kaffee Zukker pgegen einen steuerbarenUnterthanen nicht gerichtlich eingeklagtwerden; auch nicht beim Konkurs bezahlt- wie Spielschulden |

     

    [IIb-15-1788-1789-3351]
    Der Deutsche belohnt den Klägermit dem Wehrgeld des Erschlagnen. Mös. Phantas.

     

    [IIb-15-1788-1789-3352]
    Wenn sonst ein Bischof reiste, muste ihmiedes Kirchspiel 100 Müdde Haber, 60 Bund Stroh, 120 Brode, 4Schweine, 4 Gänse, 3 Spanferkel, 8 Hammel 8 Hühner, 20 EimerHonigbier 20 E. Meth 20 Eimer Bier geben - der Kaiser zogvon einer Provinz in dieandere, um keiner zur Last zu sein |

     

    [IIb-15-1788-1789-3353]
    Dohm: in Frankr. 100,000 Huren;der Generalpächter Profit 50 Prozent, ieder G.ein Patron der Wissenschaften, hat 2Violonisten 2 beaux esprits, 2 Sänger, 2Sängerinnen, 1 Maitresse D. Museum.

     

    [IIb-15-1788-1789-3354]
    In den h. Hainenhatten die Deutschen ihre Fahnenund andere Kriegszeichen. Anton.

     

    [IIb-15-1788-1789-3355]
    Das Thränenwerkzeug macht durchAusführungskanäle immer die Theile des Augsschlüpferig, die Hornhaut glänzend unddurchsichtiger, und ohne Thränenzuflusfinden die Geschäfte des Augesnicht stat. Ianin.

     

    [IIb-15-1788-1789-3356]
    Thränenwege eingetheilt in die 1) dieThränen hervorbringen, unddie 2) die sie einsaugen.1) Nicht blos die Thränendrüse sondertderen ab, auch die Drüsen der conjuncivta, die Hornhaut, für die alle die Quelle ist dergläserne Körper, die Krystallinse Augapfel, dieThränenkarunkel, die Meibomischen Drüsen. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3357]
    Die Thränen brechen dieLichtstralen, mässigen den Eindruk der Luft,treiben fremde Körper aus dem Auge |

     

    [IIb-15-1788-1789-3358]
    In 24 Stunden werden in iedemAuge 2 Unzen Thränen abgesondert |

     

    [Manuskriptseite 366]

    [IIb-15-1788-1789-3359]
    Einsaugende Thränenwege sind die Augenlieder,besonders die Muskeln und Torsenderselben; die halbmondförmige Rinne,die von derconjunctiva und dem innern Seitentheil derThränenkarunkel gebildet wird - die Rinne des ossisunguis u. der knochigte Nasenkanal, die Thränengängeund Thränenpunkte mit ihremgemeinschaftlichen Kanal, der Thränensakund der Ductus nasalis. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3360]
    Petit: alle diese Theile sind dieFortsezung 1 Kanals, den er den Thränenheber nent |

     

    [IIb-15-1788-1789-3361]
    Thränen gehen durch die Nasenhöhle in denSchlund und Magen zur Verdauung;kommen vielleicht wieder als Thränenhinein |

     

    [IIb-15-1788-1789-3362]
    Ein Knabe verlor den Staar durch Herabfallenvon einem Baum wegen einesVogelnests; dad beim Lesen bedient er sich der Staarbrille | der zeit reife Staar fiel nämlich durch die Bewegung in den Grund des Auges |

     

    [IIb-15-1788-1789-3363]
    Ein Mädgen dem er den Staar stach, schrie beimAnblik der ersten Kerze, der Mond sei zuihren Füssen gefallen |

     

    [IIb-15-1788-1789-3364]
    Der gewöhnliche Staar istundurchsichtige Krystallinse, diebei Iungen weislicht, älteren schwarzaussieht, selten verknöchert - 2teist Undurchsichtigkeit der Krystallinse -Undurchsichtigkeit der die Höle desgläsernen Körpers bedekkenden Haut -Verdikkung der MorgagnischenFeuchtigkeit und der Krystsallhaut zugelich - blosseVerderbung des vordern Theils der Krystallinse - füralle besondere Handgriffe im Stechen|

     

    [IIb-15-1788-1789-3365]
    Ein ausserordentlich kurzsichtiger Iude kontenur durch ausserordentlich konvexe Gläser sehen |,hole vermehrt die Kurzsichtigkeit. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3366]
    Die Mönche von la Trappe lassensich sterbend auf ein auf den Fusboden gemaltes Kreuz legen. Iakobi.

     

    [IIb-15-1788-1789-3367]
    Wenn in Otaheite ein Weib vonRang mit einem niedern Manne sich paart:alle Kinder daraus umgebracht. Kook.| L. Völkerkunde. 86 Mai.

     

    [Manuskriptseite 367]

    [IIb-15-1788-1789-3368]
    Muhamed im Koran: wer mich im Traum sah, sah auch in derWirklichkeit denn der Satan kan meine Zügenicht verändern. |

     

    [IIb-15-1788-1789-3369]
    Der König in Otah. allein isset täglich Schweinefleisch,die Vornehmsten etwan monatlich. Giebts wenig: soverbeut er allen Unterth. Schweine zuschlachten oder auch Vögel auf Iahre,bis ers wieder aufhebt. Cook |

     

    [IIb-15-1788-1789-3370]
    Den Weibern die besten Eswarenversagt, selten Schweinefleisch, keineSchildkröten - DieKnaben essenauch von Mädgen abgesondert. ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3371]
    Verheirathen ist wenn einerdas von ihm gezeugte Kind des Mädg.nicht tödtet und also adoptirt ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3372]
    Die Weiber müssen sichentblössen wenn sie vor Götterpläzenvorübergehen ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3373]
    Gute und böse Seelen isset die Gotheit, eh sie indie ewige Wohnung kommen -ein Man der vor dem Tod nichtbeischläft, bedarf dieser Reinigung durch Essennicht, geht gerade an den Ort || So auchdie Seelen der Thiere, Bäume, Häuser Steine ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3374]
    Diese Geister können Got eben so oft essen,aber er kan sich stets wiedererschaffen. Ist der Mond im Abnehmen, so essen ihn sie: Zunehmen,erneuert er sich wieder ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3375]
    Bei Menschenopfern reichen sie dem Oberhauptdas Auge davon dar || Der Vorsiz beim Menschenopf.ist sein gröstes Vorrecht ||

     

    [IIb-15-1788-1789-3376]
    Auch das, daß wenn er aufeiner grossen Muschel bläset, alleUnterthanen ihm Nahrung bringen müssen.||

     

    [IIb-15-1788-1789-3377]
    Findet man bei seinem AntritWörter, die seinem Namenähnlich: So müssen sie mitanderen vertauscht werden; thuts einernicht: so wird er und seineVerwandten getödtet. Beschimpfung derRegierung nur Konfiskazion des Vermögens. - Der Königgeht nie in eines Unterthanen Haus: thut ers doch, so wirdsmit allem Geräthe verbrant. ||

     

    [Manuskriptseite 368]

    [IIb-15-1788-1789-3378]
    ?. bedeutet algemeine Historie der Reis.zu Wass. und zu Land Band10.

     

    [IIb-15-1788-1789-3379]
    G. - Garmanni de miraculis mortuorum l. III.

     

    [IIb-15-1788-1789-3380]
    C. - Relaziones curiosä.

     

    [IIb-15-1788-1789-3381]
    A. - Skizze von Wien.

     

    [IIb-15-1788-1789-3382]
    S. - Singularia Geographica vonBerkenmeyer. 1705 folgt Aneinanderreihung von Zahlen, z.T. gestrichen

     

    [IIb-15-1788-1789-3383]

     

    [IIb-15-1788-1789-3384]
    1794. Aug. jusqu. 34. Artikel Schmetterlinge Puppen Raupen, und Blumen

     

    [IIb-15-1788-1789-3385]
    1796. Decem.

     

    [IIb-15-1788-1789-3386]
    1799 August.

     

    [IIb-15-1788-1789-3387]
    Wielands deutsches Staatsrecht 72 - 74 - 78

     

    [IIb-15-1788-1789-3388]
    79 Henze Versuch über die Geschichte derfränkischen Kreise 79

     

    [IIb-15-1788-1789-3389]
    80 Iournal de lecture80

     

    [IIb-15-1788-1789-3390]
    83 AllgemeineWeltgeschichte B. 2 -

     

    [IIb-15-1788-1789-3391]
    84 Meiners Beitrag zur Geschichteder Denkart. der erstenIahrhunderte

     

    [IIb-15-1788-1789-3392]
    84 Büsching - 106

     

    [IIb-15-1788-1789-3393]
    85 Relationes curiosae - 86

     

    [IIb-15-1788-1789-3394]
    86 Garmann de mirac. mort.

     

    [IIb-15-1788-1789-3395]
    86 Sulzer - 89

     

    [Manuskriptseite ohne Zählung]

    [IIb-15-1788-1789-3396]
    1 Dictionaire des Merveilles p. Sigaud 1 - 7. 8 - 22

     

    [IIb-15-1788-1789-3397]
    3 Deutsche Merkur 1. - 73

     

    [IIb-15-1788-1789-3398]
    5. Gothaischer Kalender5.

     

    [IIb-15-1788-1789-3399]
    7 acerra phologica - 13 - 15 - 27 -30

     

    [IIb-15-1788-1789-3400]
    9 AllgemeineWelthistorie - 11 - 15 - 17 - 26 - 32 - 44 - 47 - 230-

     

    [IIb-15-1788-1789-3401]
    20 Tozen

     

    [IIb-15-1788-1789-3402]
    20 Wagenseil Erziehung p.

     

    [IIb-15-1788-1789-3403]
    21 Deutsch. Merkur - 73

     

    [IIb-15-1788-1789-3404]
    Iournal de Lecture

     

    [IIb-15-1788-1789-3405]
    25 Mascow

     

    [IIb-15-1788-1789-3406]
    *...* NeueWeltgeschichte B. 13. - 78

     

    [IIb-15-1788-1789-3407]
    33 Haller B. 7 - 35 - 45 - 57 - 59.

     

    [IIb-15-1788-1789-3408]
    37 Midletons Übereinstimmung desPabstth. mit demHeidenthum

     

    [IIb-15-1788-1789-3409]
    39 Midleton Gedanken über dieReligion, Kirche p. Englands

     

    [IIb-15-1788-1789-3410]
    40 Gmelin über den thier.Magnetism. - 58

     

    [IIb-15-1788-1789-3411]
    43 Wielands Staatsrecht.

     

    [IIb-15-1788-1789-3412]
    46 Engels Mimik

     

    [IIb-15-1788-1789-3413]
    47 Neue Mannigfaltigkeiten

     

    [IIb-15-1788-1789-3414]
    53 AllerneuesteMannigfaltigkeiten - 54 - 55

     

    [IIb-15-1788-1789-3415]
    60 TeutscheMerkur - 71

     

    [IIb-15-1788-1789-3416]
    61 Forkels Geschichte derMusik B. 1 - 64 - 67, - 75

     

    [IIb-15-1788-1789-3417]
    66 Anacharsis

     

    [IIb-15-1788-1789-3418]
    68 Neueste Mannigfaltigk. - 75 78 - 82

     

    [IIb-15-1788-1789-3419]
    71 De la Saint-Palaye üb. Ritter

     

    [IIb-15-1788-1789-3420]
    es folgen noch zwei mit"15" betitelte Blätter mit stichpunktartigen Notizen aus den Exzerpten desBandes 15, die Jean Paul wahrscheinlich im Rahmen der Registrierungsarbeitenangefertigt hat. Da es sich dabei nicht eigentlich um Exzerpte, sondern um eineWeiterverarbeitung handelt, werden diese Notizen - wie auch anderesKlappentextgekritzel - nicht in die Edition aufgenommen. Fortsetzung des am Ende des Bandes befindlichen Registers zu Beginn des Bandes:

     

    [Manuskriptseite ohne Zählung]

    [IIb-15-1788-1789-3421]
    *...* Oekonom.Naturgeschichte

     

    [IIb-15-1788-1789-3422]
    *3 Moritz SeelenerfahrungskundeB. 2 St. 3

     

    [IIb-15-1788-1789-3423]
    95 Meiners Denkart der ersten Jahrh. nachChristi Geburt

     

    [IIb-15-1788-1789-3424]
    97 Gerhard loc. theol. - | 20

     

    [IIb-15-1788-1789-3425]
    98 Hommel etc

     

    [IIb-15-1788-1789-3426]
    98 Wagenseil über fürstliche Erziehung105. 173

     

    [IIb-15-1788-1789-3427]
    100 Campe

     

    [IIb-15-1788-1789-3428]
    100 Journal de lecture

     

    [IIb-15-1788-1789-3429]
    108 Cameroci centur.

     

    [IIb-15-1788-1789-3430]
    111 Mischna

     

    [IIb-15-1788-1789-3431]
    114 Luzians Lob des Demosthenes.

     

    [IIb-15-1788-1789-3432]
    116 Moriz Seelenerfahrungskund.B. 3. St. 1

     

    [IIb-15-1788-1789-3433]
    118 Michaelis

     

    [IIb-15-1788-1789-3434]
    119 Dessausche Zeitung 1783.

     

    [IIb-15-1788-1789-3435]
    120 Langens geistl. Recht.

     

    [IIb-15-1788-1789-3436]
    121 Höpfner

     

    [IIb-15-1788-1789-3437]
    121 Dessauer Zeitung

     

    [IIb-15-1788-1789-3438]
    122 Blumenbach

     

    [IIb-15-1788-1789-3439]
    123 Bahrds Kirchengeschichte

     

    [IIb-15-1788-1789-3440]
    hier folgen im Ms. zwei große horizontaleTrennstriche

     

    [IIb-15-1788-1789-3441]
    148 Page's Reise um dieWelt.

     

    [IIb-15-1788-1789-3442]
    152 Pütters histor. polit. Handbuch * deutschen Staaten

     

    [IIb-15-1788-1789-3443]
    153 Abels Sammlung merkwürdigerErscheinungen aus demmenschlichen Leben.

     

    [IIb-15-1788-1789-3444]
    154 Bibliothek der Roman.B.1

     

    [IIb-15-1788-1789-3445]
    155 Eberhards Abhandlung von derMagie

     

    [IIb-15-1788-1789-3446]
    157 Mischna

     

    [IIb-15-1788-1789-3447]
    157 Düvals Leben.

     

    [IIb-15-1788-1789-3448]
    158 Fischers Geschichte desdeutschen Handels

     

    [IIb-15-1788-1789-3449]
    159 Anmerkung zu Shakespear

     

    [IIb-15-1788-1789-3450]
    160 Suhms Geschichte vonDänemark

     

    [IIb-15-1788-1789-3451]
    161 Pandora - 164

     

    [IIb-15-1788-1789-3452]
    164 AllgemeineWeltgeschichte B. 2 - 188

     

    [IIb-15-1788-1789-3453]
    ] ab hier Fortführung der Bibliographie auf der Vorderseite des Blattes. ST, Berlin, 25.2.03 ] es fehlen ganz offensichtlich die bibliographischen Angaben zu den Einträgen 164-253 - Berlin

     

    [IIb-15-1788-1789-3454]
    253 Beschreibung des häuslich. Zustandder Römer * 212 214

     

    [IIb-15-1788-1789-3455]
    254 Biener von der kaiserlichenMachtvollkommenheit

     

    [IIb-15-1788-1789-3456]
    261 Mösers Phantasien

     

    [IIb-15-1788-1789-3457]
    276 Robertson's Geschichte. 280

     

    [IIb-15-1788-1789-3458]
    279 Silbenschlag und Sacks Geologie

     

    [IIb-15-1788-1789-3459]
    282 Klockenbrings Aufsätze - 306.

     

    [IIb-15-1788-1789-3460]
    282 Büsching 4ter Band -5ter - 287 - 6ter 292-

     

    [IIb-15-1788-1789-3461]
    288 Rauw

     

    [IIb-15-1788-1789-3462]
    288 Mayers Beschreibung desmenschlichen Körp. B. 2.

     

    [IIb-15-1788-1789-3463]
    290 Beaufort Geschichte der röm.Republik mit Verlaub: was soll die nachfolgendeAngabe mitten im Inhaltsverzeichnis????

     

    [IIb-15-1788-1789-3464]

    Exzerpten

     

    [IIb-15-1788-1789-3465]
    Funfzehnter Band.

     

    [IIb-15-1788-1789-3466]
    1788 1789

     

    [IIb-15-1788-1789-3467]
    ]Titelei, siehe oben.

     

    [IIb-15-1788-1789-3468]

    292 Sprengel

     

    [IIb-15-1788-1789-3469]
    293 Blumenbach

     

    [IIb-15-1788-1789-3470]
    294 Mayers Beschreibung desmenschlichen Körp. B. 1

     

    [IIb-15-1788-1789-3471]
    297 Veit Schwarz von Reichard 297

     

    [IIb-15-1788-1789-3472]
    297 Archenholz von Italien

     

    [IIb-15-1788-1789-3473]
    305 Neue Reisebemerkungenüber Deutschland

     

    [IIb-15-1788-1789-3474]
    305 Briefe aus demNoviziat - 307 B. 2

     

    [IIb-15-1788-1789-3475]
    306 Berlin. Monatschrift

     

    [IIb-15-1788-1789-3476]
    310 Bahrts Kirchengeschichte

     

    [IIb-15-1788-1789-3477]
    311 MonatlicheUnterredungen vom Reich derGeister

     

    [IIb-15-1788-1789-3478]
    311 Neues Staatenjournal

     

    [IIb-15-1788-1789-3479]
    315 Plüche Schauplatz d. Natur 323 - 326

     

    [IIb-15-1788-1789-3480]
    317 Müllers Magazin fürNaturgeschichte

     

    [IIb-15-1788-1789-3481]
    321 Tissot - 325 -333

     

    [IIb-15-1788-1789-3482]
    322 Lienhard undGertrud ]Fortsetzung der Bibliographie auf dernächsten Seite bzw. Rückseite des Blattes, von den Eintragungen bis Nr. 164durch senkrechte Trennlinien in der Mitte der Seite abgeteilt. ST:Berlin.

     

    [IIb-15-1788-1789-3483]
    324 Semlers Lebensbeschr.B.2

     

    [IIb-15-1788-1789-3484]
    328 Geographica von Berkenmeier.

     

    [IIb-15-1788-1789-3485]
    333 Götzes Allerlei B. 5 {- 337-341 347}

     

    [IIb-15-1788-1789-3486]
    336 Janins Betrachtung über dasAuge - 365

     

    [IIb-15-1788-1789-3487]
    342 Dessauer Kinderzeitung

     

    [IIb-15-1788-1789-3488]
    343 OberschlesischeMonatshefte

     

    [IIb-15-1788-1789-3489]
    348 Hamiltons Bemerkungen überden tollen Hundbiß

     

    [IIb-15-1788-1789-3490]
    351 Bartels Briefe üb. Italien 355

     

    [IIb-15-1788-1789-3491]
    352 Franks medizinische Polizei B. 4

     

    [IIb-15-1788-1789-3492]
    353 BerlinischeSammlung B. 1

     

    [IIb-15-1788-1789-3493]
    357 Hezels bibliographischesReallexikon -259

     

    [IIb-15-1788-1789-3494]
    361 Güdls Schauplatz von Ostindien undAfrika

     

    [IIb-15-1788-1789-3495]
    361 Literatur= undVölkerkunde

     

    [IIb-15-1788-1789-3496]
    364 Mösers Phantasien

     

    [IIb-15-1788-1789-3497]
    366 Cook von Ohaheit

     

     

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